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Dokumentenidentifikation DE3625517A1 23.04.1987
Titel Verfahren und Einrichtung zur Förderung abgewogener Materialmengen
Anmelder Fishburne, Francis Beatty, Arden, N.C., US
Erfinder Fishburne, Francis Beatty, Arden, N.C., US
Vertreter Holländer, F., Dipl.-Geophys.; Meyer, L., Dipl.-Ing., PAT.-ANW., 2000 Hamburg
DE-Anmeldedatum 29.07.1986
DE-Aktenzeichen 3625517
Offenlegungstag 23.04.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.04.1987
IPC-Hauptklasse G01G 11/12
IPC-Nebenklasse B65G 47/19   B65G 47/52   A24B 13/00   B65B 1/32   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zur Förderung abgewogener Materialmengen, insbesondere losem Material wie Tabak nach den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 4 sowie auf ein Verfahren zum Betrieb einer Einrichtung wie z. B. einer Tabakmaschine, die mit losem Material versorgt wird.

Bei der Verarbeitung losen Materials war es lange Zeit üblich, das lose Material ständig von einem Vorrat konstant wegzuführen, wie z. B. einem endlos betriebenen Bandförderer, und das derart geführte Material in gleichen Einheiten zu verpacken. Wenn es gelingt, das ursprüngliche Zuführen des Materials mit Unterbrechungen vorzunehmen, so daß gleiche Zeitperioden zur Verfügung stehen für jedes Verpacken, ohne daß die Zeitperioden direkt abhängig von der ursprünglichen Zuführgeschwindigkeit sind, gibt es keine Probleme. Es gibt jedoch Umstände, unter denen die Natur der Herkunft des losen Materials derart ist, daß die Förderung des Materials von der Quelle nicht unterbrochen werden kann. So war es z.B. lange Zeit in der Tabakindustrie üblich, Tabak von einem Rücktrockner zu einer Packmaschine zu führen, wobei die Packmaschine den Tabak in Behälter, Ballen oder Oxhoft- Fässer verdichtete. Ein Rücktrockner arbeitet ständig und mit relativ hohem Durchsatz, und der Packer muß daher mit einem entsprechenden Durchsatz arbeiten, um den Rücktrockner-Ausstoß abzunehmen, da es nicht praktisch ist, den Rücktrockner herunterzufahren. Daher wurden Packer des vertikalen Typs entwickelt, die relativ kurze Zykluszeiten von etwa 35 sek haben, in der die Menge des für einen Behälter notwendigen Tabaks verpackt wird. Da auch hier die Tatsache vorhanden ist, daß der Rücktrockner Tabak kontinuierlich abgibt, den der Packer zyklisch verarbeitet und der keinen Tabak aufnehmen kann, während ein Zyklus abgearbeitet wird, entstanden Probleme, einen wirkungsvollen Gesamtbetrieb zu erreichen. Ein früherer Ansatz zur Lösung derartiger Probleme bestand darin, Rückhalteförderer zur Aufnahme von Tabak vom Rücktrockner während der Perioden vorzusehen, zu denen der Packer nicht mehr Tabak aufnehmen kann. Eine derartige frühere Verwendung von Rückhalteförderern konnte in den Fabriken nicht mit Erfolg eingesetzt werden und es bestand daher ein ständiger Bedarf für Verbesserungen.

Im Fall von vertikal arbeitenden Tabakpackern wird der lose Tabak in eine aufrechte, röhrenförmige Struktur eingefüllt, der Lader genannt wird. Die Kombination des Laders und z. B. eines Behälters an dem offenen Bodenende des Laders kann prinzipiell als Behälter aufgefaßt werden. Ähnliche Probleme entstehen, wenn das kontinuierlich zugeführte lose Material einfach in oben offene Trommeln gefüllt wird, die z. B. fortlaufend zu einer Füllstation geführt werden.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Einrichtung und ein Verfahren zur Verbesserung des genannten Standes der Technik anzugeben.

Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Gemäß der Erfindung ist ein erster Förderer vorgesehen, der das lose Material von dem Materialvorrat aufnimmt und kontinuierlich und mit im wesentlichen konstantem Fluß auf einen umkehrbaren, endlosen zweiten Förderer überführt. Der zweite Förderer wird in einer Richtung betätigt, um das Material auf das Eingangsende eines endlosen, mit variabler Geschwindigkeit betriebenen dritten Förderers zu überführen, der derart aufgebaut und angeordnet ist, daß er das Material wiegt, das ihm zugeführt wird. Der dritte Förderer wird mit einer ersten relativ langsamen Geschwindigkeit betrieben, bis ein vorbestimmtes Materialgewicht darauf durch den zweiten Förderer abgegeben ist, wobei dann der dritte Förderer zu einer zweiten, relativ schnellen Geschwindigkeit unmgeschaltet wird und der zweite Förderer umgekehrt wird, um die Zufuhr zum dritten Förderer zu unterbrechen und anzufangen, als Halteförderer zu arbeiten, wobei der dritte Förderer bei der zweiten Gechwindigkeit so lange betrieben wird, bis die gesamte gewogene Materialmenge abgegeben ist. Wenn das Material Tabak ist, das ständig von einem Rücktrockner abgegeben wird, gibt der dritte Förderer die abgewogene Tabakmenge einem vierten Förderer, der so angeordnet ist, daß er den Tabak zum Packer führt und der zweite Förderer nach völliger Abgabe der abgewogenen Tabakmenge auf den vierten Förderer wieder umgekehrt wird, um den von ihm gehaltenen Tabak zusammen mit dem nachfolgenden Tabak von dem ersten Förderer auf den nun leeren dritten Förderer zu führen, wobei dieser dritte Förderer wieder zu seiner ersten, relativ langsamen Geschwindigkeit gleichzeitig mit der Umkehr des zweiten Förderers umgeschaltet wird. Die genannten Schritte werden so oft wiederholt, wie Zyklen für die Betriebsdauer des Rücktrockners und Packers erforderlich sind. Die aufeinanderfolgenden abgewogenen Tabakmengen, die der vierte Förderer empfängt, sind auf dem vierten Förderer durch Intervalle getrennt, die durch die Geschwindigkeiten der Förderer bestimmt sind. Der Packer wird während jedes derartigen Intervalls für einen kompletten Packzyklus betrieben. Wenn das lose Material Trommeln zugeführt werden soll, werden diese Trommeln sukzessive nahe an das Abgabeende des dritten Förderers durch eine schrittweise Beförderung herangeführt, wobei jede Trommel für eine Zeit stationär am Abgabeende des dritten Förderers verbleibt, die zur Abgabe der abgewogenen Menge von Material in die Trommel erforderlich ist.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Figuren zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Fördersystems nach einer Ausführungsform der Erfindung, die zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung zur Zufuhr von Tabak von einem Rücktrockner und zur Betätigung eines Packers dient, um den Tabak zu verpacken,

Fig. 2a-2c sind aufeinanderfolgende Sequenz-Diagramme, die die Ausführung des Verfahrens eines Systems von Fig. 1 darstellen,

Fig. 3 ist ein schematisches Diagramm eines elektrischen Steuersystems für das System von Fig. 1,

Fig. 4 ist eine Seitenansicht eines Teils des Fördersystems von Fig. 1, das zur sukzessiven Befüllung von Containern dient.

Die Einrichtung von Fig. 1 beinhaltet einen ersten endlosen. Bandförderer 1, der mit konstanter Geschwindigkeit betrieben wird und Tabak von einem nicht dargestellten Rücktrockner zu einem zweiten endlosen Bandförderer 2 überführt. Der Förderer 2 ist umkehrbar und durch einen Drehmotor 3 angetrieben, so daß die Geschwindigkeit, mit der der Förderer angetrieben wird, von der Geschwindigkeit des Motors abhängt. Der Förderer 2 ist nach unten geneigt mit seinem unteren Ende unter dem Ende des Förderers 1 angeordnet. An seinem oberen Ende ist der Förderer 2 mit einer Schütte 4 versehen, um Tabak für den Fall zu übernehmen, daß mehr Tabak als aufnehmbar aufgenommen ist, wenn die Beförderung des Tabaks nach rechts in Betrieb gesetzt ist. Der Förderer 2 wird durch Stützbeine 5 fest gelagert.

