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Dokumentenidentifikation DE3503753A1 04.09.1986
Titel Hebezeug zum vertikalen Transport von Meßgeräten, Werkzeugen und ähnlichen Lasten in Türmen, vornehmlich in Fernmeldetürmen
Anmelder Usto Aufzüge u. Schallschutzanlagen GmbH, 4722 Ennigerloh, DE
Vertreter Meldau, G., Dipl.-Ing.; Strauß, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 4830 Gütersloh
DE-Anmeldedatum 05.02.1985
DE-Aktenzeichen 3503753
Offenlegungstag 04.09.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.09.1986
IPC-Hauptklasse B66B 9/00
IPC-Nebenklasse B66C 13/06   

Beschreibung[de]

Beschreibung

Hebezeug zum vertikalen Transport von Meßgeräten, Werkzeugen und ähnlichen Lasten in Türmen, vornehmlich Fernmeldetürmen.

Die Erfindung betrifft ein Hebezeug zum Zwekke des vertikalen Transportes von Meßgeräten usw von der Sohle des Turmes bis in den Turmkopf.

Auf den Fernmeldetürmen sind Parabolspiegel und ähnliche Sende- und Empfangsvorrichtungen für den Funk- und drahtlosen Fernmeldeverkehr auf den oberen Plattforman angeordnet, die gewartet, justiert und eingemessen werden müssen.

Zu diesem Zweck müssen die Meßgeräte und Werkzeuge im Turminneren, je nach Turmhöhe, 40 bis 80 Meter, hochtransportiert werden.

In den genannten Türmen sind aus Platz- und Kostengründen weder Personen- noch Lastenaufzüge vorgesehen.

Das Wartungspersonal muß an einer senkrecht angeordneten Leiter im Turminneren nach oben steigen kann hierbei aber die Werkzeuge und Meßgeräte nicht mittragen.

Das Mittragen der Meßgeräte durch das Wartungspersonal ist aus gesundheitlichen Gründen und wegen der Unfallgefahr nicht möglich.

Eine Aufzugsanlage kann aus Platzgründen nicht eingebaut werden.

Hier setzt die Erfindung an und ermöglicht auf kleinstem Raum bei kleinstmöglicher Investition den vertikalen Transport der Meßgeräte und ähnlicher Lasten innerhalb des Turmes.

Das Hebezeug ist so konzipiert, daß es auch nachträglich in bereits vorhandene Türme eingebaut werden kann.

Das Hebezeug besteht aus einem serienmäßigen elektrich betriebnenen Ketten- oder Seilzug als Antriebselement, welches im Turmkopf unterhalb einer oberen Plattform im Turminneren befestigt wird.

Das Hebezeug wird vornehmlich von oben also im Turmkopf mittels Totmannsteuerung durch den Wartungsmonteur betätigt.

Am Tragmittel des Serienhebezeuges ist als Lastauf-nahmemittel ein zylindrischer Hohlkörper (in der Form ähnlich eines Torpedos) der oben und unten hin sich verjüngt und spitz zuläuft, in welchem die Meßgeräte usw. zum vertikalen Transport aufgenommen werden, befestigt.

An der oberen Spitze ist das Tragmittel an dem Lastaufnahmemittel befestigt und zieht den zylindrischen Hohlkörper von der Turmsohle zum Turmkopf nach oben oder in umgekehrter Richtung nach unten.

Da nun im Turm an der Außenwand innen Absätze sind und im Turm Quertmverser mit Plattformen angebracht sind, gilt es ein Auspendeln, ein seitliches Hin- und Herschwingen, ein Hinterhaken oder ein Aufsetzen des zylindrischen Lastaufnahmemittels innerhalb seines Hubweges von ca. 40 bis 80 m (je nach Turmhöhe) zu verhindern.

Dieses wird wie folgt verhindert: Oben im Schachtkopf wird ein kreisförmiger Ring hängend befestigt.

Auf diesem Ring sind in vorgegebenen Abständen Seile befestigt, die kreisförmig angeordnet vom Turmkopf zur Turmsohle herunterhängen.

Zwischen diesen kreisförmig angeordneten Seilen bewegt sich der zylindrische Hohlkörper mit der Last (Meßgerät) frei schwebend ohne geführt zu werden nach oben und nach unten.

Pendelt nun der zylindrische Hohlkörper seitlich aus, berührt er einige der gespannten Seile, so wider von diesen wieder in seine Mittellage in das Zentrum des Kreises zurückgedrückt.

Die Seile werden durch Gewichte oder andere Spannvorrichtungen gespannt, die das Längen und Verkürzen der Seile durch Temperaturänderungen ausgleichen.

Die Seile werden durch in bestimmten vertikalen Abständen angeordneten Ringen in ihrer kreisförnigen Anordnung fixiert.

Um Schwingungsübertragungen von Seil zu Seil zu reduzieren, werden Seile mit unterschiedlichen Durchmessern eingesetzt.

In der oberen und der unteren Haltestelle verläßt der zylindrische Hohlkörper, in dem die Meßgeräte transportiert werden, die gespannten und kreisförmig angeordneten Seile, damit das Be- und Entladen vorgenommen werden kann.

In der oberen und der unteren Haltestelle wird der zylindrische Hohlkörper in einer trichterförmigen Aufnahmevorrichtung fixiert.

