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Dokumentenidentifikation DE3617636A1 11.12.1986
Titel Haarreservierende Färbung von Woll- und Pelzfellen
Anmelder Sandoz-Patent-GmbH, 7850 Lörrach, DE
Erfinder Seitz, Rudolf, Ormalingen, CH
DE-Anmeldedatum 26.05.1986
DE-Aktenzeichen 3617636
Offenlegungstag 11.12.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.12.1986
IPC-Hauptklasse D06P 3/32
IPC-Nebenklasse D06P 1/30   D06P 1/607   C14C 9/02   

Beschreibung[de]

Haarreservierende Färbung von Woll- und Pelzfellen

Es wurde gefunden, dass unter Verwendung von wasserlöslichen, sulfogruppenhaltigen Schwefelfarbstoffen in Gegenwart bestimmter Hilfsmittel Woll- und Peizfelle so gefärbt werden können, dass die Haarseite (das Haar) praktisch vollständig reserviert bleibt, während die Lederseite (das Leder) optimal durchgefärbt ist.

Gegenstand der Erfindung ist also ein Verfahren zum Färben der Lederseite von Woll- oder Pelzfellen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man die Woll- oder Pelzfelle aus wässrigem Medium mit wasserlöslichen, sulfogruppenhaltigen Schwefelfarbstoffen (a) in Gegenwart von farbstoffaffinen Aufziehhilfsmitteln (b) und von nicht-ionogenen und/oder anionaktiven hydropillen Dispergatoren (c) färbt.

Als oll- und Pelzfelle, die erfindungsgemäss gefärbt werden können, eignen sich beliebige Felle, die Wollhaare und gegebenenfalls auch Grannen tragen und von beliebigen üblichen Pelztieren stammen können, z.B. von Schaf, Lamm, Ziege, Kalb, Fohlen, Kanin und Edelpelztieren; am meistens für Färbungen der Lederseite gebraucht und für das erfindungsgemässe Verfahren daher bevorzugt sind Wollfelle, insbesondere Ziegenfelle, Schaffelle und Lammfelle. Die Felle können beliebig mineralisch, vegetabil, synthetisch oder kombiniert gegerbt sein, insbesondere mineralisch oder kombiniert gegerbt. Für Ziegen-, Lamm- und Schaffelle kommt vornehmlich die Chromgerbung in Betracht, für Edelpelze, neben der Aluminiumgerbung, gegebenenfalls noch die Aldehydgerbung. Gewünschtenfalls kann die Fleischseite des Felles nach dem Gerben geschliffen werden; ein Velourschliff der Fleischseite des Felles ist besonders bei Wollfellen, wie Schaf-, Lamm- oder Ziegenfellen bevorzugt. Gewünschtenfalls können die Felle vor dem erfindungsgemässen Färbeverfahren nachgegerbt, neutralisiert, nachmaskiert und/oder gefettet werden.

Die erfindungsgemäss einzusetzenden Farbstoffe (a) sind wasserlösliche sulfogruppenhaltige Schwefelfarbstoffe, insbesondere sogenannte Bunte-Salze, wie sie z.B. in Venkataraman "The Chemistry of synthetic Dyes", vol VII, 1974, Akademik Press, im Kapitel II (Seiten 35-68) definiert sind, vorzugsweise solche, wie sie im Colour Index unter der Bezeichnung "Solubilized Sulphur Dyes" und "Condense Sulphur Dyes" definiert sind, und im einzelnen auch wie dort unter diesen Bezeichnungen aufgezählt sind. Sie können in den üblichen Handelsformen eingesetzt werden.

