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Dokumentenidentifikation DE3504619A1 14.08.1986
Titel Zeichengerät zum perspektivischen Zeichnen
Anmelder Schwab, Heribert, 6054 Rodgau, DE
Erfinder Schwab, Heribert, 6054 Rodgau, DE
Vertreter Zapfe, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 6054 Rodgau
DE-Anmeldedatum 11.02.1985
DE-Aktenzeichen 3504619
Offenlegungstag 14.08.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.08.1986
IPC-Hauptklasse B43L 13/14

Beschreibung[de]

"Zeichengerät zum perspektivischen Zeichnen"

Die Erfindung betrifft ein Zeichengerät mit einer Zeichenunterlage zum Anfertigen perspektivischer Zeichnungen,insbesondere von aus Normmöbeln zusammengesetzten Montagemöbeln wie Einbauküchen.

Die Anfertigung perspektivischer Zeichnungen ist für Ungeübte problematisch. Nun sind aber gerade perspektivische Zeichnungen ein wichtiges Verständigungsmittel zwischen dem (Innen-) Architekten oder Verkäufer und dem Kunden, damit einerseits der Kundenwunsch genau fixiert und andererseits die Vorstellungen des Kunden möglichst genau ausgeführt werden können.

Durch das DE-Gm 80 11 387 ist eine Vorrichtung zum perspektivischen Zeichnen bekannt, bei der an den gegenüberliegenden Kanten einer Zeichenunterlage ( Zeichenbrett) zwei Schwenkachsen angeordnet sind, an denen je ein schwenkbares Lineal befestigt ist. Die Schwenkachsen definieren dabei die sogenannten "Fluchtpunkte" der perspektivischen Zeichnung. Abge- sehen davon, daß hierbei die beiden Fluchtpunkte notwendigerweise sehr weit auseinander liegen, was für die perspektivische Wirkung nicht in jedem Falle förderlich ist, ist das Zeichnen mit der bekannten Vorrichtung im Hinblick auf die zahlreichen Möglichkeiten der Winkelstellung der Lineale immer noch eine schwierige Angelegenheit.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Zeichengerät der eingangs beschriebenen Gattung anzugeben, mit dem es auf einfachste Weise möglich ist, perspektivische Darstellungen von Innenräumen, insbesondere von eingerichteten Einbauküchen anzufertigen, und zwar auch für Personen, die des perspektivis.c-hen Zeichnens weitgehend unkundig sind.

Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt bei dem eingangs beschriebenen Zeichengerät erfindungsgemäß durch a) zwei Schablonenteile, von denen jedes einen Teil einer Stirnwand mit horizontalen und vertikalen Linien und jeweils eine Seitenwand mit perspektivischen Linien aufweist u n d b) eine Führungseinrichtung für die relative Verschiebung der beiden Schablonenteile entlang den sich deckenden horizontalen Linien und parallel zur Zeichenunterlage.

Bei einem derartigen Zeichengerät werden die beiden Schablonenteile nach Maßgabe der perspektivischen Wirkung eines quaderförmigen Raumes mittlerer Größe, beispielsweise eines Küchenraumes, nach den üblichen Regeln der darstellenden Geometrie von einem Fachmann angefertigt. Hierbei können häufig wiederkehrende horizotale und vertikale Begrenzungskanten von Normmöbeln gleich mit eingezeichnet werden. Bei Einbauküchen handelt es sich dabei ganz besonders zweckmäßig um die Begrenzungskanten der meist um die gesamte Küche umlaufenden Arbeitsplatte sowie die Unterkante des Sockels der sogenannten Unterschränke und ferner um die meist durchgehenden horizontalen Ober-und Unterkanten der Wand- und/oder Hängeschränke.

Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Darstellung der hinteren Stirnwand, auf die der Betrachter mit senkrechter Blickrichtung schaut, mit ihren Möbeln. Dies äußert sich in jeweils genau parallelen horizontalen und vertikalen Linien. Von den Endpunkten dieser Linien gehen nun auf jeder Seite des dargestellten Raums perspektivische Linien aus, die sich für jede Seitenwand in jeweils einem in bzw. hinter der Stirnwand liegenden Fluchtpunkt schneiden.

Jede Seitenwand wird also in der Zeichenebene durch ein Bündel von Linien oder Strahlen dargestellt, die zum Rand des Zeichenblattes hin divergieren.

