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Dokumentenidentifikation DE3304584C2 29.01.1987
Titel Wärmeempfindliches Farbübertragungsmaterial
Anmelder Fuji Kagakushi Kogyo Co. Ltd., Osaka, JP
Erfinder Seto, Tadoa, Matsudo, Chiba, JP;
Shimazaki, Yoshikazu, Osaka, JP
Vertreter Türk, D., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Gille, C., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 4000 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 10.02.1983
DE-Aktenzeichen 3304584
Offenlegungstag 08.09.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.01.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.01.1987
IPC-Hauptklasse B41M 5/26
Zusammenfassung Ein wärmeempfindliches Farbübertragungsaufzeichnungsmedium weist eine durchgehende Unterlage und eine Mehrzahl von beschichteten Bereichen aus auf die Unterlage aufgebrachten wärmeempfindlichen Übertragungs- bzw. Abdruckfarben auf. Die beschichteten Bereiche sind auf der Unterlage Seite an Seite so angeordnet, daß sie die Unterlage überqueren. Die beschichteten Bereiche sind in der Längsrichtung der Unterlage sequentiell in einer sich wiederholenden Einheit angeordnet, die eine Mehrzahl verschiedenfarbig beschichteter Bereiche aufweist. Jeder dieser verschiedenfarbig beschichteten Bereiche in der Einheit hat eine in der Längsrichtung der Unterlage gemessene Länge, die im wesentlichen der Länge oder Breite eines Kopie-Blattes entspricht. Jede der wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten der beschichteten Bereiche ist eine transparente Farbschicht, die einen transparenten Färbungsstoff und einen transparenten Heißschmelzträger aufweist. Die Mehrzahl der verschiedenfarbigen wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten der beschichteten Bereiche des Aufzeichnungsmediums wird so auf das Kopie-Blatt übertragen, daß verschiedenfarbige Farbbilder auf dem Kopie-Blatt überlagert werden, um ein Farbbild zu erhalten. Durch Anwenden des Aufzeichnungsmediums kann mit geringen Kosten eine Farbkopie erhalten werden, die ein klares Farbbild mit einer großen Auflösung hat.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein wärmeempfindliches Farbübertragungsmaterial, das eine Unterlage und eine Mehrzahl von auf die Unterlage aufgebrachten Schichten aus wärmeempfindlicher Übertragungsfarbe unterschiedlicher Färbung aufweist, wobei jede Farbschicht eine Schicht aus transparenter Farbe ist, die ein Färbemittel und einen transparenten Heißschmelzträger enthält; sie betrifft insbesondere ein wärmeempfindliches Farbübertragungsmaterial mit einer Unterlage und einer Mehrzahl von auf die Unterlage aufgebrachten Schichten aus wärmeempfindlicher Übertragungsfarbe unterschiedlicher Färbung, die sich über die Breite der Unterlage erstrecken und in Längsrichtung der Unterlage in sich wiederholender Folge aneinanderstoßend angeordnet sind, das für die Verwendung in einem thermischen Aufzeichnungssystem, das Farbbilder erzeugen kann, beispielsweise in einem Wärmedrucker, geeignet ist.

In den letzten Jahren werden thermische Drucker und thermische Faksimile-Einrichtungen wegen ihrer Vorteile, wie z. B. wegen ihrer Wartungsfreiheit und ihrer geringen Kosten, in großem Umfange verwendet. Dafür wird in der Regel ein Wärmeübertragungsband oder Kohlepapier, bestehend aus einer Unterlage und einer darauf aufgebrachten wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschicht, als Aufzeichnungsmaterial verwendet, und es sind bereits verschiedene Verbesserungen zur Erhöhung der Schnelligkeit der übertragenen Bilder vorgeschlagen worden.

Die bekannten thermischen Drucker und thermischen Faksimile-Einrichtungen sind bisher nur in der Lage, ein einfarbiges, beispielsweise ein schwarzes oder blaues Original zu vervielfältigen. Es besteht aber ein erheblicher Bedarf für thermische Drucker und thermische Faksimile-Einrichtungen, mit deren Hilfe auch mehrfarbige Bilder erzeugt werden können.

Ein Beispiel für ein bekanntes Farbaufzeichnungssystem ist ein Schlagaufzeichnungssystem, wie es auch bei der herkömmlichen Schreibmaschine angewandt wird, bei dem ein Stoffband, beispielsweise ein mit zwei Farben beschichtetes Farbband, eingesetzt wird. Bekannt ist auch ein Farbstrahl-Aufzeichnungssystem, bei dem unter Anwendung von zwei oder mehr Farbstrahlköpfen Farben gespritzt werden. Das erstgenannte System hat den Nachteil, daß es beim Betrieb laut ist und eine geringe Aufzeichnungsgeschwindigkeit hat, während das zuletztgenannte System den Nachteil hat, daß die Düsen zum Spritzen der Farbe zum Verstopfen neigen. Außerdem ist bei der zuletztgenannten Vorrichtung nicht nur der Betrieb selbst, sondern auch die Herstellung kompliziert und teuer, da die Menge der ausgespritzten Farbe geregelt werden muß.

Vor kurzem wurde ein Farbaufzeichnungssystem vorgeschlagen, bei dem das Prinzip des Farbfernsehens und der Farbphototelegraphie angewendet werden. Die Fig. 1 der beiliegenden Zeichnungen zeigt in Form einer schematischen Darstellung ein solches Farbaufzeichnungssystem. Dabei wird ein Farboriginal 1 mittels Filtern 2a, 2b und 2c einer Farbtrennung unterworfen. Die nach Farben getrennten entsprechenden Bilder werden dann mittels photoelektrischer Röhren 3a, 3b und 3c gelesen und in ein Gelb-Signal Y, ein Cyan-Signal C sowie ein Magenta-Signal M umgesetzt. Die Signale werden von einem Sender 4 zu einem Empfänger 5 übertragen, an dem erneut eine Signaltrennung durchgeführt wird. Die Signale werden zu einem Drucker 6 geleitet, um auf einem Kopieblatt 7 ein Farbbild zu reproduzieren, das dem Original entspricht. In einem solchen System ist die Verwendung eines thermischen Druckers als Drucker 6 vom Standpunkt der niedrigen Kosten, des einfachen Betriebs, der geringen Geräuschentwicklung und der großen Druckgeschwindigkeit vorteilhaft.

Auch aus der DE-OS 29 21 120 ist ein Farbbildherstellungsverfahren unter Anwendung des thermischen Farbaufzeichnungssystems in einem thermischen Farbdrucker bekannt, bei dem in einem einzigen Arbeitsgang mehrfarbige Bilder erhalten werden. Bei diesem Verfahren wird ein Aufzeichnungsmaterial mit einer Unterlage und darauf aufgebrachten parallelen Streifen oder Flecken von wärmeempfindlichen Farben der Farbtönung gelb, magenta, cyan und schwarz verwendet, die sich über die Breite der Unterlage erstrecken, so daß jeder Farbstreifen bzw. Farbfleck eine sehr geringe Breite von etwa 0,23 mm hat. Der bei diesem Verfahren eingesetzte Wärmekopf besteht aus einer doppelten Reihe von Heizelementen, die entsprechend den Farbstreifen oder Farbflecken in einer einzigen Reihe angeordnet sind, so daß dann, wenn das Farbübertragungsmaterial mit der vierfachen Geschwindigkeit des Aufzeichnungsträgers über den thermischen Druckkopf bewegt wird, die verschiedenen Farbstreifen bzw. Farbflecken bei einem einzigen Durchgang des Farbübertragungsmaterials kontinuierlich auf den Kopieträger Zeile für Zeile übertragen werden. Bei diesem Verfahren treten jedoch insofern Probleme auf, als die Farbauflösung nicht zufriedenstellend ist und auch die Positionen zwischen dem Aufzeichnungsmaterial und dem Kopieblatt nicht leicht einstellbar sind, so daß es sehr schwierig ist, klare Farbbilder zu erhalten.

