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Dokumentenidentifikation DE3612991A1 26.02.1987
Titel Vorrichtung zum Zeichnen
Anmelder Beyer, Hans-Karl, 7630 Lahr, DE
Erfinder Beyer, Hans-Karl, 7630 Lahr, DE
Vertreter Schmitt, H., Dipl.-Ing.; Maucher, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7800 Freiburg
DE-Anmeldedatum 17.04.1986
DE-Aktenzeichen 3612991
Offenlegungstag 26.02.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.02.1987
IPC-Hauptklasse B43L 13/20
IPC-Nebenklasse G09B 25/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zeichnen von Begrenzungslinien von Schnittebenen od. dgl. an der Außenseite dreidimensionaler Körper, insbesondere zum Anzeichnen von Höhenlinien an dreidimensionalen Landschaftsmodellen und ggf. auf eine ebene Zeichenunterlage, mit einer Schablone, die eine der Begrenzungslinie entsprechende Führungskante aufweist.

Für Unterrichtszwecke an Schulen ist es bekannt, Landschaftsmodelle, die üblicherweise aus Holz, Gips, Papiermasse, Kunststoff od. dgl. bestehen, zur anschaulichen Darstellung von Höhenlinien und dergleichen zu verwenden. Dabei soll der Schüler lernen, aus einer Karte, die die Landschaftshöhen entweder durch Höhenlinien oder durch unterschiedliche Farben darstellt, eine dreidimensionale Vorstellung des Kartenbildes zu bekommen. Um dem Schüler möglichst anschaulich aus dem zweidimensionalen Kartenbild heraus die Dreidimensionalität zu vermitteln, hat man schon Schablonen zum Anzeichnen von Höhenlinien an Landschaftsmodellen geschaffen, die der Schüler selbst benutzen kann.

Diese Schablonen bestehen aus einzelnen Schablonenplatten, die entsprechend dem Kartenbild einen Ausschnitt mit dem jeweiligen Höhenlinienumriß aufweisen. Zum Anzeichnen wird die Schablonenplatte auf das Landschaftsmodell aufgesetzt, in möglichst horinzontaler Lage angehalten und dann wird mit einem Schreibstift schräg am Ausschnittrand entlang gefahren und damit die Höhenlinie auf das Landschaftsmodell übertragen.

Je kleiner der Neigungswinkel des Landschaftsabschnittes im Zeichenbereich ist, um so größer wird der Abstand zur Zeichenkante des Schablonenausschnittes. Dadurch ist die Lage der gezeichneten Höhenlinie in starkem Maße vom Zeichenwinkel abhängig. Ein Ungeübter (Schulkind) ist beim Zeichnen der Höhenlinie meist nicht in der Lage, den Zeichenstift so zu führen, daß der gezeichnete Strich parallel zur oberen Zeichenkante verläuft, so daß je nach Schrägstellung des Zeichenstiftes die Linie weiter oben oder unten verläuft und Stufen oder Bögen bildet. Um dies möglichst zu vermeiden, kann die Schablone zwar aus einem besonders dünnen Material bestehen; dadurch ist aber die Eigenstabilität der Schablone beeinträchtigt, so daß sie sich leicht durchbiegen kann. Insbesondere beim Zeichnen an Landschaftsabschnitten mit großem Neigungswinkel besteht dann die Gefahr, daß sich die Schablone unter dem Druck des Zeichenstiftes an dieser Stelle durchbiegt, da eine Unterstützung durch das Landschaftsmodell, auch wegen der Nachgiebigkeit des Materiales kaum noch vorhanden ist.