Die Erfindung beruht nun auf der überlegung, daß es für eine einwandfreie perspektivische Darstellung genügt,die ursprünglich einteilige Schablone im Bereich der (hinteren) Stirnwand zu unterteilen, und zwar zweckmäßig senkrecht zu den horizontalen Linien, und unterschiedliche Raumbreiten dadurch darzustellen, daß man die beiden Schablonenteile mit unterschiedlicher Überlappung, d.h. durch Auseinanderrücken oder Zusammenschieben,wieder miteinander vereinigt. Um hierbei auch größere Raumbreiten darstellen zu können, werden die horizontalen Linien des einen Schablonenteils, und zwar des unteren oder hinteren Schab- lonenteils entsprechend verlängert. Dies ist keineswegs störend, da die jeweils nicht benötigte Strichlänge durch den jeweils davor oder darüber liegenden (undurchsichtigen) Schablonenteil verdeckt werden. Daß sich bei einer Verstellung der Schablonenteile relativ zueinander auch der Abstand der Fluchtpunkte ändert, ist hierbei nicht weiter von Belang, da die Lage der Fluchtpunkte aufgrund einer mittleren Raumbreite gewählt wurde. So fallen beispielshaft die Fluchtpunkte bei einer Raumbreite von 4 m zusammen.

Auf welche Weise die Raumtiefe den unterschiedlichen Bedürfnissen angepaßt werden kann, und zwar auf beiden Seiten durchaus auch unterschiedlich, wird anhand der Detailbeschreibung noch näher erläutert.

Unter dem Ausdruck "Schablone" wird im vorliegenden Zusammenhang jedes flächige oder ebene Hilfsmittel verstanden, das es erlaubt, einen Zeichenstift zu führen oder ein Hilfsmittel für die Führung eines Zeichenstifts (Lineal) so auszurichten, daß der Zeichenstift den Schablonenkonturen zwangsläufig folgen kann. Nach dem "Großen Brockhaus", 1983, ist die Schablone wie folgt definiert: Vorlage, Muster aus Pappe, Holz, Blech oder Kunststoff für oft auszuführende gleiche Arbeiten".

Von wesentlicher Bedeutung ist dabei weiterhin die Führungseinrichtung für die relative Verschiebung der beiden Schablonenteile entlang den sich deckenden horizontalen Linien und parallel zur Zeichenunterlage. Diese Führungseinrichtung ist die vorrichtungsseitige Voraussetzung dafür,daß der perspektivische Eindruck auch bei unterschiedlichen Querabmessungen der Stirnwand erhalten bleibt.

Es ist beim Gebrauch des Zeichengeräts dann lediglich noch erforderlich, ein transparentes Zeichenpapier,eine Klarsichtfolie oder dergleichen über den entsprechend eingestellten Schablonenteilen anzuordnen und die horizontalen und vertikalen Linien der Stirnwand sowie die perspektivischen Linien auf einer Länge zu übertragen, die der tatsächlichen Länge entspricht. Diese Länge kann leicht durch Skalen bzw. Maßstäbe festgelegt werden,die in die Schablonenteile eingetragen sind. Einzelheiten dieses Vorgehens werden anhand der Detailbeschreibung noch näher erläutert. Sobald man die derart festgelegten Enden der perspektivischen Linien wiederum durch horizontale und vertikale Linien miteinander verbindet,entstehen die rechteckigen Stirnseiten der Normmöbel.

Die Führungseinrichtung für die relative Verschiebung der beiden Schablonenteile kann in sehr unterschiedlicher Weise ausgeführt werden. So können die beiden Schablonenteile auf einander überlappenden Platten befestigt werden, die mittels einer Parallelführung und einer Verstell -spindel übereinander verschiebbar sind. Der Einfluß der Kante des jeweils oberen Schablonenteils auf den Zeichenstift kann dabei durch eine entsprechende Abschrägung gemildert werden. Der Einfluß dieser Kante kann sogar vollständig beseitigt werden, wenn die Zeichenunterlage aus einer klar durchsichtigen Platte besteht, die über den Schablonenteilen angeordnet ist. Je dünner diese Zeichenunterlage ist, um so geringer ist die Parallaxe; auch ist der Abstand der Zeichenunterlage von den Schablonenteilen möglichst gering zu halten.

