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Dokumentenidentifikation DE3600616C1 27.11.1986
Titel Feldpantograph
Anmelder Eichstaedt, Peter, 2240 Heide, DE
Erfinder Eichstaedt, Peter, 2240 Heide, DE
Vertreter Tönnies, J., Dipl.-Ing.Dipl.-Oek., Pat.- u. Rechtsanw., 2300 Kiel
DE-Anmeldedatum 11.01.1986
DE-Aktenzeichen 3600616
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.11.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.11.1986
IPC-Hauptklasse B43L 13/10

Beschreibung[de]

Beschreibung

Die Erfindung betrifft einen Feldpantographen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wie er aus dem DE-GM 7427705 vorbekannt ist.

Derartige Feldpantographen dienen dazu, Geländemerkmale maßstäblich verkleinert aufzunehmen, wie es insbesondere zur Dokumentation archaeologischer Ausgrabungen von Bedeutung ist.

Der bekannte Feldpantograph ist dann ungeeignet, wenn die aufzuzeichnenden Geländemerkmale nicht in einer Ebene liegen sondern Höhenunterschiede-gegeben sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen mit einem nach Art der Nürnberger Schere aufgebauten Ausleger versehenen Feldpantographen zu schaffen, der auch bei Vorhandensein von Höhenunterschieden verwendbar ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Die Unteransprüche kennzeichnen bevorzugte Ausgestaltungen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung erläutert wird. Dabei zeigt: Fig. 1 eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Feldpantographen, Fig.2 ein Ausführungsbeispiel mit einem Parallelführgestänge, und Fig. 3 eine schematische Darstellung des Zeichenparallelogramms.

Der Feldpantograph besteht aus einem Ausleger 10, der aus einer Vielzahl von Schenkeln 20 besteht. Dieser Feldpantograph ist an einer Stehachse 12 um diese drehbar und relativ zu dieser auf- und abschwenkbar gelagert. An dem freien Ende des Auslegers 10 ist ein Fahrstift 24 in der Ebene des Auslegers 10 verschwenkbar angelenkt.

Weiter ist ein mit einem am Fuß der Stehachse 12 mittels Hülsen 36, 38 mit dem Ausleger 10 um diese in einer zu der Ebene des Auslegers 10 orthogonalen Ebene drehbar gelagerten Steuerparallelogramm 34 der Zeicheneinrichtung 14 fest verbundener Stab 18 vorgesehen, wobei eine an dem Ausleger 10 angelenkte Hülse 16 auf- und abbewegbar auf dem Stab 18 geführt ist.

Dieses Steuerparallelogramm 34 ist über die mit der Stehachse 12 konzentrischen Hülsen 36, 38 mit einem gleichartig aufgebauten Zeichenparallelogramm 28 verbunden, das einen Zeichenstift 40 trägt. Dieser Zeichenstift wirkt auf eine Zeichenplatte, die durch die untere Platte 32 eines Rahmens gebildet wird, deren obere Platte 30 die Stehachse trägt.

Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist weiter ein aus miteinander und mit den Schenkeln 20 des Auslegers 10 gelenkig verbundenen und parallel zu diesen verlaufenden Stäben bestehendes, an ihrem einen Ende mit der Stehachse 12 um diese drehbar und an ihrem anderen Ende mit dem Fahrstift 24 gelenkig verbundenes Parallelführgestänge 26 vorgesehen. Dieses Parallelführgestänge stellt sicher, daß der Fahrstift 24 immer, also unabhängig von der jeweiligen Neigung des Auslegers gegenüber der Stehachse, exakt parallel zu dieser ausgerichtet ist.

Der Ausleger 10, der in einer zu der Stehachse 12 parallelen Ebene an der Stehachse 12 angelenkt ist, kann in dieser Ebene auf- und abgeschwenkt werden, der Fahrstift 24 und mit diesem der Ausleger 10 können also den jeweiligen Bodenerhebungen und Bodenabsenkungen folgend geführt werden. Die Hülse 16, die an dem der Stehachse 12 benachbarten Gelenk des Auslegers 10 drehbar angebracht ist, ist auf dem Stab 18, der seinerseits auf dem Steuerparallelogramm 34 befestigt ist, frei auf- und abbewegbar angeordnet. Dadurch ist gewährleistet, daß das Steuerparallelogramm 34 den horizontalen Bewegungen des Fahrstiftes 24 auch dann folgt, wenn der Ausleger auf- und abgeschwenkt wird.

