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Dokumentenidentifikation DE3614330A1 08.01.1987
Titel Schnellzeichenmaschine zur Anfertigung von technischen Zeichnungen
Anmelder Henrichs, Klaus-Peter, 5000 Köln, DE
Erfinder Henrichs, Klaus-Peter, 5000 Köln, DE
DE-Anmeldedatum 28.04.1986
DE-Aktenzeichen 3614330
Offenlegungstag 08.01.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.01.1987
IPC-Hauptklasse B43L 13/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schnellzeichenmaschine zur Anfertigung von technischen Zeichnungen.

Die Schnellzeichenmaschine soll das problemlose Anfertigen von technischen Zeichnungen ermöglichen. Hierzu ist es erforderlich, daß Parallelführung und Schrägwinkelvorwahl der Zeichenlineale gewährleistet ist.

Es ist bekannt, zur Erfüllung dieser Erfordernisse Zeichenmaschinen über Gestänge, Laufwagen, Führungsschienen und Seilzüge fest mit dem Arbeitsplatz zu verbinden.

Diese Führungshilfen benötigen jedoch sehr viel Platz, schränken den Bewegungsraum beim Zeichnen ein und geben die mögliche Zeichnungsgröße durch den begrenzten Bewegungsspielraum vor. Durch die feste Montage am Arbeitsplatz sind sie zwangsläufig ortsgebunden und behindern die anderweitige Nutzung des Arbeitsplatzes. Desweiteren müssen große Zeichnungen, auch für kleine Überarbeitungen wenn sie mit der Zeichenmaschine durchgeführt werden sollen, zeitraubend im vorgegebenen Winkel auf dem Arbeitsplatz befestigt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine ortsunabhängige Schnellzeichenmaschine zu entwickeln, welche für alle Zeichnungsgrößen eingesetzt werden kann.

Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Einrichtung durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1. gelöst.

Um eine solche Schnellzeichenmaschine, die für unterschiedlichste Zeichenarbeiten eingesetzt wird, auf einfache Weise präzise führen und bedienen zu können, ist nach weiteren Ausbildungen der Erfindung die Schnellzeichenmaschine durch die kennzeichnenden Merkmale der Unteransprüche 2, 3, 4, 5, 6 und 7 ausgestattet.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß die Schnellzeichenmaschine ohne große Vorbereitungen an jedem ebenen, waagerechten Arbeitsplatz eingesetzt werden kann, schnelleres und einfacheres zeichnen ermöglicht wird und der gesamte Zeichentisch bei Bedarf für andere Arbeiten zur Verfügung steht.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.

Das erforderliche Eigengewicht wird durch das Gehäuse (Pos. A) und den Druckstempel (Pos. B) gebildet.

Über den Schalthebel (Pos. C) wird über Vierkantführung der Druckstempel gesteuert. Bei der Schalthebelstellung C1 befinden sich die Hafträder (Pos. G) auf der Arbeitsfläche (Pos. O). Die Haftradstellung ist arretiert, somit die Schnellzeichenmaschine parallel verfahrbar.

Bei Schalthebelstellung C2 befindet sich der Druckstempel mit seiner rutschfesten Beschichtung auf der Arbeitfläche. Die Schnellzeichenmaschine ist nun zum Ausführen von Linien justiert.

Bei Schalthebelstellung C3 hebt der Druckstempel die Zeichenmaschine an. Die Hafträder haben keine Verbindung mit der Arbeitsfläche. Mit dem Schalthebel (Pos. D) lassen sich nun die Hafträder, welche über ein Präzisionsgestänge (Pos. E) miteinander verbunden sind, in jede beliebige Laufrichtung umstellen.

Nach Arretierung wird der Schalthebel (Pos. C) in Stellung C1 gebracht. Die Schnellzeichenmaschine ist nun in der neuen, vorgewählten Richtung parallel verfahrbar.

Die Laufrichtung wird durch die optische Richtungsanzeige (Pos. F) angezeigt.

Die Hafträder (Pos. G) sind so konstruiert, daß in der Mitte der Lauffläche ein rutschfester Gummiring aufgezogen ist. Dieser hat zwei Funktionen.

  • 1.) geräuschmindernden Lauf der Schnellzeichenmaschine.
  • 2.) bei unbeabsichtigtem Handdruck entgegen der Laufrichtung zwingt er das Haftrad, durch das Eigengewicht der Schnellzeichenmaschine, in Schräglage.

Dies wird ermöglicht durch die Vierpunktaufhängung (Pos. H).

Der an den Rändern der Hafträder befindliche Scharfschliff bewirkt bei Schräglage der Hafträder ein verkanten gegen die Arbeitsfläche. Bei vorschriftsmäßigem Gebrauch der Schnellzeichenmaschine ist damit ein verrutschen ausgeschlossen und die exakte Parallelführung gewährleistet.

Über den Schalthebel (Pos. J) werden über die Keilscheiben (Pos. K) die Kugelroller (Pos. L) über Vierkantführung gesteuert. Bei Schalthebelstellung J1 haben die Kugelroller keine Verbindung zur Arbeitsfläche. Bei Schalthebelstellung J2 heben die Kugelroller die Schnellzeichenmaschine einschl. der Hafträder von der Arbeitsfläche ab. In dieser Stellung ist ein allseitiges verfahren und drehen der Schnellzeichenmaschine möglich.

Die angebrachten Lineale (Pos. M) sind um die Schnellzeichenmaschine drehbar und mit Winkelmesser ausgestattet.

Die Kugelroller und der Druckstempel werden durch Druckfedern (Pos. N) in Ruhestellung gehalten. Der Federdruck ist durch Muttern justierbar.


Anspruch[de]
  1. 1. Schnellzeichenmaschine zur Anfertigung von technischen Zeichnungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnellzeichenmaschine ortsunabhängig und ohne zusätzliche ortsfeste Führungshilfen, durch Eigengewicht über lenkbare Hafträder in alle Richtungen parallel verfahrbar ist.
  2. 2. Schnellzeichenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnellzeichenmaschine mit Vierpunkthaftradaufhängung ausgestatte ist.
  3. 3. Schnellzeichenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnellzeichenmaschine mit speziellen Hafträdern ausgestattet ist.
  4. 4. Schnellzeichenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnellzeichenmaschine mit einem absenkbaren Druckstempel zum Feststellen und Anheben der Zeichenmaschine ausgestattet ist.
  5. 5. Schnellzeichenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichenet, daß die Schnellzeichenmaschine mit höhenverstellbaren Kugelrollern ausgestattet ist, welche ein allseitiges verschieben und drehen der Schnellzeichenmaschine erlauben.
  6. 6. Schnellzeichenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnellzeichenmaschine mit einer optischen Laufrichtungsanzeige ausgestattet ist.
  7. 7. Schnellzeichenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnellzeichenmaschine mit einer Laufrichtungsvorwahl ( 12 × 15° ) ausgestattet ist.






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