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Dokumentenidentifikation DE2747750C2 05.03.1987
Titel Vorrichtung zum Sortieren und Zählen von zwei Münzsorten unterschiedlichen Durchmessers
Anmelder Meza-GmbH, 2000 Hamburg, DE
Erfinder Porip, Herbert, 2000 Hamburg, DE
Vertreter Holländer, F., Dipl.-Geophys., Pat.-Anw., 2000 Hamburg
DE-Anmeldedatum 21.10.1977
DE-Aktenzeichen 2747750
Offenlegungstag 26.04.1979
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.03.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.03.1987
IPC-Hauptklasse G07D 3/16

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Sortieren und Zählen von zwei Münzsorten unterschiedlichen Durchmessers nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es ist eine Vorrichtung bekannt, bei der der Vorschub der Münzen durch eine über der Ausfallöffnung der Münzengleitfläche um eine zur Gleitfläche der Münzen parallele waagerechte Achse drehbar angeordnete Reibrolle erfolgt. Die im wesentlichen quer zu der gerade verlaufenden Gleitbahn für die Münzen angeordnete Achse der Reibrolle ist dabei gegenüber der Vorschubrichtung der Münzen derart schräg gestellt, daß die Münzen im Bereich der Ausfallöffnung gegen eine Führungs- oder Leitkante geschoben werden, welcher ein Zählstern gegenüberliegt.

Diese bekannte Vorrichtung arbeitet in der Weise, daß bei zwei verschiedenen Münzendurchmessern zunächst nur die größeren Münzen gezählt und auf der Gleitfläche zu einem Sammelbehälter weiterbewegt werden. Die kleineren Münzen kippen dagegen unter dem Druck der Reibrolle in die Ausfallöffnung, ohne gezählt zu werden. Durch eine Verstellung der dem Zählstern gegenüberliegenden Leitkante kann diese Vorrichtung dann auf den Durchmesser der kleineren Münzsorte eingestellt werden, so daß in einem zweiten Arbeitsgang auch die zunächst durch die Ausfallöffnung aussortierten Münzen gezählt werden können.

Abgesehen vom zusätzlichen Zeitaufwand für einen zweiten Zähldurchlauf besteht ein wesentlicher Nachteil dieser bekannten Vorrichtung darin, daß beim Zählen von beispielsweise 1-DM- und 2-DM-Münzen, deren Durchmesser- Unterschied verhältnismäßig gering ist, die demzufolge notwendige genaue Verstellung sehr kritisch und damit wiederum sehr zeitraubend ist.

Es ist auch bereits eine Vorrichtung (US-PS 37 85 386) bekannt, die eine Sortierleiste mit einer Laufkante und Ausfallöffnungen aufweist, deren Querabmessungen in Laufrichtung der Münzen entsprechend den Durchmessern der zu sortierenden Münzen stufenartig größer werden.

Ferner ist es aus der DE-OS 15 24 706 bekannt, bei einer derartigen Vorrichtung jeder Ausfallöffnung einen gesonderten Zähler zuzuordnen.

Aus der AT-PS 3 26 386 ist eine Vorrichtung zum Sortieren von Münzen unter Zuhilfenahme der Fliehkraft bekannt, bei der die Münzen von einer Schleuderscheibe abgeschleudert werden und entsprechend ihrer Wertigkeit sillstehenden, gekrümmten, länglichen Ausfallöffnungen zugeführt werden. Diese Einrichtung erfordert eine verhältnismäßig hohe Umlaufgeschwindigkeit der Schleuderscheibe, da sonst einige Münzen wegen der ausschließlichen Beförderung durch Fliehkraft nicht die ihnen zugeordneten Kanäle erreichen können. Zur Vermeidung dieser Nachteile sind bei dieser Einrichtung komplizierte und aufwendige Maßnahmen getroffen.

