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Dokumentenidentifikation DE3642589A1 16.07.1987
Titel Produktionsanlage mit einer schrittweise angetriebenen Fördervorrichtung
Anmelder Broedrene Gram A/S, Vojens, DK
Erfinder Gram, Klaus, Dipl.-Ing., Vojens, DK
Vertreter Assmann, E., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Klingseisen, F., Dipl.-Ing.; Zumstein, F., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 12.12.1986
DE-Aktenzeichen 3642589
Offenlegungstag 16.07.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.07.1987
IPC-Hauptklasse B65G 37/00
IPC-Nebenklasse A23G 9/04   A23G 9/22   
IPC additional class // B65G 25/00  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Produktionsanlage mit einer schrittweise angetriebenen Fördervorrichtung für verschiedener Operationen zu unterwerfende Gegenstände, wobei an der Fördervorrichtung Einrichtungen zur Durchführung der Operationen angeordnet sind, denen die Gegenstände zu unterwerfen sind, z. B. eine Produktionsanlage zur Herstellung von Speiseeis-Erzeugnissen, wie Eiswaffeln.

Bei bisher bekannten Produktionsanlagen dieser Art ist es bekannt, die verschiedenen Einrichtungen ihre Operationen während der Stillstandsperioden der Fördervorrichtung ausüben zu lassen. Die Stillstandsperioden der Fördervorrichtung werden dabei von derjenigen Einrichtung bestimmt, deren Operation die längste Zeit in Anspruch nimmt. Dies führt mitunter zu einer unerwünschten Verlängerung des Durchlaufes der Gegenstände durch die Produktionsanlage, indem diejenigen Einrichtungen, deren Operationen nur eine Verhältnismässig kurze Zeit dauern, während eines Teils der Stillstandsperiode der Fördervorrichtung unwirksam sein müssen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anlage der eingangs beschriebenen Art anzugeben, bei der, selbst wenn eine bzw. mehrere der Einrichtungen eine verhältnismässig lange Zeit für die Ausübung ihrer Operationen in Anspruch nimmt bzw. nehmen, trotzdem mit verhältnismässig kurzen Stillstandsperioden gearbeitet werden kann, um die Produktionsgeschwindigkeit zu steigern, und diese Aufgabe wird erfüllungsgemäss dadurch gelöst, dass diejenigen von den genannten Einrichtungen, deren Operationen die kürzeste Zeit dauern, unbeweglich an der Fördervorrichtung angeordnet sind, und dass mindestens zwei Einrichtungen, deren Operationen eine längere Zeit dauern, so an der Fördervorrichtung beweglich angeordnet sind, dass sie während mit mindestens einer schrittweisen Bewegung der Fördervorrichtung dieser folgen können, um dann solche schrittweise Bewegung entgegen der Bewegungsrichtung der Fördervorrichtung zurückbewegt zu werden. Dadurch wird erzielt, dass diejenigen Einrichtungen, deren Operationen die längere Zeit in Anspruch nehmen, ihre Operationen während des Stillstands der Fördervorrichtung also in ihre Zeitspanne zwischen zwei schrittweisen Bewegungen der Fördervorrichtung anfangen, und diese Operationen während der folgenden stufenweisen Bewegung der Fördervorrichtung sowie während der abschliessenden Stillstandsperiode der Fördervorrichtung fortsetzen können. Dies setzt allerdings eine Dublierung derjenigen Einrichtungen voraus, die verhältnismässig lange Operationsperioden haben, aber dafür werden die Kapazität der stillstehenden Einrichtungen besser genutzt, so dass insgesamt eine gesteigerte Produktion erzielt werden kann.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die minndestens zwei Einrichtungen mit einem einer schrittweisen Bewegung einer ungleichen Zahl von schrittweisen Bewegungen der Fördervorrichtung entsprechenden gegenseitigen Abstand angeordnet, wodurch erzielt wird, dass die genannten mindestens zwei Einrichtungen dann sämtliche der von der Fördervorrichtung geförderten Gegenstände bearbeiten werden. Ausserdem wird erzielt, dass die genannten mindestens zwei Einrichtungen nicht mit einem einer schrittweisen Bewegung der Fördervorrichtung entsprechenden gegenseitigen Abstand angeordnet zu werden brauchen, was oft nicht möglich ist, weil die betreffenden Einrichtungen mitunter einen so grossen Raum einnehmen, dass sie nicht mit einem einer schrittweisen Bewegung der Fördervorrichtung entsprechenden Abstand voneinander angeordnet werden können.

