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Dokumentenidentifikation DE2555757C2 16.07.1987
Titel Vergaser
Anmelder Toyota Jidosha K.K., Toyota, Aichi, JP;
Nippondenso Co. Ltd., Kariya, Aichi, JP
Erfinder Noguchi, Masaaki, Nagoya, Aichi, JP;
Bunda, Tsuchio, Okazaki, Aichi, JP;
Sumiyoshi, Masaharu, Toyota, Aichi, JP;
Kondo, Yasuo, Anjo, Aichi, JP
Vertreter Dreiss, U., Dr.jur. Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 11.12.1975
DE-Aktenzeichen 2555757
Offenlegungstag 04.11.1976
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.07.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.07.1987
IPC-Hauptklasse F02M 27/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Vergaser mit einer in einem parallelen Ansaugkanal angeordneten Reformierungseinrichtung, in welcher ein Teil des Brennstoffs mit Luft in einer Vorbrennkammer im Zusammenhang mit einem Katalysator einer thermischen Vorbehandlung unterworfen wird zur Erzeugung von Zerfalls- und Oxidationsprodukten, um anschließend mit dem übrigen nicht vorbehandelten Brennstoff-Luftgemisch des Grundvergasers der Brennkammer der Brennkraftmaschine zugeführt zu werden.

Ein derartiger Vergaser ist bereits in der DE-OS 23 65 255 vorgeschlagen worden. Die darin bereits vorgesehene thermische Vorbehandlung eines Teils des Brennstoffs in einer Reformierungseinrichtung zur Erzeugung von bestimmten Zerfalls- und Oxidationsprodukten des Brennstoffs dient in dem insgesamt entstehenden Brennstoff-Luftgemisch zur Verbesserung des Verbrennungsvorgangs und damit zu einer Verringerung unerwünschter Bestandteile (insbesondere der Stickoxyde) im Abgas.

Es sind verschiedene Einrichtungen bekannt (DE-AS 12 20 544), die zur Verbesserung der Verbrennung insbesondere schwer brennbarer Brennstoffe eine Rezirkulation eines Teiles des verbrannten Brennstoffes in Betracht ziehen. Alle diese Einrichtungen haben aber die Herstellung einer möglichst guten Verbrennung, nicht jedoch die Herstellung einer unvollkommenen Verbrennung mit der Folge der Erzeugung bestimmter Zerfalls- und Oxidationsprodukte des Brennstoffes, die ihrerseits erst in der Brennkammer zu einer kontrolliert guten Zündung des Brenstoff-Luftgemisches führen sollen, zum Gegenstand.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Vergaser der eingangs genannten Art, insbesondere die einen Bestandteil desselben bildenden Reformierungseinrichtung so weiterzubilden, daß die Zündfähigkeit magerer Brennstoff-Luftgemische weiterhin verbessert wird, insbesondere derart, daß sich in der Reformierungseinrichtung primär niedermolekulare Paraffine und niederwertige Olefine, davon insbesondere Äthylen, sowie ferner Wasserstoff und Kohlenmonoxyd bilden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in der Vorbrennkammer der Reformierungseinrichtung Einbauten vorgesehen sind, die einen Teil des von einer Zündeinrichtung gezündeten Brennstoff-Luftgemisches umlenken und als Rezirkulationsstrom erneut mit dem Frischgemisch der Vorbrennkammer zuführen, um dann mit den übrigen, teilverbrannten Produkten über einen nachgeordneten Verdampfer geführt zu werden, in welchem noch verbliebene flüssige Bestandteile verdampft werden, bevor eine Vermischung mit dem normalen Brennstoff-Luftgemisch stattfindet.

In der derart gestalteten Reformierungseinrichtung des Vergasers läuft zunächst eine Anfangsreaktion ab, innerhalb der das Brennstoff-Luftgemisch thermisch gespalten und in einen brennenden Teil und einen verdampfenden Teil überführt wird. In einer Folgereaktion bilden sich Kohlenwasserstoffe und Wasserdampf. Diese Bestandteile reagieren mit dem Kohlendioxyd, daß sich in der Anfangsreaktion bildet, und zwar mit Hilfe des Katalysators unter Einwirkung der Hitze, die aus der Anfangsreaktion her rührt. Bei der Anfangsreaktion handelt es sich im Prinzip um das thermische oder Kontaktcracken. Die Folgereaktion ist die eigentliche Reformierung, d. h., sie bewirkt schwerpunktmäßig die genannte Erzeugung von Zerfalls- und Oxidationsprodukten. Bei der Erfindung sind Anfangs- und Folgereaktion derart koordiniert, daß Massentransport und Wärmegleichgewicht möglichst effektiv sind.

