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Dokumentenidentifikation DE3245138C2 02.07.1987
Titel Vorrichtung zum Umlegen und Drehen von Koksofentüren zum Zwecke der Wartung und Reparatur
Anmelder Carl Still GmbH & Co KG, 4350 Recklinghausen, DE
Erfinder Lemke, Otto, 4350 Recklinghausen, DE
DE-Anmeldedatum 07.12.1982
DE-Aktenzeichen 3245138
Offenlegungstag 07.06.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.07.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.07.1987
IPC-Hauptklasse C10B 25/00
IPC-Nebenklasse C10B 29/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umlegen und Drehen von Koksofentüren zum Zwecke der Wartung und Reparatur. Sie besteht im wesentlichen aus einem die Tür aufnehmenden Tragrahmen (21) mit oberen Führungsrollen (22), die in einem aus parallelen Schienenpaaren bestehenden Führungsgestell (30, 32) geführt sind. Am unteren Ende des Tragrahmens greift eine fest verbundene Antriebsvorrichtung an, die auf einer hochgelegenen waagerechten Schienenfahrbahn verfahrbar ist. Die Antriebsvorrichtung zieht den Tragrahmen aus der senkrechten in die waagerechte Stellung und schiebt ihn wieder zurück in die senkrechte Stellung. Das Führungsgestell besteht nur aus einem senkrechten (30) und einem nach unten daran anschließenden schräg nach innen verlaufenden Teil (32). In der Mitte zwischen dem Führungsgestell auf der Koksseite und dem Führungsgestell auf der Maschinenseite ist dieses unterbrochen. Die Schienenpaare (33) enden unten in stabilen Stopps (34) für die Führungsrolle (22). Die Erfindung wird auf diese Weise eine unfallsichere Umlegevorrichtung, wobei auf der Arbeitsbühne genügend Platz für Reparaturzwecke zur Verfügung steht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umlegen und Drehen von Koksofentüren zum Zwecke der Wartung und Reparatur gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches.

Aus der Literatur sind im wesentlichen 3 Arten von Türumlegeeinrichtungen bekannt. Bei einer ersten Art (vgl. z. B. die DE-PS 9 75 016 wird die Koksofentür von der Türabhebevorrichtung an das freie Ende der Koksofenbatterie gebracht und dort zunächst in einen senkrecht aufgestellten Rahmen eingehängt. Der Rahmen mit der Tür wird dann an einem Seilzug auf Horizontalschienen herabgelassen und dann nach dem Überholen der Tür in entsprechender Weise wieder aufgerichtet. Solche Vorrichtungen, an denen die tonnenschweren Türen mittels Seilzügen auf und ab bewegt werden, sind wie immer bei dem Transport von schweren Lasten an Seilzügen erfahrungsgemäß nicht betriebs- und unfallsicher.

Die zweite Art von Umlegeeinrichtungen ist auf einem eigenen auf der Bedienungsbühne der Verkokungsofenbatterie verfahrbaren Wagen angeordnet, wobei die Kipp- und Dreheinrichtungen mittels einer Reihe von Hydraulikzylindern betätigt werden. Auch hierbei wird das obere freie Ende der Kipp- und Drehrahmen ohne weitere Führung auf und ab geschwenkt und gedreht. Insbesondere bei heute üblichen Ofentüren von 7 und mehr Meter Länge ergeben sich sehr hohe Drehmomente. Das führt dazu, daß die Vorrichtung äußerst stabil und damit sehr aufwendig ausgeführt werden muß. Außerdem bringt das Schwenken des freien Endes der Haltevorrichtung für das Bedienungspersonal auf der Ausfahrbühne erhebliche Gefahren mit sich.

