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Dokumentenidentifikation DE3513374A1 06.11.1986
Titel Verfahren zur Herstellung von Wasserbelüftungsrohren
Anmelder Jäger, Arnold, 3167 Burgdorf, DE
Erfinder Jäger, Arnold, 3167 Burgdorf, DE
DE-Anmeldedatum 15.04.1985
DE-Aktenzeichen 3513374
Offenlegungstag 06.11.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.11.1986
IPC-Hauptklasse C02F 1/74
IPC-Nebenklasse B29C 41/00   B05B 1/20   

Beschreibung[de]

Verfahren zur Herstellung von Wasserbelüftungsrohren

Die -Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Wasserbelüftungsrohren aus einem Stützrohr und einem auf das Stützrohr aufgeschobenen, IJuftdurchtrittsschlitze aufweisenden Schlauch aus Gummi od. dgl., der auf das Stützrohr aufgeschoben und dann an seinen Enden durch Schellen od. dgl. befestigt wird.

Die in grosser Anzahl in diesem Schlauch befindlichen feinen Schlitze öffnen sich unter der Wirkung der über das Stützrohr zugeführten Druckluft; sie schliessen sich, wenn die Druckluft abgestellt wird.

Verständlicherweise ist das Schliessen und Öffnen dieser Schlitze von der Vorspannung der Druckluft, von der Gestalt der Schlitze und dem Werkstoff für den Schlauch abhängig. Darüber hinaus soll man jedoch bestrebt sein, mit möglichst getingfügig vorgespannter Luft möglichst gleichmässige, feine I>uftperlen zu erzeugen, damit die Buftausnutzung und der Energie aufwand günstig sind.

Der Erfindung liegt im wesentlichen die Aufgabe zugrunde, ein vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung der obigen Rohre aufzuzeigen, das auch bei den nicht zu vermeidenden Hertellungstoleranzen für die Schläuche zu guten Ergebnissen im Sinne der vorgenannten Forderungen führt.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss der Schlauch nach dem Aufziehen auf das Stützrohr in axialer Richtung gestaucht, wobei - bezogen auf die Anfangslänge des Schlauches - vorzugsweise Stauchungen von etwa o.5 -5 ~%~, vorzugsweise aber Stauchungen von etwa 1.5 - 5.o ffi angewendet werden Dabei wird weiterhin zweckmässigerweise zunächst ein Ende des Schlauches nach dem Aufziehen befestigt. Dann erfolgen das Stauchen und das Befestigen des anderen Schlauchendes.

Versuche haben gezeigt, dass selbst bei Durchmessertolebis ranzen von - 1 mm ( bei einem Durchmesser von 50 - 120 mm ) gute ærgebnisse erzielt werden konnten. Offensichtlich werden durch das Stauchen die inneren Spannungen beeinflusst, die innerhalb der Schlauchwand das Öffnen und Schliessen der feinen Schlitze zur Folge haben. Dabei darf jedoch die Stauzhverformung nicht so gross sein, dass sich eine wellenartige Gestalt des Schlauchkörpers ergibt, wenngleicdsich offensichtlich kleine Wellungen als nicht schädlich herausgestellt haben, die aufgrund von Wandstärkenunterschieden des Schlauches entstehen können. Aus diesen Gründen können nunmehr auch diEjenigen Schläuche mit Erfolg angewendet und benutzt werden, die bei der Vulkanisation durch Umwickeln bandagiert werden. Bei diesen Schläuchen lassen sich nämlich aufgrund der vorgeannten Herstellungsmethode kleine Wandstärkenabweichungen nicht vermeiden. Weiterhin ist auch das Verfahren ohne weiteres für Schläuche anwendbar, die über eine Härte zwischen etwa 4o - 65 Shore A verfügen.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung erläutert.

Es zeigen Fig. 1 ein Druckluftwasserbelüftungsrohr in der Seitenansicht, und zwar während seiner Herstellung, Fig. 2 einen Teillängsschnitt durch ein fertiges Belüftungsrohr und Fig. 3 das Rohr gemäss Fig. 2 im Querschnitt.

Das Stützrohr 1 aus einem starren Kunststoff hat unten Durchbrechungen 2 zum Einleiten der Druckluft. Eng umschlossen ist das Stützrohr 1 von einem ausschliesslich aus Gummi bestehänden Schlauch 3 mit einer Shore-Härte A von etwa 50. Der Schlauch 3 hat feine z.B. 2 mm lange Schlitze 4 zum Durchlassen der Druckluft, die sich öffnen und nach Abstellen der Druckluft wieder schliessen können.

Diese Schlitze 4 sind jedoch im Abstand von den unten liegenden Durchbrechungen 2 angeordnet, wie dies aus Fig. 3 erkennbar ist. Die Schlauchenden werden durch Schellen 5 festgehalten und abgedichtet.

Bei der Herstellung dieser Rohre, denen die Druckluft im Sinne des Pfeiles 6 zugeführt wird, wird zunächst der Schlauch 3 auf das Stützrohr 1 aufgezogen, wobei im Falle von Untermassen gegenüber dem Aussendurchmesser des Stützrohres 1 Gleitmittel oder Pressluft zum Aufweiten benutzt werden können.

Der z.B. etwa 600 mm lange Schlauch 3 wird nunmehr am linken Ende durch eine Schelle 5 fixiert. Alsdann wird der Schlauchkörper durch axiales Stauchen um etwa 10 - 20 verkürzt ( etwa um 1.8 bis 3.2% X) Die zweite Schelle 5 wird angebracht und im gestauchten Zustand des Schlauches 3 angezogen.

Beim Betrieb entstehen feine, gleichmässige Luftblasen; da eine nur gering vorgespannte Druckluft ausreicht, ist der Energieaufwand entsprechend klein.


Anspruch[de]

A n s p r ü c h e 1. Verfahren zur Herstellung von Wasserbelüftungsrohren mit einem starren Stützrohr und einem dieses Rohr umschliesenden Schlauch aus Gummi od. dgl., der eine Vielzahl kleiner Schlitze zum I>uftdurchtritt aufweist, wobei der Schlauch auf das Stützrohr aufgezogen und dann an seinen Enden mittels Schellen od. dgl. befestigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch nach dem Aufziehen durch axiales Stauchen verkürzt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch um etwa o.5 - 5 % ( bezogen auf seine ursprüngliche Länge im nicht verformten Zustand ) verkürzt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch um etwa 1.8 - 3.2 ffi verkürzt wird.

4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Aufziehen des Schlauches dieser zunächst an einem Ende auf dem Stützrohr fixiert, worauf der Schlauch gestaucht und schliesslich das andere Schlauchende fixiert wird.

5. Lruckluftwasserbeluftungsrohr mit einem an seinen Enden durch Schellen gehaltenen Schlauch aus Gummi od. dgl.

mit einer Vielzahl feiner Schlitze zum Luftdurchtritt und einem starren Stützrohr zur Aufnahme dieses Schlauches, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (3) zwischen den Schellen (5) mit axialer Spannung gehalten ist0 6. Rohr nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (3) im nicht axial vorgespannten Zustand über seine Länge hinweg gleichmässig verteilt angeordnete Stellt geringerer Wandstärke aufweist.

7. Rohr nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (3) im nicht aufgezogenen, unverformten Zustand einen lichten Durchmesser hat, der um etwa 0.5 - lmm kleiner ist als der Aussendurchmesser des Stützrohres.

8. Rohr nach einem oder mehreren Ansprüchen 5 -hergestellt nach einem oder meheren Verfahrensansprüchen 1 - 4.







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