Während der Anfangsreaktion, einschließlich ihrer Nebenreaktionen, bilden sich die niederwertigen Olefine und Paraffine, und zwar hauptsächlich Äthylen. Hauptsächlich handelt es sich um eine Verbrennung; zu diesem Zweck wird ein Teil des Brennstoffes gezündet; der Rest des Gemisches verdampft und wird so vermischt. So wird die Wärme abgegeben, die notwendig ist, um die Folgereaktion aufrechtzuerhalten und um diejenige Menge Dampf und Kohlenoxid abzugeben, die für die Reaktionen der Kohlenwasserstoffe mit dem Dampf und der Kohlenwasserstoffe mit dem Kohlendioxid innerhalb der Folgereaktion notwendig ist. Ferner werden die unverbrannten Residuen oder die Kohlenwasserstoffe des Brennstoffes direkt gespalten. Dies erfolgt durch die inherente Wärme, die man durch Aufrechterhaltung der Reaktion erhält. Alternativ dazu kann man diese Teile durch Kontakt-Kracken beim gemeinsamen Hindurchleiten mit den bei der Hochtemperaturverbrennung erzeugten Gasen durch einen Raum mit bestimmten Volumen, der mit Gittersystem aus Aluminiumoxid gefüllt ist, erhalten.

Die Folgereaktion zielt darauf ab, Wasserstoff und Kohlenmonoxyd in nun größeren Mengen herzustellen. Hier werden der Dampf, Kohlendioxid und Wärme genutzt, die bei der anfänglichen Verbrennung entstanden sind. Die unverbrannten Residuen oder die Kohlenwasserstoffe des als Öl vorliegenden Brennstoffes, die sekundär zugeführt werden, werden auf einem Katalysator (vorzugsweise Nickel) reformiert, der vorzugsweise von einem feuerfesten Aluminiumoxid-Siliziumoxid-Magnesiumoxid-System getragen wird. Die Reaktionsprodukte werden durch eine endothermische Reaktion gekühlt, während sie durch das Katalysatorbett hindurchgeleitet werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben. Es stellt dar

Fig. 1 eine Übersichts-Darstellung eines Ausführungsbeispiels;

Fig. 2 Einzelheiten des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1.

Fig. 1 zeigt stromaufwärts eines Ansaugrohrs 71 einer Brennkraftmaschine 70 einen Adapter 73. Das Brennstoff-Luftgemisch wird vom Grundvergaser 75 zugeführt. Dieser Teil des Brennstoff-Luftgemisches ist mager. Fettes Gemisch wird von der Reformierungseinrichtung 82 zugeführt.

Der Grundvergaser 75 ist über Leitung 76 mit einem Luftfilter 77 verbunden. Leitung 79 verbindet ferner die Reformierungseinrichtung 82 mit dem Luftfilter 77. Zwischen dem Grundvergaser 75 und Adapter 73 ist eine Drosselklappe 74 vorgesehen, deren Stellung das vom Grundvergaser 75 abgegebene Gemisch steuert. Es ist ferner eine weitere Drosselklappe 25 vorgesehen, deren Stellung die von der Reformierungseinrichtung in den Adapter 73 abgegebene Menge gasförmigen Gemisches steuert. Die Drosselklappen 74 und 25 sind über einen (nicht gezeigten) Nocken o. dgl. miteinander verbunden, daß sie sich zwangsläufig miteinander bewegen; sie sind ferner gemeinsam mit einem (nicht gezeigten) Gaspedal verbunden. Die Brennstoffpumpe 6 wird von der Brennungskraftmaschine 70 angetrieben und fördert Brennstoff aus dem Tank sowohl zum Grundvergaser 25 als auch zur Reformierungseinrichtung 82 über Leitungen 80 bzw. 81. Die Reformierungseinrichtung 82 hat also die Funktion eines Hilfsvergasers. Ferner ist dem Tank 11, der Brennstoffpumpe 6 und der Leitung 80 ein Druckregelventil 7 zugeordnet. Die von der Brennungkraftmaschine 70 angesaugte Luft strömt durch das Luftfilter 77 in den Grundvergaser 75 und in die Brennstoff-Reformierungseinrichtung 82. Im Grundvergaser 75 wird ein mageres Brennstoff-Luftgemisch gebildet. Die Menge des Gemisches wird durch die Stellung der Drosselklappe 74 bestimmt. In der Reformierungseinrichtung 82 wird ein bestimmtes fettes Gemisch gebildet. Es entsteht dabei Wasserstoff enthaltender gasförmiger Brennstoff. Die Menge dieses des fetten Gemischs reformierten Brennstoffs wird von der Stellung der Drosselklappe 25 bestimmt.

