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Dokumentenidentifikation DE3429495A1 13.02.1986
Titel Tintennachfüllbehälter für Füllhalter o.dgl.
Anmelder Pelikan AG, 3000 Hannover, DE
Erfinder Stiel, Karl-Heinz, 3004 Isernhagen, DE
DE-Anmeldedatum 10.08.1984
DE-Aktenzeichen 3429495
Offenlegungstag 13.02.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.02.1986
IPC-Hauptklasse B43L 25/06

Beschreibung[de]

Tintennachfüllbehälter für Füllhalter oder dgl.

Die Erfindung bezieht sich auf Tintennachfüllbehälter für Füllhalter oder dgl. mit einer oberen Behälteröffnung zum Einführen der Feder des Füllhalters oder dgl., einer unterhalb der Behälteröffnung liegenden Entnahmekammer, in welche die Feder zur Aufnahme der Tinte einführbar ist, sowie mit einer getrennt ausgebildeten Vorratskammer, aus der durch Verkippen des Behälters Tinte in die Entnahmekammer überführbar ist.

Schon seit langer Zeit werden zum Nachfüllen von Füllhaltern oder dgl. Tintennachfüllbehälter mit kleinem Fassungsvermögen (d.h. etwa unter 100 ml) so gestaltet, daß man ihren Inhalt durch Einführen der Feder eines Füllhalters und durch anschließendes Absaugen weitgehend entnehmen kann. So sind etwa Liegeflaschen bekannt, die allerdings beim oeffnen hochkant gehalten werden müssen, weil sonst ein Teil des Inhalts unbeabsichtigt auslaufen könnte. Solche Liegeflaschen sind jedoch in der Herstellung kompliziert und teuer.

Des weiteren sind Kippgläser, auch in der FÖrm von Dreiecksflaschen, bekannt, die dann, wenn der Inhalt zur Neige geht, mit großer Geschicklichkeit auf eine Ecke gestellt werden müssen, um noch weitere Tinte entnehmen zu können.

Aus der DE-PS 835 416 ist ein Nachfüllbehälter der eingangs genannten Art bekannt, bei dem die Entnahmekammer in Form eines zusätzlichen, in die Behälteröffnung und in die Vorratskammer einhängbaren Einsatzes ausgebildet ist. Hierdurch ist zwar die Möglichkeit gegeben, einen Teil des in der Vorratskammer des Behälters vorhandenen Tintenvolumens in den Einsatz zu überführen, wobei infolge des relativ kleinen Aufnahmevolumens des Einsatzes auch bei Einführen einer geringen Tintenmenge in diesen sich in ihm ein relativ hoher Flüssigkeitsstand erzielen und dann über die eingeführte Feder des Füllhalters absaugen läßt. Bei diesem bekannten Tintennachfüllbehälter ist das Umfüllen des Inhalts aus der Vorratskammer in die Entnahmekammer des Einsatzes jedoch dann relativ schwierig, wenn nur noch wenig Tinte in der Vorratskammer vorhanden ist. Des weiteren ist dadurch, daß der Einsatz als getrenntes Bauteil auszubilden und in den Behälter einzuhängen ist, ein in der Herstellung relativ teurer und aufwendiger Aufbau gegeben, wobei sich eine restlose Entleerung des Behälters nicht erreichen läßt.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Tintennachfüllbehälter der eingangs genannten Art zu entwickeln, der bei einfachem Aufbau und kostengünstiger Herstellung ein problemfreies und so gut wie vollständiges Entleeren ohne besondere Geschicklichkeit der Bedienungsperson ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Tintennachfüllbehälter der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Entnahmekammer seitlich neben und außerhalb der Vorratskammer angeordnet ist, beide Kammern im Bereich ihrer oberen Ränder über eine Querrinne miteinander verbunden sind und oberhalb von Vorratskammer, Querrinne und Entnahmekammer ein diese gemeinsam überspannender Dachraum vorgesehen ist, in den die Behälteröffnung einmündet.

