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Dokumentenidentifikation DE2745045C2 16.07.1987
Titel Klemmhalterung für ein elektrisches Kabel an einem starren Isolator
Anmelder Ceraver S.A., Paris, FR
Erfinder Willem, Michel, Vichy, FR
Vertreter Weinmiller, J., Dipl.-Ing., 8133 Feldafing; Lewald, D., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 06.10.1977
DE-Aktenzeichen 2745045
Offenlegungstag 13.04.1978
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.07.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.07.1987
IPC-Hauptklasse H01B 17/22

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Klemmhalterung für ein elektrisches Kabel an einem starren Isolator gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Eine solche Klemmhalterung ist z. B. aus der US-PS 23 11 486 bekannt.

Bei dieser bekannten Klemmhalterung besteht der in der Rille des Isolatorkopfes liegende Ringflansch aus zwei Schellenhälften, die durch zwei Schraubbolzen miteinander vereinigt sind. Einer der Bolzen dient zugleich als Schwenkachse für den Klemmbügel. Für einen sicheren Halt des Kabels auf dem Isolatorkopf muß man die beiden Schraubbolzen gut anziehen, so daß der Isolator im Bereich der Rille unter hoher statischer Druckbelastung steht. Bei einem heftigen Stoß, z. B. beim Auftreffen eines großen Hagelkorns, zerspringt der Iolator dann meist im Bereich einer solchen statischen Druckbelastung, was bedeutet, daß das Kabel mitsamt der Klemmhalterung vom Isolator abfällt.

Aus der DE-PS 2 66 711 ist weiter eine Klemmhalterung für ein Kabel auf einem Isolatorkopf bekannt, bei der statt eines schraubbaren Ringflansches ein Spannverschluß in der Rille liegt. Hier besteht offenbar dieselbe Gefahr wie oben erläutert.

Ähnlich ist die Situation bei der Klemmhalterung gemäß der DE-PS 1 59 625, bei der ein sicherer Halt des in der Isolatorrille liegenden Drahts auch nur gegeben ist, wenn dieser stramm in der Rille sitzt.

Aus der DE-AS 10 42 692 oder der DE-PS 8 59 766 ist je eine Haltearmatur für ein Kabel auf einem Isolatorkopf bekannt, die nicht in einer Rille des Kopfes gehalten wird, sondern als Hut ausgebildet ist, der auf den Kopf aufgeklebt wird. Diese Lösung ist unbefriedigend wegen der großen Bauhöhe und des langen Hebelarms, der zwischen dem Kabel und dem Isolator bei Zugbeanspruchung des Kabels wirksam ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Klemmhalterung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten und aus der erwähnten US-PS bekannten Art so zu verbessern, daß sich eine spannungsärmere Befestigung des Ringflansches auf dem spröden Isolatorkopf ergibt, so daß das Kabel selbst dann am Isolator hängenbleiben kann, wenn letzterer aufgrund eines Hagelschlags gesprungen sein sollte.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruchs 1 gelöst. Bezüglich von Merkmalen bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung wird auf die Unteransprüche verwiesen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die vier Figuren näher erläutert.

Fig. 1 zeigt eine Aufsicht von oben auf die erfindungsgemäße Klemmhalterung in Verriegelungsstellung.

Fig. 2 zeigt schematisch eine Seitenansicht entlang dem Pfeil F aus Fig. 1.

Fig. 3 zeigt im einzelnen an den Stellen a), b), c) Schnitte a-a, b-b und c-c durch den Ringflansch aus Fig. 1.

Fig. 4 zeigt im Schnitt die Klemmhalterung aus Fig. 1, aufgeklebt auf einen starren Isolator mit eingesetztem und eingeklemmten Kabel.