Ein dritter endloser Bandförderer 6 ist unterhalb des Förderers 2 angeordnet und ähnlich wie Förderer 2 geneigt. Das untere Ende des Förderers 6 ist unterhalb und hinter dem unteren Ende des Förderers 2 in der Weise angeordnet, daß, wenn der Förderer 2 Tabak nach links abgibt, wie gezeigt, der abgegebene Tabak auf das Band des Förderers 6 fällt und durch dieses Band nach oben zum Abgabeende des Förderers 6 geführt wird. Es ist ein gekrümmter Ablenker 7, wie dargestellt, am Aufnahmeende des Förderers 6 vorgesehen, um den Tabak zu führen, während er vom unteren Ende des Förderers 2 abfällt. Der Förderer 6 ist durch ein Gestell getragen, das vier Beine 8 und eine konventionelle Wiegezelle 9 enthält, die zwischen dem unteren Ende jedes Beins 8 und dem Trägerfußboden angeordnet ist, so daß der Förderer 6 als Wiegeförderer arbeitet. Die Wiegezellen geben ein elektrisches Ausgangssignal ab, das in konventioneller Weise dem Gesamtgewicht des Tabaks auf dem Bandförderer entspricht. Der Förderer 6 wird durch einen Drehmotor 10 angetrieben, der das Band des Förderers entweder mit einer ersten relativ langsamen oder einer zweiten relativ schnellen Geschwindigkeit antreiben kann. Das obere Ende des Förderers 6 ist oberhalb des Aufnahmeendes des Förderers 11 angeordnet. Der Förderer 11 ist ebenfalls ein endloser Bandförderer, der in üblicher Weise angetrieben wird, um aufgenommenen Tabak vom Förderer 6 zum nicht dargestellten Packer zu transportieren. Bei typischen Installationen hat der Packer seinen eigenen Förderer, der als Ladeförderer bezeichnet wird, zur Zufuhr des vom Förderer 11 aufgenommenen Tabaks in den Lader zur Vorbereitung eines Packhubs der Packerpresse. Die Packer sind normalerweise sehr groß und in einigem Abstand vom Rücktrockner angeordnet, so daß der Förderer 11 sehr lang sein kann.

Fig. 2 zeigt, wie der Betrieb der Einrichtung von Fig. 1 begonnen wird. Nach dem Start wird der Förderer 1 kontinuierlich mit einer konstanten Geschwindigkeit betrieben, während der Förderer 2 mit geringer Geschwindigkeit in einer Richtung betrieben wird, so daß der Tabak, den der Förderer 2 vom Förderer 1 aufnimmt, zum Aufnahmeende des Bandes des Förderers 6 geführt wird, der in diesem Stadium mit seiner ersten langsamen Geschwindigkeit betrieben wird. Der Betrieb der Förderer 1, 2 und 6 dauert in dieser Art, bis die Wiegezellen 9 das gewünschte, vorbestimmte Gewicht des Tabaks feststellen, d. h. des Gewichts, das für einen Betriebszyklus des Packers notwendig ist. Wenn dieses Gewicht auftritt werden zwei Änderungen gleichzeitig vorgenommen. Dabei wird, wie in Fig. 2a angezeigt, der Förderer 2 umgekehrt und der Förderer 6 zu seiner höheren Vortriebsgeschwindigkeit umgeschaltet. Der durch den Förderer 1 zusätzlich herbeigeführte Tabak wird nun zur rechten Seite, wie dargestellt, durch den Förderer 2 bewegt, der jetzt als Halteförderer dient. Da die Umkehr des Förderers 2 die Abgabe von Tabak vom Förderer 2 zum Förderer 6 abbricht, trägt der Förderer 6 nun die vorbestimmte abgewogene Menge Tabak, die durch A angedeutet ist, die einen Betriebszyklus des Packers bedient, und der Förderer 6 wird nun mit höherer Geschwindigkeit betrieben. Wie in Fig. 2b zu sehen ist, gibt der Förderer 6 entsprechend die Menge A auf den Förderer 11 ab, während die Menge von Tabak, die auf dem Förderer 2 gehalten wird, die aufgrund der kontinuierlichen Abgabe des Tabaks vom Förderer 1 ständig wächst, klein genug ist, um aufgenommen zu werden. Die Abgabe der Menge A auf den Förderer 11 entleert den Förderer 6 vom Tabakgewicht. Wenn dies auftritt, wie es durch die Ladezelle 9 ermittelt wird, werden zwei Betriebsänderungen durchgeführt. Der Förderer 2 wird wiederum umgekehrt, so daß er den aufgenommenen Tabak sowie den vom Förderer 1 dazukommenden Tabak auf den Förderer 6 abgibt, und der Förderer 6 wird zu seiner geringeren Geschwindigkeit zurückgesetzt, um jetzt wiederum als Akkumulator bis zum vorbestimmten Tabakgewicht zu dienen, das notwendig ist für einen Betriebszyklus des Packers. Dieser Schritt in der Betriebsfolge ist in Fig. 2c dargestellt.

