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Dokumentenidentifikation DE2700693C2 16.07.1987
Titel Haltevorrichtung an Holzzerspanungsmaschinen zum Festhalten der Holzwerkstücke
Anmelder FP - Fratelli Pessa Oleodinamica Industriale, Concordia Sagittaria, Venedig/Venezia, IT
Erfinder Pessa, Luciano, Portogruaro, Venedig/Venezia, IT
Vertreter Hoefer, T., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 4800 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 08.01.1977
DE-Aktenzeichen 2700693
Offenlegungstag 20.07.1978
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.07.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.07.1987
IPC-Hauptklasse B27L 11/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für Hölzer während ihrer Verarbeitung in einer Holzzerspanungsmaschine, die mit einem sich um eine in Längsrichtung der Holzzerspanungsmaschine erstreckende Rotationsachse drehenden und quer dazu sich hin- und herbewegenden Schneidwerkzeug ausgestattet ist und bei der einer Fördereinrichtung eine Auflageplatte für die Hölzer nachgeschaltet ist, die mit darüber zur Halterung der dazwischenliegenden Hölzer angeordneten Haltebacken zusammenwirkt, die unter der Wirkung von Preßeinrichtungen stehen.

Bei derartigen bekannten Vorrichtungen (DE-AS 13 00 230) besteht die Schwierigkeit, die unregelmäßig geformten Hölzer vom Förderband auf die Auflageplatte zu überführen und sie darauf für den Angriff des Zerspanungswerkzeugs in ihrer Gesamtheit festzuhalten.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Haltevorrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, ankommende Hölzer (Holzwerkstücke) in eine günstige Schnittposition einzuordnen, darin trotz der Unregelmäßigkeit der Hölzer unverschiebbar festzuhalten, so daß diese Hölzer in eine nahezu gleichbleibende Größe zerspant werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Auflageplatte mit Längsführungsrippen versehen ist, die an ihren der Fördereinrichtung zugewandten Enden so nach unten gekrümmt sind, daß sie tiefer liegen als die Oberfläche der Fördereinrichtung, und daß zu beiden Seiten der Auflageplatte je ein Pfosten angeordnet ist, die durch einen Querbalken verbunden sind, der senkrechte, mit dem Querbalken verbundene Führungsleisten trägt, längs denen mittels der Preßeinrichtungen vertikal verstellbare Führungskörper vertikal geführt sind, die die voneinander unabhängigen Haltebacken tragen.

Bevorzugt ist es, jede Haltebacke an einer Teleskopstange mit daran angreifenden Schraubenfedern zu befestigen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schematisch in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt

Fig. 1 eine frontale Ansicht der Haltevorrichtung;

Fig. 2 diese im senkrechten Schnitt nach Linie II- II der Fig. 1 und

Fig. 3 diese im waagerechten Schnitt nach Linie III-III der Fig. 1.

Wie aus den Zeichnungen ersichtlich ist, besitzt die Haltevorrichtung ein Gestell 1, auf dem eine als Förderband ausgebildete Fördereinrichtung 2 montiert ist, die seitlich durch Längswände 3 abgegrenzt ist und für die Aufnahme der zu zerspanenden Hölzer 4 dient. In der Verlängerung der Fördereinrichtung 2 liegt eine fest angebrachte Auflageplatte 5, die Längsführungsrippen 6 für die Führung der Hölzer 4 besitzt, deren gegen die Fördereinrichtung 2 gerichtete Enden leicht nach unten gekrümmt ist, um den ungestörten Werkstückvorschub zu ermöglichen.

Auf der der Fördereinrichtung 2 gegenüberliegenden Seite ist das Schneidwerkzeug 7 angeordnet, das aus einer Walze 8 besteht, welche an ihrer gesamten Oberfläche mit Messern 9 ausgestattet ist. Das Schneidwerkzeug 7 ist auf einem Schlitten befestigt (nicht dargestellt), der in Pfeilrichtung 19 quer beweglich ist und so den Teil der Hölzer 4, die außerhalb der Fördereinrichtung 2 liegen, in jedem Arbeitsgang in Späne zerkleinert.