Aufgabe der Erfindung war es daher, ein wärmeempfindliches Farbübertragungsmaterial zu schaffen, das in einem thermischen Drukker eingesetzt werden kann und bei großer Bildauflösung klare mehrfarbige Bilder im Rahmen eines wirtschaftlichen und technisch leicht durchführbaren Vervielfältigungsverfahrens ergibt.

Es wurde nun gefunden, daß diese Aufgabe gelöst werden kann mit einem wärmeempfindlichen Farbübertragungsmaterial, das eine Unterlage und eine Mehrzahl von auf die Unterlage aufgebrachten Schichten aus wärmeempfindlicher Übertragungsfarbe unterschiedlicher Färbung aufweist, wobei jede Farbschicht eine Schicht aus transparenter Farbe ist, die ein Färbemittel (in der Regel ein transparentes organisches Pigment) und einen transparenten Heißschmelzträger enthält.

Gegenstand der Erfindung ist ein wärmeempfindliches Farbübertragungsmaterial mit einer Unterlage und einer Mehrzahl von auf die Unterlage aufgebrachten Schichten aus wärmeempfindlicher Übertragungsfarbe unterschiedlicher Färbung, die sich über die Breite der Unterlage erstrecken und in Längsrichtung der Unterlage in sich wiederholender Folge aneinander anstoßend angeordnet sind, das dadurch gekennzeichnet ist, daß jede wärmeempfindliche Übertragungsfarbschicht eine transparente Farbschicht ist, die einen transparenten Farb- stoff und einen transparenten Heißschmelzträger aufweist und eine Länge hat, die der Länge oder Breite eines Kopie blattes entspricht.

Mit dem erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Farbübertragungsmaterial ist es möglich, im Rahmen eines wirtschaftlich und großtechnisch durchführbaren Farbaufzeichnungsverfahrens klare mehrfarbige Bilder mit großer Auflösung bei kurzen Vervielfältigungszeiten herzustellen. Es kann in einem thermischen Drucker eingesetzt werden, der tür die schnelle Farbaufzeichnung geeignet ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung handelt es sich bei der Mehrzahl der verschiedenfarbigen Farbschichten um drei Gelb-, Magenta- und Cyan-Farbschichten.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung enthält die sich wiederholende Einheit zusatzlich zu den drei Gelb-, Magenta- und Cyan-Farbschichten eine schwarze wärmeempfindliche Übertra- gungsfarbschicht.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist jede der wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten eine Dicke von 1 bis 10 µm auf.

Vorzugsweise hat jede der wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten einen Schmelzpunkt von 50 bis 150°C, eine Viskosität von 20 bis 10 000 mPa×s bei einer um 30°C über dem Schmelzpunkt einer jeden Farbschicht liegenden Temperatur und ein Eindringungsvermögen (Penetration) von 0,1 bis 50.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird als Unterlage ein Polymerfilm oder ein Papier mit einer Dicke von 3 bis 25 µm und einer Dichte von 0,8 bis 1,5 g/cm3 verwendet.

Bei dem erfindungsgemäßen Farbübertragungsmaterial hat die durchgehende Unterlage vorzugsweise eine Breite, die gleich der Länge oder Breite des Kopieblattes ist, wobei jeder der verschiedenfarbig beschichteten Bereiche in der sich wiederholenden Einheit eine Größe hat, die derjenigen des Kopieblattes entspricht.

Gegenstand der Erfindung ist ferner die Verwendung des vorstehend beschriebenen wärmeempfindlichen Farbübertragungsmaterials zur Herstellung von Farbkopien durch Überlagerung der entsprechenden verschiedenfarbigen Farbschichtabschnitte oder Farbschichtbereiche auf einem Kopieblatt wenigstens über seine gesamte Breite oder Länge jedes Farbschichtbereiches oder zur aufeinanderfolgenden bildweisen Übertragung der einzelnen Übertragungsfarbschichten auf das Kopieblatt mittels eines Wärmekopfes, so daß die verschiedenen Farbauszüge auf dem Kopieblatt einander überlagert sind und eine Farbkopie bilden.

Die wesentlichen Merkmale und Eigenschaften des erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Farbübertragungsmaterials sind insbesondere folgende:

  • 1) Jede Schicht aus wärmeempfindlicher Ubertragungsfarbe ist eine transparente Farbschicht, die einen transparenten Farbstoff und einen transparenten Heißschmelzträger enthält;
  • 2) jede der verschiedenfarbigen (gelben, magenta- und cyanfarbenen) Farbschichten in der sich wiederholenden Farbfolge hat eine Länge in Längsrichtung der bahnförmigen Unterlage, die nahezu gleich der Länge oder Breite eines Kopieblattes ist;
  • 3) die entsprechenden unterschiedlichen Farbschichten des Farbübertragungsmaterials werden jeweils auf der gesamten Breite oder Länge auf ein Kopieblatt gelegt und nacheinander entsprechend der Bildvorlage bzw. dem entsprechenden Farbauszug der zu kopierenden Vorlage mittels eines Wärmekopfes auf das Kopieblatt übertragen, so daß die auf dem Kopieblatt übereinander kopierten unterschiedlichen Farbbilder eine mehrfarbige Kopie ergeben.


Da erfindungsgemäß die verschiedenfarbigen Ubertragungsschichten transparent sind, erhält man eine klare, gute Farbkopie mittels der übereinander kopierten unterschiedlichen Farbbilder oder Farbauszüge.

Wenn mit dem erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Farbübertragungsmaterial eine Farbkopie angefertigt werden soll, wird zunächst eine Farbschicht einer Farbe auf ein Kopieblatt in der Weise gelegt, daß die Farbschicht der Oberfläche des Kopieblattes gegenüberliegt und diese über die gesamte Breite oder Länge oder die gesamte Fläche überdeckt. Mit Hilfe eines Wärmekopfes wird dann ein Bild einer bestimmten Farbe auf das Kopieblatt übertragen. Dieser Vorgang wird anschließend mit anderen Abschnitten des Übertragungsmaterials wiederholt, um die anderen Farben auf das Kopieblatt zu übertragen und die gewünschte mehrfarbige Kopie herzustellen.

Das erfindungsgemäße wärmeempfindliche Farbübertragungsmaterial benötigt keine Farbdrucker oder komplizierte Mechanismen, sondern ermöglicht die Verwendung einfacher und preiswerter Einrichtungen, die leicht zu handhaben sind, gleichwohl aber zuverlässig arbeiten.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 ein Farbaufzeichnungssystem in einer schematischen Darstellung,

Fig. 2 eine Ausführungsform des wärmeempfindlichen Farbübertragungsaufzeichnungsmaterials nach der vorliegenden Erfindung in einer schematischen Draufsicht,

Fig. 3 das Aufzeichnungsmaterial aus Fig. 2 in einem Schnitt längs der Linie X-X

Fig. 4 eine modifizierte Ausführungsform des in den Fig. 2 und 3 dargestellten Aufzeichnungsmaterials in einer schematischen Draufsicht,

Fig. 5A, 5B und 5C eine Art der Herstellung eines Farbbildes unter Verwendung des in den Fig. 2 und 3 dargestellten Aufzeichnungsmaterials in schematischen Ansichten,

Fig. 6 eine andere Ausführungsform des Aufzeichnungsmaterials nach der vorliegenden Erfindung in einer schematischen Draufsicht,

Fig. 7 das in Fig. 6 dargestellte Aufzeichnungsmaterial in einem Schnitt längs der Linie Y-Y,

Fig. 8 eine modifizierte Ausführungsform des in den Fig. 6 und 7 dargestellten Aufzeichnungsmaterials in einer schematischen Draufsicht und

Fig. 9 und 10 eine Art der Herstellung eines Farbbildes unter Verwendung des in den Fig. 6 und 7 dargestellten Aufzeichnungsmaterials in einer schematischen Darstellung.