Gemäss einer besonders zweckmässigen Ausführungsform der Produktionsanlage nach der Erfindung ist die Fördervorrichtung eine geradlinig bewegter Förderer.

Eine weitere Ausführungsform der Produktionsanlage nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Fördervorrichtung einen Drehmomentverstärker umfasst, und dass der Antrieb der beweglichen Einrichtungen einen Linearverstärker umfasst, welche Verstärker in solcher Weise synkronisiert sind, dass sie den Förderer und die beweglichen Einrichtungen während der vorwärtgehenden schrittweisen Bewegung der Einrichtungen und des Förderers synkron bewegen, und dass die Verstärker zur Festlegung der Geschwindigkeit und der Länge der schrittweisen Bewegung regelbar sind. Dadurch wird eine Anpassung derGeschwindigkeitsprofile der beweglichen Einrichtungen und des Förderers aneinander ermöglicht, so dass die Produktionsanlage je nach den Operationen, denen die Gegenstände zu unterwerfen sind, optimal eingestellt werden kann.

Dabei ist es auch zweckmässig, wenn die Stillstandsperioden der Verstärker ebenfalls regelbar sind, weil die Produktionsanlage dann an diejenige der unbeweglichen Einrichtungen angepasst werden kann, deren Operationszeit am längsten ist.

Zur Erzielung der erforderlichen Synkronisation der Verstärker können diese erfindungsgemäss so ausgebildet sein, dass sie durch je einen eignen Schrittmotor geregelt werden, und diese Schrittmotoren können durch einen gemeinsamen Mikroprozessor steuerbar sein.

Um einen Austausch der einzelnen Einrichtungen der Produktionsanlage je nach den von der Produktionsanlage auszuführenden Operationen zu erleichtern, kann der Förderer nach einer Ausführungsform der Erfindung an seiner einen Längsseite mit einem längsgehenden starr angeordneten Träger und einer längsgehenden hinherbewegbaren Gleitstange und an seiner anderen Längsseite mit einer längsgehenden starr angeordneten Gleitstange versehen sein, wobei die stillstehenden Einrichtungen zur Befestigung am Träger und an der starr angeordneten Gleitstange und die beweglichen Einrichtungen zur Befestigung an der beweglichen Gleitstange und verschiebbarer Lagerung relativ zur starr angeordneten Gleitstange vorgesehen sind. Dadurch wird ausserdem erzielt, dass der Abstand zwischen den Einrichtungen leicht, je nach den auszuführenden Operationen, einstellbar ist.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1A und 1B in Verlängerung voneinander eine Seitenansicht einer Ausführungsform der Produktionsanlage nach der Erfindung.

Fig. 2 schematisch einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1B,

Fig. 3 schematisch einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1A,

Fig. 4 ebenfalls schematisch Kurven zur Veranschaulichung der Bewegungen von Teilen der in Fig. 1A und 1B dargestellten Produktionsanlage,

Fig. 5 eine Seitenansicht einer Auswerfstation der in Fig. 1A und 1B dargestellten Produktionsanlage,

Fig. 6 die in Fig. 5 dargestellte Auswerfvorrichtung hauptsächlich von der linken Seite der Fig. 5 gesehen,

Fig. 7 schematisch eine Schaltungsschema für Stellantriebe, die zum Antrieb der in Fig. 1A und 1B dargestellten Produktionsanlage eingesetzt werden,

und

Fig. 8 eine Schema zur Veranschaulichung der Wirkungsweise der Produktionsanlage.