Es ist auch bereits bekannt, zur Veranschaulichung von Höhenlinien Scheiben mit den Umfangskonturen von jeweils einer Höhenlinie zu verwenden und diese Scheiben dann an einer Halterung mit Höhenabstand zu befestigen. Außer einer Darstellung der Höhenlinien in einem räumlichen Modell zum Vergleich mit der zweidimensionalen Kartendarstellung, ist hier jedoch die Handhabung und aktive Arbeit am Landschaftsmodell durch den Schüler selbst nicht oder nur sehr begrenzt möglich.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die unter Vermeidung der vorerwähnten Nachteile insbesondere die Möglichkeit auch für Ungeübte schafft, an dreidimensionalen Körpern, insbesondere Landschaftsmodellen, Begrenzungslinien von Schnittebenen oder Höhenlinien selbst anzubringen, ohne daß dabei Handhabungsungenauigkeiten zu einem schlechten Ergebnis führen. Außerdem soll die Vorrichtung einfach herstellbar und preisgünstig sein.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß insbesondere vorgeschlagen, daß die Schablone durch eine sich über einen Höhenbereich des jeweiligen Körpers bis zu der der zu zeichnenden Begrenzungslinie entsprechenden Ebene erstreckende Negativ-Teilform gebildet ist, deren einer Begrenzungsrand die Führungskante aufweist. Eine solche Teilform umschließt den Körper, z. B. das Landschaftsmodell bereichsweise und liegt auf diesem als Negativform praktisch vollfächig auf. Somit befindet sich auch die innere Führungskante für einen Schreibstift direkt am Körper, unabhängig wie dieser in dem jeweiligen Bereiche gerade geformt ist. Das Handhaben zum Zeichnen z. B. von Höhenlinien ist dadurch besonders einfach, da einerseits die relative Lage von der Schablone und dem Landschaftsmodell zueinander sich praktisch selbsttätig durch das Aufsetzen der Teilform ergibt und weil andererseits durch die dicht am Modell anliegende Führungskante unterschiedliche Zeichenwinkel praktisch keinen Einfluß auf die Lage der gezeichneten Linie haben.

Zweckmäßigerweise weisen die Teilform und vorzugsweise auch das Landschaftsmodell od. dgl. Körper einen insbesondere umlaufenden Auflage- und Bodenflansch mit vorzugsweise etwa gleichen Umrißformen auf. Einerseits ergibt sich dadurch in Aufsetzrichtung ein Anschlag, der insbesondere bei sehr dünnwandigen Modellen ein Verformen des Körpers bei zu großem Auflagedruck vermeidet, und außerdem hat man dadurch eine Angriffsstelle zum Halten mit der Hand.

Vorteilhafterweise besteht die Teilform aus Kunststoff, insbesondere aus einem zum Thermoformen oder Spritzen geeigneten Kunststoff, z. B. Polystyrol, PVC, Polykarbonat, Polyacryl od. dgl. Bei Verwendung solcher Kunststoffe ist das Abformen eines dreidimensionalen Körpers bzw. eines Landschaftsmodelles zur Bildung der Teilform besonders einfach durchführbar. Außerdem erhält man dadurch eine hohe Abformgenauigkeit auch bei sehr unregelmäßigen Körpern.

Die Wandungsdicke der Teilform kann dabei mehr als 1 mm und vorzugsweise etwa 3 bis 5 mm betragen. Die Teilform hat dadurch eine gute Eigenstabilität und läßt sich auch gut handhaben.

Zweckmäßigerweise besteht die Vorrichtung aus einem Schablonensatz mit mehreren Teilformen für verschiedene Höhenlinien. Diese Teilformen weisen jeweils unterschiedliche Gesamthöhen auf, so daß damit verschiedene Höhenlinien gezeichnet werden können, indem die Teilformen nacheinander auf das Landschaftsmodell aufgesetzt werden.