Zur seitlichen Begrenzung dienen Pfosten 10, die durch einen Querbalken 11 verbunden sind.

An den Pfosten 10 und an dem Querbalken 11 sind flache, parallele Führungsleisten 12 für vertikal bewegliche kastenförmige Führungskörper 13 angebracht. Diese Führungskörper 13 werden in ihren Bewegungen von ölhydraulischen Zylindern als Preßeinrichtungen 14 gesteuert.

An der Bodenfläche jedes Führungskörpers 13 sind vier Teleskopstangen 15 angebracht, an deren unterem Ende Haltebacken 16 festsitzen, die an der Unterkante mit Zahnrippen 17 versehen sind. Jede Teleskopstange 15 wird durch eine robuste Schraubenfeder 18 elastisch in maximal verlängerter Lage gehalten.

Die Wirkung der Haltevorrichtung ist folgende:

Um die Hölzer 4 in Schnittposition zu bringen, werden mittels der ölhydraulischen Preßeinrichtungen 14 die Führungskörper 13 und mit ihnen die Haltebacken 16 in die Lage gemäß Fig. 1 angehoben, dann wird die Fördereinrichtung 2 angetrieben, wodurch die zu zerspanenden Hölzer 4 um die Länge, die der Arbeitsbreite des Schneidwerkzeuges 7 entspricht, vorgeschoben werden. Dabei ordnen sich die auf der Ebene befindlichen Hölzer 4 dank der Längsführungsrippen 6 in korrekte Schnittposition ein. Darauffolgend werden die hydraulischen Preßeinrichtungen 14 betätigt, welche die Führungskörper 13 entlang der Führungsleisten 12 absenken, so daß durch die Haltebacken 16 die Hölzer 4 fest gegen die Auflageplatte 5 gedrückt werden, wobei sich die Haltebacken 16 an die Unregelmäßigkeiten der Hölzer 4 dank der Teleskopstangen 15 und der Schraubenfedern 18 anpassen können. Nun wird der Schlitten, der das Schneidwerkzeug 7 trägt, angetrieben. Der schiebt dann das Schneidwerkzeug 7 gegen den Teil der Hölzer 4, der vor dem Schneidwerkzeug 7 liegt, und zerkleinert es so in Späne.

In dieser Phase werden die Hölzer 4, die unter der starken Druckwirkung der Haltebacken 16 liegen und sich infolge der Längsführungsrippen 6 nicht in Querrichtung verschieben können, in Späne von nahezu gleichbleibender Größe zerspant.

Nachdem der Schlitten, der den Schneidwerkzeugträger bildet, einen vorderen Anschlag erreicht hat, wird dieser automatisch in die Ausgangsposition zurückbefördert und der Arbeitszyklus wird wiederholt.


Anspruch[de]
  1. 1. Haltevorrichtung für Hölzer während ihrer Verarbeitung in einer Holzzerspanungsmaschine, die mit einem sich um eine in Längsrichtung der Holzzerspanungsmaschine erstreckende Rotationsachse drehenden und quer dazu sich hin- und herbewegenden Schneidwerkzeug ausgestattet ist und bei der einer Fördereinrichtung eine Auflageplatte für die Hölzer nachgeschaltet ist, die mit darüber zur Halterung der dazwischenliegenden Hölzer angeordneten Haltebacken zusammenwirkt, die unter der Wirkung von Preßeinrichtungen stehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageplatte (5) mit Längsführungsrippen (6) versehen ist, die an ihren der Fördereinrichtung (2) zugewandten Enden so nach unten gekrümmt sind, daß sie tiefer liegen als die Oberfläche der Fördereinrichtung (2), und daß zu beiden Seiten der Auflageplatte (5) je ein Pfosten (10) angeordnet ist, die durch einen Querbalken (11) verbunden sind, der senkrechte, mit dem Querbalken (11) verbundene Führungsleisten (12) trägt, längs denen mittels der Preßeinrichtungen (14) vertikal verstellbare Führungskörper (13) vertikal geführt sind, die die voneinander unabhängigen Haltebacken (16) tragen.
  2. 2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Haltebacke (16) an einer Teleskopstange (15) mit daran angreifenden Schraubenfedern (18) befestigt ist.






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