Als farbstoffaffine Aufziehhilfsmittel (b) kommen im allgemeinen beliebige solche Hilfsmittel in Betracht, wie sie beim Färben mit anionischen Farbstoffen aus wässrigem Medium üblicherweise verwendet werden, vornehmlich hoch-oxäthylierte und gegebenenfalls quaternierte tenside Fettamine oder Fettaminoalkylamine. Der Fettrest in den Fettaminen bzw. Fettaminoalkylaminen ist vorteilhaft ein aliphatischer, linearer Fettrest mit mindestens 12 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise Alkyl oder Alkenyl mit 16-22 Kohlenstoffatomen; das Alkylenbrückenglied in den Fettaminoalkylaminen enthält vorteilhaft 2-6 Kohlenstoffatome und ist vorzugsweise ein lineares Polymethylen, insbesondere Aethylen, Propylen oder Hexamethylen, worunter Propylen besonders bevorzugt ist. Der Oxäthylierungsgrad ist vorteilhaft mindestens so hoch, dass pro Mol Fettamin oder Fettaminoalkylamin mindestens 20 Mol Aethylenoxyd angelagert sind, vorzugsweise beträgt der Oxäthylierungsgrad 20-110, insbesondere bei quaternierten Produkten 20-70, vorzugsweise 25-50 und bei nicht-quaternierten Produkten 50-110, vorzugsweise 70-110. Durch die Quaternierung werden vorteilhaft ethyl- oder Aethylreste eingeführt (vorzugsweise Methyl) und das Gegenion im quaternären Produkt ist am einfachsten dasjenige, das dem Quaternierungsmittel entspricht, vornehmlich Methylsulfat, Aethylsulfat oder ein Halogenid (Iodid, Bromid oder vorzugsweise Chlorid). Bevorzugte farbstoffaffine Aufziehhilfsmittel entsprechen der durchschnittlichen Formel

worin R Alkyl oder Alkenyl mit 16 bis 22 Kohlenstoffatomen, q eine ganze Zahl von 2 bis 6, vorzugsweise 3, m, n und p je mindestens 1 und m + n + p 20 bis 110 bedeuten, oder den Quaternierungsprodukten davon.

Einzelne erwähnenswerte Aufziehhilfsmittel sind die folgenden: Talgfettaminopropylamin mit 30-35 Mol Aethylenoxid oxäthyliert und monoquaterniert mit Dimethylsulfat, Talgfettaminopropylamin oxäthyliert mit 100 Mol Aethylenoxid, Behenylaminopropylamin und/oder Arachidylaminopropylamin oxäthyliert mit 100-105 Mol Aethylenoxid. Vorzugsweise werden nicht-quaternäre Aufziehhilfsmittel für das erfindungemässe Verfahren eingesetzt.

Die hydrophilen Dispergatoren (c) sind vornehmlich Oel-in-Wasser-Emulgatoren und sind vorzugsweise wasserlöslich. Die nicht-ionogenen Oel-in-Wasser--:mulgatoren haben vorteilhaft einen HLB-Wert von mindestens 6, vorzugsweise 7 bis 18, insbesondere 7 bis 16. Es können insbesondere folgende Kategorien von nicht-ionogenen Emulgatoren genannt werden: Oxäthylierungsprodukte von Fettsäuren, Fettamiden, Fettalkoholen oder Mono- oder Dialkylphenolen oder von Sorbitanmono- oder Difettsäureestern, die gegebenenfalls auch Propylenoxyeinheiten enthalten können; die Fettreste darin enthalten z.B. 9-24, vorteilhaft 12-22 Kohlenstoffatome und die jeweiligen Kohlenwasserstoffreste können übliche Alkyl- oder Alkenylreste sein; bei den Mono- oder Dialkylphenolen enthalten die Alkylreste vorteilhaft 4-12 Kohlenstoffatome, wobei der gesamte Mono- oder Di alkylphenyl rest vorzugsweise 14-24 Kohlenstoffatome enthält. Als Fettsäuren können beispielsweise Laurinsäure, Palmitinsäure, Myristinsäure, Oelsäure, Stearinsäure, Arachinsäure und Behensäure und technische Gemische, wie Kokosfettsäure und Talgfettsäure genannt werden; als Fettsäureamide können die Amide der geannten Säuren erwähnt werden; als Fettalkohole können die entsprechenden Alkohole erwähnt werden, sowie synthetische, verzweigte Alkohole; als alkylsjbstit,-ierte Phenole können z.B. Dibutylphenol, Isooctylphenol, Mono- oder Dinonylphenol und Monododecylphenol erwähnt werden; als Sorbitanester können insbesondere Sorbitanmono- und -dioleat und Sorbitanmono- und -distearat genannt werden. Der Oxäthylierungsgrad wird zweckmässig so gewählt, dass der HLB-Wert im entsprechenden Bereich liegt; vorteilhaft beträgt der Oxäthylierungsgrad 3-70, vorzugsweise 3-50, insbesondere 4-30.

