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Dokumentenidentifikation DE3528860A1 03.04.1986
Titel Schleifspindel, insbesondere für eine Zahnflankenschleifmaschine
Anmelder VEB Werkzeugmaschinenkombinat "7. Oktober" Berlin, DDR 1120 Berlin, DD
Erfinder Ulrich, Hans-Joachim, Dipl.-Ing., DDR 1156 Berlin, DD;
Uhlig, Kurt, DDR 9031 Karl-Marx-Stadt, DD
DE-Anmeldedatum 12.08.1985
DE-Aktenzeichen 3528860
Offenlegungstag 03.04.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1986
IPC-Hauptklasse B24B 41/04
IPC-Nebenklasse B23Q 1/08   B23F 23/00   

Beschreibung[de]

Schleifspindel, lnsbesondere für eine Zahnflanken-

schleifmaschine Die Erfindung betrifft eine Schleifspindel, insbesondere für eine Zahnflankenschleifmaschine, bei der der in spannflanschen aufgenommene Schleifkörper auswechselbar auf der Schleifspindel zwischen den Radiallagern angeordnet ist und einseitig eine Axiallagerung aufweist.

Bei einer bekannten Standardschleifspindel mit einseitig angeordnetem Schleifkörper nach DD - WP 151 268 kann zwar eine hohe axiale Lagersteife erzeugt werden, aber die Steifewerte an der wirkstelle Schleifkörper-Werkstück sind wegen des aus Montagegründen einseitig angel ordneten Schleifkörpers immer richtungsabhängig unter schiedlich. Das mechanische Modell dieser Schleifspindel besteht aus einem beidseitig gelagertem Kragbalken mit am Kragende angreifender richtungsunabhängiger Normalkraft und einem richtungsabhängig von der zu schleifenden Zahnflanke am Kragende wirkenden Biegemoment.

Es ist weiterhin eine Stirn- und schnaubradschleifmaschine bekannt (prospekt Deutsche NILES Werke AG), bei der der Schleifkörper in Spannflanschen eingespannt und losbar auf der Schleifspindel zwischen zwei Gleitlagern angeordnet ist. Geringe axiale Kräfte werden durch die Gleitlager aufgenommen. Das Auswechseln des Schleifkörpers geschieht durch Demontage der Antriebsriemen scheibe und der Gleitlager.

Die Genauigkeit der Lagerung ist nicht ausreichend, die Demontage sehr zeitaufwendig und die Gefahr der Lagerverschmutzung ist erheblich. Besonders sind die steifeS werte der Lagerung in axialer Richtung zu niedrig.

Es sind weiter Außenrund-Schleifscheiben für breite Schleifkörper bekannt, nach Prospekten der Firma Lidköping (Schweden) und Herminghausen (BRD), bei denen beidseitig vom Schleifkörper auf der Schleifspindel voll gekapselte Wälziager angeordnet sind. Die Lagerhülsen sind mittels prismenartiger Formstücke radial formschlüssig mit dem Schleifspindelstock der Maschine verbunden. Die Antriebsriemenscheibe ist separat gelagert.

Ober eine axial auskuppelbare Keilwelle wird das An triebsdrehmoment auf die Schleifspindel, die ein Innen keilprofil aufweist, übertragen. Durch Lösungen der Formstücke und Verschieben der kuppelbaren Keilwelle wird der Schleifkörper mit Schleifapindel und Lagerung aus der Maschine gehoben und mit Hilfe einer Vorrichtung ausgewechselt.

Diese Lösung ist speziell zum Außenrundschleifen mit sehr breiten Schleifkörpern anwendbar. Der Schleifkörper ist direkt auf der Schleifspindel angeordnet. Die axialen Kräfte werden nur reibschlüssig übertragen und die Demontage des Schleifkörpers ist sehr zeitaufwendig.

Ziel der Erfindung ist es, die Arbeiteproduktivität und Genauigkeit beim Zahnflankenschleifen zu erhöhen und Hilfszeiten beim schleifkörperwechsel zu senken.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schleifspindel, insbesondere für eine Zahnflankenschleifma schine, bei der der in Spannflanschen aufgenommene Schleifkörper auswechselbar auf der Schleifspindel zwisehen den Radiallagern angeordnet ist, und einseitig eine Axiallagerung aufweist, zu schaffen, die eine hohe axiale richtungsunabhägige Wirksteife bei geringer Masse besitzt und einen schnellen und einfachen Schleifkörper wechsel gewährleistet.

Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß die Schleifspinde; im Lagorgehäuse einseitig eine Radial und Axiallagerung in einer Festlagerhülse mit axialer Anlagefläche, mittig einen Aufnahmekonus für den Schleifkörperflanech und anderseitig eine Radiallagerung in einer Loslagerhülse, deren Außendurchmesser kleiner als der kleinere Durchmesser des Aufnahmekonus ist, aufweist und an der Festlagerhülse ein Schwenkhebel mit Drehpunkt und am Lagergehäuse mit Drehpunkt angeordnet ist.

Ein weiteres Merkmale der Erfindung ist, daß der Schwenkhebel gegenüber dem Lagergehäuse und der Festlagerhülse in Rastpunkten arretierbar ist.

Weiterhin kann die Schleifspindel anstelle des Aufnahme konus für den Schleifkörperflansch eine zylindrische Aufnahme mit Planflache aufweisen.

