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Dokumentenidentifikation DE3423615A1 09.01.1986
Titel Zeichenlineal mit Klemmvorrichtung
Anmelder A.W.Faber-Castell GmbH & Co, 8504 Stein, DE
Erfinder Schiefnetter, Harald, 8662 Helmbrechts, DE
DE-Anmeldedatum 27.06.1984
DE-Aktenzeichen 3423615
Offenlegungstag 09.01.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.01.1986
IPC-Hauptklasse B43L 13/02

Beschreibung[de]

Zeichenlineal mit Klemmvorrichtung

Die Erfindung betrifft ein Zeichenlineal mit Klemmvorrichtung fur Schreib- und Zeichenplatten mit zwei Zeichenkanten, zu deren Langsrichtung sich an der Unterseite, an wenigstens einem Ende, im rechten Winkel, ein Führungsglied erstreckt, das in einer parallel zu den Seitenkanten der Zeichenplatte verlaufenden Nut geführt ist. in welche ein als federbelasteter Hebel ausqebildeter Klemmsteg eingreift.

Durch den Geqenstand der Patentanmeldung P 34 05 714 wurde ein Zeichenlineal mit Klemmvorrichtung in der Weise verbessert, daß der an der Unterseite des Zeichenlineals, zwischen zwei Führunasleisten, angeordnete Klemmsteg mit einem Winkelhebel verbunden ist, der an dem Zeichenlineal schwenkbar angeformt ist und federnd in die Nut der Zeichenplatte einsetzbar ist, wobei die Seitenflächen der Führungsleisten und die Klemmfläche des Klemmsteqes an gegenüberliegenden Seitenwänden der Nut anliegen.

Die Klemmvorrichtung soll nach ergonomischen Gesichtspunkten so gestaltet sein, daß das Zeichenlineal, ohne die Lage der greifenden Hand zu verändern, auf seiner Unterlage leicht verschoben und, an jeder beliebigen Seite des moglichen Verschiebeweqes, mittels des Führungsgliedes geklemmt und gelöst werden kann.

Nach der DE-OS 25 14 745 ist es bekannt, zu diesem Zweck ein Gehäuse in Form einer, aus der Zeichenschiene herausgeformten Erhöhung vorzusehen, die einem Winkelhebel zur seitlichen Führung dient. Dieser, die Feststellwirkung erzielende, federbelastete Winkelhebel, mit einem aegenuber dem Kraftarm extrem kurzen Lastarm, ist auf der Zeichenschiene so angeordnet und die Federkraft so einqestellt, daß der Kraftarm durch das Gewicht der die Zeichenschiene bedienenden Hand niedergedrückt wird und somit die Feststellwirkunq, die der Lastarm des Hebels gegen die Flanken der Nut der Unterlage verursacht, aufgehoben wird.

Bei den bekannten Klemmvorrichtungen ist jedoch das Betãtigungselement zu einem nicht unbeachtlichen Teil1 in der Klemmstellung in in der gedruckten Lage zum Aufheben der Klemiawirkung, von dem Gehäuse verdeckt. Die Bedienungsperson muß sich daher darauf einstellen, eine Handhaltung zu wählen, bei der der Griffbereich am Winkelhebel erfasst werden kann. Die Lageveränderung der Hand ist nur gegenüber dem Gehäuse, nicht jedoch gegenüber dem Hebel möglich. Dieser Nachteil tritt auch beim Greifen des Schiebers zum Arretieren des Winkelhebels auf, wenn auch diese Art der Betätigung nicht in einer Häufigkeit vorzunehmen ist, wie das Greifen des Winkelhebels selbst.

Die Aufgabe der Erfindunq ist es daher, eine Klemmvorrichtung zu schaffen, die nicht nur, ohne Veränderung der Hand- bzw.

Fingerhaltung, ein Verschieben und Arretieren des Zeichenlineals gestattet, sondern mit der auch das Betätigungselement an unterschiedlichen Stellen gefasst werden kann. Gleichzeitig sollen der bauliche Aufwand an Einzelteilen und die Montaqe derselben auf ein Minimum reduziert werden.

Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Der lange Schenkel des Winkelhebels kann, da er über seine gesamte Länge den Linealkörper überragt, an jeder beliebigen Stelle gegriffen werden, um die Klemmvorrichtung zu lösen und um das Lineal zu verschieben. Der Benutzer kann sich selbst die fur ihn günstigste Position seiner Handhaltuns aussuchen und beim Arbeiten mit dem Lineal beibehalten oder nach belieben verändern, wobei jedoch in jeder Last ein Verschwenken des Winkelhebels vorgenommen werden kann.