Das magere Gemisch vom Grundvergaser 25 wird im Adapter 73 mit dem fetten Gemisch von der Reformierungseinrichtung 82 vermischt. Der Grundvergaser 75 ist auf ein Luft/Brennstoff- Verhältnis von 20 bis 40 eingestellt, erzeugt also ein extrem mageres Gemisch. Wird dieses mit dem gasförmigen Brennstoff aus der Reformierungseinrichtung 82 vermischt, dann führt die in dem gasförmigen Brennstoff inherente Wärme zur Verdampfung des flüssigen Brennstoffes im mageren Gemisch. So entsteht ein weitgehendes uniformes Gemisch, das dann der Brennungkraftmaschine zugeführt und in dieser verbrannt wird.

Um den Betrieb der Brennungkraftmaschine steuern zu können, muß das Gesamt-Luft-Brennstoff-Verhältnis, wie es sich als Durchschnitt des mageren und des fetten Gemisches ergibt, und das gesamte Volumen des Gemisches steuerbar bzw. einstellbar sein. Daher kann das Luft-Brennstoff-Verhältnis für den Grundvergaser und für den Hilfsvergaser, der durch die Reformierungseinrichtung gebildet wird, getrennt eingestellt werden. Das Verhältnis des fetten Gemisches zum mageren Gemisch, d. h. das Verhältnis der durchströmenden Mengen, wird dann auf den gewünschten Wert eingestellt. Dabei ist die Drosselklappe 74 mit der Drosselklappe 25 bewegungsmäßig zwangsgekoppelt. Dies gilt auch für Schichtladungsmotoren. Man muß dann das reformierte Gas der Vorbrennkammer zuführen.

Fig. 2 zeigt ein Luftdurchflußmengen-Meßgerät 1, eine Reformierungseinrichtung 2 und ein Brennstoffdurchflußmengen-Steuergerät 3. Dies besteht aus einem Brennstoff-Steuerventil 3a und einem Regelventil 3b. Ferner ist eine Einspritzdüse 4 vorgesehen. Sie ist mit dem Steuergerät 3 über Leitungen 29, 30 verbunden. Beim Start wird über ein Startventil 5 zusätzlich Brennstoff zugeführt. Dazu sind die Leitungen 29, 30 über Leitung 31, in der das Startventil 5 vorgesehen ist, und ferner über Pumpe 6 und Sicherheitsventil 7 mit dem Tank 11 verbunden. Ferner ist eine Stromquelle 10, und ein Startschalter 9, sowie eine Zündeinrichtung 8 vorgesehen.

Der Betrieb geht folgendermaßen vor sich: In Richtung des Pfeiles m wird Luft in den Teil 12a des Luftansaugrohres 12 angesaugt. Die Luft strömt durch die Platte 13 an, die von der Feder 14 gegen die Anströmrichtung gedrückt wird. Die Luft strömt dann durch eine (nicht gezeigte) Öffnung in der Platte 15 hindurch. Von dort strömt sie in die ringförmige Düse 18 der Reformierungseinrichtung 2; aus der Düse 18 strömt sie derart aus, daß sich in Richtung der eingezeichneten Pfeile in der Ringkammer 18a eine ringförmige Strömung bildet. Da der Druck in der Vorbrennkammer 20 stromaufwärts der Düse 18 niedriger als in der Brennkammer 21 stromabwärts der Düse 18 ist, und zwar als Folge der Saugwirkung der ringförmigen Strömung, bewegt sich ein Teil des brennenden Gases spontan in Richtung auf die Vorbrennkammer 20 und bildet so eine Rezirkulationsströmung φa, Die Einspritzdüse 4 stößt einen dünnen Sprühstrahl aus; die Menge wird vom Steuergerät abgemessen bzw. bestimmt. Dieser Sprühstrahl wird durch Kontakt mit der Rezirkulationsströmung φa vorgewärmt und dann mit der ringförmigen Strömung φ der Luft für die Verbrennung vermischt; das sich daraus ergebende Gemisch tritt durch die Mittelöffnung 18d der Düse 18 hindurch.