Es ist jedoch gemäß der weiteren Ausgestaltung der Erfindung besonders vorteilhaft, wenn das eine Schab- lonenteil auf einer Halteplatte und das andere Schablonenteil auf einer Folie angeordnet ist, die quer über die Halteplatte verschiebbar ist. Eine solche Folie,die zweckmäßig als Klarsichtfolie ausgebildet ist, kann bei entsprechend dünner Ausbildung aufgewickelt bzw. umgelenkt werden, so daß die Abmessungen des Zeichengeräts bei weit auseinander gezogenen Schablonenteilen nicht zusätzlich vergrößert werden.

EsisUtabei jedoch gemäß der wiederum weiteren Ausgestaltung der Erfindung besonders vorteilhaft, wenn die Folie eine transparente oder klare Endlosfolie ist, die mittels zweier beiderseits der Halteplatte angeordneter Führungswalzen über das eine Schablonenteil geführt ist, und wenn an der Endlosfolie das andere, undurchsichtige Schablonenteil angeordnet ist.

Die Führungswalzen mit der Endlosfolie stellen die besagte Führungseinrichtung für die relative Verschiebung der beiden Schablonenteile dar. Diese relative Verschiebung kann leicht durch Verdrehen der Führungswalzen bewirkt werden.

Die Schablonenteile mit den Linienmustern können dabei gleichfalls in verschiedener Weise aufgebaut sein. So ist es möglich, entsprechende Unterlagen wie die besagte Halteplatte mit dem Linienmuster zu bedrucken oder mit einer das Linienmuster enthaltenden Folie zu bekleben.

Das obere und zur Verdeckung der darunter liegenden horizontalen Linien notwendigerweise undurchsichtige Schablonenteil kann gleichfalls durch einen Aufdruck oder durch Aufkleben einer entsprechend bedruckten Folie auf die transparente Endlosfolie hergestellt werden. Es ist auch möglich, die Führungslinien der Schablonenteile durch schmale, lineare Schlitze zu ersetzen, in denen der Zeichenstift geführt werden kann.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.

Der Erfindungsgegenstand wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den Figuren 1-7 näher erläutert.

Es zeigen: Fig. 1 das eine (untere) Schablonenteil, Fig. 2 das andere (obere) Schablonenteil, Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch eine vollständige Zeichenvorrichtung mit den Schablonenteilen nach den Figuren 1 und 2, Figuren 4 und 5 Draufsichten auf den Gegenstand von Fig.3 (bei abgenommener Zeichenunterlage und abgenommenden Linealen) mit unterschiedlichen Einstellungen der Schablonenteile zueinander Fig. 6 eine Draufsicht auf den Gegenstand nach Fig.3 (mit abgenommener Zeichenunterlage) und Fig. 7 eine persektivische Darstellung einer gegenüber den Fig. 3 bis 6 vereinfachten Ausführungsform.

In Fig. 1 ist das linke untere Schablonenteil 1 anhand seines Linienmusters dargestellt. Dieses Linienmuster enthält eine Anzahl horizontaler Linien H1 bis Hg,welche die Stirnwand ST definieren und folgende Bedeutung haben: H1 = untere vordere Sockel kante H2 = obere vordere Sockel kante H3 .hintere Unterkante bzw. Unterkante der Wand H4 = untere Schubladenkante H5 = Vorderkante der Arbeitsplatte H6 = Hinterkante der Arbeitsplatte H7 = Unterkante der Hängeschränke H8 = Oberkante der Hängeschränke Hg = Oberkante der Wand bzw. Ende der Decke Die linke Seite des Schablonenteils 1 besitzt eine Reihe perspektivischer Linien P1 bis P11 mit folgender Bedeutunng: P1 = untere vordere Sockel kante P2 = obere vordere Sockel kante P3 = hintere Unterkante bzw. Unterkante der Wand P4 = untere Schubladenkante P5 = Vorderkante der Arbeitsplatte P6 = Hinterkante der Arbeitsplatte P7 = Unterkante der Hängeschränke P8 = Oberkante der Hängeschränke P9 = Oberkante der Wand bzw. Ende der Decke 10 = untere Hinterkante der Hängeschränke P11 = obere Hinterkante der Hängeschränke Sämtliche perspektivischen Linien laufen auf einen gemeinsamen Fluchtpunkt F1 zu und definieren die linke Seitenwand SWL der Einbauküche.