Eine Ausführung der Erfindung sieht vor, daß sich die Teilform, ausgehend von ihrem Begrenzungsrand, nur über einen Teilhöhenabschnitt des Körpers erstreckt und insbesondere im wesentlichen etwa ringförmig den Körper umgreifend ausgebildet ist. Diese Teilform liegt zwar nur mit einem vergleichsweise kurzen Negativ-Formabschnitt auf dem Landschaftsmodell od. dgl. auf, wobei aber durch die genaue Formgebung bereits eine genügend gute Lagefixierung gegeben ist. Diese Ausführungsform von Teilformen ergibt auch eine erhebliche Materialeinsparung. Außerdem lassen sich damit auch besonders gut Höhenlinien auf planen Unterlagen durch umgekehrtes Auflegen der Teilformen, zeichnen.

Vorteilhafterweise weisen die Teilformen einen umlaufenden, im Umriß gleichen Seitenflansch 14 auf, dessen Außenrand eine etwa in der Ebene des Begrenzungsrandes bzw. von dessen Führungskante liegende, vorzugsweise umlaufende Auflagefläche 16 aufweist. Durch diese Ausbildung können die Teilformen zum Zeichnen von Höhenlinien auf planen Unterlagen jeweils in gleicher Zuordnung zueinander positioniert werden, da durch die gleichen Umrißformen eine entsprechende Bezugs-Umrißlinie gezeichnet werden kann.

Zweckmäßigerweise sind insbesondere bei den sich nur über einen Teilhöhenabschnitt des Körpers erstreckenden Teilformen, Auflagevorsprünge zur gegenseitigen Abstützung insbesondere benachbarter, auf das Landschaftsmodell od. dgl. aufgelegter Teilformen vorgesehen. Obgleich bereits durch die Negativformung eine gute Lagestabilisierung zwischen der entsprechenden Teilform und dem Landschaftsmodell gegeben ist, sorgen die Auflagevorsprünge für eine zusätzliche Stabilisierung, die sich insbesondere bei im Querschnitt sehr kleinen Auflagebereichen des Landschaftsmodelles, vorteilhaft auswirken.

Zusätzliche Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen aufgeführt. Nachstehend ist die Erfindung mit ihren wesentlichen Einzelheiten anhand eines Ausführungsbeispieles in den Zeichnungen noch näher erläutert.

Es zeigt:

Fig. 1 Eine perspektivische Ansicht eines Landschaftsmodelles mit aufgesetzter, durch eine Teilform gebildeten Schablone,

Fig. 2 die in Fig. 1 gezeigte Darstellung in Seitenansicht,

Fig. 3 eine etwa Fig. 2 entsprechende Ansicht, hier jedoch mit einer aufgesetzten Schablone zum Zeichnen einer weiter oben liegenden Höhenlinie,

Fig. 4 eine Aufsicht eines Landschaftsmodelles mit gezeichneten Höhenlinien,

Fig. 5 eine Aufsicht einer Teilform-Schablone,

Fig. 6 eine Schnittdarstellung entsprechend der Schnittlinie VI-VI in Fig. 5 mit einem Wandungsabschnitt des Landschaftsmodelles,

Fig. 7 eine Teilschnittdarstellung der Teilform-Schablone gemäß der Schnittlinie VII-VII in Fig. 5,

Fig. 8 eine perspektivische Ansicht eines Landschaftsmodelles mit einer gegenüber Fig. 1 abgewandelt ausgebildeten Teilform,

Fig. 9 eine Seitenansicht eines Landschaftsmodelles mit mehreren aufgesetzten Teilform-Schablonen,

Fig. 10 eine verkleinerte Aufsicht der in Fig. 8 gezeigten Darstellung,

Fig. 11 eine Teilschnittdarstellung gemäß der Schnittlinie XI-XI in Fig. 10 und

Fig. 12 eine Teilschnittdarstellung gemäß der Schnittlinie XII-XII in Fig. 10, wobei die Teilform-Schablone umgedreht auf eine plane Unterlage aufgelegt ist.

