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Dokumentenidentifikation DE3435164A1 22.05.1986
Titel Vorrichtung zur Abstützung einer Schreibunterlage am Körper eines Benutzers
Anmelder Stubinen Utveckling AB, Stockholm, SE
Erfinder Armand, Björn, Hägersten, SE
Vertreter Popp, E., Dipl.-Ing.Dipl.-Wirtsch.-Ing.Dr.rer.pol.; Sajda, W., Dipl.-Phys.; Hrabal, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 8000 München; Bolte, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 2800 Bremen
DE-Anmeldedatum 25.09.1984
DE-Aktenzeichen 3435164
Offenlegungstag 22.05.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.05.1986
IPC-Hauptklasse B43L 3/00

Beschreibung[de]

Vorrichtung zur Abstützung einer Schreibunterlage am Körper

eines Benutzers Beschreibung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abstützung einer Schreibunterlage am Körper eines Benutzers, vorzugsweise etwa auf Bauchhöhe desselben.

Sehr häufig müssen von einer Person bei einem Rundgang durch Fabrikhallen, Baustellen von einer Begleitperson Protokolle angefertigt werden. Das Gleiche gilt z. B. für einen Krankenhausarzt bei der Visite. In der Regel wird dann das mitgeführte Schreibpapier (Schreibblock) mit oder ohne Schreib- unter lage kurzfristig auf einem in der Nähe befindlichen Tisch oder dergl. abgelegt, um die notwendigen Protokolleintragungen machen zu können. Geschickte Protokollführer benötigen eine derartige feste Unterlage nicht. Sie stützen die in der Regel relativ harte Schreibunterlage, die z. B. aus Karton, Kunststoff, Holz oder dergl. bestehen kann am eigenen Körper, vorzugsweise am Bauch oder oberhalb der Hüfte, ab. Die Schreibqualität läßt bei dieser Abstützung zu wünschen übrig. Diese Art der Protokollführung widersprucht auch allen ergonomischen Grundsätzen und kann mitunter zu Verkrampfungen und Haltungsschäden des Protokollführers führen.

Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu vermeiden, d. h.

eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der beide Hände sowohl beim Mitführen der Schreibunterlage und damit des Schreibpapiers als auch beim Abstützen derselben am Körper in etwa waagerechter Schreiblage beide Hände frei bleiben.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Maßnahmen nach Patentanspruch 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Ausbildung der genannten Vorrichtung erlaubt ein bequemes Mitführen der Schreibunterlage bzw. des Schreibpapiers ohne Sicht- und Gehbehinderung. Gleichzeitig kann die Schreibunterlage und damit das Schreibpapier in eine etwa waagerechte Schreiblage gebracht und in dieser Lage gehalten werden, ohne daß dafür eine Hand des Benutzers erforderlich ist. Die Schreibunterlage läßt sich durch die Erfindung in eine schreibgerechte Lage bringen.

Der Benutzer muß sich nicht mehr darauf konzentrieren, die Schreibunterlage an seinem Körper festzuklemmen oder eine geeignete Abstützung in einem Fabrikgebäude, auf einer Baustelle oder in einem Krankenzimmer zu suchen. Der Benutzer kann sich ausschließlich auf die Protokollführung konzentrieren.

Vorzugsweise ist die Abstützung bzw. Auflage für die Schreibunterlage als Stützplatte ausgebildet, die etwa waagerecht vom Körper des Benutzers absteht, vorzugsweise in Bauchhöhe bzw. oberhalb der Hüfte Der körperseitige Stützrand dieser Stützplatte ist in Anpassung an den Körperumfang konkav gewölbt, wobei die Wölbung über die gesamte Länge des Stützrandes z. B.

gleichbleibend sein kann (teilkreisförmig).

Vorzugsweise erfolgt die Befestigung der erwähnten Stützplatte am Körper des Benutzers zum einen durch einen an den beiden Enden des konkav gewölbten Stützrandes oder an den beiden Seiten der Stützplatte anschließenden, um den restlichen Körperumfang herumlegbaren Haltegürtel und zum anderen durch einen mit seinen beiden Enden an den beiden Seiten der Stützplatte befestigbaren und im übrigen um den Nacken oder die Schulter des Benutzers herumlegbaren Halteriemen.