Die Schnittpunkte zusammengehöriger Linien sind im Bereich der linken Raumecke durch vertikale Linien V1 bis V3 mit folgender Bedeutung verbunden V1 = linke Ecke der Unterschränke V2 = linke Raumecke V3 = linke Ecke der Hängeschränke Die Linien H6 und P6 , die die jeweiligen Hinterkanten der Arbeitsplatte definieren, sind ausgehend von der linken Raumecke mit jeweils einer Skalenteilung versehen, die in "Meter" geeicht ist und Abstände aufweist, die jeweils 0,5m entspricht.

Figur 2 zeigt das zweite Schablonenteil 2 , das die obere Schablone mit der rechten Seitenwand SWR des Raumes bzw.

der Einrichtung darstellt. Die Bedeutung der Linien P1 bis P11 ist dieselbe wie in Figur 1. Von der Stirnwand ST ist bis zum Schablonenrand R, der durch eine strichpunktierte Linie angedeutet ist, nur ein Teil gezeichnet. Die horizontalen Linien H1 bis Hg stellen die Verlängerung der horizontalen Linien H1 bis Hg in Figur 1 dar bzw. sie fluchten mit diesen. Dieser Zustand des Fluchtens bzw. der Deckung ist beim Aufeinanderlegen der Schablonenteile bzw. bei deren Querverschiebung unter allen Umständen einzuhalten.

Wie sich nach Abtrennung des Zeichenblattes entlang der Linie R leicht ergibt, läßt sich durch unterschiedliches Zusammenlegen der Schablonenteile 1 und 2 leicht der Eindruck von Räumen unterschiedlicher Breite erzeugen.

Die horizontalen Linien H1 bis H9 in Fig. 2 können sehr kurz gehalten werden. Im Grenzfall kann auf diese horizontalen Linien in Fig.2 praktisch vollständig verzichtet werden, jedenfalls mit Ausnahme des rechts der vertikalen Linien V4 und V5 liegenden Enden der Linien H6 und H9.

In diesem Falle lassen sich die oberen und unteren Enden der Linien V4 und V6 mit den zugehörigen horizontalen Linien in Fig.1 zur Deckung bringen. Es bedeuten V4 = rechte Ecke zwischen den Unterschränken V5 = rechte Raumecke V6 = rechte Ecke zwischen den Hängeschränken In Fig.2 ist auf der Stirnwand ST ein Abstand von 1,0 m auf der Linie H6 aufgetragen. Dieser Abstand ist zu dem sichtbaren Teil der Skala in der Stirnwand ST in Fig.1 zu addieren. Auf diese Addition kann man verzichten,wenn man beispielsweise in dem Schablonenteil 2 ein Fenster anbringt, durch das die Skalenbezifferung in Fig.1 sichtbar ist.

In Fig. 3 ist eine Halteplatte 3 dargestellt, auf deren Oberseite das Schablonenteil 1 gemäß Fig. 1 aufgeklebt ist.

Das andere Schablonenteil 2 gemäß Fig. 2 ist - mit dem Linienmuster nach oben - auf die Unterseite einer glasklar durchsichtigen Folie 4 aufgeklebt, die mittels einer Führungseinrichtung 5 quer zur Halteplatte 3, d.h. parallel zur Zeichenebene verschiebbar ist.

Die Folie 4 ist als Endlosfolie (beispielsweise durch Verkleben) um zwei Führungswalzen 6 und 7 herumgeführt, die mit möglichst geringem Abstand beiderseits der Halteplatte 3 angeordnet sind. Die Führungswalzen 6 und 7 stellen die Führungseinrichtung 5 dar und besitzen Lagerzapfen 6a und 7a, deren Achsen parallel zu den Linien V1 bis V6 in den Figuren 1 und 2 verlaufen. Zum Antrieb der Führungswalzen 6 und 7 im Sinne der eingezeichneten Doppelpfeile ist eine der Führungswalzen mit einem Einstellknopf 8 versehen.

