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Dokumentenidentifikation DE3522028A1 02.01.1987
Titel Eckverbindung für Umrandungen
Anmelder Bug-Alutechnik GmbH, 7981 Vogt, DE
Erfinder Diehm, Walter, 7981 Vogt, DE
Vertreter Engelhardt, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7990 Friedrichshafen
DE-Anmeldedatum 20.06.1985
DE-Aktenzeichen 3522028
Offenlegungstag 02.01.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.01.1987
IPC-Hauptklasse E04C 3/40

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Eckverbindung für Umrandungen zur Verspannung zweier aneinanderstoßender Rahmenprofile, insbesondere für Rahmen von Verglasungsbauten,und besteht aus einem zweiteiligen Winkelstück, dessen Schenkel in diesen angepaßte Hohlräume der Rahmenprofile hineinragen und mit diesen verbindbar sind.

Eine Eckverbindung dieser Art ist durch die DE-AS 12 64 874 bekannt. Bei dieser Ausgestaltung ist das Winkelstück der Länge nach aufgeteilt und zwischen die beiden Teile, deren Schenkel jeweils unter einem vorgegebenen Winkel fest miteinander verbunden sind, werden Keile derart eingesetzt, daß die beiden Teile des Winkelstückes gegen zwei gegenüberliegende Innenflächen des Rahmenprofiles gepreßt werden. Durch diese Eckverbindung können demnach Rahmenprofile nur unter einem vorgegebenen Winkel, den die Schenkel des Winkelstückes jeweils einschließen, miteinander verbunden werden. Eine Verstellmöglichkeit und eine vielseitige Verwendbarkeit ist somit nicht gegeben.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Eckverbindung von Umrandungen zu schaffen, die bei einfacher Handhabung zur festen Verbindung von Rahmenprofilen in unterschiedlichen Winkelstellungen ohne daß dazu bauliche Veränderungen vorzunehmen sind, und somit vielseitig verwendbar ist. Außerdem soll die Abstützung des Winkelstückes an den Rahmenprofilen und damit die Kraftübertragung stets günstig sein.

Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die beiden Schenkel des Winkelstückes aus zwei in unterschiedlichen Ebenen angeordneten sich im Bereich der Stoßfuge überdeckenden plattenförmig ausgebildeten Bauteilen bestehen und daß die Schenkel um eine senkrecht zu diesen Ebenen verlaufende auf der Stoßfuge der zu verbindenden Rahmenprofile liegenden Achse drehbar ineinander geführt sind.

Zweckmäßig ist es hierbei, die Drehachse der Schenkel im Schnittpunkt der beiden den einzuschließenden Winkel zugekehrten Stirnflächen der Rahmenprofile oder der Schenkel anzuordnen und die beiden Schenkel des Winkelstückes in dem den anderen Schenkel überdeckenden Bereich auf der Außenseite kreisförmig gekrümmt oder ein- oder mehrfach abgeschrägt auszubilden.

Bei im Schnittpunkt der beiden inneren Stirnflächen der Rahmenprofile angeordneter Drehachse ist es vorteilhaft, die Schenkel zur Anlage in einem vorgegebenen Bereich der anzuschließenden Rahmenprofile mit einem der Breite der Schenkel entsprechenden Radius um die Drehachse gekrümmt auszubilden.

Angebracht ist es ferner, die Schenkel des Winkelstückes jeweils mit einem über deren Verlängerung der inneren Stirnfläche überstehenden vorzugsweise unter einem Winkel von 20° bis 40° zu dieser nach außen verlaufenden in das anzuschließende Rahmenprofil ragenden Ansatzstück zu versehen. Dadurch wird der Verstellbereich der Eckverbindung vergrößert.

Um Verkantungen zu vermeiden, sollte bei im Schnittpunkt der beiden inneren Stirnflächen der Rahmenprofile angeordneter Drehachse die Schenkel in deren Bereich jeweils mit einer vorzugsweise kreisförmig zur Drehachse gekrümmten Freisparung versehen sein.

Zur verdrehbaren Lagerung der beiden Schenkel des Winkelstückes ist es zweckmäßig, an einem der Schenkel einen konzentrisch zu der Drehachse verlaufenden Ansatz anzubringen und an dem anderen Schenkel eine konzentrisch zu der Drehachse verlaufende Aufnahmenut einzuarbeiten, in die der Ansatz eingreift.

Angebracht ist es hierbei, den Ansatz als winkelförmigen Haken auszubilden und die Aufnahmenut mit einer Hinterschneidung zu versehen, in der der Haken gehalten ist. Außerdem sollte zur Vermeidung von Verklemmungen der an dem einen Schenkel angebrachte Ansatz mit Spiel in der Aufnahmenut des anderen Schenkels geführt sein.

Zur Abstützung hoher Kräfte sollten des weiteren die beiden Schenkel mittels in dem Rahmenprofilen vorzugsweise jeweils in Schraubkanälen gehaltenen und im Bereich der Überdeckung zwischen die Schenkel eingreifender Spannschrauben mit den Rahmenprofilen verspannt werden können.

