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Dokumentenidentifikation DE3114727C2 16.07.1987
Titel Federantrieb für ein elektrisches Schaltgerät
Anmelder Licentia Patent-Verwaltungs-GmbH, 6000 Frankfurt, DE
Erfinder Wachsmuth, Gert, Ing.grad., 3500 Kassel, DE
DE-Anmeldedatum 11.04.1981
DE-Aktenzeichen 3114727
Offenlegungstag 28.10.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.07.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.07.1987
IPC-Hauptklasse H01H 3/30
IPC-Nebenklasse H01H 71/24   
Zusammenfassung Der Federantrieb für elektrische Schaltgeräte weist einen Antriebsmotor (6) auf, der die Kraft zum Spannen einer Zugfeder (32) aufbringt, sowie eine drehbare Schalteinrichtung (10, 12, 14), die an der Zugfeder angreift und eine Kupplung (4) zum Verbinden der Schalteinrichtung mit einem Schaltübertragungsgestänge (20). Um einen Federantrieb zu erhalten, der einfach und klein im Aufbau ist und eine integrierte Endlagendämpfung aufweist, ist vorgesehen, daß nach dem Spannen der Zugfeder (32; 102) in den Totpunkt der drehbaren Schalteinrichtung (10, 12, 14; 70, 72, 74) die Zugfeder und das Übertragungsgestänge (20; 80) mittels der Kupplung (4; 94) verbindbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Federantrieb für ein elektrisches Schaltgerät gemäß dem Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 3.

In der DE-PS 10 71 195 ist ein Federkraftspeicher-Antrieb für elektrische Schalter, insbesondere Lasttrennschalter beschrieben, bei dem eine auf eine Schalterwelle über eine formschlüssige Verbindung einwirkende Einschaltfeder beim Einschalten des Schalters eine mit der Schalterwelle starr verbundene Ausschaltfeder spannt. Auf der Schalterwelle sind - neben einer auf der Schaltwelle axial verschiebbaren, unverdrehbaren Hülse - zwei weitere Hülsen drehbar angeordnet, wobei an der als Antriebshohlwelle wirkenden Hülse ein Antriebshebel und an der anderen Hülse die Einschaltfeder über einen gelenkig angebrachten Bügel angreifen. Die zuletzt genannte Hülse, die bei gespannter Einschaltfeder von dem Bügel umfaßt und in einer Übertotpunktlage verriegelt wird, ist an ihrer dem Schalter zugekehrten Stirnfläche mit der Schalterwelle und an der anderen Stirnfläche mit der Antreibshohlwelle derart kuppelbar, daß nur Drehmomente in Richtung der Einschaltbewegung von der Antriebshohlwelle auf die Hülse und die Schalterwelle übertragen werden können. Als Kuppelelemente dienen mit einer auf der Schalterwelle sitzenden Schraubenfeder zusammenwirkende schiefe Ebenen. Zum Lösen der Kupplung bzw. stabilen Totpunktverriegelung zwischen der Hülse und der Schalterwelle ist ein Auslösering mit zugehörender Auslösefeder vorgesehen.

Bei dem vorbekannten Gegenstand, bei dem neben der Einschaltfeder auch eine Ausschaltfeder vorhanden ist, erfolgt eine Einschaltung des Schalters mittels des Antriebshebels, nachdem die gespannte Einschaltfeder über den Totpunkt geführt wude. Gleichzeitig mit dem Einschalten wird die Ausschaltfeder gespannt und durch eine Klinke verriegelt. Eine Ausschaltung wird entweder mechanisch durch erneute Betätigung des Antriebshebels und Einwirkung auf den Bügel, den Hebel, die Welle, die Nase und die Klinke oder durch andere bekannte Auslöser, z. B. Überstromauslöser oder dergleichen erreicht.

