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Dokumentenidentifikation DE3614887C1 26.02.1987
Titel Zeichenkopf
Anmelder Fa. J.S. Staedtler, 8500 Nürnberg, DE
Erfinder Heger, Friedrich, 8501 Feucht, DE;
Dohlus, Peter, 8500 Nürnberg, DE
DE-Anmeldedatum 02.05.1986
DE-Aktenzeichen 3614887
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.02.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.02.1987
IPC-Hauptklasse B43L 13/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zeichenkopf, der mit einer Rast- und einer Bremsvorrichtung zum Feststellen des Schwenkwinkels der Zeichenlineale versehen ist und bei dem die Rastvorrichtung Rastkerben als Rastelemente sowie einen in diese eingreifenden Rastkörper und die Bremsvorrichtung mindestens ein Bremselement und einen auf diese(s) wirkenden Bremskörper aufweist und bei dem der Rastkörper und der Bremskörper mit einem Betätigungselement verbunden sind.

Derartige Klemmvorrichtungen sind beispielsweise aus der DE-PS 32 06 332 und aus der DE-OS 31 24 541 bekannt.

Als nachteilig wird es bei diesen bekannten Vorrichtungen jedoch vielfach empfunden, daß sie entweder sehr kompliziert aufgebaut und damit teuer oder umständlich zu handhaben sind oder daß die Rast- und die Bremsvorrichtung sich in bestimmten Positionen gegenseitig nachteilig beeinträchtigen, worunter u. U. die Genauigkeit der Winkel-Einstellungen leiden kann.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Zeichenkopf zu schaffen, der bei preiswerter Gestaltung, mit einfacher Handhabung sowohl eine stets gleichmäßige und genaue Rastung bestimmter vorgegebener Winkel-Einstellungen ermöglicht, als auch eine stets sichere Klemmung bei nicht gerasteten Winkel-Einstellungen bewirkt.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Hauptanspruches 1 in vorteilhafter Weise gelöst.

Besondere Ausgestaltungen und bevorzugte Ausführungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen umfaßt.

Anhand eines Ausführungsbeispieles wird die Erfindung nachfolgend näher erläutert. Hierbei zeigt

Fig. 1 einen geöffneten Zeichenkopf ohne Linealkörper von unten

Fig. 2 einen kompletten Zeichenkopf im Schnitt

Fig. 3 einen kompletten Zeichenkopf von oben und teilweise geschnitten.

Der in Fig. 1 ohne Linealkörper und Lineale dargestellte erfindungsgemäße Zeichenkopf enthält in einem mit einer Klemmvorrichtung 7 - die unter anderem eine Klemmtaste 71 und einen Klemmkeil 72 aufweist - versehenen Führungskörper 5, eine Rastvorrichtung 1 und eine Bremsvorrichtung 2. Die Rastvorrichtung 1 besteht im wesentlichen aus in einer peripheren Rastbahn 11 angeordneten Rastelementen 12, 12&min;, die eine jeweils um 15° verstellbare einrastende Winkelpositionierung erlauben und zusammen mit dem Rastkörper 13 die sichere und eindeutige Fixierung der eingestellten Winkel (z. B. 0, 15, 30, 45, 60, 75, 90°) ergeben.

Die Bremsvorrichtung 2 besteht hier aus zwei Bremselementen 22, 22&min;, die lose und horizontal frei beweglich innerhalb der peripheren Bremsbahn 21 angeordnet sind und auf einer Seite schräg zur Bewegungsrichtung 17 des Rastkörpers 13 verlaufende Stützkanten 15, 15&min; sowie am anderen Ende gerundet verlaufende Druckkanten 25, 25&min; zur Kontaktierung mit dem Bremskörper 23 aufweisen.

In der dargestellten Rastposition liegen die Bremselemente 22, 22&min; mit Spiel zwischen dem Rastkörper 13 und dem Bremskörper 23, so daß zwischen den Stützzonen 14, 14&min; des Rastkörpers 13 und den Stützkanten 15, 15&min; der Bremselemente 22, 22&min; keine Wirkverbindung besteht, ebensowenig wie zwischen den Druckzonen 24, 24&min;des Bremskörpers 23 und den Druckkanten 25, 25&min; der Bremselemente.

