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Dokumentenidentifikation DE3525259A1 29.01.1987
Titel Hub- bzw. Absetzvorrichtung für transportable kastenförmige Gegenstände
Anmelder Haacon Hebetechnik GmbH, 6982 Freudenberg, DE
Erfinder Riedl, Reinhold, Dipl.-Ing., 8760 Miltenberg, DE
Vertreter Fuchs, R., Pat.-Anw., 8700 Würzburg
DE-Anmeldedatum 16.07.1985
DE-Aktenzeichen 3525259
Offenlegungstag 29.01.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.01.1987
IPC-Hauptklasse B65D 90/14

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Hub- bzw. Absetzvorrichtung für transportable kastenförmige Gegenstände, z. B. Großbehälter in Form von Kabinen, Container oder dergleichen, bestehend aus vier vorzugsweise durch Handkurbeln betätigbare Windenmit wenigstens je einem stabförmigen Ausleger, der in ein Führungsprofil an jedem Eckbereich des Großbehälters quer zu dessen Längsachse eingreift.

Eine Hub- bzw. Absetzvorrichtung der obigen Bauart ist durch das DE-GM 77 20 352 bekannt. Die stabförmigen Ausleger der hier verwendeten Winden sind als Steckglieder ausgebildet, welche beim Einsatz der Vorrichtung zum Zwecke des Anhebens, Abstützens oder Absetzens des jeweiligen Großbehälters in Rohrstücken einschiebbar sind, welche die Führungsprofile bilden und an der Unterseite des jeweiligen Behälters befestigt sind. Bei diesen Führungsprofilen für die Ausleger handelt es sich demnach nur um Elemente zur vorübergehenden Aufnahme der Ausleger während des Arbeitseinsatzes der Hub- bzw. Absetzvorrichtung. Wenn nach dem Gebrauch der Hub- bzw. Absetzvorrichtung die vier Winden abgezogen und nicht mehr benötigt werden, tritt das Problem ihrer Aufbewahrung auf. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Winden solcher Hub- bzw. Absetzvorrichtungen für Großbehälter behälterhoch sind und in manchen Fällen z. B. hubabhängig dessen Höhe überragen. Zwar kann man bei den Winden der obigen bekannten Vorrichtung die Ausleger jeweils um einen von zwei vertikal distanzierten Steckbolzen gegen den Windenschaft anklappen, so daß die Winden weniger Stauraum benötigen, das Aufbewahrungsproblem ist dadurch jedoch nicht gelöst.

Durch das DE-GM 75 02 135 ist es bekannt, die vier Winden solcher Hub- bzw. Absetzvorrichtungen für Großbehälter in teilweise zerlegtem Zustand in Halterungen an einer Stirnwand des Großbehälters unterzubringen, die bei auf einem Lastkraftwagen abgesetzten Behälter der Rückwand des Fahrerhauses gegenüberliegt. Diese Aufbewahrungsmethode für die Winden ist jedoch nur dann möglich, wenn zwischen dem Fahrerhaus und der gegenüberliegenden Stirnwand des Großbehälters ein entsprechend großer Abstand vorhanden ist, der jedoch in vielen Fällen nicht vorliegt. Außerdem ist diese Aufbewahrungsart der Winden an einer Behälterstirnwand umständlich, zeitaufwendig und erfordert großen manuellen Kraftaufwand. Es ist nämlich zu berücksichtigen, daß es sich z. B. bei den Windenschäften mit eingebauter Zahnstange um schwere, unhandliche Gegenstände handelt.

Durch das DE-GM 76 17 924 ist es ferner bekannt, die oberen und unteren Ausleger der Winden solcher Hub- bzw. Absetzvorrichtungen für Großbehälter an den Ecken des Behälters anzulenken, so daß die Winden im eingefahrenen Zustand und bei abgenommenen Fußplatten zur Aufbewahrung gegen die Seitenwände (Längswände) des Behälters angeklappt werden können. Diese Windenanordnung bzw. der Anklapp- oder Schwenkvorgang erfordert jedoch relativ viel Platz, der zwischen der einen Stirnwand eines Großbehälters und dem Fahrerhaus eines Lastkraftwagens überhaupt nicht vorhanden ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Winden einer Hub- bzw. Absetzvorrichtung der eingangs bezeichneten Art platzsparend an den Stirnwänden eines Großbehälters so anzuordnen, daß sie mit geringem manuellen Kraftaufwand schnell aus Aufbewahrungspositionen seitlich nach außen in Arbeitspositionen und umgekehrt verstellt werden können. Insbeondere soll diese Windenanordnung auch dort einsetzbar sein, wo zwischen der Rückwand des Fahrerhauses eines Lastkraftwagens und der benachbarten Stirnwand des jeweiligen Großbehälters nur wenig Platz vorhanden ist.

