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Dokumentenidentifikation DE3542647A1 21.08.1986
Titel Ein Verfahren um aus Klärschlämmen, auch bei fehlender Akzeptanz und Mineralboden durch Zusatz von Mutterboden innerhalb eines Jahres durch Umsetzen einen vollwertigen Humus herzustellen
Anmelder Hoff, Manfred, 7750 Konstanz, DE
Erfinder Hoff, Manfred, 7750 Konstanz, DE
DE-Anmeldedatum 03.12.1985
DE-Aktenzeichen 3542647
Offenlegungstag 21.08.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.08.1986
IPC-Hauptklasse C02F 11/02
IPC-Nebenklasse C05F 7/00   C09K 17/00   

Beschreibung[de]

9 5 Beschreibung

Das Verfahren um H u m u s aus den Abfallstofeen klärschlamm und Mineralboden unter Zusatz von ca 20 % Mutterboden.

( bakterielle Impfung der beiden Grundstoffe meiner Produktionsmetode mit den erforderlichen Bakterien- und Pilzstämmen.) In den letzten zwanzig Jahren ist das Abfallprodukt Klärschlamm in standio größeren Mengen angefallen. Das Material kann zu ca.

30/40 > landwirtschaftlich oder zur Kompostierung genutzt werden.

Die restlichen 60 - 70 yS entsprechen nicht der akzeptanz der Klärschlammverordnung und müssen verbrannt oder auf Sondermülldeponien eingelagert wsrden.Hier werden die Klärschlämme unter Sauerstoffausschluß eingelagert.Durch die Entwicklung der Anaeroben Bakterien kommt es zur Fäulnis und es bilden sich Kohlenwasserstoffe, Buttersäuren und Merkaptane, die das Grundwasser belasten können. Anderenseits fallen große Mengen Mineralboden durch Bauaushübe, Straßenbau, usw an, die gleichfalls Platz auf unseren Sondermülldeponien beanspruchen.

Statt nun für diese anfallenden Materialien eine hohe Einlagerungsgebühr zu zahlen, kennen wir mit diesem Verfahren bundesweit millionen von Kubikmeter Humus biLlig und schnell gewinnen. Unsere kranken Wälder haben größtenteils nur eine Humusdecke von 5 -lo cm stärke. Bei Wiederauffnrstung könnte man die zukünftigen Wälder mit einer 40 cm starken Humusschicht versehen und dadurch zu einer bedeutend besseren Pufferung des tdaldbodens beitragen. Dadurch würde den Bäumen bei ungünstigen Umweltbedingungen ein besseres wachstum ermöglicht. Sie ist aber nur eins von vielen Möglichkeiten.

Bisher sind viele Verfahren entwickelt und teils auch patentiert worden. Sie alle beruhen aber auf dem Verfahren der Kompostierung. Das heißt organische Stoffe wie Sgemehl,Stroh oder Pflanzenrückstände und Gartenabfälle zu mischen mit Klärschlamm oder nülikompost. Also organische Stoffe zu organischen.

Durch die sogenannte Heißrotte zersetzt sich bei der Kompostierung die organische Masse sehr viel schneller bei Temperaturen bis zu 80C Celsius. Aber in diesen Kompostarten fehlt das Bodenskelett.

Der Verdünnungsvorgang ist hier innerhalb des Erdwerkes nicht möglich, sondern muß außerhalb in der freien Natur geschehen.

Dies ist aber durch die neue Klarschlammverordnung ab 1.1.87 weitgehenst eingeschränkt, weil die Schwermetallwerte des ausgelieferten Materials und beim Einmischen in den Unterboden die auf Akzeptanz nicht zu kontrollieren sind.

In dem von mir vorgeschlagenem Verfahren werden die Werte des Klärschlammes geprüft, gleichfalls die Werte des Mineralbodens.

Beide sind dann im gemischten Zustand schon unter den Grenzwerten.

Nach der dritten Umsetzung erfolgt dann ein nochmaliger Prüfgang.

Bei diesem Verfahren verläßt also nur Humus das Werk, in dem die Schwermetaliwerte so gering sind, daß sie innerhalb der Bodenstruktur gehalten werden und nicht in den Untergrund ausgespühlt werden können.

Mit diesem Verfahren können also Klärschlämme mit sehr hohen Schwermetallwerten aufgearbeitet werden, was meines Wissens nach bis heute von noch keinem angeboten worden ist.