Die Halteplatte 3 und die Führungswalzen 6,7 mit der Folie 4 sowie die Schablonenteile 1 und 2 sind in einem etwa quaderförmigen Gehäuse 9 untergebracht, dessen Öffnung 10 nach oben gerichtet ist. Das Gehäuse 9 besitzt zwei Seitenwände 11, von denen in Fig.3 nur die hintere sichtbar ist. In diesen Seitenwänden 11 sind die Zapfen 6a und 7a der Führungswalzen gelagert. Die Seitenwände besitzen im Bereich der öffnung 10 außerdem Auflagekanten für die Halteplatte 3, so daß diese etwa in der öffnung 10 angeordnet ist. Das Gehäuse 9 ist nach oben hin durch eine über der Halteplatte 3 und der Folie 4 angeordnete Zeichenunterlage 12 verschlossen, die aus einer glasklar durchsichtigen ebenen Platte 13 besteht. Die Platte 13 besitzt an beiden Enden abgewinkelte Schenkel 13a und 13b, die mit dem Gehäuse 9 durch hier nicht gezeigte Schrauben verbunden sind.

Der Zeichenunterlage 3 sind zwei parallele Führungsnuten 14 zugeordnet, die in den Oberkanten der Seitenwände 11 angeordnet sind (Fig.6). In diesen Führungsnuten sind zwei parallel zur Zeichenunterlage verschiebbare Lineale 15 und 16 geführt, die sich zwischen der Folie 4 und der transparenten Platte -13 befinden.

Fig. 4 zeigt das Aussehen der relativen Schablonenzuordnung mit einer Stirnwand, deren Breite einer wirklichen Breite von 5 m (4m + 1 m) entpsricht. Im Vergleich dazu, zeigt Fig. 5 das Aussehen der relativen Schablonenzuordnung bei einer Stirnwand, deren Breite in Wirklichkeit 2,0 m (1 m + 1 m) entspricht. Um hierbei auch die unterschiedlichen Längen der Möblierung an den Seitenwänden darstellen zu können, wird wie folgt verfahren Ausgehend von derjenigen Skalenmarkierung die der Länge der linken und rechten Seitenwand entspricht,werden aus horizontalen und vertikalen Linien bestehende Kurvenzüge gezeichnet, die in den Figuren 4 und 5 die schraffierten Flächen eingrenzen. Diese schraffierten Flächen symbolisieren die am Ende der Einbaureihen befindlichen Seitenwände. Die in Blickrichtung hinter diesen schraffierten Flächen liegenden perspektivischen, horizontalen und ver- tikalen Linien werden bis zu den Eckpunkten der schraffierten Flächen gezeichnet. Die in Blickrichtung vor den schraffierten Flächen liegenden perspektivischen Linien, die in den Figuren 4 und 5 nur gestrichelt dargestellt sind, werden hingegen weggelassen. Auf diese Weise ergibt sich für den Betrachter ein eindeutiges Bild der späteren Einrichtung.

Fig. 6 zeigt speziell die Anordnung der Lineale 15 und 16. Diese sind an ihrer dem Betrachter abgekehrten Unterseite mit Führungskörpern 17 versehen, die die beiden Seitenwände 11 des Gehäuses 9 übergreifen und mittels eines Steges in die Führungsnuten 14 eingreifen. Auf diese Weise sind die beiden Lineale parallel zu sich selbst in Richtung der Doppelpfeile verschiebbar. Diese Lineale, die unter der Platte 13 angeordnet ist, bilden mit ihren zur Verschieberichtung senkrecht stehenden Kanten 15a und 16a eine Positionierungshilfe für ein auf die Zeichenunterlage 12 bzw. die Platte 13 auflegbares Lineal, mit dem die Konturen auf die genannte Weise nachgezeichnet werden. Die Lineale 15 und 16, die über die gesamte Länge des Gehäuses 9 verschiebbar sind, dienen speziell zur Festlegung der vertikalen Linien in den endgültigen Zeichnungen. Es ist natürlich denkbar, zusätzlich zu den beiden Linealen 15 und 16 auch noch mindestens ein weiteres Lineal vorzusehen, dessen eine Kante und Verschieberichtung senkrecht zur Verschieberichtung der Lineale 15 und 16 verlaufen. Ein solches Lineal dient dann als Fixierungshilfe für die horizontalen Linien.

