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Dokumentenidentifikation DE3500165A1 10.07.1986
Titel Zeichenzirkel
Anmelder Saadat, Mohammad Mohsen, Dr.-Ing., 5600 Wuppertal, DE
Erfinder Saadat, Mohammad Mohsen, Dr.-Ing., 5600 Wuppertal, DE
DE-Anmeldedatum 04.01.1985
DE-Aktenzeichen 3500165
Offenlegungstag 10.07.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.07.1986
IPC-Hauptklasse B43L 9/18

Beschreibung[de]

ZEIrHENZ IRKEL

Die Erfindung betrifft einen Zeichenzirkel mit einem ersten, den Zeichenstift tragenden Schenkel und mit einem zweiten, die Zirkelspitze tragenden Schenkel, die jeweils als Koppel eines im wesentlichen ein Gelenkparallelogramm bildenden Gelenkvierecks symetrisch zur Drehachse des Zirkelgriffs und zwanglaufig zueinander parallelgeführt werden.

Ein Zeichenzirkel dieser Art ist durch das DE-GM 7529048 bekannt.

Beide Schenkel des bekannten Zirkels werden jeweils als Koppel eines Gelenkparallelogramms symetrisch zur Zirkelgriffachse zwanglåufig zueinander parallelgeführt. Die Lenker beider Belenkparalle10gramme sind zirkelgriffest angelenkt. Zur Zwanglaufsicherung sind zwei einander zugekehrte Lenker der Gelenkparallelogramme im Bereich ihrer Enden mit einer zu ihrem Drehpunkt konzentrisch verlaufenden Verzahnung versehen. Zwei Lenker der beiden Gelenkparallelogramme kämmen also miteinander und verschwenken die beiden gegenüberliegenden Gelenkvierecke beim Einstellen des Zeichenhalbmessers um jeweils gleiche Winkelbeträge. Zum Zeichnen kleiner Kreise lassen sich sowohl Zeichensti+t als auch Zirkel spitze zueinander verschwenken.

Aufgrund der griffesten Anlenkung der beiden Gelenkparallelogramme erfahren die Schenkel des gattungsgemäßen Zeichenzirkels beim Einstellen des Zeichenhalbmessers relativ zur Ebene des Zirkelgriffs eine sog. Kreisschiebung, d.h. dieselben bewegen sich zwar stets zueinander parallel und sind senkrecht zur Zeichenebene ausgerichtet, die einzelnen Funkte der bewegten Koppel ebenen bewegen sich jedoch jeweils auf einem Kreisbogen, der den Radius der Lenker aufweist. Aufgrund dieser Eigenschaft senkt sich der Zirkelgriff beim Einstellen des Zeichenhalbmessers zur Zeichenebene hin ab bzw. entfernt sich von dieser. Eine von oben auf den Zirkelyriff einwirkende Kraft bewirkt deshalb zusammen mit ihren Reaktionskräften in den beiden Auflagerpunkten eine unter Umständen nicht beabsichtigte Spreizung der Zirkelschenkel' was beim Zeichnen von Kreisen zu Zeichenfehlern führen kann. Des weiteren erfordert die Handhabung des gattungsgemäßen Zeichenzirkels beide Hände des Zeichners; eine einfache Einhandbedienung ist jedenfalls nicht ohne weiteres möglich.

Unter einer gleichschenkligen zentrischen Schubkurbel versteht man ein zwangläufiges viergliedriges Geradfuhrungsgetriebe, das zwei Punkte der bewegten Koppel ebene auf zueinander senkrechten Geraden führt, vgl. z.B. Autorenkollektiv, "Getriebetechnik-Lehrbuch", 2.Aufl., VEB Verlag Technik Berlin, März 1972, Seiten 70 und 71.

Bei der gleichschenkligen zentrischen Schubkurbel verlauft die Schubachse des Schiebers durch den Kurbel drehpunkt; sie heizt deshalb zentrisch. Die Antriebskurbel ist ebenso lang wie die Koppel, weswegen diese Schubkurbel gleichschenklig heißt. Der Punkt der Koppel ebene, der auf der Verlängerungsgeraden der Koppel im gleichen Abstand wie Kurbel- oder Koppel länge bezogen auf die Schubachse auf der der Kurbel zugewandten Seite liegt, erwährt eine exakte Geradführung, die die Schubachse senkrecht kreuzt und durch den gestellfesten Kurbeldrehpunkt verläuft.

