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Dokumentenidentifikation DE3521647A1 18.12.1986
Titel Spitzer für weiche Minen, insbesondere in Kosmetikstiften
Anmelder Weckerle, Peter, 8123 Peißenberg, DE
Erfinder Weckerle, Peter, 8123 Peißenberg, DE
Vertreter Grättinger, G., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anw., 8130 Starnberg
DE-Anmeldedatum 15.06.1985
DE-Aktenzeichen 3521647
Offenlegungstag 18.12.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.12.1986
IPC-Hauptklasse B43L 23/08
IPC-Nebenklasse A45D 40/20   

Beschreibung[de]

Spitzer für weiche Minen, insbesondere in Kosmetik-

stiften Die Erfindung betrifft einen Spitzer für weiche Minen, insbesondere von Minen in Kosmetikstiften, in deren Halter die Minen axial verschieblich aufgenommen sind, mit einer Hülse zum Einführen der Mine und einer oder mehreren Schneiden im Bereich der Hülsenbohrung oder deren axialer Verlängerung.

Ein derartiger Spitzer ist aus der deutschen Patentschrift 27 25 104 bekannt. Sein Nachteil besteht darin, daß die Mine während des Spitzens axial in die Schneide hineingedrückt werden muß, damit entsprechend dem axialen Vorschub ein Abtragen von Minenwerkstoff und damit das Formen der Spitze möglich ist. Dabei besteht die Gefahr, daß die weiche Mine verformt wird, ggf. abbricht.

Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Spitzer der gattungsgemäßen Art zu schaffen, der eine besonders schonende Einwirkung der Schneiden auf die Minenspitze gewährleistet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schneiden in radialer Richtung federnd abgestützt sind und die Federkraft derart bemessen ist, daß die Schneiden während des Drehens der Mine zum Zwecke des Spitzens aus ihrer radial äußeren Stellung mit zunehmendem Abtragen von Minenwerkstoff allmählich tiefer in die Mine eindringen, bis die Endform der Minenspitze erreicht ist.

Bei diesem Lösungsvorschlag geht es im wesentlichen darum, die Schneidwirkung der Schneiden unabhängig vom axialen Vorschub der Mine zu machen. Der Einfluß der Hand der Bedienungsperson wird praktisch dadurch vollständig ausgeschaltet, daß die Mine von vorneherein in einer durch die Position der Schneide bzw. Schneiden vorgegebenen Tiefe in die Hülse des Spitzers hineingesteckt wird, wonach die Mine zum Spitzen gedreht wird. Es versteht sich von selbst, daß die Mine dabei mindestens so tief in die Hülse hineingesteckt wird, bis die spätere Minenspitze sich vollständig vor bzw.

zwischen den Schneiden befindet. Für das eigentliche Spitzen selbst ist somit weder ein axialer Vorschub der Mine noch ein axiales Andrücken der Mine gegen die Schneide bzw. Schneiden erforderlich. Wenn sich die Mine einmal in ihrer richtigen axialen Position innerhalb des Spitzers befindet wird sie unter Vermeidung jeder axialen Belastung bloß gedreht. Dabei wandern die Schneiden infolge der Federkraft radial nach innen, d.h. es wird solange Minenmaterial an den Schneiden abgestreift, bis die Minenspitze fertig ist.

Im Rahmen der Erfindung ist vorzugsweise vorgesehen, daß die Schneiden während des Einschiebens der Mine in den Spitzer, also durch die Mine selbst, entgegen der Federkraft radial nach außen bewegt werden. Denkbar sind aber auch solche Lösungen, bei denen die radial auswärts gerichtete Bewegung der Schneiden beim Einführen der Mine ohne Einwirkung der Mine auf die Schneiden betätigt wird. Die Federkraft, mit welcher die Schneiden in radialer Richtung nach innen gedrückt werden ist feinfühlig abzustimmen auf die Druckfestigkeit bzw. den Weichheitsgrad des Minenmaterials, etwa derart, daß die Schneiden erst nach mehreren Umdrehungen der Mine ihre radial innere Endposition, in welcher die Spitze fertig ist, erreichen.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die Hülse als Ringteil ausgebildet ist, an welchem ein oder mehrere axial erstreckte, radial federnde Ansätze befestigt sind, die an ihrem freien Ende jeweils eine Schneide tragen. Es handelt sich hier um eine sehr einfach aufgebaute und herzustellende Ausführungsform. Die Ansätze werden gebildet durch selbstfedernde Zungen, an deren Enden die Schneiden angeformt sind. Durch geeignete Dimensionierung von Länge und Querschnitt dieser Ansätze kann die gewünschte Federkraft sehr leicht verwirklicht werden.

Im Rahmen der Erfindung können eine oder mehrere derartiger Ansätze vorgesehen sein. Bei nur einem Ansatz ergibt sich der Vorteil, daß dessen Schneide über die Mitte der Minenspitze hinaus verlängert sein kann, so daß eine besonders scharfe Ausbildung der Minenspitze möglich ist.

Bei Anordnung mehrerer mit Schneiden versehener Ansätze, wobei bevorzugt zwei Ansätze in Frage kommen, besteht die Möglichkeit, deren freie Enden im Sinne von Unteranspruch 4 elastisch miteinander zu verbinden, wodurch eine genaue Position der Enden der Ansätze erreicht werden kann. Außerdem ergibt sich dabei die Möglichkeit einer zusätzlichen Einflußnahme auf die Federkraft, insbesondere zu deren Verstärkung.