Ein in Fig. 1 gezeigtes Landschaftsmodell 1 dient zur Darstellung von daran angezeichneten Höhenlinien 2, die mittels einer Schablone 3 angebracht werden können. Die Schablone 3 ist erfindungsgemäß als Negativ-Teilform 4 des Landschaftsmodelles 1 od. dgl. Körper ausgebildet und liegt somit mit seiner lnnenseite genau der Kontur des Landschaftsmodelles folgend an diesem an. Das Abformen zur Bildung der Teilform erfolgt zweckmäßigerweise durch ein Thermoformverfahren unter Zuhilfenahme von Vacuum bzw. Druckluft. Nach diesem Formen ist eine Gesamtnegativform des Landschaftsmodelles od. dgl. gebildet. Anschließend wird die Negativform im Bereich der späteren Zeichenebene für eine Höhenlinie durchtrennt. Der dabei sich ergebende Begrenzungsrand 5 weist innenseitig die Führungskante 6 auf, an der ein Schreibstift 7 zum Übertragen einer Höhenlinie 2 entlanggeführt werden kann (vgl. auch Fig. 6 und 7). Die Teilform 4 erstreckt sich dabei von der Auflageseite 8 des Landschaftsmodelles 1 bis zu dem Begrenzungsrand 5 der Teilform, wie dies gut auch in den Fig. 2 und 3 erkennbar ist.

Die jeweilige Teilform 4 und auch das Landschaftsmodell 1 weisen einen Auflageflansch 9 bzw. einen Bodenflansch 10 auf. Diese beiden Flansche liegen in Zeichenstellung flächig aufeinander auf, so daß hierdurch auch eine Bezugsebene gebildet ist. Außerdem läßt sich dadurch das Modell und auch die Schablone besser halten, wobei auch bei sehr starker Druckbeaufschlagung der Schablone 3 in Aufsetzrichtung die vorgesehene relative Lage von Landschaftsmodell und Teilform erhalten bleibt. Auch bei dünnwandigeren Landschaftsmodellen und/oder Teilformen würde sich auch bei hoher Kraftbeaufschlagung in Aufsetzrichtung kein Verformen einstellen, da die beiden Flansche Anschläge und eine Aufsetzbegrenzung bilden.

Die in Fig. 2 gezeigte Teilform 4 dient zum Zeichnen einer unteren Höhenlinie 2 an dem Landschaftsmodell 1, während die in Fig. 3 gezeigte Teilform 4 zum Zeichnen einer weit oben liegenden Höhenlinie 2 vorgesehen ist. Fig. 4 zeigt in einer Aufsicht das mit Höhenlinien 2 versehene Landschaftsmodell, das in dieser Ansicht auch der zweidimensionalen Kartendarstellung entsprechen würde.

Durch Verwendung von Negativ-Teilformen 4 als Schablonen 3 liegt die lnnenseite 11 (vgl. Fig. 6 und 7) der Kontur der Außenseite 12 des Landschaftsmodelles 1 od. dgl. folgend, an dieser an. Dadurch ergeben sich auch je nach Neigungswinkel des Landschaftsabschnittes unterschiedliche Breiten des Begrenzungsrandes 5 im Verlauf einer zur zeichnenden Höhenlinie, wie dies gut auch in Fig. 5 erkennbar ist. Somit liegt die innere Führungskante 6 des Begrenzungsrandes 5 dicht an der Außenseite 12 des Landschaftsmodelles an, so daß ein Schreibstift 7 dort mit praktisch beliebigem Zeichenwinkel angesetzt werden kann, ohne daß sich die Lage der gezeichneten Höhenlinie merkbar ändert. Die Verschwenkbarkeit des Schreibstiftes 7 in unterschiedliche Zeichenwinkel ist durch den Doppelpfeil Pf1 in den Fig. 6 und 7 angedeutet.

