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Dokumentenidentifikation DE3434032A1 27.03.1986
Titel Laufwagenzeichenmaschine
Anmelder Franz Kuhlmann Präzisionsmechanik und Maschinenbau GmbH & Co KG, 2940 Wilhelmshaven, DE
Erfinder Jopt, Uwe, 2940 Wilhelmshaven, DE
Vertreter Eisenführ, G., Dipl.-Ing.; Speiser, D., Dipl.-Ing.; Rabus, W., Dr.-Ing.; Ninnemann, D., Dipl.-Ing.; Brügge, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 2800 Bremen
DE-Anmeldedatum 17.09.1984
DE-Aktenzeichen 3434032
Offenlegungstag 27.03.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.03.1986
IPC-Hauptklasse B43L 13/02

Beschreibung[de]

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Laufwagenzeichenmaschine mit einem an einer waagerechten Laufschiene verfahrbaren horizontalen Laufwagen, einem an dem horizontalen Laufwagen schwenkbar gelagerten abgewinkelten Tragrahmen, einer vertikalen Laufschiene, und mit einer Schraubverbindung und einer formschlüssig ineinandergreifenden Verzahnung zwischen der vertikalen Laufschiene und dem Tragrahmen.

Aus der DE-OS 26 42 444 ist eine derartige Laufwagenzeichenmaschine bekannt, bei der die Verzahnung an den verlängerten Seitenwänden der Laufschiene - quer zur Längsrichtung der Schiene verlaufend - angeordnet ist und durch die Schraubverbindung formschlüssig gehalten wird. Neben der kraftschlüssigen Verschraubung werden die Vorteile eines echten Formschlusses verwirklicht, die Spannschrauben dienen nicht mehr der Verdrehsicherung, sondern nur noch dazu, die beiden seitlichen Verzahnungen in gegenseitig verspanntem Eingriff zu halten. Diese Vorteile sind -jedoch nur durch einen relativ hohen Fertigungsaufwand zu verwirklichen, da die quer zur Schienenrichtung ausgerichtete Verzahnung nur durch spanende Bearbeitung der Laufschienen verwirklicht werden kann. Weitere Nachteile ergeben sich dadurch, dass die Schraubverbindung zur Verzahnung versetzt angeordnet ist, so dass beim Verspannen der Verbindungen auf die Verzahnung Drehmomente wirken, wodurch sich das Schienenprofil verformt und zur Schwergängigkeit des vertikalen Laufwagens in diesem Bereich führt.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Laufwagenzeichenmaschine der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass eine feste, formsteife Verbindung zwischen dem Tragrahmen und der vertikalen Laufschiene in einfacher Weise und ohne Verformung des Schienenprofils herstellbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss bei der Laufwagenzeichenmaschine der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Verzahnung aus mindestens einer Nut auf der Unterseite der Laufschiene in Längsrichtung und einem in die Nut formschlüssig eingreifenden Zahn besteht.

Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, dass die zur Herstellung der Verzahnung benötigten Nuten und Zähne in Längsrichtung der Schiene ausgebildet sind und daher bei der spanlosen Herstellung der Schiene als Teil des Profils einprofilierbar sind. Die wirksame Eingriffslänge der Verzahnung lässt sich bis auf das durch den Tragrahmen verfügbare Maß ausdehnen, wodurch die Steifigkeit der Formschlussverbindung ausreichend gross wird. Da beim Verfahren der vertikalen Laufschiene längs der horizontalen Laufschiene im wesentlichen Querkräfte auf die vertikale Laufschiene ausgeübt werden, sind die in Schienenrichtung laufenden Nuten und Zähne aufgrund der vergleichsweise grossen Passflächen zum Abfangen der hieraus resultierenden Drehmomente besonders geeignet. Aufgrund der spanlosen Herstellung des Profils der Verzahnung sowohl in der Laufschiene als auch im Tragrahmen wird bei der Fertigung auch eine Verschmutzung durch Späne, die auf den Laufflächen der Schiene besonders störend ist, sicher vermieden.

Besonders bevorzugt besitzen die Nuten und die Zähne schräge Flanken, die miteinander eine Presspassung bilden. Bevorzugt ist die Zahnhöhe und die Nutentiefe so bemessen, dass die Laufschiene und der Tragrahmen nach dem Anziehen der Schraubverbindung mittels an den Nuten angrenzender Flächen zur Anlage kommen.

Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Basis der Nuten sowie die Köpfe der entsprechenden Zähne so breit bemessen, dass die Schrauben zum Verschrauben von Tragrahmen und Laufschiene durch die Nutenbasis und die Zahnköpfe hindurchgeschraubt werden können. Die Spannschrauben, welche die Verzahnung in eine formschlüssige Presspassung spannen, sind dann zentral und symmetrisch im unmittelbaren Bereich der Formschlussverbindung angeordnet, die Presspassung lässt sich ohne Verformung des Laufschienenprofils verwirklichen.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche gekennzeichnet.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf die an einem Zeichenbrett montierte Laufwagenzeichenmaschine; und Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II der Fig. 1.