Die anionaktiven Oel-in-Wasser-Emulgatoren sind vornehmlich schwächer anionisch als die eingesetzten Farbstoffe und sind vorteilhaft wasserlösliche Carbonsäuren, die vorzugsweise in Salzform vorliegen. Als Beispiele solcher wasserlöslichen Carbonsäuren können insbesondere carboxymethyl ierungsprodukte der oben-erwähnten nicht-ionogenen Emulgatoren genannt werden, insbesondere die Carboxymethylierungsprodukte der oxäthylierten Fettalkohle und der oxäthylierten Mono- oder Dialkylphenole. Ferner können als anionaktive Emulgatoren auch noch Phosphorsäurepartialester von gegebenenfalls oxäthylierten höheren Fettalkoholen erwähnt werden, wobei die Fettalkohole z.B.

wie oben definiert sind, und gegebenenfalls in Salzform vorliegen. Die anionaktiven Emulgatoren können als Salze üblicher Kationen vorliegen, z.B. Alkalimetallkationen (Natrium, Lithium, Kalium) oder Ammonium (unsubstituiertes Ammonium oder durch C1,2-Alkyl und/oder C2 3-Alkanol substituiertes Ammonium, z.B. Mono-, Di- oder Triäthanol- oder -isopropanolammonium).

Vorzugsweise ist mindestens ein Teil der eingesetzten Dispergatoren ein nicht-ionogener Oel-in-Wasser-Emulgator. Vorteilhaft sind mindestens 10 Gew.% der eingesetzten Emulgatoren (c) nicht-ionogene Emulgatoren, vorzugsweise mindestens 30 Gew.%, insbesondere mindestens 50 Gew.%. Mit besonderem Vorteil werden als Komponente (c) ausschliesslich nicht-ionogene Emulgatoren eingesetzt.

Die Farbstoffe (a) können je nach Farbstoff, Substrat und gewünschter Farbtiefe in sehr stark variierenden Konzentrationen eingesetzt werden, z.B.

von 0,05 Gew.% bis 10 Gew.%, bezogen auf das zwischengetrocknete Fellsubstrat, vorteilhaft in Konzentrationen von 0,2 bis 5 Gew.%, bezogen auf das zwischengetrocknete Substrat.

Pro 100 Sewichtsteile der Komponente (a) werden vorteilhaft 2-200 echtsteile, vorzugsweise 5-100 Gewichtsteile, insbesondere 10-50 uewichtsteile der Komponente (b) eingesetzt.

Pro 100 Gewichtsteile der Komponente (a) werden vorteilhaft 2-500 Gewichtsteile, :zugsweise 5-200 Gewichtsteile, insbesondere 10-100 Gewichtsteile der Komponente (c) eingesetzt.