Diese Bewegung des Steuerparallelogramms 34 wird über die mit der Stehachse 12 parallelen Hülsen 36, 38 auf das unterhalb der oberen Platte 30 des Rahmens angeordnete Zeichenparallelogramm 28 übertragen und mittels eines von dem Zeichenparallelogramm 28 geführten Zeichenstiftes 40 auf die Zeichenplatte übertragen.

Der vorgeschlagene Feldpantograph ermöglicht ein Verschwenken des Auslegers 10 in der zu der Stehachse 12 parallelen Ebene, der Fahrstift kann damit Höhendifferenzen des aufzunehmenden Geländes folgen. Durch ein Feststellen des Stabes 18 in der an dem Ausleger 10 angelenkten Hülse 14 kann die Höhe des Auslegers fixiert werden, was die Erfassung von Höhenlinien ermöglicht.

Vorgesehen ist weiter ein Gegengewicht 42 an einem über die Stehachse hinaus ragenden Schenkel 44 des Auslegers 10.

Die vorgeschlagene Ausgestaltung der Zeicheneinrichtung 14 mit einem oberhalb der die Stehachse tragenden oberen Platte 30 an die Stehachse angesetzten besonderen Steuerparallelogramm 34 und die Übertragung von dessen Bewegungen über die Hülsen 36 und 38 auf die zwischen dieser oberen Platte 30 und die die Zeichenplatte bildende untere Platte 32 wird eine Aufzeichnung des den Feldpantographen umgebenden Gebietes ermöglicht, ohne daß die Stehachse 12 die Zeichenplatte - und damit das Zeichenpapier - durchstößt.

Es versteht sich, daß der vorgeschlagene Feldpantograph auch so angeordnet werden kann, daß die Stehachse 12 und damit die Ebene des Auslegers 10 horizontal verlaufen, um den Verlauf vertikal angeordneter Gegebenheiten aufzuzeichnen.

Durch eine entsprechende Ausgestaltung des Zeichenparallelogramms 28 sind weitere Verkleinerungsmaßstäbe, beispielsweise 1:10 und 1:20 möglich.

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Anspruch[de]

Patentansprüche 1. Feldpantograph mit einem Ausleger, der aus einer Vielzahl von nach Art einer Nürnberger Schere mittels Gelenken miteinander verbundenen, in einer Ebene liegenden Schenkeln besteht, um eine Stehachse drehbar gelagert ist und an seinem freien Ende einen Fahrstift trägt mit einer benachbart zu der Stehachse angeordneten, sich in einer zu der Stehachse orthogonalen Ebene erstreckenden Zeichenplatte und mit einer mit einem Zeichenstift versehenen Zeicheneinrichtung die in Wirkverbindung mit dem Ausleger steht, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (20) des Auslegers (10) in einer zu der Stehachse (12) parallelen Ebene angeordnet sind und der Ausleger (10) in dieser Ebene auf und- und abschwenkbar an die Stehachse (12) angelenkt ist, und daß die Zeicheneinrichtung (14) über einen parallel zur Stehachse (12) angeordneten Stab (12) gesteuert wird, auf dem eine an dem Ausleger (10) angelenkte Hülse (16) auf- und abbewegbar geführt ist.

2. Feldpantograph nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Parallelführungsgestänge (26), das aus miteinander und mit den Schenkeln (20) des Auslegers (10) gelenkig verbundenen und parallel zu diesen verlaufenden Stäben besteht und das an ihrem einen Ende mit der Stehachse (12) um diese drehbar und am anderen Ende mit dem Fahrstift (24) gelenkig verbunden ist.

3. Feldpantograph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeicheneinrichtung (14) mit einem sich in der Ebene der Zeichenplatte oberhalb dieser erstreckenden, mit dem Ausleger (10) um die Stehachse (12) verschwenkbaren Zeichenparallelogramm (28) versehen ist.

4. Feldpantograph nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeicheneinrichtung weiter mit einem in einer oberen Platte (30) die Stehachse (12) lagernden und mit einer unteren Platte (32) die Unterlage für die Zeichenplatte bildenden Rahmen versehen ist, wobei ein Steuerparallelogramm (34) oberhalb der oberen Platte (30) und das Zeichenparallelogramm (28) unterhalb der oberen Platte (30) angeordnet ist und Steuerparallelogramm (34) und Zeichenparallelogramm (28) mittels mit der Stehachse (12) konzentrischen Hülsen derart miteinander verbunden sind, daß das Zeichenparallelogramm (28) den Bewegungen des Steuerparallelogrammes (34) folgt.







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