Dabei ist es denkbar, den Halteriemen zweiteilig auszubilden und nach Art eines Hosenträgers über die beiden Schultern und den Rücken des Benutzers zum Hüftgürtel zu führen und an diesen anzuschließen.

Weitere konstruktive Details der Vorrichtung sind in den Unteransprüchen beschrieben, wobei besonders hervorzuheben wäre die beanspruchte Fixierung der Schreibunterlage in ihrer etwa aufrechten, an die Brust des Benutzers angelehnten Nichtgebrauchs-Stellung. Zu diesem Zweck wird nach Anspruch 7 vorgeschlagen, an der Unterseite der Schreibunterlage einen sich etwa quer bzw.

horizontal erstreckenden, an mindestens einer Seite der Schreibunterlage vorstehenden Haltestab zu befestigen, der unter den Halteriemen bzw. zwischen diesen und den Körper des Benutzers klemmbar ist. Dies ist eine denkbar einfache Art der Fixierung in der erwähnten Nichtgebrauchs-Stellung. Zusätzliche Fixiermittel sind nicht erforderlich.

Zur Erleichterung der Protokollführung dienen schließlich die in den Ansprüchen 10 und 11 genannten Maßnahmen.

Nachstehend wird eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Körperabstützung für eine Schreibunterlage in perspektivischer Ansicht, wobei sich die Schreibunterlage in der aufrechten Nichtgebrauchs-Stellung befindet, und Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 ebenfalls in perspektivischer Ansicht, wobei sich die Schreibunterlage in etwa waagrechter Schreiblage befindet.

Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung zur Absützung einer Schreibunterlage 14 am Körper eines Benutzers etwa in Bauchhöhe desselben umfaßt eine Auflage für die Schreibunterlage in Form einer vom Körper des Benutzers etwa waagerecht abstehenden Stützplatte 10, deren körperseitige Stützrand 19 in Anpassung an den Körperumfang konkav gewölbt ist. Die Befestigung der Stützplatte 10 am Körper des Benutzers erfolgt zum einen durch einen an den beiden Enden des konkav gewölbten Stützrandes 19 anschließenden, um den restlichen Körperumfang oberhalb der Hüfte herumlegbaren Haltegürtel 18 und zum anderen durch einen mit seinen beiden Enden an den beiden Seiten der Stützplatte 10 befestigbaren und im übrigen um den Nacken des Benutzers herumlegbaren Halteriemen 17. Sowohl der Halteriemen 17 als auch der Haltegürtel 18 sind jeweils längenveränderbar.zum Zwecke der Anpassung an unterschiedliche Körpergrößen und Körperumfänge. Der Halteriemen 17 ist im Abstand vom Körper des Benutzers bzw.

im Abstand von den beiden Enden des konkav gewölbten Stützrandes 19 an den beiden Seiten der Stützplatte 10 angeschlossen. Die Schreibunterlage 14, die aus Karton, Kunststoff, Holz, Aluminium oder dergl. bestehen kann und als Rechteckplatte ausgebildet ist, ist oberhalb der Stützplatte 10 an den beiden von dieser zum Nacken des Benutzers führenden Teilen 11 des Halteriemens 17 angelenkt. Diese Teile des Halteriemens 17 sind als Kettenabschnitte ausgebildet. Die Anlenkpunkte sind in den Fig. 1 und 2 mit der Bezungsziffer 12 gekennzeichnet.