Ein Teil des eingespritzten Brennstoffs bleibt an den Wandflächen des Trennrohres 22 und an der Halteplatte 22a haften; er erwärmt sich dann und verdampft, so daß er verbrannt wird, während er sich mit der ringförmigen Strömung, dem feinen Brennstoff-Sprühnebel im Bereich 21 und in der Zirkulationskammer 21a vermischt, so daß sich daraus die ringförmige Strömung φ und die heiße Rezirkulationsströmung φa bildet. Der Mittelstrahl der ringförmigen Strömung φ fließt zusammen mit dem Teil des eingespritzten Brennstoffs in Richtung φb durch die Mittelöffnung des Trennrohres 22 hindurch. Diese Brennstoffströmung verdampft und vermischt sich mit dem gasförmigen Brennstoff in dem nachgeordneten Verdampfer 23. Sie tritt aus diesem über eine Vielzahl von Öffnungen 23a aus und wird anschließend durch einen Katalysator 70b in eine Mischkammer 24 geleitet. Sie strömt dann an der Drosselklappe 25 vorbei, und wird dann mit dem vom Grundvergaser abgegebenen Gemisch vermischt.

Die Brennstoffversorgung funktioniert wie folgt: Die motorangetriebene Pumpe 6 fördert Brennstoff vom Tank 11 über Leitung 27 an das Steuergerät 3. Die Rückleitung 28 ist von der Leitung 27 zwischen Tank 11 und Steuergerät 3 abgezweigt und führt zum Tank 11 zurück. Das Sicherheitsventil 7 in Leitung 28 sorgt für konstanten Druck. Der vom Steuergerät e abgemessene Brennstoff wird über die Leitungen 29, 30 weiter geleitet, strömt dann tangential in eine Wirbelkammer 4b der Einspritzdüse 4 ein, und zwar über die eine Einlaßöffnung 4a und ein Rückschlagventil 4c. Aus der Einspritzdüse 4 wird der Brennstoff dann mit hoher Geschwindigkeit als Wirbelströmung in die Brennkammer 21 eingespritzt.

Um für die Verbrennung ein bestimmtes Volumen Luft am Eingang abzumessen und ein entsprechendes Volumen Brennstoff zu fördern, wird ein Drucksignal erzeugt, das dem Volumen der angesaugten Luft proportional ist. Dieses Drucksignal wird im Steuergerät 3 in die Verschiebung eines Stößels umgesetzt. Der wirksame Brennstoff-Durchflußquerschnitt einer Meßöffnung im Steuergerät 3 wird dann derart bestimmt, daß sich ein Gleichgewicht der Druckdifferenz mit einer Rückdruckfeder bildet. Das Abmessen einer bestimmten durchströmenden Brennstoffmenge wird ausgeführt, während vor und hinter der Meßöffnung eine stets gleiche bestimmte Druckdifferenz eingestellt wird. Die Messung der Menge der angesaugten Luft erfolgt im Meßgerät 1. Zwischen der von der Luft angedrückten Platte 13 und der festen Platte 15 wird die Feder 14 zusammengedrückt. Die Platte 15 weist eine Öffnung auf, durch die die angesaugte Luft hindurchtritt. Wird die Platte 13 umströmt, so ergeben sich im umströmenden Medium infolge ihres Strömungswiderstandes vor und hinter ihr unterschiedliche Drücke und damit eine Druckdifferenz. Wird die Platte 13 in Richtung des Pfeiles m verschoben, so vergrößert sich der Durchflußquerschnitt zwischen ihr und dem konisch sich erweiternden Teil 12a. Aus dem Zusammenwirken des Anströmdruckes mit der Rückstellkraft der Rückdruckfeder 14 ergibt sich ein Gleichgewicht. Diesem Gleichgewicht entspricht ein bestimmter Strömungsquerschnitt und somit eine Druckdifferenz die der angesaugten Luftmenge proportional ist. Der stromaufwärts der Platte 13 herrschende Druck wird über die Meßöffnung 16, der stromabwärts der Platte 13 herrschende Druck über die Meßöffnung 17 abgenommen. Die Drücke werden über Leitungen 32 bzw. 33, Öffnungen 34 und 35 im Steuergerät 3 an Druckkammern 36 und 37 zu beiden Seiten einer Membran 38 weitergeleitet.