Die Ausbildung einer Anschlagfläche an der Hülse gem.

Unteranspruch 3 bringt den Vorteil mit sich, daß nach Einnahme der Anschlagposition durch den Minenhalter die Mine in ihre gewünschte Endstellung ausgefahren werden kann, wonach das Drehen der Mine unter Beibehaltung der definierten Anschlagstellung erfolgt.

Zweckmäßigerweise wird der erfindungsgemäße Spitzer als einstückiges Kunststoffteil, z.B. durch Spritzgießen hergestellt. Ein geeigneter Werkstoff ist Polystyrol; auch das etwas weichere Polyetylen kann noch in Frage kommen.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt Fig. 1 einen Spitzer mit zwei Schneiden in perspektiwischer Darstellung; Fig. 2 einen Axialschnitt durch den Spitzer, parallel zu den beiden Schneiden mit eingeschobener Mine und Fig. 3 eine andere Ausführungsform des Spitzers in schematischer Darstellung.

Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Spitzer besteht aus einer Hülse 1 mit einer Bohrung 2, welche a'. Führung zur Aufnahme einer Mine 3 dient. Die Hülse 1 besitzt auf ihrer der Einschuböffnung für die Mine abgewandten Seite einen Abschnitt 4 mit geringerem Außendurchmesser, dessen Wandstärke mit derjenigen zweier axialer Ansätze 5 übereinstimmt, die an ihren freien Enden schräge Schneiden 6 aufweisen. Die Schneiden 6 entsprechen der fertigen Minenspitze.

In Fig. 1 ist die Hülse im oberen Bereich ihrer Darstellung teilweise geschnitten; außerdem ist der unten dargestellte Ansatz 5 über einen Teil seiner Länge längs einer Ebene durch die Längsachse des Spitzers geschnitten dargestellt.

Fig. 2 zeigt einen reinen Axialschnitt mit eingeschobener Mine 3, deren obere Hälfte mit fertig geformter Spitze 7 und deren untere Hälfte mit stumpfer Spitze 8 dargestellt ist. Dementsprechend ist der untere Ansatz 5 in radialer Richtung entsprechend nach außen gebogen; infolge seiner Verformung wirkt die Federkraft F im Sinne einer Rückstellungskraft des verformten Ansatzes 5, d.h. die Schneide 6 dieses Ansatzes wird mit einer Kraft entsprechend der Federkraft F gegen die Mine 3 im Bereich ihrer stumpfen Spitze 8 angedrückt. Diese Andrückung ist ausreichend zum Abtragen von Minenmaterial während des Drehens der Mine, und zwar solange bis der ausgelenkte Ansatz 5 seine in der oberen Hälfte der Fig. 2 dargestellte Ausgangsstellung wieder erreicht hat. Die Mine ist dann unter entsprechender Verkürzung um den Betrag a gespitzt.

Während des Spitzens der Mine liegt ein die Mine verschieblich aufnehmender Halter 9 des Kosmetikstifts mit seiner Stirnfläche an der zugeordneten Anschlagfläche 10 der Hülse 1 des Spitzers an.

Während der Spitzer in den Figuren 1 und 2 etwa in fünffacher Vergrößerung dargestellt ist zeigt Fig.

3 eine abgewandelte Ausführungsform in etwa zweifacher Vergrößerung. Hier sind zwei Ansätze 5 an der Hülse 1 angeformt, und zwar so daß deren Umfangsflächen dieselbe Zylinderfläche beschreiben. Die beiden Ansätze 5 sind mittels eines elastischen Verbindungsteils 11 in Form einer bogenförmigen Lasche miteinander verbunden, so daß ihre gegenseitige Position festgelegt ist; beim Auseinanderbiegen der Ansätze 5 während des Einsteckens einer stumpfen Mine zwischen die Schneiden 6 der Ansätze 5 muß der Verbindungsteil 11 entsprechend mitverformt werden, so daß sich eine steilere Federkennlinie ergibt.

- L e e r s e i t e -


Anspruch[de]

Patentansprüche 1. Spitzer für weiche Minen, insbesondere von Minen in Kosmetikstiften, in deren Halter (9) die Minen (3) axial verschieblich aufgenommen sind, mit einer Hülse (1) zum Einführen der Mine (3) und einer oder mehreren Schneiden (6) im Bereich der Hülsenbohrung oder deren axialer Verlängerung, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneiden (6) in radialer Richtung federnd abgestützt sind und die Federkraft (F) derart bemessen ist, daß die Schneiden (6) während des Drehens der Mine (3) zum Zwecke des Spitzens aus ihrer radial äußeren Stellung mit zunehmendem Abtragen von Minenwerkstoff allmählich tiefer in die Mine (3) eindringen, bis die Endform (7) der Minenspitze erreicht ist.

2. Spitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, iaß die Hülse (1) als Ringteil ausgebildet ist, an welchem ein oder mehrere axial erstreckte, radial federnde Ansätze (5) befestigt sind, die an ihrem freien Ende jeweils eine Schneide (6) tragen.

3. Spitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Hülse (1) eine Anschlagfläche (10) für den die Mine (3) aufnehmenden Halter (3) ausgebildet ist.

4. Spitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Ansätze (5) mit jeweils einer Schneide (6) vorgesehen sind und daß die freien Enden der Ansätze (5) über ein elastisches Verbindungsteil (11) miteinander verbunden sind.

5. Spitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß er als einstückiges Kunststoffteil ausgebildet ist.







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