Unabhängig vom Neigungswinkel des Landschaftsmodell- Abschnittes ist bei dem Begrenzungsrand 5 eine stabile Auflage für einen Schreibstift 7 vorhanden, da sich die Teilform 4 einerseits vollflächig am Landschaftsmodell abstützen kann und darüberhinaus auch durch die bodenseitige Abstützung noch stabilisiert ist. Zwar würde es bereits genügen, wenn die Teilform ringförmig sich vom Begrenzungsrand 5 noch etwas über einen Höhenbereich des Landschaftsmodelles 1 erstrecken würde, da durch die Negativabformung hier bereits eine gute Lagefixierung gegeben ist; die eigenstabile Ausführung mit bis zur Auflageseite sich erstreckender Ausbildung ergibt jedoch eine zusätzliche Stabilisierung und insbesondere auch eine wesentlich höhere Eigenstabilität der Teilform. Die Eigenstabilität wird auch durch den Auflageflansch 9 verstärkt. Auch das Landschaftsmodell 1 selbst, das in der Regel als Hohlkörper ausgebildet ist, ist durch den Bodenflansch 10 erheblich stabilisiert.

Die Wandungsdicke der Teilform beträgt zweckmäßigerweise mehr als 1 mm und vorzugsweise etwa 3 bis 5 mm. Auch hierdurch ergibt sich eine gute Stabilität der Teilformen, so daß diese auch eine robuste Handhabung unbeschadet überstehen können. In der Wahl der Materialdicke ist man weitgehend frei, da diese auf das Zeichenergebnis keinen Einfluß hat.

Die Oberfläche des die Führungskante 6 aufweisenden Begrenzungsrandes 5 fluchtet etwa mit der durch eine Höhenlinie od. dgl. umgrenzten Ebene, so daß komplizierte Trennverfahren im Bereich des Begrenzungsrandes 5 vermieden werden. Nach dem Erstellen der Negativ-Gesamtform kann somit durch einen einfachen Sägeschnitt der Begrenzungsrand 5 gebildet werden.

Die Teilformen 4 können auch noch Aussparungen 13 zur Darstellung von Flüssen, Ortschaften und dgl. aufweisen, wie dies in Fig. 3 angedeutet ist. Das Landschaftsmodell weist zweckmäßigerweise eine mit Wasserfarbe oder auch mit anderer Farbe bemalbare Außenbeschichtung auf oder besteht aus einem solchen Material. Dadurch können die Felder zwischen den Höhenlinien 2 farbig entsprechend den Höhenfarben in der geographischen Karte bemalt werden, so daß sich eine zum Kartenbild analoge, jedoch dreidimensionale Darstellung ergibt. Zum Herstellen der Teilformen 4 mittels eines Thermoformverfahrens eignen sich als Materialen insbesondere Polystyrol, PVC, Polykarbonat, Polyacryl und dergleichen.

Bevorzugt dient die erfindungsgemäße Vorrichtung zwar zum Darstellen von Begrenzungslinien an unregelmäßig geformten Körpern wie z. B. Landschaftsmodellen, prinzipiell ist jedoch auch die Verwendung zur Darstellung z. B. von Kegelschnitt-Umgrenzungslinien und dgl. möglich.

Durch die besondere, erfindungsgemäße Ausbildung der Schablonen als Negativ-Teilformen 4 des dreidimensionalen Körpers 1 und auch durch die Ausbildung des Landschaftsmodelles selbst, ist eine praktisch "narrensichere" Zeichenhandhabung möglich. Gleichzeitig ist eine sehr billige Herstellung möglich, so daß jeder Schüler sein eigenes Modell bearbeiten und dann auch behalten kann. Dadurch kann ein besonders guter Lerneffekt erzielt werden.