Die gestrichelten Linien 3a und 3b sind die beiderseitigen Kanten der Halteplatte 3. Sie verlaufen parallel zu den Zapfen 6a und 7a der Führungswalzen.

In Figur 7 ist links ein äußerst flacher, quaderförmiger Hohlkörper 20 dargestellt, der an einer Schmalseite einen in die Tiefe des Hohlkörpers gehenden Einsteckschlitz 21 für das Einschieben einer rechts daneben gezeichneten Zunge 22 aufweist, die an ihrem Ende eine Griffleiste 23 besitzt, die wiederum bündig mit der Stirnseite des Hohlkörpers 20 abschließt, wenn die Zunge 22 vollständig eingeschoben ist.

Die obere Wand des Hohlkörpers wird durch die bereits beschriebene Platte 13 aus klar durchsichtigem Werkstoff gebildet (Dicke etwa 3 bis 5 mm), deren Oberseite die Zeichenunterlage 12 bildet. Die untere Wand des Hohlkörpers 20 wird durch die Halteplatte 3 gebildet, auf die das linke, untere Schablonenteil 1 aufgeklebt ist. Der Hohl körper 20 kann auch einstückig aus klar durchsichtigem Kunststoff ausgebildet sein.

Die Zunge 22 besteht gleichfalls aus klar durchsichtigem Werkstoff (Dicke etwa 2 bis 4 mm), und auf ihre Unterseite ist - mit dem Linienmuster nach oben - der zweite Schablonenteil 2 aufgeklebt.

Hohlkörper 20 und Zunge 22 bilden zusammen die Führungseinrichtung 5, d.h. durch unterschiedlich tiefes Einschieben der Zunge 22 in den Hohlkörper 20 kann die unterschiedliche perspektivische Wirkung (Raumbreite) hergestellt werden.

Bei dem Gegenstand von Fig. 7 handelt es sich um eine preiswerte Ausführung, wie sie beispielsweise für Gestaltungsschulen, Lehrlinge etc. geeignet ist.


Anspruch[de]

Ansprüche: 1. Zeichengerät mit einer Zeichenunterlage zum Anfertigen perspektivischer Zeichnungen, insbesondere von aus Normmöbeln zusammengesetzten Montagemöbeln wie Einbauküchen, gekennzeichnet durch a) zwei Schablonenteile (1, 2), von denen jedes einen Teil einer Stirnwand (ST) mit horizontalen und vertikalen Linien (H bzw. V) und jeweils eine Seitenwand (SWL, SWR) mit perspektivischen Linien (P) aufweist u n d b) eine Führungseinrichtung (5) für die relative Verschiebung der beiden Schablonenteile (1,2) entlang den sich deckenden horizontalen Linien (H) und parallel zur Zeichenunterlage (12).

2. Zeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Schablonenteil (1) auf einer Halteplatte (3) und das andere Schablonenteil (2) auf einer Folie (4) angeordnet ist, die quer über die Halteplatte (3) verschiebbar ist.

3. Zeichengerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (4) eine transparente Endlosfolie ist, die mittels zweier beiderseits der Halteplatte (3) angeordneter Führungswalzen (6,7) über das eine Schablonenteil (1) geführt ist, und daß an der Endlosfolie das andere, undurchsichtige Schablonenteil (2) angeordnet ist.

4. Zeichengerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichenunterlage (12) mindestens eine Führungsnut (14) zugeordnet ist, in der mindestens ein parallel zur Zeichenunterlage verschiebbares Lineal (15,16) geführt ist.

5. Zeichengerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteplatte (3) und die Führungswalzen (6,7) mit der Folie (4) sowie die Schablonenteile (1,2) in einem etwa quaderförmigen Gehäuse (9) untergebracht sind, in dessen nach oben gerichteter Öffnung (10) die Halteplatte angeordnet ist, und daß über der Halteplatte (3) und der Folie (4) eine die Öffnung (10) verschließende, als Zeichenunterlage (12) dienende transparente Platte (13) angeordnet ist.

6. Zeichengerät nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Führungsnut (14) im Rand des Gehäuses (9) angeordnet ist und daß sich das mindestens eine Lineal (15,16) zwischen der Folie (4) und der Platte (13) befindet.

7. Zeichengerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Führungswalzen (7) mit einem Einstellknopf (8) versehen ist.







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