Um eine feste Verbindung zwischen den Rahmenprofilen und den Schenkeln herzustellen, können an diesen ferner vorzugsweise in deren Endbereichen jeweils ein in die Ebene des anderen Schenkels ragender mit der jeweiligen Stirnfläche bündig verlaufender Ansatz angeformt sein, mittels denen die Schenkel an den diesen zugeordneten Rahmenprofilen durch Schrauben oder dgl. formschlüssig zu befestigen sind.

Die gemäß der Erfindung ausgebildete Eckverbindung für Umrandungen ist nicht nur einfach in der konstruktiven Ausgestaltung und somit wirtschaftlich, zumal diese, abgesehen von den Befestigungsschrauben, nur aus zwei Teilen besteht, herstellbar, sondern bei einfacher Handhabung auch vielseitig verwendbar. Werden nämlich die beiden ausgesonderten Bauteilen bestehenden Schenkel des Winkelstückes in unterschiedlichen Ebenen angeordnet und verdrehbar ineinander geführt, so können Rahmenprofile in unterschiedlichen Winkelstellungen in einem vorgegebenen Winkelbereich sicher miteinander fest verbunden werden. Zusätzliche bauliche Maßnahmen sind dazu nicht erforderlich, das Winkelstück ist lediglich zwischen die auf Gehrung geschnittenen Rahmenprofile einzusetzen und diese sind gegebenenfalls mit den Schenkeln zu verbinden, um eine Eckverbindung herzustellen. Und da die Schenkel im Bereich der Überdeckung mittels Schrauben zusätzlich auseinandergedrückt und gegen die beiden Innenflächen der als Hohlprofil ausgebildeten Rahmenprofile gepreßt werden können, wird auch eine hohe Kraftübertragung ermöglicht, so daß, ohne daß Winkelstücke unterschiedlicher Ausgestaltung auf Lager gehalten werden müssen, zuverlässige Eckverbindungen von Umrandungen in einer großen Anzahl von unterschiedlichen Winkelstellungen ohne Schwierigkeiten herzustellen sind.

In der Zeichnung ist ein gemäß der Erfindung ausgebildetes Ausführungsbeispiel einer Eckverbindung von Umrandungen dargestellt, das nachfolgend im einzelnen erläutert ist. Hierbei zeigt:

Fig. 1 die Eckverbindung zweier Rahmenprofile in Draufsicht in einem Längsschnitt und

Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1.

In Fig. 1 ist die Eckverbindung einer nur teilweise dargestellten Umrandung 1 gezeigt, die aus zwei als Hohlprofile ausgebildeten Rahmenprofilen 2 und 3 besteht. Die unter einem Winkel α geneigt zueinander verlaufenden Rahmenprofile 2 und 3 sind auf Gehrung geschnitten und liegen an einer Stoßfuge 4 dicht aneinander an.

Zur Verbindung der beiden Rahmenprofile 2 und 3 ist ein Winkelstück 11 vorgesehen, das aus zwei Schenkeln 12 und 13 zusammengesetzt ist, die als gesonderte plattenförmige Bauteile ausgebildet sind. Die Schenkel 12 und 13 sind hierbei in unterschiedlichen Ebenen angeordnet und um eine Achse A, die auf der Stoßfuge 4 liegt, verdrehbar ineinander geführt. Um dies zu ermöglichen, ist, wie dies insbesondere der Fig. 2 entnommen werden kann, an dem Schenkel 12 ein Ansatz 31, der zusätzlich einen Haken 32 aufweist, angeformt, und in dem Schenkel 13 ist eine Aufnahmenut 33, die mit einer Hinterschneidung 34 versehen ist und die den Ansatz 31 aufnimmt, eingearbeitet. Der Ansatz 31 wie auch die Aufnahmenut 33 sind konzentrisch zu der Drehachse A gekrümmt ausgebildet und mit Spiel ineinander gehalten, die beiden Schenkel 12 und 13 können demnach leicht gegeneinander verdreht und entsprechend dem jeweils vorgegebenen Winkel α eingestellt werden.

Die Drehachse A liegt bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel im Schnittpunkt der beiden inneren Stirnflächen 14 und 15 der Rahmenprofile 2 und 3 auf der Stoßfuge 4, außerdem sind die äußeren Stirnflächen der Schenkel 12, 13 im Bereich der Überdeckung unter einem Radius r, der der Breite der Schenkel 12, 13 entspricht, als gekrümmte Flächen 16 und 17 ausgebildet. Dadurch liegen die gekrümmten Flächen 16 und 17 stets in einem vorgegebenen Bereich an den Rahmenprofilen 2 und 3 an. Mittels in diesen in Schraubkanälen 24 und 25 gehaltener Spannschrauben 22 und 23, die in einen Spalt 30 zwischen den Schenkeln 12 und 13 einführbar sind, können diese somit auf einfache Weise gegen die Innenflächen der Rahmenprofile 2 und 3 gepreßt werden. Eine hohe Kraftübertragung ist dadurch gewährleistet, zumal die Schenkel 12 und 13 mittels an dieser angeformter Ansätze 26 und 27 und in den Rahmenprofilen 2 und 3 gehaltener Schrauben 28 und 29 mit diesen fest verbindbar sind.

