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Dokumentenidentifikation DE3435164C2 09.07.1987
Titel Vorrichtung zum Halten einer Schreibunterlage
Anmelder Stubinen Utveckling AB, Stockholm, SE
Erfinder Armand, Björn, Hägersten, SE
Vertreter Popp, E., Dipl.-Ing.Dipl.-Wirtsch.-Ing.Dr.rer.pol.; Sajda, W., Dipl.-Phys., 8000 München; Hrabal, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 4000 Düsseldorf; Bolte, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 2800 Bremen
DE-Anmeldedatum 25.09.1984
DE-Aktenzeichen 3435164
Offenlegungstag 22.05.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.07.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.07.1987
IPC-Hauptklasse B43L 3/00
Zusammenfassung Vorrichtung zur Abstützung einer Schreibunterlage (14) am Körper eines Benutzers etwa in Bauchhöhe desselben mit einer am Körper des Benutzers befestigbaren Auflage in Form einer Stützplatte (10). An dieser Stützplatte (10) oder oberhalb derselben ist die Schreibunterlage (14) derart angelenkt, daß sie aus einer etwa aufrechten, am Körper des Benutzers angelehnten Stellung unter Abstützung an der Stützplatte (10) in eine etwa waagerechte Schreiblage abklappbar ist und umgekehrt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten einer Schreibunterlage nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Eine derartige Vorrichtung ist aus der US-PS 26 27 139 bekannt. Die dort gezeigte Vorrichtung zum Halten einer Malunterlage am Körper des Benutzers ist so ausgebildet, daß die Malunterlage etwa in Bauchhöhe sitzt und um eine sich etwa horizontal erstreckende Achse verschwenkbar ist. Dementsprechend ist die Malunterlage aus einer etwa aufrechten Stellung in eine etwa waagrechte Stellung abklappbar. Die Befestigung erfolgt mittels eines etwa in Bauchhöhe angeordneten Haltegurtes am Körper des Benutzers. Um einen sicheren Halt zu gewähren, muß die Malunterlage eine relativ breit gebaute Haltevorrichtung aufweisen. Durch das auf die Haltevorrichtung wirkende Gewicht der Malunterlage wirkt ein unangenehmer Druck auf den Bauch des Benutzers, der beim Malen zusätzlich verstärkt wird.

Aus der US-PS 13 20 840 ist eine Schreibunterlage bekannt, die ausschließlich mittels eines Nackengurtes gehalten wird. Bei unvorsichtiger Handhabung der Schreibunterlage kann es passieren, daß diese vom Körper weggestoßen wird mit der Folge, daß das Schreibmaterial oder dergleichen auf den Boden fällt. Auch beim Bücken besteht die Gefahr, daß die Schreibunterlage nach vorne wegschwingt (mit der soeben beschriebenen Folge) und beim Aufrichten des Körpers wieder zurückschlägt, und zwar gegen die empfindliche Bauchpartie des Benutzers.

Ausgehend vom obengenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß ein sicheres und leichtes Handhaben gewährleistet ist, wobei die Bequemlichkeit des Benutzers erhalten bleibt.

Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 aufgeführten Merkmale gelöst.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und den nachfolgenden Ausführungsbeispielen der Erfindung, die anhand von Abbildungen näher beschrieben werden. Es zeigt

Fig. 1 eine Körperabstützung für eine Schreibunterlage in perspektivischer Ansicht, wobei sich die Schreibunterlage in der aufrechten Nichtgebrauchs-Stellung befindet, und

Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 ebenfalls in perspektivischer Ansicht, wobei sich die Schreibunterlage in etwa waagrechter Schreiblage befindet.

Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung zur Abstützung einer Schreibunterlage 14 am Körper eines Benutzers etwa in Bauchhöhe desselben umfaßt eine Auflage für die Schreibunterlage in Form einer vom Körper des Benutzers etwa waagrecht abstehenden Stützplatte 10, deren körperseitiger Stützrand 19 in Anpassung an den Körperumfang konkav gewölbt ist. Die Befestigung der Stützplatte 10 am Körper des Benutzers erfolgt zum einen durch einen an den beiden Enden des konkav gewölbten Stützrandes 19 anschließenden, um den restlichen Körperumfang oberhalb der Hüfte herumlegbaren Haltegürtel 18 und zum anderen durch einen mit seinen beiden Enden an den beiden Seiten der Stützplatte 10 befestigbaren und im übrigen um den Nacken des Benutzers herumlegbaren Halteriemen 17. Sowohl der Halteriemen 17 als auch der Haltegürtel 18 sind jeweils längenveränderbar zum Zwecke der Anpassung an unterschiedliche Körpergrößen und Körperumfänge. Der Halteriemen 17 ist im Abstand vom Körper des Benutzers bzw. im Abstand von den beiden Enden des konkav gewölbten Stützrandes 19 an den beiden Seiten der Stützplatte 10 angeschlossen. Die Schreibunterlage 14, die aus Karton, Kunststoff, Holz, Aluminium oder dergl. bestehen kann und als Rechteckplatte ausgebildet ist, ist oberhalb der Stützplatte 10 an den beiden von dieser zum Nacken des Benutzers führenden Teilen 11 des Halteriemens 17 angelenkt. Diese Teile des Halteriemens 17 sind als Kettenabschnitte ausgebildet. Die Anlenkpunkte sind in den Fig. 1 und 2 mit der Bezugsziffer 12 gekennzeichnet. Um diese Anlenkpunkte bzw. die dadurch definierte Schwenkachse ist die Schreibunterlage 14 und damit das Schreibpapier 22 klappbar, und zwar von einer etwa aufrechten, am Körper des Benutzers (Brustseite) angelehnten Stellung nach Fig. 1 in eine etwa waagerechte Schreiblage nach Fig. 2, in der sich die Schreibunterlage 14 am vorderen bzw. körperabgewandten Rand der Stützplatte 10 abstützt. Aufgrund der oberhalb der Stützplatte 10 angeordneten Anlenkpunkte 12 erhält die Schreibunterlage im abgeklappten Zustand nach Fig. 2 eine geringe Schräglage, und zwar vom Körper des Benutzers weg nach unten. Diese Schräglage hat sich als besonders schreibgerecht erwiesen. Die Anlenkpunkte 12 befinden sich etwa 5 bis 10 cm, vorzugsweise etwa 8 cm oberhalb der Stützplatte 10. Die Entfernung der Anlenkpunkte 12 vom vorderen bzw. körperabgewandten Rand der Stützplatte 10 beträgt etwa 20 bis 25 cm.

Wie Fig. 1 erkennen läßt, ist die Schreibunterlage 14 in ihrer etwa aufrechten, an der Brust des Benutzers angelehnten Stellung fixierbar, wobei zur Fixierung an der Unterseite der Schreibunterlage 14 ein sich etwa quer bzw. horizontal erstreckender, an beiden Seiten der Schreibunterlage 14 vorstehender Haltestab 15 befestigt ist, der unter den Halteriemen 17 bzw. die beiden Kettenabschnitte 11 desselben bzw. zwischen diesen und den Körper des Benutzers klemmbar ist.

Bei einer Ausführungsform mit einem nur an einer Seite der Schreibunterlage 14 vorstehenden Haltestab ist dieser vorzugsweise längsverschieblich an der Unterseite der Schreibunterlage 14 gelagert, so daß er in eine an dieser Seite der Schreibunterlage vorstehende Lage bringbar ist und umgekehrt.

Die Befestigung des Haltestabes 15 erfolgt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mittels eines Klebestreifens 16.

Die Stützplatte 10 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ferner mit einem nach oben überstehenden bzw. gegenüber der Plattenebene (Plattenboden) erhabenen Rand 21 versehen, wobei der Stützrand 19 in entsprechender Weise erhaben ausgebildet ist. Dadurch können auf der Stützplatte 10Schreibgeräte oder dergl. abgelegt werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß diese bei geringfügiger Neigung der Stützplatte 10, d. h. bei geringfügigen Körperbewegungen unbeabsichtigt auf den Boden fallen.

Die Stützplatte 10 kann darüber hinaus Vertiefungen und/oder Durchgangsbohrungen 20 zur Aufnahme von Gegenständen, wie Meßgeräte, Meßfühler, Schreibgeräte oder dergl. aufweisen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind in zwei randseitige Durchgangsbohrungen 20 die Fühler eines elektrischen Meßgerätes gesteckt.

Die Innenseite bzw. die körperzugewandte Seite des Stützrandes 19 ist relativ breit ausgeführt, so daß das Tragen der Vorrichtung nicht als unangenehm empfunden wird. Vorzugsweise beträgt die Breite des Stützrandes 19 etwa 2 bis 5 cm, vorzugsweise etwa 3 cm. Darüber hinaus kann die Innenseite des Stützrandes 19 mit einem textilen Werkstoff beschichtet sein. Dadurch wird auch ein ungewolltes Abrutschen am Körper des Benutzers vermieden.