Um diese Anlenkpunkte bzw. die dadurch definierte Schwenkachse ist die Schreibunterlage 14 und damit das Schreibpapier 22 klappbar, und zwar von einer etwa aufrechten, am Körper des Benutzers (Brustseite) angelehnten Stellung nach Fig. 1 in eine etwa waagerechte Schreiblage nach Fig. 2, in der sich die Schreibunterlage 14 am vorderen bzw. körperabgewandten Rand der Stützplatte 10 abstützt. Aufgrund der oberhalb der Stützplatte 10 angeordneten Anlenkpunkte 12 erhält die Schreibunterlage im abgeklappten Zustand nach r'ig. 2 eine geringe Schräglage, und zwar vom Körper des Be- nutzers weg nach unten. Diese Schräglage hat sich als besonders schreibgerecht erwiesen. Die Anlenkpunkte 12 befinden sich etwa 5 bis 10 cm, vorzugsweise etwa 8 cm oberhalb der Stützplatte 10. Die Entfernung der Anlenkpunkte 12 vom vorderen bzw. körperabgewandten Rand der Stützplatte 10 beträgt etwa 20 bis 25 cm.

Wie Fig. 1 erkennen läßt, ist die Schreibunterlage 14 in ihrer etwa aufrechten, an der Brust des Benutzers angelehnten Stellung fixierbar, wobei zur Fixierung an der Unterseite der Schreibunterlage 14 ein sich etwa quer bzw. horizontal erstreckender, an beiden Seiten der Schreibunterlage 14 vorstehender Haltestab 15 befestigt ist, der unter den Halteriemen 17 bzw. die beiden Kettenabschnitte 11 desselben bzw.

zwischen diesen und den Körper des Benutzers klemmbar ist.

Bei einer Ausführungsform mit einem nur an einer Seite der Schreibunterlage 14 vorstehenden Haltestab ist dieser vorzugsweise längsverschieblich an der Unterseite der Schreibunterlage 14 gelagert, so daß er in eine an dieser Seite der Schreibunterlage vorstehende Lage bringbar ist und umgekehrt.

Die Befestigung des Haltestabes 15 erfolgt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mittels eines Klebestreifens 16.

Die Stützplatte 10 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ferner mit einem nach oben überstehenden bzw. gegenüber der Plattenebene (Plattenboden) erhabenen Rand 21 versehen, wobei der Stützrand 19 in entsprechender Weise erhaben ausgebildet ist. Dadurch können auf der Stützplatte 10 Schreib- geräte oder dergl. abgelegt werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß diese bei geringfügiger Neigung der Stützplatte 10, d. h. bei geringfügigen Körperbewegungen unbeabsichtigt auf den Boden fallen.

Die Stützplatte 10 kann darüber hinaus Vertiefungen und/oder Durchgangsbohrungen 20 zur Aufnahme von Gegenständen, wie Meßgeräte, Meßfühler, Schreibgeräte oder dergl. aufweisen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind in zwei randseitige Durchgangsbohrungen 20 die Fühler eines elektrischen Meßgerätes gesteckt.

Die Innenseite bzw. die körperzugewandte Seite des Stützrandes 19 ist relativ breit ausgeführt, so daß das Tragen der Vorrichtung nicht als unangenehm empfunden wird. Vorzugsweise beträgt die Breite des Stützrandes 19 etwa 2 bis 5 cm, vorzugsweise etwa 3 cm.

Darüber hinaus kann die Innenseite des Stützrandes 19 mit einem textilen Werkstoff beschichtet sein. Dadurch wird auch ein ungewolltes Abrutschen am Körper des Benutzers vermieden.

Durch die Lage der Anlenkpunkte 12 für die Schreibunterlage an den Kettenabschnitten 11 oberhalb der Stützplatte 10 ist es ferner möglich, unterhalb der abgeklappten Schreibunterlage 14 auf der Stützplatte 10 ein Meßinstrument 23 oder dergl. zu positionieren.

Dieses kann bei hochgeklappter Schreibunterlage 14 nach Fig. 1 gut abgelesen werden. Dann wird die Schreibunterlage 14 abgeklappt in eine Stellung nach Fig. 2. Der abgelesene Meßwert läßt sich dann sehr bequem protokollieren. Zum Ablesen eines weiteren Meßwertes wird dann die Schreibunterlage 14 wieder hochgeklappt und fixiert entsprechend Fig. 1 und so weiter.