Es ist weiterhin ein Kippfederantrieb mit Auslösevorrichtung für elektrische Hochspannungsschaltgeräte bekannt (DE-OS 15 15 535), bei dem ein durch die Einschaltbewegung einer Kippfeder gespannter Federkraftspeicher die Kippfeder nach einem Auslöseimpuls über ihre Totpunktlage bringt und diese dadurch den Schalter ausschaltet. Zur Durchführung sind auf der Schalterwelle verschiedene Kurbeln mit Kurbelarmen derart drehbeweglich angeordnet, daß eine mit der Schalterwelle fest verbundene Mitnehmerscheibe die Schalterwelle dreht, und daß nach überschreiten der Totpunktstellung der Kippfeder diese den Schalter einschaltet. Der Kraftfederspeicher wird durch mechanische Mittel gespannt gehalten. Auch bei diesem vorbekannten Gegenstand werden zwei Federn benötigt, nämlich die Kippfeder und die Druckfeder. Beide Federn werden gleichzeitig gespannt. Die Ausschaltfeder wird durch eine Auslösewelle im gespannten Zustand verriegelt. Die Einschaltung des Schalters erfolgt durch die über den Totpunkt geführte Kippfeder, wobei eine die Spannung der Kippfeder bewirkende Nockenscheibe keine Drehbewegung um 360° durchführt. Die Ausschaltung des Schalters wird entweder mechanisch durch Einwirken auf einen Verstellhebel, einen Kurbelarm, einen Nocken und die Auslösewelle oder durch Arbeitsstromauslöser-Einwirkung direkt auf die Auslösewelle bewirkt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Federantrieb der eingangs genannten Art zu schaffen, der einfach und platzsparend im Aufbau ist und bei dem eine schnelle Schaltstiftbewegung in beiden Schaltrichtungen mit einer gemeinsamen Antriebsfeder, die außerdem die Endlagendämpfung übernimmt, erfolgt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die die Patentansprüche 1 und 3 kennzeichnenden Merkmale gelöst.

Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lösungen sind in den Unteransprüchen 2 und 4 bis 12 beschrieben.

Bei den erfindungsgemäßen Lösungen wird bei Verwendung von bereits in einfachen Antrieben erprobten und bewährten Elementen die Zugfeder nach dem Spannen in den Totpunkt der Schalteinrichtung über die Kupplung mit dem Schaltgestänge verbunden und bei weiterer Drehbewegung über den Totpunkt hinaus beschleunigt die Feder das Schaltgestänge und damit den Schaltstift nach "EIN" oder "AUS" (abhängig von der jeweiligen Drehrichtung). Die Kupplung zwischen dem Schaltgestänge und der Feder bleibt bis zum nächsten Spannvorgang bestehen, deshalb wird das überschwingende Schaltgestänge in die jeweilige Endstellung zurückgezogen. Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird ein Schalter geschaffen, der äußerst einfach und klein im Aufbau und somit billig in der Herstellung ist.

Ausführungsbeispiele der Erfindung und ihre Ausgestaltungen sind in der Zeichnung dargestellt und im folgenden beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 eine erste Ausgestaltung eines Federantriebs mit einem Klinkensystem in der "AUS"-Stellung;

Fig. 2 den Federantrieb der Fig. 1 in der "EIN"-Stellung;

Fig. 3 eine Ausgestaltung eines Federantriebes ohne Klingensystem in der "AUS"-Stellung;

Fig. 4 den Federantrieb der Fig. 3 in der "EIN"-Stellung;

Fig. 5 eine elektromagnetische Schnellauslöseeinrichtung.

Es wird zunächst auf die Fig. 1 und 2 Bezug genommen, in denen ein Federantrieb 2 mit dem Klinkensystem 4 dargestellt ist. Der Federantrieb 2 besteht aus einem Antriebsmotor 6, der eine Schalteinrichtung 8 antreibt, die drei auf fluchtenden Achsen 8 angeordnete Scheiben 10, 12 und 14 aufweist. Die erste Scheibe 10 wird vom Antriebsmotor 6 unmittelbar angetrieben und weist eine Steuerbahn 16 auf, die, wie weiter unten beschrieben ist, mit dem Klinkensystem zusammenarbeitet. Die zweite Scheibe 12 weist einen Stift 18 auf, an dem eine Schaltübertragungsstange 20 angelenkt ist, deren anderes Ende an einem Stift 22 angelenkt ist, der am Schaltstift 24 angebracht ist. Die zweite Scheibe 12 weist an ihrem Umfang, einander gegenüberliegend, zwei Nuten 26, 28 auf, die, wie weiter unten beschrieben ist, mit dem Klinkensystem zusammenwirken. Zwischen der ersten Scheibe 10 und der zweiten Scheibe 12 ist die dritte Scheibe 14 auf der Achse 8 angeordnet. Die dritte Scheibe 14 weist einen Stift 30 auf, an dem eine Zugfeder 32 mit einem ihrer Enden befestigt ist. Das andere Ende der Zugfeder 32 ist gestellfest angebracht. Die dritte Scheibe 14 weist an ihrem Umfang eine Ausnehmung 34 auf, an deren Enden Anschläge 36, 38 vorgesehen sind. Die Anschläge 36, 38 sind in zweckmäßiger Weise der Form eines auf der ersten Scheibe 10 angebrachten Stiftes 40, mit dem sie zusammenwirken, angepaßt. Die Bogenlänge der Ausnehmung 34 bzw. des verbleibenden Kreisbogenteiles ist auf die Freilauf- bzw. Mitnahmeteildrehung abgestimmt. Das Klinkensystem 4 besteht aus einer Kupplungsklinke 42, die an der dritten Schreibe 14 drehbar angebracht und mit dieser mitbewegt wird und die in Form eines zweiarmigen Hebels ausgebildet ist, wobei an einem Ende des Hebels ein mit den Nuten 26, 28 zusammenwirkender Fortsatz 44 angebracht ist, und am anderen Ende eine am (nicht dargestellten) Antriebsgehäuse angebrachte Entklinkungsklinke 46 angreift, die in einem Lager 48 drehbar gelagert ist und die gleichfalls die form eines zweiarmigen Hebels aufweist, wobei der eine Arm 50, mit der Kupplungsklinke 42 zusammenwirkt und der andere Arm 52 mit der Steuerbahn 16 der Scheibe 10.