Durch die DE-PS 17918 ist ein Zeichenzirkel bekannt, dessen beide Schenkel mittels zweier zusammenwirkender Geradführungsgetriebe, nämlich zweier gleichschenkliger zentrischer Schubkurbeln, längs die Nchsen beider Schenkel senkrecht kreuzenden Geraden zwangläufig parallelgeführt werden. Die eine Schubkurbel ist auf dem die Zirkelspitze tragenden Schenkel angeordnet und greift mi ihrem senkrecht zur Schubachse geradgefuhrten Koppel punkt drerbeweglich an dem den Zeichenst1ft tragenden Schenkel an. Die andere Schubkurbel ist auf dem den Zeichenstift tragenden Schenkel angeordnet und greift in analoger Weise an dem die Zirkel spitze tragenden Schenkel an. Die Kurbel der einen Schubkurbel ist somit jeweils Koppel der anderen Sch'jbkurbel. Die Koppeln bzw. Kurbeln leider Schubkurbelgetriebe kreuzen sich symetrisch und sind in ihrem Kreuzungspunkt drehbeweqlich miteinander verbunden.

Bei dem Zeichenzirkel der durch die DE-PS 17918 bekannten Art befindet sich die Zirkelspitze auf der verlängerten Wachse des Zirkelgriffs; Griff und Zirkel spitze sind fest miteinander verbunden. Eine von oben auf den Zirkelgriff einwirkende Kraft kann deshalb den Zeichenstift nicht ausfahren lassen. Jedoch läßt sich aufgrund dieser Eigenschaft im Vergleich mit symetrisch zum Zirkelgriff geführten Schenkeln von Zeichenzirkeln der gattungsgemäßen Art nur der halbe Zeichenhalbmesser einstellen.

Schließlich ist durch die CH-PS 325861 noch ein Zeichenzirkel bekannt, dessen den Zeichenstlft tragender Schenkel als Koppel eines Gelenkparallelogramms auf einem Schieber geführt ist. Der Schieber ist auf einer um den die Zirkel spitze tragenden Schenkel frei drehbaren, in axialer Richtung festgelegten Hülse axial verschiebbar und +eststellbar geführt.

Das Führungsgetriebe des Zeichenzirkels gemäß CH-PS 325861 ist nicht zwangläufig. Zur Einstellung des Zeichenhalbmessers sind nämlich zwei voneinander unabhängige Einstellbewegungen erforderlich. Zur Einstellung des Zeichenhalbmessers wird zunächst das Gelenkparallelogramm relativ zur Hülse verschwenkt. Der Zeichenstift erfährt somit eine Kreisschiebung und entfernt bzw.

nähert sich der Zeichenebene. Durch Verschieben des Schiebers auf der H,'ilse m dann die Höhe des Zeichenstifts zur Zirkelspitze korrigiert werden. Danach werden sowohl das Gelenkparallelogramm als auch der Schieber auf seiner Hülse durch Verdrehen einer Rändelschraube gemeisam festgestellt.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Zeichenzirkel mit symetrisch zum Zirkelgri++ zwangläufig geführten Schenkeln zu schaffen, die beim Einstellen des Zeichenhalbmessers im wesentlichen geradlinig zueinander parallelgeführt werden, so daSS der Zirkelgriff in etwa den gleichen Abstand zur Zeichenebene beibehält.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sich beide Gelenkvierecke auf einem gemeinsamen Schieber zweier Rchubkurbelgetriebe befinden, der längs einer zirkelgriffesten Schubführung beweglich geführt ist, und daß jeweils an einem der beiden Lenker beider Gelenkvier-ecke der eine Drehpunkt der Kurbel des zugehörigen Schubkurbelgetriebes angreift und der andere Drehpunkt der Kurbel jeweils fest an der Schubführung angelenkt ist.

Bei den sechsgliedrigen Führungsgetrieben gemäß der Erfindung befinden sich die Gelenkvierecke, vorzugsweise Geienkparallelogramme, auf dem Schi eber der Schubkurbelgetriebe.