Gemäß der Erfindung wird obige Aufgabe dadurch gelöst, daß

  • a) die Führungsprofile für die Ausleger von je zwei Winden an den beiden Stirnwänden des Großbehälters zur permanenten Aufnahme der Ausleger ausgebildet und so angeordnet sind, daß bei völlig nach innen geschobenen Winden dieselben sich in einer Aufbewahrungsposition gegenüber den Stirnwänden des Großbehälters innerhalb bzw. im wesentlichen innerhalb von dessen Breite befinden und
  • b) die Ausleger der Winden und ihre Führungsprofile andererseits so lang sind, daß die Winden aus ihren Aufbewahrungspositionen in seitlich vom Großbehälter distanzierten Arbeitspositionen nach außen verschiebbar sind.


Die Winden benötigen zur Aufbewahrung nur wenig Platz und mit nur geringem manuellen Kraftaufwand können die Winden schnell aus ihren Aufbewahrungspositionen in ihre Arbeitspositionen nach außen und umgekehrt verschoben werden. In ihren Aufbewahrungspositionen befinden sich die Winden vorteilhaft innerhalb oder im wesentlichen innerhalb der Breite des jeweiligen Großbehälters, benötigen also seitlich keinen oder praktisch keinen zusätzlichen Platz. In vorteilhafterweise kann die erfindungsgemäße Windenanordnung auch dort angewendet werden, wo zwischen der Rückwand des Fahrerhauses eines Lastkraftwagens und der benachbarten Stirnwand eines auf diesem befindlichen Großbehälters nur wenig Stauraum vorhanden ist. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß sie auch an Großbehältern anbaubar ist, welche keine genormten Eckbeschläge aufweisen. Noch ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung ergibt sich dadurch, daß bei z. B. auf einem Lastkraftwagen aufgeladenem Großbehälter die Winden auch in ihren Aufbewahrungspositionen eingesetzt werden können, wobei sie sich auf der Pritsche bzw. Ladefläche des Lastkraftwagens abstützen, wenn der Behälter (z. B. eine Sende- und Empfangskabine) auf eine größere funktionsbedingte Höhe anzuheben ist. Die Führungsprofile für die Ausleger der Winden können aus Vierkantrohren, U-, T-, C-Profilschienen oder dergleichen bestehen, wobei dann die Ausleger der Winden ein entsprechend angepasstes "eingreifendes" Gegenprofil aufweisen.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor. So ergibt sich eine besonders platzsparende Windenanordnung, wenn für je zwei Winden ein Führungsprofil vorgesehen ist.

In den Fällen, wo etwas mehr Aufnahmeraum für die Winden zur Verfügung steht, kann alternativ für jede Winde ein Führungsprofil vorgesehen sein, wobei die Führungsprofile von zwei benachbarten Winden seitlich nebeneinander oder übereinander angeordnet sein können.

Eine besonders platzsparende Windenanordnung erreicht man dann, wenn die Führungsprofile in den Stirnwänden des Großbehälters integriert sind.

In bestimmten Fällen kann es erforderlich sein, daß man die Winden einschließlich ihrer Führungsprofile völlig entfernen kann, und zu diesem Zweck weisen die Führungsprofile an ihren Enden nach unten und/oder seitlich abgekröpfte Arme auf, die an ihren Enden Schnellverschlüsse zur Befestigung der Führungsprofile an je zwei Eckbeschlägen des Großbehälters tragen. Diese Maßnahme setzt also Großbehälter mit genormten Eckbeschlägen voraus.