Nachfolgend ist die Arbeitsweise des in den Fig. 1 und 2 dargestellten Federantriebes 2 beschrieben. Um von der in Fig. 1 dargestellten "AUS"-Stellung in die in Fig. 2 dargestellte "EIN"-Stellung zu gelangen, bewegt der Motor (oder ein Handantrieb) die Scheibe 10 um etwa 90° im Uhrzeigersinn. Dabei entklinkt die Steuerbahn 16 über die Entklinkungsklinke 46 die Kupplungsklinke 42, so daß die Verbindung zwischen der Scheibe 12 und der Scheibe 14 aufgelöst ist. Wenig später greift der Mitnehmer 40 bei 36 in die Scheibe 14 ein, wodurch beim Weiterdrehen der Scheibe um etwa 180° die Zugfeder 32 bis zum Totpunkt gespannt wird. Die Kupplungsklinke 42 wid dabei von der Scheibe 14 mitgenommen, kommt außer Eingriff mit Entklinkung 50 und rastet in die Nut 26 der Scheibe 12 ein, so daß nun wieder eine Verbindung zwischen den Scheiben 12 und 14 hergestellt ist. Wenn nun die Scheibe 10, und damit die Scheiben 12 und 14 wenige Grad weiterlaufen, wird die Scheibe 12 durch die Zugfeder 32 mit hoher Geschwindigkeit im Uhrzeigersinn weitergedreht. Da durch die Kuppelklinke 42 verbunden, führt die Scheibe 12 die gleiche Bewegung aus. Dadurch wird der Stift 18 um 180° gedreht, wodurch die Schaltübertragungsstange 20 den Schaltstift 24 schnell einschaltet. Wenn die Endstellung "EIN" erreicht ist, wird der Motor abgeschaltet; die Scheibe 10 erreicht dabei etwa die dargestellte Ruhestellung.

Um von der in Fig. 2 dargestellten "EIN"-stellung wieder zurück in die in Fig. 1 dargestellte "AUS"-Stellung zu gelangen, bewegt der Motor 6 die Scheibe 10 um etwa 90° im Gegenuhrzeigersinn. Dabei entklinkt der Nocken 16 über die Entklinkungsklinke 46 die Kuppelklinke 42, so daß die Verbindung zwischen den Scheiben 12 und 14 aufgelöst ist. Wenig später greift der Mitnehmer 40 bei 38 in die Scheibe 14 ein, wodurch beim Weiterdrehen der Scheibe um etwa 180° die Feder 32 wieder bis zum Totpunkt gespannt wird. Die Kuppelklinke 42 rastet dann in die Nut 28 der Scheibe 12 ein, so daß nun wieder eine Verbindung zwischen den Scheiben 12 und 14 hergestellt ist. Wenn nun die Scheibe 10, und damit die Scheiben 14 und 12, wenige Grad weiterlaufen, wird die Scheibe 14 durch die Feder 32 mit hoher Geschwindigkeit im Gegenuhrzeigersinn weitergedreht. Da durch die Kuppelklinke 42 verbunden, führt die Scheibe 12 die gleiche Bewegung aus, d. h. der Schaltstift 24 wird schnell ausgeschaltet. Wenn die Endstellung "AUS" erreicht ist, wird der Motor 6 abgeschaltet, die Scheibe 10 erreicht dann etwa die in Fig. 1 dargestellte Ruhestellung.