Beim Einstellen des Zeichenhalbmessers weicht der gemeinsame Schieber der beiden Führungsgetriebe derart aus, daß beide Zirkelschenkel im wesentlichen geradlinig zueinander und senkrecht zur Zeichenebene geführt werden. Die sechsgliedrigen Führungsgetriebe gemäß der Erfindung weisen außer einem einzigen Schubgelenk nur Drehgelenke auf.

Zwecksmäßig wird der gewahlte Zeichenhalbmesser durch Festklemmen des Schiebers auf der denselben durchgreifenden Schubstange +estgestellt. Somit sind außer einer einfachen Klemmeinrichtung keine weiteren Getriebeglieder zur Arretierung erforderlich. Einer Verschmutzung der Schubführung ist bestmöglich entgegengewirkt.

Eine besonders vorteilhafte Nufgabenlösung ergibt sich, wenn erfindungsgemäß die Schubkurbelgetriebe gleichschenklig und zentrisch sind und jeweils mit ihrem geradgeführten Koppel punkt am zugehörigen Zirkelschenkel angreifen. Dann bewegen sich nämlich alle Punkte der jeweils als Koppelebene geführten Zirkelschenkel längs exakter, die Symetrieachse des erfindungsgemäßen Zeichenzirkels senkrecht kreuzenden Geraden. Auf grund dieser vorteilhaften Eigenschaft kann eine von oben auf den Zirkelgriff einwirkende Kraft, sowie deren Reaktionskräfte in den beiden Aufstandpunkten auf der Zeichenebene keine Bewegung in die er+indungsgemäßen Führungsgetriebe einleiten. Der gemeinsame Schieber der Führungsgetriebe braucht nicht einmal festgeklemmt zu werden; die geringe, in den Gelenken vorhandene Reibung genügt, um denselben stabil in der dem vorgewählten Zeichenhalbmesser entsprechenden Lage zu halten.

Werden gemäß Anspruch 4 die Kurbeln der Schubkurbelgetriebe auf der der Zeichenebene zugewandten Seite angeordnet, dann ist der Schieber von oben er leicht zugänglich Der Zeichner kann den Zirkelgriff übergreifen; er benötigt somit nur eine Hand, um den Schieber auf der zirkelgriffesten Schubstange zu verstellen, wodurch beide Zirkelschenkel auf den gewünschten Zeichenhalbmesser geführt werden.

Grundsätzlich können die Kurbeln der Schubkurbelgetriebe an jedem der beiden Lenker des jeweils zugehörigen Gelenkparallelogramms angreifen. Bei der Ausgestaltung des Zeichenzirkels nach der Erfindung entsprechend Anspruch 5 lassen sich jedoch größere Zeichenhalbmesser einstellen.

Die zirkelgriffeste Schubstange läßt sich in vorteilhafter Weise mit einer Skalierung versehen, die es dem Zeichner ermöglicht, das Maß des einzustellenden Zeichenhalbmessers unmittelbar abzulesen.

Der Zusammenhang zwischen dem Zeichenhalbmesser und der zugehörigen Relativbewegung des Schiebers auf seiner Schubstange ist zwar nicht linear, jedoch aufgrund des Zwanglaufs zwischen den beiden Zirkelschenkeln eindeutig definiert, so daß sich eine dementsprechende Skala ohne weiteres eichen läßt.

Bestehen die Gelenkvierecke der er+indungsgemäßen Führungsgetriebe aus Gelenkparallelogrammen, dann wird die Zirkeispitze in üblicher Weise zum Zeichnen kleiner Kreise zum Zeichenstift hin geneigt.

Eine besonders einfache zwangläufige und somit selbsttätige Neigung beider Zirkelschenkel zueinander ergibt sich jedoch, wenn das den Zeichenstift tragende Gelenkviereck oder beide Gelenkvierecke der erfindungsgemäßen Führungsgetriebe in erforderlicher Weise geringfügig von der Parallelogrammform abweichen.

Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Einander entcprechende Teile sird mit gleichen Bezugszeichen versehen: Fipl 1 zeigt einen Zeichenzirkel nach der Erfindung, bei dem die irkelschenkel jeweils als Koppel eines Gelenkparallelogramms auf dem Schieber einer gleichschenkligen zentrischen Schubkurbel gef-ilhrt sind, und zwar im nahezu eingefahrenen Zustand (dicke Str}chstårke) und im ausgefahrenen Zustand (dünnen Strichstärke) der Zirkelschenkel.

