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Dokumentenidentifikation DE3011169C2 26.03.1987
Titel Einrichtung zum Zuführen von Kühlschmiermittel an einer Zahnflankenschleifmaschine
Anmelder VEB Werkzeugmaschinenkombinat "7. Oktober" Berlin, DDR 1120 Berlin, DD
Erfinder Kienast, Harry, DDR 1125 Berlin, DD;
Lenz, Sieghart, Dipl.-Ing., DDR 1156 Berlin, DD;
Liesberg, Klaus, DDR 1136 Berlin, DD;
Ulrich, Hans-Joachim, Dipl.-Ing., DDR 1156 Berlin, DD
DE-Anmeldedatum 22.03.1980
DE-Aktenzeichen 3011169
Offenlegungstag 01.10.1981
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.03.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.03.1987
IPC-Hauptklasse B24B 55/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Zuführen von Kühlschmiermittel an einer Zahnflankenschleifmaschine, die mit einer Doppelkegelschleifscheibe im Teilwälzverfahren derart arbeitet, daß die beiden Zahnflanken einer Zahnlücke nacheinander bearbeitet werden, wobei den beiden Zahnflanken das Kühlschmiermittel mittels Düsen unter Druck zugeführt wird.

Ein derartiges Verfahren ist bereits nach DD-WP 96 431 zum Kühlen und Schmieren beim Schleifen mit Doppelkegelschleifkörper bekannt, das die gerichtete Zuführung des Kühlschmiermittels unter Druck auf die Schleifkörperflanken zum Inhalt hat, wobei für die maximal ohne thermische Schädigung des Zahnrades erreichbare Spanzustellung und damit für die Produktivität beim Zahnflankenschleifen die Menge des den Kontaktstellen "Schleifkörper-Zahnrad" zugeführten Kühlschmiermittels von Einfluß ist.

Dabei wird üblicherweise das von der Maschine zurückfließende Kühlschmiermittel einer Reinigung unterzogen und durch einen Druckstromerzeuger über einen Kühler einer Verzweigung zugeführt, in der der Kühlschmiermittelstrom geteilt wird und von der aus je ein Teilstrom an die den beiden Zahnflanken einer Zahnlücke zugehörigen Kontaktstellen "Schleifkörper-Zahnrad" gelangt.

Eine Erhöhung der Zuführmenge für das Kühlschmiermittel zur Steigerung der Produktivität bei Zuführung in der genannten Weise wirkt sich jedoch insofern nachteilig aus, als der Flächenbedarf für den Sammelbehälter und für die Filtereinrichtung ansteigt, der Energiebedarf zur Förderung und Kühlung des Kühlmittels sich erhöht und die Kanäle und Rinnen für das zurückfließende Kühlschmiermittel vergrößert werden müssen. Dadurch würden nämlich die Betriebskosten infolge des größeren Flächen- und Energiebedarfs sowie die höheren Aufwendungen für die vergrößerten Aggregate, Sammelbehälter, Kanäle und Rinnen ansteigen und den erzielten Produktivitätsgewinn beeinträchtigen. Außerdem ist bei Maschinen, deren Kanäle und Rinnen für das zurückfließende Kühlschmiermittel bereits ausgelastet sind, eine nachrägliche Erhöhung der Zuführmenge für das Kühlschmiermittel nicht möglich.

Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zu Grunde, eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die Menge des an die Kontaktstellen "Schleifkörper-Zahnrad" gelangenden Kühlschmiermittels erhöht werden kann, ohne daß dabei auch eine wesentliche Vergrößerung des Flächen- und Energiebedarfs sowie der Abflußrinnen und -kanäle notwendig wird.

Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß den Düsen ein das Kühlschmiermittel in Abhängigkeit vom Eingriff der beiden Schleifflächen der Doppelkegelschleifscheibe an den Zahnflanken wechselweise den Düsen zuführendes Wegeventil vorgeschaltet ist.

Das Wegeventil ist von Endschaltern gesteuert, die von am Wälzschlitten befestigten Nocken betätigt werden.

Die erfindungsgemäße Lösung bietet den Vorteil, die Menge des einer Kontaktstelle "Schleifkörper-Zahnrad" zugeführten Kühlschmiermittels zu verdoppeln, ohne daß Druckstromerzeuger, Kühler, Rinnen und Kanäle für die Rückführung des Kühlschmiermittels, Filtereinrichtung und Sammelbehälter größer ausgelegt werden müssen. Das bedeutet, daß die Produktivitätssteigerung infolge der Erhöhung der Zuführmenge wirksam wird, ohne durch erhöhte Betriebskosten und Aufwendungen wesentlich beeinträchtigt zu werden.