In dieser Position liegt somit keinerlei Bremsdruck auf den Bremselementen 22, 22&min; und der Bremsbahn 21 an, so daß eine ungehinderte, absolut exakte und stets gleichmäßige Rastung bzw. Rastverbindung zwischen der Rastnase des Rastkörpers 13 und einem als Rastkerbe 12 gestalteten Rastelement erfolgt. Wird die Rasttaste (18) ggf. entgegen dem Druck einer evtl. vorhandenen Rastfeder (19) und/oder die Bremstaste (28) entgegen einer ggf. vorhandenen Bremsfeder (29) betätigt, d. h. radial nach innen zum Zentrum hin bewegt, so bleibt der entspannte Zustand der Bremselemente 22, 22&min; erhalten. Erfolgt jedoch eine Verstellung des Winkels in eine nicht rastende Position, so liegt der Rastkörper 13 stirnseitig an dem einen Rastzahn 12&min; bildenden erhöhten Rastelement, ggf. unter dem Druck einer Rastfeder 19, an, während der Bremskörper 23, ggf. durch eine Bremsfeder 29, radial nach außen gegen die Druckkanten 25, 25&min; der Bremselemente 22, 22&min; gedrückt wird, so daß sich die Bremselemente 22, 22&min; peripher an die Bremsbahn 21 pressen und eine sichere reibschlüssige Bremsung und damit Positionierung des gewünschten nicht gerasteten Winkels von z. B. 20, 33, 59° o. ä., bewirken.

Die Stützzonen 14, 14&min; des Rastkörpers 13 bilden hierbei die Gegenlagerung und die kraftschlüssige Abstützung der Stützkanten 15, 15&min; der Bremselemente 22, 22&min;.

Es ist hierbei somit besonders wichtig, daß die größen- und formmäßige Abstimmung zwischen dem Rastkörper 13 mit seinen Stützzonen 14, 14&min;, dem Bremskörper 23 mit seinen Druckzonen 24, 24&min; und den Bremselementen 22, 22&min; mit den Stützkanten 15, 15&min; und den Druckkanten 25, 25&min; genauso erfolgt, damit die Bremselemente 22, 22&min;, wie erfindungsgemäß vorgeschlagen und oben beschrieben, zur Wirkung gelangen können.

Besonders vorteilhaft ist es weiterhin, wenn hierbei die Stützkanten 15, 15&min; der Bremskörper 22, 22&min; schräg bzw. im spitzen Winkel zum Zentrum hin bzw. gegenüber der Bewegungsrichtung 17 des Rastkörpers 13 verlaufen und wenn die Druckkanten 25, 25&min; der Bremselemente 22, 22&min; gerundet ausgebildet sind, um ein sicheres Gleiten aller Teile gegeneinander zu bewirken und ein Verklemmen zu verhindern. Die Stützzonen 14, 14&min; des Rastkörpers 13 sollen zu diesem Zweck so gestaltet sein, daß sie eine im wesentlichen punktförmige Kontaktierung mit den Stützkanten 15, 15&min; der Bremselemente 22, 22&min; ergeben. Vorteilhaft können hierbei somit die Seitenflächen des Rastkörpers 23 parallel und parallel zu dessen Bewegungsrichtung 17 ausgebildet sein. Weiterhin vorteilhaft ist es, wenn sowohl der Rastkörper 13, als auch der Bremskörper 23, permanent, z. B. von einer oder mehreren Federn, druckbeaufschlagt angeordnet sind, so daß lediglich bei einer Verstellung des jeweiligen Winkels unter Überwindung des Federdruckes die jeweilige gerastete oder gebremste Wirkposition kurzzeitig, aber vollständig, aufgehoben wird. Der Führungskörper 5 weist neben der Klemmvorrichtung 7 eine Führungsleiste 54, eine Einstellmarke 53 für dessen Positionierung auf einer Führungsschiene 6, eine Einstellmarke 52 für die Winkel-Positionierung des Lineals 32 oder eines Zeichenwinkels sowie einen Lagerkopf 51 zur drehbaren Aufnahme des über einen Verbindungszapfen 41 mit dem Fixierungszapfen 31 des Linealkörpers 3 fest verbundenen Griffes 4, auf. Die Bewegungsrichtung 27 des Bremskörpers 23 verläuft hierbei ebenfalls radial zum Zentrum hin. Aus Fig. 2 ist der Aufbau des Zeichenkopfes gem. Fig. 1 im Schnitt ersichtlich.