In dem Lastaufnahmemittel befinden sich Aufnahmevorrichtungen in den Abmessungen der Meßgeräte, die zur sicheren Aufnahme und damit zum sicheren Transport der Meßgeräte dienen.

Bezugszeichenliste Patent- anspruch Zylindrischer Hohlkörper 1 * 1 gespannte Seile 2 * 2 kreisrund angeordnete Seile 3 * 3 Spannvorrichtung 4 * 4 kreisrunde Ringe 5 * 5 Seile mit verschiedenen Durchmessern 6 * 6 Seile aus verschiedenen Materialien 7 * 7 obere Seilaufhängung 8 * 8 Aufnahmevorrichtung oben und unten 9 * 9 Aufnahmevorrichtung im Lastaufnahmemittel 11 * 11 Fernmeldeturm im Schnitt 12 * 12 Außenringe aus Kunststoff 13 * 13


Anspruch[de]

Patentansprüche 1. Hebezeug zum vertikalen Transport von Meßgeräten, Werkzeugen und ähnlichen Lasten in Türmen, vornehmlich in Fernmeldetürmen dadurch gekennzeichnet, daß die Lasten in einem zylindrischen Hohlkörper transportiert werden, der nach oben und unten spitz zuläuft und am oberen Ende, im Schwerpunkt hängend, an der Tragkette oder dem Tragseil eines Serienhebezeuges befestigt ist, lotrecht hängt, sich in dieser Lage in vertikaler Richtung aufwärts und abwärts im Turminneren bewegt, ohne durch Führungsschienen, Rollen oder ähnliche Vorrichtungen geführt zu werden.

2. Hebezeug nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrbahn des zylindrischen Lastaufnahmemittels nach Anspruch 1 kreisförmig von gespannten Seilen so umgeben ist, daß das Lastaunahmemittel völlig frei und ungeführt hindurchschweben kann.

Sollte das Lastaufnahmemittel während des Hubvorganges seitlich auspendeln, berührt es einige der kreisförmig angeordneten Seile und wird von diesen in das Zentrum des Kreises zurückgedrückt.

3. Hebezeug nach Anspruch 1 u. 2 dadurch gekennzeichnet, daß die im Turminneren herabh-ängenden Seile auch in jeder anderen denkbaren Form als kreisrund angeordnet sein können, z.B. in Form eines Sechseckes eines Achteckes, eines beliebigen Vieleckes, beschrieben wird nachfolgend nur die kreisrunde Form.

4. Hebezeug nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß die im Turm herabhängenden Seile durch Gewichte oder ähnliche Spannvorrichtungen so gespannt werden, daß ein Längen oder Verkürzen der Seile, durch Temperaturänderungen hervorgerufen, aus -geglichen wird.

Patentansprüche 5. Hebezeug nach Anspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, daß die kreisförmig angeordneten gespannten Seile durch in bestimmten Abständen angeordnete und an den Seilen befestigten kreisrunden Ringen in ihrer kreisförmigen Anordnung fixiert werden.

6. Hebezeug nach Anspruch 2 bis 5 dadurch gekennzeichnet, daß die kreisförmig angeordneten Seile mit verschiedenen Durchmessern verwendet werden, um Schwingungsübertragungen von Seil zu Seil zu reduzieren, wenn möglich zu verhindern.

7. Hebezeug nach Anspruch 2 - 6 dadurch gekennzeichnet, daß die Seile aus den verschiedensten denkbaren Materialien bestehen können, z.B. aus Stahl, Stahl verzinkt, Kunstsoff, Naturprodukten wie Hanf oder auch aus Stahldrähten.

8. Hebezeug nach Anspruch 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, daß oben im Schachtkopf, unterhalb der oberen Entladestelle beginnend, ein Ring aufgehängt wird, an dem in vorgegebenen Abständen Seile befestigt sind, kreisförmig angeordnet, vom Turmkopf zur Turmsohle herunterhängen und über der unteren Entladestelle (Beladestelle) enden.

9. Hebezeug nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß das zylindrische Lastaufnahmemittel in der oberen und unteren Haltestelle in einer trichterförmigen Aufnahmevorrichtung fixiert wird, um den Be-und Entladevorgang zu erleichtern, zu diesem Zweck verläßt das Lastaufnahmemittel auch im Bereich der oberen und der unteren Haltestelle die kreisförmig angeordneten und gespannten Seile.

Patentansprüche 10. Hebezeug nach Anspruch 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, daß es vornehmlich von oben, also vom Turmkopf aus, mittels Totmannsteurung durch den Wartungsmonteur betätigt wird.

11. Hebezeug nach Anspruch 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet, daß im Lastaufnahmemittel Aufnahmevorrichtungen in den Außenabmessungen der zu transportierenden Meßgeräte angeordnet sind, die eine Zentrierung im Schwerpunkt, eine sichere Aufnahme und einen sicheren Transport der Meßgeräte garantieren.

12. Hebezeug nach Anspruch 1 - 11 dadurch gekennzeichnet, daß es sich in bereits aufgestellte und schon im Betrieb befindliche Türme nachträglich einbauen läßt.

13. Hebezeug nach Anspruch 1 bis 12 dadurch gekennzeichnet, daß das zylindrische Lastaufnahmemittel, welches beispielsweise aus Aluminium hergestellt ist, mit Außenringen aus verschleißfestem Kunststoff, z.B. Perlon, umgeben ist.







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