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Dokumentenidentifikation DE3427297C1 10.04.1986
Titel Verfahren zur Herstellung einer Natriumdithionitlösung
Anmelder GEA Wiegand GmbH, 7505 Ettlingen, DE
Erfinder Klinke, Gregor, Dipl.-Ing., 7505 Ettlingen, DE
Vertreter Weickmann, H., Dipl.-Ing.; Fincke, K., Dipl.-Phys. Dr.; Weickmann, F., Dipl.-Ing.; Huber, B., Dipl.-Chem.; Liska, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Prechtel, J., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 24.07.1984
DE-Aktenzeichen 3427297
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.04.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.04.1986
IPC-Hauptklasse C01B 17/66
IPC-Nebenklasse C01B 35/10   

Beschreibung[de]

Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung einer Natriumdithionitlösung als Endprodukt aus Natriumborwasserstoff, Natronlauge und Schwefeldioxid, d a d u r c h gekennzeichnet, daß man Schwefeldioxid aus einem Abgas in wenigstens einer ersten Waschstufe (I) mit Natriumborwasserstoff-Lösung in Natronlauge und mit Natronlauge versetztem Waschprodukt einer zweiten Waschstufe (II) auswäscht, wobei man das Abgas der ersten Waschstufe (I) in der zweiten Waschstufe (II) mit Natronlauge auswäscht, und daß man einen Teil des Waschprodukts der ersten Waschstufe (I) als Endprodukt abzieht.

2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit den Waschstufen (I, II) und den Strahlwäschern (sol, S2), dadurch gekennzeichnet, daß den pH-Wert des Waschprodukts der wenigstens einen ersten Waschstufe (I) ein pH-Meter (26) überwacht und die Förderleistung wenigstens einer Dosierpumpe (Dl, D2) zur Versetzung des Waschprodukts der ersten Waschstufe (I) mit der Natriumborwasserstoff-Lösung in Natronlauge und/oder des Waschprodukts der wenigstens einen zweiten Waschstufe (II) mit der Natronlauge steuert.

3. Vcrrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Kreislauf der wenigstens einen ersten Waschstufe (I) ein Kühler (K) enthalten ist.

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Natriumdithionitlösung nach dem Oberbegriff des


Anspruch[de]

Anspruchs 1.

Nach der DE-AS 1036228 ist es bekannt, Natriumdithionit aus Natriumborhydrid, wäßriger Natronlauge und Schwefeldioxid herzustellen. Ein entsprechender Stand der Technik ergibt sich aus Ullmann, 4. Auflage, Band 21, Seite 110, Encyklopädie der technischen Chemie, Weinheim 1981.

Aufgabe der Erfindung ist es, das Schwefeldioxid in schwefeldioxidhaltigen Abgasen bei einem solchen Verfahren rationell auszunutzen.

Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegeben.

Nach der Erfindung wird das Schwefeldioxid im Abgas zweimal genutzt.

In der Praxis haben sich besonders gemäß Anspruch 2 ausgebildete und geregelte Waschstufen bewährt.

Um eine Überhitzung der wenigstens einen ersten Waschstufe zu vermeiden, ist bevorzugt eine Ausbildung gemäß Anspruch 3 vorgesehen.

Die Erfindung wird im folgenden an einem Ausführungsbeispiel unter Hinweis auf die beigefügte Zeichnung erläutert: Die Zeichnung zeigt eine erste Waschstufe I und eine zweite Waschstufe 11, die jeweils mit einem Wäscher S1, S2 versehen sind. In die erste Waschstufe I wird unterhalb des Wäschers S1 Schwefeldioxid enthaltendes Abgas über die Leitung 2 eingeführt. Das sich im Sumpf 4 der ersten Waschstufe I sammelnde Waschprodukt wird durch eine Leitung 6 abgeführt, in der in Reihe hintereinander eine Pumpe 8 und ein Kühler K angeordnet sind. Mit der Leitung 6 wird der Wäscher Sr gespeist.

Von der Waschstufe list oben eine Abgasleitung 10 abgeführt, die Schwefeldioxid noch in unerwünschtem Grade enthaltendes Abgas der Waschstufe II unterhalb des Wäschers S2 zuführt. Von der Waschstufe II wird oben praktisch vollständig von Schwefeldioxid gereinigtes Abgas durch die Leitung 12 abgeführt Vom Sumpf 14 ist eine Leitung 16, in der sich eine Pumpe 18 befindet, abgeführt. Diese Leitung 16 speist den Wäscher S2.

In den Sumpf 4 wird Natriumborwasserstoff-Lösung in Natronlauge durch eine Leitung 20, in der sich eine Dosierpumpe D1 befindet, eingeführt In den Bereich der Oberfläche des Sumpfs 14 wird über eine Leitung 22, in der sich eine Dosierpumpe D2 befindet, Natronlauge eingeführt.

Beide Dosierpumpen D1, D2 werden von einer Ausgangswelle 24 eines Motors M simultan angetrieben.

Die Drehzahl des Motors M wird durch ein pH-Meter 26 gesteuert, das den pH-Wert in der Leitung 6 zwischen der Pumpe 8 und dem Kühler K mißt Das Waschprodukt im Sumpf 14 wird nächst der Oberfläche des Sumpfes 14 über eine Leitung 28 dem Waschprodukt im Sumpf 4 im Bereich von dessen Oberfläche zugeführt.

Das Waschprodukt im Sumpf 4 wird als Endprodukt, als Natriumdithionit-Lösung, über die Leitung 30 aus dem Bereich der Oberfläche des Sumpfes 4 abgezogen.







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