PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE2815824C2 16.07.1987
Titel Dichtungsvorrichtung bei einer Trockenkammer zur Verhinderung von Trockenluftzirkulation
Anmelder UTEC AB, Skellefteå, SE
Erfinder Lövgren, Anders, Skellefteå, SE
Vertreter Mitscherlich, H., Dipl.-Ing.; Gunschmann, K., Dipl.-Ing.; Körber, W., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Schmidt-Evers, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 12.04.1978
DE-Aktenzeichen 2815824
Offenlegungstag 19.10.1978
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.07.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.07.1987
IPC-Hauptklasse F16J 15/14
IPC-Nebenklasse F26B 3/04   E06B 7/16   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dichtungsvorrichtung bei einem Kammertrockner oder anderem Holztrockner mit einer Trockenkammer zur Verhinderung der Trockenluftzirkulation wenigstens außerhalb der Enden des in der Kammer befindlichen, aus Holz bestehenden Trockenpaketes.

Dichtungsvorrichtungen für solche Zwecke in Form von Gummileisten sind vorbekannt, die jedoch breiter sind, und es auch sein müssen, als der Abstand zwischen den zwei Flächen, die sie abdichten sollen, damit die Leisten als Dichtung wirken können. Dies bedeutet, daß z. B. bei Hineinführung oder Entnahme eines Holzpaketes in eine mit solchen Dichtleisten versehene Trockenkammer bzw. aus ihr heraus, oder beim Rückwärtssetzen, z. B. des verdeckten Laderaumes eines Lastkraftwagens in eine mit solchen Dichtleisten versehene Toröffnung, oder beim Herausfahren aus ihr, die Dichtleisten im Wege sind und dabei Stößen und anderen Beanspruchungen ausgesetzt werden.

Dies führt jedoch oft dazu, daß die Leisten beschädigt und aus ihrer Befestigung herausgerissen werden. Ein weiterer Nachteil dieser Dichtleisten liegt darin, daß die Flächen, zwischen denen sie abdichten sollen, nahezu gerade und planparallel sein müssen, da sonst diese Leisten keine zufriedenstellende Dichtwirkung erzeugen.

Die Erfindung, wie sie im Anspruch 1 gekennzeichnet ist, löst deshalb die Aufgabe, eine verbesserte Vorrichtung zur Abdichtung zwischen zwei einander zugewandten Oberflächen zu schaffen, die die Nachteile der bekannten Gummileisten nicht aufweisen, sondern so beschaffen ist, daß sie eine wirksame Dichtung zwischen den Flächen ergibt, auch wenn diese nicht eben und planparallel sind, sondern einen unregelmäßigen Abstand zueinander haben, und daß sie während der Zeiten, in denen sie nicht direkt als Dichtung angewendet wird, keine direkte Behinderung darstellt oder größerem Schadenrisiko ausgesetzt wird.

Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Trockenkammer eines Kammertrockners, die mit Holz gefüllt und mit einer ersten Ausführung der Dichtungsvorrichtung ausgerüstet ist,

Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1 und

Fig. 3 einen gleichen Schnitt wie in Fig. 2, aber durch eine etwas modifizierte Ausführungsform.

In Fig. 1 bis 3 bezeichnet 1 allgemein eine Trockenkammer, die ein Trockenpaket enthält, das aus mehreren Holzpaketen 2 aufgebaut ist, die in die Kammer im wesentlichen quer zu ihrer Längsrichtung durch eine in Fig. 1 mittels eines schräggestellten, hebbaren Tores 3 verschlossene Toröffnung 4 eingeführt sind. In der Trockenkammer befindet sich ferner ein Gebläseaggregat 6, das aus einem oder mehreren, vorzugsweise umsteuerbaren Ventilatoren 5 besteht und zwischen dem Innendach 7 der Trockenkammer und einem unmittelbar oberhalb des Trockenpaketes getragenen und über die ganze Breite der Trockenkammer sich erstreckenden Schirm 8 liegt. Das Gebläseaggregat dient dazu, Trockenluft in die Trockenkammer zu blasen und die Luft abwechselnd in den mit den Pfeilen 9 und 10 bezeichneten Richtungen in Zirkulation zu versetzen. An der Wand 11 der Trockenkammer, die der Toröffnung 4 direkt gegenüberliegt, ist ein zu dieser Wand geneigter Ablenkschirm 12 zur Erleichterung der Trockenluftzirkulation in der Kammer und durch das Trockenpaket angeordnet. Aufgrund seiner in geschlossener Stellung schrägen Lage wirkt auch das Tor 3, wenn es geschlossen ist wie ein Ablenkschirm, auf genau die gleiche Weise wie der Ablenkschirm 12.

