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Dokumentenidentifikation DE2844477C2 16.07.1987
Titel Vorrichtung zur Zuführung eines Faserkabels
Anmelder Barmag Barmer Maschinenfabrik AG, 5630 Remscheid, DE
Erfinder Schippers, Heinz, Dipl.-Ing., 5630 Remscheid, DE
DE-Anmeldedatum 12.10.1978
DE-Aktenzeichen 2844477
Offenlegungstag 24.04.1980
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.07.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.07.1987
IPC-Hauptklasse B65H 54/80

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zuführung eines Faserkabels, insbes. Chemiefaserkabels, in schraubenförmigen Windungen zu einer Ablagekanne mit einem um eine vertikale Achse drehbaren, gekrümmten Führungsrohr für das Faserkabel und mit einem zur Drehachse des Führungsrohrs konzentrischen Zapfen, auf dem endlose, im wesentlichen achsparallele Förderbänder auf Umlenkrollen gelagert sind.

Mit solchen Vorrichtungen können multifile Stränge aus synthetischem Material mit höherem Titer, sog. Chemiefaserkabel, gefördert und mit hoher Geschwindigkeit bis zu ca. 6000 m/min einer Ablagekanne zugeführt werden. Dabei ist es wichtig, daß der Faserverbund möglichst wenig im Sinne von Filamentschlaufen und inneren Längsverschiebungen geschädigt wird, und daß das Kabel ohne Überwerfungen in der Kanne abgelegt wird, damit es störungsfrei für die Weiterverarbeitung wieder aus der Kanne gefördert werden kann.

Es sind verschiedene Techniken entwickelt worden, um das Chemiefaserkabel einer Ablagekanne in schraubenförmigen Windungen zuführen zu können. So sind aus der DE-OS 19 09 738 und der GB-PS 7 86 855 Vorrichtungen bekannt, bei denen das Chemiefaserkabel in die Zahnlücken zweier einander gegenüberliegender Zahnräder abgelegt wird. Diese Zahnräder werden durch eine Schnecke gegensinnig derart angetrieben, daß sie die schraubenförmigen Windungen des Chemiefaserkabels zu dem eigentlichen Ablagebereich weitergeben.

Nachteilig ist bei diesen bekannten Vorrichtungen einmal, daß die Faserkabelwindungen in dieselben Zahnlücken eingelegt werden, die auch mit der Antriebsschnecke kämmen, was die Gefahr der Oberflächenbeschädigung und Verschmutzung mit sich bringt.

Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtungen ist es, daß das Führungsrohr und die Zahnräder eine Relativbewegung zueinander ausführen müssen, wozu entweder zwischen dem Führungsrohr und dem Käfig, in dem die Zahnräder drehbar untergebracht sind, eine getriebliche Verbindung oder aber eine ortsfeste Halteeinrichtung, welche an den Köpfen der Zahnräder angreift und das Mitdrehen des Zahnradkäfigs verhindert, vorgesehen ist. Hier liegen ganz entscheidende maschinenbauliche und textiltechnische Nachteile.

Insbesondere schränkt die Fliehkraftbelastung der umlaufenden Getriebeteile bei der ersten Lösung die erreichbare Ablegegeschwindigkeit ein. Bei der zweiten Lösung besteht die Gefahr, daß sich Filamente des Faserkabels zwischen den Zahnrädern und der ortsfesten Halteeinrichtung verklemmen, was Faserschädigung und Betriebsströmung bedeutet.

In der rangälteren, jedoch nachpublizierten DE-OS 27 21 665 ist ein Verfahren zum Ablegen von Faserkabeln in drehende Rundkannen unter Verwendung eines zur Führung des Kabels dienenden Rotationskörpers sowie eine Vorrichtung zu seiner Ausführung beschrieben, bei dem die Bewegungsgeschwindigkeit des Kabels vor dessen Eintritt in die Kanne abgebremst wird. Das Kabel wird mit Hilfe des Rotationskörpers um einen feststehenden, mit nach unten offenen am Umfang gleichmäßig verteilten Schlitzen versehenen Zylinder gewickelt. Innerhalb des feststehenden Zylinders ist eine exzentrisch angeordnete, mit am Umfang verteilten Fingern in die genannten Schlitze und im Bereich ihrer oberen Lage durch die Schlitze hindurchreichende Taumelscheibe vorgesehen, die durch ihre Taumelbewegung die aufgebrachten Windungen schrittweise nach unten schiebt. Da der in der genannten nachpublizierten Druckschrift beschriebene Gegenstand mit dem Gegenstand der Erfindung nicht identisch ist, bleibt sie außer Betracht.