Da die Membrane 38 auf beiden Seiten mit den unterschiedlichen Drücken beaufschlagt wird, verschiebt sie sich in axialer Richtung gegen die Vorspannkraft der koaxial angeordneten auf sie wirkenden Federn 39 und 40, die am Meßstößel 41 angreifen. Der Meßstößel 41 wird, da seine Kontaktspritze 41b auf der Membran 38 aufsitzt, dabei gegenüber einer Manschette 42 verschoben. Demgemäß verändert sich entsprechend der freie Durchflußquerschnitt der Meßöffnung zwischen dem verbreiterten Teil 41a des Meßstößels 41 und der Ausnehmung 42a in der Manschette 42. Es ergibt sich somit ein Brennstoffdurchflußquerschnitt, der dem Volumen der angesaugten Luft proportional ist. Das Gleichgewicht folgt aus dem bei einer bestimmten angesaugten Luftmenge sich ergebenden Differenzdruck und der Rückstellkraft der Federn.

Die Kammer 43, in die das hintere Ende des Meßstößels 41 hineinläuft, wird über eine Öffnung 44, eine Leitung 45 und die Leitung 33 entlüftet. Der Druck auf beide Enden des Meßstößels 41 ist somit gleich; es entsteht also keine Verstellkraft infolge Unausgeglichenheit der Drücke auf seinen beiden Seiten. Auf diesem Weg wird auch diejenige geringe Leckmenge Brennstoff abgeführt, die durch den Spalt zwischen Meßstößel 41 und der Manschette 42 hindurchtritt; sie gelangt über die Leitungen 45 und 33 in das Ansaugrohr 12. Der von der Pumpe 6 geförderte Brennstoff gelangt über die Leitung 27 und die Öffnung 47 zunächst in eine erste Kammer 48 und von dieser über den Kanal 49 und die Öffnung 42b in der Manschette 42 in den Ringkanal 50 zwischen der Manschette 42 und dem Meßstößel 41. Von dort gelangt der Brennstoff in die Meßöffnung 42a, die in radialer Richtung durch die Manschette 42 hindurchgeht, von dort wiederum in den Ringkanal 46, einen zweiten radial verlaufenden Kanal 51, und von dort in die zweite Kammer 52. Die wirksame Querschnittsfläche, die die hindurchtretende Brennstoffmenge bestimmt ergibt sich aus dem Bereich der Meßöffnung 42a, der den von dem verbreiterten Teil 41a des Meßstößels 41 freigegeben ist. Damit hängt die durchströmende Brennstoffmenge von dem Drucksignal ab, das wiederum von der Menge der angesaugten Luft abhängt. Ist der Unterschied zwischen dem Drücken vor und hinter diesem Durchtrittsbereich, der von dem freigegebenen Querschnitt der Meßöffnung 42a abhängt, konstant, dann hängt die sich damit ergebende und so abgemessene Durchflußmenge allein von der Verschiebung des Meßstößels 41 ab.

Die konstante Druckdifferenz vor und hinter der Meßöffnung 42a wird dadurch gewährleistet, daß die Membrane 55 eine erste Kammer 48 von einer zweiten Kammer 52 trennt, und daß ferner auf die Membrane 55 von einer Feder 56 eine konstante Vorspannung in Richtung auf die erste Kammer 48 ausgeübt wird. Der Abfluß des Brennstoffs aus der zweiten Kammer 52 erfolgt über die vertikale Leitung 53. Dem in der ersten Kammer 48 wirksamen Druck wirkt der Druck in der zweiten Kammer 52 und der Druck der Feder 56 entgegen. Die Öffnung in der Spitze der vertikalen Leitung 53 ist so klein, daß sie im Vergleich mit der Fläche der Membrane vernachlässigt werden kann. Daher wird der Druck in der zweiten Kammer 52 um einen Betrag niedriger als der in der ersten Kammer 48 sein, der gleich dem von der Feder 56 auf die Membran 55 ausgeübten Druck ist. Vergrößert sich die Druckdifferenz, so wird die Öffnung in der Spitze der Leitung 53 verschlossen. So ist sichergestellt, daß allein die Veränderung der Stellung des Meßstößels 41 in der Manschette 42 die Menge des durch den freigegebenen Bereichs der Meßöffnung 42a Brennstoffes bestimmt. Die Druckdifferenz ist stets konstant. So gelangt der Brennstoff in abgemessener Durchflußmenge über die Öffnung 54 und die Leitungen 29, 30 an die Öffnung 4a der Einspritzdüse 4. Der der Einspritzdüse 4 zugeführte Brennstoff wird in Richtung auf die Öffnung 18d in der Düse 18, durch die die Rezirkulationsströmung eintritt, ausgestoßen und dort von der Zündeinrichtung 8 gezündet. Dann bildet sich, wie bereits erwähnt, die ringförmige Strömung aus.