Die in Fig. 1A und 1B dargestellte Produktionsanlage umfasst eine schrittweise angetriebene Fördervorrichtung, die bei der dargestellten Ausführungsform durch einen geradlinig bewegten Förderer gebildet wird. Dieser besteht aus einem endlosen Förderband 2, der um Umlenkrollen 3 und 4 geführt ist, und bei der dargestellten Ausführungsform aus Lamellen 5 besteht, die an ihren Enden an zwei (nicht gezeigten) Endlosketten angelegt sind. Die in der Zeichnung nicht näher gezeigten Lamellen 5 bestehen aus schmalen sich quer zur Längsrichtung des Förderbandes erstreckenden Metallstreifen, die mit kleinen Zwischenräumen nebeneinander angeordnet sind. Die Zwischenräume zwischen den Lamellen und damit die Teilung des Bandes ist in der Zeichnung durch kurze zum Band senkrechtstehende Striche 6,6 . . . angedeutet.

Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform handelt es sich um eine Produktionsanlage zur Herstellung von Speiseeiserzeugnissen in der Form von Eistüten mit konisch geformten Waffeln. Jede Lamelle weist deshalb eine Reihe Organe zum Halten der Gegenstände auf, die den verschiedenen Operationen zu unterwerfen sind. Zur Durchführung dieser Operationen umfasst die dargestellte Produktionsanlage eine Reihe Einrichtungen, die gesehen von links nach rechts der Fig. 1A und 1B durch folgende Einrichtungen gebildet werden: Eine feststehende Vorrichtung 7 zum reihenweisen Einsetzen von Tüten mit darin befindlichen konischen Waffeln, eine Vorrichtung 8 zum Prüfen, ob jede Aufnahme eine solche Tüte enthält, zwei gleich ausgebildete Vorrichtungen 9, 10 zum Imprägnieren der in den Tüten befindlichen Waffeln, zwei ebefalls gleich ausgebildete Vorrichtungen 11, 12 zum Einfüllen von Eiscreme in die Waffeln, eine Vorrichtung zum Aufbringen von Schokolade auf die eingefüllte Eiscreme, eine Vorrichtung 13 zum Aufstreuen von Dekorationsmaterial, eine Vorrichtung 15 zum Auflegn eines Deckels auf die Tüten und eine Vorrichtung 16 zum Verschliessen der Tüten um die aufgelegten Deckel sowie schliesslich eine noch näher zu erläuternde Auswerfstation 17.

Es versteht sich, dass diese Vorrichtungen hier nur als Beispiele genannt worden sind.

Von den genannten Vorrichtungen sind die Vorrichtungen 7, 8, 13, 14, 15 und 16 bei der dargestellten Ausführungsform ortsfest, während die beiden Imprägniervorrichtungen 9, 10 und die beiden Füllvorrichtungen 11, 12 beweglich sind.

An der dem Betrachter der Fig. 1A und 1B zugewandten Seite der Produktionsanlage ist eine sich längs der Anlage erstreckende hin- und herbewegbare Gleitstange 20 vorgesehen, die durch einen Stellantrieb oder einen Antriebsmechanismus 21 in der Form eines Linearverstärkers, Fig. 1B, angetrieben wird. Längs der genannten Seite der Produktionsanlage ist ferner, wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich, ein feststehender Träger 23 vorgesehen. Längs dergegenüberliegenden Seite der Produktionsanlage ist eine feststehende Gleitstange 24 vorgesehen, vgl. ebefalls Fig. 2 und 3.

Die Vorrichtung 7 wird bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform von dem Gestell 25 des Förderers getragen, während die feststehenden Vorrichtungen 8, 13, 14, 15 und 16 mit deren einer Seite an dem Träger 23 festgespannt sind, vgl. Fig. 2, die eine solche feststehende Vorrichtung, nämlich die Vorrichtung 14, zeigt, und diese feststehende Vorrichtung sind mit deren anderer Seite an der feststehenden Gleitstange 24 festgespannt.

Die beweglichen Vorrichtungen, von denen die Vorrichtung 12 in Fig. 3 gezeigt ist, sind mit deren einer Seite an der beweglichen Gleitstange 20 festgespannt und werden an deren anderer Seite von der feststehenden Gleitstange 24 getragen, an der sie jedoch, wie bei 25 in Fig. 3 angedeutet, über eine Kugelbüchse verschiebbar gelagert sind.

