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Dokumentenidentifikation DE3405714C2 19.06.1987
Titel Zeichenlineal mit einer Klemmvorrichtung für Schreib- und Zeichenplatten
Anmelder A.W. Faber-Castell Unternehmensverwaltung GmbH & Co, 8504 Stein, DE
Erfinder Schiefnetter, Harald, 8662 Helmbrechts, DE
DE-Anmeldedatum 17.02.1984
DE-Aktenzeichen 3405714
Offenlegungstag 22.08.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.06.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.06.1987
Addition 34236155
IPC-Hauptklasse B43L 13/02
Zusammenfassung Ein Zeichenlineal weist zur Führung in einer Zeichenplatte, die mit Nuten ausgestattet ist, Führungsleisten und einen Klemmsteg auf, der federbelastet in der Nut anliegt und das Zeichenlineal in der Ruhelage klemmt. Der Klemmsteg ist an einem Hebel angeordnet, der als Drucktaste ausgebildet ist und der so geformt ist, daß er einstückig mit dem Zeichenlineal hergestellt werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zeichenlineal nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Nach der DE-OS 24 14 745 ist eine Feststellvorrichtung an einer Flachzeichenschiene bekannt, bei der ein federbelastetes zusätzlich unter Magnetkraft stehendes Bauelement in Form eines Winkelhebels mit einem gegenüber dem Kraftarm extrem kurzen Lastarm so auf der Zeichenschiene angeordnet und die Feder und Magnetkraft so eingestellt sind, daß der Kraftarm durch das Gewicht der die Zeichenschiene bedienende Hand niedergedrückt wird und somit die Feststellwirkung, die der Lastarm des Hebels gegen die Flanken der Nuten oder Stege der Unterlagen verursacht, aufgehoben wird. Um die Klemmwirkung des federbelasteten Hebels aufzuheben, ist diesem zusätzlich eine Arretiervorrichtung zugeordnet, die durch einen weiteren Schieber gebildet wird, der längsbeweglich in den Winkelhebel eingesetzt ist.

Bei dieser Ausführung des Zeichenlineals sind der Klemmsteg und der Betätigungshebel als getrennte Bauteile ausgeführt, die auf einer Schwenkachse gelagert sind. Ein Gehäuse, das auf dem Linealkörper befestigt ist, umschließt den Winkelhebel einschließlich seiner Arretiervorrichtung zu einem großen Teil so, daß nur die am Betätigungshebel angeordnete Fläche, die von der Bedienungsperson zu drücken ist, aus dem Gehäuse herausragt. Die Unterseite des Gehäuses wird durch den Linealkörper selbst gebildet, der eine Lagerstelle für die Schwenkachse bildet. Die Feststellvorrichtung besteht demnach aus mehreren, auf dem Lineal beweglichen Teilen, die an verschiedenen Lagerstellen dreh- und längsbeweglich befestigt sind. Darüber hinaus sind entweder eine Druckfeder oder Magnetplatten erforderlich, die ebenfalls in das Gehäuse eingesetzt werden müssen, wozu weitere Arbeitsgänge zur Montage notwendig werden.