Das wärmeempfindliche Farbübertragungsmaterial der vorliegenden Erfindung wird benutzt, um auf einem Kopie- bzw. Abdruck-Blatt ein mehrfarbiges Bild zu erzeugen, und zwar durch aufeinanderfolgendes Übertragen einer Mehrzahl wärmeempfindlicher Übertragungsfarbschichten unterschiedlicher Farben, zumindest der drei Primärfarben Gelb, Magenta (Purpurrot) und Cyan (Blaugrün), die sich in jeder wiederholenden Einheit enthaltene beschichtete Bereiche bilden, auf das Kopie-Blatt, so daß die verschiedenfarbigen Farbbilder auf dem Kopie-Blatt überlagert werden.

Demnach kann das Ausbilden eines Farbbildes unter Verwendung des Aufzeichnungsmaterials der vorliegenden Erfindung durchgeführt werden, indem zwei- oder dreifarbige Farbbilder mit Gelb, Magenta und Cyan auf dem Kopie-Blatt überlagert werden.

Im einzelnen können auch andere Farben als primäres reines Gelb, Cyan und Magenta, wie Rot, Blau, Grün und Schwarz durch Überlagern von zwei oder drei Gelb-, Cyan- und Magenta-Farbbildern gebildet werden. In diesem Fall liegen die überführten und überlagerten verschiedenfarbigen Farbbilder auf dem Kopie-Blatt in einem solchen Zustand vor, daß sie im wesentlichen nicht miteinander vermischt sind. Dementsprechend muß jede der Farbschichten in dem Aufzeichnungsmaterial der vorliegenden Erfindung höchst transparent sein, da andernfalls ein klares Farbbild mit einer guten Farbreproduktion nicht erzielt werden kann.

Bei der vorliegenden Erfindung beträgt die Transparenz einer jeden Gelb-, Magenta- oder Cyan-Farbschicht für sichtbares Licht vorzugsweise nicht weniger als 68%, vorzugsweise nicht weniger als 80%. Um zu erreichen, daß jede Farbschicht diese Transparenz hat, ist es erforderlich, einen Farbstoff mit einer großen Durchlässigkeit (Transparenz) und einen Heißschmelzträger (wie Bindemittel und Weichmacher) großer Transparenz zu benutzen. Ferner sollten der Farbstoff und der Heißschmelzträger, die in jeder Farbschicht benutzt werden, vorzugsweise ähnliche Brechungszahlen haben.

Bei der vorliegenden Erfindung bedeutet der Ausdruck "transparenter Farbstoff" einen solchen Farbstoff, der eine transparente Farbschicht ergeben kann, wenn er mit einem transparenten Heißschmelzträger vermischt wird, der z. B. aus einem Bindemittel und einem Weichmacher zusammengesetzt ist.

Die in der gelben Farbschicht benutzten transparenten gelben Übertragungsfarben enthalten Pigmente, wie Chromgelb (Bleichromat), Zinkgelb (basisches Zinkchromat), Zitronengelb (Bariumchromat), Kadmiumgelb, Naphtholgelb S, Hansagelb 5G, Hansagelb 3G, Hansagelb G, Hansagelb GR, Hansagelb A, Hansagelb RN, Hansagelb R, Benzidingelb, Benzidingelb G, Benzidingelb GR, Permanentgelb NCG und Chinolingelb-Pigmentfarbe; und Farbstoffe wie Auramin.

Die in der Magenta-Farbschicht benutzten transparenten Magenta-Übertragungsfarben enthalten Pigmente wie Permanentrot 4R, Brillantechtscharlachrot (Brilliant Fast Scarlet), Brillantkarmin BS, Permanentkarmin FB, Litholrot, Permanentrot F5R, Brillantkarmin 6B, Pigmentscharlachrot 3B, Rhodaminpigmentfarbe bzw. -lack Y und Alizarinpigmentfarbe bzw. -lack; und Farbstoffe wie Rhodamin.

Die in der Cyan-Farbschicht benutzten transparenten Cyan-Übertragungsfarben enthalten Pigmente, wie Viktoriablaupigment, metallfreies Phthalocyaninblau, Phthalocyanblau und Echthimmelblau; und Farbstoffe wie Viktoriablau.

Die transparente Übertragungsfarbe wird in einer Menge im Bereich von 1 bis 20% (hier und nachfolgend stets auf das Gewicht bezogen), vorzugsweise von 5 bis 15%, auf der Basis des Gewichts einer jeden wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschicht benutzt. Wenn der Gehalt des Farbstoffs den obigen Bereich übersteigt, nimmt die Transparenz der Farbschicht ab, so daß die Farbreproduktion schwierig wird. Wenn der Gehalt des Farbstoffs unter dem obigen Bereich liegt, wird die Färbungsstärke der Farbschicht vermindert.

Die warmeempfindliche Übertragungsfarbschicht ist aus einem transparenten Farbstoff und einem transparenten Heißschmelzträger zusammengesetzt, der aus Bindemittel und Weichmacher besteht.

Die Übertragungsfarbschicht wird gebildet, indem eine wärmeempfindliche Übertragungsfarbzusammensetzung auf eine Unterlage aufgebracht wird. Vorzugsweise enthält die Übertragungsfarbzusammensetzung 1 bis 20% eines Farbstoffes, 20 bis 80% eines Bindemittels und 3 bis 25% eines Weichmachers, bezogen auf das gesamte Trockengewicht der Farbzusammensetzung. Das Beschichten kann durch Heißschmelzbeschichten oder Lösungsmittelbeschichten erfolgen. Die Dicke der Übertragungsfarbschicht wird gewöhnlich im Bereich von 1 bis 10 µm gewählt.

Es ist bevorzugt, als Bindemittel Hartwachse zu verwenden, die ein Eindringungsvermögen (Penetration) (gemäß JIS K 2530) von 10 bis 30 (bei 25°C) haben, um die Wärmeempfindlichkeit der resultierenden Übertragungsfarbschicht zu verbessern. Beispiele solcher Wachse sind Carnaubawachs, Mikrokristallinwachs, Nebel- wachs, Bienenwachs, Ceresinwachs und Spermacet. Das Hartwachs kann je nach den Bedürfnissen in Kombination mit einem leicht heißschmelzbaren Material angewendet werden, wie Polyäthylen mit niedrigem Molekulargewicht, oxidiertem Wachs oder Esterwachs.

Es ist bevorzugt, als Weichmacher leicht heißschmelzbare Materialien anzuwenden, wie Petroleumharze, Polyvinylacetat, Polystyrol, Styrol-Butadien-Copolymer, Celluloseester, Celluloseäther sowie Acrylharze und Schmieröle, wie Mineralöle.

