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Dokumentenidentifikation DE3508593A1 11.09.1986
Titel Wasserbelüftungsrohr
Anmelder Jäger, Arnold, 3167 Burgdorf, DE
Erfinder Jäger, Sebastian, 3167 Burgdorf, DE
Vertreter Depmeyer, L., Pat.-Ing., 3008 Garbsen
DE-Anmeldedatum 11.03.1985
DE-Aktenzeichen 3508593
Offenlegungstag 11.09.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.09.1986
IPC-Hauptklasse C02F 1/74
IPC-Nebenklasse B01D 19/00   E03B 7/07   E03F 5/08   

Beschreibung[de]

Wasserbelüftungsrohr

Die Erfindung betrifft ein Wasserbelüftungsrohr, das vorzugsweise für die Trink- und Abwasserbelüftung dienen soll. Die Erfindung geht ferner aus von solchen Rohren, die mit einem starren Stützrohr und einem darauf befindlichen geschlitzten Schlauch aus Gummi od. dgl.

versehen sind, der an seinen Enden durch Schellen od.

dgl. auf dem Stützrohr befestigt ist.

Bei den bekannten Wasserbelüftungsrohren wird der Schlauch mit Vorspannung auf das Stützrohr aufgezogen, um so eine satte Auflage zu erreichen. Die dabei eintretenden Radial- und Axialspannungen innerhalb des Schlauches können jedoch dann zu unerwünschten Verformungen führen, wenn der Schlauch z.B. bezüglich seiner Wandstärke schon kleine Massabweichungen aufweist. Die dünneren Wandabschnitte erfahren dabei eine vergleichsweise grössere Dehnung, die zu entsprechenden Verformungen der Schlitze führen kann. Zudem ist die Weiterreissgefahr der gewöhnlich gestanzten Schlitze im Schlauch dann vergleichsweise gross, wenn die erwähnten Spannungen wirksam sind.

Aufgrund der Erfindung sollen diese Nachteile beseitigt werden; es wird also ein Wasserbelüftungsrohr der eingangs erwähnten Art angestrebt, dass die Nachteile von Toleranzunterschieden vermeidet und eine grössere Lebensdauer bzw. Standzeit gewährleistet. Zugleich soll auch die Montage erleichtert werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe umschliesst erfindungsgemäss der Schlauch das Stützrohr mit geringem Spiel, wobei zweckmässigerweise bei Aussendurchmessern der Belüftungsrohre von etwa 50 - loo mm der Innendurchmesser des Schlauches etwa o.5 - 2 mm grösser gewählt wird als der Aussendurchmesser des Stützrohres. Alle diese Massnahmen werden so getroffen, dass das Belüftungsrohr bzw.

dessen Schlauch ( im nicht eingetauchten, nicht mit Druckluft beaufschlagten Zustand ) im montierten Zustand von axialen und radialen Spannungen frei ist.

Bei einem so beschaffenen Belüftungsrohr kann der Schlauch mühelos auf sein Stützrohr aufgezogen werden.

Zudem kann eine unterschiedliche Dehnung einzelner Schlauchabschnitte nicht mehr entstehen, da die dafür ursächlichen Spannungen nicht vorhanden sind. Demgemäss können auch Gummischläuche benutzt werden, die kleinere Abweichungen in ihren Wandstärken haben; ein Weiterreissen der Schlitze ist ausgeschlossen.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung erläutert, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist.

Es zeigen Fig. 1 einen Deillängsschnitt durch ein Wasserbelüftungsrohr, Fig. 2 eine Teildraufsicht auf das Rohr gemäss Fig. 1 und Fig. 3 das Rohr gemäss Fig. 1 im Querschnitt.

Das Stützrohr 1 besteht aus einem hart eingestellten Kunststoff, es hat mehrere langgestreckte Durchbrechungen 2.