Die Erfindung ist nachstehend anhand eines Ausführungs beispieles näher erläutert: In der zugehörigen Zeichnung zeigen: Fig. t: Einen Halbechnitt und eine Halbansicht der Schleifspindel, Fig. 2: einen Schnitt durch das Lagergehäuse der schleifepindel.

Mit dem Lagergehäuse 1 sind Festlagerhülse 5 und Losw lagerhülse 8 der Schleifspindel 4 formschlüssig in radialer Richtung mittels jeweils einer nicht näher dargestellten Halbschale und in axialer Richtung formschlüssig mittels axialer Anlagefläche 6 und des Federelementes 11 verbunden. Die Festlagerhülse 5 ist radial und axial mittels Schrägkugellagern 15 als ~Festlager" ait der Schleifepindel 4 verbunden, die Loslagerhülse 8 ist nur radial mittels Schrägkugellagern 16 mit der Schleifspindel 4 verbunden, Die Festlagerhülse 5, Loslagerhülse 8 und Schleifspindel 4 besitzen bekannte Abdichtelemente für die Schrägkugellager 15; 16. Die Schleifspindel 4 weist auf der Festlagerseite zur Drehmomentübertragung ein innenvielkeilprofil 12 auf, das über eine mit einer nicht dargestellten und in bekannter Weise separat im Lagergehäuse 1 gelagerte Antriebsriemenscheibe, die auf einer Vielkeilwelle befestigt ist, verbunden iste In der Mitte der Schleifspindel 4 befindet sich der Aufnahmekonus 7 für den Schleifkörper 2 mit seinem Schleifkörperflansch 3. Da der kleinere Durchmesser des Aufw nahmekonus 7 größer ist, als der Außendurchmesser der Los lagerhülse 8, kann der Schleifkörper 2 in Richtung Loslagerhülse 8 gemeinsam mit seinem Schleifkörperflansch 3 demontiert werden.

In Fig. 2 ist die Verbindung der Festlagerhülse 5 mit dem Schwenkhebel 9 und dem Lagergehäuse 1 dargestellt.

Nach Lösen der nicht dargestellten Halbschale vom Lagergehäuse 1 erfolgt die weitere Lagebestimmung der Schleifspindel 4 durch den Schwenkhebel 9 über den Drehpunkt 14 am Lagergehäuse 1 und Drehpunkt 13 an der Festlager hülse So Mit dem Schwenkhebel 9 wird die Schleifspin del 4 bewegt und mittels der Rastpunkte 10 in einer definierten Lage zum Lagergehäuse 1 gehalten. Nach Lösen der Befestigungselemente wird der Schleifkörper 2 mit dem Schleifkörperflansch 3 über die Loslagerhülse 8 de montiert. Die Montage erfolgt in umgekehrter Weise.

Durch die erfindungsgemäße Lösung werden die Vorteile der mittigen Anordnung des schleifkörpers zwischen den Lagern bezüglich Laufgenauigkeit und richtungsunabhängig hoher Steife bei geringen Abmessungen und damit geringer Masse zweckmäßig ohne größere Hilfszeitanteile, als bei ublichen Schteifspindelausführungen, realisierbar.

nie hohe Axialsteife der Schleifspindellar#arung wird in eine hohe, gleich große axiale Wirketefe beim Schleifen der Rechts- und Linksflanke umgesetzt.

Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen 1 - Lagergehäuse 2 - Schleifkörper 3 - Schleifkörperflansch 4 - Schleifspindel 5 - Festlagerhülse 6 - axiale Anlagefläche 7 - Aufnahmekonus 8 - Loslagerhülse 9 - Schwenkhebel 10 -Rastpunkt ag - Federelement 12 - Innenvielkeilprofil 13 - - Drehpunkt 14 « Drehpunkt 15 - Schrägkugellager 1 Schrägkugellager


Anspruch[de]

schleifspindel, insbesondere für eine Zahnflankenschleifmaschine Patentansprüche 1. Schleifspindel. insbesondere für eine Zahnflankenschleifmaschine, bei der der in Spannflanschen aufgenommene Schleifkörper auswechselbar auf der Schleifspindel zwischen den Radiallagern angeordnet ist und einseitig eine Axiallagerung aufweist, gekennzeichnet dadurch, daß die Schleifspindel (4) im Lagergehäuse (1) einseitig eine Radial- und Axiallagerung in einer Festlagerhülse (6) mit axialer Anlagefläche (6), mittig einen Aufnahmekonus (7) für den Schieifkörperflansch (3) und anderseitig eine Radiallagerung in einer Loslagerhülse (8), deren Außendurchmesser kleiner als der kleinere Durchmesser des Aufnahmekonus (7) ist, aufweist und an der Festlagerhülse (5) ein Schwenkhebel (9) mit Drehpunkt (13) und am Lagergehäuse (1) mit Drehpunkt (14) angeordnet ist.

2. Schleifspindel nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Schwenkhebel (9) gegenüber dem Lagergehäuse (1) und der Festlagerhulse (5) in den Rastpunkten (10) arretierbar ist.

3. Schleifspindel nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schleifspindel (4) anstelle des Aufnahmekonus (7) eine zylindrische Aufnahme mit Planfläche aufweist.







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