Um die wärmeempfindliche Übertragungsfarbschicht mit einer guten Schmelzübertragbarkeit zu versehen, kann dieser Farbzusammensetzung ein Streck- oder Verdünnungsmittelpigment zugesetzt werden, das vorzugsweise auch transparent ist. Beispiele für ein derartiges transparentes Verdünnungsmittelpigment sind Magnesiumcarbonat (Magnesiumhydroxidcarbonat), Calciumcarbonat (ausgefälltes Calciumcarbonat), Kaolinton (Alu- miniumsilikat), hochdispergierendes Kieselsäureanhydrid und weißer Kohlenstoff (ausgefälltes Siliciumdioxid). Das Streck- oder Verdünnungsmittelpigment wird in einer Menge von nicht mehr als 10%, vorzugsweise von 2 bis 10%, bezogen auf das gesamte Trockengewicht der wärmeempfindlichen Übertragungsfarbzusammensetzung, angewendet.

Ferner kann der wärmeempfindlichen Übertragungsfarbzusammensetzung ein feinverteiltes wärmeleitendes Material zugesetzt werden, um die wärmeempfindliche Übertragungsfarbzusammensetzung mit guter Schmelzübertragbarkeit zu versehen, ohne daß das wärmeleitende Material die Transparenz der Farbschicht beeinträchtigt. Das bevorzugte wärmeleitende Material hat eine Wärmeleitfähigkeit von 6,0×10-4 bis 25,0×10-4 kal/ sek cm°C. Beispiele für wärmeleitendes Material sind Pulver aus Metallen, wie Aluminium, Kupfer, Zinn und Zink. Das wärmeleitende Material wird in einer Menge von nicht mehr als 30%, vorzugsweise von 3 bis 30%, bezogen auf das gesamte Trockengewicht der Farbzusammensetzung, angewendet.

Vom Standpunkt der Schmelzübertragbarkeit ist es wünschenswert, daß die sich ergebenden wärmeleitenden Übertragungsfarbschichten einen Schmelzpunkt von 50° bis 150°C und eine Viskosität von 20 bis 10000 mPa×s bei einer um 30°C über dem Schmelzpunkt liegenden Temperatur haben. Auch ist es wünschenswert, daß die Übertragungsfarbschichten ziemlich hart sind, da oft Schichten leicht verunreinigt sind, und deshalb sind Über- tragungsfarbschichten bevorzugt, die ein Eindringungsvermögen (Penetration) von 0,1 bis 50 haben.

Das wärmeempfindliche Farbübertragungsaufzeichnungsmaterial der vorliegenden Erfindung kann ferner zum Reproduzieren eines deutlich schwarzen Bildes zusätzlich zu den gelb-, magenta- und cyanfarbigen Übertragungsfarbschichten eine schwarzfarbige wärmeempfindliche Übertragungsfarbschicht enthalten. Die schwarze Übertragungsfarbschicht wird von einer wärmeempfindlichen Übertragungsfarbzusammensetzung gebildet, die einen schwarzen Farbstoff enthält, wie Kohlenstoffschwarz oder auf Nigrosingrundlage. Die Farbzusammensetzung für die schwarze Übertragungsfarbschicht kann eine ähnliche Formulierung wie die Farbzusammensetzungen für die gelb-, magenta- und cyanfarbigen Übertragungsfarbschichten haben, mit Ausnahme des Farbstoffes. Die schwarze Übertragungsfarbschicht muß jedoch nicht notwendigerweise transparent sein, da gewöhnlich das schwarze Bild nicht mit dem gelb-, magenta- oder cyanfarbigen Bild überlagert wird.

Als Unterlage werden vorzugsweise solche Materialien angewendet, die eine angemessene Wärmebeständigkeit und eine gute Wärmeleitfähigkeit haben. Bevorzugte Beispiele für die Unterlage sind Polymerfilme und Papiere jeweils mit einer Dicke von 3 bis 25 µm und einer Dichte von 0,8 bis 1,5 g/cm3, wie Cellophan, Polyimidfilm, Polyesterfilm, Polyäthylenfilm, Polystyrolfilm, Polypropylenfilm, Kondensatorpapier, Pergaminpapier, synthetisches Papier und Hartpapier.

Die gelb-, magenta- sowie cyanfarbigen Übertragungsfarbschichten, und gegebenenfalls ferner die schwarze Übertragungsfarbschicht, werden in einer solchen Weise auf einer durchgehenden Unterlage vorgesehen, daß die drei oder vier verschiedenfarbigen Farbschichten Seite an Seite angeordnet sind, so daß sie die durchgehende Unterlage ohne gegenseitige Überlappung in einer sich wiederholenden Einheit durchqueren. Die die drei oder vier verschiedenfarbigen Farbschichten enthaltende, sich wiederholende Einheit wird in der Längsrichtung der durchgehenden Unterlage in sich wiederholender Folge aneinander anstoßend angeordnet.

Das wärmeempfindliche Farbübertragungsaufzeichnungsmaterial nach der vorliegenden Erfindung kann in die folgenden beiden Typen eingeteilt werden:

Das Aufzeichnungsmaterial des ersten Typs weist eine durchgehende Unterlage, deren Weite bzw. Breite kleiner als die Länge oder Breite eines Kopie-Blattes ist und beispielsweise der Breite von gewöhnlichen Farbbändern ähnelt, und eine Mehrzahl von beschichteten Bereichen aus den oben erwähnten transparenten, wärmeempfindlichen Übertragungsfarben auf, die auf die Unterlage aufgebracht sind. Die Mehrzahl der beschichteten Bereiche ist auf der durchgehenden Unterlage Seite an Seite angeordnet, so daß diese Bereiche die durchgehende Unterlage überqueren. Die Mehrzahl der beschichteten Bereiche ist in der Längsrichtung der durchgehenden Unterlage hintereinander in einer sich wiederholenden Einheit angeordnet, die eine Mehrzahl verschiedenfarbig beschichteter Bereiche aufweist. Jeder Bereich der in der sich wiederholenden Einheit enthaltenen verschiedenfarbig beschichteten Bereiche hat in der Längsrichtung der durchgehenden Unterlage eine Länge, die im wesentlichen der Länge oder Breite eines Kopie-Blattes entspricht (das Aufzeichnungsmaterial dieser Art wird nachfolgend als "Aufzeichnungsmaterial (I)" bezeichnet). Das Aufzeichnungsmaterial (I) kann in geeigneter Weise für ein Farbaufzeichnungssystem eingesetzt werden, das einen thermischen Serienfarbdrucker benutzt.

Das Aufzeichnungsmaterial des zweiten Typs weist eine durchgehende Unterlage, deren Breite der Länge oder Breite eines Kopie-Blattes entspricht, und eine Mehrzahl von beschichteten Bereichen mit den obigen transparenten, wärmeempfindlichen Übertragungsfarben auf, die auf der Unterlage aufgebracht sind. Die Mehrzahl der beschichteten Bereiche ist auf der durchgehenden Unterlage Seite an Seite angeordnet, so daß sie die durchgehende Unterlage überqueren. Die Mehrzahl der beschichteten Bereiche ist in der Längsrichtung der durchgehenden Unterlage hintereinander in einer sich wiederholenden Einheit angeordnet, die eine Mehrzahl von verschiedenfarbig beschichteten Bereichen aufweist. Jeder Bereich der in der sich wiederholenden Einheit enthaltenen verschiedenfarbig beschichteten Bereiche hat eine Größe, die im wesentlichen der Größe des Kopie-Blattes (beispielsweise Größe A4) entspricht (das Aufzeichnungsmaterial dieser Art wird nachfolgend als "Aufzeichnungsmaterial (II)" bezeichnet). Das Aufzeichnungsmaterial (II) kann in geeigneter Weise für Farbaufzeichnungssysteme eingesetzt werden, die einen thermischen Zeilenfarbdrucker verwenden.

Das Aufzeichnungsmaterial (I) nach der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen detailliert beschrieben.

Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform des Aufzeichnungsmaterials (I) in einer schematischen Draufsicht. Fig. 3 ist eine Querschnittsansicht des Aufzeichnungsmaterials aus Fig. 2 längs der Linie X-X. Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform des Aufzeichnungsmediums (I) in einer schematischen Draufsicht. Die Fig. 5A, 5B und 5C zeigen schematisch die Art und Weise, nach der ein Farbbild unter Verwendung des Aufzeichnungsmaterials (I) gebildet wird.

Wie es in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist, weist ein mit 10 bezeichnetes Aufzeichnungsmaterial (I) eine durchgehende Unterlage 11, deren Breite schmaler als die Länge (oder Breite) eines Kopie-Blattes ist, und transparente, wärmeempfindliche, gelb-, magenta- und farbige Übertragungsfarbschichten 12Y, 12M und 12C auf, die auf der durchgehenden Unterlage 11 in einer sich wiederholenden Einheit A aufeinanderfolgend angeordnet sind, wobei jede Einheit in Längsrichtung der Unterlage 11 drei verschiedenfarbige Farbschichten enthält.

Gemäß der Darstellung in Fig. 4 kann das mit 10 bezeichnete Aufzeichnungsmaterial (I) alternativ die wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten 12Y, 12M sowie 12C und eine zusätzliche, wärmeempfindliche, schwarzfarbige Übertragungsfarbschicht 12B haben. Die vier verschiedenfarbigen Farbschichten sind auf der durchgehenden Unterlage 11 in derselben Weise wie zuvor angeordnet.

Diese wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten sind in Längsrichtung der Unterlage 11 wiederkehrend angeordnet, und zwar in der sich wiederholenden Einheit A, die gelb-, magenta- und cyanfarbige Farbschichten und gegebenenfalls eine schwarzfarbige Schicht enthält. Jede der wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten in jeder Einheit A hat in Längsrichtung der Unterlage 11 eine Länge, die im wesentlichen der Breite (oder Länge) eines Kopie-Blattes entspricht, wie eines glatten Papierblatts.

Die Fig. 5A, 5B und 5C zeigen schematisch eine Art der Ausbildung eines Farbbildes unter Verwendung des in den Fig. 2 und 3 dargestellten Aufzeichnungsmaterials (I). Wie es in Fig. 5A dargestellt ist, wird zuerst die gelbe wärmeempfindliche Übertragungsfarbschicht 12Y des Aufzeichnungsmaterials 10 auf die Oberseite des Kopie- Blattes 7 in einer solchen Weise aufgelegt, daß die Farbschicht 12Y zu dem Kopie-Blatt 7 weist, und zwar über dessen gesamte Breite. Die gelbe Farbschicht 12Y wird dann bildweise auf das Kopie-Blatt 7 schmelzübertragen, und zwar aktiviert durch ein Gelb-Signal Y und mit Hilfe der Wärme von einem seriellen Wärmekopf 30, der sich längs der Rückseite des Aufzeichnungsmaterials 10 von einem Ende des Kopie-Blattes 7 zu dem anderen Ende bewegt. Wie es in Fig. 5B dargestellt ist, wird der Wärmekopf 30 dann, wenn er das andere Ende des Kopie-Blattes 7 erreicht, zu der ursprünglichen Position zurückgeführt. Gleichzeitig wird das Aufzeichnungsmaterial 10 in derselben Richtung wie der zurückkehrende Wärmekopf (von rechts nach links in Fig. 5B) bewegt, wodurch die nachfolgende magentafarbige Farbschicht 12M auf die Oberseite des Kopie-Blattes in einer solchen Weise gelegt wird, daß diese Farbschicht 12M an derselben Position wie das aufgedruckte Gelb-Bild zu dem Kopie- Blatt zeigt. Dann wird die magentafarbige Farbschicht 12M bildweise auf das Gelb-Bild des Kopie-Blattes schmelzübertragen, und zwar aktiviert durch ein Magenta-Signal M und in derselben Weise wie in dem Fall der in Fig. 5A dargestellten Ausbildung des Gelb-Bildes, um ein Magenta-Bild auf das Gelb-Bild aufzubringen. Dann wird die cyanfarbige Farbschicht 12C auf die Oberseite des Kopie-Blattes 7 in derselben Weise wie zuvor gelegt, und die Cyan-Farbschicht wird bildweise auf das Magenta-Bild des Kopie-Blattes schmelzübertragen, und zwar aktiviert durch ein Cyan-Signal C und in der gleichen Weise wie zuvor, um ein Cyan-Bild auf das Magenta-Bild aufzubringen.

Nachdem die Farbbilderzeugung auf dem Kopie-Blatt 7 in einem der Breite des Aufzeichnungsmaterials 10 entsprechenden Bereich beendet worden ist, wird das Kopie-Blatt 7 rechtwinklig zur Bewegungsrichtung des Aufzeichnungsmediums 10 gemäß der Darstellung in Fig. 5C um eine Distanz verschoben, die der Breite des Aufzeichnungsmaterials 10 entspricht. Dann wird der gleiche Bilderzeugungsvorgang wie zuvor wiederholt. Auf diese Weise werden längs der Längsrichtung (oder Querrichtung) des Kopie-Blattes 7 aufeinanderfolgend Farbteilbilder gebildet, wodurch ein dem Original entsprechendes vollständiges Bild auf dem Kopie-Blatt 7 reproduziert werden kann.

Wie es oben beschrieben wurde, ermöglicht das Aufzeichnungsmaterial (I) das Reproduzieren irgendeines erwünschten Farbbildes durch aufeinanderfolgendes Erzeugen von gelb-, magenta- sowie cyanfarbigen Farbbildern und gegebenenfalls eines schwarzen Farbbildes auf dem Kopie-Blatt 7. Dieser Vorgang erfolgt von einem Ende bis zu dem anderen Ende des Kopie-Blattes 7 abschnittweise (ein Abschnitt entspricht etwa der Breite des Aufzeichnungsmediums 10 oder der Länge des seriellen Wärmekopfes 30), wobei die Farbbilder in jedem Abschnitt überlagert werden. Somit kann das Aufzeichnungsmaterial (I) bei der Farbübertragungsaufzeichnung entsprechend einem sogenannten seriellen Flammenabtastaufzeichnungssystem benutzt werden.

Da das Aufzeichnungsmaterial (I) eine geringe Größe hat, das heißt eine Breite von 3 bis 35 mm, und der hierbei benutzte Wärmekopf ein serieller Wärmekopf ist, ist das Aufzeichnungsmaterial (I) insoweit sehr vorteilhaft, als die Druckvorrichtung in ihrer Größe reduziert und mit niedrigen Kosten hergestellt werden kann.

Nachfolgend wird das Aufzeichnungsmaterial (II) nach der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen detailliert beschrieben.

Fig. 6 zeigt in einer schematischen Draufsicht eine Ausführungsform des Aufzeichnungsmaterials (II), während Fig. 7 das Aufzeichnungsmaterial aus Fig. 6 in einem schematischen Schnitt längs der Linie Y-Y zeigt. Fig. 8 zeigt eine andere Ausführungsform des Aufzeichnungsmaterials (II) in einer schematischen Draufsicht, und die Fig. 9 und 10 zeigen eine Art der Ausbildung eines Farbbildes unter Verwendung des Aufzeichnungsmaterials (II).