Zum Anbringen der Magnetplatten werden in der Regel Klebeverbindungen angewendet, die einen relativ hohen Herstellungsaufwand zur Folge haben. Aber auch beim Einsetzen der Druckfeder unter Vorspannung läßt sich die Montage nicht optimal gestalten.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Zeichenlineal mit einer Klemmvorrichtung so zu gestalten, daß sie vom Benutzer bei unveränderter Handhaltung nicht nur verschoben, sondern auch auf der Zeichenplatte arretiert werden kann. Die lage der Hand soll in allen zur Erfüllung der einzelnen Funktionen notwendigen Benutzungslagen den ergonomischen Gesichtspunkten entsprechen, wobei das Zeichenlineal beim Loslassen der Bedienungsteile auf der Zeichenplatte geklemmt ist. Diese Funktionen sollen mit einem, als einstückiges Spritzgußteil herstellbaren, Zeichenlineal durchführbar sein.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Führungsleiste gelöst, die an der Unterseite des Zeichenlineals angeordnet und zweigeteilt ist, wobei sich der Klemmsteg des Winkelhebels der an einem Zeichenlineal einstückig schwenkbar angeformt ist in die Lücke zwischen den beiden Teilen der Führungsleiste erstreckt und federnd in die Nut der Zeichenplatte eingreift. Die Seitenfläche der Führungsleiste und die Klemmfläche des Klemmsteges liegen dabei an gegenüberliegenden Seitenwänden der Nut an. Durch diese Gestaltung der Führungs- und Klemmvorrichtung wird erreicht, daß alle Funktionsteile aus einem Stück im Spritzgießverfahren herstellbar sind. Der Aufbau des Zeichenlineals mit dem an einem vorbestimmten Drehpunkt angespritzten Winkelhebel ermöglicht einen relativ einfachen Aufbau der Spritzgießform, die aus einem Ober- und Unterteil besteht, die in der Ebene der Unterkante des Zeichenlineals trennbar sind. Die Lage des Winkelhebels mit dem daran angeordneten Klemmsteg ist so definiert, daß beim Einsetzen des Klemmsteges und der Führungsleisten in die Nut der Zeichenplatte eine Vorspannung entsteht. Auf diese Weise ist das Zeichenlineal gegenüber der Platte fixiert und es können alle herkömmlichen Arbeiten exakt durchgeführt werden.

Ein genau definierter Drehpunkt sowie eine Bestimmung der an dem Winkelhebel auftretenden Federkräfte läßt sich durch die Querschnittsgestaltung des Verbindungssteges erreichen. Der Winkelhebel ist an dem Zeichenlineal mit Hilfe eines Verbindungssteges angeformt, dessen Querschnitt kleiner ist als der des Zeichenlineals und des Schenkels des Winkelhebels.

Eine Art Gehäuse, das besonders griffgünstig ist und sich augenfällig an die Handhabe anpassen läßt, ergibt sich durch eine Ausführung, bei der der sich etwa parallel zum Zeichenlineal erstreckende, als Bedienungshebel dienende, lange Schenkel des Winkelhebels von einer umlaufenden, ein Gehäuse bildenden Wand, eingeschlossen ist. Bei einer derartigen Ausführung kann auch eine Arretierung des federnden Winkelhebels mit der Handhabe dadurch erreicht werden, daß innerhalb der umlaufenden Wand eine Drucktaste vorgesehen ist, die durch eine Seitenwand, die in einen Verbindungssteg übergeht, an der Wand einstückig befestigt ist und daß die Drucktaste einen Rastvorsprung aufweist, der den langen Schenkel des Winkelhebels übergreift.

Aus den Zeichnungen ist zu ersehen, daß durch die umlaufende Wand der Eindruck erweckt wird, Winkelhebel und Drucktaste seien in einem Gehäuse gelagert, obwohl das Gehäuse unten offen ist und oben nur durch die Betätigungsteile selbst abgeschlossen ist. Das Zeichenlineal, der Winkelhebel, die Drucktaste und die, diese Teile umgebende Wand, lassen sich bei dieser Anordnung einstückig im Spritzgießverfahren herstellen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 eine Draufsicht auf das Zeichenlineal mit dem Winkel,

Fig. 2 eine Schnittdarstellung des auf der Zeichenplatte liegenden Zeichenlineals in Klemmlage,

Fig. 3 eine Schnittdarstellung des Zeichenlineals beim Verschwenken der Arretiervorrichtung,

Fig. 4 einen Schnitt durch das Zeichenlineal mit in Freilauflage arretiertem Winkelhebel,