An den Schenkeln 12 und 13, die im Bereich der Drehachse A zur Vermeidung von Verkantungen mit konzentrischen Freisparungen 20 bzw. 21 versehen sind, ist ferner jeweils ein über die Verlängerung der inneren Stirnflächen der Schenkel 12, 13 unter einem Winkel β von ca. 20° bis 40° überstehendes Ansatzstück 18 bzw. 19 angeformt, das in das jeweils anzuschließende Rahmenprofil 3 bzw. 2 hineinragt. Der Verstellbereich des Winkelstückes 11 wird dadurch vergrößert, so daß die Rahmenprofile 2 und 3 in unterschiedlichen Winkelstellungen, die einen Winkel von 90° bis 135° einschließen können, miteinander sicher verbindbar sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Eckverbindung von Umrandungen zur Verspannung zweier aneinanderstoßender Rahmenprofile, insbesondere für Rahmen von Verglasungsbauten, bestehend aus einem zweiteiligen Winkelstück, dessen Schenkel in diesen angepaßte Hohlräume der Rahmenprofile hineinragen und mit diesen verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkel (12, 13) des Winkelstückes (11) aus zwei in unterschiedlichen Ebenen angeordneten sich im Bereich der Stoßfuge (4) überdeckenden plattenförmig ausgebildeten Bauteilen bestehen und daß die Schenkel (12, 13) um eine senkrecht zu diesen Ebenen verlaufende auf der Stoßfuge (4) der zu verbindenden Rahmenprofile (2, 3) liegenden Achse (A) drehbar ineinander geführt sind.
  2. 2. Eckverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (A) der Schenkel (12, 13) im Schnittpunkt der beiden den einzuschließenden Winkel (α) zugekehrten Stirnflächen (14, 15) der Rahmenprofile (2, 3) oder der Schenkel (12, 13) angeordnet ist.
  3. 3. Eckverbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkel (12, 13) des Winkelstückes (11) in dem den anderen Schenkel überdeckenden Bereich auf der Außenseite (16, 17) kreisförmig gekrümmt oder ein- oder mehrfach abgeschrägt ausgebildet sind.
  4. 4. Eckverbindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei im Schnittpunkt der beiden inneren Stirnflächen (14, 15) der Rahmenprofile (2, 3) angeordneter Drehachse (A) die Schenkel (12, 13) zur Anlage in einem vorgegebenen Bereich der aneinander stoßenden Rahmenprofile (2, 3) mit einem der Breite der Schenkel (12, 13) entsprechenden Radius (r) um die Drehachse (A) gekrümmt ausgebildet sind.
  5. 5. Eckverbindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (12, 13) des Winkelstückes (11) jeweils mit einem über deren Verlängerung der inneren Stirnfläche überstehenden vorzugsweise unter einem Winkel β von 20° bis 40° zu dieser nach außen verlaufenden in das anzuschließende Rahmenprofil (2 bzw. 3) ragenden Ansatzstück (18, 19) versehen sind.
  6. 6. Eckverbindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei im Schnittpunkt der beiden inneren Stirnflächen (14, 15) der Rahmenprofile (2, 3) angeordneter Drehachse (A) die Schenkel (12, 13) in deren Bereich jeweils mit einer vorzugsweise kreisförmig zur Drehachse (A) gekrümmten Freisparung (20, 21) versehen sind.
  7. 7. Eckverbindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur verdrehbaren Lagerung der beiden Schenkel (12, 13) des Winkelstückes (11) an einem der Schenkel (12) ein konzentrisch zu der Drehachse (A) verlaufender abstehender Ansatz (31) angebracht und an dem anderen Schenkel (13) eine konzentrisch zu der Drehachse (A) verlaufende Aufnahmenut (33) eingearbeitet sind, in die der Ansatz (31) eingreift.
  8. 8. Eckverbindung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (31) als winkelförmiger Haken (32) ausgebildet ist und daß die Aufnahmenut (33) eine Hinterschneidung (34) aufweist, in die der Haken (32) eingreift.
  9. 9. Eckverbindung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der an dem einen Schenkel (12) angeformte Ansatz (31) mit Spiel in der Aufnahmenut (33) des anderen Schenkels (13) geführt ist.
  10. 10. Eckverbindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkel (12, 13) mittels in den Rahmenprofilen (2, 3) vorzugsweise jeweils in Schraubkanälen (24, 25) gehaltener und im Bereich der Überdeckung zwischen die Schenkel (12, 13) eingreifender Spannschrauben (22, 23) mit den Rahmenprofilen (2, 3) verspannbar sind.
  11. 11. Eckverbindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an den Schenkeln (12, 13) vorzugsweise in deren Endbereichen jeweils ein in die Ebene des anderen Schenkels ragender, mit der jeweiligen Stirnfläche bündig verlaufender Ansatz (26, 27) angeformt ist, mittels denen die Schenkel (12, 13) an den diesen zugekehrten Rahmenprofilen (2, 3) durch Schrauben (28, 29) oder dgl. formschlüssig befestigbar sind.






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