Fig. 2 zeigt eine Variante der Erfindung bei der die auf dem Schieber der gleichschenkligen zentrischen Schubkurbeln gefuhrten Gelenkvierecke derart von der Parallelogrammform abweichen, daß sich die Zirkelschenkel beim Zeichnen kleiner Kreise zwanglaüfig zueinander neigen, ebenfalls im ein- (dicke Strichstärke) rd ausgefahrenen Zustand (dünne Strichstärke) der Zirkelschenkel.

Gemäß Fig. 1 ist eine Schubstange 6 fest mit dem Zirkelgriff 9 verbunden. Auf der Schubstange 6 sind zwei Schubkurbelgetriebe symetrisch zueinander angeordnet die einen gemeinsamen Schieber und jeweils eine Koppel 4 und eine Kurbel 5 aufweisen. Die Kurbeln 5 sind in ihrem einen Drehpunkt 15 an einem Ring 10 angelenkt, der mit; der Schubstange 6 fest verrunden ist Die Schubkurbelgetriebe 3,4,5,6 weisen spezielle kinematische Abmessungen auf. Sie sind nämlich zum einem gleichschenklig, d.h.

die Kurbeln 5 (Abstand der Drehpunkte 15 und 16) sind von gleiche-Länge wie die koppeln 4 (Abstand der Drehpunkte 14 und 16). Zum anderen sind die Schubkurbelgetriebe 3,4,5,6 zentrisch, d.h.

Anlenkpunkt 15 von Kurbel 5 an der Schubstange 6 und Anlenkpunkt 14 von Koppel 4 am schieber 3 beiden sich jeweils au+ einer zur Schubachse A parallelen Geraden. Bei diesen speziellen kinematischen Abmessungen erfährt der auf der Verlangerungsgeraden der Koppelanlenkpunkte 14 und 16 im gleichen Abstand wie Korbellänge 15-16 bzw. Koppellänge 14-16 zur Kurbel 5 hin gelegene Punkt 11 der bewegten Koppelebene 4 jeweils eine exakte Geradfuhrung längs einer die Schubachse A senkrecht kreuzenden und durch den griffesten Kurbeldrehpunkt 15 verlaufenden Geraden.

Die geradgefuhrten Koppelpunkte 11 der gleichschenkligen zentrischen Schubkurbeln 3,4,5,6 greifen jeweils an den Zirkelschenkeln 1' bzw. 1'' drehbeweglich an. Die Zirkelschenkel 1 und 1 sind jeweils als koppel eines Gelenkparal ielogremms 1,2,3,4, das die Drehpunkte 11,12 und 13,14 aufweist, über einen weiteren Lenker 2 im Drehpunkt 13 am Schieber 3 angelenkt. Jeweils ein Lenker 4 des Gelenkparallelogramms 1,2,3,4 ist somit zugleich Koppel 4 der zugehörigen gleichschenkligen zentrischen Schubkurbel 3,4,5,6. In dieser kinematischen Anordnung bewegen sich alle Punkte der bewegten Koppelebenen 1' bzw. 1' samt dem darauf befindlichen Zeichenstift 7 bzw. der Zirkelspitze 8 beim Verschieben des Schiebers 3 au+ seiner Schubstange 6 auf zueinander parallelen, die Schubachse A senkrecht kreuzenden Geraden.

Gemäß Fig. 1 ist der gemeinsame Schieber 3 der beiden Führungsgetriebe 1 bis 6 auf der dem Zirkelgriff 9 zugewandten Seite angeordnet. Derselbe ist folglich von oben her leicht zuganglich und läßt sich ohne weiteres durch Einhandbedienung zur Vorwahl des Zeichenhalbmessers auf seiner Schubstange 6 verschieben. Der Schieber 3 ist von der Schubstange 6 durchgriffen und kann mit einer geeigneten Klemmeinrichtung (nicht dargestellt) :j+ der Schubstange 6 arretiert werden. bei den speziellen kinematischen Abmessung des in Fig. 1 dargestellten Zeichenhzirkels ist jedoch eine zusätzliche Klemmeinrichtung gar nicht erforderlich. Denn der Schiefer z läßt sich aufqrund der geradlinigen Parallelführung der Zirkelschenkel 1', 1'' durch eine von oben auf den Zirkelqriff 9 bzw. die Schubstange 6 einwirkende Kraft nicht verstellen d.h. die geringe in den Gelenken vorhandene Reibung genügt, um den Schieber 3 beim Zeichnen eines Kreises stabil in seiner vorgewählten Lage zu halten.

