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Dokumentenidentifikation DE3518268C1 09.10.1986
Titel Vorrichtung zum Zählen und Sortieren von Münzen eines Münzenkollektives
Anmelder F. Zimmermann & Co, 1000 Berlin, DE
Erfinder Zimmermann, Gert;
Schmechel, Werner, 1000 Berlin, DE
Vertreter Lüke, D., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 1000 Berlin
DE-Anmeldedatum 17.05.1985
DE-Aktenzeichen 3518268
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.10.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.10.1986
IPC-Hauptklasse G07D 3/16

Beschreibung[de]

im Beispiel die 1-DM-Münze, erkannt wird, wird das

Ableitelement in seine inaktive Stellung angehoben, so daß diese l-DM-Münze sowohl das Ableitelement als auch das Einleitblech frei passieren kann, da der Innenrand dieser l-DM-Münze auf der Führungsleiste aufliegt und diese l-DM-Münze nicht in die Aussortieröffnung abkippt und somit am unteren Rand des Einleitbleches nicht anstößt, sondern unterhalb desselben passieren kann.

Erfindungsgemäß werden somit alle Münzen von der Führungskante um den Betrag der Breite der Führungsleiste abgeleitet und mittels des Einleitbleches sicher in die Aussortieröffnung eingeleitet, wenn das Ableitelement in seiner aktiven Stellung ist. Es erfolgt dann nur ein Zählvorgang, aber kein Sortiervorgang, da auch Fremdmünzen dann in der unsortierten Münzenmenge verbleiben.

Die Kombination des schirmartig gewölbten Einleitbleches mit dem Ableitelement hat aber noch den besonderen Vorteil, daß aus der unsortierten Münzenmenge eine oder mehrere bestimmte Münzensorten, wie z. B. die l-DM-Münze des deutschen Münzenkollektivs, aussortiert werden können. Diese bestimmte Münze steuert nach dem Erkennungsvorgang durch die Münzenerkennungseinrichtung das Ableitelement auf bzw.

in seine inaktive Stellung, so daß die l-DM-Münze frei passieren kann. Da die l-DM-Münze nicht von der Führungskante abgeleitet wird, kann diese 1-DM-Münze auch das Einleitblech frei passieren und in eine nachgeschaltete Sortieröffnung einfallen, in welcher somit nur die gewünschten l-DM-Münzen gesammelt werden.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen näher dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine partielle Draufsicht auf die Vorrichtung mit Münzteller und Führungsbahn mit Münzenerkennungseinrichtung, Ableitelement, Aussortieröffnung und Einleitblech und F i g. 2 einen Schnitt gemäß der Linie Il-ll in Fig. 1.

Die Vorrichtung umfaßt einen auf einer Grundplatte 2 in Richtung des Pfeiles drehbar gelagerten horizontalen Münzteller 3, an den sich tangential eine Führungsbahn 8 anschließt, oberhalb welcher ein um Umlenkrollen 13 geführtes Förderband 12 an einem schwenkbaren Bügel 28 gelagert ist. Im Einlauf in die Führungsbahn 8 ist eine mehrere prüfende Bauelemente umfassende M ünzenerkennungseinrichtung 14 angeordnet, hinter welcher in Bewegungsrichtung der Münzen eine Aussortieröffnung 16 in der Führungsbahn 8 vorgesehen ist.

Die Aussortieröffnung 16 ist mit einer Führungsleiste 17 für die Münzen 11 versehen, welche sich entlang einer Führungskante 9 für die Münzen 11 erstreckt. Der Abstand der Außenkante 24 der Aussortieröffnung 16 von der Führungskante 9 ist kleiner als der Durchmesser der kleinsten zu zählenden Münze 11.

In Bewegungsrichtung der Münzen 11 ist hinter der Münzenerkennungseinrichtung 14 und unmittelbar vor der Aussortieröffnung 16 ein Ableitelement 18 bewegbar gelagert, welches aus einem Stift 19 gebildet ist, der am Ende eines L-förmigen Hebels 20 gelagert und von einem Elektromagneten betätigbar ist. Die Vorderkante des Ableitelements 18 ist im Abstand der Breite der Führungsleiste 17 von der Führungskante 9 entfernt angeordnet.

Oberhalb der Aussortieröffnung 16 ist ein Einleitelement 40 zum Einleiten der mittels des Ableitelements 18 von der Führungskante 9 abgeleitete Münzen 11 in die Aussortieröffnung 16 angeordnet. Dieses Einleitelement 40 ist als schirmartig gewölbtes Einleitblech 41 ausgebil- det, dessen Unterkante 42 in einem Abstand zur Führungsbahn 8 angeordnet ist, der etwas größer ist als die Dicke der dicksten Münze 11 und dessen Unterkante 42 in Bewegungsrichtung der Münzen 11 derart bogenförmig ausgebildet ist, daß der horizontale Abstand 43 der Unterkante 42 zunächst größer ist als der Durchmesser der größten Münze 11 und dann kontinuierlich abnimmt. Der kleinste Abstand 44 entspricht etwa dem Durchmesser der kleinsten Münze 11.