Fig. 5 das Zeichenlineal außerhalb der Zeichenplatte in seiner Ruhelage,

Fig. 6 eine perspektivische Darstellung des Zeichenlineals von unten,

Fig. 7 eine perspektivische Darstellung des im Bereich des Winkelhebels aufgeschnittenen Zeichenlineals,

Fig. 8 einen Schnitt durch das Zeichenlineal mit durchgedrücktem Winkelhebel zum Einsetzen in die Nut der Zeichenplatte,

Fig. 9 einen Schnitt durch das Zeichenlineal mit teilweise durchgedrücktem Winkelhebel und

Fig. 10 einen Schnitt durch das Zeichenlineal mit am Rastvorsprung verriegelten Winkelhebel.

Einzelheiten des erfindungsemäßen Zeichenlineals mit Klemmvorrichtung sind am besten erkennbar in der perspektivischen Darstellung des teilweise aufgeschnittenen Lineals nach der Fig. 7 in Verbindung mit den Fig. 1 und 2. Das Zeichenlineal 1 weist in bekannter Weise Zeichenkanten 2 auf, die parallel zueinander verlaufen. Über die Unterseite 3 ragt eine Führungsleiste 4 vor, die zweigeteilt ist und deren Seitenflächen 5 in einer Ebene liegen. Zwischen den beiden Teilen der Führungsleiste 4 ist ein Klemmsteg 6 angeordnet, dessen seitliche Klemmfläche 7 den Seitenflächen 5 gegenüberliegt. Mittels eines Verbindungssteges 8, der im Querschnitt kleiner ist, als der Klemmsteg 6, ist dieser mit einem kurzen Schenkel 9 verbunden, wodurch ein Winkelhebel 10 gebildet wird, dessen langer Schenkel 11 sich etwa parallel zur Unterseite 3 des Zeichenlineals 1 erstreckt und in den eine Griffmulde 12 eingeformt ist.

Um den Winkelhebel 10 ist eine Wand 13 herumgeführt, die im wesentlichen der Außenkontur des langen Schenkels 11 entspricht. Das vorbeschriebene Zeichenlineal 1 mit der Klemmvorrichtung ist in eine Zeichenplatte 14 einsetzbar, wozu eine im Querschnitt rechteckige Nut 15 mit senkrechten Flanken 16 dient.

Auf dem Zeichenlineal 1 ist weiterhin eine Druckplatte 17 mit einer Seitenwand 18 angeordnet, die zu beiden Seiten in Verbindungsstege 19 übergeht, die mit dem Linealkörper des Zeichenlineals 1 verbunden sind. An dieser Seitenwand 18 ist ein Rastvorsprung 20 angeformt, der in die Öffnung hineinragt, innerhalb der sich der Winkelhebel 10 verschwenken kann.

Wirkungsweise

In der Fig. 5 ist das Zeichenlineal 1 in seiner Ruhelage dargestellt, in welcher der Winkelhebel 10 und der damit verbundene Klemmsteg 6 spannungsfrei ist. Um das Zeichenlineal 1 in eine Nut 15 der Zeichenplatte 14 einzusetzen, ist der Winkelhebel 10 in die Lage nach der Fig. 2 zu verschwenken. Der Abstand der seitlichen Klemmfläche 7 am Klemmsteg 6 zu den Seitenflächen 5 der geteilten Führungsleisten 4 ist dabei gleich oder kleiner der Breite der Nut 15 bzw. dem Abstand der senkrechten Flanken 16. Der Winkelhebel 10 ist beim Loslassen demnach unter Vorspannung, da die beiden Teile der Führungsleiste 4 und der Klemmsteg 6 zwischen den Flanken 16 gehalten werden. Das Zeichenlineal 1 ist demnach auf der Zeichenplatte 14 geklemmt und läßt sich nicht in der Nut 15 verschieben.