Wie in den Fig. 1 und 2 zu sehen ist, umfaßt die erfindungsgemäße Klemmhalterung im wesentlichen einen Ringflansch 1 aus einem Blockgußstück allgemein zylindrischer Form und einen Klemmbügel 2, der gelenkig an diesem Ringflansch befestigt ist. Der Ringflansch 1 besitzt zwei diametral sich gegenüberliegende vorspringende Abschnitte, nämlich einen ersten Abschnitt 3, der für das parallel zur Gelenkachse, über die der Klemmbügel 2 am Flansch befestigt ist, zu befestigende Kabel eine Aufnahmevertiefung aufweist, und einen zweiten Abschnitt 4, der eine Verriegelungsnase 5 (Fig. 4) für das Einschnappen des Klemmbügels bildet. Die Befestigung des Ringflanschs am Isolator ist sehr wichtig, vor allem dann, wenn man ein Zerbrechen des Isolatorkopfes vermeiden will; aus diesem Grund ist es wünschenswert, daß der Isolatorkopf zur Erhöhung der Abreißfestigkeit bei Zerbrechen des Kopfes durch die Befestigung des Ringflansches eng eingespannt wird.

Man kann hierzu einen Ringflansch vorsehen, der zu einem Blockgußstück gehört, das direkt an den Isolatorkopf angegossen ist, wobei dann die Innenfläche des Ringflanschs das mit Nuten versehene Profil des Isolatorkopfes (hier nicht dargestellte Variante) eng umschließt; oder man kann auch einen Ringflansch vorsehen, der auf den Isolatorkopf geklebt wird, wobei dann der durch den Isolatorkopf und die Innenfläche des Ringflanschs begrenzte Bereich 6 mindestens teilweise mit einem Klebematerial wie beispielsweise Faserzement gefüllt ist, mit dessen Hilfe der Ringflansch dauerhaft am Isolator befestigt ist (siehe Fig. 4).

Gemäß einer besonders vorteilhaften Anordnung der Erfindung wird der Klemmbügel 2 aus einem Federmetalldraht hergestellt, beispielsweise aus einem heiß galvanisierten Stahldraht runden Querschnitts, und ist gelenkig mit zwei gekrümmten Enden 7, 8 am ersten vorspringenden Abschnitt 3 des Ringflanschs jenseits der eigentlichen das Kabel 17 aufnehmenden Vertiefung befestigt. Der Klemmbügel 2 weist ein Glied 9 auf, dessen Form derart ist, daß der Klemmbügel hinter der Nase 5 auf den zweiten vorspringenden Abschnitt 4 bei Verriegelungsstellung eingeschnappt werden kann, wodurch ein rasches Schließen und Öffnen ermöglicht wird.

Das Glied 9 steht mit den Enden 7 und 8 über Abschnitte 10, 11 in Verbindung, die im wesentlichen die Form eines Kreisbogens aufweisen.

Die Enden 7 und 8 können bei einem ausreichend großen Öffnungswinkel des Klemmbügels im Verhältnis zum Ringflansch gelöst werden, indem sie über zwei Anschläge 12, 13, die auf dem ersten vorspringenden Abschnitt 3 vorgesehen sind, hinweggehoben werden; bei Verschlußstellung werden die Enden 7 und 8 durch diese Anschläge daran gehindert, aus ihren Lagern zu springen.

Aus Fig. 3 ersieht man, daß die Innenfläche des Ringflansches sich konisch erweiternde Bereiche 14, 15 aufweist, die die Festigkeit gegenüber Ausreißkräften erhöhen. Außerdem weist die Außenfläche vorspringende Bereiche 16 auf, die das Ergreifen des Werkstücks bei der weiteren Bearbeitung erleichtern.

Für das Halten des Kabels 17 in seiner Vertiefung bei Verriegelungsstellung ist es vorteilhaft, ein Druckglied 18 am Klemmbügel 2 vorzusehen (Fig. 4). Bei einer aus einem Federdraht hergestellten Klemme stellt es eine Erleichterung dar, wenn durch das Druckglied 18 eine Öffnung 19 für den Durchgang des Endes des Klemmbügels vorgesehen wird, wodurch ein einfaches Ein- oder Ausbauen dieses Druckglieds ermöglicht wird.