Folglich wird die Gleitstange 20, wenn sie in ihrer Längsrichtung hin- und herbewegt wird, die Vorrichtungen 9, 10, 11 und 12 mitbringen, die dabei auf der feststehenden Gleitange 25 gleiten. Die feststehenden Vorrichtungen dagegen werden durch ihre schon beschriebene Befestigung am Träger 23 bzw. an der feststehenden Gleitstange 24 festgehalten.

Die Auswerfstation 17 ist im einzelnen in Fig. 5 und 6 dargestellt. Sie ist von an sich bekannter Art, und es sei deshalb lediglich erwähnt, dass sie aus einem in seiner Längsrichtung verschiebbaren Querträger 27 besteht, der eine der Zahl von Aufnahmen jeder Lamelle entsprechende Anzahl von Auswerfern 28 trägt. Diese bestehen jeweils aus einem Klotz 29, der an seinen sich gegenüberstehenden Seiten Führungsfinger 30, 30 trägt, und ausserdem trägt jeder Klotz einen Anschlag 31. Der Querträger 27 ist, wie durch den Doppelpfeil 23 in Fig. 5 angedeutet, bewegbar, und weil sich eine Reihe von fertigbehandelten Gegenständen gegenüber den Führungsfingern 30 befindet, wird der Auswerfmechanismus betätigt, so dass die Tüten 34 in der betreffenden Reihe aus den Aufnahmen der betreffenden Förderbandlamelle 5 ausgeworfen werden.

Der Förderer der Produktionsanlage wird durch einen Stellantrieb 35, Fig. 1B, in Form eines Drehmomentverstärkers angetrieben, der über ein Getriebe, in der Zeichnung als Kettengetriebe 36 dargestellt, die Umlenkrolle 4 antreibt, die wiederum das Förderband antreibt.

Bei der dargestellten Ausführungsform wird als Linearverstärker 21 ein an sich bekannter Linearverstärker verwendet, wie z. B. der handelsüblichen Linearverstärker, der unter der Bezeichnung "Elektrohydraulische Linearverstärker" von der Firma "SIG Schweizerische Industrie-Gesellschaft" vertrieben wird. Ein solcher Linearverstärker besteht aus einem hydraulischen Kolben-Zylinder- Mechanismus, der, wie in Fig. 7 gezeigt, ein eingebautes Hydraulikventil 37 enthält, das durch einen über eine Steuerkarte von einem Mikroprozessor gesteuerten Schrittmotor angetrieben wird. Da ein derartiger Linearverstärker von an sich bekannter Art ist, sei hier nur erwähnt, dass, wenn der Linearverstärker einzuschalten ist, liefert der Mikroprozessor 40 einen Puls an die Steuerkarte 39, die den Schrittmotor steuert, und die Welle des Schrittmotors wird sich dann um einen bestimmten Drehwinkel in der einen oder der anderen Richtung drehen. Die Drehrichtung des Schrittmotors 38 wird ebenfalls über den Mikroprozessor gesteuert. Wie erwähnt ist der Schrittmotor 38 mit einem Hydraulikventil 37 verbunden, und dieses treibt wiederum durch Zufuhr von Hydraulikflüssigkeit zu der einen oder der anderen Seite des Kolben-Zylinder-Mechanismus den Linearverstärker an. Der Kolben ist mit einem Gewinde für eine Spindel ausgebildet, und diese Spindel ist mit ihrem einen Ende an das Hydraulikventil befestigt. Bewegt sich der Kolben nun in der einen oder der anderen Richtung, wird sich die Spindel drehen, wodurch das Hydraulikventil umgesteuert wird, sich also schliesst, wenn es sich vorher in der Offenstellung befand, und damit hört das Antreiben des Kolbens auf. Es wird somit für jeden vom Mikroprozessor abgegebenen Puls eine ganz bestimmte Verschiebung des Kolbens des Linearverstärkers in dessen Längsrichtung erzielt.