Diese Umlegevorrichtungen mit Hydraulikzylindern sind u. a. in der DE-PS 21 42 706 und in dem Gebrauchsmuster 17 53 229 beschrieben

Schließlich ist aus der DE-AS 11 77 600 eine Türumlegevorrichtung mit zwangsläufiger Führung des Tragrahmens mit Rollen bekannt, die in einem aus einem lotrechten und einem waagerechten Schienenpaar und einem diese miteinander verbindenden Übergangsschienenpaar bestehenden Führungsgestell geführt sind. Hierbei wird der Tragrahmen bei lotrechter Stellung an seinem oberen Ende mit Führungsrollen versehen und sein unteres Ende wird gelenkig mit einem auf einem parallel zum waagerechten Schienenpaar des Drehgestells angeordneten Gleis verfahrbaren Wagen verbunden. Zusätzlich ist neben diesem Wagen noch ein eigener Antriebswagen vorgesehen, der jeweils an- und abgekoppelt werden muß und ebenfalls auf dem unteren Gleis verfahrbar ist. Für Reparaturzwecke wird dabei außerdem eine eigene Hebevorrichtung benötigt, mit der der Rahmen und die darin befindliche Ofentür in waagerechter Lage angehoben werden kann. Zur Drehung der Tür in dieser Lage müssen jeweils eigene Drehzapfen montiert werden.

Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine unfallsichere Umlegevorrichtung zu schaffen, bei der ein aufwendiges An- und Abkuppeln der Antriebswagen entfällt und auf der Arbeitsbühne genügend Platz für Reparaturzwecke zur Verfügung steht. Darüber hinaus soll die aufwendige zusätzliche Hebe- und Drehvorrichtung entfallen.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß das aus Schienenpaaren bestehende Führungsgestell aus einem senkrechten und einem unten daran anschließenden schräg nach innen verlaufenden Teil besteht und in der Mitte zwischen dem Führungsgestell auf der Koksseite und dem Führungsgestell auf der Maschinenseite unterbrochen ist und die Schienenpaare unten in stabilen Stopps für die Führungsrollen enden und daß die Antriebsvorrichtung auf einer waagerechten, hochgelegenen Schienenfahrbahn verfahrbar ist.

Gemäß der erfindungsgemäßen Ausführung ist zunächst für eine unfallsichere Umlegevorrichtung mit zwangsläufiger Führung des Tragrahmens gesorgt. Im Gegensatz zum Stand der Technik ist das Führungsgestell im waagerechten Bereich auf der Arbeitsbühne nicht durchgezogen, sondern unterbrochen. Wenn also der Tragrahmen mit der darin eingesetzten Koksofentür in die waagerechte Lage auf der Arbeitsbühne gebracht worden ist, können die Bedienungsmänner ohne Behinderung durch Führungsgestell und Schienen an der Tür arbeiten. Der Tragrahmen hängt an der einen Seite an der hochgelegenen waagerecht verfahrbaren Anriebsvorrichtung und wird bei waagerechter Lage über der Arbeitsbühne an den unteren Stopps des Führungsgestelles gehalten. Die Antriebsvorrichtung bleibt auch in senkrechter Stellung des Tragrahmens immer mit diesem verbunden. Ein An- und Abkuppeln der Antriebsvorrichtung von dem Tragrahmen ist somit nicht erforderlich.

Die Erfindung sieht weiterhin vor, daß die Antriebsvorrichtung auf der waagerechten, hochgelegenen Schienenfahrbahn über Gegendruckrollen abgestützt ist und die Kettenräder des Antriebs in Rollenketten eingreifen, die unterhalb und/oder oberhalb der waagerechten Schienenfahrbahn der Antriebsvorrichtung angeordnet sind. Die Antriebsvorrichtung ist also auf der Schienenfahrbahn zwangsweise geführt und gegen ein Abkippen bei wechselnden Belastungsfällen geschützt.

Es hat sich erfindungsgemäß als günstig erwiesen, daß an dem freien Ende des Tragrahmens, an dem er mit dem Ausleger verbunden ist, ein Drehantrieb mit Bremseinrichtung zur Drehung der im Tragrahmen gehaltenen Tür in jede beliebige Winkelstellung angeordnet ist.