Wenn die Hub- bzw. Absetzvorrichtung Winden umfaßt, die an ihrem Schaft einen oberen und unteren Ausleger aufweisen, wird eine verbesserte Stabilisierung der Winden bei ihrem Einsatz, z. B. beim Auftreten eines Längsschubs bzw. gegen ein Ausbrechen aus der Lotrechten in unebenem Gelände dadurch erreicht, daß zusätzlich zu dem in dem Führungsprofil geführten unteren Ausleger auch der obere Ausleger jeder Winde in einem Führungselement quer zur Längsachse des Großbehälters verschieblich geführt ist, wobei diese Führungselemente an den Stirnwänden des Großbehälters befestigt sind.

Eine weitere verbesserte Stabilisierung der Winden in ihren Hebepositionen ergibt sich beim Auftreten eines Querschubes nach noch einer anderen Ausgestaltung der Erfindung dadurch, daß der obere Ausleger jeder Winde in deren Arbeitsposition durch einen Steckbolzen oder dergleichen an seinem Führungselement arretierbar ist.

Noch eine andere, die statischen Verhältnisse beim Einsatz der Winden verbessernde Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß an dem den Winden benachbarten Ende der Ausleger ein Stabilisierungsarm parallel zum Windenschaft nach oben ragend befestigt ist, dessen oberes Ende über einen Verbindungsarm am Windenschaft fixiert ist.

Wenn die Hub- bzw. Absetzvorrichtung Winden umfaßt, bei welchen der Ausleger in bekannter Weise an zwei vertikal distanzierten Stellen an der Winde mittels Steckbolzen oder dergleichen befestigbar ist, die wechselweise Gelenkstellen bilden, sieht noch eine Weiterbildung der Erfindung vor, daß die erste Gelenkstelle zwischen dem Ende des Auslegers und dem Windenschaft und die zweite Gelenkstelle zwischen dem oberen Ende des Stabilisierungsarms und dem vom Windenschaft abgelegenen Ende des Verbindungsarms angeordet ist. Durch diese erfindungsgemäße Maßnahme erreicht man den Vorteil, daß die Winden um die zweite (obere) Gelenkstelle in eine schräge oder horizontale Aufbewahrungslage geschwenkt werden können, wenn zuvor der die erste (untere) Gelenkstelle bildende Steckbolzen entfernt wird. Diese Maßnahme kann erforderlich werden, wenn die Winden (bzw. Windenschäfte) in der vertikalen Aufbewahrungsposition den jeweiligen Behälter um ein zu großes Ausmaß überragen, so daß beim Durchfahren z. B. von Unterführungen die Gefahr des Hängenbleiben besteht. Ein weiterer Vorteil dieser Variante der Erfindung besteht darin, daß bei Entfernung des die zweite Gelenkstelle bildenden Steckbolzens an den an einer Längsseite des Behälters gegenüberliegenden Winden und deren anschließenden Betätigung der Behälter um seine gegenüberliegende Längsachse gekippt werden kann, um z. B. die Unterseite des Behälter-Bodens zu überprüfen und/oder zu reparieren oder um z. B. Schüttgut aus dem Behälter zu entleeren. Es versteht sich, daß diese Kippbewegung des Behälters in der einen oder anderen Richtung ausgeführt und dabei ein praktisch beliebiger Anstellwinkel eingestellt werden kann.

Durch die weitere Ausgestaltungen der Erfindung nach den Ansprüchen 10 und 11 werden die vorstehend beschriebenen Vorteile auch dann erreicht, wenn die Hub- bzw. Absetzvorrichtung Winden enthält, deren Schäfte jeweils einen unteren und oberen Ausleger tragen.

Bei allen Ausführungsformen der Erfindung sind ferner zwischen den Auslegern der Winden und ihren Führungsprofilen übliche Arretiermittel vogesehen, welche in den jeweiligen Rand- (End-) Schiebestellungen der Winden wirksam werden.

Die Erfindung wird anschließend anhand der Zeichnungen von Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Ansicht der rückwärtigen Stirnwand eines auf der Pritsche eines Lastkraftwagens aufgesetzten Großbehälters, z. B. in Form einer Kabine, an der rechts eine Winde in Aufbewahrungsposition und links eine Winde in seitlich ausgefahrener Arbeitsposition gezeigt ist, wobei ferner in strichpunktierten Linien je eine schräge und horizontale Aufbewahrungsstellung für die rechte Winde zusätzlich angedeutet sind;

Fig. 1A eine Detailansicht vom unteren Ende der in Fig. 1 rechts gezeigten Winde, deren Fußplatte hier auf der Pritsche des Lastkraftwagens abgestützt ist;