Besonders vorteilhaft bei dieser Anordnung ist, daß nur eine gemeinsame Feder 32 für die "EIN"- und "AUS"-Bewegung benötigt wird und diese Feder während und nach dem Schaltvorgang mit dem Schaltstiftantrieb (Scheibe 12) verbunden bleibt. Hierdurch sind die Endstellungen des Schaltstiftes 24 klar definiert. Nur während des Federspannvorganges wird für einige Sekunden die Verbindung zwischen den Scheiben 12 und 14 gelöst.

Es wird nun auf die Fig. 3 und 4 Bezug genommen, in denen ein Federantrieb 62 ohne Klinkensystem dargestellt ist. Der Federantrieb weist wiederum einen Antriebsmotor 66 auf, sowie drei auf einer fluchtenden Achse 68 angeordnete Scheiben 70, 72 und 74. Die Scheibe 72 weist einen Stift 78 auf, an dem eine Schaltübertragungsstange 80 angelenkt ist, deren anderes Ende an einem Stift 82 angelenkt ist, der mit dem Schaltstift 84 verbunden ist. Die Scheibe 70 weist einen parallel zu ihrer Drehachse angeordneten Mitnehmerstift 86 auf, der mit einer kreisbogenförmigen Ausnehmung 88, die sich über einen Teil des Umfanges der Scheibe 74 erstreckt, zusammenwirkt. Die Enden der Ausnehmung 88 werden von Anschlägen 90 und 92 begrenzt. Neben dem Anschlag 92 ist auch an der Scheibe 74 ein sich parallel zu deren Drehachse erstreckender Mitnehmerstift 94 angeordnet. Dieser Mitnehmerstift 94 arbeitet mit einer in der Scheibe 72 vorgesehenen kreisbogenförmigen Ausnehmung 96 zusammen, die sich entlang eines Teils des Umfanges der Scheibe 72 erstreckt und die von Anschlägen 98 und 100 begrenzt wird. Eine Zugfeder 102 ist mit einem ihrer Enden an der Scheibe 74 und mit dem anderen Ende gestellfest angebracht.

Nachfolgend ist die Arbeitsweise des in den Fig. 3 und 4 dargestellten Federantriebs 62 beschrieben, wobei von der in Fig. 3 dargestellten "AUS"-Stellung ausgegangen ist. Aus dieser Stellung bewegt der Motor bzw. ein Handantrieb die Scheibe 70 um etwa 90° im Uhrzeigersinn, so daß der Mitnehmerstift 86 bei 92 in die Scheibe 74 eingreifen kann. Beim Weitedrehen der Scheibe 70 und der mitgenommenen Scheibe 74 um etwa 180°, wird die Zugfeder 102 bis zum Totpunkt gespannt. Dabei kommt der Mitnehmerstift 94 an der Scheibe 74 zur Anlage an den Anschlag 98 der Scheibe 72. Wenn nun die Scheibe 70, und damit die Scheiben 72 und 74 wenige Grad weiterlaufen, wird die Scheibe 74 durch die Feder 102 mit hoher Geschwindigkeit im Uhrzeigersinn 180° weitergedreht, die Scheibe 72 wird mitgenommen und der Schaltstift 84 dadurch schnell eingeschaltet. Wenn die Endstellung "EIN" erreicht ist, wird der Motor 66 abgeschaltet und die Scheibe 70 erreicht etwa die dargestellte Ruhestellung. Der Schaltstift 84 wird in der "EIN"-Stellung von einer Druckfeder 104 gehalten, die in den Totpunkt der Scheibe 72 wirkt. Der Schaltvorgang von der "EIN"-Stellung in die "AUS"-Stellung erfolgt entsprechend im Gegenuhrzeigersinn.

Da bei dieser Ausgestaltung eine Verklinkung zwischen den Scheiben 72 und 74 fehlt, kann der Schaltstift 84 durch die Feder 102 nicht in eine definierte Endstellung gezogen werden. Diese Funktion übernimmt die zusätzliche Feder 104. Außerdem kann mit dieser Feder 104 in vorteilhafter Weise erfindunsgemäß das Verhältnis zwischen Ein- und Ausschaltgeschwindigkeit verändert werden.

