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Dokumentenidentifikation DE3430378A1 27.02.1986
Titel Zeichengerät
Anmelder Link, Lothar, 8000 München, DE
Erfinder Link, Lothar, 8000 München, DE
Vertreter Fleuchaus, L., Dipl.-Ing., 8000 München; Wehser, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 3000 Hannover
DE-Anmeldedatum 17.08.1984
DE-Aktenzeichen 3430378
Offenlegungstag 27.02.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.1986
IPC-Hauptklasse B43L 13/20

Beschreibung[de]

Zeichengerät

Die Erfindung betrifft ein Zeichengerät in Form einer Zeichenschablone mit einer Maßstabsteilung und einer Drehspitze zum Zeichnen von Kreisen und Radialstrahlen.

Derartige Zeichengeräte sind insbesondere in Form von mit einer Drehspitze ausgestatteten Linealen bereits bekannt, um einerseits gemäß DE-PS 326 999 das Zeichnen von Radialstrahlen zu erleichtern, und andererseits gemäß DE-PS 317 364 das Zeichnen von Kreisen zu ermöglichen.

Auch weitere Lösungen sind durch die DE-PS 317 364, 324 597, 24 597, 346 547, 587 609, DE-AS 1 063 392, 1 239 483, und US-PS 2 651 843 bekannt. Hierbei handelt es sich um mehr oder weniger unvollständige, als Anbauteil angelegte Lösungsansätze für eine Mehrfachverwendung oder um verschlechterte Lösungsansätze, die dem Gebrauchswert mehr abträglich als dienlich sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zeichendreieck zu schaffen, mit dem sowohl punktfixierte Winkelschwenkungen als auch Kreisdrehungen ausgeführt werden können, und welches das gradweise Zeichnen von Polarstrahlen einerseits und das Zeichnen von Kreisen mit unterschiedlichen Radien zuläßt, wobei eine Änderung des Radius im Einheitsabstand der Maastabseinteilung möglich ist.

Diese Aufgabe Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Zeichengerät aus einem rechtwindeligen Zeichendreieck mit unterschiedlicher Kathetenlänge und einer längs der Hypothenuse angebrachten Maßstabsteilung sowie zumindest einer 900-Winkelteilung besteht, daß der Nullpunkt der Maßstabsteilung und der Mittelteilung im Fußpunkt des durch die Spitze des rechten Winkels verlaufenden Lots auf der Hypothenuse liegt, daß der Maßstabsteilung eine Punkt-Lochreihe mit gleichem Lochabstand parallel zur Hypothenuse zugeordnet ist, daß im Verlauf der Lotlinie ein Strichschlitz vorgesehen ist, daß das Zeichendreieck mit Ausnehmungen zum Einsetzen einer Griffassung mit Drehspitze in zwei verschiedenen Positionen versehen ist, daß die Drehspitze bei der Verwendung des Zeichendreiecks als Zirkelschablone in der ersten Position der Griffassung durch ein dem Nullpunkt der Maßstabsteilung in geradliniger Verlängerung zugeordnete Öffnung der Lochreihe steckbar ist, und daß die Drehspitze zur Verwendung des Zeichendreiecks als Winkelschablone in der zweiten Position der Griffassung durch eine Ausnehmung im Nullpunkt der Maßstabsteilung steckbar ist.

Durch diese Maßnahmen der Erfindung erhält man ein universelles Zeichengerät, mit dem beliebige Winkel und Kreise unterschiedlichen Durchmessers sehr einfach gezeichnet werden können.

Um die Radiuslänge beim Zeichnen der Kreise der Maßstabsteilung entsprechend genau einstellen zu können, sieht die Erfindung in einer vorteilhaften Ausgestaltung vor, daß die Ausnehmungen zum Einsetzen der Griffassung aus Langlöchern oder langgestreckten Nullen bestehen, in welche an der Unterseite der Griffassung angebrachte Stege einsetzbar sind, daß an zumindest einem Teil der Ausnehmungen und an den Stegen Rastreihen vorgesehen sind, wobei der Abstand der Rasten der Einheit der Maßstabsteilung zwischen zwei Löchern der Punktreihe entspricht.

