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Dokumentenidentifikation DE3412575C2 16.04.1987
Titel Fördervorrichtung
Anmelder Rudolf Geiger Maschinenbau, 8553 Ebermannstadt, DE
Erfinder Geiger, Rudolf, 8553 Ebermannstadt, DE
Vertreter Czowalla, E., Dipl.-Ing. Dipl.-Landw.; Matschkur, P., Dipl.-Phys., PAT.-ANW., 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 04.04.1984
DE-Aktenzeichen 3412575
Offenlegungstag 17.10.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.04.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.04.1987
IPC-Hauptklasse B65G 17/48
IPC-Nebenklasse B65G 17/32   
Zusammenfassung Fördervorrichtung, insbesondere Staurollenkettenförderer oder Doppelgurtbandförderer, mit beidseits auf beabstandeten Längsförderern aufliegenden Werkstückträgern, wobei die Werkstückträger eine verstellbare Breite aufweisen, derart, daß sie zwischen den seitlichen Längsförderern hindurch mittels eines zwischen den Längsförderern verstellbaren Lifts vertikal in höhenversetzte Förderebenen bewegbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Fördervorrichtung, insbesondere Staurollenkettenförderer oder Doppelgurtbandförderer, mit beidseits auf beabstandeten Längsförderern aufliegenden Werkstückträgern, die unter Beibehaltung ihrer horizontalen Lage in höhenversetzte Förderebenen bewegbar sind.

Ein wesentliches Problem bei derartigen Fördervorrichtungen ist die Rückführung der Werkstückträger in die Ausgangslage. Relativ problemlos ist diese Rückführung bei karusellartigen Förderanlagen, bei denen das Förderband endlos in einer horizontalen Ebene in einer geschlossenen Bahn umläuft. Derartige Förderanlagen sind jedoch wegen des hohen Platzbedarfs in vielen Fällen nicht einsetzbar.

Darüber hinaus sind auch bereits Fördervorrichtungen vorgeschlagen worden, bei denen die Werkstückträger mit den seitlichen Längsförderern verbunden sind derart, daß sie quasi an der hinteren Umlenkstelle auf den Kopf gestellt werden und mit dem Umtertrum wieder in die Ausgangsstellung zurücklaufen. Diese Konstruktion ist jedoch nur für sehr spezielle Anwendungszwecke einsetzbar und eignet sich insbesondere nicht für Fördervorrichtungen, bei denen große und schwere Paletten und ähnliche schwere Bauteile bewegt werden müssen, da die hierfür benötigten Werkstückträger viel zu schwer sind, als daß sie hängend am Untertrum des Förderers zurückbewegt werden können.

Aus diesem Grund ist bei den bislang bekannten Fördervorrichtungen üblicherweise vorgesehen, daß zum Rücktransport eine in einer anderen Höhenebene angeordnete Fördereinrichtung verwendet wird, wobei entweder an den Enden des Förderers oder je nach den speziellen Erfordernissen auch an dazwischenliegenden Stellen Lifttürme eingebaut sind, an denen die Werkstückträger seitlich von der Fördervorrichtung abgenommen, durch einen Lift in eine darüber oder darunter liegende Höhenebene transportiert und durch seitliche Verschiebung wiederum auf einen dort befindlichen Förderer aufgegeben werden. Abgesehen von der Kompliziertheit dieser Anordnungen, insbesondere wenn es noch darum geht, an mehreren Zwischenstellen eine solche Umsetzung zu ermöglichen, haben sie wiederum den Nachteil, daß durch das seitliche Ausschieben vom Förderer ein erheblicher seitlicher Platzbedarf besteht, der in vielen Fällen nicht befriedigt werden kann.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Fördervorrichtung der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß ohne zusätzlichen Platzbedarf ein einfaches Umsetzen und Wiederrückführen der Werkstückträger möglich ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Werkstückträger eine verstellbare Breite aufweisen, derart, daß sie zwischen den seitlichen Längsförderern hindurch mittels eines zwischen den Längsförderern verstellbaren Lifts lediglich vertikal bewegbar sind.