In den Fig. 8 bis 12 sind noch gegenüber den vorbeschriebenen Teilform-Schablonen 3 abgewandelt ausgebildete Teilform-Schablonen 3a dargestellt. Diese Teilform-Schablonen 3a erstrecken sich nicht, wie z. B. die in Fig. 3 dargestellte Teilform 4 von der Auflageseite 8 bis zum Begrenzungsrand 5, sondern es ist hier vorgesehen, daß diese Teilformen 4a sich, ausgehend von ihrem Begrenzungsrand 5, nur über einen Teilhöhenabschnitt des Körpers 1 erstrecken und diesen praktisch ringförmig umgreifen. Dies ist besonders gut bei der in Fig. 9 zuoberst aufliegenden Schablone 3a erkennbar. Die Schablonen 3a sind im wesentlichen etwa tablettartig ausgebildet und weisen um ihre Teilformen 4a herum einen umlaufenden, im Umriß gleichen Seitenflansch 14 (vgl. Fig. 8) auf, dessen Außenrand 15 eine etwa in der Ebene des Begrenzungsrandes 5 liegende Auflagefläche 16 aufweist. Der Außenrand 15 ist dabei zur Längsebene der gesamten Schablone 3a nach oben abgewinkelt, so daß am freien Ende dieser Abwinklung die umlaufende Auflagefläche 16 etwa bei der Höhe des Begrenzungsrandes 4 endet. Neben einer erheblichen Materialeinsparung lassen sich mit den Schablonen 3a besonders gut auch Höhenlinien 2 auf eine plane Unterlage zeichnen, so daß sich dann ein Bild gemäß Fig. 4 ergibt. Dies wird erreicht, indem die Schablone 3a oder auch die Schablone 3 umgekehrt auf die Zeichenunterlage aufgelegt wird. Bei den Schablonen 3 gemäß Fig. 1 ist dies ebenfalls gut möglich, jedoch muß mit zunehmender Höhe der Schablone 3 (vgl. Fig. 3) entsprechend auch diese gesamte Höhe mit einem Zeichenstift beim Erstellen der Höhenlinien auf einer planen Unterlage, durchgriffen werden, wobei sich Handhabungsprobleme und auch Zeichnungsungenauigkeiten einstellen können. Bei der Schablone 3a ist dagegen, unabhängig von der Lage, die zu durchgreifende Schablonenhöhe etwa gleichbleibend, so daß auch beim Zeichnen der "höchsten" Höhenlinien die vorerwähnten Probleme nicht auftreten.

Auch bei den Schablonen 3a liegt bereichsweise über einen bestimmten Höhenabschnitt eine Negativteilform 4a an dem Landschaftsmodell 1 an, wodurch eine gute Lagefixierung relativ zwischen Landschaftsmodell 1 und Schablone 3a gegeben ist. In Höhenbereichen, wo nur noch eine geringe Gesamtauflagefläche vorhanden ist oder wo nur noch ein Auflagebereich besteht, wie es beim Zeichnen der Höhenlinie gemäß Fig. 3 der Fall wäre, besteht die Möglichkeit, daß die Schablonen 3a nacheinander auf das Landschaftsmodell aufgelegt werden und auch beim Zeichnen der nächsthöheren Höhenlinie dort verbleiben. Die Schablonen 3a weisen nämlich Auflagevorsprünge 17, 18 auf, durch die eine gegenseitige Abstützung (vgl. Fig. 9) gegeben ist. Diese Abstützung ist zwar, wie bereits vorerwähnt, für die weiter unten liegenden Schablonen nicht erforderlich, ergibt aber beim Zeichnen der obersten Höhenlinien eine zusätzliche Lagestabilisierung.

Die oberseitigen Auflagevorsprünge 17 (Fig. 8) schließen mit der Ebene des Begrenzungsrandes 5 und auch der Auflagefläche 16 ab. Dadurch kann bei der Herstellung der Schablonen 3a durch einen Trennschnitt gleichzeitig der Begrenzungsrand 5, die äußere Auflagefläche 16 sowie die oberen Auflagevorsprünge 17 gebildet werden, so daß auch dadurch die Herstellung vereinfacht ist.