Die DE-OS 23 52 521 beschreibt eine Einrichtung zum Speichern von fadenförmigem Material wie beispielsweise Draht, Garn, Band, usw. Ein im wesentlichen zylinderförmiger Körper dient dem Aufwickeln des Materials zu einer einlagigen Wicklung, die während des Betriebs in Achsrichtung des Wickelkörpers vorwärts bewegt wird und vom Wickelkörper über Kopf abziehbar und beispielsweise einer Webmaschine als Schußfaden zuführbar ist. Ein im Aufwickelbereich des Wickelkörpers angeordnetes, exzentrisch gelagertes Taumelorgan weist am Umfang Ansätze auf, die während der exzentrischen Taumelbewegung wechselweise durch passende Öffnungen im Wickelkörper hindurchgreifen und dabei jeweils mindestens die im Aufwickelbereich letzte Windung vom Wickelkörper abheben, ein Stück in Förderrichtung bewegen und dann auf der Oberfläche des Wickelkörpers entsprechend versetzt wieder ablegen. Als Einrichtung zum Ablegen eines Spinnkabels ist eine derartige Vorrichtung nicht geeignet, weil dazu ein Fadenschluß im Kabel erforderlich wäre, der es für die Weiterverarbeitung unbrauchbar machen würde.

Die US-PS 34 69 796 hat eine Vorrichtung zur Ablage von Rovings in dicht beieinanderliegenden Schlaufen zum Gegenstand. Die Ablage kann in Aufnahmegefäße erfolgen, deren Innendurchmesser dem Außendurchmesser der Schlaufen angepaßt ist oder die ein Mehrfaches dieses Durchmessers als Innenmaß haben, sie kann aber auch auf Breite unter der Ablagevorrichtung hindurchbewegte Bänder derart abgelegt werden, daß eine Art Vlies oder Matte entsteht, die sich zum Beschichten eignet. Der Aufbau der Vorrichtung ist relativ kompliziert. Ein durch einen Motor angetriebener Rotor weist ein zentrales, im unteren Teil nach außen geführtes Führungsrohr für die Ablage des Rovings auf in Kreisform angeordneten Förderbänder auf, die im wesentlichen achsparallel zur Drehachse des Rotors ausgerichtet sind. Auf der Austrittsseite des Führungsrohres ist im Rotor koaxial zu diesem eine Tragachse schwimmend gelagert. In Verlängerung des Rotors ist das der Lagerung zunächst liegende Ende der Tragachse von einer hohlen Schnecke umschlossen, die fest mit dem Rotor verbunden ist und mit diesem zusammen umläuft. Unmittelbar unter der Schnecke ist auf der Tragachse ein der Lagerung der Antriebsräder der erwähnten Förderbänder dienender Lagerstern fest montiert, der so bemessen ist, daß die eine Verzahnung aufweisenden Antriebsräder mit der Schnecke kämmen. Ein etwa gleicher Stern ist am unteren Ende der Tragachse montiert und trägt die Umlenkrollen der Förderbänder. Die Tragachse mit den Lagersternen und Förderbändern kann sowohl ortsfest arretiert als auch in der einen oder anderen Richtung angetrieben sein. Dabei werden die in der Schnecke kämmenden Antriebsräder bzw. die Förderbänder mit einer Geschwindigkeit angetrieben, die sich aus der relativen Drehzahl der Tragachse in bezug auf die Schnecke bzw. den Rotor ergibt. Die beschriebene Vorrichtung ist sehr aufwendig und störanfällig, vor allem aber ist ein Verschmutzen der auf die Förderbänder gewickelten Schlaufen wegen des unvermeidlichen Abriebs zwischen Schnecke und kämmenden Zahnrädern praktisch nicht zu vermeiden.

