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Dokumentenidentifikation DE2911015C2 12.02.1987
Titel Zirkel
Anmelder Kovopol, N.P., Police nad Metují, CS
Erfinder Ther, Jindrich;
Müller, Vaclav, Broumov, CS
Vertreter Junius, W., Dipl.-Phys. Dr., Pat.-Anw., 3000 Hannover
DE-Anmeldedatum 21.03.1979
DE-Aktenzeichen 2911015
Offenlegungstag 04.10.1979
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.02.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.02.1987
IPC-Hauptklasse B43L 9/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zirkel, bestehend aus einem bügelförmigen Zirkelkopf, zwei Schenkeln mit zu den Innenseiten des Zirkelkopfes gerichteten Reibungsflächen am oberen Ende und einer die beiden Schenkel mit dem Zirkelkopf schwenkbar verbindenden Schraube.

Ein derartiger Zirkel ist aus der DE-PS 4 93 458 bekanntgeworden. Bisher werden Zirkel meistens aus Metall hergestellt. Die am weitesten verbreiteten Zirkel sind Einzapfenzirkel mit einem Zirkelkopf, bei dem sich die Schenkel um eine gemeinsam durch die Schraube gegebene Achse drehen. Bei diesen Zirkeln sind die Reibungsflächen auf verschiedene Art ausgeführt. Die Reibungsflächen sollen die Einstellung der Schenkel stabilisieren, aber auch eine etwa gleichmäßige Verschwenkung der Schenkel gegenber dem Zirkelkopf erreichen. Ein gemeinsames Merkmal dieser Zirkel ist die Abschwächung des Schenkels an den Stellen größter Beanspruchung. An dieser Stelle ist der Schenkel auf die Hälfte der Dicke des verwendeten Materials für die Ausbildung der Funktionsreibungsfläche abgeschwächt, es ist aber an dieser Stelle durch Verbreiterung des Schenkels eine Versteifung vorgesehen. Die notwendige Festigkeit des Zirkels läßt sich nur dadurch erreichen, daß die Teile des Zirkels aus verschiedenen Metallen hoher Festigkeit hergestellt sind.

Die Anwendung von nichtmetallischen Materialien mit niedriger Festigkeit, insbesondere Kunststoff, war bei diesen Zirkeln nicht möglich, ohne wesentlich die Qualität und die Funktionseigenschaften der Zirkel herabzusetzen.

Diese Nachteile beseitigt die Erfindung. Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine neue Konstruktionsanordnung des Zirkels zu schaffen mit dem Ziel der Anwendung von Kunststoffen und von anderen Arten von weniger festen Materialien bei der Herstellung des Zirkels.

Die Erfindung besteht darin, daß der Zirkelkopf an den Innenseiten seines Bügels Zentriervorgänge aufweist, daß eine Verfestigungsversteifung mit rippenförmigen Vorsprüngen abgeschlossen ist, und daß in den Raum zwischen den rippenförmigen Vorsprüngen die Zentriervorsprünge des Zirkelkopfes eingeschoben sind.

Nach der Erfindung wird eine breite Anwendung von Kunststoffen und von anderen Materialien, z. B. auch von Metalllegierungen mit einer niedrigeren Festigkeit ermöglicht. Daduch wird eine vereinfachte und billigere Massenfertigung der für die Schulen bestimmten Sorten von Zirkeln möglich. Diese Zirkel gewährleisten die notwendige Festigkeit der Schenkel in der Längsrichtng sowie auch in der Seitenrichtung, die ebenso groß ist wie bei den Erzeugnissen aus Metall hoher Festigkeit. Durch die Anwendung von Kunststoff lassen sich bedeutende Ersparnisse an Buntmetallen, insbesondere an Messing, erzielen. Ein weiterer Vorteil dieser Zirkel besteht auch darin, daß für die kleinsten Benutzer die Zahl aus verschiedenen farbigen Teilen mit unterschiedlicher Farbtönung erzeugt werden können.

Das Wesen der Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht auf den kompletten Zirkel,

Fig. 2 Ansichten von den vier Seiten jedes Schenkels.

Der Zirkel nach der Erfindung besteht aus zwei Schenkeln 1, aus einem Zirkelkopf 2 und aus einer Schraube 7. Die Preßlinge der beiden Schenkel 1 sind in ihrer Form völlig identisch, sie haben eine ausgeprägt verlängerte Lagerung der Schenkel, wodurch lange Verfestigungsversteifungen 3 entstehen, die sich vorzugsweise mindestens über das obere Drittel der Schenkellänge erstrecken und die in der Form von rippenförmigen Vorsprüngen 4 und 5 über die kritische schwache Stelle des Überganges des Schenkels 1 herübergehen, die die Reibungsfläche seitlich umfassen, was bedeutend den ganzen zusammengestellten Zirkel bei der seitlichen beim Reißen entstehenden Beanspruchung verfestigt. Die nach innen zur Reibungsfläche zugewandten Seiten der rippenförmigen Vorsprünge 4 und 5 umschließen die Reibungsfläche wie zwei Schenkel. Der rippenförmige Vorsprung 4 dient gleichzeitig funktionell als eine Rippe des zentrierenden Zirkelkopfes 2 im geschlossenen Zustand, und der rippenförmige Vorsprung 5 dient als eine Rippe des zentriernden Zirkelkopfes 2 im maximal geöffneten Stand, wobei in beiden Randlagen der Zirkelkopf 2 in der Achse des Schenkels 1 zentriert ist. Durch die Konstruktion des Schenkels 1 nach der Erfindung sind die schwächsten Stellen der klassischen Ausführung aus Metall, die bisher die erfolgreiche Verwendung von Kunststoff bei diesen Erzeugnissen verhinderte, beseitigt. Der Zirkelkopf 2 ist innen mit zwei gegenüberliegenden Zentriervorsprüngen 6 versehen, die zur sicheren Lagerung der Schenkel dienen und die das freie Drehen derselben begrenzen. Die Schraube 7 dient zur Verbindung der Schenkel 1 und des Zirkelkopfes 2 und zur Bildung des gewünschten Reibungseffektes. Für die Anbringung verschiedener Austauschteile am Zirkel können die Schenkel 1 beliebig durch Formung oder durch Bearbeitung angepaßt sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Zirkel, bestehend aus einem bügelförmigen Zirkelkopf, zwei Schenkeln mit zu den Innenseiten des Zirkelkopfs gerichteten Reibungsflächen am oberen Ende und einer die beiden Schenkel mit dem Zirkelkopf schwenkbar verbindenden Schraube, dadurch gekennzeichnet,

    daß der Zirkelkopf (2) an den Innenseiten seines Bügels Zentriervorsprünge (6) aufweist,

    daß eine Verfestigungsversteifung (3) mit rippenförmigen Vorsprüngen (4, 5) abgeschlossen ist,

    und daß in den Raum zwischen den rippenförmigen Vorsprüngen (4, 5 ) die Zentriervorsprünge (6) des Zirkelkopfes (2) eingeschoben sind.
  2. 2. Zirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verfestigungsversteifung (3) sich mindestens über das obere Drittel der Schenkellänge erstreckt.
  3. 3. Zirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel und der Zirkelkopf aus Kunststoff hergestellt sind.






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