Die Erfindung soll nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigt die Figur das Schema des Kreislaufes für das Kühlschmiermittel. Das Kühlschmiermittel wird aus einem Sammelbehälter 1 durch einen Druckstromerzeuger 2 über einen Kühler 3 einem Wegeventil 4 zugeführt. Durch dieses Wegeventil 4 wird der gesamte Kühlschmiermittelstrom wahlweise nur der der jeweils gerade schleifenden Flanke einer Doppelkegelschleifscheibe 7 zugehörigen Düse 5 (Linksflanke) oder Düse 6 ( Rechtsflanke) zugeleitet. Durch beispielsweise in die Verkleidung der Maschine einbezogene Rinnen und Kanäle 8 fließt das Kühlschmiermittel über eine Filtereinrichtung 9 in den Sammelbehälter 1 zurück.

Dabei werden für die Betätigung des Wegeventils 4 Signale aus dem Ablauf des Arbeitszyklus zum Schleifen einer Zahnlücke verwendet.

Beispielsweise wird bei Erreichen der Wälzwegbegrenzung bei der Wälzbewegung für das Schleifen der Linksflanke durch einen im allgemeinen mit dem Wälzschlitten 10 der Maschine verstellbar verbundenen Nocken 11 ein Endschalter S1 betätigt und dadurch der Kühlschmiermittelstrom auf die der Rechtsflanke zugehörige Düse 6 umgesteuert. Analog wird bei Erreichen der Wälzwegbegrenzung bei der Wälzbewegung für das Schleifen der Rechtsflanke durch einen Nocken 12 ein Endschalter S2 betätigt und dadurch der Kühlschmiermittelstrom auf die der Linksflanke zugehörige Düse 5 umgesteuert.

Bei einer zweiten Ausführungsform wird bei dem der Wälzbewegung für das Schleifen der Rechtsflanke vorliegenden Drehsinn des Wälzantriebes 13 durch einen Endschalter S3 der Kühlschmiermittelstrom auf die der Rechtsflanke zugehörige Düse 6 umgesteuert. Bei dem der Wälzbewegung für das Schleifen der Linksflanke vorliegenden Drehsinn des Wälzantriebes 13 wird durch einen Endschalter S4 der Kühlschmiermittelstrom auf die der Linksflanke zugehörige Düse 5 umgesteuert.

Bei einer dritten Ausführungsform werden die Signale für die Betätigung des Wegeventils 4 von der Anlage eines Bundes 15 einer Gewindespindel im Wälzgetriebe 14 abgeleitet, der das für die Spanzustellung erforderliche Spiel durchläuft. Im gezeigten Beispiel legt sich der Bund 15 der Gewindespindel im Wälzgetriebe 14 bei der Wälzbewegung für das Schleifen der Rechtsflanke an einem Anschlag 16 an. Dabei wird ein Endschalter S5 betätigt und der Kühlschmiermittelstrom auf die der Rechtsflanke zugehörige Düse 6 umgesteuert. Bei der Wälzbewegung für das Schleifen der Linksflanke legt sich der Bund 15 der Gewindespindel an einem Anschlag 17 an. Dabei wird ein Endschalter S6 betätigt und der Kühlschmiermittelstrom auf die der Linksflanke zugehörige Düse 5 umgesteuert.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zum Zuführen von Kühlschmiermittel an einer Zahnflankenschleifmaschine, die mit einer Doppelkegelschleifscheibe im Teilwälzverfahren derart arbeitet, daß die beiden Zahnflanken einer Zahnlücke nacheinander bearbeitet werden, wobei den beiden Zahnflanken das Kühlschmiermittel mittels Düsen unter Druck zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß den Düsen (5; 6) ein das Kühlschmiermittel in Abhängigkeit vom Eingriff der beiden Schleifflächen der Doppelkegelschleifscheibe (7) an den Zahnflanken wechselweise den Düsen (5; 6) zuführendes Wegeventil (4) vorgeschaltet ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wegeventil ( 4) von Endschaltern (S1; S2) gesteuert ist, die von am Wälzschlitten (10) befestigten Nocken (11; 12) betätigt werden.






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