Aufgabe der Erfindung ist es dadurch, eine Vorrichtung zur Zuführung von Faserkabel zu einer Ablagekanne anzugeben, bei der keine getriebliche Verbindung zwischen den Förderbändern einerseits und den Mitteln für die Bildung der schraubenförmigen Kabelwindungen andererseits erforderlich ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine zur Zuführung eines Faserkabels geeignete Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art gelöst, die sich dadurch auszeichnet, daß die Umlenkrollen frei drehbar sind, so daß auch die Förderbänder frei beweglich sind, und daß auf dem Zapfen ein mit geneigter Achse gegen Rotation gesicherter Stern schwimmend gelagert ist, dessen Durchmesser größer ist als der Außendurchmesser des auf den endlosen Förderbändern ausgebildeten Wickelkörpers aus dem Faserkabel.

Zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen zusammengestellt.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen auf folgender Funktionsweise: das Chemiefaserkabel wird auf endlose Förderbänder aufgewickelt, die achsparallel zur Drehachse des Führungsrohrs angeordnet sind und über frei drehbare Rollen laufen. Die Rollen sind zweckmäßigerweise in einem Käfig gelagert, der seinerseits auf dem zur Achse des Führungsrohrs koaxialen Zapfen schwimmend, d. h. frei drehbar, gelagert ist. Die Bänder sind vorzugsweise mit Zähnen, Rillen, Nuten oder ähnlichen Ausgestaltungen der Oberfläche versehen, in welche sich die einzelnen Windungen des Faserkabels legen können.

An dem Zapfen ist etwa in der Radialebene, in der die Austrittsöffnung des Führungsrohrs rotiert, ein sogenannter Stern schwimmend gelagert. Dieser besitzt zwei Finger, die zwischen die Förderbänder greifen und über den Umfang des von dem Chemiefaserkabel auf den Förderbändern ausgebildeten Wickelkörpers hinausragen.

Der gegen Drehung gesicherte Stern ist in bezug auf die Drehachse des Führungsrohrs etwas geneigt angeordnet, so daß seine Finger bei einer Drehung des Zapfens eine axiale Hubbewegung ausführen. Da ein oder mehrere Finger des Sterns auf der jeweils letzten Windung des Faserkabels aufliegen, wird diese Windung durch den Stern kontinuierlich vorwärtsgeschoben, wodurch wiederum die Förderbänder angetrieben werden, die das Faserkabel in seiner schraubenförmigen Konfiguration weitertransportieren, bis es von den Förderbändern abfällt und in die Kanne fällt.

Vorzugsweise sind auf dem Umfang des Zapfens drei und mehr Förderbänder und eine ebensolche Anzahl von Fingern des Sterns verteilt. Da bei dieser Vorrichtung keine Kupplung zwischen der Faserzuführung und den Fördermitteln für die Faserkabelwindungen, nämlich den axial bewegbaren Förderbändern, erforderlich ist, hat sie einen konstruktiv äußerst einfachen Aufbau. Außerdem lassen sich mit dieser Vorrichtung hohe Liefergeschwindigkeiten in der Größenordnung von mehr als 4000 m/min erreichen, so daß die Arbeitsgeschwindigkeit gegenüber konventionellen Anlagen um ein Mehrfaches erhöht werden kann.

Nach der Erfindung wird die zwischen dem Führungsrohr und den Förderbändern erforderliche Relativbewegung entweder dadurch eingebracht, daß die Förderbänder durch eine ortsfeste Halteeinrichtung festgehalten werden, wobei diese Halteeinrichtung gegen den Drehsinn des Zapfens und des Führungsrohrs an den Vorsprüngen zwischen den Rillen angreifen, mit denen die Förderbänder versehen sind. Dabei müssen die Rillen tief genug sein, um zu verhindern, daß die Halteeinrichtung und die in den Rillen abgelegten Windungen des Faserkabels miteinander in Verbindung kommen. Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung dient der erfindungsgemäße Stern gleichzeitig zum Herbeiführen der Relativbewegung und räumlichen Festhalten der Förderbänder gegenüber dem Führungsrohr. Hierzu ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß auf der Axialebene, auf der sich die am tiefsten geneigte Fingerspitze des Sterns befindet, ein Kranz von radial gerichteten Halteeinrichtungen ortsfest angebracht ist, wobei die Halteeinrichtung mit den Fingern des Sterns kämmen, ohne die Windungen des Faserkabels zu berühren. Die axiale Erstreckung der Haltefinger ist so, daß zumindest ein Finger des Sterns ständig mit einem Haltefinger in Eingriff steht.