Eine aus der DE-OS 22 31 088 bekannte Einrichtung, von der die Erfindung ausgeht, arbeitet ebenfalls mit einem in Vorschubrichtung der Münzen ausgerichteten endlosen Transportriemen oder Transportband. Bei dieser Antriebsart werden also die Münzen nicht unmittelbar gegen eine Führungskante beaufschlagt und eine hier vorgesehene Ausfallöffnung für die kleinere Münzsorte ist daher genau in der Mitte zwischen zwei seitlichen Führungsschienen ausgebildet, deren Abstand entsprechend der größeren Münzsorte bemessen ist. Ein vor der Ausfallöffnung in einer Unterbrechung der einen Führungsschiene liegender Zählstern soll dabei im Zusammenwirken mit einer Gegenfeder dafür sorgen, daß die kleineren Münzen bei ihrer Weiterbewegung durch das Transportband genau in der Mitte zwischen den Führungsschienen vorgeschoben werden.

Ein in einer weiteren Unterbrechung der einen seitlichen Führungsschiene hinter der Ausfallöffnung vorgesehener zweiter Zählstern soll bei dieser Vorrichtung nur noch die größere Münzsorte zählen. Die Gefahr von Sortier- und Zählfehlern ist jedoch bei dieser Vorrichtung schon aufgrund des verwendeten geradlinigen Antriebes und der kritischen Einstellung der Gegenfeder des ersten Zählsterns groß.

Außerdem wird die Weitergabe der Münzen durch den ersten Zählstern bei dieser Vorrichtung beispielsweise durch Schwankungen der vor allem bei Hand- bzw. Kurbelantrieb unregelmäßigen Fördergeschwindigkeit, durch die Zufallsfolge der verschiedenen Münzsorten, durch Oberflächen-Unregelmäßigkeiten der Münzen usw. beeinflußt, wodurch die Gefahr von Sortier- und Zählfehlern noch erhöht wird.

Da der Einfluß der genannten Zufallsparameter nicht ausgeschaltet werden kann, ist es bei allen bisher bekanntgewordenen Zähl- und Sortiergeräten, soweit diese überhaupt zum Einsatz gekommen sind, sehr schwierig, die Münzen tatsächlich schnell und wirklich zuverlässig zu sortieren und zu zählen.

Diese Schwierigkeiten konnten bei den bisher bekannten Vorrichtungen trotz z. T. sehr komplizierter, technisch und finanziell aufwendiger Zusatzmaßnahmen, die außerdem das Gewicht und den Raumbedarf der bekannten Vorrichtungen erhöhen, nicht in zufriedenstellendem Maße ausgeschaltet werden.

Da jedoch in großem Umfang, insbesondere zum Verkauf von Zigaretten, Verkaufsautomaten eingesetzt werden, die gegen Münzeinwurf eine Warenpackung oder einen anderen Gegenstand abgeben, und die hauptsächlich mit 1-DM- und 2-DM-Münzen arbeiten, die unabhängig von ihrer Größe in ein gemeinsames Geldfach fallen, besteht also gerade für eine Vorrichtung zur zuverlässigen Sortierung und Zählung von 1-DM- und 2-DM- Münzen ein erheblicher Bedarf.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, mit möglichst geringem technischen und finanziellem Aufwand eine Vorrichtung zum Sortieren und Zählen von zwei Münzsorten unterschiedlichen Durchmessers zu schaffen, welche bei möglichst einfachem und raumsparendem Aufbau und möglichst geringem Gewicht unter Verzicht auf störanfällige und/oder eine kritische Einstellung voraussetzende Mittel für die notwendige Führung der Münzen betriebssicher und weitgehend wartungsfrei ist und auch durch einen unterschiedlichen Verschmutzungsgrad der Münzen praktisch eine nicht beeinträchtigte schnelle und zuverlässige Sortierung und Zählung der Münzen gewährleistet.

Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst. Weitergehende Ausgestaltungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.