Falls für die zuvor erläuterten Antriebssysteme eine mechanische oder elektromagnetische Schnellauslösung als zweckmäßig erachtet oder benötigt wird, kann diese entsprechend Fig. 5 ausgeführt werden. Die Schnellauslöseeinrichtung 106 weist zwei an der Scheibe 108, entsprechend 74 bzw. 14 , an der die Auslösezugfeder 110, entsprechend 102 oder 32, angebracht ist, angebrachte Nocken 112, 114 auf, die in verschiedenen Ebenen angebracht sind. In die Nocken 112, 114 können Elektromagnete 116, 118 eingreifen. Nach dem Überlaufen des Totpunktes bei Rechtsdrehung (vergl. b) legt sich z. B. die Nocke 112 gegen einen Riegel 120, der vom Elektromagnet 116 betätigt wird. Bei einer Linksdrehung über den Totpunkt erfolgt ein Anlegen eines Nockens 124 gegen den Riegel 126 eines Elektromagneten 128 (vergl. c). Durch Motorsteuerkontakte 130, 132 wird durch die Nocken 112, 114, 124 jeweils im Totpunkt der Motorstromkreis unterbrochen, so daß der Motor ein wenig später zum Stillstand kommt. Die Schnellauslösung "EIN" oder "AUS" erfolgt dann durch Betätigung der Elektromagnete 116 oder 118.