Die Erfindung nützt dabei den sowieso vorhandenen notwendigen Abstand zwischen den seitlich der Werkstückträger angeordneten Längsförderern aus, um dazwischen das Umsetzen der Werkstückträger stattfinden zu lassen. Dies ermöglicht nicht nur eine erhebliche Breiteneinsparung, die auch dann noch besteht, wenn man den Abstand zwischen den Längsförderern etwas erhöht, um einen ausreichenden lichten Abstand entsprechend der größten Breite der zu bewegenden Werkstücke oder Paletten oder sonstigen Teile zu haben, sondern darüber hinaus auch eine erheblich einfachere Umsetzung ermöglicht, als es bei den bekannten Lifttürmen mit kombinierten Seiten- und Vertikalverschiebungen der Werkstückträger der Fall ist.

In besonders einfacher und zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß jeder Werkstückträger seitliche, an querverschieblich gelagerten Führungstragbolzen befestigte Auflageschienen aufweist, die durch eine gemeinsame Verstelleinrichtung gegenläufig verschiebbar sind.

Ein solcher Aufbau ist konstruktiv sehr einfach zu lösen und ermöglicht eine sehr flexible Anpassung an die jeweils gegebenen Arbeitsbedingungen. So können die Führungstragbolzen, um größere Verschiebelängen und damit Breitenveränderungen zu ermöglichen, beispielsweise versetzt angeordnet sein, so daß sie sich aneinander vorbeibewegen und dementsprechend für jeden der Führungsbolzen praktisch die gesamte Stellplatte des Werkstückträgers zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist der Aufbau auch so einfach, daß er ohne wesentliche Verteuerung gegenüber herkömmlichen Werkstückträgern realisiert werden kann, was bei größeren Förderanlagen angesichts der Vielzahl der dabei benötigten Werkstückträger ebenfalls von erheblicher Bedeutung ist.

Um ein durch äußere Druckkräfte hervorgerufenes Einschieben der Auflageschienen aus ihrer nach außen verstellten Fördertransportstellung zu verhindern und damit sicherzustellen, daß nicht durch irgendwelche solche äußeren Kräfte die Werkstückträger dann zwischen den Förderern einfach hindurchfallen können, sollen in Weiterbildung der Erfindung Verstellrasten vorgesehen sein, die vorzugsweise durch mindestens eine teilweise in eine Vertiefung am Umfang der Drehscheibe eingreifende federbelastete Rastkugel gebildet sind.

Die Verstelleinrichtung, mit Hilfe derer die Auflageschienen nach außen ausfahrbar bzw. nach innen in die verschmälerte Stellung einziehbar sind, kann in unterschiedlichster Weise ausgebildet sein. So wäre es insbesondere möglich, hierfür Antriebsvorrichtungen in den Werkstückträgern vorzusehen, die durch Passieren von Kontakten an bestimmten Stellen betätigt werden. Beispielsweise könnte entweder ein Elektromotor vorgesehen sein, der an einer bestimmten Stelle kontaktiert und in Betrieb gesetzt wird, oder aber man könnte auch eine pneumatische Verstelleinrichtung in ähnlicher Weise regeln.

Für die weitaus meisten Fälle derartiger Fördereinrichtungen ist es jedoch zweckmäßiger, eine ganz einfach ausgebildete Verstellvorrichtung vorzusehen, die durch einfaches mechanisches Zusammenwirken von Teilen der Werkstückträger mit der Umsetzplatte des Lifts beim Einlaufen des Werkstückträgers in die Liftposition betätigt wird.

In einer ersten Variante könnte die Verstelleinrichtung mit den Auflageschienen verbundene Mitnehmerzapfen und Führungskulissen an der Umsetzplatte des Lifts sowie Mitnehmer an den Längsförderern umfassen. Beim Einlaufen auf die Umsetzplatte eines Lifts werden die Mitnehmerzapfen durch die sich aneinander annähernden Rinnen der Führungskulissen zwangsweise mit nach innen bewegt, so daß entsprechend auch die Auflageschienen nach innen verschoben werden. Um dabei sicherzustellen, daß die Auflageschienen weiter nach innen bewegt werden, als der Abstand der Längsförderer, sind zweckmäßigerweise geeignete Mitnehmer an den Längsförderern vorgesehen, die eine weitere Längsverschiebung der Werkstückträger, die für die Verschiebung in den Führungskulissen ja erforderlich ist, auch dann sicherstellen, wenn die Auflageschienen gar nicht mehr auf den Längsförderern aufliegen.