Das Schubgelenk zwischen Schieber ''. und Schubstange b kann auch als Drehschubgelenk (Schraubentrieb) ausgebildet sein, so daß der Zeichenhalbmesser durch Verdrehen des Zirkelgriffs 9 gegenübe der Schubachse A vorgewählt wird. Ring 10 ist dann lediglich auf der Schubachse A aial fest und um dieselbe drehbar anzuordnen.

Die Schubstange 6 kann mit einer nicht dargestellten Skalierung versehen sein, die dem Zeichnen ein unmittelbares ablesen des eingestellten Zeichenhalbmessers ermöglicht.

Zum Zeichnen kleiner Kreise ist die Zirkelspitze 8 auf dem sie tragenden Schenkel 1'' zum Zeichenstift 7 hin schwenkbar angeordnet. Zeichenstift 7 und Zirkelspitze 8 sind in üblicher Weise auf den zugehörigen Zirkelschenkeln 1' bzw. 1' auswechselbar angebracht.

Eine kompakte Ausführung Führungsgetriebe 1 bis 6 ergibt sich, werden die Lenker 2,4 und Kurbeln 5 in zueinander versetzten parallelen Ebenen an den zugehörigen Zirkelschenkeln 1' bzw. 1' bzw. am Schieber 3 angreifen. Besonders stabil ist naturlich eine doppelte Anordnung von beidseits an den Zirkelschenkeln 1' bzw.

1' und am Schieber 3 angreifenden Lenkern 2,4, zwischen denen sich jeweils die zugehörigen Kurbeln 5 befinden.

Bei den Führungsgetrieben 1 bis 6 des in Fig. 2 maßstäblich dargestellten Zeichenzirkels weichen die die Zirkelschenkel 1' bzw. 1' tragenden Gelenkvierecke 1,2,3,4 von der in Fig. ; dargestellten Parallelogrammform ab. Der Abstand der Anlenkpunkte 13-14 ist jeweils ein wenig kürzer als der Abstand der gegenüberliegenden Anlenkpunkte 11-12 an den Zirkelschenkeln 1' bzw. 1' . Die beiden anderen Lenker 2,4 des Gelenkvierecks 1,2,3,4 sind jeweils gleich lang. Aufgrund dieser Abweichung der Gelenkvierecke 1,2,3,4 von der Parallelogrammform neigen sich beide Zirkelschenkel 1',1'' beim Zeichnen kleiner Kreise zwangläufig zueinander und symetrisch ur; einen gewissen Winkelbetrag. Im eingefahrenen Zustand kreuzen sich die Achsen von Zeichenstift 7 und Zirkelspitze 8 im Schnittpunkt mit der Zeichenebene Z. Bei ausgefahrenem Zeichenstift neigen sich die beider Achsen um etwa denselben Winkel zur anderen Seite hin Aufgrund der geringen Abweichung des Gelenkvierecks 1,2,3,4 von cier Parallelogrammform bewegen sich die Spitze von Zeichenstift und Zirkelspitze 8 bei der Vorwahl des Zeichenhalbmessers jeweils auf elliptischen Bahnkurven großer Krümmung relativ zum Zirkelgriff 9. Werden die Anlenkpunkte @1 jeweils weiter radial nach außen verlegt, dann läßt es sich ohne weiteres erreichen, daß die Achsen von Zeichenstift 7 und Zirkelspitze 8 im ausgefahrenen Zustand senkrecht auf die Zeichenebene Z zeigen.

Die zwangläufige Neigung von Zeichenstift 7 und Zirkelspitze 8 zueinander läßt sich beim Einstellen kleiner Zeichenhalbmesser a@er auch durch Abanderung anderer Gliedlängen des Gelenkparallelogramms erreichen. Zweckmäßigerweise gibt man sich drei Lagen von 7eichenstlft 9 und Zirke spitze 8 vor und bestimm die zu ihrer Erzeugung erforderlichen Gliedlängen des Gelenkvierecks 1,2,3,4 mit den ublichen zeichnerischen Verfahren.