Der erfindungsgemäße Tintennachfüllbehälter ist zunächst bereits sehr einfach und wirtschaftlich herstellbar, da die Erzeugung getrennter, später erst ineinander einzuhängender Bauteile nicht erforderlich ist. Darüber hinaus gewährleistet der erfindungsgemäße Tintenbehälter eine problemfreie, so gut wie vollständige Entleerung der Vorratskammer, selbst für den Fall, daß in dieser nur noch eine sehr geringe Tintenmenge vorhanden sein sollte. Wenn der Tintenbehälter anfänglich vollständig, d.h. bis in den Dachraum hinein mit Tinte gefüllt ist, tritt beim Füllen des Füllhalters sowieso kein Problem auf. Ist der Flüssigkeitsspiegel aber unter die Oberkante der Vorratskammer abgesunken, wird nach dem Einführen der Feder des Füllhalters in die Entnahmekammer letztere geleert. Sobald auch die Entnahmekammer geleert ist, muß die Bedienungsperson nurmehr den Behälter kippen, wodurch Tinte aus der Vorratskammer über die obere Querrinne in die Entnahmekammer problemfrei überführt werden kann.

Durch das oberhalb der beiden Kammern sich erstreckende Volumen des Dachraumes wird gleichzeitig auch gewährleistet, daß bei dem Verkippen der Tinte eine entsprechende Lagerung der oberhalb der Kammern befindlichen Luftvolumina so stattfinden kann, daß ein völlig ungehindertes Umschütten aus der Vorratskammer in die Entnahmekammer sicher gewährleistet ist. Durch den einfachen Kippvorgang kann ohne irgendwelche Schwierigkeiten auch bei nur noch geringem Tinteninhalt in der Vorratskammer derselbe bis zum letzten Tropfen in die Entnahmekammer überführt und aus dieser mit dem Füllhalter abgesaugt werden.

In vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Tintennachfüllbehälters weist die Entnahmekammer in ihrem oberen Teil einen zylindrischen Querschnitt auf, der sich in ihrem unteren Teil nach unten hin in Anpassung an die Form eines Füllhalters im Bereich dessen Feder verjüngt.

Vorteilhafterweise ist die Mittelachse der Entnahmekammer senkrecht zur Standfläche des Gesamtbehälters angeordnet.

Es ist weiterhin von Vorteil, wenn ein erfindungsgemäßer Tintenbehälter in Gänze einstückig ausgebildet ist, d.h.

daß Vorratsraum, Querrinne, Entnahmekammer und Dachraum einstückig miteinander verbunden sind.

Eine andere, vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Tintenbehälters besteht auch darin, daß weitere seitlich neben der Entnahmekammer und um diese herum angeordnete, mit ihr über weitere Querrinnen verbundene und von Dachraum überspannte Vorratskammern vorgesehen sind. Vorteilhafterweise werden hierfür zwei Vorratskammern gewählt und symmetrisch zur Längsmittelachse der Entnahmekammern angeordnet. Gleichermaßen vorteilhafterweise können auch drei Vorratskammern vorgesehen sein, die gleichmäßig um die Entnahmekammer herum verteilt angeordnet sind. In beiden Fällen, wie auch in den Fällen einer anderen Anzahl von Vorratskammern, ist es nicht nur aus herstellungstechnischen, sondern auch aus optischen Gründen vorteilhaft, wenn die Anordnung der Vorratskammern um die Entnahmekammer herum so vorgenommen ist, daß sich bei einer Draufsicht eine kreissymmetrische Anordnung ergibt.

Es ist weiterhin von Vorteil, wenn die untere(n) Abschlußfläche(n) der Vorratskammer(n) als Standfläche(n) des Gesamtbehälters ausgebildet ist bzw. sind. Hierdurch ergibt sich, insbesondere bei der symmetrischen Kreisanordnung mehrerer Vorratskammern um die Entnahmekammer herum, eine gleichmäßige Anordnung der Einzelständflächen wodurch der Gesamtbehälter auch bei seinem Aufstellen eine günstige statische Lastverteilung auf der Unterlage und damit eine stabile Standlage erreicht.

Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Querrinne(n) im Querschnitt eine Weite aufweist bzw. aufweisen, die wesentlich geringer als die Weite (Durchmesser) der Entnahmekammer ist bzw. sind. Hierdurch wird die Möglichkeit einer wohldosierten Überführung der Tinte aus der bzw.

einer Vorratskammer in die Entnahmekammer eröffnet.

Es ist weiterhin von Vorteil, wenn bei einem erfindungsgemäßen Tintenbehälter, bei dem mehr als eine Vorratskammer vorhanden ist, alle Querrinnen auf gleicher Höhe angeordnet sind. Vorteilhafterweise sind die Vorratskammern auf ihrer der Entnahmekammer zugewandten Seite mit schräg nach oben verlaufenden Kammerwänden versehen, so daß beim Überführen der letzten Tintentropfen durch die Querrinnen aus einer Vorratskammer in die Entnahmekammer ein unerwünschtes, versehentliches Weiterlaufen in eine andere Vorratskammer verhindert werden kann. Für die schräg verlaufenden Kammerwände wird dabei vorzugsweise ein Neigungswinkel zur Mittelachse der Entnahmekammer im Bereich von 8 bis 200 gewählt.

Es ist weiterhin von Vorteil, wenn jede Vorratskammer (in einem Schnitt senkrecht zur Längsmittelachse der Entnahmekammer gesehen) einen Querschnitt derart aufweist, daß ihre der Entnahmekammer zugewandte Seite mit zwei Seitenwandabschnitten versehen ist, die in einem stumpfen Winkel aufeinander zulaufen, wobei dann die obere Querrinne von der Stoßkante, an der die Seitenwände zusammenlaufen, ausgeht und von dort zur Entnahmekammer führt. Bei dieser Ausgestaltung wird der Effekt erreicht, daß beim Kippen zum Überführen von Tinte aus der betreffenden Vorratskammer in die Entnahmekammer die Tinte in die durch die beiden im Winkel aufeinander zulaufenden Seitenwandabschnitte gebildete Rinne und von hier aus in den am Ende dieser Rinne beginnenden Querkanal zur Entnahmekammer strömen kann, was ein besonders leichtes Handhaben und ein sicheres Ausführen auch der letzten kleinsten Tintenreste aus der entsprechenden Vorratskammer ermöglicht.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung besteht auch darin, daß die Bodenfläche des Dachraumes zu der bzw. den Querrinne(n) und auch im Bereich der Entnahmekammer zu dieser hin abfallend ausgebildet ist: hierdurch wird wiederum der bereits genannte Rinneneffekt derart erreicht, daß spätestens dann, wenn der Behälter wieder abgestellt wird, die auf dieser Bodenfläche des Dachraumes noch vorhandenen Tintenreste sicher in die Querrinne bzw. in die Entnahmekammer einströmen können und nicht etwa seitlich von der Querrinne und außerhalb der Entnahmekammer verbleiben.

Es ist von Vorteil, wenn der gesamte Tintenbehälter aus einem glasklaren oder transparenten Material, vorzugsweise aus einem durchsichtigen Kunststoff, besteht, so daß jederzeit auch der Flüssigkeitsstand in den Vorratskammern und der Entnahmekammer wie auch der Überfüllvorgang seinerseits stets beobachtet werden kann.

Von Vorteil ist es auch, wenn jede Vorratskammer auf ihrer der Entnahmekammer abgewandten Seite im Querschnitt halbkreisförmig gerundet ausgebildet ist, wodurch sich nicht nur ein gefälliges Erscheinungsbild des Gesamtbehälters ergibt, sondern auch eine vereinfachte Herstellung möglich wird und gleichzeitig auch die Handhabung wegen des Fehlens von Kanten gerade an diesen Außenseiten, an denen die Hand der Bedienungsperson angreift, erleichtert wird.