Im Interesse eines gedrängten Aufbaus sieht die Erfindung vor, daß die Öffnung für die Drehspitze in der ersten Position der Griffassung als Langloch ausgebildet ist und einen verbreiterten Bereich umfaßt, in welchem beim Versetzen der Griffassung in die zweite Position ein Steg der Griffassung eingreift.

Für die Ausbildung Für die Ausbildung der Rasten ist vorgesehen, daß diese bei der Verwendung von Langlöchern an den Seitenflächen der Stege und an den Seitenflächen der Langlöcher angebracht sind, wogegen bei der Verwendung von langgestreckten Mulden die Rasten an den Bodenflächen der Stege und der Bodenfläche der langgestreckten Mulde angebracht sind.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß die Dreh spitze in der Griffassung federvorgespannt längs verschiebbar ist.

Eine besondere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Löcher der Punkt-Lochreihe im Abstand von 5 mm angebracht sind, wobei der Abstand der Rasten 1 mm betragen kann. Schließlich ist vorgesehen, daß das Zeichendreieck eine Lochreihe mit ansteigendem Durchmesser für Kreise mit kleinem Durchmesser, z.B. mit 15 mm, aufweist. Ein bezüglich der Verhältnisse der Kantenlänge besonders bevorzugte Ausführungsform des Zeichendreiecks sieht vor, daß das Zeichendreieck Kathetenwinkel von 22,50 und 67,50 hat.

Die Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Ansprüchen und der Zeichnung. Es zeigen: Fig.l eine Draufsicht auf ein Zeichendreieck gemäß der Erfindung; Fig.2 eine perspektivische Ansicht eines längs der Linie 11-11 abgetrennten Teils des Zeichendreiecks mit abgehobener Griffassung; Fig.3 einen Schnitt längs der Linie III-III der Fig. 1 für eine Ausführungsform des Zeichendreiecks mit langgestreckten Mulden zum Einsetzen der Griffassung; Fig.4 einen Teilschnitt längs einer langgestreckten Mulde und einer darüber angeordneten Griffassung mit in der Bodenfläche angeordneten Rasten.

Das in Fig.1 Das in Fig. 1 dargestellte rechtwinkelige Zeichendreieck hat ein bevorzugtes Kantenverhältnis, welches sich durch Kathetenwinkel von 22,50 und 67,50 ergibt. Längs der Hypothenuse ist eine Maßstabsteilung 11 vorgesehen, deren Nullpunkt im Fußpunkt des durch die Spitze des rechten Winkels verlaufenden Lots auf die Hypothenuse liegt. Parallel zur Hypothenuse verläuft eine Punkt-Lochreihe 12, bei der die einzelnen Löcher einen Abstand von 5 mm haben. Dem Nullpunkt der Maßstabsteilung zugeordnet sind - wie aus Fig. 2 vergrößert hervorgeht - drei langgestreckte Ausnehmungen 14, 15 und 16 angebracht, die zur Hypothenuse parallel verlaufen.

Die drei langgestreckten Ausnehmungen 14, 15 und 16 haben einen gleichen Abstand voneinander.

Ferner ist dem Nullpunkt der Maßstabsteilung eine 180Winkelteilung 18 mit kleinerem Durchmesser und eine 900-Winkelteilung 20 mit größerem Durchmesser zugeordnet. Entlang der Lot-Linie, d.h. der 900-Linie verläuft ein Strichschlitz 21.

Schließlich ist im spitzwinkeligen Antikathetenbereich eine Lochreihe 22 mit ansteigendem Durchmesser vorgesehen.

Mit den langgestreckten Ausnehmungen 14, 15 und 16 arbeitet eine Grifffassung 25 zusammen, wie sie aus Fig. 2 und Fig. 3 im Detail hervorgeht.