Mit dieser Ausbildung der Vorrichtung werden folgende Funktionen ermöglicht: 1. Die Durchführung eines reinen Zählvorganges, wobei das Ableitelement 18 ständig in seiner aktiven Stellung befindlich, d. h. auf die Führungsbahn 8 gedrückt ist, so daß alle Münzen 11, d. h. die zum gewünschten Münzenkollektiv gehörenden echten Münzen 11 und die Fremd- oder Falschmünzen 11 mittels des Einleitbleches 41 in die Aussortieröffnung 16 hineingeleitet werden. An das schirmartige Einleitblech 41 stoßen die Außenränder aller Münzen 11 dann an, wenn diese mittels des in der aktiven Stellung befindlichen Ableitelements 18 von der Führungskante 9 um den Betrag der Breite der Führungsleiste 17 abgeleitet sind und die Auflagefläche für den an der Führungskante 9 befindlichen Innenrand verlieren und in die Aussortieröffnung 16 abkippen.

Ferner kann die Durchführung eines Zählvorganges und die Aussortierung einer oder mehrerer bestimmter Münzensorten erfolgen, z. B. der 1-DM-Münze des deutschen Münzenkollektivs. Hierbei arbeitet die Vorrichtung im wesentlichen wie bei dem voranstehend beschriebenen reinen Zählvorgang, d. h. mit im wesentlichen ständig in seiner aktiven Stellung befindlichem Ableitelement 18. Sobald jedoch von der Münzenerkennungseinrichtung 14 eine Münze 11 der gewünschten Münzensorte, z. B. eine l-DM-Münze, erkannt wird, wird das Ableitelement 18 in seine inaktive Stellung angehoben, so daß diese l-DM-Münze 11 sowohl das Ableitelement 18 als auch das Einleitblech 41 frei passieren kann, da der Innenrand dieser 1-DM-Münze 11 auf der Führungsleiste 17 aufliegt und die l-DM-Münze 11 nicht in die Aussortieröffnung 16 abkippt upd somit am unteren Rand 42 des Einleitbleches 41 nicht anstößt, sondern unterhalb des unteren Randes 42 des Einleitbleches passieren und zur Aussortierung in einer speziellen Sortierstrecke geführt werden kann.

Die Münzenerkennungseinrichtung 14 ist mit einer nicht dargestellten elektronischen Münzwerterkennungseinrichtung und mit dem Elektromagneten 21 zur Betätigung des Ableitelements 18 verbunden. Dieses bewirkt gemäß dem Hauptpatent 34 19 589 in seiner inaktiven Stellung, daß alle Münzen 11 frei passieren können, und nach Ansteuerung durch die Münzenerkennungseinrichtung 14 in seiner aktiven Stellung, daß die Münzen 11 von der Führungskante 9 um den Betrag der Breite der Führungsleiste 17 abgeleitet werden und in die Aussortieröffnung 16 einfallen, wobei die Vorderkante des Ableitelements 18 mindestens im Abstand der Breite der Führungsleiste 17 von der Führungskante 9 entfernt angeordnet ist.

- Leerseite -


Anspruch[de]

Patentanspruch: Vorrichtung zum Zählen und Sortieren von Münzen eines Münzenkollektivs, mit einer in der Führungsbahn für die Münzen angeordneten Münzenerkennungseinrichtung und einer hinter dieser angeordneten Aussortieröffnung, mit einem unmittelbar vor der Aussortieröffnung angeordneten, von der Münzenerkennungseinrichtung ansteuerbaren Ableitelement und mit einem oberhalb der Aussortieröffnung angeordneten Einleitelement für die Münzen nach Patent 3419589, dadurch gekennz e ich n e t, daß das Einleitelement (40) ein schirmartig gewölbtes Einleitblech (41) ist, dessen Unterkante (42) in einem Abstand zur Führungsbahn (8) angeordnet ist, der etwas größer ist als die Dicke der dicksten Münze (11), und das in Bewegungsrichtung der Münzen (11) derart bogenförmig ausgebildet ist, daß der horizontale Abstand der Unterkante (42) von der Führungskante (9) zunächst größer ist als der Durchmesser der größten Münze (11) und dann kontinuierlich abnimmt.

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zählen und Sortieren von Münzen eines Münzenkollektivs gemäß der Gattung des Oberbegriffs des Patentanspruchs nach Patent 34 19 589.