  • Bezugszeichenliste

    2 Federantrieb

    4 Klinkensystem

    6 Antriebsmotor

    8 Achse

    10 Scheibe (1.)

    12 Scheibe (2.)

    14 Scheibe (3.)

    16 Steuerbahn

    18 Stift

    20 Schaltübertragungsgestänge

    22 Stift

    24 Schaltstift

    26 Nut

    28 Nut

    30 Stift

    32 Zugfeder

    34 Ausnehmung

    36 Anschlag

    38 Anschlag

    40 Stift

    42 Kupplungsklinke

    44 Fortsatz

    46 Entklinkungsklinke

    48 Lager

    50 Arm

    52 Arm

    54 -

    56 -

    58 -

    60 -

    62 Federantrieb

    64 -

    66 Antriebsmotor

    68 Achse

    70 Scheiben

    72 Scheiben

    74 Scheiben

    76 -

    78 Stift

    80 Schaltübertragungsgestänge

    82 Stift

    84 Schaltstift

    86 Mitnehmerstift

    88 Ausnehmung

    90 Anschlag

    92 Anschlag

    94 Mitnehmerstift

    96 Ausnehmung

    98 Anschlag

    100 Anschlag

    102 Zugfeder

    104 Druckfeder

    106 Schnellauslöseeinrichtung

    108 Scheibe

    110 Auslösezugfeder

    112 Nocken

    114 Nocken

    116 Elektromagnet

    118 Elektromagnet

    120 Riegel

    122 Riegel

    124 -

    126 Riegel

    128 Elektromagnet

    130 Motorsteuerkontakt

    132 Motorsteuerkontakt


Anspruch[de]
  1. 1. Federantrieb für ein elektrisches Schaltgerät unter Verwendung einer von einem Antriebsmotor über ihren Totpunkt spannbaren Zugfeder, die nach Überschreiten des Totpunktes die Einschaltung des Schaltgerätes auslöst, und einer drehbaren Schalteinrichtung mit drei unabhängig voneinander auf miteinander fluchtenden Achsen drehbar gelagerten Schaltelementen, die durch Kupplungen mitenander verbindbar sowie durch Entriegelungseinrichtungen voneinander trennbar sind und von denen ein äußeres von dem Antriebsmotor angetrieben wird, das andere äußere mit dem Schalt-Übertragungsgestänge mechanisch verbunden ist sowie das mittlere mit der Zugfeder direkt zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltelemente Scheiben (10, 12, 14) vorgesehen sind, daß die mit dem Antriebsmotor (6) direkt zusammenwirkende Scheibe (10) einen stiftförmigen Mitnehmer (40) aufweist, der mit zwei Anschlägen ( 36, 38) einer halbkreisförmigen Ausnehmung (34) der mittleren Scheibe (14) in Eingriff bringbar ist, um diese für Teildrehungen mitzunehmen, daß als Kupplung eine Kuppelklinke (42) vorgesehen ist, die an der mittleren Scheibe (14) angebracht ist, parallel zur Achse der Scheiben (10, 12, 14) verläuft, an einem Ende einen Fortansatz (44) aufweist und deren anderes Ende mit einer Entklinkungseinrichtung (16, 48, 50, 52) zusammenwirkt, daß der Fortansatz (44) der Kuppelklinke (42) in Nuten (26, 28) einbringbar ist, die am Umfang der mit dem Schalt-Übertragungsgestänge (18, 20, 22) mechanisch verbundenen Scheibe (12) angeordnet sind, um diese für Teildrehungen mit der mittleren Scheibe (14) derart zu verklinken, daß die beiden Scheiben (12, 14) eine von der Zugfeder (32) nach Überschreitung ihres Totpunktes verursachte beschleunigte Teildrehbewegung bis 360° durchführen, und daß die Entklinkungseinrichtung (16, 46, 48, 50, 52) eine mit einem Arm (50) versehene Entklinkungsklinke (46) aufweist, deren Arm mit der Kupplungsklinke (42) in Eingriff bringbar ist, um diese zu entklinken, und die von einer an der, von dem Antriebsmotor (6) angetriebenen Scheibe angebrachten Steuerhahn (16) betätigbar ist.
  2. 2. Federantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (50) der Entklinkungseinrichtung (16, 48, 50, 52) an einem Antriebsgehäuse angebracht ist.
  3. 3. Federantrieb für ein elektrisches Schaltgerät unter Verwendung einer von einem Antriebsmotor über ihren Totpunkt spannbaren Zugfeder, die nach Überschreiten des Totpunktes die Einschaltung des Schaltgerätes auslöst, und einer drehbaren Schalteinrichtung mit drei unabhängig voneinander auf miteinander fluchtenden Achsen drehbar gelagerten Schaltelementen, die durch Kupplungen miteinander verbindbar sowie durch Entriegelungseinrichtungen voneinander trennbar sind und von denen ein äußeres von dem Antriebsmotor angetrieben wird, das andere äußere mit dem Schalt-Übertragungsgestänge mechanisch verbunden ist sowie das mittlere mit der Zugfeder direkt zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltelemente Scheiben (70, 72, 74) vorgesehen sind, daß die mit dem Antriebsmotor (66) direkt zusammenwirkende Scheibe (70) einen stiftförmigen Mitnehmer (86) aufweist, der mit zwei Anschlägen (90, 92) einer halbkreisförmigen Ausnehmung (88) der mittleren Scheibe (74) in Eingriff bringbar ist, um diese für Teildrehungen mitzunehmen, daß als Kupplung ein weiterer stiftförmiger Mitnehmer (94) vorgesehen ist, der an der mittleren Scheibe (74) befestigt ist, und der mit zwei Anschlägen (98, 100) einer halbkreisförmigen Ausnehmung (96) der mit dem Schalt-Übertragungsgestänge (78, 80, 82) machenisch verbundenen Scheibe (72) derart in Eingriff bringbar ist, daß die beiden Scheiben (12, 14) eine von der Zugfeder (102) nach Überschreitung ihres Totpunktes verursachte beschleunigte Teilbewegung bis 360° durchführen, und daß eine Feder (104) vorgesehen ist, die den Schaltstift (84) in seinen Endstellungen hält.
  4. 4. Federantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (104) eine Druckfeder ist.
  5. 5. Federantrieb nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (104) mit einem Ende am Schaltstift (84) bzw. am Übertragungsgestänge (80) angreift und mit dem anderen Ende gestellfest angebracht ist.
  6. 6. Federantrieb nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die stiftförmigen Mitnehmer (40, 86, 94) parallel zur Drehachse der jeweiligen Scheibe (10, 70, 74) angeordnet sind.
  7. 7. Federantrieb nach Anspruch 1, 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (36, 38, 90, 92, 98, 100) der Form der stiftförmigen Mitnehmer (40, 86, 94) angepaßt sind.
  8. 8. Federantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schnellauslöseeinrichtung (106) vorgesehen ist.
  9. 9. Federantrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnellauslösung mechanisch erfolgt.
  10. 10. Federantrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnellauslösung elektromagnetisch erfolgt.
  11. 11. Federantrieb nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Scheibe (108) zwei in verschiedenen Ebenen angebrachte Nocken (112, 114) aufweist, mit denen in beiden Drehrichtungen kurz nach Überlaufen des Totpunktes Elektromagnete (116, 118) in Eingriff bringbar sind.
  12. 12. Federantrieb nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Nocken (112, 114) Motorsteuerkontakte (130, 132) betätigbar sind.






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