Die Herstellung des erfindungsgemäßen Tintenbehälters wird auch dadurch begünstigt, daß die Entnahmekammer im Querschnitt kreisförmig, somit in sich symmetrisch ausgebildet ist.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung im Prinzip beispielshalber noch näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Tintennachfüllbehälter mit zwei Vorratskammern in der Aufsicht; Fig. 2 den Behälter aus Fig. 1 in der Ansicht von unten, Fig. 3 einen Teilschnitt durch den Behälter aus Fig. 1 längs Linie A-A (im oberen Teil ungeschnitten und unter Weglassung der Behälteröffnung), sowie Fig. 4 einen Schnitt durch den Behälter aus Fig. 1 längs Ebene IV-IV (parallel zur Standfläche).

Der in Fig. 1 dargestellte Tinten-Nachfüllbehälter weist eine mittlere Entnahmekammer 1 auf, die direkt unterhalb einer oberen Behälteröffnung zum Einführen der Feder eines Füllhalters oder dgl. angeordnet ist. Zu beiden Seiten (symmetrisch zueinander) sind zwei Vorratskammern 8,8' angeordnet, die, wie etwa Fig. 2 entnehmbar ist, auf ihrer der Entnahmekammer 1 abgewendeten Außenseite eine im Querschnitt etwa halbkreisförmige Außenkontur aufweisen (vgl.

auch Fig. 4). Wie ebenfalls in Fig. 2 und 4 gezeigt, sind die Vorratskammern 8 und 8' jeweils auf ihrer der Entnahmekammer 1 zugewandten Seite mit einem Querschnitt (parallel zur Standfläche 6 gesehen - vgl. Fig. 1) versehen, der aus zwei in einem stumpfen Winkel aufeinander zulaufenden Seitenwandabschnitten9aund9bbesteht, die an der Stelle ihres Aufeinandertreffens eine Stoßkante 15 ausbilden. Diese Seitenwandabschnitte 9a und 9b verlaufen gleichzeitig auch schräg nach oben geneigt, wobei der Neigungswinkel «, den sie wie auch die Stoßkante 15 mit der Mittelachse 5 der Entnahmekammer 1 ausbilden, in dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel 120 beträgt. Hierfür können auch andere Winkel, insbesondere zwischen 80 und 200 eingesetzt werden: der Winkel ist so zu bemessen, daß beim Ausschütten auch der letzten Tropfen Tinte aus einer solchermaßen gestalteten Vorratskammer in die Entnahmekammer 1 fließt und verhindert ist, daß die Tinte unerwünschterweise statt in die Entnahmekammer 1 in die gegenüberliegende Vorratskammer 8' einfließen könnte.

Die Behälteröffnung 2 sitzt oben mittig auf dem Gesamtbehälter, wobei sie in einen Dachraum 11 (vgl. Fig. 3) mündet, der oberhalb der Vorratsbehälter 8 und 8 , der Querrinnen 10 und 10 sowie der Entnahmekammer 1 ausgebildet ist und alle genannten Behältervolumina überdeckt.

Die Schnittdarstellung nach Fig. 3 zeigt, daß der Boden 12 des Dachraumes 11 seitlich der Querrinne 10 so ausgebildet ist, daß er zu dieser hin leicht abfällt, so daß beim Umschütten von Tinte aus einer Vorratskammer in die Entnahmekammer 1 außerhalb der Querrinne 10 vorhandene Tinte beim Abstellen des Behälters sicher wieder in die Querrinne 10 zurückläuft und von dieser in den Entnahmebehälter überfließt. Hierzu könnte die Querrinne 10 auch ganz leicht in Richtung auf den Entnahmebehälter 1 hin abfallend angeordnet sein, so daß beim Stand sich die Querrinne 10 selbsttätig in die Entnahmekammer 1 hin entleert. Gleichzeitig wird der Boden 12 des Dachraumes 11 im Umfeld der Entnahmekammer 1 auch zu dieser hin geneigt ausgebildet, so daß der Selbstentleerungseffekt in die Entnahmekammer 1 hin auch in diesem Bereich sicher gewährleistet ist.