Der Führungskörper 5 ist einstückig mit dem Lagerkopf 51, der Einstellmarke 52 und der Führungsleiste 54 ausgebildet und kann durch die Klemmtaste 71 auf der Führungsschiene 6 fixiert werden. Der drehbare Griff 4 weist radiale Führungen für eine mit einer Rastfeder 19 versehene Rasttaste 18 und für eine von einer Bremsfeder 29 druckbeaufschlagte Bremstaste 28 sowie einen über einen Verbindungszapfen 41 und einen Fixierungszapfen 31 drehsicher verbundenen bzw. verschraubten Linealkörper 3 auf, an dem sich ein Lineal 32 bzw. ein Zeichenwinkel befindet.

Die Rastvorrichtung 1 weist neben der Rastfeder 19 einen an der Rasttaste 18 angeordneten Rastarm 16 und den hieran angeformten Rastkörper 13 mit den vertikal versetzt angebrachten Stützzonen 14 auf.

Der Rastkörper ist in das Rastelement bzw. in die Rastkerbe 12 eingerastet. Die Stützkante 15 des Bremselementes 22 liegt hinter der Stützzone 14. Bei der Bremsvorrichtung 2 ist der Bremskörper 23 über einen Bremsarm 26 mit der von der Bremsfeder 29 ständig beaufschlagten Bremstaste 28 fest verbunden.

Hinter dem Bremskörper 23 befindet sich die Druckkante 25 des Bremselementes 22.

Bei ausreichend stabiler Ausführung des Bremsarmes 26 und des Rastarmes 16 und/oder bei geeigneter anderweitiger Gegenlagerung des Bremskörpers 23 und des Rastkörpers 13 genügt es u. U., wenn der Zeichenkopf bzw. dessen Klemmvorrichtung nur über ein einziges Bremselement 22 verfügt.

Ebenso ist ein einziges Bremselement 22 ggf. auch bei anderen konstruktiven Lösungen, z. B. bei getrennt betätigbaren Rast- und Bremsvorrichtungen ausreichend.

Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Zeichenkopf gem. Fig. 1 und 2.

Der Griff 4 dient als Aufnahme und Führung für die radial betätigbaren Rast- und Bremstasten 18, 28, die von den Rast- und Bremsfedern 19, 29 druckbeaufschlagt werden. Die Bewegungsrichtungen 17, 27 sind hierbei stets gegenläufig, d. h. die Rasttaste 18 bewegt sich gegen die Bremstaste 28 und umgekehrt.

Über einen Verbindungs- und einen Fixierungszapfen 41, 31 ist das Lineal 32, das hier als einstückiger Zeichenwinkel gestaltet ist, drehfest und axial unveränderbar mit dem Griff 4 mittels einer Schraube verbunden. Der Führungskörper 5 nimmt die Klemmtaste 71 und die Lösetaste 73 auf und enthält die Einstellmarken 52 und 53.

Es hat sich gezeigt, daß es besonders vorteilhaft ist, wenn die Betätigungselemente, also wie hier z. B. die Rasttaste 18 und die Bremstaste 28, mit dem zugehörigen Rastkörper 13 bzw. dem Bremskörper 23 fest verbunden - vorzugsweise einstückig - ausgebildet sind.

Hierdurch ergeben sich besonders preiswerte, stabile und funktionssichere Ausführungsformen unter größtmöglicher Vermeidung von Ungenauigkeiten.

Die Druckbeaufschlagung der Rasttaste 18 und der Bremstaste 28 kann auch durch eine einzige gemeinsame Feder oder durch sonstige Spann- oder Zugvorrichtungen, wie Excenter-Klemmhebel, Spannschrauben o. ä. erfolgen. Für die Gestaltung und/oder den Verlauf der Stützkanten sowie der Druckkanten liegen auch andere konstruktive Lösungen im Rahmen der Erfindung. So können ggf. auch die Stützkanten gerundet und die Druckkanten schräg zur Bewegungsrichtung des Rast- bzw. des Bremskörpers verlaufen, wenn dies für bestimmte Konstruktionen besser erscheint.