Das optische Bild des Betätigungselementes erhält dann eine besondere Anmutung, wenn beim Anliegen der Seitenflächen der Führungsleiste und des Klemmsteges an gegenüberliegenden Flanken der Nut der lange Schenkel des Winkelhebels etwa parallel zur Oberfläche des Linealkörpers verläuft. Dies trifft auch zu für den Winkelhebel selbst, der für den Benutzer dadurch als ein Griff bzw. Betätigungselement erkennbar ist, daß die sich zum Linealkörper erstreckende Wand ununterbrochen entlang der Außenkontur des Winkelhebels verläuft.

Die Festigkeit des Betätigungselementes, insbesondere gegenüber Biegespannungen beim Verschieben des Lineals kann in ausreichendem Umfang dadurch erhöht werden, daß der lange Schenkel des Winkelhebels zum kurzen Schenkel hin in eine Verbreiterung übergeht.

Zum Lösen der Klemmvorrichtung steht dem, gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 2, sich parallel zum Linealkörper erstreckenden Winkelhebel ein ausreichender Schwenkweg zur Verfügung, wobei in der geschwenkten Lage der Winkelhebel dadurch seitlich abqestützt wird, daß er mit der Wand sich in der Ebene der Oberfläche des Linealkörpers erstreckt, an seiner Schmalseite mittels eines Verbindungssteges mit dem Linealkörper verbunden ist, der eine Öffnung aufweist, die größer ist als die Außenkontur des Winkelhebels.

Trotz der einstückigen Ausbildunq des Linealkörpers und des Winkelhebels ist es möglich1 letzteren gegen seine Federkraft in der gelösten Lage zu arretieren, wozu in dem Linealkörper eine Aussparung vorgesehen ist, die größer ist als eine Drucktaste, die mittels einer Querwand am Linealkörper schwenkbar angeformt ist und eine Nase aufweist, die einer Rastmulde am Winkelhebel anqepasst ist. Diese Drucktaste beeinträchtigt in keiner Weise die Zugänglichkeit zum Winkelhebel, wenn sie so angeordnet ist, daß sich der Winkelhebel und die Drucktaste parallel zur Oberfläche des Linealkörpers in Ebenen mit unterschiedlichem Abstand zum Linealkörper erstrecken.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnunqen darqestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeiqen: Fig. 1 eine perspektivische Darstellung des Zeichenlineals mit oben liegenden Betätigungshebeln, Fig. 2 das Zeichenlineal, im Bereich der Betätigungshebel, teilweise aufgeschnitten, Fig. 3 eine perspektivische Darstellung des Zeichenlineals von unten, Fig. 4 eine Draufsicht auf das Zeichenlineal, Fig. 5 eine Schnittdarstellung des in die Zeichenplatte eingesetzten Zeichenlineals in Klemmlage, Fig. 6 eine Schnittdarstellung des Zeichenlineals beim Verschwenken des Winkelhebels über den Rastvorsprung, Fig. 7 eine Schnittdarstellung des Zeichenlineals mit arretiertem Betatigungshebel und Fig. 8 das Zeichenlineal außerhalb der Zeichenplatte, mit dem Betätigungshebel in seiner Ausgangslage.

Das Zeichenlineal besteht aus einem Linealkorper 1, der an den beiden Längsseiten dachförmig abgeschrägt ist, wodurch Zeichenkanten 2 gebildet werden. An der Unterseite 3 ist eine in der Mitte unterbrochene Führungsleiste 4 angeordnet, deren Seitenflächen 5 in einer Ebene liegen und zwischen denen ein Klemmsteg 6 mit einer seitlichen Klemmfläche 7 liegt. Mittels eines Verbindungssteges 8, dessen Querschnitt geringer ist als der des Klemmsteges 6, ist ein Winkelhebel 10, der sich aus einem kurzen Schenkel 9 und einem langen Schenkel 11 zusammensetzt, mit dem Linealkorper 1 verbunden.

Um den Winkelhebel 10 ist eine Wand 12 herumgeführt, die sich etwa bis zur Oberkante des Linealkörpersl erstreckt und die um eine Verbreiterung 13 weitergefuhrt ist.