Durch die Lage der Anlenkpunkte 12 für die Schreibunterlage an den Kettenabschnitten 11 oberhalb der Stützplatte 10 ist es ferner möglich, unterhalb der abgeklappten Schreibunterlage 14 auf der Stützplatte 10 ein Meßinstrument 23 oder dergl. zu positionieren. Dieses kann bei hochgeklappter Schreibunterlage 14 nach Fig. 1 gut abgelesen werden. Dann wird die Schreibunterlage 14 abgeklappt in eine Stellung nach Fig. 2. Der abgelesene Meßwert läßt sich dann sehr bequem protokollieren. Zum Ablesen eines weiteren Meßwertes wird dann die Schreibunterlage 14 wieder hochgeklappt und fixiert entsprechend Fig. 1 und so weiter. Das Meßinstrument 23 ist in einer Vertiefung der Stützplatte 10 angeordnet. Die dazugehörigen Meßfühler 24 sind bei der Darstellung nach den Fig. 1 und 2 in die obenerwähnten Aufnahmebohrungen 20 gesteckt.

Es sei noch erwähnt, daß die Anlenkung der Schreibunterlage 14 an den Kettenabschnitten 11 im Bereich des unteren bzw. der Stützplatte 10 zugewandten Randes der Schreibunterlage 14 erfolgt. Die Randabmessungen der Schreibunterlage 14 entsprechen etwa derjenigen nach DIN A4. An der Unterseite der Schreibunterlage 14 kann auch noch eine Aufnahme für Schreibgeräte, z. B. Kugelschreiber oder dergl., vorgesehen sein, vorzugsweise in Form einer Aufnahmehülse.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Halten einer Schreibunterlage am Körper eines Benutzers derart, daß diese aus einer etwa aufrechten, am Körper des Benutzers angelehnten Stellung in eine etwa waagerechte Schreiblage abklappbar ist, wobei die Schreibunterlage zu diesem Zweck an einer am Körper des Benutzers etwa in Bauchhöhe mittels eines um den Körper herumlegbaren Haltegurts befestigbaren Stützeinrichtung angelenkt ist, deren körperseitiger Stützrand etwa in Anpassung an den Körperumfang des Benutzers konkav gewölbt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung eine vom Körper des Benutzers etwa waagerecht abstehende Stützplatte (10) ist, deren Befestigung am Körper des Benutzers zusätzlich in an sich bekannter Weise durch einen mit seinen beiden Enden an den beiden Seiten der Stützplatte befestigbaren und im übrigen um den Nacken des Benutzers herumlegbaren Halteriemen (17) erfolgt, und daß die Schreibunterlage (14) oberhalb der Stützplatte (10) an den beiden von dieser zum Nacken des Benutzers führenden Teilen (11) des Halteriemens (17) angelenkt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Halteriemen (17) im Abstand vom Körper des Benutzers bzw. im Abstand von den beiden Enden des konkav gewölbten Stützrandes (19) an den beiden Seiten der Stützplatte (10) anschließbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schreibunterlage (14) in ihrer etwa aufrechten, an den Körper (brustseitig) des Benutzers angelehnten Stellung fixierbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierung der Schreibunterlage (14) in ihrer etwa aufrechten Stellung an deren Unterseite ein sich etwa quer bzw. horizontal erstreckender, an mindestens einer Seite der Schreibunterlage (14) vorstehender Haltestab (15) befestigt ist, der unter den Halteriemen (17) bzw. zwischen diesen und den Körper des Benutzers klemmbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltestab (15) längsverschieblich an der Unterseite der Schreibunterlage (14) gelagert ist, so daß er in eine an einer Seite der Schreibunterlage (14) vorstehende Lage und umgekehrt bringbar ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein unmittelbar an die beiden Seiten der Stützplatte (10) anschließender Abschnitt des Halteriemens (17) als Kettenabschnitt (11) ausgebildet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützplatte (10) einen nach oben überstehenden bzw. gegenüber der Plattenebene erhabenen Rand, vorzugsweise Umfangsrand (21), aufweist.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützplatte (10) Vertiefungen und/oder Durchgangsbohrungen (20) zur Aufnahme von Gegenständen, Meßgeräten, Meßfühlern, Schreibgeräten oder dgl. aufweist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Haltegürtel (18) und/oder Halteriemen (11, 17) längenveränderbar ausgebildet sind.






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