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Dokumentenidentifikation DE3430422A1 27.02.1986
Titel Zeichenplatte
Anmelder Walter Hebel GmbH & Co, 5242 Kirchen, DE
Erfinder Schirmuly, Berthold, 5242 Kirchen, DE
Vertreter Schüller, R., Dipl.-Ing., 2359 Henstedt-Ulzburg
DE-Anmeldedatum 18.08.1984
DE-Aktenzeichen 3430422
Offenlegungstag 27.02.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.1986
IPC-Hauptklasse B43L 5/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Zeichenplatte für Graphiker,

Layouter, Künst ler etc., welche im wesentlichen aus einem Trägerkörper und aus einer in eine entsprechende Vertiefung des Trägerkörpers eingelegten Platte oder Folie besteht.

Es sind schon verschiedene Reißbretter oder Zeichenpiatten bekannt geworden, bei denen gesonderte Auflagen in entsprechende Vertiefungen im Trägerkörper vorgesehen wurden.

So wird z. B. in der DE OS 2401467 ein Reißbrett beschrieben, bei welchem in einer Vertiefung eine mit mindestens einem Halteglied gesicherte Auflage wenigstens teilweise in Richtung ihrer Ebene gegenüber dem Trägerkörper beweglich gelagert ist. Diese Beweglichkeit dient dazu, unterschiedliche Temperaturausdehnungen zu ermöglichen, ohne daß es zu einer Verformung des Reißbrettes oder Auflage kommen kann.

Die Auflage wird bei dieser vorbekannten Lösung von einem Halteglied in der Vertiefung gehalten, welches einen etwa parallel zur Zeichenebene liegenden Übergreifsteg aufweist und dessen Oberseite vorzugsweise in der Zeichenebene liegt.

Wenngleich in der Anmeldung auch kein Hinweis auf das Gewicht der Auflage gegeben ist, so ist doch aus dem Aufbau dieses Reißbrettes zu ersehen, daß wegen des geringen Gewichtes der Auflage separate Halteelemente vorgesehen werden müssen.

Nachteilig an dieser Lösung ist, daß die Auflage nicht leicht entfernt werden kann und aufgrund ihres Aufbaus nicht für Graphiker, Layouter, Künstler etc. einsetzbar ist.

Bei dem vorbekannten Reißbrett besteht die Auflage aus einem Material, welches nur ein Zeichnen auf dessen Oberfläche möglich macht. Andere Arbeiten wie Schneiden, Lackieren u. a. sind zum Beispiel nicht möglich.

Es ist somit Aufgabe der Erfindung, eine Zeichenplatte für Graphiker, Layouter, Künstler etc. zu schaffen, die die beschriebenen Nachteile nicht aufweist und deren Auflage so gestaltet ist, daß verschiedene Arbeiten ausgeführt werden können.

Eine Lösung der Aufgabe ist es, die Auflage als Mehrschichtplatte auszuführen, wobei eine Stahlblechplatte auf der einen Seite mit einer leicht zu reinigenden Lackschicht und die Rückseite mit einer schnittfesten gummiartigen Schicht versehen ist.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die erfindungsgemäße Gestaltung einer Zeichenplatte für Graphiker, Layouter, Künstler etc. hat den besonderen Vorteil, daß auf der mit der gummiartigen Schicht versehenen Seite der Platte mit einem Radiermesser, einer Rasierklinge, einem Teppichmesser oder einem ähnlich scharfen Schneidinstrument Figuren und Formen aus einer aufgelegten Folie ausgeschnitten werden können, ohne daß es zu einer bleibenden Beschädigung der Auflage kommt. Hierbei dringt das Messer in die Schicht ein und schneidet sie auch; aber das Mat erial ist so eingestellt, daß es sich nach dem Abheben der Klinge sofort wieder zusammenzieht. Der Schnitt ist weder fühl- noch sichtbar.

Die lackierte Seite der Auflage wird dann benutzt, wenn Abdeckfolien oder -masken mittels Magneten auf der Auflage befestigt werden sollen, um dann mit Hilfe einer Kleinspritzpistole oder einem Farbsprühgerät Farbe auf einen Zeichenträger zu sprühen.

Damit bei einer solchen Arbeit nicht das Umfeld der Zeichenplatte beschmutzt wird, wird in den Raum zwischen Vertiefung und Auflage ein zusammenklappbarer Schutzschirm ein- gesteckt, der den Randbereich der Auflage untergreift.

Außerdem ist es vorteilhaft, daß mit Hilfe der auf den Stegen oder in den Nuten der Zeichenplatte führbaren Zeichenschiene parallele und/oder rechtwinklig zueinanderstehende Linien oder Schnitte ausgeführt werden können.