Das Zündsystem weist außer der Zündeinrichtung 8 einen Hochspannungsgenerator 68 auf, der an die Zündkerze 69 Hochspannung abgibt. Die Entladung tritt zwischen den Elektroden 89a der Zündkerze 69 und einer Elektrode 18a, die mit der Außenfläche der Düse 18 verbunden ist, auf. Beide Elektroden liegen einander in einem bestimmten angemessenem Abstand gegenüber; sie liegen zwischen der Düse 18 und dem Trennrohr 22, welch letzteres unmittelbar stromabwärts der Stelle angeordnet ist, an der sich die ringförmige Strahlströmung des Gasgemisches ausbildet. Das reformierte Gas wird aus dem Verdampfer 23 herausgeleitet und unter dem negativen Druck der Brennungkraftmaschine aus Leitung 26 angesaugt. Der Austritt erfolgt am unteren Ende der Reformierungseinrichtung 2 über ein Aluminiumgitter 70c und einem Katalysator 70b, die von einem Metallnetz 70a gehalten werden. Der Katalysator 70b wird durch einen mit Nickel überzogenen Träger aus Aluminiumoxid, Siliziumoxid und Magnesiumoxid gebildet.

Um einen zufriedenstellenden Kaltstart zu gewährleisten, ist eine Starteinrichtung vorgesehen, die zusätzlich Brennstoff direkt von der Pumpe 6 über die Leitung 27, die zum Steuergerät 3 führt, an die Einspritzdüse 4 führt. Zur Starteinrichtung gehört noch die Drossel 57 und die Leitung 31, über die bei geöffnetem Startventil 5 zusätzlicher Brennstoff an die Leitung 29, 30 abgegeben wird. Verwendet man z. B. als Startventil ein elektromagnetisch gesteuertes Ventil und ist der Startschalter 9 mit den Zündschlüssel-Startsystem der Brennungkraftmaschine verbunden, dann wird der zusätzliche Brennstoff lediglich während des Startvorganges zugeführt. Derart erfolgt dann eine Versprühung und Mischung des eingespritzten Brennstoffes bei Start ohne zeitliche Verzögerung. Die anfängliche Zündung wird so ganz wesentlich verbessert.


Anspruch[de]
  1. Vergaser mit einer in einem parallelen Ansaugkanal angeordneten Reformierungseinrichtung (2), in welcher ein Teil des Brennstoffs mit Luft in einer Vorbrennkammer (20) im Zusammenhang mit einem Katalysator (70b) einer thermischen Vorbehandlung unterworfen wird zur Erzeugung von Zerfalls- und Oxidationsprodukten, um anschießend mit dem übrigen nicht vorbehandelten Brennstoff-Luftgemisch des Grundvergasers (75) der Brennkammer der Brennkraftmaschine zugeführt zu werden, dadurch gekennzeichnet, daß in der Vorbrennkammer (20) der Reformierungseinrichtung (2) Einbauten (18, 22) vorgesehen sind, die einen Teil des von einer Zündeinrichtung (69) gezündeten Brennstoff- Luftgemisches umlenken und als Rezirkulationsstrom (da) erneut mit dem Frischgemisch der Vorbrennkammer zuführen, um dann mit den übrigen, teilverbrannten Produkten über einen nachgeordneten Verdampfer (23) geführt zu werden, in welchem noch verbliebene flüssige Bestandteile verdampft werden, bevor eine Vermischung mit dem normalen Brennstoff-Luftgemisch stattfindet.






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