Die Entnahmekammer 1 ist in ihrem oberen Bereich 3 zylindrisch ausgeführt (vgl. Fig. 1), verjüngt sich aber in ihrem unteren Bereich 4 in Anpassung an die Form eines Füllhalters im Bereich seiner Feder. Dabei steht die Mittelachse 5 der Entnahmekammer 1 senkrecht zur Grundfläche 6 des Gesamtbehälters . Xie Grundfläche 6 wird dabei durch die unteren Abschlußflächen der beiden Vorratskammern 8 und 8' gebildet, die als geeignete Standflächen des Gesamtbehälters ausgeführt sind.

Durch ein an der Behälteröffnung 2 angebrachtes, in den Figuren nur im Prinzip dargestelltes Gewinde (ohne Bezugszeichen) kann die Behälteröffnung 2 durch einen geeigneten Deckel (nicht gezeigt) verschlossen werden.

Wie die Figuren zeigen, ist die Entnahmekammer 1 in ihrer Länge etwas kürzer als die Länge der seitlichen Vorratskammern 8 und 8' ausgeführt, was auch im Interesse der statischen Bestimmtheit beim Aufstellen des Behälters auf eine Unterlage wünschenswert ist.

Der in den Figuren dargestellte Behälter ist aus einem durchsichtigen Kunststoff gefertigt, so daß jederzeit und unschwer von außen nicht nur der Überführungsvorgang der Tinte von einem Vorratsbehälter in den Entnahmebehälter 1, sondern auch noch das Niveau des in den Vorratsbehältern 8 und 8' vorhandenen Tintenvolumens erkannt werden kann.

Der Behälter ist insgesamt ohne Kanten ausgeführt, d.h.

überall sind Rundungen angeordnet, um eine Verletzungsgefahr beim unbedachten Umgang etwa durch Kinder zu vermeiden und gleichzeitig auch eine leichte Herstellbarkeit zu ermöglichenxAuch die bereits genannte "Stoßkante" 15 an der Stelle des Zusammentreffens der Seitenwandabschnitte 9a und 9b ist gerundet ausgeführt.

Die Handhabung des in den Figuren gezeigten Behälters ergibt sich wie folgt: Aus dem vollen Behälter wird zunächst mit einem Füllhalter die Tinte wie aus jedem herkömmlichen Behälter ohne beson- dere Formgebung oder Technik abgesaugt, indem durch die Behälteröffnung 2 die Feder des Füllhalters nach unten in die direkt darunterliegende Entnahmekammer 1 eingeführt und dann der Füllkolben betätigt wird.

Bei der anfänglichen Füllung des Gesamtbehälters ist der Flüssigkeitsstand der Tinte im Behälter so hoch (vgl. wie in Fig. 1 strichpunktiert angegeben), daß nicht nur die Vorratskammern 8 und 8', sondern auch die Entnahmekammer 1 vollständig gefüllt sind. Sobald so viel Tinte aus der Entnahmekammer 1 entnommen ist, daß der Gesamt-Tintenpegel auch in den Vorratsbehältern s bzw. 8' unterhalb deren Oberkante (genauer: unterhalb des unteren Rinnenniveaus der Rinnen 10 bzw. 10') abgesunken ist, wird bei weiterer Entnahme von Tinte aus der Entnahmekammer 1 diese relativ schnell entleert. Ist die Entnahmekammer 1 geleert, dann muß man den gesamten Behälter nur nach rechts oder links so lange kippen, bis die Entnahmekammer 1 aus der entsprechenden Vorratskammer 8 oder 8' wieder voll gefüllt ist. Sind die Entnahmekammer 1 und eine Vorratskammer 8 oder 8' geleert, muß der Behälter von der noch Tinte enthaltenden anderen Vorratskammer in Richtung auf die Entnahmekammer 1 hin gekippt werden, wodurch letztere wieder gefüllt wird. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis auch die letzte Vorratskammer vollständig geleert ist. Auf die gezeigte Weise kann der Restinhalt beider Vorratskammern 8 und 8' bis zum letzten Tropfen in die Entnahmekammer 1 überführt und aus dieser abgesaugt werden.