Die Färbung erfolgt in wässrigem Medium, vorteilhaft unter milden Temperaturbedingungen, z.B. bei 15-40 C, vorzugsweise 15-25"C; der pH-Wert liegt vorteilhlft im Bereich von 3,5-9, wobei zu Beginn des Färbens der pH-Wert vorzugsweise im Bereich von 6-8 liegt und am Ende des Färbevorgangs (durch Säurezugabe) vorzugsweise im Bereich von 3,5-5 liegt. Zur Einstellung der pH-Werte können in der Lederfärberei uebliche Säuren und Basen verwendet werden, z.B. Ammoniak, Alkalimetallcarbonate, -bicarbonate, -formiate, -lcetate oder -phosphate bzw. Salzsäure, Schwefelsäure, Essigsäure, Amei-Oelsäure oder Weinsäure.

Ein besonderer Aspekt des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass e,.sser den genannten Komponenten, der Färbeflotte ein Lederfettungsmittel (i), insbesondere ein dispergiertes Lederfettungsmittel (Fettlicker) zugegeben wird. Es eignen sich im allgemeinen beliebige, nicht-ionogen und/oder anionisch dispergierte, gegebenenfalls chemisch-modifizierte, natürliche Lederfettungsmittel, insbesondere beliebige übliche natürliche tierische, vegetabile oder mineralische Fette, fette Oele, Wachse, Harze oder Harzöle o»er chemisch modifizierte tierische oder pflanzliche Fette oder Oele, vornehmlich: Talg, Trane, Klauenöl, Olivenöl, Rizinusöl, Rüböl, Leinöl, Holzöl, Baumwollsamenöl, Sesamöl, Maisöl und Japantalg und chemisch modifizierte Produkte derselben (z.B. Hydrolyse-, Ammonolyse-, Umesterungs-, Oxydations-, Hydrierungs- oder Sulfierungsprodukte), Bienenwachs, chinesisches Wachs, Carnaubawachs, Montanwachs, Wollfett, Kolophonium, Juchtenöl, Schellack, Mineralöle mit Siedebereich innerhalb 300-370"C (insbesondere die sogenannten "heavy alkylates"), Weichparaffin, Mittelparaffin, Hartparaffin, Vaseline und Ceresin und (C14 22-Fettsäure)-methylester. Darunter sind die chemisch nicht-modifizierten Fettungsmittel und die Methylester bevorzuqt; vorteilhaft werden Talg, Trane, Klauenöl, Olivenöl, Rizinusöl, Paraffine, Vaseline, Mineralöle, "heavy alkylates", Ceresin und Wollfett, sowie die oben-erwähnten Methylester eingesetzt, worunter Wollfett und die Fettsäuremethylester besonders bevorzugt sind. Die erwähnten Fette können mit Hilfe von nicht-ionogenen und/oder anionaktiven Tensiden in Wasser dispergiert sein, z.B. unter Zuhilfenahme der oben-genannten Tenside oder aber auch durch chemische Modifikation der genannten Fette, z.B. durch Hvdroly se, Ammonolyse und/oder Sulfierung, wodurch beispielsweise die entsPrechenden Fettsäuren, Fettsäureamide bzw. sulfatierten oder sulfonierten Fette entstehen, welche auch emulgierende Eigenschaften besitzen. In den FettJnqstnitteldispersionen können auch nicht-ionogene Tenside mit höheren HL3--Werten bzw. höherem Aethoxylierunqsgrad eingesetzt werden, z.B. solche von den oben-qenannten, die bis zu 100 Aethylenoxydeinheiten durchschnittlich pro Molekül enthalten bzw. Carboxymethylierungsprodukte davon. Es tonnen i allgemeinen übliche Lederfettungsmitteldispersionen verwendet werden, wie sie im allgemeinen zum Fetten von Leder Gebrauch finden, wobei solche bevorzugt sind, die keine stärker anionischen Tenside, namentlich keine sulfogruppenhaltigen Tenside enthalten. Vorzugsweise werden die Fettunqsmittel (d) in Form von Dispersionen verwendet, die pro 100 Gewichtsteile Reinfett, 30-300 Gewichtsteile, vorzugsweise 50-200 Gewichtsteile Gesamttenside enthalten. Diese Dispersionen haben beispielsweise einen Trackenstoffgehalt von 10-90, vorzugsweise 30-60 Gewichtsprozent (bezogen auf das Gesamtgewicht dieser Dispersion).