Der erste Zählstern ist gemäß einem Merkmal der Erfindung vor der Führungskante derMünzengleitfläche angeordnet, so daß dessen kreisbogenförmige Randausnehmungen die jeweils erfaßteMünze bei der unter Einwirkung des Reibantriebes erfolgenden Weiterschaltung des Zählsterns vom Schleuderteller gegen die Führungskante der anschließenden Gleitfläche heranbewegen.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung weist eine Reibungs-Antriebsverbindung zwischen dem Schleuderteller und der Antriebsvorrichtung auf, und zwar vorzugsweise dadurch, daß die Antriebsvorrichtung ein auf der Drehachse der Reibscheibe befestigtes Reibrad trägt, welches mit der zylindrischen Randfläche des Schleudertellers in Reibeingriff ist.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist ferner vorgesehen, die etwa im Abstand der Münzdicke über der Münzengleitfläche drehbar angeordnete Reibscheibe federelastisch gegen auf der Münzgleitfläche befindlichen Münzen zu lagern. Dies wird besonders einfach beispielsweise in der Weise erreicht, daß die Drehachse der Reibscheibe in einer im wesentlichen topfartigen Ausnehmung einer die Münzgleitfläche bildenden Chassisplatte gelagert ist, und daß an dem durch eine Bodenöffnung der Lagerausnehmung nach unten vorstehenden Ende der Drehachse ein Stützglied mit einer im wesentlichen zylindrischen Ausnehmung befestigt ist, und daß zwischen diesem und dem Drehlager eine Vorspannfeder angeordnet ist.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich durch einen sehr kompakten Aufbau aus, der im wesentlichen durch eine kreisbogenförmige Krümmung der Münzenführungsstrecke erreicht wird, welche an die Münzenaustrittsöffnung der den Schleuderteller umfassenden, lediglich durch die Münzaustrittsöffnung unterbrochenen, im wesentlichen zylindrischen Wandfläche der Münzeingabe-Vorrichtung anschließt. Die Führungskante der Münzengleitfläche und die im verlauf dieser Führungskante angeordneten Zählsterne bilden dabei praktisch eine Fortsetzung der den Schleuderteller umfassenden Wandfläche, so daß sich insgesamt eine etwa S-förmige Führung für die zu den Zählsternen bewegten Münzen ergibt.

Die gekrümmte Form der an den Schleuderteller anschließenden Münzengleitfläche stellt sicher, daß deren dadurch trotz gedrängter Bauweise erreichbare Länge und die Länge der ebenfalls länglich ausführbaren Ausfallöffnung in jedem Fall ausreichen, um eine zuverlässige Sortierung der zu zählenden Münzsorten zu gewährleisten.

Die Ausgestaltung des Reibantriebes mit einer kreisförmig ausgebildeten Reibscheibe gewährleistet dabei, daß die zunächst durch Fliehkraftwirkung gegen die den Schleuderteller umfassende Wand geschobenen Münzen auch auf ihrem an den Schleuderteller angrenzenden Weg durch eine von der Reibscheibe ausgeübte zentrifugale Kraftkomponente gegen die Führungskante der Münzengleitfläche und die im Verlauf der Führungskante angeordneten Zählsterne geschoben werden.

Durch die bevorzugte federnde Aufhängung bzw. Lagerung der Reibscheibe werden dabei die Einflüsse von Zufallsparametern, wie z. B. die Verschmutzung der Münzen, praktisch völlig ausgeschlossen.

Die Erfindung gewährleistet also eine mit den bisher bekannten Vorrichtungen nicht erreichbare Zuverlässigkeit beim Sortieren und Zählen von Münzen.

In der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles näher erläutert und dargestellt. Es zeigt

Fig. 1 eine durch Wegbrechungen vereinfachte Draufsicht mit den wesentlichen Teilen der erfindungsgemäßen Vorrichtung,

Fig. 2 einen die Achsen des Schleudertellers und des Reibscheibenantriebes einschließenden senkrechten Längsschnitt durch die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung, und

Fig. 3 eine die durch die Zählsterne anzutreibenden Zählwerke tragende Abdeckhaube für den an den Schleuderteller angrenzenden Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Eine in Fig. 1 und 2 gezeigte erfindungsgemäße Münzen- Zähl- und Sortiervorrichtung 10 weist eine Münzeingabe- Vorrichtung mit einem Schleuderteller 12 als Boden und einer den Schleuderteller umfassenden, im wesentlichen zylindrischen Wand 14 auf, deren oberer Rand 16 im wesentlichen radial nach innen gebogen ist und eine Einschüttöffnung für die Münzen begrenzt.

Die den Schleuderteller 12 umfassende Wand 14 kann vorzugsweise einteilig am Gehäuseoberteil 20 der Vorrichtung 10 ausgebildet sein, siehe insbesondere Fig. 2.