Fig. 2 eine Teil-Draufsicht der in Fig. 1 gezeigten Kabine im Bereich ihrer rückwärtigen Stirnwand, wobei die Windenanordnung im Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1 gezeigt ist;

Fig. 3 eine der Fig. 2 ähnliche Draufsicht, jedoch mit einer modifizierten Anordnung der Führungsprofile für die Winden-Ausleger;

Fig. 4 eine schematische Seitenansicht des vorderen Teils eines Lastkraftwagens, auf dessen Pritsche die Kabine aufgesetzt ist, an deren vorderen Stirnwand eine erfindungsgemäße Windenanordnung vorgesehen ist, welche teilweise im Schnitt gezeigt ist;

Fig. 5 eine Teilansicht einer Kabinen-Stirnwand mit einem Führungsprofil für die Windenausleger, welches lösbar an den genormten unteren Eckbeschlägen der Kabine befestigt ist und

Fig. 6 eine Ansicht einer Stirnwand der mit Hilfe zweier auf dem Boden abgestützten Winden um eine Längskante gekippten Kabine.

Die Hub- bzw. Absetzvorrichtung für die Kabine 11 weist vier gleichartige Zahnstangenwinden 10 auf, mittels welcher die Kabine 11 von einer Pritsche bzw. Ladefläche 12, z. B. eines Lastkraftwagens abgehoben und anschließend aui dem Boden abgesetzt oder umgekehrt vom Boden angehoben und auf der Ladefläche abgesetzt werden kann. Es ist aber auch möglich, die Kabine 11 in einer angehobenen Position auf den vier Zahnstangenwinden 10 abzustützen.

Jede Zahnstangenwinde 10 weist einen etwa behälterhohen Windenschaft 13 auf, an dem unten ein Windengetriebe 14 befestigt ist, welches durch eine Handkurbel 15 betätigbar ist. Ein nicht gezeigtes Antriebsritzel des Windengetriebes 14 kämmt bei Drehung der Handkurbel 15 mit einer sich in den Windenschaft 13 erstreckenden Zahnstange 16, die an einer Stütze 16a befestigt ist. Am unteren Ende der Stütze 16a ist über ein nicht gezeigtes Kugelgelenk eine Fußplatte 17 lösbar befestigt.

Wenn die vier Zahnstangenwinden 10 zum Einsatz kommen, werden vorzugsweise die Windengetriebe 14 der sich an den Längswänden der Kabine 11 gegenüberliegenden Zahnstangenwinden 10 durch eine Kupplungswelle 18 antriebsmäßig miteinander verbunden, so daß zum Anheben oder Absetzen der Kabine 11 lediglich zwei Handkurbeln 15 zu betätigen sind. Die Windenschäfte 13 bewegen sich, je nach Drehrichtung der Handkurbeln 15 entlang den Zahnstangen 16 bzw. Stützen 16a nach oben oder unten, wenn sich deren Fußplatten 17 auf dem Boden (Fig. 1) oder auf der Ladefläche 12 (Fig. 1A) des Lastkraftwagens abstützen.

Jeder Windenschaft 13 trägt einen unteren und oberen Ausleger 19 bzw. 20, wobei die Ausleger 19 im Ausführungsbeispiel aus Vierkantrohren bestehen. Der obere Ausleger 20 ist am Windenschaft 13 starr befestigt, z. B. angeschweißt. Der untere Ausleger 19 ist über einen Steckbolzen 21 mit dem Windenschaft 13 verbunden. Der Steckbolzen 21 ist in zwei Augen 22 eingesteckt, die ihrerseits am Windenschaft 13 angeschweißt sind.

An dem dem Windenschaft 13 benachbarten Ende des Auslegers 19 ist parallel zum Schaft 13 und in seitlichem Abstand von diesem ein Stabilisierungsarm 23 starr befestigt, z. B. angeschweißt. Das obere Ende des Stabilisierungsarms 23 ist über einen Steckbolzen 24 an einem Verbindungsarm 25 fixiert, der am Windenschaft 13 angeschweißt ist. Die Steckbolzen 21 und 24 bilden wechselweise Gelenkstellen, um welche der Windenschaft 13 geschwenkt werden kann, wenn der eine oder andere Steckbolzen zuvor entfernt wurde. Die Gründe für diese Maßnahme werden noch beschrieben.