Die Rohrenden werden durch Einsätze 3 verschlossen. Ein Einsatz 3 ist zentral mit einem Anschlusstutzen 3'versehen, über den das Wasserbelüftungsrohr an eine Drudluftquelle angeschlossen werden kann.

Das Stützrohr 1 wird von einem Schlauch 4 aus einem weich eingestellten Gummi umschlossen. Der Schlauch 4 wird dabei durch Schellen 5 an seinen Enden auf dem Stützrohr 1 befestigt.

Der Schlauch 4 weist in grosser Anzahl vorgesehene Schlitze 6 auf, die in Reihen versetzt angeordnet sind und eine Länge von etwa 1 mm haben können, wobei der gegenseitige Abtand der Re-hen etwa der Schlitzlänge entspricht und auch der Abstand von in einer Reihe aufeinanderfolgender Schlitze 6 etwa der Schlitzlänge entspricht. Diese Schlitze 6 sind ohne Materialwegnahme erzeugt, und zwar durch Stanzen z.B. mit Hilfe eines kammartigen Stansmessers.

Wichtig ist nun, dass der Schlauch mit geringem Spiel das Stützrohr 1 umschliesst. Damit ist der Schlauch 4 nur an seinen Enden mit Hilfe der Schellen 5 fixiert, also in den übrigen Bereichen verschiebbar auf dem Stützrohr 1 angebracht. Die Durchmesserunterschiede sollen bei einem Aussendurchmesser des Belüftungsrohres von etwa 65 mm o.8 - 1.5 mm betragen. Damit kann der Schlauch 4 auch zum Zwecke der Montage auf das Stützrohr 1 aufgeschoben werden; auch ein leichtes Abziehen wird ermöglicht.

In üblicher Weise gelangt die Zuluft über den Anschlussstutzen 3' in das Innere des Stützrohres 1 und von dort aus über die Durchbrechungen 2 unter den Schlauch 4.

Von dort aus gelangt die Luft über die vielen Schlitze 6 in das zu behandelnde Wasser. Es -versteht sich, dass sich die Schlitze 6 unter Druckeinwirkung öffnen, aber nach einer Druckminderung wieder schliessen.

Wenngleich der Schlauch 4 mit Spiel auf dem Stützrohr 1 angeordnet ist, kann er während des Betriebes keine unerwünschten Lageveränderungen erfahren, da der Schlauchkörper 4 aufgrund des Wasserdruckes an das Stützrohr 1 angepresst wird. Darüber hinaus ist bei der Montage des Schlauches 4 darauf zu achten, dass beim Anbringen der Schellen 5 eine Verformung des Schlauches 4 unterbleibt.

Es sei erwähnt, dass in Fig. 3 die Durchmesserunterschiede aufgezeigt sind. d ist dabei der Aussendurchmesser des Stützrohres 1 und D der Innendurchmesser des unverformten, nicht von aussen unter Überdruck stehenden Schlauches 4.

Somit ist D = d + ( o.5 - 2 ) ( in mm gemessen ) und im vorliegenden Falle für das Ausführungsbeispiel D = d + o.8 - 1.5 (mm).

- L e e r s e i t e -


Anspruch[de]

Ansprüche 1. Wasserbelüftungsrohr, insb. für die Trink- oder Abwasserbelüftung, mit einem starren Stützrohr und einem darauf befindlichen geschlitzten Schlauch aus Gummi od.

dgl., der an seinen Enden durch Schellen od. dgl. auf dem Stützrohr befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (4) das Stützrohr (1) mit geringem Spiel umschliesst.

2. Rohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (4) das Stützrohr (1) derart umschliesst, dass er zwischen seinen Befestigungsstellen praktisch frei ist von radialen und axialen Zugspannungen.

3. Rohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Aussendurchmesser des Belüftungsrohres von etwa 50 - loo mm der Inn#endurchmesser (D) des Schlauches (4) o.5 - 2 mm, vorzugsweise etwa o.8 - 1.5 mm grösser ist als der Aussendurchmesser (d) des Stützrohres (1).







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