Als besonders zweckmäßig hat sich jedoch eine weitere Variante erwiesen, bei der die Verstelleinrichtung eine durch eine Betätigungsvorrichtung in der Umsetzplatte des Lifts bewegbare Drehscheibe enthält, deren Drehbewegung durch Stellglieder in eine Verschiebebewegung der Auflageschienen umgesetzt wird.

Neben einer Bewegungsumsetzung dadurch, daß die Drehscheibe mit einer Zähnung versehen ist, bzw. mit einem Zahnrad gekoppelt ist, das mit Zahnschubstangen kämmt, die an den Auflageschienen befestigt sind, ergibt sich ein besonders zweckmäßiger, weil konstruktiv noch einfacherer Aufbau dadurch, daß Schwenkverstellhebel vorgesehen sind, die beidends an der Drehscheibe bzw. einer der Auflageschienen, angelenkt sind. Durch einen Mitnehmersteg an der Umsetzplatte des Lifts, der in eine in der Normalstellung in Förderrichtung liegende Rinne in der Unterseite der Drehscheibe eingleitet, kann die Drehverstellung der Drehscheibe sehr einfach mit Hilfe eines im Lift angeordneten Motors erreicht werden, der durch einen Sensor beim vollständigen Auflaufen eines Werkstückträgers auf die Umsetzplatte betätigt wird.

Dabei ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Führungen für einander gegenüberstehende Führungstragbolzen auf der Unterseite der eigentlichen Tragplatte des Werkstückträgers in Abstand voneinander angeordnet sind und daß auf der Umsetzplatte des Lifts Aufsätze mit zu den Führungen fluchtenden Bohrungen angeordnet sind, die zwischen den Führungen zu liegen kommen und in welche die Führungstragbolzen als Indexbolzen eingreifen können. Auf diese Weise ergibt sich eine zwangsweise, überhaupt keinen zusätzlichen Aufwand erfordernde Indexierung, d. h. Verriegelung der Werkstückträger in der gewünschten Position auf den Umsetzplatten des Lifts.

Durch die erfindungsgemäße Umsetzbarkeit der in ihrer Breite verstellbaren Werkstückträger zwischen den beiden beabstandeten Längsförderern ergibt sich eine besonders günstige weitere Ausgestaltungsmöglichkeit einer Fördervorrichtung, die zu einer erheblichen Vereinfachung gegenüber den bislang bekannten Fördervorrichtungen führt. So ist es nämlich bei den bislang bekannten Fördervorrichtungen grundsätzlich erforderlich, daß nur jeweils das Obertrum eines Förderers ausgenutzt wird, d. h. daß für den Transport in unterschiedlichen Höhenebenen ein oberer Förderer mit Ober- und Untertrum und ein unterer Förderer, ebenfalls mit hinlaufendem Obertrum und zurücklaufendem Untertrum, verwendet wird. Die Bewegung zwischen den Längsförderern hindurch ermöglicht es aber, das Untertrum des Förderers - das dann in einem entsprechenden Abstand zum Obertrum geführt wird - als den Rückkehrförderer mit zu verwenden, d. h. die Umsetzung der Werkstückträger erfolgt vom Obertrum der Längsförderer auf die Oberseite des Untertrums der gleichen Längsförderer. Man erspart auf diese Art und Weise sowohl die zweiten Antriebsvorrichtungen, oder aber die Kupplungsverbindung, als auch insbesondere die Hälfte der Ketten- oder Förderbandlängen, was sowohl vom konstruktiven Aufwand, als auch insbesondere von den Kosten einen ganz entscheidenden Vorteil bedeutet.