Das Zeichenlineal ist auf eine Zeichenplatte 14 aufsetzbar, wobei die Führungsleiste 4 und der Klemmsteg 6 in eine Nut 15 hineinragen und sich an den Flanken 16 anlegen. Durch die Elastizitat des Materials, aus dem der Linealkorper 1 besteht, ist der Winkelhebel 10 und mit ihm der Klemmsteg 6 verschwenkbar. Die Lage des Winkelhebels 10 ist dabei in entspanntem Zustand(Fig. 8) so vorbestimmt, daß zum Einsetzen in die Nut 15 der Winkelhebel 10 gedrückt werden muß. Nach dem Anliegen der Seitenflächen 5 und der Klemmfläche 7 an den Flanken 16 in der Nut 15, lasse sich der Winkelhebel 10 weiter verschwenken, wobei er in eine Öffnung 17 des Linealkorpers 1 so weit eintauchen kann, daß die Klemmfläche 7 von der Flanke 16 abhebt. In dieser Lage lasse sich der Winkelhebel 10 mittels einer Drucktaste 18 verriegeln. Eine Querwand 19 in einem Durchbruch 20 dient als eine Drehachse, um welche die Drucktaste 18 verschwenkbar ist. Durch einen Rastvorsprung 21, der mit einer Stufe 22 an den Winkelhebel 10 zusammenwirkt, lasse sich letzterer in der vorbeschriebenen Lage verriegeln. Auf diese Weise kann das Zeichenlineal in der Nut 15 der Zeichenplatte 14 verschoben werden, ohne daß der Winkelhebel 10 verschwenkt zu werden braucht. Durch Niederdrücken der Drucktaste 18 gibt der Rastvorsprung 21 die Stufe 22 frei, so daß der Winkelhebel 10 seine Ausgangslage - wie sie in der Fig. 5 dargestellt ist - wieder einnehmen kann. Aufgrund der Vorspannung am verschwenkbaren Klemmsteg 6, mit deren Hilfe sich die Klemmflächen 7 und die gegenüberliegende Seitenflache 5 an den Flanken 6 der Nut 15 abstutzen, ist das Zeichenlineal auf der Zeichenplatte 14 fixiert. Schriftschablonen, Winkel oder andere Zeichenhilfsmittel konnen somit an den Zeichenkanten entlang bewegt werden, ohne daß das Lineal gehalten werden muß. Bezugszeichenliste 1 Linealkörper 2 Zeichenkante 3 Unterseite 4 Führungsleiste 5 Seitenflache 6 Klemmsteg 7 Klemmflache 8 Verbindungssteg 9 Kurzer Schenkel 10 Winkelhebel 11 Langer Schenkel 12 Wand 13 Verbreiterung 14 Zeichenplatte 15 Nut 16 Flanke 17 Öffnung 18 Drucktaste 19 Ouerwand 20 Durchbruch 21 Rastvorsprung 22 Stufe - Leerseite -


Anspruch[de]

Patentansprüche 1. Zeichenlineal mit Klemmvorrichtung für Schreib- und Zeichenplatten mit zwei Zeichenkanten, zu deren Längsrichtung sich an der Unterseite an wenigstens einem Ende im rechten Winkel ein Führungsglied erstreckt, das in einer parallel zu den Seitenkanten der Zeichenplatte verlaufenden Nut geführt ist, in welche ein als federbelasteter Hebel ausgebildeter Klemmsteg eingreift, der an der Unterseite des Zeichenlineals zwischen zwei Führungsleisten angeordnet und mit einem Winkelhebel verbunden ist, der an dem Zeichenlineal schwenkbar angeformt ist und federnd in die Nut der Zeichenplatte einsetzbar ist, wobei die Seitenflächen der Führungsleisten und die Klemmfläche des Klemmsteges an gegenüberliegenden Seitenwänden der Nut anliegen, nach Patentanmeldung P 34 05 714, dadurch gekennzeichnet, daß der lange Schenkel (11) des Winkelhebels (10) die Oberseite des Linealkörpers (1) uberragt, mittels einer Abwinkelung mit einem kurzen Schenkel (9) verbunden ist und wenigstens an den Längsseiten jeweils eine sich zum Linealkorper (1) erstreckende Wand (12) aufweist.

2. Zeichenlineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anliegen der Seitenflachen (5) der Führungsleiste (4) und der Klemmfläche (7) des Klemmsteges (6) an gegenüberliegenden Flanken (16) der Nut (15) der lange Schenkel (11) des Winkelhebels (10) etwa parallel zur Oberfläche des Linealkörpers (1) verläuft 3. Zeichenlineal nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich zum Linealkörper (1) erstreckende Wand (12) ununterbrochen entlang der Außenkontur des Winkelhebels (10) verläuft.

4. Zeichenlineal nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der lange Schenkel (11) des Winkelhebels (10) zum kurzen Schenkel(9) hin in eine Verbreiterung (13) übergeht.

5. Zeichenlineal nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkelhebel (10) mit der Wand (12) sich in der Ebene der Oberflache des Linealkorpers (1) erstreckt, an einer Schmalseite mittels eines Verbindungssteges (8) mit dem Linealkörper (1) verbunden ist, der eine Öffnung (17) aufweist, die großer ist als die Außenkontur des Winkelhebels (10).

6. Zeichenlineal nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Linealkorper (1) ein Durchbruch (20) vorgesehen ist, der großer ist als eine Drucktaste (18), die mittels einer Querwand (19) am Linealkorper (1) schwenkbar angeformt ist und einen Rastvorsprung (21) aufweist, der eine Stufe (22) am Winkelhebel (10) übergreift.

7. Zeichenlineal nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Winkelhebel (10) und die Drucktaste (18) parallel zur Oberflache des Linealkörpers (1) in Ebenen mit unterschiedlichem Abstand zum Linealkörper (1) erstrecken.







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