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Dokumentenidentifikation DE3430007A1 27.02.1986
Titel Verfahren zur Herstellung von künstlerischen Originalbilddarstellungen oder Nachbildungen von Originalbilddarstellungen
Anmelder Bußmann, Volker, 6000 Frankfurt, DE
Erfinder Bußmann, Volker, 6000 Frankfurt, DE
Vertreter Keil, R., Dipl.-Phys. Dr.phil.nat.; Schaafhausen, L., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 6000 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 16.08.1984
DE-Aktenzeichen 3430007
Offenlegungstag 27.02.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.1986
IPC-Hauptklasse B41M 1/12
IPC-Nebenklasse B44F 11/02   

Beschreibung[de]

Verfahren zur Herstellung von künstlerischen Originalbilddar-

stellungen oder Nachbildungen von Originalbilddarstellungen Beschreibung: Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von künstlerischen Originalbilddarstellungen oder Nachbildungen von Originalbilddarstellungen, bei welchem Trockenpigmente mittels eines Rakels durch die Öffnungen eines Siebes, Netzes oder Maschengewebes hindurch auf das Bildempfangselement übertragen werden, dessen Sieböffnungen an den nichtdruckenden Stellen verschlossen sind.

Ein derartiges Verfahren wird beispielsweise beim Siebdruck angewendet.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen von künstlerischen Originalbilddarstellungen oder Nachbildungen von Originalbilddarstellungen vorzuschlagen, welches trotz Reproduzierbarkeit auch zu einem neuartigen künstlerischen Ergebnis führen kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß man als Farben Trockenpigmente verwendet, welchen ein feinkörniger Stoff, z.B. Sand, zugemischt ist, daß man ein Sieb oder dgl. mit Rasteröffnungen verwendet, welche kleiner sind als die Korngröße des feinkörnigen Stoffes und daß man das Sieb oder dgl. mit einem Abstand über dem Bildempfangselement anordnet, daß das Sieb oder dgl. beim Überziehen des Rakels unter Druck das Bildempfangselement nicht berührt.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren handelt es sich also im Gegensatz zum Siebdruckverfahren um eine Art Trocken-Druckverfahren. Die Zumischung des Stoffes aus feinen, harten Körnern, wie Sand, hat den Effekt, daß beim Ziehen des Rakels über das Bildraster und das unmittelbar darunter angrenzende Sieb oder dgl. in Vibration versetzt wird. Dadurch rieseln die fein gemahlenen Pigmentteilchen der vorzugsweise verwendeten Pastellfarben durch die Rasteröffnungen des Bildrasters und die Sieböffnungen des Siebes oder dgl. auf das Bildempfangselement, während der feinkörnige Zusatzstoff wie Sand, auf dem Sieb verbleibt. Hierbei ist auch von Bedeutung, daß wiederum abweichend vom Siebdruckverfahren beim Erfindungsvorschlag das Sieb oder dgl. nicht unmittelbar an dem Bildempfangselement anliegt, sondern mit einem hinreichenden Abstand über dem Bildempfangselement angeordnet ist, so daß das Sieb oder dgl. beim Überziehen des Rakels unter Druck das Bildempfangselement nicht berührt. Mit diesem Verfahren werden ganz neue Herstellungs- und Reproduktionsmöglichkeiten eröffnet, die in ihrem Bildergebnis der Farbfotografie sehr ähnlich sind, d.h. durch das Rieseln der Trockenpigmente wird das im Sieb einkopierte Bildraster entrastert.

Der Abstand des Siebes über dem Bildempfangselement sollte etwa zwischen 1 bis 5 cm liegen. Das Herstellungsergebnis kann durch Veränderung des Abstandes reproduzierbar verändert werden.

Vorzugsweise verwendet man ein, dem Sieb oder dgl. vorgeschaltetes, Bildraster, dessen Rasteröffnungen vorzugsweise viermal gröber sind als die Sieböffnungen des Siebes oder dgl.

Das Sieb oder dgl. hat z.B. eine Maschenzahl zwischen 70 und 100 Maschen/cm (entsprechend einer lichten Weite zwischen 0,09 und 0,06 mm), vorzugsweise von etwa 80 Maschen/cm (entsprechend einer lichten Weite von 0,07t mm).

Das Bildraster hat beispielsweise eine Fadenenzahl von 1/4 der Fadenzahl des Siebes oder dgl..

Zur Entrasterung des Bildergebnisses kann außer dem Vibrationseffekt des Bildrasters und des Siebes oder dgl. noch dadurch unterstützt werden, daß man als Bildempfangselement rauhes, z.B. behaartes, Papier, z.B. Velourpapier, verwendet.

Die Trockenpigmentschicht kann auf dem Bildempfangselement nach ihrer Herstellung mittels eines Fixatives, z.B. durch horizontales Besprühen mit einer Sprühpistole fixiert werden.


Anspruch[de]

Verfahren zur Herstellung von künstlerischen Originalbilddarstellungen oder Nachbildungen von Originalbilddarstellungen Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von künstlerischen Original bilddarstellungen oder Nachbildungen von Originålbilddarstellungen, bei welchem Farben mittels eines Rakels durch die Öffnungen eines Siebes, Netzes oder Maschengewebes hindurch auf das Bildempfangselement übertragen werden, dessen Sieböffnungen an den nicht-druckenden Stellen verschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß man als Farben Trockenpigmente verwendet, welchen ein feinkörniger Stoff, z.B. Sand, zugemischt ist, daß man ein Sieb oder dgl. mit Aasteröffnungen verwendet, welche kleiner sind als die KorngröBe des feinkörnigen Stoffes, und daß man das Sieb oder dgl. mit einem solchen Abstand über dem Bildempfangselement anordnet, daß das Sieb oder dgl. beim Überziehen des Rakels unter Druck das Bildempfangselement nicht berührt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand des Siebes über dem Bildempfangselement zwischen etwa 1 bis 5 cm liegt.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man ein, dem Sieb oder dgl. vorgeschaltetes, Bildraster verwendet, dessen Rasteröffnungen, vorzugsweise viermal, gröber sind als die Sieböffnungen des Siebes oder dgl..

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sieb oder dgl. eine Maschenzahl zwischen 70 und 100 Maschen/cm (entsprechend einer lichten Maschenweite zwischen 0,09 und 0,06 mm), vorzugsweise von etwa 80 Maschen/cm (entsprechend einer lichten Maschenweite von 0,075 mm) hat.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bildraster eine Fadenenzahl von etwa 1/4 der Fadenzahl des Siebes oder dgl. hat.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bildempfangselement ein rauhes, z.B. behaartes Papier, z.B. Velourpapier, verwendet.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die Trockenpigmentschicht auf dem Bildempfangselement nach ihrer Herstellung mittels eines Fixatives, z.B. durch Besprühen mit einer Sprühpistole, fixiert.







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