Die Erfindung ist im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt

Fig. 1 die perspektivische Ansicht eines auf den Längsförderern angeordneten Werkstückträgers,

Fig. 2 die perspektivische Darstellung eines Werkstückträgers in seiner ausgefahrenen Stellung,

Fig. 3 die Draufsicht des Werkstückträgers in ausgefahrener Stellung,

Fig. 4 die perspektivische Darstellung der Liftstellung des Werkstückträgers,

Fig. 5 die Draufsicht des Werkstückträgers in Liftstellung,

Fig. 6 einen Schnitt nach Linie VI-VI in Fig. 5,

Fig. 7 die schematische Darstellung der Werkstückträgerverstellung mittels einer Führungskulisse und

Fig. 8 die schematische Darstellung der Umsetzung des Werkstückträgers mittels eines zwischen den Längsförderern angeordneten Lifts.

Fig. 1 zeigt einen Abschnitt einer Fördereinrichtung 1 mit zwei parallel zueinander geführten Längsförderern 2, 3, die als Staurollenkettenförderer oder als Gurtbandförderer ausgebildet sein können und dazu dienen, Werkstücke insbesondere zwischen verschiedenen Bearbeitungs- und Montagestationen zu transportieren, wobei zur Vereinfachung der Darstellung den verschiedenen Transportpositionen zugeordnete Werkzeugeinrichtungen und Bearbeitungsstationen weggelassen sind. Zur Halterung der zu bearbeitenden Werkstücke dienen Werkstückträger 4, die in dem jeweiligen Bearbeitungsprozeß und der Transportgeschwindigkeit der Fördervorrichtung angepaßten Abständen aufeinanderfolgend angeordnet sind. Die Besonderheit des Werkstückträgers 4 besteht darin, daß er in seiner Breite verstellbar ist zwischen einer in Fig. 2 und 3 dargestellten ausgefahrenen Stellung, in welcher er beiderseits auf den seitlich angeordneten Längsförderern 2, 3 aufliegt und einer in Fig. 4 und 5 veranschaulichten Liftstellung, in der seine Breite soweit verringert werden kann, daß der Werkstückträger 4 mittels eines Lifts 5, wie in Fig. 8 schematisch dargestellt, vom Obertrum 6 des Längsförderers 1 auf dessen Untertrum 7 umgesetzt werden kann, das die Rückführung des leeren Werkstückträgers 4 zur erneuten Beladung mit Werkstücken am Anfang der Fertigungsstrecke übernimmt.

Zu seiner Halterung und Führung auf den voneinander beabstandet angeordneten Längsförderern 2, 3 ist der Werkstückträger 4 mit Auflageschienen 8, 9 ausgestattet, die an querverschieblich gelagerten Führungsbolzen 10, 11, 12, 13 befestigt sind, welche in zylindrischen Führungen unter der Werkstückauflageplatte 14 angeordneter Halterungen 15, 16, 17, 18 gleiten.

Um die Auflageschienen 8, 9 des Werkstückträgers 4 zwischen ihrer aus Fig. 2 und 3 ersichtlichen ausgefahrenen Transportstellung für aufliegende und zu bearbeitende Werkstücke in ihre in Fig. 5 und 6 veranschaulichte Liftstellung zu bringen, und sie nach Erreichen der Ausgangsposition auf der Förderanlage wieder auseinanderfahren zu können, ist eine Verstelleinrichtung 19 vorgesehen, mit deren Hilfe die beiden Auflageschienen 8, 9 in zueinander entgegengesetzter Richtung gleichzeitig verschiebbar sind.

Die Verstelleinrichtung 19 enthält eine Drehscheibe 20 mit einer umlaufenden Nut 21, in die ein kreisringförmiger Absatz 22 der Ausnehmung 23 einer Halterung eingreift, die von zwei Formteilen 24, 25 gebildet wird, welche an der Werkstückauflageplatte 14 voneinander beabstandet zwischen den Halterungen 15 und 18 bzw. 16 und 17 und an deren Längsflächen 26, 27 anliegend befestigt sind.

Die Drehscheibe 20 und die Werkstückauflageplatte 14 weisen eine zentrische durchgehende Bohrung 28 auf. Außerdem ist in der Unterseite der Drehscheibe 20 eine diagonal verlaufende Längsrinne 29 vorgesehen, deren Breite etwa gleich dem Abstand der einander zugekehrten Endflächen 30, 31 der Halterungen 15 und 16 bzw. 17 und 18 in der ausgefahrenen Stellung des Werkstückträgers 4 ist.