Das Meßinstrument 23 ist in einer Vertiefung der Stütz- platte 10 angeordnet. Die dazugehörigen Meßfühler 24 sind bei der Darstellung nach den Fig. 1 und 2 in die oben erwähnten Aufnahmebohrungen 20 gesteckt.

Es sei noch erwähnt, daß die Anlenkung der Schreibunterlage 14 an den Kettenabschnitten 11 im Bereich des unteren bzw. der Stützplatte 10 zugewandten Randes der Schreibunterlage 14 erfolgt. Die Randabmessungen der Schreibunterlage 14 entsprechen etwa derjenigen nach DIN A4 An der Unterseite der Schreibunterlage 14 kann auch noch eine Aufnahme für ein Schreibgeräte, z. B. Kugelschreiber oder dergl., vorgesehen sein, vorzugsweise in Form einer Aufnahmehülse.

Sämtliche in den Unterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

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Anspruch[de]

Vorrichtung zur Abstützung einer Schreibunterlage am Körper eines Benutzers Patentansprüche 1. Vorrichtung zur Abstützung einer Schreibunterlage (14) am Körper eines Benutzers etwa in Bauchhöhe desselben, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Abstützung durch eine am Körper des Benutzers befestigbare Auflage (10) gebildet ist, und daß die Schreibunterlage (14) an oder oberhalb der Auflage (10) derart angelenkt ist, daß sie aus einer etwa aufrechten, am Körper des Benutzers (Brustseite) angelehnten Stellung unter Abstützung an der Auflage (10) in eine etwa waagerechte Schreiblage abklappbar ist und umgekehrt.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Auflage (10) eine vom Körper des Benutzers etwa waagerecht abstehende Stützplatte ist, deren körperseitige Stützrand (19) etwa in Anpassung an den Körperumfang des Benutzers konkav gewölbt ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Befestigung der Stützplatte (10) am Körper des Benutzers zum einen durch einen an den beiden Enden des konkav gewölbten Stützrandes (19) oder an den beiden Seiten der Stützplatte anschließenden, um den übrigen Körperumfang herumlegbaren Haltegürtel (18) und zum anderen durch einen mit seinen beiden Enden an den beiden Seiten der Stützplatte (10) befestigbaren und im übrigen um den Nacken des Benutzers herumlegbaren Halteriemen (17) erfolgt.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Halteriemen (17) im Abstand vom Körper des Benutzers bzw. im Abstand von den beiden Enden des konkav gewölbten Stützrandes (19) an den beiden Seiten der Stützplatte (10) anschließbar ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Schreibunterlage (14) oberhalb der Stützplatte (10) an den beiden von dieser zum Nacken des Benutzers führenden Teilen (11) des Halteriemens (17) angelenkt ist.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Schreibunterlage (14) in ihrer etwa aufrechten, an den Körper (Brustseite) des Benutzers angelehnten Stellung fixierbar ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß zur Fixierung der Schreibunterlage (14) in ihrer etwa aufrechten Stellung an deren Unterseite ein sich etwa quer bzw. horizontal erstreckender, an mindestens einer Seite der Schreibunterlage (14) vorstehender Haltestab (15) befestigt ist, der unter den Halteriemen (17) bzw. zwischen diesen und den Körper des Benutzers klemmbar ist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Haltestab (15) längsverschieblich an der Unterseite der Schreibunterlage (14) gelagert ist, so daß er in eine an einer Seite der Schreibunterlage (14) vorstehende Lage und umgekehrt bringbar ist.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß ein unmittelbar an die beiden Seiten der Stützplatte (10) anschließender Abschnitt des Halteriemens (17) als Kettenabschnitt (11) ausgebildet ist.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Stützplatte (10) einen nach oben überstehenden bzw.

gegenüber der Plattenebene erhabenen Rand, vorzugsweise Umfangsrand (21), aufweist.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Stützplatte (10) Vertiefungen und oder Durchgangsbohrungen (20) zur Aufnahme von Gegenständen, Meßgeräten, Meßfühlern, Schreibgeräten oder dergl. aufweist.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß Haltegürtel (18) und/oder Halteriemen (11, 17) längenveränderbar ausgebildet sind.







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