Anspruch[de]

e t e n t a n s p r u c h Ein Verfahren zur Herstellung von H u m u S aus den Abfeilstoffen K i a r s c h 1 a m m und M i n e r a l b o d e n ( Bauaushub,usw.) und einem 7usatz von 15 - 25 M # u t t e r b o -d e n für die bakteielle Impfung des gemischten Materials.

Dieses Verfahren steht im Gegensatz zur Kompostierung des Klärschlammes mit organischen stoffen, was durch eine sogenannte Haißrotte mit Temperaturen bis 80C relsius eingeleitet wird.

Das beantragte Verfahren vollzieht sich bei @ormaltemperaturen und l<nert auch f:n£er bis zum Fertigprodukt H u m u s Die Herstellung von Humus ist dadurch gekennzeichnet, daß im Gegensatz zur Kompostierung keine Heißrotte stattfindet, sondern die bakterielle Umsetzung der gemischten Materialien zu Humus bei normalen Außentemperaturen stattfindet.

Die Uerarbeitung der Klärschlämme ist dadurch gekennzeichnet, daß man den Zusatz an Mineralboden in dem Verhsltnis zu dem Schwermetallgehalt des Klärschlammes soweit v e r d ü n n t , daG die Akzeptanz deutlich unterschritten wird.

Der Mischvorgang ist also dadurch gekennzeichnet, daß er je nach Schwermetallgehalt des Klärschlammes variabel sein mun.

Der i9ineralhodan als Zusatz zu dem Klärschlamm ist dadurch gekennzeichnet, dan er den Bodenklassen 2 - 6 angehören sollte und eine Grobkornobergrenze von 50 mm nicht überschreiten darf.

Der Zusatz von Mutterboden vom ca 20 % zu den beiden Grundstoffen klärschlamm und Mineralboden ist dadurch gekennzeichnet, daß a) der Boden einen guten bakteriellen Bestand aufweist, angezeigt durch eine nute Sodengare, und B) mit den beiden Grundstoffen maschinoll gut vermischt wird.

Die sich nun entwickelnde Bakterienpopulation ist dadurch gekennzeichnet, daß ein maximales Lebensverhältnis für die aeroben Bakterien durch aufsetzen des fertigen Gemisches in Erdmieten ca sechs Meter Breite und höchstens einhundertzwanzig cm Höhe und beliebiger Lunge geschaffen werden muß.

Der Untergrund des Laqerplatzes sollte aus kiesigen Material bestehen, damit eine gute Drainwirkung und Durchlüftung gewahrleistet ist.

Die weitere Entwicklunq des Gemisches zu Humus ist dadurch gekennzeichnet, daß es unhrend der nächsten zwei Monate Lagerzeit mit schwarzer Folie abgedeckt oder noch besser mit schnellwachsenden und möglichst großblpttriren Pflanzen eingeht werden sollte. ur dadurch ist eine Schattengare zu er. eichen.

Nach ca zwei Monaten Lagerzeit sind die Erdmieten erneut umzusetzen. Der Bewuchs wird dabei mit eingearbeitet. Die Entwicklung zum Humus ist dadurch gekennzeichnet,daß man den Mineralboden und den Klarschlamm in seiner speziellen Struktur nicht mehr erkennen kann. Das Gemisch hat eine einheitliche Farbe angenommen.

Nech zweimonatiger Lagerung wird der Humus letztmalig umgesetzt. Die niete kann wieder einhundertzwanzic cm hoch sein. Ist dagegen genügend Platz für die letzte Lagerung vorhanden, wären achzig cm Höhe zu empfehlen. Wenn es die Jahreszeit erlaubt ist es angebracht die Miete mit Leguminosen zu besten um noch eine Stickstoffanreicherung des Humus zu erreichen.

Nach vier bis sechs Monaten je nach Dehreszeit und damit verbund denar Temperatur ist der H u m u s fertig. Er zeichnet sich durch eine dunkele Färbung, einen angenehm erdigen Geruch und eine maximale Bodengare aus.

Zu dem Lagerungsprozessen ist noch zu sagen, daß Erdmieten, bei denen alle drei Usetzungsvorgänge in die maximal warme Sahreszeit fallen, in ihrer Entwicklung bedeutend schneller fertig sind.







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