Beiderseits der Längsrinne 29 sind an den beiden unteren Hälften der Drehscheibe 20 Schwenkverstellhebel 32, 33 mittels der Befestigungselemente 34, 35 angelenkt. Mit ihrem entgegengesetzten Ende sind die Schwenkverstellhebel 32, 33 mit den Auflageschienen 8, 9 beispielsweise mittels diese Schienen durchsetzender Befestigungsglieder 36, 37 gelenkig verbunden.

Um die im wesentlichen aus der Drehscheibe 20 und den Schwenkverstellhebeln 32, 33 bestehende Verstelleinrichtung 19 zu betätigen, die bewirkt, daß sich die Auflageschienen 8, 9 soweit aufeinander zubewegen, bis sie mit den Innenflächen ihrer Schenkel 38, 39 den Aussparungen 40 und den Außenwänden 41 der Halterungen 15, 16, 17, 18 anliegen, wodurch die Drehscheibe 20 mit Hilfe der Schwenkverstellhebel 32, 33 im Gegenuhrzeigersinn in ihre in Fig. 5 dargestellte Position gebracht wird, in der die Führungsbolzen 10 und 12 bzw. 11 und 13 mit ihren freien Enden aneinandergrenzen, können elektrische, pneumatische oder einfache mechanische Auslöse- und Betätigungselemente vorgesehen sein.

Beispielsweise kann die Breitenverstellung des Werkstückträgers 4 auf mechanischem Wege durch Zusammenwirken der Umsetzplatte 42 des Lifts 5 mit Teilen des Werkstückträgers 4 ausgelöst werden, sobald dieser eine der Liftpositionen der Förderanlage erreicht.

Um dies zu bewerkstelligen, können die Umsetzplatten 42 des Lifts 5 mit in Fig. 7 schematisch dargestellten Führungskulissen 43 ausgestattet sein, durch die, wenn der Werkstückträger 4 die Umsetzplatte 42 eines Lifts 5 erreicht, mit dessen Auflageschienen 8, 9 verbundene Mitnehmerzapfen 47 durch die sich einander nähernden Rinnen der Führungskulisse 43 zwangsweise nach innen bewegt und dadurch die Auflageschienen 8, 9 entsprechend soweit nach innen verschoben werden, daß sie nicht mehr auf den Längsförderern 2, 3 aufliegen und ihre Breite genügend verringert ist, um die Werkstückträger 4 mit Hilfe des Lifts 5 vom Obertrum 6 auf das Untertrum 7 oder umgekehrt umzusetzen.

Dieses Verringern des Abstandes der Auflageschienen 8, 9 durch Verschwenken der Drehscheibe 20 kann bei einer anderen Ausgestaltung mittels an der Umsetzplatte 42 des Lifts 5 angebrachter, mit einem Verstellmotor verbundener und drehbar gelagerter Bolzen, Mitnehmer oder Verstellstege 46 bewirkt werden, die in einer in der Drehscheibe 20 vorgesehenen Rinne gleitend und dessen Bewegung mit Hilfe eines im Lift 5 angeordneten Motors durch einen Sensor ausgelöst wird, sobald der Werkstückträger 4 die Umsetzplatte 42 erreicht hat.

Um ein ungewolltes, etwa durch Einwirkung äußerer Druckkräfte hervorgerufenes Aufeinanderzubewegen der Auflageschienen 8, 9 aus ihrer auseinandergefahrenen Fördertransportstellung in ihre Liftstellung zu verhindern, die das Hindurchfallen der Werkstückträger 4 zwischen den Längsförderern 2, 3 zur Folge haben könnte, soll der Werkstückträger 4 mit seine ungewollte Breitenverstellung verhindernden Verstellrasten 44 ausgestattet sein, die bei einer in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform aus einer federbelasteten Rastkugel besteht, die in eine am Umfang der Drehscheibe 20 vorgesehene Vertiefung eingreift.