Will man Kabel unterschiedlichen Querschnitts befestigen, so genügt es, wenn das Druckglied 18 mit zwei verschiedenen Stützbreiten (Fig. 4 zeigt die der kleineren Breite entsprechende Stellung) zu beiden Seiten der Öffnung 19 vorgesehen wird, wobei die Stellungsänderung durch einfaches Umdrehen des Druckglieds nach Lösen einerseits des Klemmbügels vom Ringflansch und andererseits des Druckglieds vom Klemmbügel erreicht wird. Das Druckglied kann auch eine parallelepipedische Form mit zwei orthogonalen Öffnungen aufweisen, so daß vier unterschiedliche Stützbreiten erhalten werden; jedoch ist dann bei der Montage die richtige Stellung des Druckglieds zu beachten.

Nach endgültigem Aufkleben des Ringflansches 1 auf dem Isolatorkopf 20 ist dieser Kopf über den gesamten dem Ringflansch gegenüberliegenden Bereich hinweg geschützt, so daß bei einem Zerbrechen des Kopfes durch die Klebebefestigung eine ausreichend große Haltekraft gewährleistet ist, um die Reparatur abzuwarten, ohne daß die Gefahr bestünde, daß das Kabel sich löst.

Die erfindungsgemäße Klemmhalterung zeichnet sich durch folgende Merkmale aus

  • Das Kabel liegt sehr nahe an der Rotationsachse des Klemmbügels, so daß der sich ergebende Hebelarm für ein zuverlässiges Einklemmen des Kabels in seiner Vertiefung sorgt.
  • Die Konstruktion bleibt einfach, da die Klemmhalterung nur drei Teile besitzt, nämlich Ringflansch, Klemmbügel und Druckglied.
  • Die Montage ist einfach: Die Befestigung des Ringflanschs am Isolator erfolgt im Werk und die Montage von Klemmbügel und Druckglied erfordert wenig Handgriffe.
  • Die Klemmkraft bleibt relativ konstant, und zwar unabhängig von der Bedienungsperson, was bei herkömmlichen Ausführungsformen mit Schraubvorgängen nicht der Fall war.
  • Vor allem das Arbeiten unter Spannung wird im Verhältnis zu bekannten Vorrichtungen erleichtert.
  • Der Isolatorkopf ist einfach und benötigt wenig Werkstoff für seine Herstellung.


Anspruch[de]
  1. 1. Klemmhalterung für ein elektrisches Kabel auf einem starren Isolator, dessen Kopf eine Rille zur Aufnahme der Halterung besitzt, wobei die Halterung einen in der Rille liegenden Ringflansch und einen an diesem gelenkig befestigten Klemmbügel aufweist und der Ringflansch zwei aneinander diametral gegenüberliegende vorspringende Abschnitte besitzt, von denen der eine als Gelenklager für den Klemmbügel und der andere als Verriegelungszapfen zum Einschnappen des Klemmbügels ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringflansch (1) als Gußstück ausgebildet ist, das direkt auf den Isolator (20) aufgegossen oder auf diesen aufgeklebt ist.
  2. 2. Klemmhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmbügel (2) ausgehend von einem Federmetalldraht hergestellt wird, der gelenkig mit zwei gekrümmten Enden (7, 8) am ersten vorspringenden Abschnitt (3) des Ringflanschs jenseits der das Kabel aufnehmenden Vertiefung befestigt ist, wobei dieser erste vorspringende Abschnitt Anschläge aufweist, durch die die Freigabe der Endpunkte des Klemmbügels sowie das Lösen des Bügels lediglich bei einem ausreichenden Öffnungswinkel möglich ist.
  3. 3. Klemmhalterung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein unabhängiges Druckglied (18) am Klemmbügel angeordnet ist, durch das das Kabel bei Verriegelungsstellung in seiner Vertiefung gehalten wird.
  4. 4. Klemmhalterung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckglied (18) mindestens eine Öffnung (19) für den Durchgang des Klemmbügels aufweist.
  5. 5. Klemmhalterung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckglied (18) mindestens zwei verschiedene Abstützbreiten aufweist, so daß mit ihm Kabel unterschiedlichen Querschnitts gehalten werden können, wobei der Wechsel der Abstützbreite durch Drehen des Halteteils erreicht wird.
  6. 6. Klemmhalterung nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmbügel aus einem heiß galvanisierten Stahldraht runden Querschnitts hergestellt wird.






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