In Fig. 1 ist eine Laufwagenzeichenmaschine dargestellt, die eine mit einem Zeichenbrett 1 verbundene horizontale Laufschiene 2 besitzt, an der ein horizontaler Laufwagen 3 verschiebbar geführt ist. In seitlichen Ansätzen 5 des horizontalen Laufwagens 3 ist ein Tragrahmen 6 schwenkbar gelagert, an dem eine vertikale Laufschiene 4 befestigt ist, an der ein vertikaler Laufwagen 7 verschiebbar ist,.der seinerseits einen Zeichenkopf 8 trägt.

Gemäss Fig. 2 ist die vertikale Laufschiene 4 als Hohlprofil ausgebildet und besitzt an ihrer dem Zeichenbrett 1 zugekehrten Unterseite in Längsrichtung zwei Nuten 22, deren Basis 23 in zwei schräge Flanken 25 übergehen, die sich nach aussen mit einem vorgegebenen Winkelc& öffnen. Der Tragrahmen 6 besitzt an der der Laufschiene 4 zugewandten Fläche entsprechende Zähne 24, die in die Nuten 22 formschlüssig eingreifen und ebenfalls den Winkel dC einschliessende Flanken besitzen. Die Nuten 22, die z.B. bei der Erzeugung der Laufschiene 4 einprofiliert werden, und die Zähne 24 sind so bemessen, dass sie zusammen eine Presspassung bilden, wenn der Tragrahmen 6 gegen die Laufschiene 4 verspannt wird. Die Höhe der Zähne 24 ist geringfügig kleiner als die Tiefe der Nuten 22, so dass der Tragrahmen 6 und die Laufschiene 4 beim Verspannen schliesslich an den an den Nuten 22 angrenzenden Flächen 26 zur Anlage kommen.

Die Nuten 22 der Laufschiene 4 und die Zähne 24 des Tragrahmens 6 sind zur Herstellung einer Schraubverbindung zwischen diesen beiden Teilen an mehreren Stellen mit fluchtenden Bohrungen 16, 17 versehen, durch welche Schrauben 14 hindurchgeführt sind, die in ein Gewindeloch eines Gegenstückes 18 eingeschraubt sind, welches im Innenraum der Laufschiene 4 gegen die Schienenwand anliegt. Beim Anziehen der Schrauben 14 werden die Zähne 24 des Tragrahmens 6 gegen die Seitenflanken 25 der Nuten 22 der Laufschiene 4 gepresst, wobei die Grösse der Zähne 24 und der Nuten 22 so aufeinander abgestimmt ist, dass nach dem festen Verspannen noch Abstand zwischen der Kopffläche der Zähne 24 und der Basis 23 der Nuten 22 bleibt und die Zähne und Nuten eine Presspassung eingehen.

Falls gewünscht, lässt sich die Basis der Nuten 22 mit den Zähnen 24 zur Erhöhung der Formsteifigkeit noch verprägen, wobei evtl. im Kopf der Zähne 24 entsprechende Vertiefungen zur Aufnahme des Prägematerials vorhanden sein können.


Anspruch[de]

Laufwagenzeichenmaschine Ansprüche 1. Laufwagenzeichenmaschine, mit einem an einer horizontalen Laufschiene verfahrbaren horizontalen Laufwagen, einem an dem horizontalen Laufwagen schwenkbar gelagerten abgewinkelten Tragrahmen, einer vertikalen Laufschiene, und mit einer Schraubverbindung und einer formschlüssig ineinandergreifenden Verzahnung zwischen der vertikalen Laufschiene und dem Tragrahmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung (20) aus mindestens einer Nut (22) auf der Unterseite der Laufschiene in Längsrichtung und einem in die Nut (22) formschlüssig eingreifenden Zahn (24) besteht.

2. > Laufwagenzeichenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite der Laufschiene (4) in vorgegebenem Abstand voneinander mehrere Nuten (22) einprofiliert sind, und dass entsprechende Zähne (24) an der Kontaktfläche des Tragrahmens (6) angeformt sind.

3. Laufwagenzeichenmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (22) und die Zähne (24) miteinander eine Presspassung bildende schräge Flanken besitzen.

4. Laufwagenzeichenmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubverbindung (12) zwischen Tragrahmen (6) und Laufschiene (4) durch die Basis der Nuten (22) und die Köpfe der Zähne (24) hindurchgeführte Schrauben (14) enthalten.

5. Laufwagenzeichenmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (22) und die Zähne (24) so bemessen sind, dass an den Nuten (22) und den Zähnen (24) angrenzende Flächen (26) beim Anziehen der Schraubverbindung zur Anlage kommen.

6. Laufwagenzeichenmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragrahmen (6) und die Laufschiene (4) an der Bas s der Nuten (22) miteinander verprägt sind.







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