Die Wirkungsweise des Momentverstärkers 35 ist im wesentlichen die gleiche, indem auch dieser mit einem Hydraulikventil 42 versehen ist, welches über eine Steuerkarte 43 von dem Mikroprozessor 40 und einem Schrittmotor 44 gesteuert wird. Im vorliegenden Fall steuert das Hydraulikventil die Zufuhr von hydraulischer Flüssigkeit zu einem Hydraulikmotor, und wie beim Linearverstärker wird sich auch dieser Motor bei jedem vom Mikroprozessor 40 abgegebenen Puls um einen ganz bestimmten Drehwinkel drehen. Diese Drehbewegung wird über das Getriebe 36 auf die Umlenkrolle 4 übertragen, die das Förderband antreibt. Durch das Getriebe 36 wird sichergestellt, dass die Drehbewegung, die der Momentverstärker 35 für jeden vom Mikroprozessor abgegebenen Puls ausführt, eine Bewegung des Förderbandes bewirkt, die derjenigen Bewegung der beweglichen Gleitstange entspricht, die der Gleitstange vom Linearverstärker erzielt wird, wenn dieser einen Puls vom Mikroprozessor 40 enthält. Ein handelsüblicher Drehmomentverstärker dieser Art wird unter der Bezeichnung "Elektrohydraulische Drehmomentverstärker" von der Firma "SIG Schweizerische Industrie-Gesellschaft vertrieben.

Folglich werden die beweglichen Einrichtungen und das Förderband einander folgen jedesmal an den Momentverstärker und den Linearverstärker abgegeben wird. Folglich wird die vom Mikroprozessor 40 gelieferte Anzahl von Impulsen für die Länge der Bewegung des Bandes und der beweglichen Einrichtungen massgebend sein. Da der Mikroprozessor gleichzeitig die Bewegungsrichtung des Linearverstärkers umkehren kann, können also die in Fig. 4 dargestellten Kurven über die Bewegung des Förderbandes und der beweglichen Einrichtungen als Funktion der Zeit erzielt werden. Die Geschwindigkeit, mit der sich das Förderband und die beweglichen Einrichtungen sich während der Schrittbewegung bewegen, lässt sich auch durch den Mikroprozessor regeln, und zwar durch Änderung der Frequenz der vom Mikroprozessor abgegebenen Pulse während der betreffenden Schrittbewegung.

Fig. 4 zeigt die voll ausgezogene Linie, die Bewegung des Bandes als Funktion der Zeit, während die gestrichelte Linie die Bewegung der beweglichen Einrichtungen als Funktion der Zeit zeigt. Wie ersichtlich werden vom Zeitpunkt O an und bis zum Ablauf der Zeitspanne X sowohl die beweglichen Einrichtungen als auch das Band still stehen. Darauf werden sich die beweglichen Einrichtungen und das Band gleichzeitig und mit gleicher Geschwindigkeitsvariation so lange bewegen, bis sich die beweglichen Einrichtungen und das Band einen Schritt (entsprechend der Ordinate Z in Fig. 4) bewegt haben. Darauf werden sowohl die beweglichen Einrichtungen als auch das Band während der folgenden Stoppperiode still stehen. Während der darauf folgenden Schrittbewegung wird sich das Band einen Schritt in seiner früheren Bewegungsrichtung bewegen, bis es eine weitere der Ordinate Z entsprechende Strecke zurückgelegt hat. Gleichzeitig bewegen sich die beweglichen Einrichtungen in ihre Ausgangsstellung zurück, d. h. einen der Ordinate Z in Fig. 4 entsprechenden Schritt in der der Bewegungsrichtung des Bandes entgegengesetzter Richtung.

In Fig. 8 ist gezeigt, wie zwei von den beweglichen Einrichtungen, z. B. die beweglichen Füllvorrichtungen 11 und 12, arbeiten. Oben in Fig. 8 ist der Zustand 1 gezeigt, bei dem die Bandlamellen A, B, C . . .F eine solche Lage erreicht haben, dass sich die vorderen Lamellen unterhalb der rechts in der Fig. 1 dargestellten Füllvorrichtung 12 befindet, während diese ihre linke Stellung einnimmt, und also durch den Linearverstärker um einen Schritt nach links bewegt worden ist. Dasselbe wird dann auch für die Füllvorrichtung 11 der Fall sein, und unterhalb dieser wird sich die Lamelle D befinden. Denkt man sich nun, dass die beiden Füllvorrichtungen zu dieser Zeit tätig werden, werden sie jetzt das Füllen der darunter befindlichen Waffeln, also der in den Bandlamellen A und D befindlichen Waffeln, anfangen. Nach der Stillstandsperiode werden sich das Band und die Vorrichtungen 11 und 12 in die bei 2 in Fig. 8 gezeigte Stellung bewegen, wobei die Füllvorrichtungen 11 und 12 noch ihre Tätigkeit fortsetzen. Nach Beendigung des Zustandes 2 sind die in den Lamellen A und D befindlichen Waffeln gefüllt, was in der Zeichnung durch eine Wellenlinie über die betreffenden Lamellen A und D angedeutet ist.