Die Schablonen 3a weisen unterseitig als Auflagevorsprünge 18 fußartige Ausformungen auf, die seitenversetzt zu den oberen Auflagevorsprüngen 17 angeordnet sind. Um jeweils bei benachbart auf ein Landschaftsmodell 1 aufgelegten Schablonen 3a eine entsprechende gegenseitige Abstützung zu erhalten, sind dagegen die zueinander weisenden Auflagevorsprünge 17, 18 der benachbarten Teilformen an etwa gleichen Stellen angeordnet, dadurch ergibt sich wechselweise von Schablone zu Schablone eine wechselnde Anordnung der Auflagevorsprünge 17 u. 18. Erwähnt sei noch, daß zumindest die unteren Auflagevorsprünge 18 nicht unbedingt erforderlich sind, da die Unterseite der Schablone 3a selbst auch als Auflage dienen kann, die auf oberen Auflagevorsprüngen 17 einer darunter befindlichen Schablone 3a aufliegen kann. Der Höhenabstand der beidseitigen Auflageebenen der Schablonen 3a entspricht vorzugsweise dem Abstand benachbarter, zu zeichnender Höhenlinien 2.

Durch den seitlich zu der Auflagefläche 16 hochgezogenen Außenrand 15, durch die Auflagevorsprünge 17, 18 und auch durch die Negativform-Abschnitte, die die Negativ-Teilform 4a bilden, sind sickenartige Versteifungen vorhanden, so daß die Schablone 3a trotz ihrer relativ geringen Bauhöhe eine gute Stabilität hat.

Am Beispiel der untersten Schablone 3a ist anhand von den Fig. 10 bis 12 gezeigt, wie mit den Schablonen sowohl Höhenlinien 2 an einem Landschaftsmodell 1 als auch auf einer planen Zeichenunterlage 19 erstellt werden können. Die Lage der Schablone 3a gemäß Fig. 1 entspricht dabei etwa der Darstellung gemäß Fig. 8. In Fig. 12 dagegen ist die Schablone 3a umgekehrt auf die Zeichenunterlage 19 aufgelegt, so daß dann von der anderen Seite her die gleiche Höhenlinie 2 auf ein Blatt Papier als Zeichenunterlage 19 gezeichnet werden kann. Durch die gleiche Umrißform des Seitenflansches 14 mit der Auflagefläche 16 läßt sich dabei auch eine Umgrenzungslinie 20 zeichnen, die dann als Lageorientierung beim Auflegen weiterer Schablonen 3a dient. Dadurch ist von Schablone zu Schablone die lagerichtige Zuordnung möglich und es lassen sich somit Höhenlinienbilder entsprechend Fig. 4 erstellen. Dadurch ist dann besonders gut der Vergleich zwischen zweidimensionaler Darstellung und dreidimensionaler Darstellung am Landschaftsmodell möglich.

Anstatt einer Umgrenzungslinie 20 als optische Lage- Orientierungshilfe könnte auch eine mechanische Lagefixierung für die Schablonen 3a oder auch für die Schablonen 3 z. B. in Form eines Aufnahmekastens od. dgl. vorgesehen sein.