Bei dieser Ausgestaltung der Erfindung kann vollständig vermieden werden, daß das Faserkabel direkt oder indirekt mit der Halteeinrichtung in Kontakt kommt.

Um jeden mechanischen Kontakt auszuschließen, können die Halteeinrichtungen auch Magnete sein, welche auf der Axialebene der tiefsten Fingerspitze ortsfest um den Drehzapfen herum derart verteilt sind, daß die einzelnen Fingerspitzen in ihrer axial tiefsten Position in magnetischen Kontakt mit den Haltemagneten geraten.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Prinzipskizze der gesamten Vorrichtung im Längsschnitt;

Fig. 2 einen Querschnitt der Vorrichtung.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist einen Rotor 1 auf, der bei 3 um eine vertikale Achse 17 drehbar gelagert ist. In dem Rotor 1 ist ein Kabelführungskanal 2 ausgebildet, dessen Einlaßöffnung 2a auf der Drehachse des Rotors 1 an seinem oberen Ende liegt und der auf einer gekrümmten Bahn durch den Rotor 1 zu einer Auslaßöffnung 2b verläuft, die axial und radial im Abstand von der Einlaßöffnung 2a angeordnet ist. Diese Auslaßöffnung 2b des Kabelführungskanals 2 befindet sich unterhalb der Einlaßöffnung 2a, außerhalb der Drehachse des Rotors 1.

Statt eines Rotors mit einem Kabelführungskanal kann auch ein entsprechend drehbares, einfaches Führungsrohr verwendet werden, dessen Einlaß- und Auslaßöffnung in entsprechender Weise angeordnet sind.

Ein Motor 6 ist über eine Scheibe 5 und einen Riemen 4 mit dem oberen Ende des Rotors 1 gekoppelt, um den Rotor 1 mit der gewünschten Geschwindigkeit zu drehen.

Der Öffnung 2a des Kabelführungskanals 2 des Rotors 1 wird gemäß der Darstellung in Fig. 1 von oben her ein Faserkabel, insbesondere Chemiefaserkabel 23, mit einer Liefergeschwindigkeit von mehr als 1000 m/min zugeführt. Dieses Chemiefaserkabel 23 ist durch den Kanal 2 geführt und tritt an der Auslaßöffnung 2b des Kabelführungskanals 2 senkrecht oder bevorzugt schrägt oder windschief zur Drehachse des Rotors 1 aus dem Kabelführungskanal 2 aus.

Koaxial zur Drehachse des Rotors 1 steht von seiner unteren Fläche ein Zapfen 7 vor, der fest mit dem Rotor 1 verbunden ist, sich also mit ihm dreht. Auf dem Zapfen 7 ist über Lager 9 ein Käfig 8 in Umfangsrichtung frei beweglich, d. h. schwimmend gelagert; wie man Fig. 2 entnehmen kann, sind bei diesem als Teil der Fördereinrichtung 21 dienenden Käfig 8 Verbindungsstege 22 zwischen den einzelnen Fördereinrichtungen 21 vorgesehen.

Die Fördereinrichtung 21 weist neben dem Käfig 8 und seiner Lagerung 9 noch endlose, über Rollen 13 geführte Bänder 11 auf, die parallel zur Achse des Zapfens 7 und damit zur Drehachse des Rotors 1 in axialer Richtung frei beweglich an dem Käfig 8 angeordnet sind. Die endlosen Bänder 11 sind auf ihrer Oberfläche mit Nuten bzw. Rillen 12 versehen, in denen die einzelnen Windungen 24 des Chemiefaserkabels 23 aufgenommen werden (siehe Fig. 2).

Im Bereich der Auslaßöffnung 2b des Kabelführungskanals 2 ist auf dem Zapfen 7 ein Stern 14 bei 15 drehbar, d. h. schwimmend auf einer zur Drehachse des Rotors 1 geneigten Achse gelagert, wie man ebenfalls Fig. 1 entnehmen kann, und zwar derart, daß sich die Drehachse 17 des Rotors 1 und die Achse 18 des Sterns 14 schneiden.