Diese Griffassung 25 besteht aus einem langgestreckten Körper, der an seiner Bodenfläche zwei querverlaufende Stege 26 hat. Der Abstand der Stege ist gleich dem Abstand der Ausnehmungen 14, 15 und 16, so daß, wenn die Griffassung auf das Zeichendreieck aufgesetzt wird, die Stege in die Ausnehmungen eingreifen. Dies geht aus Fig. 3 für die Ausführungsform mit langgestreckten Mulden 44, 45 und 46 hervor. Der der Hypothenuse am nächsten liegenden Ausnehmung ist eine Drehspitze 27 zugeordnet, die durch eine Bohrung 28 in der Griffassung verläuft und mit einer Feder 29 nach oben vorgespannt ist, welche in einer Erweiterung der Bohrung 28 liegt. Die Feder liegt auf der Unterseite der Erweiterung einerseits, und andererseits an einem Anschlag am Drehspitz 27 an, welcher am oberen Ende der Erweiterung der Bohrung angebracht ist. Ein solcher Anschlag kann z.B. aus einem Stift bestehen, der durch eine quer durch die Griffassung verlaufende Bohrung 30 in den Schaft der Drehspitze einsetzbar ist.

Aus Fig. 2 Aus Fig. 2 sind für die Ausnehmungen 14 und 15 in Form von Langlöchern an den Seitenwänden angebrachte Rillen 32 erkennbar, die im Abstand von 1 mm angebracht sind. Entsprechend sind an den Seitenwänden der Stege 26 Rasterhebungen ausgebildet, die in die Rillen 32 eingreifen, wenn die Griffassung auf das Zeichendreieck aufgesetzt wird. Für den Fall, daß zwei Rasterhöhungen im vierfachen Rastabstand an den Stegen vorgesehen sind, werden neun Rillen 32 benötigt und eine entsprechende Länge der Ausnehmungen, um die Griffassungen in vier jeweils um einen Millimeter voneinander entfernten Positionen stecken zu können. Entsprechend wird die Drehspitze 27 längs der Ausnehmung 16 verschoben, so daß bei einem Lochabstand für die Punkt-Lochreihe 12 eine millimeterweise Verschiebung des Zeichendreiecks unter der feststehenden Drehspitze 27 und damit eine millimeterweise Vergrößerung der durch die Punkt-Lochreihe definierten Abstände möglich ist.

In der Darstellung gemäß Fig. 4 ist ein Teilschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer langgestreckten Mulde gezeigt, bei der Rillen 52 in der Bodenfläche quer verlaufen und mit Rasten 53 zusammenarbeiten, die auf der Bodenfläche eines Steges 56 der Griffassung 55 angebracht sind.

Zum Zeichnen von Kreisen wird die Griffassung 25 mit den Stegen 26 in die Ausnehmungen 14 und 15 eingesetzt. Dabei kommt die Drehspitze 27 über der Ausnehmung 16 zu liegen. Durch Drücken der Drehspitze 27 nach unten wird der Mittelpunkt eines Kreises festgelegt, der durch Einstecken eines Zeichenstiftes in ein Loch der Punkt-Lochreihe 12 gezeichnet werden kann. Zum Zeichnen eines Kreises mit einem Radius, dessen Länge zwischen zwei Löchern der Punkt-Lochreihe 12 liegt, wird mit eingedrückter Drehspitze die Griffassung leicht angehoben, bis die Rasten außer Eingriff kommen und das Dreieck in Längsrichtung der Ausnehmungen 14 und 15 um den gewünschten Betrag verschoben werden kann. Beim Niederdrücken der Griffassung kommen die Rasten wieder in Eingriff und fixieren genau den Radius für den gewünschten Kreisbogen.

Zum Zeichnen einer Winkelteilung bzw. einer Schar von winkelig zueinander verlaufenden Radialstrahlen wird die Griffassung in die Ausnehmungen 15 und 16 und 16 eingesetzt, so daß die Drehspitze über dem Nullpunkt 17 der Maßstabsteilung zu liegen kommt. Die Ausnehmung 16 ist für die Aufnahme des Steges 26 entsprechend geformt.