Die Komponente (d) kann bereits in sehr geringen Konzentrationen wirksam sein und wird beispielsweise in Konzentrationen von 0,2-10 Gew.%, bezogen auf das zwischengetrocknete Substrat, zugegeben. Sehr gute färberische Reservierungseffekte werden bereits bei Fettkonzentrationen von 0,2-4, vorzugsweise 0,5-2 Gew.%, bezogen auf das zwischenqetrocknete Fell, erreicht.

Die so gefärbten Felle können gewünschtenfalls auf übliche Weise weiterbehandelt werden, z.B. nachgefettet.und/oder wasserabstossend ausgerüstet und qewünschtenfalls kann die Fleischseite mit weiteren üblichen Zurichtehilfsmitteln behandelt werden, z.B. gegebenenfalls unter Zuhilfenahme entsprech Rnder inderpräparate und/oder Lacke, narbengepräyt werden und/oden mit farbstoffhaltigen Präparaten beschichtet und/oder bedruckt werden. Die :aarseite kann erforderlichenfalls wie üblich zugerichtet werden, z.B.

geschert und/oder gebürstet werden.

t1aJ dem erfindugsgemässen Verfahren sind gefärbte Woll- und Pelzfelle ereältlich, die auf der Haarseite hervorragend reserviert sind und auf der Lederseite hervorragend durchgefärbt sind, wobei die Färbungen sich sowohl durch Nassechtheiten als auch durch Trockenechtheiten (z.B. Lichtechtheit, Re bechtheit, Wassertropfenechtheit, Wasserechtheit, Trockenreinigungsechthe t nd Waschechtheit) auszeichnen. Die Haarseite wird optimal geschont.

Zur Erzielung besonderer Bicoloreffekte von Haarseite und Lederseite kann z.3. auch so verfahren werden, dass die Haarseite des Woll- oder Pelzfelles Isd dabei gegebenenfalls auch die Lederseite) mit einem wolleaffinen Farbstoff gefärbt wird, wonach die Lederseite erfindungsgemäss nachgefärbt w'rd.

In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile arewichtsteile und die nrozente Gewichtsprozente; die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.

Beispiel 1 (Fassfärbung) 100 Teile zwischengegrocknete englische Schaffelle (Peizvelours) werden im Walkfass 30 Minuten lang bei 20° in 2000 Teilen einer wässrigen Flotte vorbehandelt, die 1g/l Natriumbicarbonat, 1g/l 25%iges Ammoniak und 0,5q/l Oleoylpoly(6,5)äthylenglykolmonoester enthält; danach werden 0,5g/l eines farbstoffaffinen Aufziehhilfsmittels der Formel (I), worin R ein Chemisch aus Behenyl und Arachidyl ist, q 3 bedeutet und die Summe m + n + p = 105 ist, zugegeben und das Fell wird mit dieser Flotte 10 Minuten lang weiterbehandelt. Anschliessend werden 1,5g/l der untenstehenden Fettungsmitteldispersion und 1,5g/l C.I. Solubilised.Sulphur Brown 14 zugegeben und es wird 60 Minuten, stets bei 20°, weitergefärbt; anschliessend wird 1,0g/l -5tiger Essigsäure zugegeben und es wird eine weitere Stunde bei 20° behandelt. Danach wird mit Wasser bei 35° gespült und gewaschen und zum Nachfetten wiri eine frische, wässrige Flotte von 35° angesetzt, die 1,0g/l der untenstehenden Fettungsmitteldispersion und 2,0g/l einer 60%gen wässrigen Dispersion eines sulfatierten Fischöls enthält und es wird 30 Minuten mit dieser Flotte behandelt, danach wird getrocknet, konditioniert, geschüttelt, gekämmt, geschert, gebügelt, nochmals geschert und ausgebürstet. Die Lederseite des Pelzfelles ist egal und echt durchgefärbt und die Haarseit ist hervorragend reserviert.