Es ist zwar aus der DE-PS 9 75 016 bekannt, den Türrahmen auch in waagerechter Stellung längsaxial drehbar auszubilden, wie diese Drehung in waagerechter Richtung ausgeführt werden soll, ist aber dort nicht beschrieben. Wegen der unsymmetrischen Anordnung der Ofentür in dem Tragrahmen ist aber eine Drehung von Hand in waagerechter Richtung kaum möglich, so daß man in der Vergangenheit immer die Tür in senkrechter Stellung entsprechend gedreht hat und dann umgelegt hat. Zur Änderung der Stellung war es dann üblich, die Tür samt Türrahmen zunächst wieder in die senkrechte Stellung zu bringen, dort entsprechend zu drehen und dann wieder abzusenken.

Mit Hilfe des Vorschlags der Erfindung ist es möglich, die Tür in jede beliebige Winkelstellung auch in waagerechter Richtung zu drehen, ohne daß Tragrahmen und Tür zunächst wieder in die senkrechte Stellung gebracht werden müssen.

In diesem Zusammenhang sieht die Erfindung auch vor, daß der Tragrahmen bei waagerechter Stellung so hoch über der Arbeitsbühne angeordnet ist, daß er bei eingehängter Tür frei um die gesamte waagerechte Längsachse drehbar ist. Zur Entfernung von schweren Teilen des Türkörpers oder des Türstopfens kann nun die Tür so gedreht werden, daß die entsprechenden Teile senkrecht nach unten auf die Arbeitsbühne fallen.

Eine erhebliche Verbesserung der Unfallsicherheit wird auch dadurch gegeben, daß die waagerechte Schiene fahrbar oberhalb der waagerechten Stellung des Tragrahmens angeordnet ist und zwar mindestens so hoch, daß der auf der Arbeitsbühne stehende Bedienungsmann darunter ausreichende Kopffreiheit hat. Im Gegensatz zu den bekannten Vorrichtungen bei denen die Antriebswagen auf eigenen Schienen auf der Arbeitsbühne verfahren wurden, ist hierbei die Antriebsvorrichtung und die zugehörige Schienenfahrbahn entsprechend hoch über der Arbeitsbühne (vorzugsweise etwa 1,8 bis 3 m) angeordnet.

Wenn man bei den bisher vorhandenen Umlegevorrichtungen die Tür nach Einsetzen in den Tragrahmen durch die Türabhebevorrichtung an der Bedienungsmaschine hydraulisch oder mittels Seilwinde umgelegt hat, bestand bisher die Notwendigkeit, daß die Tür für bestimmte Reparaturarbeiten mit eigenen Hebevorrichtungen etwa einen halben bis einen Meter wieder angehoben werden mußte. Diese eigene Hebevorrichtung ist dann nicht erforderlich, wenn man, wie erfindungsgemäß vorgeschlagen wird, die waagerechte Schienenfahrbahn für die Antriebsvorrichtung an den beiden Enden in der Endstellung jeweils schräg auf die von der Türabhebevorrichtung bzw. der Ebene der Ofensohle vorgegebene Höhe abfallen läßt. Nach Einsetzen der Tür in den senkrecht stehenden Tragrahmen fährt dabei die Antriebsvorrichtung zunächst die Schräge empor und bringt die Tür auf die entsprechende Arbeitshöhe und verfährt dann auf der waagerechten Schienenfahrbahn soweit zur Mitte hin, bis die oberen Führungsrollen des Tragrahmens an den unteren Stopps des Führungsgestells anliegen.