Jetzt werden die Vorrichtungen 11 und 12 um einen Schritt nach links bewegt, und gleichzeitig wird das Band um einen Schritt nach rechts bewegt, und die Vorrichtungen 11 und 12 befinden sich dann über die Lamellen F und C. Folglich wird jetzt das Füllen dieser Waffeln eingeleitet, und der Füllvorgang wird während der Bewegung vom Zustand 3 zum Zustand 4 fortgesetzt, und bei der Beendigung dieses Zustandes werden, wie angedeutet, auch die in den Lamellen F und C befindlichen Waffeln gefüllt sein.

Die folgenden Zustände 5 und 10 zeigen, dass sich die beiden Vorrichtungen 11 und 12 gegenseitig ergänzen derart, dass sie jeweils jede zweite Reihe von Waffeln füllen. Die Waffeln in der in Fig. 8 mit B bezeichneten Lamelle werden jedoch nicht gefüllt, und in dem Augenblick, in dem die Produktion unterbrochen wird, entsteht auch eine "leere" Lamelle.

Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass die Vorrichtungen 11 und 12 auch dann jeweils jede zweite Reihe von Waffeln füllen werden, wenn sie mit einem einer Schrittbewegung entsprechenden Gegenseitigen Abstand angeordnet sind. Die Anordnung der beiden Füllvorrichtungen 11 und 12 so dicht nebeneinander ist jedoch in der Praxis mit Schwierigkeiten verbunden, weil diese Vorrichtungen in deren Breitenrichtung einen grösseren Raum einnehmen als eine Teilung des Bandes. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel sind drei Teilungen entsprechend drei Schritten zwischen den beiden Füllvorrichtungen 11 und 12 vorgesehen. Es versteht sich aber, dass dieselbe Wirkung auch im Fall von anderen Abständen zwischen zwei solchen dublierten Vorrichtungen erzielt wird, jedoch unter der Voraussetzung, dass diese Abstände jeweils einer ungleichen Anzahl von Schritten entsprechen.

