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Dokumentenidentifikation DE3422797A1 13.03.1986
Titel Schallschutzvorrichtung für eine Sammelmulde für Walzgut
Anmelder Adolf Berve GmbH & Co, 4300 Essen, DE
Erfinder Eickenberg, Hans;
Reibel, Reiner, 4030 Ratingen, DE
Vertreter Bode, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 4030 Ratingen
DE-Anmeldedatum 20.06.1984
DE-Aktenzeichen 3422797
Offenlegungstag 13.03.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.03.1986
IPC-Hauptklasse B21B 39/00
IPC-Nebenklasse B65D 47/44   

Beschreibung[de]

Schallschutzvorrichtung für eine Sammelmulde

für Walzgut.

Die Erfindung betrifft eine Schall schutzvorrichtung für eine Sammelmulde für Walzgut und andere langgestreckte Werkstücke. In solche Sammelmulden werden abgelängtes Walzgut oder andere langgestreckte Werkstücke durch Quertransport abgeworfen, so daß sie aus der Sammelmulde als Bündel durch einen Kran entnommen werden können.

Beim Abwerfen in die Sammelmulde entsteht Lärm, der zu Gehörschädigungen führen kann und den zu vermindern man bestrebt ist. Hierzu ist es bereits bekannt, die Quertransport - Vorrichtungen so auszubilden, dass sie das Walzgut nicht schlechthin abwerfen, sondern kontrolliert und lärmgemindert in die Mulde fördern. Hierbei handelt es sich jedoch um komplizierte Maschinen, die einen erheblichen Bau- und Wartungsaufwand erfordern.

Es ist auch bekannt, in den Sammelmulden Hubtische oder ähnliche Hubvorrichtungen anzubringen, auf die das Walzgut aufgeschoben wird, so dass der freie Fall ganz oder weitgehend vermieden wird. Auch für diese Vorrichtungen ist ein erheblicher Bau- und Wartungsaufwand erforderlich, darüber hinaus kann ihr nachträglicher Einbau in der Regel nicht ohne erhebliche Fundamentarbeiten erfolgen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine im wesentlichen passive Schallschutzvorrichtung zu schaffen, die eine hohe, allen Anforderungen genügende Lärmminderung ermöglicht, die einfach und kostensparend aufgebaut ist und die auch ohne bzw. ohne erhebliche Änderungen an vorhandenen Sammelmulden angebracht werden kann.

Gegenstand der Erfindung ist eine Schallschutzvorrichtung für eine Sammelmulde für Walzgut und andere langgestreckte Werkstücke die dadurch gekennzeichnet ist, dass die mit einem Teil ihrer Höhe unter Flurhöhe angeordnete Mulde von je zwei Stirn- und Seitenwänden sowie einem schwenkbaren Deckel umgeben und der so gebildete Kasten an einer Längsseite mit einem Einlaufkanal versehen ist, wobei die Stirn- und Seitenwände, der Deckel und die Kanalwände aus kastenförmigen Bauteilen gebildet sind, die mit einem schallabsorbierenden Stoff gefüllt sind und deren zur Mulde bzw. nach innen gerichteten Wände schalldurchlässig sind.

Die Schallschutzvorrichtung gemäss der Erfindung umfasst die Mulde in der durch Abwerfen von Walzgut Lärm entsteht, nahezu vollständig und das Austreten von Schall aus der unentbehrlichen Einlauföffnung wird durch geeignete Bemessung des Einlaufkanales weitestgehend verhindert. Hierdurch wird eine gute und in jedem Falle ausreichende Dämpfung des Luftschalles erreicht, ohne dass eine Bodenisolierung,die Fundamentarbeiten erforderlich machen würde, notwendig ist. Die Schallschutzvorrichtung lässt sich auch an vorhandene Anlage ohne Schwierigkeiten anbringen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung sind die schalldurchlässigen Wände als Lochplatten ausgebildet, wodurch die Schallabsorption durch den in dem kastenförmigen Bauteil befindlichen schallabsorbierenden Stoff verbessert wird. Diese Wände sind nicht oder nur im geringen Masse der Einwirkung von vom Walzgut herabfallendem Zunder oder anderen von den Werkstücken herabfallenden Stoffen ausgesetzt, so dass eine Verschmutzung und eine darauf zurückzuführende Verminderung der schallabsorbierenden Wirkung nicht stattfindet.

Weiterhin ist es zweckmässig, die Sammelmulde körperschallisoliert aufzuhängen. Hierdurch wird verhindert, dass Körperschall, der beim Abwerfen von Walzgut in der Mulde entsteht, durch das Fundament oder andere Bauteile in die Umgebung weitergeleitet wird.