Die Verbindung zwischen Antriebsvorrichtung und dem Tragrahmen ist erfindungsgemäß derart ausgeführt, daß die Antriebsvorrichtung über einen rechtwinkligen Ausleger mit dem unteren Ausleger des Tragrahmens verbunden ist, wobei der waagerechte Schenkel des Auslegers an seinem freien Ende an der Antriebsvorrichtung gelenkig gelagert ist und sich im Knickpunkt über Führungsrollen auf der hochgelegenen Schienenfahrbahn abstützt und an dem freien Ende des senkrecht nach unten gerichteten Schenkels des Auslegers der Tragrahmen gelenkig eingehängt ist. Durch die rechtwinklige Ausführung des Auslegers mit dem senkrecht nach unten gerichteten Schenkel, an dem das Ende des Tragrahmens hängt, wird der erforderliche Spielraum zwischen Schienenfahrbahn und Tragrahmen sowie die erforderliche Kopffreiheit für den Bedienungsmann geschaffen. Durch die gelenkige Lagerung am unteren Auslegerende und der unteren Traverse kann während des Verfahrens der Antriebsvorrichtung der Tragrahmen nach oben oder unten schwenken, entsprechend dem Ablauf der Führungsrollen an den Flachschienen im Führungsgestell.

Insbesondere zur Erhöhung der Sicherheit während des Betriebes wird weiterhin vorgeschlagen, daß im oberen Bereich des Führungsgestells, an dem der Türabhebevorrichtung abgekehrten Ende eine Gegendruckschiene angeordnet ist, die ein Abkippen des Tragrahmens in der senkrechten Stellung verhindern soll.

Die Erfindung wird anhand der Fig. 1 bis 3 beispielsweise näher erläutert. Die Figuren zeigen im einzelnen in

Fig. 1 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Gesamtvorrichtung aus der Richtung A gemäß Fig. 2 und in

Fig. 2 eine Draufsicht der Vorrichtung und in

Fig. 3 eine Ansicht der Vorrichtung in Richtung B gemäß Fig. 1.

  • Liste der Bezugszeichen:

    1 Schienenfahrbahn

    2 Endschräge der Schienenfahrbahn

    3 Stopp am Ende der Schienenfahrbahn

    4 Stützen der Schienenfahrbahn

    5 Arbeitsbühne

    6 Rollenketten

    7 Tür

    8 Türstopfen

    9 Türkörper

    10 Antriebsvorrichtung

    11 Aufsteckgetriebemotor

    12 Fahrgestell der Antriebsvorrichtung auf Rollen

    13 Gegendruckrollen

    14 Kettenräder

    15 Waagerechter Teil des Auslegers

    16 Senkrechter Teil des Auslegers

    17 Freies Ende des waagerechten Teiles des Auslegers

    18 Freies Ende des senkrechten Teils des Auslegers

    19 Führungsrollen im Knickpunkt des Auslegers

    20 Drehantrieb mit Bremseinrichtung bei waagerechter Lage des Tragrahmens

    20a Drehantrieb in senkrechter Lage des Tragrahmens

    21 Tragrahmen

    22 Führungsrollen am oberen Ende des Tragrahmens

    23 Obere Traverse des Tragrahmens

    24 Untere Traverse des Tragrahmens

    25 Verstellbare Riegelhaken

    26 Anschläge bzw. abnehmbare Winkelstücke an den Längsseiten des Tragrahmens

    27 Anschlag bzw. abnehmbares Winkelstück an den oberen und unteren Querseiten des Tragrahmens

    28 Höhenverstellbarer Auflagebock

    29 Druckstützen zur Einspannung der Tür

    30 Führungsgestell mit Schienenpaar (senkrechter Teil)

    31 Stützen des Führungsgestells

    32 Führungsgestell mit Schienenpaar (schräger Teil)

    33 Flachschienen

    34 Untere Stopps für die Führungsrolle 22

    35 Gegendruckschiene

    36 Fangbügel

    KS = Koksseite MS = Maschinenseite

    37 obere Bühne


Beschreibung der Fig. 1 bis 3

Aus der Fig. 1 ist die Vorrichtung zum Umlegen und Drehen von Koksofentüren dargestellt, so wie sie auf der Arbeitsbühne 5 am Ende einer Koksofenbatterie angeordnet ist. Sowohl auf der Koksseite KS als auch auf der Maschinenseite MS befindet sich je ein Führungsgestell mit dem senkrechten Teil 30 und dem schrägen Teil 32 sowie den unteren Stopps 34 und der Stütze 31, die auf der Arbeitsbühne steht. Das obere Ende des Führungsgestelles ist an der oberen Bühne 37 befestigt. In der Fig. 1 ist weiterhin beispielhaft der Tragrahmen 21 und die Antriebsvorrichtung 10 für die Türen auf der Koksseite der Batterie in senkrechter Stellung des Tragrahmens dargestellt. Der Tragrahmen 21 für die Türen der Maschinenseite der Koksofenbatterie ist mit einer eingesetzten Tür 7 samt Türstopen 8 und Türkörper 9 in waagerechter Stellung dargestellt.

Das obere Ende 23 des Tragrahmens 21 ist mit den Führungsrollen 22 bei den unteren Stopps 34 dargestellt. Das andere Ende 24 des dargestellten maschinenseitigen Tragrahmens 21 hängt am Ende 18 des senkrechten Auslegerteils 16. Der Ausleger ist im wesentlichen rechtwinklig ausgeführt, wobei der waagerechte Teil 15 des Auslegers oberhalb der Schienenfahrbahn 1 der Antriebsvorrichtung 10 angeordnet ist. Im Knickpunkt des Auslegers befinden sich Führungsrollen 19, die sich auf der Schienenfahrbahn 1 bewegen. Der Ausleger 15 bis 18 ist am Ende 17 gelenkig mit der Antriebsvorrichtung 10 verbunden. Diese Antriebsvorrichtung besteht aus dem Fahrgestell 12, das sich auf 4 Rollen auf der Schienenfahrbahn 1 bewegt, aus einem Aufsteckgetriebemotor 11, der am Fahrgestell 12 hängend montiert ist und über eine durchgehende Welle zwei Kettenräder 14 antreibt. Beim Verfahren der Antriebsvorrichtung 10 greifen die Kettenräder 14 in die unterhalb der Fahrbahn angeordnete Rollenkette 6 ein und erzeugen so die erforderlichen Druck- und Zugkräfte. Die im Knickpunkt des Auslegers angeordneten Führungsrollen 19 sind über nicht dargestellte Pufferfedern am waagerechten Auslegerteil 15 befestigt, so daß der Stoß beim Aufsetzen der Ofentür in den Tragrahmen gedämpft wird, sowie geringe Höhendifferenzen in der Fahrbahn ausgeglichen werden können. Am unteren Ende 18 des Auslegers sind -, hier ebenfalls nicht dargestellt -, zwei Lager angeschraubt. In diese Lager sind Schwenkzapfen der unteren Traverse 24 des Tragrahmens 21 eingeführt. Die beim Verfahren der Antriebsvorrichtungen an den Lagern am Ende 18 des Auslegers wirkende Druckkraft erzeugt über das Führungsrollenpaar 19 als Drehpunkt eine Hubkraft am Ende 17 des Auslegers. Um dieser Hubkraft entgegenzuwirken, sind unterhalb der Schienenfahrbahn 1 am Fahrgestell 12 zwei Gegendruckrollen 13 angebracht. Diese Gegendruckrollen laufen während der Fahrt der Antriebsvorrichtung an Flachschienen unterhalb der Schienenfahrbahn entlang.