Selbstverständlich genügt es auch, nur das die Zirkelspitze 8 tregende Gelenkviereck 1'',2,3,4 in erforderlicher Weise von der Parallelogrammform abzuwandeln, so daß sich nur die Zirkelspitze 8 beim Einstellen kleiner Kreise zum senkrecht auf die Zeichenebene Z stehenden Zeichenstift 7 zwangläufig neigt.

Im brigen stimmt die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsform mit der von Fig. 1 überein.


Anspruch[de]

PATENTANSPRÜCHE 1.) Zeichenzirkel mit einem ersten, den Zeichenstift tragenden Schenkel und mit einem zweiten, die Zirkelspitze tragenden Schenkel, die jeweils als Koppel eines im wesentlichen ein Gelenkparallelogramm bildenden Gelenkvierecks symetrisch zur Drehachse des Zirkelgriffs und zwangläufig zueinander parallelgeführt werden, dadurch gekennzeichnet daß sich beide Gelenkvierecke (1,2,,4) auf einem gemeinsamen Schieber (3) zweier Schubkurbelgetriebe (3,4,5,6) befinden, der längs einer zirkelgriffesten Schubführung (6) beweglich geführt ist, und daß jeweils an einem (4) der beiden Lenker (2,4) beider Gelenkvierecke (1,2,3,a) der eine Drehpunkt (lbj der Kurbel (5) des zugehörigen Schubkurbelgetriebes (3,4,5,6) angreift und der andere Drehpunkt (15) der Kurbel (5) jeweils an jer Schubführung (6) axial unverschiebbar angelenkt ist.

2.) Zeichenzirkel nach Anspruch 1, dadurch gek-ennzeichnet, daß die Schubführung als Schubstange (6) ausgebildet ist, die den Schieber (3) durchgreift, und daß der gewählte Zeichenhalbmesser durch Festklemmen des Schiebers ( auf seiner Schubstange (6) festgestellt wird.

3.) Zeichenzirkel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß heide Schubkurbelgetriebe ( ,4,5,) gleichschenklig und zentrisch sind und jeweils mit ihrem geradgeführten Koppelpunkt (11) am zugehörigen Zirkelschenkel (1' bzw. 1'') angreifen.

Zeichenzirkel nach einem der Ansprüche 1 bis dadurch gekennzeichnet, daß die schubstangenfesten Drehpunkte (15) der kurbeln (5) auf der der eichenebene (Z) zugewandten Seite angeordnet sind, und nar, sich der Schieber (3) auf der dem Zirkelgriff (9) zugewandten Seite auf der Schubstange (6) befindet.

5.) Zeichenzirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurbeln (5) der gleichschenkligen zentrischen Schubkurbelgetriebe (3,4,5,6) jeweils an dem ihnen zugewandten Lenker (4) der Gelenkvierecke (1,2,3,4) drehbeweglich angreifen b.) Zeichenzirkel nach einem der Anspruche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet daß die Schubstange (6) mit einer Skalierung versehen ist, die die gene Vorwahl des Zeichenhalbmessers ermöglicht.

7.) Zeichenzirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, da das den Zeichenstift (7) aufweisende Gelenkviereck (1',2,3,4) derart von der Parallelogrammform abweicht, darS sich die Spitze des Zeichenstifts (8) beim Zeichnen kleiner Kreise zwangläufig zur Zirkel spitze (7) hin neigt.

8.) Zeichenzirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß beide Gelenkvierecke (1,2,3,4) derart von der Parallelogrammform abweichen, daß sich die Spitze des Zeichenstifts (7) und die Zirkeispitze (8) beim Zeichnen kleiner Kreise zwangläufig zueinander neigen.

9.) Zeichenzirkel nach einem der Anspräche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daS das Schubgeienk zwischen dem Schieber (3) und der Schubstange (6) der Schubkurbelgetriebe (3,4,5,6) als Drehschubgelenk ausgebildet ist, und daß die Drehpunkte (15) der Kurbeln (5) der Schubkurbelgetriebe (3,4,5,6) au+ einem um die Drehschubachse (A) drehbaren Ring (ln) angeordnet sind.







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