Wie es in den Fig. 6 und 7 dargestellt ist, weist das mit 20 bezeichnete Aufzeichnungsmaterial (II) eine durchgehende Unterlage 21, deren Breite im wesentlichen der Breite (oder Länge) eines Kopie-Blattes entspricht, und transparente, wärmeempfindliche, gelb-, magenta- und cyanfarbige Übertragungsfarbschichten 22Y, 22M und 22C auf, die auf der durchgehenden Unterlage 21 in Längsrichtung derselben in einer sich wiederholen- den Einheit B angeordnet sind, die die drei verschiedenfarbigen Farbschichten enthält. Alternativ kann das Aufzeichnungsmaterial (II) gemäß Fig. 8 die Übertragungsfarbschichten 22Y, 22M und 22C und zusätzlich eine wärmeempfindliche, schwarze Übertragungsfarbschicht 22B haben. Die vier verschiedenfarbigen Schichten sind auf der Unterlage 21 in der gleichen Weise wie zuvor angeordnet.

Diese wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten sind wiederholt in der sich wiederholenden Einheit B angeordnet, die die gelb-, magenta- sowie cyanfarbigen Farbschichten und gegebenenfalls die schwarze Farbschicht enthält. Jede der in jeder Einheit B enthaltenen Farbschichten hat eine Größe, die im wesentlichen derjenigen eines Kopie-Blattes 7 entspricht, wie eines glatten Papiers, beispielsweise mit der Größe A4 oder B5.

Fig. 9 zeigt in schematischer Weise eine Art des Ausbildens eines Farbbildes unter Verwendung des Aufzeichnungsmaterials (II) aus den Fig. 6 und 7. Wie es in Fig. 9 dargestellt ist, wird das Aufzeichnungsmaterial 20 in einer Richtung über einen Zeilen-Wärmekopf 40 getragen bzw. geführt. Der Wärmekopf 40 kommt mit der unbeschichteten Oberfläche des Aufzeichnungsmaterials 20 in Berührung, und die Oberfläche mit den wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten 22Y, 22M sowie 22C kommt mit dem Kopie-Blatt 7 in Kontakt. Das Aufzeichnungsmaterial 20 und das Kopie-Blatt 7 werden an dem Zeilen- bzw. Linien-Wärmekopf 40 in Kontakt gebracht, während sie mit einer konstanten Geschwindigkeit in einer Richtung bewegt werden, und die wärme- empfindlichen Übertragungsfarbschichten werden mittels der Wärme von dem Zeilen-Wärmekopf 40 bildweise auf das Kopie-Blatt 7 schmelzübertragen.

Im einzelnen wird die gelbe Farbschicht 22Y in einer der sich wiederholenden Einheiten B des Aufzeichnungsmaterials bildweise auf das Kopie-Blatt übertragen, und zwar aktiviert durch ein Gelb-Signal Y, um ein Gelb- Bild auf das Kopie-Blatt 7 aufzubringen. Danach wird das Kopie-Blatt 7 zu dem Zeilen-Wärmekopf 40 zurückge- führt und mit der Magenta-Farbschicht 22M an dem Zeilen-Wärmekopf 40 in Kontakt gebracht, wodurch die Magenta-Farbschicht 22M bildweise auf das Kopie-Blatt 7 übertragen wird, und zwar aktiviert durch ein Magenta-Signal M, um ein Magenta-Bild auf das Gelb-Bild aufzubringen. Nach dem Herstellen des Magenta- Bildes wird das Kopie-Blatt 7 erneut zu dem Zeilen-Wärmekopf 40 zurückgeleitet, und die Cyan-Farbschicht 22C wird bildweise auf das Kopie-Blatt 7 übertragen, und zwar aktiviert durch ein Cyan-Signal C in der gleichen Weise wie zuvor, um ein Cyan-Bild auf das Magenta-Bild aufzubringen.

Auf diese Weise werden die Gelb-, Magenta- und Cyan-Bilder aufeinanderfolgend über einem Gesamtbereich eines Kopie-Blattes 7 ausgebildet. Im Ergebnis kann jedes erwünschte Farbbild auf dem Kopie-Blatt durch Überlagern einer geeigneten Kombination von Gelb-, Magenta- und Cyan-Farbbildern über einem Gesamtbereich des Kopie-Blattes 7 reproduziert werden. Beispielsweise kann ein schwarzes Bild auf einem Bereich des Kopie-Blattes 7 entsprechend der schwarzen Farbe des Originals durch Überlagern der Gelb-, Magenta- und Cyan-Farben reproduziert werden.

Wie es oben beschrieben wurde, ermöglicht das Aufzeichnungsmaterial (II) das Reproduzieren irgendeines erwünschten Farbbildes durch aufeinanderfolgendes Herstellen von Gelb-, Magenta- und Cyan-Farbbildern auf einem Kopie-Blatt 7. Somit kann das Aufzeichnungsmaterial (II) bei der Farbübertragungsaufzeichnung ent- sprechend dem seriellen Flammenabtastaufzeichnungssystem benutzt werden.

Fig. 10 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform zur praktischen Durchführung des in Fig. 9 dargestellten Farbbild-Herstellungsvorgangs. Bei dieser Ausführungsform ist das Kopie-Blatt 7 um eine Trommel 50 gewikkelt, so daß beide Enden des Kopie-Blattes miteinander in Berührung kommen. Das Kopie-Blatt 7 weist unter Zwischenlage des Aufzeichnungsmaterials 20 zu dem Zeilen-Wärmekopf 40. Das Aufzeichnungsmaterial 20 wird mit einer konstanten Geschwindigkeit von einer Zuführungsrolle 60 zu dem Zeilen-Wärmekopf 40 geleitet und dann an einer Aufwickelrolle 70 aufgenommen. Jede der wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten 22Y, 22M und 22C hat dieselbe Größe wie das Kopie-Blatt 7, und die Trommel 50, auf die das Kopie-Blatt 7 aufgewickelt ist, wird mit derselben Umfangsgeschwindigkeit wie das Aufzeichnungsmedium 20 gedreht, wodurch jegliche Druckverschiebung zwischen den auf dem Kopie-Blatt 7 erzeugten Gelb-, Magenta- und Cyan- Farbschichten vermieden werden kann. Somit ist der Vorgang sehr vorteilhaft, da der Mechanismus des benutzten Wärmedruckers vereinfacht werden kann und da der Drucker leicht betrieben werden kann.

Der obige Zeilen-Wärmekopf 40 weist über die gesamte Breite des Aufzeichnungsmaterials 20 zu diesem und stellt einen solchen Zeilenkopf dar, der dem in einem herkömmlichen Zeilendrucker benutzten ähnelt. Der Wärmekopf 40 ist vorzugsweise ein solcher mit mehr als sechs vorzugsweise mit acht bis sechzehn, Heizelemen- ten pro 1 mm, um ein Farbbild mit großer Auflösung zu erzielen.

Das Aufzeichnungsmaterial (II) hat insoweit einen Vorteil, als es in einem Zeilendrucker benutzt werden kann, der ein Hochgeschwindigkeitsdrucken ermöglicht.

Die Aufzeichnungsmaterialien (I) und (II) wurden im Zusammenhang mit einer Farbbildherstellung auf dem Kopie-Blatt 7 in der Reihenfolge der Gelb-, Magenta- und Cyan-Farben beschrieben, wobei jedoch darauf hinzuweisen ist, daß die Reihenfolge nicht hierauf beschränkt ist.

Bei der vorliegenden Erfindung können die wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten 12Y, 12M, 12C sowie 12B oder 22Y, 22M, 22C sowie 22B auf der Unterlage mit einem Abstand zwischen angrenzenden verschiedenfarbigen Farbschichten vorgesehen werden. Es ist jedoch bevorzugt, daß diese Farbschichten auf der Unterlage in engem Kontakt miteinander angeordnet werden, und zwar vom Standpunkt eines einfachen Druckvorgangs aus. Um die Farbschichten in engem Kontakt miteinander vorzusehen, kann irgendeine Beschichtungsmethode eingesetzt werden, die in herkömmlicher Weise auf dem Gebiet des Farbdruckens benutzt wird, einschließlich einer Druckerpresse, einer Gravierung (Tiefdruck), eines Flexographen (Anilindruck), eines Seidennetzes und dergleichen.