Die Schienenfahrbahn 1, auf der die Antriebsvorrichtung 10 zusammen mit dem Ausleger hin und her bewegt wird, besteht aus zwei symmetrischen Rahmen, die mit je zwei Stützen 4 von ca. 2 m Höhe auf der Arbeitsbühne befestigt sind. Die Höhe der Stützen wurde so groß gewählt, um die Fahrbahn aus dem Arbeitsbereich zu entfernen und so eine sehr gute Zugänglichkeit der waagerecht angeordneten Tür 7 zu erreichen. Auf der Oberseite der Schienenfahrbahn ist eine Flachschiene aufgeschweißt, als Fahrbahn für die beiden Antriebsvorrichtungen auf der Maschinen- und Koksseite. Auf der Unterseite der Schienenfahrbahn 1 zwischen den beiden Stützen 4 ist je eine Rollenkette 6 befestigt und verspannt, in die die Kettenräder 14 der Antriebsvorrichtung eingreifen und so die erforderlichen Druck- und Zugkräfte erzeugen. Außerdem ist auf der Unterseite eine Flachschiene angeschweißt, an der die Gegendruckrollen 13 abrollen. Die Schienenfahrbahn ist an den beiden Enden 2 nach unten abgeschrägt bzw. abgekröpft und besitzt am Ende eine stabile Stopvorrichtung 3. Die Abschrägung ermöglicht es, den Tragrahmen mit dem Auflagebock 28 (vgl. Fig. 3) für die Ofentür 7 auf die Höhenquote der Ofensohle zu bringen und andererseits beim Verfahren in die horitzontale Lage den Tragrahmen 21 mit der Ofentür so weit anzuheben, daß genügend Spiel zwischen Arbeitsbühne 5 und Tragrahmen 21 entsteht, um ein Drehen des Rahmens mit der eingesetzten Ofentür in der horizontalen Lage zu ermöglichen. Die Stopps 3 am Ende der Schienenfahrbahn verhindern ein Überfahren der Endstellungen.

Im oberen Bereich des Führungsgestells 30 sind Gegendruckschienen 35 vorgesehen, die ein Abkippen des Tragrahmens in der vertikalen Stellung verhindern und beim Einsetzen der Ofentür die Kraft aufnehmen, die durch das Anfahren der Anschläge 26, 27 im Tragrahmen (vgl. Fig. 3) durch die Bedienungsmaschine entstehen. Beim Verfahren des Tragrahmens laufen die Führungsrollen 22 zunächst auf dem senkrechten Teil 30 des Führungsgestelles entlang, dann auf einem Kurvenstück, das im unteren Bereich in eine 45° Schräge 32 übergeht und stehen am Ende der Fahrt in der Horizontalen über der Stütze 31.

Aus den Fig. 2 und 3 ist insbesondere die Konstruktion des Tragrahmens 21 ersichtlich. Er besteht im wesentlichen aus einer Konstruktion mit Hohlprofilen und ist unten und oben in den Traversen 23 und 24 mittels Zapfen längsaxial drehbar gelagert. Auf dem unteren Zapfen ist ein Getriebemotor 20 als Drehantrieb mit Bremsmotor aufgesteckt, der über eine Drehmomentenstütze an der Traverse 24 angelenkt ist. Die untere Traverse 24 ist an den Enden mit 2 Schwenkzapfen ausgerüstet, die in die Lager am Ende 18 des Auslegers eingeführt sind, so daß beim Verfahren der Antriebsvorrichtung eine Schwenkbewegung des Tragrahmens 21 erfolgen kann.

Der Tragrahmen selbst ist ausgerüstet mit 4 verstellbaren Riegelhaken 25, in die die Riegelbalken der Ofentür eingeschwenkt werden, mehrere Winkelstücken 26, 27 auf denen die Dichtschneide der Ofentür aufliegt und die für Reparaturzwecke an der Dichtschneide abgenommen werden können, einem in der Höhe verstellbaren und abnehmbaren Auflagerbock 28, für das Aufsetzen der Ofentür in der vertikalen Stellung und mit 4 Druckstützen 29 zum Einspannen des Ofentürrahmens, um beim Drehen in der horizontalen Lage ein Verrutschen der Tür im Tragrahmen zu verhindern.