Die Erfindung wird im folgenden mit weiteren Einzelheiten näher erläutert; die Zeichnungen geben ein Ausführungsbeispiel mit den für die Erfindung wesentlichen Teilen wieder. Diese Teile werden, soweit sie den Zeichnungen nicht ohne weiteres zu entnehmen sind, anhand der Zeichnungen erläutert.

Es sind dargestellt in Fig. 1 eine erfindungsgemäße Zeichenplatte in Explosionsdarstel lung.

Fig. 2 ein Teilschnitt nach der Linie ll-ll.

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemässen Zeichenplatte.

Wie insbesondere Fig. 1 zeigt, weist eine erfindungsgemäße Zeichenplatte einen Kunststoffträgerkörper (1) auf, der an seinen vier Längskanten mit Führungsstegen (2, 7, 16, 17) ausgestattet ist. Außerdem ist eine Klemmschiene (6) zum Klemmen von Papier und/oder Folie vorgesehen, die über eine Handhabe (13) geöffnet werden kann. Handhabe (13) und Klemmschiene (6) sind so tief in den Trägerkörper (1) eingelassen, daß sie nicht über die Zeichenfläche vorstehen und so ein freies Bewegen der Zeichenschiene (5) auf der Zeichenplatte behindern. Im Trägerkörper (1) ist eine Vertiefung (3) vorgesehen, in die eine als Mehrschichtplatte gestaltete Auflage (9) eingelegt wird. Die Tiefe ist hierbei gleich der Dicke der Auflage (9), damit die Auflage nicht über die Oberfläche der Zeichenplatte vorsteht.

Unterhalb der Vertiefung (3) ist eine weitere Vertiefung oder Mulde zur Aufnahme eines Schutzschirmes (8) vorgesehen.

In diese Mulde wird der zusammengeklappte Schutzschirm (8) bei Nichtgebrauch hineingelegt und durch die Auflage zugedeckt. Die Seitenteile des Schutzschirmes (8) sind so gestaltet, daß sie die Auflage (9) gerade gut umschließen.

Die Auflage (9) hat - wie beschrieben - zwei Arbeitsseiten; die eine Seite ist für Montagearbeiten gedacht, wobei der Benutzer aus Folien oder Papieren die gewünschten Symbole ausschneidet und ggf. zu einer gewünschten Figur zusammenstellt.

In Fig. 3 ist die Lösung dargestellt, die in einer Perspektivdarstellung die Verwendung der Zeichenplatte als "Spritzkabine" vorsieht. Hierbei ist die Auflage (9) in den Aussenabmessungen um die Materialstärke des Schutzschirmes (8) kleiner. Es ist auch denkbar, daß der Schutzschirm (8) im Bereich der Zeichenplatte so nach innen abgewinkelt wird, daß diese Seitenwände und die Längswand die Auflage (9) untergreifen. Diese Lösung gibt dem ganzen System etwas mehr Stabilität.

Der Schutzschirm (8) ist nötig, damit bei Verwendung von Farbsprühgeräten die Farbe nicht das ganze Umfeld beschmutzt, sondern innerhalb der Fläche der Auflage (9) bleibt. Die Lackschicht (12) ist so gewählt, daß sie durch die verwendeten Sprühfarben nicht angelöst wird und somit leicht gereinigt werden kann.

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Anspruch[de]

Zeichenplatte Ansprüche 1. Zeichenplatte für Graphiker, Layouter, Künstler etc. mit einer in einer Vertiefung (3) eines Trägerkörpers (1) eingelassenen Auflage (9) dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (9) als Mehrschichtplatte ausgeführt ist, wobei eine Stahlblechplatte (11) auf der einen Seite mit einer leicht zu reinigenden Lackschicht (12) und die Rückseite mit einer schnittfesten gummiartigen Schicht (10) versehen ist.

2. Zeichenplatte nach Anspruch an dadurch gekennzeichnet, daß in den Zwischenraum zwischen Auflage (9) und Trägerkörper (1) ein zusammenklappbarer Schutzschirm (8) eingesteckt ist, der im Randbereich die Auflage (9) untergreift.

3. Zeichenplatte nach Anspruch 1 und/oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß in die Vertiefung des Trägerkörpers (1) eine weitere Vertiefung für einen zusammenklappbaren Schutzschirm (8) vorgesehen ist.

4. Zeichenplatte nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß im Trägerkörper (1) eine Papier- oder Folienklemmschiene (6) angeordnet ist.

5. Zeichenplatte nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß an den Außenkanten des Trägerkörpers (1) Führungsstege oder Nuten (2, 7,16, 17) für eine Zeichenschiene (5) vorgesehen sind.

6. Zeichenschiene nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, daß die Zeichenschiene (5) mit einer Feststell- und Lösevorrichtung (4) versehen ist.







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