Eine Draufsicht auf den Stern 14 ist in Fig. 2 zu erkennen. Dieser Stern weist einen mit der Mittelöffnung versehenen Kranz 20 sowie radial nach außen vorstehende Finger 19 auf. Zwischen zwei Fingern 19 des Sterns 14 befinden sich die endlosen Förderbänder 11 mit ihren Umlenkrollen 13, die am Käfig 8 befestigt und frei drehbar gelagert sind.

Der Durchmesser des Sterns 14, also der Außendurchmesser seiner Finger 19, ist so ausgelegt, daß die Finger 19 über den die endlosen Förderbänder 11 einhüllenden Kreis hinausragen.

Um ein Mitdrehen des Käfigs 8 zu verhindern, kann eine Festhalteeinrichtung für den Käfig 8 vorgesehen sein, die mit den äußeren Vorsprüngen 12 der Förderbänder 11 in Eingriff kommt, ähnlich der bekannten, Zahnräder aufweisenden Kabelablageeinrichtung.

In dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird jedoch der Stern 14 durch stationäre Anschläge 10 oder eine ähnliche Einrichtung festgehalten, so daß der Stern 14 sich nicht mit dem Zapfen 7 dreht.

Die Anschläge 10 sind ortsfest in einem zu dem Zapfen 7 konzentrischen Ring 27 derart angeordnet, daß sie zwischen die Finger 19 des Sterns 14 greifen und zwar auf derjenigen zu dem Zapfen 7 normalen Ebene, welche sich etwa auf der Höhe der tiefsten Stellung der zwischen die Anschläge tauchenden Fingerspitzen des Sterns 14 befindet. Da infolge der taumelnden Lagerung des Sterns 14 der tiefste Punkt des Sterns 14 vom einen zum anderen Finger 19 des Sterns ständig umläuft, und zwar derart, daß der tiefste Punkt jeweils um ca. 180° gegenüber der Auslaßöffnung 2b des Rotors 1 phasenverschoben ist, werden die einzelnen Finger 19 abwechselnd von den Halteeinrichtungen 10 festgehalten, derart, daß sämtliche Finger 19 im wesentlichen nur axiale Hin- und Herbewegungen ausführen.

Der Winkel, unter dem sich die Achsen 17 und 18 schneiden, ist so bemessen, daß der Hub der Finger 19 jeweils dem gewünschten Abstand zweier Windungen 24 des Faserkabels bzw. dem Abstand der auf den endlosen Bändern 11 angeordneten Nuten 12 entspricht. Da nun die zu dem Zapfen 7 normale Drehebene der Auslaßöffnung 2b sich unterhalb der obersten Stellung der Finger 19 des Sterns 14 befindet, liegen die Finger 19 des Sterns jeweils auf der obersten Windung 24 des in den Nuten 12 der endlosen Förderbänder 11 aufgenommenen Faserkabels 23 auf, üben eine zum Zapfen 7 parallel gerichtete Förderkraft auf diese Windung 24 aus, bewegen so infolge des Form- oder Kraftschlusses zwischen den Faserkabelwindungen 24 und den endlosen Förderbändern 11 die Förderbänder in Förderrichtung und bewirken so den Vorschub sämtlicher auf den Bändern 11 abgelegter Windungen 24.

Unter dem unteren Ende des Zapfens 7 bzw. der endlosen Förderbänder 11 befindet sich die Ablagekanne 25 zur Aufnahme schraubenförmiger Windungen 24 des Faserkabels 23. Diese Ablagekanne 25 kann die durch die Pfeile 26 angedeutete Changierbewegung durchführen.

Im folgenden Teil soll die Funktionsweise dieser Vorrichtung erläutert werden.

Bei der Zuführung des Faserkabels 23 zu dem Kabelführungskanal 2 des Rotors 1 tritt das Faserkabel 23 aus der Auslaßöffnung 2b aus und legt sich in Form von Windungen 24 in die Nuten 12 der Förderbänder 11. Da der auf der jeweils letzten Windung 24 des Faserkabels 23 aufliegende Stern 14 gegenüber dem Zapfen 7 (Rotorachse 17) etwas geneigt gelagert ist, führen seine Finger 19 bei einer Drehung des Zapfens 7 eine axiale Hubbewegung aus. Dadurch wird die jeweils letzte Windung 24 des Faserkabels 23 durch den Stern 14 kontinuierlich vorwärts, also gemäß der Darstellung in Fig. 1 nach unten, bewegt, wodurch wiederum die endlosen Förderbänder 11 angetrieben werden.