Die Ausführung des gezeigten Nachfüllbehälters ist in kleineren oder größeren Ausführungen, etwa zu 60 ml, 80 ml 100 ml oder mehr ml Aufnahmevolumen möglich.


Anspruch[de]

Ansprüche 1. Tintennachfüllbehälter für Füllhalter oder dgl., mit einer oberen Behälteröffnung zum Einführen der Feder des Füllhalters oder dgl., einer unterhalb der Behälteröffnung liegenden Entnahmekammer, in welche die Feder zur Aufnahme der Tinte einführbar ist, sowie mit einer getrennt ausgebildeten Vorratskammer, aus der durch Verkippen des Behälters Tinte in die Entnahmekammer überführbar ist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß die Entnahmekammer (1) seitlich neben und außerhalb der Vorratskammer (8) angeordnet ist, beide Kammern (1,8) im Bereich ihrer oberen Ränder über eine Querrinne (10) miteinander verbunden sind, und daß oberhalb von Vorratskammer (8), Querrinne (10) und Entnahmekammer (1) ein diese gemeinsam überspannender Dachraum (11) vorgesehen ist, in den die Behälteröffnung (2) einmündet.

2. Tintenbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahmekammer (1) von oben her zunächst einen ersten zylindrischen und hieran anschließend einen zweiten sich nach unten hin in Anpassung an die Form eines.Füllhalters im Bereich dessen Feder verjüngenden Querschnitt aufweist.

3. Tintenbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Vorratskammer (8), Querrinne (10), Entnahmekammer (1) und Dachraum (11) einstückig ausgebildet sind.

4. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß weitere seitlich neben der Entnahmekammer (1) und um diese herum angeordnete, mit ihr über weitere Querrinnen (10') verbundene und vom Dachraum (11) überspannte Vorratskammern (8') angeordnet sind.

5. Tintenbehälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Vorratskammern (8,8') vorgesehen und symmetrisch zur Längsmittelachse (5) der Entnahmekammer (1) angeordnet sind.

6. Tintenbehälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß drei Vorratskammern gleichmäßig um die Entnahmekammer (1) verteilt vorgesehen sind.

7. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Abschlußfläche(n) (6) der Vorratskammer(n) (8;8') als Standfläche(n) des Gesamtbehälters ausgebildet ist/sind.

8. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Querrinne(n) (10,10') im Querschnitt eine Weite aufweist(en), die wesentlich kleiner als die Weite der Entnahmekammer (1) ist/sind.

9. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß alle Querrinnen (10;10') auf gleicher Höhe angeordnet sind.

10. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorratskammern auf ihren der Entnahmekammer zugewandten Seiten schräg nach oben verlaufende Kammerwände (9) aufweisen.

11. Tintenbehälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die schräg verlaufenden Kammerwände mit der Mittelachse (5) der Entnahmekammer (1) einen Winkel (a) von 80 bis 200 einschließen.

12. Tintenbehälter nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß jede Vorratskammer (8,8') - in einem Schnitt senkrecht zur Längsmittelachse (5) der Entnahmekammer (1) gesehen - einen Querschnitt derart aufweist, daß auf ihrer der Entnahmekammer (1) zugewandten Seite zwei Seitenwandabschnitte (9a,9b) vorgesehen sind, die in einem stumpfen Winkel aufeinander zulaufen, wobei die Querrinne (10) oben von der gemeinsamen Stoßkante (15) beider Seitenwände (9a,9b) ausgeht.

13. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenfläche (12) des Dachraumes (11) zu der/den Querrinne(n) (10,10') und auch im Bereich der Entnahmekammer (1) zu dieser hin abfallend ausgebildet ist.

14. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß er aus durchsichtigem Kunststoff besteht.

15. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß jede Vorratskammer (8,8') auf ihrer der Entnahmekammer (1) abgewandten Seite im Querschnitt kreisförmig gerundet ausgebildet ist.

16. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahmekammer (1) im Querschnitt kreisförmig ausgebildet ist.

17. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelachse (5) der Entnahmekammer (1) senkrecht zur Standfläche des Gesamtbehälters angeordnet ist.







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