Um den Austritt von Luftschall aus dem Einlaufkanal weitergehend zu vermindern, sind in diesem Schürzen aus flexiblem Material angeordnet.

Ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäss der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung erläutert, die einen Querschnitt durch eine Sammelmulde mit Schallschutzvorrichtung zeigt.

Die mit 1 bezeichnete Sammelmulde ist auf einer Grundplatte so angeordnet, dass sie sich mit einem Teil ihrer Höhe unterhalb des mit 3 bezeichneten Gebäudeflurs befindet. Der Abwurf des Walzgutes 4 in die Sammelmulde 1 erfolgt durch Schwerkraft auf der Quertransportvorrichtung 5, sobald die Arretierung 6 ausgeschwenkt worden ist. Die Sammelmulde 1 ist an der Bodenplatte 2 und auch an anderen Teilen, mit der sie in Berührung steht, wie etwa der Quertransportvorrichtung 5 so befestigt, dass die Übertragung von Körperschall aus der Sammelmulde auf andere Teile möglichst weitgehend verhindert wird.

Die Mulde 1 ist von Seitenwänden 7 und 8 und von in der Zeichnung nicht erkennbaren Stirnwänden umschlossen, die sich sämtlich bis zur Bodenplatte 2 erstrecken. Der obere Abschluss erfolgt durch einen Deckel 9, der durch einen Druckmittelzylinder 10 um eine Welle 11 in eine öffnungsstellung verschwenkbar ist, wodurch die Mulde 1 zur Entnahme von angesammeltem Walzgut von oben zugänglich wird.

An das aus den Stirnwänden, den Seitenwänden 7, 8 und dem Deckel 9 bestehenden kastenförmigen Gebilde schließt sich an einer Seite ein Einlaufkanal an, der aus der oberen Kanalwand 12, der unteren Kanalwand 13 und zwei in der Zeichnung nicht erkennbaren Stirnwänden besteht. Die Stirnwände des Kastens, die Kanalstirnwände, sowie die Seitenwände 7 und 8, der Deckel 9 und die Kanalwände 12 und 13 sind als kastenförmige Bauteile ausgebildet. Sie bestehen, wie am Beispiel des Deckels 9 aus der Zeichnung erkennbar ist, aus Blechwänden 14, 15, 16 sowie aus ebenfalls aus Blech bestehenden, in der Zeichnung nicht erkennbaren Stirnwänden und aus einer schalldurchlässigen Wand 17, bei der es sich um eine gelochte Blechplatte, um Streckmetall oder um ein anderes, eine ausreichende Festigkeit aufweisendes Metallgitter handeln kann. Diese kastenförmigen Bauteile sind mit einem schallisolierenden oder schallabsorbierenden Material gefüllt, das, wenn die Sammelmulde zur Aufnahme heissen Walzgutes dienen soll, eine ausreichende Wärmebeständigkeit aufweist, wie dies beispielsweise bei Mineralfaser-Dämmatten der Fall ist. Im Einlaufkanal sind an der oberen Kanalwand 12 Schürzen 18 aus elastischem Material angeordnet, die in ihrer Ruhestellung den Einlaufkanal verschliessen aber den Durchtritt des Walzgutes 4 ermöglichen. Die Schürzen 18 können aus einem Gewebe aus keramischen Fasern, Mineralfasern oder Glasfasern bestehen. Es ist zweckmässig, mindestens zwei Schürzen 18 anzuordnen, so dass beim Durchlauf des Walzgutes 4 stets mindestens eine der Schürzen geschlossen ist.

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Anspruch[de]

Schall schutzvorrichtung für eine Sammelmulde für Walzgut.

Patentansprüche 1. Schallschutzvorrichtung für eine Sammelmulde für Walzgut und andere langgestreckte Werkstücke, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die mit einem Teil ihrer Höhe unter Flurhöhe (3) angeordnete Mulde (1) von je zwei Stirn- und Seitenwänden (7, 8) sowie einem schwenkbaren Deckel (9) umgeben und der so gebildete Kasten an einer Längsseite (7) mit einem Einlaufkanal versehen ist, wobei die Stirn- und Seitenwände (7, 8), der Deckel (9) und die Kanalwände (12, 13) aus kastenförmigen Bauteilen gebildet sind, die mit einem schallabsorbierenden Stoff gefüllt sind und deren zur Mulde bzw. nach innen gerichteten Wände (17) schalldurchlässig sind.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die schalldurchlässigen Wände (17) als Lochplatten ausgebildet sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Mulde (1) körperschallisoliert aufgehängt ist.

4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass im Einlaufkanal Schürzen (18) aus flexiblem Material angeordnet sind.







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