Auf die Einhaltung der bereits beschriebenen Wirk- Zusammenhänge ist jedoch auch hierbei stets zu achten. In jedem Fall müssen sich die Bremselemente trotz gemeinsamer Betätigung des Rastkörpers und des Bremskörpers, bei Rastposition in wirkungsloser Ruhelage befinden und lediglich bei erfolgter Bremsposition und ohne Rastung mit ausreichender, i. .d. R. radial gerichteter, Bremskraft wirken.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichenkopf mit einer Rast- und einer Bremsvorrichtung zum Feststellen des Schwenkwinkels der Zeichenlineale, wobei die Rastvorrichtung Rastkerben als Rastelemente sowie einen in diese eingreifenden Rastkörper und die Bremsvorrichtung mindestens ein Bremselement und einen auf diese(s) wirkenden Bremskörper aufweist und wobei der Rastkörper und der Bremskörper einem Betätigungselement verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Bremselement(e) (22, 22&min;) ein innerhalb einer als Bremsbahn (21) gestalteten Wirkzone bewegliche(s) Teil(e) ist bzw. sind, das bzw. die lose gelagert und/oder geführt ist bzw. sind und in Bremsposition sowohl mit dem Rastkörper (13 ), als auch mit dem Bremskörper (23), in Wirkverbindung steht bzw. stehen, während es bzw. sie sich in Rastposition in wirkungsloser Ruhestellung befindet bzw. befinden.
  2. 2. Zeichenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Bremselement(e) (22, 22&min;) als Gegenlager für die Stützzone(n) (14, 14&min;) des Rastkörpers (13) mindestens eine Stützkante (15, 15&min;) und als Kontaktzone für die Druckzone(n) (24, 24&min;) des Bremskörpers (23) mindestens eine Druckkante (25, 25&min;) aufweist bzw. aufweisen.
  3. 3. Zeichenkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Bremselement(e) (22, 22&min;) und die auf diese(s) einwirkende(n) Stützzone(n) (14, 14&min;) des Rastkörpers (13) derart gestaltet und/oder bemessen sind, daß bei eintretender und/oder erfolgter Rastverbindung zwischen Rastelement (12, 12&min;) und Rastkörper (13) keine Bremswirkung erfolgt, während bei nicht ent- oder bestehender Rastverbindung vollständige Bremswirkung besteht.
  4. 4. Zeichenkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastkörper (13) und/oder der Bremskörper (23) unter der Wirkung einer oder mehrerer Feder(n) (19, 29) steht bzw. stehen.
  5. 5. Zeichenkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder(n) (19, 29) permanent auf den Rastkörper (13) und/oder auf den Bremskörper (23) einwirkt bzw. einwirken, zur Erzielung einer ständigen sicheren Rastverbindung oder um im anderen Fall stets sichere Bremswirkung zu gewährleisten.
  6. 6. Zeichenkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement für den Rastkörper (13) eine mit diesem - vorzugsweise fest - verbundene Rasttaste (18) und das Betätigungselement für den Bremskörper (23) eine mit diesem - ebenfalls vorzugsweise fest - verbundene Bremstaste (28) ist.
  7. 7. Zeichenkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützkante(n) (15, 15&min;) und/oder die Druckkante(n) (25, 25&min;) gegenüber der Bewegungsrichtung des Rastkörpers (13) und/oder des Bremskörpers (23) schräg verläuft bzw. verlaufen.
  8. 8. Zeichenkopf nach einem der vorhergehenden Anprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützkante(n) (15, 15&min;) und/oder die Druckkante(n) (25, 25&min;) gerundet verläuft bzw. verlaufen.
  9. 9. Zeichenkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Bremselement(e) (22, 22&min;) in Rastposition bzw. in wirkungsloser Ruhestellung mit Spiel zwischen dem Rastkörper (13) und dem Bremskörper (23) gelagert ist bzw. sind.






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