Wie es oben beschrieben wurde, kann das Aufzeichnungsmaterial nach der vorliegenden Erfindung in geeigneter Weise in einem neuen thermischen Farbaufzeichnungssystem angewendet werden, bei dem die wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten 12Y, 12M und 12C (oder 22Y, 22M und 22C) von zumindest drei Farben, Gelb, Magenta und Cyan, mittels der Wärme von einem Wärmekopf 30 (oder 40) nacheinander bildweise auf das Kopie-Blatt 7 schmelzübertragen werden. Hierbei werden die verschiedenen Farbbilder überlagert, um auf dem Kopie-Blatt 7 ein klares mehrfarbiges Bild zu erhalten. Dementsprechend erfordert das thermische Farbaufzeichnungssystem unter Verwendung des Aufzeichnungsmaterials nach der vorliegenden Erfindung keine Farbdrucker und Farbfaksimileausrüstungen mit kompliziertem Mechanismus, und es kann stattdessen eine einfache, preiswerte Anlage verwendet werden, die zuverlässig und leicht zu bedienen ist.

Somit kann das Aufzeichnungsmaterial nach der vorliegenden Erfindung in starkem Maße zu der praktischen Verwendung von Farbdrucker- und Farbfaksimileanlagen bei der Wärmeübertragungsaufzeichnung beitragen.

Da das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial eine ausgezeichnete Schmelzübertragbarkeit hat, kann die Menge der auf das Kopie-Blatt 7 zu übertragenden Farbschicht leicht eingestellt werden, und zwar durch Verändern der Eingangsstärke der zu dem Wärmekopf 30 oder 40 geleiteten Impulssignale. Dadurch kann ein zum Original getreues Farbbild mit verschiedenen Farbtönen, einschließlich mittlerer Töne, reproduziert werden. Zusätzlich hat das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial ausgezeichnete Wirkungen insoweit, als das reproduzierte Bild farbecht ist und da ferner die Betriebskosten der Farbaufzeichnung bedeutend reduziert werden können, weil glatte Papiere als das Kopie-Blatt benutzt werden können.

Die erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien fördern in starkem Maße die praktische Verwendung von Farbdruckern, Farbfaksimiles, Farbvideodruckern und Farbkopiermaschinen, so daß sie höchst wertvoll sind.

Beispiel 1

Es wurden die in Tabelle 1 gezeigten wärmeempfindlichen Übertragungsfarbzusammensetzungen der Farben Gelb, Magenta und Cyan durch Heißschmelzbeschichtung auf einen durchgehenden Polyesterfilm mit einer Dicke von 9 µm, einer Breite von 8 mm und einer Dichte von 1,4 g/cm3 als Unterlage so aufgebracht, daß jede der sich ergebenden Farbschichten in der Längsrichtung der Unterlage eine Länge von 210 mm hatte, was der Breite der Größe A4 entspricht. Hierdurch ergab sich ein Aufzeichnungsmaterial, das drei sich wiederholende, verschiedenfarbige, wärmeempfindliche Übertragungsfarbschichten hatte, wie es in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist. Jede der Übertragungsfarbschichten hatte eine Dicke von 5 µm, einen Schmelzpunkt von 90°C, eine Viskosität von 250 mPa×s (bei 120°C) und ein Eindringungsvermögen (Penetration) von 2. Die sichtbares Licht betreffenden Durchlässigkeiten der Gelb-Farbschicht, der Magenta-Farbschicht und der Cyan-Farbschicht betrugen jeweils 85%, 80% und 81%. Tabelle 1 Wärmeempfindliche Übertragungsfarbzusammensetzung (Gewichtsprozent)



Das so erhaltene Aufzeichnungsmaterial wurde benutzt, um aufeinanderfolgend gelb-, magenta-, und cyanfarbige Farbbilder auf einem glatten Papier der Größe A4 als Kopie-Blatt zu erzeugen, und zwar unter Verwendung eines monochromatischen seriellen Wärmedruckers.

Zuerst wurde die gelbe Farbschicht des Aufzeichnungsmediums auf einem glatten Papier angeordnet, und es wurde durch Erhitzen mit dem Wärmekopf des Druckers ein gelbes Bild auf das glatte Papier schmelzübertragen. Das Aufzeichnungsmedium wurde dann verschoben, um die Magenta-Farbschicht auf dieselbe Stelle des Papiers zu bringen, und es wurde ein Magenta-Bild in der gleichen Weise wie zuvor auf dem Gelb-Bild des Papiers ausgebildet. Schließlich wurde ein Cyan-Bild auf das Magenta-Bild des Papiers in der gleichen Weise wie zuvor aufgebracht. Somit wurde auf dem Papier ein überlagertes Bild der Farben Gelb, Magenta und Cyan erhalten. Das Bild war klar und hatte eine große Auflösung.

Beispiel 2

Ein Aufzeichnungsmedium gemäß Fig. 4 wurde in der gleichen Weise hergestellt, wie es im Beispiel 1 beschrieben ist, jedoch mit dem Unterschied, daß zusätzlich zu den Gelb-, Magenta- und Cyan-Farbschichten auf der Unterlage eine schwarze wärmeempfindliche Übertragungsfarbschicht der folgenden Zusammensetzung ausgebildet wurde.



Das so hergestellte Aufzeichnungsmaterial wurde benutzt, um in der gleichen Weise wie beim Beispiel 1 ein Farbbild auf einem glatten Papier zu erzeugen. Das entstehende Farbbild war klar und hatte im einzelnen eine schwarze Farbe klarer als diejenige des im Beispiel 1 erhaltenen Farbbildes.

Beispiel 3

Ein Aufzeichnungsmaterial wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel 1 hergestellt, jedoch mit dem Unterschied, daß die in Tabelle II dargestellten Farbzusammensetzungen statt derjenigen aus Tabelle I benutzt wurden. Jede der drei verschiedenfarbigen Farbschichten hatte eine Dicke von 4,5 µm, einen Schmelzpunkt von 85°C, eine Viskosität von 210 mPa×s (bei 115°C) und ein Eindringungsvermögen (Penetration) von 3. Die sichtbares Licht betreffenden Durchlässigkeiten der Gelb-Farbschicht, der Magenta-Farbschicht und der Cyan- Farbschicht betrugen jeweils 90%, 88% und 87%.

Das erhaltene Aufzeichnungsmaterial wurde benutzt, um in der gleichen Weise wie beim Beispiel 1 ein Farbbild auf einem glatten Papier zu erzeugen. Das sich ergebende Farbbild war klar und hatte eine große Auflösung. Tabelle 2 Wärmeempfindliche Übertragungsfarbzusammensetzung (Gewichtsteile)

Beispiel 4

Ein Aufzeichnungsmaterial wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel 1 hergestellt, jedoch mit dem Unterschied, daß ein Kondensatorpapier mit einer Dicke von 10 µm, einer Breite von 8 mm und einer Dichte von 1,2 g/cm3 als Unterlage benutzt wurde.