Da die in die Trockenkammer 1 eingeführten Holzpakete 2 kürzer sind als die Breite einer Trockenkammer zwischen den Seitenwänden 13, entsteht stets zwischen den Seitenwänden 13 und den Enden des Trockenpaketes ein freier Durchgang für die Trockenluft. Um zu verhindern, daß die Trockenluft durch diese Durchgänge strömt, ist gemäß vorliegender Erfindung an den Seitenwänden 13 eine Anzahl Dichtungsglieder 14 angeordnet. Diese Dichtungsglieder 14 bestehen aus aufblasbaren Schläuchen 15 aus biegsamen Material, die an ihrem unteren Ende geschlossen und an ihrem oberen Ende über Leitungen 16 und 17 an einen Ventilator oder eine Pumpe 18 angeschlossen sind. Diese Pumpe ist so beschaffen, daß sie in die Schläuche auf beiden Seiten des Trockenpaketes Luft hineinpumpen und aus ihnen absaugen kann.

Jeder Schlauch 15 ist an der zugehörigen Seitenwand 13 z. B. mittels Leim und/oder anderer an sich bekannter Befestigungsmittel befestigt und kann so bemessen sein, daß er in aufgeblasenem Zustand eine Breite oder einen Durchmesser hat, der gleich der Differenz zwischen der Breite der Trockenkammer und der Länge des Holzpaketes sein kann, so daß ein Schlauch den ganzen Zwischenraum zwischen einer Seitenwand und einem Ende eines oder mehrerer aufeinander gestapelter Holzpakete zu decken oder auszufüllen vermag, auch wenn das Paket oder die Pakete seitwärts so versetzt liegen, daß ihr anderes Ende nicht weit von der naheliegenden Seitenwand 13 entfernt liegt. Wenn die Holzpakete einigermaßen gerade aufeinander gestapelt werden, können die Schläuche kleiner sein, sollen aber in jedem Fall in aufgeblasenem Zustand einen Durchmesser haben, der größer ist als die halbe Differenz zwischen der Breite der Trockenkammer und der Länge der Holzpakete.

In der gezeigten Ausführungsform sind drei durch die Leitung 16 miteinander verbundene Schläuche 15 auf jeder Seite des Trockenpaketes angeordnet. Von diesen drei Schläuchen 15 auf einer Seite befindet sich je ein Schlauch an jedem Ende des Trockenpaketes und einer in der Mitte des Paketes. Die Schläuche 15 auf einer Seite sind ferner direkt gegenüber den Schläuchen 15 auf der anderen Seite angeordnet, und jedes solches Schlauchpaar steht durch einen an der Unterseite des Schirmes 8 befestigten und wie die Schläuche 15 aufblasbaren Schlauch 19 miteinander in Verbindung. Der Schlauch 19 ist angeordnet, um in aufgeblasenem Zustand zu verhindern, daß Trockenluft zwischen dem Schirm 8 und der Oberseite des Trockenpaketes hindurchströmt, und um, wie die Schläuche 15, Trockenluft in das Trockenpaket zu führen. Es brauchen nicht drei Schläuche 15 auf jeder Seite des Trockenpaketes angeordnet zu werden, sondern die Anzahl kann so erhöht werden, daß sie mittig vor jedem Stapel von Holzpaketen 2 ein Schlauch befindet. Die Anzahl der Schläuche hängt auch von der Länge des Trockenpaketes sowie der Länge oder Tiefe der Trockenkammer ab. Es braucht auch nicht jedes Paar einander direkt gegenüberliegender Schläuche durch einen horizontal angeordneten Schlauch miteinander zusammengekuppelt zu sein. An den Enden des Trockenpaketes soll dies jedoch der Fall sein. In gewissen Fällen, z. B. bei einem sehr kleinen Zwischenraum zwischen der Oberseite des Trockenpaketes und dem Schirm 8, können die horizontalen Schläuche 19 ganz entfallen.

Bei der in Fig. 3 gezeigten modifizierten Ausführungsform sind die Schläuche 15, 19 in jeder Vertikalebene mittels Haltebändern 21 um in ihrer ganzen Länge perforierte Rohre 20 mit umgekehrter U-Form und Verankerung an den Seitenwänden 13 und dem Schirm 8 befestigt. Die Rohre 20 sind an einem unteren Ende geschlossen und am anderen unteren Ende durch ein (in Fig. 3 nicht näher gezeigtes) Rohr miteinander verbunden, das sich parallel zur Seitenwand erstreckt und an einen Ventilator oder eine Pumpe 18 zum Aufblasen der Schläuche bzw. Absaugen der Luft aus diesen angeschlossen ist. In gewissen Ausführungsformen kann das Herauslassen der Luft aus den Schläuchen durch Öffnen eines Ventiles geschehen, das in die Leitung eingeschaltet ist. In diesem Fall wird somit der Ventilator 5 oder die Pumpe 18 nur zum Einblasen von Luft in die Schläuche benötigt.