Die konstruktive Ausgestaltung des breitenverstellbaren Werkstückträgers 4 kann beispielsweise dahingehend abgewandelt sein, daß die Drehscheibe 20 mit einer Zähnung versehen bzw. mit einem Zahnrad gekoppelt ist, das mit an den Auflageschienen 8, 9 befestigten Zahnschubstangen kämmt.

Ferner können abweichend von der oben beschriebenen Ausbildung des Werkstückträgers 4 dessen Führungsbolzen 10 und 12 bzw. 11 und 13 nicht zueinander fluchtend, sondern derart gegeneinander versetzt angeordnet sein, daß sie sich nicht wie oben beschrieben aufeinander zubewegen, bis sie zusammenstoßen, sondern statt dessen aneinander vorbeibewegen und dadurch eine größere Breitenveränderung ermöglichen.

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß der Werkstückträger 4 in Fig. 1 in seiner Gebrauchsstellung mit obenliegender Werkstückauflageplatte 14 dargestellt ist, in den übrigen perspektivischen Ansichten und Draufsichten jedoch um 180° gedreht, um die an seiner Unterseite befindlichen Verstellelemente erkennbar zu machen.


Anspruch[de]
  1. 1. Fördervorrichtung, insbesondere Staurollenkettenförderer oder Doppelgurtbandförderer, mit beidseits auf beabstandeten Längsförderern aufliegenden Werkstückträgern, die unter Beibehaltung ihrer horizontalen Lage in höhenversetzte Förderebenen bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstückträger (4) eine verstellbare Breite aufweisen, derart, daß sie zwischen den seitlichen Längsförderern (2, 3) hindurch mittels eines zwischen den Längsförderern (2, 3) verstellbaren Lifts (5) lediglich vertikal bewegbar sind.
  2. 2. Fördervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Werkstückträger (4) seitliche, an querverschieblich gelagerten Führungstragbolzen (10, 11, 12, 13)befestigte Auflageschienen (8, 9) aufweist, die durch eine gemeinsame Verstelleinrichtung (19) gegenläufig verschiebbar sind.
  3. 3. Fördervorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch das Einschieben der Auflageschienen (8, 9) mittels äußerer Druckkräfte verhindernde Verstellrasten (44).
  4. 4. Fördervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellrasten (44)durch mindestens eine teilweise in eine Vertiefung am Umfang einer Drehscheibe (20) eingreifende federbelastete Rastkugel gebildet sind.
  5. 5. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung (19) mit den Auflageschienen (8, 9) verbundene Mitnehmerzapfen (47) und Führungskulissen (43) an einer Umsetzplatte (42)des Lifts (5), sowie Mitnehmer an den Längsförderern (2, 3) umfaßt.
  6. 6. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung (19) eine durch eine Betätigungsvorrichtung in der Umsetzplatte (42) des Lifts (5) bewegbare Drehscheibe (20) enthält, deren Drehbewegung durch Stellglieder in eine Verschiebebewegung der Auflageschienen (8, 9) umgesetzt wird.
  7. 7. Fördervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehscheibe (20) mit einer mit Zahnschubstangen an den Auflageschienen kämmenden Zähnung versehen ist.
  8. 8. Fördervorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch Schwenkverstellhebel (32, 33), die beidends an der Drehscheibe (20) , bzw. einer der Auflageschienen (8, 9) angelenkt sind.
  9. 9. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Umsetzplatte (42) des Lifts (5) ein mit einem Verstellmotor verbundener, drehbar gelagerter Verstellsteg (46) vorgesehen ist, der in eine Längsrinne (29) der Unterseite der Drehscheibe (20) eingreift.
  10. 10. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen für einander gegenüberstehende Führungstragbolzen (10, 11, 12, 13) im Abstand voneinander angeordnet sind und daß auf der Umsetzplatte (42) des Lifts (5) zwischen die Führungen einragende Aufsätze (45) mit zu den Führungen fluchtenden Bohrungen angeordnet sind, in welche die Führungstragbolzen ( 10, 11, 12, 13) als Indexbolzen eingreifen können.
  11. 11. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstückträger (4) vom Obertrum (6) der Längsförderer (2, 3) auf die Oberseite des Untertrums (7) der Längsförderer (2, 3) umsetzbar sind.






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