Aus dem Patent 34 19 589 ist eine Vorrichtung zum Zählen und Sortieren von Münzen vorbekannt, mit einem horizontalen Münzteller, mit einer im wesentlichen tangential an diesen anschließenden, mit einem federelastisch gelagerten Förderband und mit einer vertikalen Führungskante für die Münzen versehenen horizontalen Führungsbahn, mit einer im Einlauf in diese angeordneten Münzenerkennungseinrichtung und mit einer in Bewegungsrichtung der Münzen hinter dieser in der horizontalen Führungsbahn ausgebildeten, mit einer an die Führungskante angrenzenden Führungsleiste für die Randbereiche der Münzen versehenen Aussortieröffnung. Dabei ist der Abstand der Außenkante der Aussortieröffnung von der Führungskante kleiner als der Durchmesser der kleinsten zu zählenden und zu sortierenden Münze. In Bewegungsrichtung der Münzen ist unmittelbar vor der Aussortieröffnung und hinter der Münzenerkennungseinrichtung ein von dieser bei erkannten Fremd- bzw. Falschmünzen ansteuerbares Ableitelement beweglich gelagert, welches aus seiner inaktiven Stellung, in der alle Münzen frei passieren können, nach Ansteuerung durch die Münzenerkennungseinrichtung in die Führungsbahn für die Münzen bewegbar ist. Die Vorderkante des Ableitelements ist mindestens im Abstand der Breite der Führungsleiste von der Führungskante entfernt angeordnet. Ferner ist oberhalb der Aussortieröffnung ein Element zum Einleiten der mittels des Ableitelements von der Führungskante abgeleiteten Fremd- bzw. Falschmünzen in die Aussortieröffnung angeordnet. Mit dieser Vorrichtung kann erstens ein reiner Zählvorgang durchgeführt werden, wobei Fremdmünzen mittels des Ableitelements von der Führungsleiste abgeleitet und durch die Aussortieröffnung ausgesondert und echte Münzen in einem in die Führungsbahn hinter der Aussortieröffnung eingebrachten Ausfallschacht als unsortierte Münzenmenge gesammelt werden. Zweitens kann ein Zählvorgang mit an- schließendem Sortiervorgang durchgeführt werden, wobei wiederum die Fremdmünzen mittels des Ableitelements von der Führungsleiste abgeleitet und durch die Aussortieröffnung ausgesondert und die echten Münzen in einer in die Führungsbahn hinter der Aussortieröffnung eingesetzten Sortierstrecke aus mehreren, jeweils einer Münzensorte zugeordneten Ausfallschächten sortiert werden. In beiden Fällen stellt das aus einem Kegel mit quer zur Führungskante gerichteter Achse und gegen die Führungskante gerichteter Spitze gebildete und am Ende eines Federarmes gelagerte Einleitelement sicher, das auch im Durchmesser größere Münzen, welche nicht zum Münzenkollektiv gehören.

nach dem Ableiten von der Führungskante bzw. Führungsleiste mittels des Ableitelements durch die Aussortieröffnung hindurch ausfallen. Im Durchmesser kleinere Münzen können jedoch vom Einleitelement nicht erfaßt werden, so daß z. B. ein sicheres Einleiten aller Münzen in die Aussortieröffnung bei ständig in seiner aktiven Stellung befindlichem Ableitelement nicht gewährleistet ist. Eine solche Funktion der Vorrichtung ist für die Durchführung eines reinen Zählvorganges erwünscht, bei welchem alle Münzen durch die Aussortieröffnung aussortiert werden sollen.

Der Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde.

die Vorrichtung der gattungsgemäßen Art gemäß Patent 34 19 589 dahingehend weiterzubilden, daß das Einleitelement ein Aussortieren aller Münzen bei in seiner aktiven Stellung befindlichem Ableitelement und hoher Münzenfördergeschwindigkeit gewährleistet.

Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß das Einleitelement ein schirmartig gewölbtes Einleitblech ist, dessen Unterkante in einem Abstand zur Führungsbahn angeordnet ist, der etwas größer ist als die Dicke der dicksten Münze, und das in Bewegungsrichtung der Münzen derart bogenförmig ausgebildet ist, daß der horizontale Abstand der Unterkante von der Führungskante zunächst größer ist als der Durchmesser der größten Münze und dann kontinuierlich abnimmt.

Ein solches schirmartig gewölbtes Einleitblech ermöglicht die Durchführung eines reinem Zählvorganges.

wobei das Ableitelement ständig in seiner aktiven Stellung befindlich ist und alle Münzen, also die zum gewünschten Münzenkollektiv gehörenden echten Münzen und die Fremd- oder Falschmünzen mittels des Einleitbleches in die Aussortieröffnung hineingeleitet werden. An dieses schirmartige Einleitblech stoßen die Außenränder aller Münzen, also auch der im Durchmesser kleineren Münzen, dann an, wenn diese mittels des in der aktiven Stellung befindlichen Ableitelements von der Führungskante um den Betrag der Breite der Führungsleiste abgeleitet sind und die Auflagefläche für den an der Führungskante befindlichen Innenrand verlieren und in die Aussortieröffnung abkippen.

Neben der voranstehend beschriebenen dritten Funktion der Vorrichtung ermöglicht vorliegende Erfindung eine weitere, besonders bedeutsame vierte Funktion bei der Durchführung eines Zählvorganges aller Münzen und der Aussortierung einer oder mehrerer bestimmter Münzensorten, z. B. der 1-DM-Münze des deutschen Münzenkollektivs. Bei dieser vierten Funktion ist das Ableitelement nahezu ständig in seiner aktiven Stellung und leitet nahezu alle Münzen von der Führungskante ab, so daß nahezu alle Münzen mittels des schirmartig gewölbten Einleitbleches in die Aussortieröffnung eingeleitet werden. Sobald aber von der Münzenerkennungseinrichtung eine Münze der gewünschten Sorte.







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