Fig. 2 verdeutlicht auch eine für den Zusammenbau der Vorrichtung besonders vorteilhafte Schleuderteller-Anordnung, bei welcher eine den Schleuderteller 12 tragende, z. B. in Lagern 24 und 26 drehbare Achswelle 28 in der entsprechend geformten Durchgangsöffnung eines nabenartigen Ansatzes 30 einer Trägerscheibe 32 gelagert und mit dieser z. B. durch Schrauben 34 und 36 zu einer vormontierten Baueinheit zusammengefaßt ist.

Diese vorgefertigte Baueinheit kann bei abgenommenem Gehäuseboden 22 von unten in das Gehäuse der Vorrichtung eingesetzt und mit diesem fest verbunden werden. Beispielsweise mit 40 angedeutete stufenartige Absätze in den Seitenwänden und einer ggf. vorgesehenen im wesentlichen senkrechten Trennwand 42, 44 des Gehäuseoberteiles gewährleisten dabei eine genau definierte Einbaulage.

Der Antrieb des Schleudertellers erfolgt beispielsweise mittels einer Kurbelwelle 48, deren seitlich aus dem Gehäuse 20 der Vorrichtung vorstehendes Ende mit einem Vierkant- Ansatz 50 ausgebildet ist, auf welches eine hier nicht dargestellte Handkurbel aufgesteckt werden kann. Es ist auch möglich, eine an sich bekannte umklappbare Handkurbel vorzusehen.

Auch der Einbau der Kurbelwelle 48 ist sehr einfach, wenn diese, wie dargestellt, axial unverschieblich in einer Lagerhülse 52 drehbar gelagert ist, welche dann nach dem Einbau der Schleuderteller-Einheit durch eine seitliche Gehäuseöffnung und eine seitliche Durchgangsöffnung des nabenartigen Ansatzes 30 der Trägerscheibe eingeführt und in ihrer Einbaulage befestigt wird.

Fig. 2 läßt auch erkennen, daß die Lagerhülse 52 auf ihrer gesamten Länge auf der Trägerscheibe 32 abgestützt sein kann bzw. in einer hierfür in der Oberseite der Trägerscheibe 32 vorgesehenen Ausnehmung ruht.

Die Kraftübertragung von der Handkurbel auf den Schleuderteller 12 erfolgt dann über ein am Vorderende der Kurbelwelle sitzendes Kegelrad 54, welches mit einem auf der Achswelle 28 des Schleudertellers sitzenden Kegelrad 56 in Zahneingriff steht.

Die den Schleuderteller umfassende Wand der Münzen-Eingabevorrichtung weist eine Münzen-Austrittsöffnung in Form einer an der Stirnkante 60 eines ggf. stufenartig abgesetzten Endabschnittes 62 der Wand 14 beginnenden Unterbrechung auf. Der Endabschnitt 62 der Wand 14 kann dabei durch eine gegenüber dem übrigen Wanddurchmesser verstärkte Krümmung vorzugsweise einen Randstreifen des Schleudertellers 12 mit geringem Höhenabstand übergreifen.

Vor der Münzaustrittsöffnung ist eine beispielsweise sekantenartig quer zur zylindrischen Wandfläche 14 verlaufende senkrechte Trennfläche oder Trennwand 64 vorgesehen, deren Höhenabstand über dem Schleuderteller so bemessen ist, daß nur ein auf die Münzendicke abgestimmter Durchlaßschlitz 66 frei bleibt, durch welchen nur einzelne Münzen hindurchtreten können, während über der untersten Münze liegende Münzen abgestreift werden.

Auch diese Trennwand 64 ist vorzugsweise einteilig mit der Wandfläche 14 bzw. dem Gehäuse 20 der Vorrichtung ausgebildet, siehe insbesondere Fig. 2.

An die Münzaustrittsöffnung schließt eine in der Ebene des Schleudertellers 12 liegende und an dessen Rand angrenzende Gleitfläche 70 für den Weitertransport der Münzen an. Die Gleitfläche 70 ist durch eine äußere seitliche Führungskante 72 begrenzt, die kreisbogenförmig konkav gekrümmt ist.