Die Zahnstangenwinden 10 sind paarweise an den beiden Stirnwänden 26 der Kabine 11 so angeorndet, daß sie aus einer zurückgezogenen Aufbewahrungsposition (in Fig. 1 rechts abgebildet) von Hand in eine seitlich von der Kabine 11 und der Pritsche 12 des Lastkraftwagens distanzierten Arbeitsposition und umgekehrt verschoben werden können. Es wird bemerkt, daß sich die Zahnstangenwinden 10 in ihren Aufbewahrungspositionen innerhalb der Breite der Kabine 11 bzw. Pritsche 12 des Lastkraftwagens befinden.

Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 ist an jeder Stirnwand 26 der Kabine 11 unten ein Führungsprofil 27 in Form eines Vierkantrohrstücks waagrecht befestigt, welches zur passenden, verschieblichen Aufnahme der zwei unteren Ausleger 19 der an den Stirnwänden 26 der Kabine 11 einander gegenüberliegenden Zahnstangenwinden 10 dient. In jedem Führungsprofil 27 sind demzufolge zwei Ausleger 19 achsgleich untergebracht. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und 4 ist dagegen für jeden Ausleger 19 ein eigenes Führungsprofil 27&min; bzw. 27&min;&min; aus einem entsprechenden Vierkantrohr vorgesehen. Das Führungsprofil 27&min; ist unten an den Stirnwänden 26 der Kabine 11 befestigt, wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2, das Führungsprofil 27&min;&min; ist an der Außenseite des Führungsprofils 27&min; befestigt, und zwar seitlich auf letzteres ausgefluchtet. Es ist auch möglich, die beiden Führungsprofile z. B. übereinander anzuordnen oder in den Stirnwänden 26 der Kabine zu integrieren (nicht gezeigt).

Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 sind an den beiden Enden der Führungsprofile 27&min;&min;&min; aus Vierkantrohren für die unteren Ausleger 19 nach unten abgekröpfte, seitlich abstehende Arme 28 befestigt, die an ihren Enden Schnellverschlüsse 29 tragen, mittels welcher die Führungsprofile 27&min;&min;&min; lösbar an den unteren genormten Eckbeschlägen 30 der Kabine 11 befestigt werden können. Es wird bemerkt, daß die in Fig. 5 gezeigte Anordnung des Führungsprofils 27&min;&min;&min; für die unteren Ausleger 19 der Zahnstangenwinden 10 an beiden Stirnwänden 26 der Kabine 11 vorgesehen ist.

Es wird nun wieder bezug genommen auf die Fig. 1 und 4. Die oberen Ausleger 20 der Zahnstangenwinden 10 sind in Führungselementen 31 quer zur Längsachse der Kabine 11 verschieblich geführt, die oben an den beiden Stirnwänden 26 der Kabine 11 befestigt sind. Die Führungselemente 31 bestehen beim Ausführungsbeispiel (Fig. 4) aus Winkelstücken mit nach unten offenem Profil, in welche die Ausleger 20, die gleichfalls einen winkelförmigen Querschnitt aufweisen, mit ihren nach oben ragenden Schenkeln eingreifen. Der Abstand der äußeren Enden der Führungselemente 31 und der Führungsprofile 27 von den benachbarten Ecken der Kabine 11 ist so bemessen, daß, wie schon erwähnt, die Zahnstangenwinden 10 bei eingefahrenen Zahnstangen 16 bzw. Stützen 16a und abgenommmenen Fußplatten 17 sowie Handkurbeln 15 in die Aufbewahrungspositionen eingeschoben werden können (in Fig. 1 rechts gezeigt). In letzteren werden sie durch nicht gezeigte Arretiermittel fixiert. In ihren ausgefahrenen Arbeitspositionen (in Fig. 1 links abgebildet) werden die Zahnstangenwinden 10 gleichfalls durch nicht gezeigte Arretiermittel zwischen den Führungsprofilen 27 und unteren Auslegern 19 gesichert und auch der obere Ausleger 20 jeder Zahnstangenwinde 10 wird in deren Arbeitsposition durch einen Steckbolzen 32 an seinem jeweiligen Führungselement 31 arretiert.