Aus Fig. 2c ist zu entnehmen, daß der Betrieb der Förderer in der dargestellten Weise die konstante Zufuhr von Tabak vom Förderer 1 in einzelne Inkremente einteilt, wobei jedes das gleiche vorbestimmte Gewicht aufweist, und diese Inkremente, wie z. B. die Menge A auf dem Förderer 11 in der Weise ablegt, daß jedes des aufeinanderfolgende Paar von Inkrementen in Längsrichtung des Förderers 11 durch das gleiche Intervall I gemäß Fig. 2C getrennt ist, wobei dieses Intervall lang genug ist, im Vergleich zur Geschwindigkeit des Förderers 11, daß ein kompletter Betriebszyklus des Packers möglich ist. Entsprechend wird der Packer so betrieben, daß er einen kompletten Betriebszyklus innerhalb des Intervalls I ausführen kann.

Fig. 3 zeigt ein typisches elektrisches Steuersystem zur Steuerung der Einrichtung nach den Fig. 1 bzw. 2c, um das Verfahren nach der Erfindung auszuführen. Es wird normalerweise 220 V Wechselstrom verwendet, der von einem 5 KVA Transformator zugeführt wird. Die Leistung wird über Anschlüsse 20 zugeführt und durch einen Handschalter 21 und Indikatorlampen 22, die eine Anzeige abgeben, wenn der Schalter 21 in Aus-Stellung steht, und eine Indikatorlampe 23, die anzeigt, wenn der Schalter 21 in Ein-Stellung steht, gesteuert. Wenn der Schalter 21 auf Ein-Stellung steht, setzt ein kurzzeitiges Drücken des manuellen Druckkopfes 24 das Relais 25 in Betrieb, das zwei Sätze von normalerweise geöffneten Kontakten 26 und 27 schließt, wobei das Relais sich über die Kontakte 26selbst hält. Wenn die Kontakte 27 geschlossen sind, schließen sie einen Schaltkreis über die Leitung 28 mit einer üblichen Motorsteuerung und setzen dadurch das Motorsteuer-Modul in Betrieb. Ein manueller Schalter 30 wählt zwischen Automatik und Handbetrieb und ist in seiner Handbetrieb-Stellung dargestellt, wobei die Indikatorlampen 31 und 32 vorgesehen sind, um anzuzeigen, ob der Automatik- oder der Handbetrieb verwendet ist.

Das Relais 35 wird betätigt, wenn der Schalter 30 auf Automatikstellung geschaltet wird. Das Relais hat normalerweise geschlossene Kontakte 36 und 37 und normalerweise geöffnete Kontakte 38 bis 41. Die Betätigung des Relais öffnet die Kontakte 36 und 37 und schließt die Kontakte 38 bis 41. Der übliche Motorstarter 42 für den umkehrbaren Motor 3 gemäß Fig. 1 des Förderers 2 ist so angeschlossen, das er, wenn die Kontakte 39 als Ergebnis der Betätigung des Relais 35 geschlossen sind, derart betätigt wird, daß er den Motor 3 nach links, wie in den Fig. 1-2c, antreibt, so daß, wenn Tabak fortlaufend durch den Förderer 1 zugeführt wird, der Förderer 2 den Tabak ständig zum Förderer 6 in der in Fig. 2 dargestellten Weise führt. Eine Photozelle 43 ist zur Feststellung des Tabakflusses vom Förderer 2 zum Förderer 6 vorgesehen und steuert ein Relais 44. Dieses Relais hält die normalerweise geschlossenen Kontakte 45 so lange, wie die Photozelle durch Licht von einer geeigneten, nicht dargestellten Lichtquelle betätigt wird, wenn Tabak nicht vom Förderer 2 zum Förderer 6 geführt wird. Die Photozelle wird nicht betätigt, wenn Tabak vom Förderer 2 zum Förderer 6 geführt wird, wodurch das Relais 44 abgeschaltet wird, so daß die Kontakte 45 dann schließen. Wenn die Kontakte 39 des Relais 35 geschlossen sind, wird ein Relais 46 über die normalerweise geschlossenen Kontakte 48 eines Relais 47 betätigt, wodurch die normalerweise offenen Kontakte geschlossen werden und ein Potentiometer 49 eines üblichen Motorgeschwindigkeitsmoduls 50 für den Motor 10 des Förderers 6 gemäß Fig. 1 zugeschaltet wird, wobei die Zuschaltung des Potentiometers 1 bewirkt, daß der Motor 10 den Förderer 6 mit der geringeren Geschwindigkeit antreibt. Der langsame Betrieb des Förderers 6 setzt sich fort wenn die Photozelle 43 wegen Fehlens eines Tabakflusses vom Förderer 2 zum Förderer 6 nicht wieder betätigt wird, in welchem Fall der Förderer 6 anhält.