Mit eingedrückter Drehspitze kann nunmehr das Winkeldreieck gedreht werden, bis der Strichschlitz 21 über der Bezugslinie liegt, zu welcher winkelig eine weitere Linie angeordnet werden soll. Durch Verdrehen des Winkeldreieckes um den gewünschten Winkelbetrag, so daß der zugeordnete Meßstrich über der Bezugslinie liegt, läßt sich entlang der Hypo thenuse des Dreiecks der gewünschte Radialstrahl zeichnen.

Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich die einfache und vorteilhafte Handhabung des Zeichengerätes, welches insbesondere für den täglichen Gebrauch in Schulen und Ausbildungsstätten wegen der billigen Herstellbarkeit geeignet ist. Dabei sind zusätzliche Ausführungsformen vorgesehen, bei denen die Griffassung und die mit dieser zusammenwirkenden Ausnehmungen keine Rasten aufweisen.


Anspruch[de]

Patentansprüche 1. Zeichengerät in Form einer Zeichenschablone mit einer Maßstabsteilung und einer Drehspitze zum Zeichnen von Kreis- und Radialstrahlen, dadurch gekennzeichnet, - daß das Zeichengerät aus einem rechtwinkeligen Zeichendreieck mit unterschiedlicher Kathetenlänge und einer längs der Hypothenuse angebrachten Maßstabsteilung, sowie zumindest einer 900-Winkelteilung besteht; - daß der Nullpunkt (17) der Maßstabsteilung und der Winkelteilung im Fußpunkt des durch die Spitze des rechten Winkels verlaufenden Lots auf die Hypothenuse (11) liegt; - daß der Maßstabsteilung eine Punkt-Lochreihe (12) mit gleichem Loch abstand parallel zur Hypothenuse zugeordnet ist; - daß im Verlauf der Lotlinie ein Strichschlitz (21) vorgesehen ist; - daß das Zeichendreieck mit Ausnehmungen (14, 15, 16) zum Einsetzen einer Griffassung (25; 55) mit Drehspitze (27) in zwei verschiedenen Positionen versehen ist; - daß die Drehspitze (27) zur Verwendung des Zeichendreiecks als Zirkelschablone in der ersten Position der Griffassung (25, 55) durch ein dem Nullpunkt (17) der Maßstabsteilung in geradliniger Verlängerung zugeordnete Öffnung (16) in der Loehreihe (12) steckbar ist; - und daß die Drehspitze (27) zur Verwendung des Zeichendreiecks als Winkelschablone in der zweiten Position der Griffassung (25, 55) durch eine Ausnehmung im Nullpunkt (17) der Maßstabsteilung steckbar ist.

2. Zeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, - daß die Ausnehmungen (14, 15, 16) zum Einsetzen der Griffassung (25, 55) aus Langlöchern oder langgestreckten Mulden bestehen, in welche an der Unterseite der Griffassung (25, 55) angebrachte Stege (26, 53) einsetzbar sind; - daß an zumindest einem Teil der Ausnehmungen (14, 15) und an den Stegen (25, 53) Rastreihen vorgesehen sind, wobei der Abstand der Rasten der Einheit der Maßstabsteilung zwischen zwei Löchern der Punkt-Lochreihe (12) entspricht.

3. Zeiehengerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (16) für die Drehspitze in der ersten Position der Grifffassung (25) als Langloch ausgebildet ist und einen verbreiterten Bereich umfaßt, in welchem beim Einsetzen der Fassung in die zweite Position ein Steg (26) der Griffassung (25) eingreift.

4. Zeichengerät nach Anspruch 2 und 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Rasten an den Seitenflächen der Stege und an den Seitenflächen der Ausnehmungen angebracht sind.

5. Zeichengerät nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasten an den Bodenflächen der Stege und den Ausnehmungen angebracht sind.

6. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehspitze in der Griffassung federvorgespannt längsverschiebbar ist.

7. Zeichengerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher der Punkt-Lochreihe (12) einen Abstand von 5 mm haben.

8. Zeichengerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Rasten 1 mm beträgt.

9. Zeichengerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeichendreieck eine Lochreihe (22) mit ansteigendem Durchmesser trägt.

10. Zeichengerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeichendreieck Ankathetenwinkel von 22,50 und 67,50 hat.







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