Vor dieser beispielsweise durch einen aufgeschraubten Blechstreifen 74 gebildeten Führungskante 72 liegt ein erster Zählstern 76 mit einer üblichen Feder 78 zur Festlegung der beim Zählvorgang aufeinanderfolgenden Drehschritte des Zählsterns.

Ein zweiter Zählstern 80 mit einer zugeordneten Rastfeder 82 ist im Anschluß an die Führungskante so angeordnet, daß dessen die Münzen aufnehmenden Randausnehmungen in den einzelnen Raststellungen praktisch eine Fortsetzung der Führungskante 72 bilden.

Entlang der Führungskante 72 ist in der Gleitfläche 70 eine entsprechend der Führungskante gekrümmte Ausfallöffnung 84 für die kleinere Münzsorte so vorgesehen, daß entlang der Führungskante ein schmaler Stützrand 86 für die über die Ausfallöffnung hinwegbewegte größere Münzsorte verbleibt.

Hinter dem zweiten Zählstern 80 weist die Gleitfläche 70 eine weitere Ausfallöffnung 88 für die größere Münzsorte auf.

Für den Antrieb der Münzen auf der Gleitfläche 70 entlang der Führungskante 72 sowie zu den Zählsternen 76 und 80 ist vorzugsweise ein Reibantrieb 90 vorgesehen, siehe insbesondere Fig. 2.

Dieser besonders einfach und raumsparend aufgebaute Antrieb weist eine auf einer senkrechten Drehachse 92 sitzende Reibscheibe 94 auf, an deren Unterseite ein Reibbelag 96 auswechselbar befestigt ist, dessen die Münzen fortbewegende Reibfläche in einem gegenüber der Münzdicke geringfügig kleineren Abstand über der dazu parallelen Münzengleitfläche 70 liegt. Die senkrechte Drehachse 92 ist dabei vorzugsweise im gemeinsamen Krümmungsmittelpunkt der Führungskante 72 und der entlang dieser Führungskante verlaufenden Ausfallöffnung 84 für die kleinere Münzsorte angeordnet, siehe Fig. 1.

Vorzugsweise wird die Reibscheibe 94, 96 unmittelbar durch den kreiszylindrischen Außenrand des Schleudertellers 12 angetrieben und zwar über eine auf der Reibscheibenachse 92 befestigte Reibrolle oder Reibwalze 98, die einen gegebenenfalls auswechselbaren Reibring 100 oder einen anders ausgebildeten Reibbelag trägt. Vorzugsweise ist die Drehachse 92 der Reibscheibe 94 in einem im wesentlichen topfartig vertieften Einsatz 102 mit Hilfe einer Lageranordnung 104 gelagert. Der Lagereinsatz 102 ist an einer die Gleitfläche 70 bildenden Chassisplatte des Gehäuses 20 befestigt.

Das untere Ende der Reibscheibenachse 92 tritt durch eine Bodenöffnung 106 des Lagereinsatzes 102 hindurch. Die an diesem Ende befestigte Reibrolle oder Reibwalze 98 ist dabei vorzugsweise mit einer im wesentlichen zylindrischen, ggf. als Führung abgestuften, vertieften Ausnehmung versehen und bildet ein Stützglied für eine Druckfeder 108, deren anderes Ende an der Lageranordnung 104 abgestützt ist, wobei eine auf der Welle 92 sitzende Haltescheibe 110 sicherstellt, daß ein eingestellter Abstand zwischen der Oberseite der Lageranordnung und der Unterseite der Reibscheibe 94 eingehalten wird.

Fig. 3 zeigt noch eine ebenfalls sehr einfache Abdeckhaube 118 für die Chassisplatte mit der Münzführungsstrecke 70 und der zugehörigen Antriebsvorrichtung 90. Diese Abdeckhaube trägt zwei Zählwerke 120 und 122 mit Antriebswellen 124 bzw. 126. An den Enden der Antriebswellen 124 bzw. 126 sitzende Kegel-Zahnräder 128 und 130 kommen beim Aufsetzen der an dem Gehäuse zu befestigenden Haube 118 mit entsprechenden Kegel-Zahnrädern 132 bzw. 134 der zugehörigen Zählsterne 76 und 80 in Eingriff.