Die Produktionsanlage kann statt für die in Fig. 1A und 1B dargestellte Produktionslinie auch für andere Operationen eingesetzt werden, nachdem die dargestellten Vorrichtungen leicht durch andere ersetzt werden können. Als Beispiel sei die Herstellung von Speiseeiserzeugnissen von der Art erwähnt, bei der Eiscreme zwischen zwei ebenen Waffeln eingelegt wird. Es wird in diesem Falle zunächst eine Reihe von Waffeln auf jede Förderbandlamelle abgelegt, was während einer Stillstandsperiode des Bandes erfolgen kann. Dann wird unter Verwendung der beiden Füllvorrichtungen in der beschriebenen Weise Eiscreme auf die Waffeln gelegt, und die Eiscreme wird mit einem Dekorationsmaterial versehen, was wiederum während einer Stillstandsperiode erfolgen kann, und von einer nachgeschalteten Vorrichtung wird dann eine Deckwaffel aufgelegt, was ebenfalls während einer Stillstandsperiode erfolgen kann. Erwähnt sei auch der Fall, dass Eisbecher mit verschiedenen Schichten aus z. B. Konfitüre und Eiscreme zu füllen sind, wobei die Becher während einer Stillstandsperiode angebracht werden können, was ebenfalls für das Einfüllen einer Portion Konfitüre gilt, worauf das Einfüllen von Eiscreme in der beschriebenen Weise durch eine dublierte Füllvorrichtung und ggf. das Aufbringen einer Schicht Schlagsahne während weiterer Stillstandsperioden erfolgen, und das Aufsetzen eines Becherdeckels während einer Stillstandsperiode und die Befestigung des Deckels während einer weiteren Stillstandsperiode erfolgen kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Produktionsanlage mit einer schrittweise angetriebenen Fördervorrichtung (2) für verschiedener Operationen zu unterwerfende Gegenstände, wobei an der Fördervorrichtung (2) Einrichtungen (8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16) zur Durchführung der Operationen angeordnet sind, denen die Gegenstände zu unterwerfen sind, z. B. eine Produktionsanlage zur Herstellung von Speiseeis-Erzeugnissen, wie Eiswaffeln, dadurch gekennzeichnet, dass diejenigen (8, 13, 14, 15, 16) von den genannten Einrichtungen (8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16), deren Operationen die kürzeste Zeit dauern, unbeweglich an der Fördervorrichtung (2) angeordnet sind, und dass mindestens zwei Einrichtungen (9, 10; 11, 12), deren Operationen eine längere Zeit dauern, so an der Fördervorrichtung (2) beweglich angeordnet sind, dass sie während mindestens einer schrittweisen Bewegung der Fördervorrichtung (2) dieser folgen können, um dann eine entsprechende schrittweise Bewegung der Bewegungsrichtung der Fördervorrichtung (2) zurückbewegt zu werden.
  2. 2. Produktionsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Einrichtungen (9, 10; 11, 12) mit einem einer schrittweisen Bewegung oder einer ungleichen Anzahl von schrittweisen Bewegungen der Fördervorrichtung (2) entsprechenden gegenseitigen Abstand angeordnet sind.
  3. 3. Produktionsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung (2) ein geradlinig bewegter Förderer ist.
  4. 4. Produktionsanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Fördervorrichtung einen Drehmomentverstärker (35) umfasst, und dass der Antrieb der beweglichen Einrichtungen einen Linearverstärker (21) umfasst, welche Verstärker (35, 21) in solcher Weise synkronisiert sind, dass sie den Förderer (2) und die beweglichen Einrichtungen (9, 10; 11, 12) während der vorwärtsgehenden schrittweisen Bewegung der Einrichtungen und des Förderers (2) synkron bewegen, und dass die Verstärker zur Festlegung der Geschwindigkeit und der Länge der schrittweisen Bewegung regelbar sind.
  5. 5. Produktionsanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Stillstandsperiode der Verstärker regelbar sind.
  6. 6. Produktionsanlage nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärker durch je einen eigenen Schrittmotor (38, 44) geregelt werden, und dass diese Schrittmotoren von einem gemeinsamen Mikroprozessor (40) gesteuert werden.
  7. 7. Produktionsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderer (2) an seiner einen Längsseite mit einem längsgehenden feststehenden Träger (23) und einer längsgehenden hin- und herbewegbaren Gleitstange (20) und an seiner anderen Längsseite mit einer längsgehenden starr angeordneten Gleitstange (24) versehen ist, wobei die stillstehenden Einrichtungen (8, 13, 14, 15, 16) zur Befestigung am Träger (23) und an der starr angeordneten Gleitstange (24) und die beweglichen Einrichtungen zur Befestigung an der beweglichen Gleitstange (20) und verschiebbarer Lagerung relativ zur starr angeordneten Gleitstange (24) vorgesehen sind.
  8. 8. Produktionsanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die feststehenden Einrichtungen eine Vorrichtung (7) zum Einsetzen von Tüten mit darin angeordneten konischen Waffeln, eine Vorrichtung (8) zum Überwachen dieses Einsetzens, eine Vorrichtung (13) zum Auftragen von Schokolade, eine Vorrichtung (14) zum Aufbringen von Dekorationsmaterial, eine Vorrichtung (15) zum Aufsetzen von Deckeln, und eine Vorrichtung (16) zum Verschliessen umfassen, und dass die beweglichen Einrichtungen durch zwei Imprägniervorrichtungen (9, 10) und zwei Eiscremeinfüllvorrichtungen (11, 12) gebildet werden.






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