Da es in der Regel nicht akzeptabel ist, daß die Windenschäfte 13 in ihren senkrechten Aufbewahrungspositionen die Kabine 11 oben mehr oder weniger überragen, können die Windenschäfte 13 bei völlig eingefahrenen Zahnstangen 16 bzw. Stützen 16a und abgenommenen Fußplatten 17 sowie Handkurbeln 15 auch in eine schräge oder waagrechte Aufbewahrungsposition nach innen geschwenkt werden, wie dies in strichpunktierten Linien in Fig. 1 angedeutet ist. In diesen Aufbewahrungspositionen werden die Windenschäfte 13 durch nicht gezeigte Arretiermittel, (z. B. Steckbolzen) fixiert. Um dieses Einschwenken der Windenschäfte 13 in schräge oder waagrechte Aufbewahrungspositionen zu ermöglichen, ist es allerdings erforderlich, für die unteren Ausleger 19 der Zahnstangenwinden 10 die Anordnung der Führungsprofile 27&min; bzw. 27&min;&min; entsprechend Fig. 3 vorzusehen. Das Einschwenken der Windenschäfte 13 in die erwähnten Aufbewahrungspositionen erfolgt um die Steckbolzen 24 zwischen den oberen Enden der Stabilisierungsarme 23 und den Verbindungsarmen 25, die somit die Drehachsen bilden, wobei zuvor jeweils die unteren Steckbolzen 21 zu entfernen sind. Da die Führungselemente 31 ein nach unten offenes Profil aufweisen, können beim Einschwenken der Windenschäfte 13 in die erwähnten Aufbewahrungspositionen die oberen Ausleger 20 sich ungehindert aus diesen Führungselementen 31 nach unten herausbewegen.

Die Zahnstangenwinden 10 der erfindungsgemäßen Hub- bzw. Absetzvorrichtung können auch dazu benutzt werden, die Kabine 11 z. B. auf dem Boden um eine Längskante soweit zu kippen, daß z. B. eine Inspektion und/oder Reparatur an der Bodenunterseite der Kabine 11 durchgeführt werden kann. Dieser Vorgang ist in Fig. 6 gezeigt. Dabei verbleiben zwei Zahnstangenwinden 10 in ihren normalerweise senkrechten Aufbewahrungspositionen, während die beiden anderen Zahnstangenwinden 10 betätigt werden, so daß sich deren Windenschäfte 13 entlang den Zahnstangen 16 bzw. Stützen 16a nach oben bewegen. Zuvor sind jedoch bei den zuletzt genannten zwei Winden 10 die Steckbolzen 24 zu entfernen, so daß die unteren Steckbolzen 21 entsprechende Gelenkstellen zwischen den Auslegern 19 und den Windenschäften 13 bilden können. Die zwei Ausleger 19 schieben sich dabei in ihren Führungsprofilen 27 nach außen, während die oberen zwei Ausleger 20 aus ihren Führungselementen 31 ausrasten. Die oberen Ausleger 20 sind zu diesem Zweck entsprechend kürzer als die unteren Ausleger 19 und auch die Führungselemente 31 für die oberen Ausleger 20 sind entsprechend so angeordnet und bemessen, daß das erwähnte Ausrasten der oberen Ausleger 20für das Kippen der Kabine 11 möglich ist. Die Kugelgelenke zwischen den Fußplatten 17 und den Zahnstangen 16 bzw. Stützen 16a der Winden 10 ermöglichen beim Kippen der Kabine 11 die erforderliche Abwinkelung der Zahnstangen 16 bzw. Stützen 16a zur Horizontalen. Die Kippbewegung der Kabine 11 ist in beiden Richtungen möglich, wobei jeweils zwei Zahnstangenwinden 10 an jeder Stirnwand 26 in Aufbewahrungsposition verbleiben und die anderen in Arbeitsposition gebracht werden, wie oben ausgeführt.

In gleicher Weise ist das Kippen der Kabine 11 auf der Pritsche 12 möglich, wobei bei den die Kippbewegung einleitenden Winden 10 die Arbeitsposition der Aufbewahrungsposition entspricht.

Wenngleich im Ausführungsbeispiel Zahnstangenwinden 10 mit jeweils zwei Auslegern 19, 20 beschrieben sind, ist die Erfindung ebensogut bei anderen Windenarten anwendbar, auch z. B. bei Spindelwinden, die nur einen Ausleger aufweisen.