Fig. 3 veranschaulicht in Verbindung mit Fig. 1, daß die bezüglich der Achse 92 des Reibscheibenantriebes vorzugsweise etwa diametral gegenüberliegende Anordnung der Zählsterne 76 und 80 auch eine sehr günstige und leicht ablesbare Anordnung der zugehörigen Zählwerke ermöglicht.

Zu der Vorrichtung gehören noch für die beiden Münzsorten gesonderte Sammelbehälter 136 und 138, die in Fig. 1 gestrichelt angedeutet sind, zwischen welche eine ggf. nur im oberen Teil des Gehäuses vorgesehene Trennwand 140 verläuft. Die Sammelbehälter 136 und 138 sind durch seitliche Gehäuseöffnungen in die Vorrichtung einschiebbar. Die Einschuböffnung 142 für den Behälter 136 ist beispielsweise in Fig. 2 erkennbar.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Sortieren und Zählen von zwei Münzsorten unterschiedlichen Durchmessers mit einer in einer gemeinsamen waagerechten Ebene mit einem angrenzenden Schleuderteller einer Münzeingabe-Vorrichtung liegenden und von diesem ausgehenden, entlang einem ersten Zählstern für beide Münzsorten und einer folgenden Ausfallöffnung für die kleinere Münzsorte zu einem zweiten Zählstern für die größere Münzsorte führenden Münzgleitfläche und mit einer Vorrichtung zum Andrücken der Münzen gegen eine seitliche Führungskante der Gleitfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungskante (72) für die Münzen auf einem konkav gekrümmten Kreisbogenabschnitt entlang einer entsprechend gekrümmten länglichen Ausfallöffnung (84) für die kleinere Münzsorte verläuft, daß die Vorrichtung (90) zum Andrücken der Münzen eine kreisförmige Reibscheibe (94) aufweist, deren Unterseite etwa im Abstand der Münzdicke parallel oberhalb der Münzengleitfläche (70) liegt und deren senkrechte Drehachse (92) etwa im gemeinsamen Krümmungsmittelpunkt der Führungskante (72) und der Längsseite der Ausfallöffnung (84) angeordnet ist, und der erste Zählstern (76) vor der anschließenden Führungskante (72) angeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine konzentrische Anordnung der Drehachse (92) der Reibscheibe (94) und der Krümmungsmittelpunkte der Längsseiten der Ausfallöffnung (84) für die kleinere Münzsorte und der äußeren Führungskante (72) der Gleitfläche (70).
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der am Anfang der Führungskante (72) liegende erste Zählstern (76) den Randbereich des Schleudertellers (12) übergreifend angeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Reibungs-Antriebsverbindung zwischen dem Schleuderteller (12) und der Antriebsvorrichtung (90).
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (90) ein auf der Drehachse (92) der Reibscheibe (94) befestigtes Reibrad (100) trägt, welches mit der zylindrischen Randfläche des Schleudertellers (12) in Reibungseingriff ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die etwa im Abstand der Münzdicke über der Münzengleitfläche (70) drehbar angeordnete Reibscheibe (94) federelastisch (108) gegen auf der Münzgleitfläche (70) befindlichen Münzen gelagert ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (92) der Reibscheibe (94) in einer im wesentlichen topfartigen Ausnehmung (102) einer die Münzengleitfläche (70) bildenden Chassisplatte gelagert ist, und daß an dem durch eine Bodenöffnung (106) der Lagerausnehmung (102) nach unten vorstehenden Ende der Drehachse (92) ein Stützglied (98) mit einer im wesentlichen zylindrischen Ausnehmung befestigt ist, und daß zwischen diesem Stützglied (98) und dem Drehlager (104) eine Vorspannfeder (108) angeordnet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerausnehmung ein topfartig vertiefter Einsatz (102) ist, der in die die Gleitfläche (70) bildende Chassisplatte des Gehäuses (20) eingreift, und dessen flanschartiger Trägerrand (103) eine der äußeren Führungskante (72) der Gleitfläche (70) gegenüberliegende Führungskante (105) bildet.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützglied (98) einteilig mit einem walzenförmig ausgebildeten, mit dem Schleuderteller (12) in Reibberührung stehenden, einen auswechselbaren Reibbelag (100) tragenden Reibrad ausgebildet ist.






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