Wenn die Wiegezellen 9 das gewünschte Tabakgewicht des Förderers 6 feststellen, schließt das übliche Wiegesystem seine Kontakte 51, wodurch die Relais 47 und 52 über die Kontakte 39 des Relais 35 betätigt werden. Wenn die Relais 47 und 52 einmal betätigt sind, sind sie selbsthaltend. Die Betätigung des Relais 47 bewirkt, daß das Relais 53 über die Kontakte 54 des Relais 47 betätigt wird, um das Potentiometer 55 des Steuermoduls 50 zuzuschalten, so daß der Motor 10 dann den Förderer 6 mit der höheren Geschwindigkeit antreibt. Die gleichzeitige Betätigung der Relais 47 und 52 bewirkt außerdem, daß die Kontakte 56 des Relais 47 geöffnet und die Kontakte 57 des Relais 52 geschlossen werden, so daß der Motorstarter 42 den Motor 3 umkehrt und der Förderer 2 die Zufuhr von Tabak zum Förderer 6 unterbricht und beginnt, als Halteförderer zu arbeiten. Der Förderer 6 setzt jetzt den Betrieb mit der höheren Geschwindigkeit fort und entlädt die gesamte abgewogene Tabakmenge auf den Förderer 11, während der kontinuierlich vom Förderer 1 abgegebene Tabak sich auf dem Förderer 2 ansammelt.

Wenn die Belastungszellen 9 feststellen, daß kein Tabakgewicht vorhanden ist, d. h. daß der Förderer 6 die gesamte abgewogene Tabakmenge auf den Förderer 11 abgegeben hat, schließt die Wiegeanordnung die Kontakte 60, wodurch das Relais 61 betätigt wird. Das Relais 61 ist ein Zeitverzögerungsrelais und nach einer kurzen einstellbaren Verzögerungszeit öffnen seine Kontakte 62, wodurch die Halteschaltkreise der Relais 47 und 52 unterbrochen werden, so daß diese Relais außer Betrieb gesetzt werden, und der Motorstarter 42 angeschlossen wird. Dadurch treibt der Motor 3 den Förderer 2 nach links, wie in Fig. 1 dargestellt, der wiederum Tabak zum Förderer 6 zuführt, wobei der Motor 10 des Förderers 6 wiederum in der Weise angeschlossen ist, daß er den Förderer 6 bei der geringen Geschwindigkeit antreibt.

Wenn der Schalter 30 für manuellen Betrieb in der manuellen Position steht, sind zwei Druckknöpfe 70 und 71, wie dargestellt, angeschlossen, um den Motorstarter 42 zu steuern. Der Schalter 70 dient dazu, daß der Motor 3 den Förderer so lange nach links antreibt, wie dargestellt, wie der Schalter 70 heruntergedrückt ist. Der Schalter 71 bewirkt, daß der Motor 3 den Förderer 3 so lange in die entgegengesetzte Richtung antreibt, wie der Schalter niedergedrückt ist. Ähnliche Schalter 72 und 73 sind angeschlossen, um den Modul 50 in der Weise zu steuern, daß der Motor 10 den Förderer 6 mit geringer Geschwindigkeit so lange antreibt, wie der Schalter 72 gedrückt ist und mit der höheren Geschwindigkeit, so lange der Schalter 73 gedrückt ist.

Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, die eine abgewogene Menge von losem Material direkt in eine Folge von oben offenen Trommeln überführt. Hier ist der Wiegeförderer 106 identisch mit dem Förderer 6 der Fig. 1 bis 3 und wird mit losem Material durch ein System von Förderern versorgt, die identisch mit den Förderern 1 und 2 nach den Fig. 1 bis 3 sind. jedoch nicht in Fig. 4 dargestellt sind. Die oben offenen Trommeln werden schrittweise unter das Abgabeende des Förderers 6 durch einen horizontalen Förderer 111 bewegt, wobei der schrittweise Betrieb des Förderers 11 derart ausgebildet ist, daß jede neu ankommende Trommel stationär unter dem Abgabeende des Förderers 106 für eine Zeitdauer verbleibt, die lang genug ist daß der Förderer 106 die gesamte abgewogene Menge von Material in die Trommel überführen kann, wobei die befüllte Trommel dann von dem Abgabeende des Förderers 106 wegbewegt wird und eine neue Trommel zum Abgabeende des Förderers 106 vorwärtsbewegt wird. Eine befüllte Trommel D ist daher im Abstand vom Förderer und eine leere Trommel D1 ist in einer Position zur Aufnahme von Material, das vom Förderer abgegeben wird, gezeigt. Eine andere leere Trommel D2 ist in einer Stellung vor der Füllposition dargestellt und bereit, in die Füllposition vorwärtsbewegt zu werden, wenn die Trommel D1 sich nach Füllung in die Position bewegt, in der die Trommel D dargestellt ist. Es ist zu betonen, daß der schrittweise Betrieb des Förderers 111 mit einer Geschwindigkeit vorgenommen wird, die von dem Betrieb des Förderers 106 abhängt.

  • Bezugszeichenliste:

    1 Bandförderer

    2 Bandförderer

    3 Motor

    4 Schütte

    5 Stützbeine

    6 Bandförderer

    7 Ablenker

    8 Beine

    9 Wiegezelle

    10 Motor

    11 Förderer

    20 Anschlüsse

    21 Handschalter

    22 Lampe

    23 Lampe

    24 Schalter

    15 Relais

    26 Kontakte

    27 Kontakte

    28 Leitung

    30 Schalter

    35 Relais

    36 Kontakte

    37 Kontakte

    38-41 Kontakte

    42 Motor-Starter

    43 Photozelle

    44 Relais

    45 Kontakte

    46 Relais

    47 Relais

    48 Kontakte

    49 Potentiometer

    50 Steuermodul

    51 Kontakte

    52 Relais

    53 Relais

    55 Potentiometer

    60 Kontakte

    57 Kontakte

    60 Kontakte

    61 Relais

    70 Schalter

    71 Schalter

    72 Schalter

    73 Schalter

    106 Förderer

    111 Förderer


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Beförderung von losem Material in bestimmten Einheiten gleichen Gewichts, bei dem lose Material kontinuierlich von einem Vorrat geliefert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Material von einem Vorrat mit einem ersten Förderer weg befördert und kontinuierlich auf einen umkehrbaren, endlosen zweiten Förderer mit im wesentlichen konstanter Geschwindigkeit abgegeben wird, daß der zweite Förderer in einer ersten Richtung betrieben wird, um von dem ersten Förderer aufgenommene Material auf das Eingangsende eines endlosen, mit variabler Geschwindigkeit betriebenen dritten Förderers abzugeben, der das ihm zugeführte Material wiegt, daß der dritte Förderer mit einer ersten relativ geringen Geschwindigkeit betrieben wird, bis eine vorbestimmte Gewichtsmenge durch den zweiten Förderer darauf abgegeben ist, daß nach Erreichen des vorbestimmten Gewichts auf eine zweite relativ schnelle Geschwindigkeit umgeschaltet wird und die Laufrichtung des zweiten Förderers umgekehrt wird, so daß der zweite Förderer die Zufuhr von Material zum dritten Förderer unterbricht und als Halteförderer für das vom ersten Förderer weiter zugeführte Material dient, daß der dritte Förderer bei der zweiten Geschwindigkeit betrieben wird, bis die gesamte abgewogene Gewichtsmenge des Materials zur Abgabestelle abgegeben ist und daß nach vollständiger Abgabe der gewogenen Menge des Materials vom dritten Förderer die Richtung des zweite Förderer wieder umgekehrt wird, um das gehaltene Material und das vom ersten Förderer dazukommende Material auf den nun leeren dritten Förderer zu übergeben, und daß der dritte dann Förderer wieder zur ersten, relativ geringen Geschwindigkeit umgeschaltet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die abgewogene Menge von Material durch den dritten Förderer an der Abgabestelle auf einen vierten Förderer abgegeben wird, daß die Verfahrensschritte wiederholt werden, um eine Mehrzahl von abgewogenen Mengen von Material zu bewirken, die vom dritten Förderer auf den vierten Förderer abgegeben werden, daß die abgewogenen Materialmengen, die vom vierten Förderer vom dritten Förderer aufgenommen werden, auf dem vierten Förderer durch Intervalle getrennt sind, die durch die Betriebsgeschwindigkeiten der Förderer bedingt sind.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das lose Material Tabak ist und der Tabakvorrat einen Rücktrockner bildet, daß die abgewogenen Tabakmengen aufeinanderfolgend durch den vierten Förderer zu einem Tabakpacker geliefert werden, daß die Verfahrensschritte in so vielen Zyklen wiederholt werden, als für die Betriebszeit des Rücktrockners und des Packers erforderlich sind, und daß der Packer einen kompletten Zyklus während jedes Trennintervalls von abgewogenen Tabakmengen auf den vierten Förderer durchläuft.
  4. 4. Einrichtung zur Abgabe aufeinanderfolgender individueller Mengen von losem Material, wobei jede Menge ein vorbestimnmtes Gewicht aufweist und das lose Material der Einrichtung kontinuierlich zugeführt wird, gekennzeichnet durch die Kombination eines ersten länglichen endlosen Förderers (2), der ein Aufnahmeende aufweist zur Aufnahme von kontinuierlich zugeführtem losem Material und umkehrbare erste Antriebsmittel, die den ersten Förderer (2) entweder in eine Richtung zur Abgabe des zugeführten Materials vom Abgabeende und in entgegengesetzter Richtung zum Wegführen von Material vom Aufnahmeende antreiben, einem zweiten länglichen endlosen Förderer (6), der ein Aufnahmeende aufweist, das unterhalb des Aufnahmeendes des ersten Förderers (2) angeordnet ist, um Material vom ersten Förderer aufzunehmen, wenn dieser in die erste Richtung angetrieben wird, und einem Abgabeende, das vom Aufnahmeende des zweiten Förderers entfernt ist, und zweite Antriebsmittel vorgesehen sind, um den zweiten Förderer mit einer ersten geringeren Geschwindigkeit oder einer zweiten höheren Geschwindigkeit anzutreiben, um das Material vom Aufnahmeende zum Abgabeende zu transportieren und Wiegemittel (9), die zum Wiegen des losen Materials auf dem zweiten Förderer dienen, und Steuermittel, die mit den ersten und zweiten Antriebsmitteln verbunden sind und von den Wiegemitteln beeinflußt werden und die ersten Antriebsmittel steuern, um den ersten Förderer (2) in eine Richtung anzutreiben, daß dieser Material auf den zweiten Förderer (6) liefert, bis ein vorbestimmtes Materialgewicht auf dem zweiten Förderer durch die Wiegemittel festgestellt ist, und den zweiten Förderer mit einer ersten geringeren Geschwindigkeit anzutreiben, während das vorbestimmte Materialgewicht angesammelt wird, und den ersten Förderer umzukehren und den zweiten Förderer auf die zweite höhere Geschwindigkeit in Abhängigkeit vom Einreichen des vorbestimmten Materialgewichts auf dem zweiten Förderer anzutreiben, den Betrieb des zweiten Förderers bei der zweiten höheren Geschwindigkeit fortzusetzen und den ersten Förderer in entgegengesetzter Richtung anzutreiben, bis das gesamte Materialgewicht vom zweiten Förderer abgegeben ist, und dann die Richtung des ersten Förderers umzukehren und den zweiten Förderer zur ersten Geschwindigkeit umzuschalten, um die Akkumulierung einer neuen vorbestimmten Materialmenge auf dem zweiten Förderer vorzubereiten.
  5. 5. Kombination nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ferner ein dritter länglicher Förderer (11) vorgesehen ist, der ein Aufnahmeende aufweist, das das vom Abgabeende des zweiten Förderers abgegebene Material aufnimmt, daß der dritte Förderer kontinuierlich in einer Richtung angetrieben wird, um Material am Aufnahmeende aufzunehmen und an einer Abgabestelle abzugeben, wobei wobei die vom zweiten Förderer auf den dritten Förderer abgegebenen Materialmengen auf dem dritten Förderer durch Intervalle getrennt sind, die durch die Betriebsgeschwindigkeiten der Förderer bestimmt sind.






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