Beim Einblasen von Luft in die Schläuche 15, 19 weiten sich diese aus und werden gegen das Trockenpaket gepreßt. Dabei formen sie sich dank ihrer Biegsamkeit nach dem Trockenpaket, wie vor allem in Fig. 2 veranschaulicht und verhindern dadurch wirksam das Strömen von Trockenluft sowohl zwischen den Seitenwänden 13 und den Enden des Trockenpaketes als auch zwischen dem Schirm 8 und der Oberseite des Trockenpaketes. Hierdurch wird auch die Trocknung effektiver, insbesondere an den Endpartien des Trockenpaketes. Nach dem Trocknen des Holzes wird die Luft aus den Schläuchen 15, 19 gesaugt, die sich dabei gegen die Seitenwände 13 bzw. den Schirm 8 zusammenziehen und somit weder für das Ausladen des Holzes aus der Trockenkammer noch für das Einführen neuen Holzes in die Trockenkammer hinderlich sind und auf diese Weise vor Schäden geschützt werden. Es ist auch möglich, die Luft aus den Schläuchen 15 dadurch abzulassen, daß, wie bereits erwähnt, ein Ventil in der Leitung zu den Schläuchen geöffnet wird. Hierbei erfolgt zwar kein Zusammenziehen der Schläuche gegen die Seitenwände 13 bzw. gegen den Schirm 8; da aber die Schläuche aus einem biegsamen Material, z. B. PVC-Tuch oder anderem stoffähnlichem, luftdichtem Tuch, bestehen, fallen sie gleichwohl nach dem Ablassen der Luft zusammen und hängen schlaff längs den Seitenwänden. Diese Ausführung eignet sich jedoch am besten für Anwendung in den Fällen, in denen keine Schläuche unter dem Schirm 8 angeordnet sind.

Es ist ferner möglich, die horizontalen Schläuche 19 und die Leitungen 16 an der Unterseite eines in Beziehung zum Schirm 8 heb- und senkbaren Rahmens oder dergleichen zu befestigen, wodurch die Dichtungsmittel der Höhe des Trockenpaketes angepaßt werden können. Hierbei müssen selbstverständlich die oberen Partien der Schläuche 15 in bezug auf die betreffenden Seitenwände 13 lose sein.

Ein solches Anpassen an die Höhe des Trockenpaketes ist auch bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform dadurch möglich, daß die U-förmigen Rohre 20 teleskopisch ausgeführt sind.

Der Querschnitt der Schläuche 15, 19 braucht nicht rund zu sein, sondern kann jede andere geeignete, z. B. ovale, Form haben.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung bei einem Kammertrockner oder einem anderen Holztrockner mit einer Trockenkammer zur Verhinderung von Trockenluftzirkulation wenigstens außerhalb der Enden des in der Kammer befindlichen, aus Holz bestehenden Trockenpaketes, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Enden des Trockenpaketes und den diesen Enden zugekehrten Seitenwänden (13) der Trockenkammer (1) aufblasbare Schläuche (15) aus biegsamen Material und mit wesentlich vertikaler Erstreckung angeordnet sind, und daß die an den Seitenwänden (13) angeordneten Schläuche (15) durch Aufblasen zu einer solchen Abmessung dehnbar sind, daß sie in aufgeblasenem Zustand sich dank ihrer Biegsamkeit nach dem Trockenpaket formen und somit eine Dichtung zwischen den Seitenwänden (13) der Trockenkammer (1) und den Enden des Trockenpaketes bilden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeder Seite des Trockenpaketes sich mehrere an den Seitenwänden (13) der Trockenkammer angeordnete Schläuche (15) befinden und daß jeder Schlauch (15) auf der einen Seite ungefähr direkt gegenüber einem Schlauch (15) auf der anderen Seite des Trockenpaketes angeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein aufblasbarer Schlauch (19) aus biegsamen Material an einem oberhalb des Trockenpaketes befindlichen Schirm (8) angeordnet ist, um in aufgeblasenem Zustand eine Dichtung zwischen dem Schirm (8) und der Oberseite des Trockenpaketes zu bilden.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schlauch (19), der sich oberhalb des Trockenpaketes befindet, mit zwei einander gegenüberliegenden, vertikalen Schläuchen (15) verbunden ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schläuche (15, 19) zwecks Aufblasung über Leitungen an einen Ventilator oder eine Pumpe angeschlossen sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zum Absaugen der Luft aus den Schläuchen (15, 19) angeordnet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zum Absaugen der Luft aus den Schläuchen (15, 19) aus demselben Ventilator (5) oder derselben Pumpe (18) besteht, die zum Aufblasen der Schläuche (15, 19) dienen.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die vertikalen als auch die horizontalen Schläuche (15, 19) um Rohre angeordnet sind, die zur Einführung von Luft zu den Schläuchen perforiert sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3-8, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontalen Schläuche (19) und wenigstens die oberen Teile der vertikalen Schläuche (15) für Anpassung der Vorrichtung an die Höhe des Trockenpaketes heb- und senkbar sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com