Das heißt also, daß bei einer Drehung des Zapfens 7 die endlosen Förderbänder 11 von dem Stern 14 kontinuierlich nach unten bewegt werden, wodurch die in den Nuten 12 der Förderbänder 11 aufgenommenen Windungen 24 des Faserkabels 23 nach unten transportiert und am Ende der Förderbänder 11 in schraubenförmigen Windungen 24 abgeworfen und in die Kanne 25 abgelegt werden, wie in Fig. 1 schematisch angedeutet wird.

Die Einrichtung zur Bildung der schraubenförmigen Kabelwindungen 24, nämlich der Käfig 8 und die Förderbänder 11 mit den Rollen 13, sind also nicht mit der eigentlichen Zuführeinrichtung, nämlich dem Rotor 1 mit dem Kabelführungskanal 2, gekoppelt, sondern sie werden über den Stern 14 angetrieben.

Der Stern sichert ferner durch die Anschläge 10 den Käfig 8 gegen Mitdrehen.

  • Bezugszeichenaufstellung

    1 Rotor

    2 Kabelführungskanal a) Einlaßöffnung b) Auslaßöffnung

    3 Lagerung

    4 Treibriemen

    5 Treibscheibe

    6 Motor

    7 Zapfen

    8 Käfig

    9 Käfiglagerung

    10 Festhalteeinrichtung für Käfig (Anschlag)

    11 endlose Förderbänder oder Förderketten

    12 Rillen auf Förderbändern oder -ketten

    13 Umlenkrollen, im Käfig frei drehbar gelagert

    14 Förderstern

    15 Sternlagerung

    17 Achse des Rotors 1

    18 Achse des Sterns 14

    19 Finger des Sterns 14

    20 Kranz des Sterns 14

    21 Fördereinrichtung, bestehend aus: Käfig 8, Lagerung 9 Band 11 und Rollen 13

    22 Verbindungsstege für Käfige 8 der Förderwerke 21

    23 Faserkabel

    24 Faserkabelwindungen (Wickelkörper, Wickellage)

    25 Ablagekanne

    26 Changierbewegung der Ablagekanne

    27 Ring


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Zuführung eines Faserkabels, insbes. Chemiefaserkabels, in schraubenförmigen Windungen zu einer Ablagekanne mit einem um eine vertikale Achse drehbaren, gekrümmten Führungsrohr für das Faserkabel und mit einem zur Drehachse des Führungsrohrs konzentrischen Zapfen, auf dem endlose, im wesentlichen achsparallele Förderbänder auf Umlenkrollen gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrollen (13) frei drehbar sind, so daß auch die Förderbänder (11) frei beweglich sind, und daß auf dem Zapfen (7) ein mit geneigter Achse gegen Rotation gesicherter Stern (14) schwimmend gelagert ist, dessen Durchmesser größer als der Außendurchmesser des auf den endlosen Förderbändern (11) ausgebildeten Wickelkörpers (24) aus dem Faser-Kabel (23) ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbänder (11) in einem auf dem Zapfen (7) schwimmend gelagerten Käfig (8) angeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (7) einstückig mit dem Rotor (1) ausgebildet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, gekennzeichnet durch eine Festhalteeinrichtung (10) für den Käfig (8).
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbänder Nuten (Rillen 12) für die Aufnahme der Windungen (24) des Faserkabels (23) aufweisen.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen Anschlag zur Drehsicherung des Sternes (14).
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen Magneten zur Drehsicherung des Sternes (14).
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Drehsicherung des Sternes (14) in einer der Anzahl der Finger (19) des Sternes (14) entsprechenden Anzahl auf einer Normalebene des Zapfens (17) unterhalb der Auslaßöffnung (2b) angeordnet sind und zwar so, daß sich zumindest ein Finger (19) des Sternes (14) momentan zwischen diesen Einrichtungen zur Drehsicherung befindet.






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