Ein Fangbügel 36 im oberen Teil des Führungsgestells 30 soll ein Durchfallen der Ofentür beim Einsetzen verhindern, falls nach der Reparatur die Anbringung der Anschläge 26, 27 im Tragrahmen vergessen werden sollte.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Umlegen und Drehen von Koksofentüren zum Zwecke der Wartung und Reparatur, bestehend aus einem die Tür aufnehmenden Tragrahmen mit bei senkrechter Stellung am oberen Ende angeordneten Führungsrollen, die in einem aus parallelen Schienenpaaren bestehenden Führungsgestell geführt sind und bestehend aus einer am unteren Ende des Tragrahmens angreifenden Antriebsvorrichtung, die auf einer waagerechten Schienenfahrbahn verfahrbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das aus Schienenpaaren (33) bestehende Führungsgestell (30-34) aus einem senkrechten (30) und einem unten daran anschließenden schräg nach innen verlaufenden Teil (32) besteht und in der Mitte zwischen dem Führungsgestell auf der Koksseite (KS) und dem Führungsgestell auf der Maschinenseite (MS) unterbrochen ist und die Schienenpaare (33) unten in stabilen Stopps (34) für die Führungsrollen (22) enden und daß die Antriebsvorrichtung (10) auf einer waagerechten, hochgelegenen Schienenfahrbahn (1) verfahrbar ist.
  2. 2. Vorrichtung zum Umlegen und Drehen von Koksofentüren zum Zwecke der Wartung und Reparatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (10) auf der waagerechten, hochgelegenen Schienenfahrbahn (1) über Gegendruckrollen (13) abgestützt ist und die Kettenräder (14) des Antriebs in Rollenketten (6) eingreifen, die unterhalb und/oder oberhalb der waagerechten Schienenfahrbahn (1) der Antriebsvorrichtung (10) angeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung zum Umlegen und Drehen von Koksofentüren zum Zwecke der Wartung und Reparatur nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem freien Ende des Tragrahmens (21), an dem er mit dem Ausleger verbunden ist, ein Drehantrieb mit Bremseinrichtung (20) zur Drehung der im Tragrahmen (21) gehaltenen Tür (7) in jede beliebige Winkelstellung angeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung zum Umlegen und Drehen von Koksofentüren zum Zwecke der Wartung und Reparatur nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (21) bei waagerechter Stellung so hoch über der Arbeitsbühne angeordnet ist, daß er bei eingehängter Tür (7) frei um die gesamte waagerechte Längsachse drehbar ist.
  5. 5. Vorrichtung zum Umlegen und Drehen von Koksofentüren zum Zwecke der Wartung und Reparatur nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die waagerechte Schienenfahrbahn (1) oberhalb der waagerechten Stellung des Tragrahmens (21) angeordnet ist und mindestens so hoch ist, daß der auf der Arbeitsbühne (5) stehende Bedienungsmann darunter ausreichende Kopffreiheit hat.
  6. 6. Vorrichtung zum Umlegen und Drehen von Koksofentüren zum Zwecke der Wartung und Reparatur nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gezeichnet, daß sich an die waagerechte Schienenfahrbahn (1) für die Antriebsvorrichtung (10) an den beiden Enden in der Endstellung jeweils eine Endschräge (2) anschließt, die auf die von der Türabhebevorrichtung bzw. der Ebene der Ofensohle vorgegebene Höhe abfällt.
  7. 7. Vorrichtung zum Umlegen und Drehen von Koksofentüren zum Zwecke der Wartung und Reparatur nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (10) über einen rechtwinkligen Ausleger (15/16) mit dem unteren Ende des Tragrahmens (21, 24) verbunden ist, wobei der waagerechte Schenkel (15) des Auslegers an seinem freien Ende (17) in der Antriebsvorrichtung (10) gelenkig gelagert ist und sich im Knickpunkt über Führungsrollen (19) auf der hochgelegenen Schienenfahrbahn (1) abstützt und an dem freien Ende des senkrecht nach unten gerichteten Schenkels (16) des Auslegers der Tragrahmen (21) gelenkig eingehängt ist.
  8. 8. Vorrichtung zum Umlegen und Drehen von Koksofentüren zum Zwecke der Wartung und Reparatur nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Bereich des Führungsgestelles (30) an dem der Türabhebevorrichtung abgekehrten Ende eine Gegendruckschiene (35) angeordnet ist, die ein Abkippen des Tragrahmens (21) in der senkrechten Stellung verhindern soll.






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