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Dokumentenidentifikation DE3537642C1 08.01.1987
Titel Antistatikunterlage für elektronische Geräte
Anmelder Zeis, Hans-Jürgen, 8500 Nürnberg, DE
Erfinder Zeis, Hans-Jürgen, 8500 Nürnberg, DE
Vertreter Louis, D., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 8183 Rottach-Egern; Pöhlau, C., Dipl.-Phys., 8500 Nürnberg; Lohrentz, F., Dipl.-Ing., 8130 Starnberg; Segeth, W., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 23.10.1985
DE-Aktenzeichen 3537642
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.01.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.01.1987
IPC-Hauptklasse H05F 3/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Antistatikunterlage für elektronische Geräte.

Derartige Antistatikunterlagen werden bspw. für elektronische Bildschirmgeräte gebraucht, um die statische Aufladung des Gerätegehäuses und/oder des Bedieners abzuleiten. Die auf dem Markt befindlichen Antistatikunterlagen sind Filzmatten, in denen sich Kupferdrähte befinden. Sie sind in der Herstellung aufwendig und damit teuer. Beispielsweise kosten solche Unterlagen für ein Bildschirmgerät DM 200,--.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Antistatikunterlagen zu schaffen, sie sich sehr leicht herstellen lassen und damit extrem preisgünstig sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Trägerschicht aus Pappe, eine auf der Trägerschicht aufkaschierte Schicht aus Preßspan SE, der die Forderung bezüglich Feuersicherheit gemäß Listung UL 94 erfüllt und eine auf die Preßspanschicht aufkaschierte Metallfolie.

Eine derartige Antistatikunterlage läßt sich aus billigen Zwischenprodukten sehr leicht herstellen und ist damit extrem preisgünstig. Der Preis einer solchen Antistatikunterlage ist ein Bruchteil von dem Preis, zu dem herkömmliche Antistatikunterlagen verkauft werden müssen.

Die erfindungsgemäße Antistatikunterlage hat darüber hinaus den Vorteil, daß sie feuerhemmend wirkt, so daß bei einem Brand des Gerätes sich dieser nicht durch die Antistatikunterlage hindurch auf das Möbel oder eine sonstige Unterlage ausbreiten kann.

Der erfindungsgemäße Aufbau garantiert auch eine hohe elektrische Durchschlagfestigkeit.

Zweckmäßigerweise ist unterhalb der Trägerschicht eine Rutschsicherung vorgesehen, vorzugsweise in Form von zumindest bereichsweise auf die Trägerschicht aufgebrachter(m) Kunststoffolie, Filz oder Schaumstoff. Diese stellt nicht nur sicher, daß die Antistatikunterlage zusammen mit dem daraufstehenden elektronischen Gerät nicht verrutschen kann, sondern - sofern die Schicht durchgehend ist - schützt auch die Antistatikunterlage vor Feuchtigkeit, da die Pappe hygroskopisch ist.

Als Metallfolie wird zweckmäßigerweise Aluminiumfolie verwendet.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Antistatikunterlage im Querschnitt darstellt.

Dort ist mit 10 eine Aluminiumfolie mit einer Dicke von vorzugsweise 0,15 bis 0,30 µm bezeichnet, mit 12 eine Schicht aus Preßspan SE mit einer Dicke von vorzugsweise 0,3 bis 0,5 mm, der die Forderung bezüglich Feuersicherheit gemäß Listung UL 94 erfüllt, mit 14 eine Trägerschicht aus Pappe, z. B. finnischer Handholzpappe 2-5 mm stark oder Graupappe 2-5 mm stark, und mit 16 eine rutschfeste Schicht aus Kunststoffolie mit einer Dicke von ca. 2 mm. Die Abmessungen der Antistatikunterlage betragen bspw. 50 × 60 cm.

In der Anwendung wird die Aluminiumfolie der Antistatiküberlage über eine elektrische Leitung mit einem Nulleiter verbunden.

Der Preßspan bedeutet eine zusätzliche Sicherheit und im Hinblick auf die Preisgünstigkeit ist seine Gegenwart vertretbar.

Die Antistatikunterlage wird in fertigkaschiertem Zustand aus Platten gestanzt und kann je nach Kundenwunsch noch verschönert oder aufwendiger verarbeitet werden (Ledereinfassung, Kunststoff-Design als Umrahmung).

Die Aluminiumauflage kann außerdem noch bedruckt werden (Information oder Werbetext).


Anspruch[de]
  1. 1. Antistatikunterlage für elektronische Geräte, gekennzeichnet durch eine Trägerschicht (14) aus Pappe, eine auf der Trägerschicht (14) aufkaschierte Schicht (12) aus Preßspan SE, der die Forderung bezüglich Feuersicherheit gemäß Listung UL 94 erfüllt und eine auf die Preßspanschicht (12) aufkaschierte Metallfolie (10).
  2. 2. Antistatikunterlage für elektronische Geräte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Trägerschicht (14) eine Rutschsicherung (16) vorgesehen ist.
  3. 3. Antistatikunterlage für elektronische Geräte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rutschsicherung aus zumindest bereichsweise auf die Trägerschicht aufgebrachter(m) Kunststoffolie/Filz oder Schaumstoff besteht.
  4. 4. Antistatikunterlage für elektronische Geräte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallfolie (10) eine Aluminiumfolie ist.






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