Beispiel 5

Ein Aufzeichnungsmaterial wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel 1 hergestellt, jedoch mit dem Unterschied, daß 10 Gewichtsteile Auramin Grundlage, 10 Gewichtsteile Rhodamin B Grundlage und 10 Gewichtsteile Viktoriablau B Grundlage als transparenter Farbstoff für die Gelb-, Magenta- und Cyan-Farben pro 100 Gewichtsteile der gesamten Farbzusammensetzung benutzt wurden.

jede der so erzielten wärmeempfindlichen Ubertragungsfarbschichten hatte eine Dicke von 5 µm, einen Schmelzpunkt von 90°C, eine Viskosität von 300 mPa×s (bei 120°C) und ein Eindringungsvermögen ( Penetration) von 4. Die sichtbares Licht betreffenden Durchlässigkeiten der Gelb-, Magenta- und Cyan-Farbschichten betrugen jeweils 91%, 87% und 84%.

Jedes der gemäß den Beispielen 4 und 5 erhaltenen Aufzeichnungsmaterialien wurde benutzt, um in der gleichen Weise wie beim Beispiel 1 ein Farbbild zu erzeugen. Das sich ergebende Farbbild war in jedem Fall klar und hatte eine große Auflösung.

Beispiel 6

Die in der Tabelle 1 dargestellten wärmeempfindlichen Gelb-, Magenta- und Cyan-Übertragungsfarbzusammensetzungen wurden durch Heißschmelzbeschichten auf einen durchgehenden Polyesterfilm mit einer Dicke von 9 µm, einer Breite von 297 mm und einer Dichte von 1,4 g/cm3 als Unterlage aufgebracht. Das Aufbringen der Beschichtungen erfolgte so, daß jede der drei verschiedenfarbigen Farbschichten eine Länge von 210 mm in der Längsrichtung der Unterlage und eine Dicke von 5 µm hatte, um ein Aufzeichnungsmaterial zu erhalten, das drei verschiedenfarbige, sich wiederholende, wärmeempfindliche Übertragungsfarbschichten der Größe A4 hatte, wie es in den Fig. 6 und 7 dargestellt ist. Das so erhaltene Aufzeichnungsmaterial wurde benutzt, um durch Überlagern von Gelb-, Magenta- und Cyan-Bildern ein Farbbild auf einem glatten Papier der Größe A4 zu erzeugen, und zwar unter Verwendung einer thermischen Faksimilevorrichtung mit einem monochromen Zeilenkopf.

Der Versuch wurde wie folgt durchgeführt: Die gelbe Farbschicht des Aufzeichnungsmaterials wurde auf die Oberseite eines glatten Papieres gelegt und durch Erhitzen mittels des Zeilenkopfes schmelzübertragen, um ein Gelb-Bild auf dem Papier zu erhalten. Dann wurde die Magenta-Farbschicht auf die Oberseite des Papiers aufgelegt und schmelzübertragen, um ein Magenta-Bild auf dem Gelb-Bild des Papiers in der gleichen Weise wie zuvor anzuordnen. Schließlich wurde ein Cyan-Bild auf dem Magenta-Bild des Papiers in der gleichen Weise wie zuvor erzeugt. Das sich durch Überlagern der Gelb-, Magenta- und Cyan-Bilder ergebende Farbbild war klar und hatte eine große Auflösung.

Beispiel 7

Ein Aufzeichnungsmaterial gemäß Fig. 8 wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel 6 hergestellt, jedoch mit dem Unterschied, daß eine schwarze, wärmeempfindliche Ubertragungsfarbschicht unter Verwendung der im Beispiel 2 benutzten schwarzen Farbe hinzugefügt wurde.

Das so erhaltene Aufzeichnungsmaterial wurde benutzt, um in der gleichen Weise wie im Beispiel 6 ein Farbbild auf einem Papier zu erzeugen. Das entstehende Farbbild war klar und hatte im einzelnen eine schwarze Farbe klarer als diejenige des gemäß Beispiel 6 erhaltenen Farbbildes.

Beispiel 8

Ein Aufzeichnungsmaterial wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel 6 hergestellt, jedoch mit dem Unterschied, daß die in Tabelle II benutzten Farbzusammensetzungen statt derjenigen aus Tabelle I benutzt wurden.

Beispiel 9

Ein Aufzeichnungsmaterial wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel 6 hergestellt, jedoch mit dem Unterschied, daß ein Kondensatorpapier mit einer Dicke von 10 µm, einer Breite von 297 mm und einer Dichte von 1,2 g/cm3 als Unterlage benutzt wurde.

Beispiel 10

Ein Aufzeichnungsmaterial wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel 6 hergestellt, jedoch mit dem Unterschied, daß 10 Gewichtsteile Auramin Grundlage, 10 Gewichtsteile Rhodamin B Grundlage und 10 Gewichts- teile Viktoriablau B Grundlage als transparente Farbstoffe für die Farben Gelb, Magenta und Cyan pro 100 Gewichtsteile der gesamten Farbzusammensetzung benutzt wurden.

Jede der so erhaltenen wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten hatte eine Dicke von 5 µm, einen Schmelzpunkt von 90°C, eine Viskosität von 300 mPa×s (bei 120°C) und ein Eindringungsvermögen ( Penetration) von 4.

Jedes der gemäß den Beispielen 8, 9 und 10 erhaltenen Aufzeichnungsmaterialien wurde benutzt, um ein Farbbild in der gleichen Weise wie im Beispiel6 zu erzeugen. Das entstehende Farbbild war in jedem Fall klar und hatte eine große Auflösung.


Anspruch[de]
  1. 1. Wärmeempfindliches Farbübertragungsmaterial mit einer Unterlage und einer Mehrzahl von auf die Unterlage aufgebrachten Schichten aus wärmeempfindlicher Übertragungsfarbe unterschiedlicher Färbung, die sich über die Breite der Unterlage erstrecken und in Längsrichtung der Unterlage in sich wiederholender Folge aneinander anstoßend angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß jede wärmeempfindliche Übertragungsfarbschicht (12; 22) eine transparente Farbschicht ist, die einen transparenten Farbstoff und einen transparenten Heißschmelzträger aufweist und eine Länge hat, die der Länge oder Breite eines Kopieblattes (7) entspricht.
  2. 2. Farbübertragungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Mehrzahl der verschiedenfarbigen Farbschichten (12; 22) um drei Gelb-, Magenta- und Cyan-Farbschichten handelt.
  3. 3. Farbübertragungsmaterial nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich wiederholende Einheit (A, B) zusätzlich zu den drei Gelb-, Magenta- und Cyan-Farbschichten (12Y, 12M, 12C; 22Y, 22M, 22C) eine schwarze wärmeempfindliche Übertragungsfarbschicht (12B; 22B) enthält.
  4. 4. Farbübertragungsmaterial nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede der wärmeempfindlichen Ubertragungsfarbschichten (12; 22) eine Dicke von 1 bis 10 µm hat.
  5. 5. Farbübertragungsmaterial nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede der wärmeempfindlichen Übertragungsfarbschichten einen Schmelzpunkt von 50° bis 150°C, eine Viskosität von 20 bis 10 000 mPa×s bei einer um 30°C über dem Schmelzpunkt einer jeden Farbschicht liegenden Temperatur und ein Eindringungsvermögen (Penetration) von 0,1 bis 50 hat.
  6. 6. Farbübertragungsmaterial nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage (11; 21) ein Polymerfilm oder ein Papier mit einer Dicke von 3 bis 25 µm und einer Dichte von 0,8 bis 1,5 g/cm3 ist.
  7. 7. Farbübertragungsmaterial nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die durchgehende Unterlage (21) eine Breite hat, die gleich der Länge oder Breite des Kopieblattes (7) ist, wobei jeder der verschiedenfarbig beschichteten Bereiche in der sich wiederholenden Einheit eine Größe hat, die derjenigen des Kopieblattes entspricht.






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