Die verwendete Fettungsmitteldispersion weist folgende Zusammensetzung auf: 295 Teile Talgfetfsäuremethylester 15 Teile Oelsäure 30 Teile Stearinsäure 40 Teile Oleylalkoholpoly(60)äthylenglykolmonoäther SO Teile carboxynethylierter Talgfettalkoholdecaäthylenglykolmonoitiler est Wasser, bis zu einem Total von 1000 Teilen Dispersion.

Analog wie im obigen Beispiel 1 werden die folgenden C.I. Farbstoffe einem setzt: C.I. Solubilised Sulphur Red 6 c.r. Solubilised Sulphur Brown 10 c.r. Solubilised Sulphur Black 1 C.I. Solubilised Sulphur Blue 11 Beispiel 2 Man verfährt wie im Beispiel 1 beschrieben, setzt aber beim Färben anstelle von 1,0g/l der Lederfettungsmitteldispersion weitere O,5g/l des OleDi'po'+-(6,5)äthylenglykolmonoesters ein.

Es wird auch ein hervorragend gefärbtes Wollfell mit reservierter Haarseite erhalten.


Anspruch[de]

Patentansprüche 1 Verfahren zum Färben der Lederseite von Woll- oder Pelzfellen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Woll- oder Pelzfelle aus wässrigem Medium mit wasserlöslichen sulfogruppenhaltigen Schwefelfarbstoffen (a) in Gegenwart von farbstoffaffinen Aufziehhilfsmitteln (b) und von nichtionogenen und/oder anionaktiven hydrophilen Dispergatoren (c) färbt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die farbstoffaffinen Aufziehhilfsmittel (b) hochoxäthylierte und gegebenenfalls quaternierte tenside Fettamine oder Fettaminoalkylamine sind.

3. Verfahren nach Anspruch 2, worin die farbstoffaffinen Aufziehhilfsmittel der durchschnittlichen Formel

entsprechen, worin R Alkyl oder Alkenyl mit 16 bis 22 Kohlenstoffatomen, q eine ganze Zahl von 2 bis 6, m, n und p je mindestens 1 und m + n + p 20 bis 110 bedeuten, und gegebenenfalls quaterniert sind.

4. Verfahren nach Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass sis nichtionogene Dispergatoren solche mit HLB 6 eingesetzt werden.

5. Verfahren nach Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass als anionaktive Dispergatoren wasserlösliche carboxygruppenhaltige Tenside eingesetzt werden.

6. Verfahren nach Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von einem nicht-ionogenen und/oder anionisch emulgierten, gegebenenfalls chemisch modifizierten natürlichen Lederfettungsmittel (d) färbt.

7. Verfahren nach Ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbstoff (a) in Konzentrationen von 0,05 bis 10 Gew.%, bezogen auf das zwischengetrocknete Fell eingesetzt wird.

8. Verfahren nach Ansprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass pro 100 Gewichtsteile Farbstoff (a) 2 bis 200 Gewichtsteile des farbstoffaffinen Aufziehhilfsmittels (b) und 2 bis 500 Gewichtsteile des hydrophilen Dispergators (c) eingesetzt werden.

9. Verfahren nach Ansprüchen 6-8, dadurch gekennzeichnet, dass das gegebenenfalls chemisch modifizierte, natürliche Lederfettungsmittel (d) in Konzentrationen von 0,2 bis 10 Gew., bezogen auf zwischengetrocknetes Fell, eingesetzt wird.

10. Das gemäss Ansprüchen 1-9 auf derlederseite gefärbte Woll- oder Pelzfell.







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