Ferner ist es möglich, die Zahnstangenwinden 10 z. B. auch hydraulisch oder pneumatisch aus ihren Aufbewahrungspositionen in ihre Arbeitspositionen aus- bzw. umgekehrt einzufahren.


Anspruch[de]
  1. 1. Hub- bzw. Absetzvorrichtung für transportable kastenförmige Gegenstände, z. B. Großbehälter in Form von Kabinen, Container oder dergleichen, bestehend aus vier vorzugsweise durch Handkurbeln betätigbare Winden mit wenigstens je einem stabförmigen Ausleger, der in ein Führungsprofil an jedem Eckbereich des Großbehälters quer zu dessen Längsachse eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß

    1. a) die Führungsprofile (27) für die Ausleger (19) von je zwei Winden (10) an den beiden Stirnwänden (26) des Großbehälters zur permanenten Aufnahme der Ausleger (19) ausgebildet und so angeordnet sind, daß bei völlig nach innen geschobenen Winden (10) dieselben sich in eine Aufbewahrungsposition gegenüber den Stirnwänden (26) des Großbehälters innerhalb bzw. im wesentlichen innerhalb von dessen Breite (Fig. 1) befinden und
    2. b) die Ausleger (19) der Winden (10) und ihre Führungsprofile (27) andererseits so lang sind, daß die Winden (10) aus ihren Aufbewahrungspositionen in seitlich vom Großbehälter distanzierten Arbeitspositionen nach außen verschiebbar sind.


  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für je zwei Winden (10) ein Führungsprofil (27) vorgesehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Winde (10) ein Führungsprofil (27&min;, 27&min;&min;) vorgesehen ist und die Führungsprofile (27&min;, 27&min;&min;) von zwei benachbarten Winden (10) seitlich nebeneinander oder übereinander angeordnet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsprofile in den Stirnwänden des Großbehälters integriert sind.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1-3 für Großbehälter mit genormten Eckbeschlägen, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsprofile (27&min;&min;&min;) an ihren Enden nach unten und/oder seitlich abgekröpfte Arme (28) aufweisen, die an ihren Enden Schnellverschlüsse (29) zur Befestigung der Führungsprofile (27&min;&min;&min;) an je zwei Eckbeschlägen (30) des Großbehälters tragen.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit Winden, welche an ihrem Schaft einen oberen und unteren Ausleger aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu dem in dem Führungsprofil (27) geführten unteren Ausleger (19) auch der obere Ausleger (20) jeder Winde (10) in einem Führungselement (31) quer zur Längsachse des Großbehälters verschieblich geführt ist und diese Führungselemente (31) an den Stirnwänden (26) des Großbehälters befestigt sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Ausleger (20) jeder Winde (10) in deren Arbeitsposition durch einen Steckbolzen (32) oder dergleichen an seinem Führungselement (31) arretierbar ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem den Winden (10) benachbarten Ende der Ausleger (19) ein Stabilisierungsarm (23) parallel zum Windenschaft (13) nach oben ragend, befestigt ist, dessen oberes Ende über einen Verbindungsarm (25) am Windenschaft (13) fixiert ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8 mit Winden, bei welchen der Ausleger an zwei vertikal distanzierten Stellen an der Winde mittels Steckbolzen oder dergleichen befestigbar ist, die wechselweise Gelenkstellen bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Gelenkstelle (Steckbolzen 21) zwischen dem Ende des Auslegers (19) und dem Windenschaft (13) und die zweite Gelenkstelle (Steckbolzen 24) zwischen dem oberen Ende des Stabilisierungsarms (23) und dem vom Windenschaft (13) abgelegenen Ende des Verbindungsarms (25) angeordnet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3, 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente (31) ein nach unten offenes Profil aufweisen, um ein Einschwenken des Windenschaftes (13) um die zweite Gelenkstelle (Steckbolzen 24) in eine schräge oder waagrechte Aufbewahrungsposition zu ermöglichen.
  11. 11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente (31) für den oberen Ausleger (20) der Winden (10) so angeordnet und bemessen und die oberen Ausleger (20) um ein Ausmaß kürzer sind als die unteren (19), daß ein Ausschwenken des Windenschaftes (13) um die erste Gelenkstelle (Steckbolzen 21) zwecks Kippen des Großbehälters um eine Längskante möglich ist.






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