Zum Verschieben des Zeichenlineals 1 ist ein leichter Druck auf den langen Schenkel 11 des Winkelhebels 10 auszuüben, wodurch der kurze Schenkel 9 und damit der Klemmsteg 6 sich von der Flanke 16 in der Nut 15 löst. In diesem Zustand läßt sich das Zeichenlineal 1 verschieben. Diese Lage des Winkelhebels 10, bei der ein leichtes Verschieben des Zeichenlineals 1 in der Nut 15 möglich ist, läßt sich durch Überdrücken des Winkelhebels 10 erreichen, der dazu, wie in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist, über den Rastvorsprung 20 an der Drucktaste 17 zu drücken ist. Durch die Befestigung der Drucktaste 17 mit Hilfe der Verbindungsstege 19, die eine Querschnittsverjüngung darstellen, läßt sich eine Schwenkbewegung der Drucktaste 17 durchführen. Dieses Verschwenken der Drucktaste 17 ist einerseits notwendig um den Winkelhebel 10 über den Rastvorsprung 20 zu bewegen und andererseits um durch Betätigen der Drucktaste 17 den Winkelhebel 10 wieder freizugeben, damit er in die Ruhelage zurückfedern kann.

Wie in den Fig. 8 bis 10 dargestellt, läßt sich der Winkelhebel 10 ebenfalls außerhalb des Eingriffs der Nut 15 der Zeichenplatte 14, hinter dem Rastvorsprung 20 verriegeln. Dies hat den Vorteil, daß das Zeichenlineal 1 ohne Betätigung des Winkelhebels 10 in die Nut 15 eingesetzt und herausgenommen werden kann.

Wie aus den Zeichnungen zu ersehen ist, dient die Wand 13, die einstückig mit dem Linealkörper des Zeichenlineals 1 ausgeführt ist, als eine Art Griff, mit dem das Zeichenlineal entlang der Nut 15 auf der Zeichenplatte 14 bewegt werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichenlineal mit einer Klemmvorrichtung für Schreib- und Zeichenplatten mit zwei Zeichenkanten, zu deren Längsrichtung sich an der Unterseite an wenigstens einem Ende im rechten Winkel eine Führungsleiste erstreckt, die in einer parallel zu den Seitenkanten der Zeichenplatte verlaufenden Nut geführt ist, wobei ein als federbelasteter Winkelheber ausgebildeter Klemmsteg mit der Führungsleiste zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Unterseite (3) des Zeichenlineals (1) angeordnete Führungsleiste (4) zweigeteilt ist, wobei sich der Klemmsteg (6) des Winkelhebels (10), der an dem Zeichenlineal (1) einstückig schwenkbar angeformt ist, in die Lücke zwischen den beiden Teilen der Führungsleiste (4) erstreckt und federnd in die Nut (15) der Zeichenplatte (14) eingreift und wobei die Seitenflächen (5) der Führungsleiste (4) und die Klemmfläche (7) des Klemmsteges (6) an gegenüberliegenden Seitenwänden (16) der Nut (17) anliegen.
  2. 2. Zeichenlineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkelhebel (10) an das Zeichenlineal (1) mit Hilfe eines Verbindungssteges (8) angeformt ist, dessen Querschnitt kleiner ist als der des Zeichenlineals (1) und des Schenkels (9; 10) des Winkelhebels (10).
  3. 3. Zeichenlineal nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der sich etwa parallel zum Zeichenlineal (1) erstreckende, als Bedienungshebel dienende, lange Schenkel (11) des Winkelhebels (10) von einer umlaufenden, ein Gehäuse bildenden Wand (13) eingeschlossen ist.
  4. 4. Zeichenlineal nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der umlaufenden Wand (13) eine Drucktaste (17) vorgesehen ist, die durch eine Seitenwand (18), die in einen Verbindungssteg (19) übergeht, an der Wand (13) einstückig befestigt ist und daß die Drucktaste (17) einen Rastvorsprung (20) aufweist, der den langen Schenkel (11) des Winkelhebels (10) übergreift.






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