Alle in der Beschreibung, den Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Zeichnen von Begrenzungslinien von Schnittebenen od. dgl. an der Außenseite dreidimensionaler Körper, insbesondere zum Anzeichnen von Höhenlinien an dreidimensionalen Landschaftsmodellen und ggf. auf eine ebene Zeichenunterlage, mit einer Schablone, die eine der Begrenzungslinie entsprechende Führungskante aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone (3, 3a) durch eine sich über einen Höhenbereich des jeweiligen Körpers (1) bis zu der der zu zeichnenden Begrenzungslinie entsprechenden Ebene erstreckende Negativ-Teilform (4, 4a) gebildet ist, deren einer Begrenzungsrand (5) die Führungskante (6) aufweist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Teilform (4) von der Auflageseite (8) des Körpers (1) bis zu dem Begrenzungsrand (5) der Teilform (4) erstreckt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilform (4) und vorzugsweise auch das Landschaftsmodell (1) od. dgl. Körper, jeweils einen insbesondere umlaufenden Auflage- bzw. Bodenflansch (9 bzw. 10) mit vorzugsweise etwa gleichen Umrißformen aufweisen.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilform (4) aus Kunststoff, insbesondere aus einem zum Thermoformen oder Spritzen geeigneten, thermoplastischen Kunststoff z. B. Polystyrol, PVC, Polykarbonat, Polyacryl od. dgl. besteht.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungsdicke der Teilform (4) mehr als 1 mm und vorzugsweise etwa 3 bis 5 mm beträgt.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Schablonensatz mit mehreren Teilformen für verschiedene Höhenlinien od. dgl. und einem Landschaftsmodell od. dgl. besteht.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche des die Führungskante (6) aufweisenden Begrenzungsrandes (5) mit der durch eine Höhenlinie (2) od. dgl. umgrenzten Ebene etwa fluchtet.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilform(en) (4, 4a) Aussparungen (13) zur Darstellung von Flüssen, Ortschaften und dgl. auf dem Landschaftsmodell (1) aufweist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das zugehörige Landschaftsmodell (1) od. dgl. eine z. B. mit Wasserfarbe, Wachsmalstiften, Lack usw. bemalbare Außenbeschichtung aufweist bzw. aus solchem Material besteht.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Negativ-Teilform (4, 4a) zumindest mit ihren bei der zur zeichnenden Begrenzungslinie (2) befindlichen Rand (6), vorzugsweise mit ihrer gesamten Innenfläche (11) an dem Körper (1) anliegt.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Teilform (4a), ausgehend von ihrem Begrenzungsrand (5), nur über einen Teilhöhenabschnitt des Körpers (1) erstreckt und insbesondere im wesentlichen etwa ringförmig den Körper (1) umgreifend ausgebildet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilformen einen umlaufenden, im Umriß gleichen Seitenflansch (14) aufweisen, dessen Außenrand (15) eine etwa in der Ebene des Begrenzungsrandes (5) bzw. von dessen Führungskante (6) liegende, vorzugsweise umlaufende Auflagefläche (16) aufweist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufnahmekasten für die Teilformen (14, 14a) vorgesehen ist, dessen lichter Aufnahmequerschnitt etwa der Umrißform des Auflageflansches (9) bzw. des Außenrandes (15) der Teilformen (4, 4a) entspricht.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere bei den sich nur über einen Teilhöhenabschnitt des Körpers (1) erstreckenden Teilformen (4a), Auflagevorsprünge (17, 18) zur gegenseitigen Abstützung insbesondere benachbarter, auf das Landschaftsmodell (1) od. dgl. aufgelegter Teilformen (4a) vorgesehen sind.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilformen (4a) oberseitig mit der Ebene des Begrenzungsrandes (5) etwa abschließende Auflagevorsprünge (17) aufweisen.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilformen (4a) unterseitig fußartige Auflagevorsprünge (18) aufweisen und daß der Höhenabstand der beidseitigen Auflageebenen der Auflagevorsprünge (17, 18) vorzugsweise dem Abstand benachbarter, zu zeichnender Höhenlinien (2) entspricht.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die oberseitigen und die unterseitigen Auflagevorsprünge (17, 18) jeder Teilform (4a) seitenversetzt zueinander angeordnet sind und daß die zueinander weisenden Auflagevorsprünge (17, 18) benachbarter Teilformen (4a) an etwa gleichen Stellen, in Arbeitsstellung aufeinanderliegend, angeordnet sind.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilformen (4a) etwa tablettartig ausgebildet sind und daß die zur Längsebene dieser Teilformen insbesondere abgewinkelten Außenränder (15), die Auflagevorsprünge (17, 18), die Negativformabschnitte und gegebenenfalls weitere Ausformungen, sickenartige Versteifugnen bilden.






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