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Dokumentenidentifikation DE3602401A1 13.08.1987
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Übertragen von vorbestimmten Profilen, Zeichen od. dgl. auf Zeichenblätter
Anmelder Konzept, Hans;
Konzept, Eduard, 7760 Radolfzell, DE
Erfinder Konzept, Hans;
Konzept, Eduard, 7760 Radolfzell, DE
Vertreter Weiß, P., Dipl.-Forstwirt Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 7700 Singen
DE-Anmeldedatum 28.01.1986
DE-Aktenzeichen 3602401
Offenlegungstag 13.08.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.08.1987
IPC-Hauptklasse B43L 13/20
IPC-Nebenklasse B05C 1/08   B05C 1/16   B05C 17/06   B05C 17/04   B05C 17/08   C09D 11/06   B23K 26/00   
IPC additional class // B44C 7/06,B43L 13/04  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Übertragen von vorbestimmten Profilen, Zeichen od.dgl. auf Zeichenblätter sowie eine Vorrichtung hierfür.

Insbesondere Konstruktionenszeichner stehen heute vor dem Problem, in ihrem täglichen Arbeitsbereich eine Vielzahl von immer wiederkehrenden Profilen oder Zeichen in jedem Einzelfall neu anfertigen zu müssen. Dies ist ermüdend und zeitraubend.

Für eine Vielzahl von Zeichen, für Buchstaben und Zahlen gibt es zwar die sog. "Rubbelbuchstaben", welche mit einer Klebemasse versehen sind und durch Abrieb auf das Zeichenblatt übertragen werden. Beispielsweise arbeiten jedoch spezielle Firmen, wie Fensterbaufirmen, mit immer wiederkehrenden gleichen Grundprofilen, die je nach Baureihe weiter ausgebaut werden. Auf diese Weise können ganze Kataloge unterschiedlicher Fenster mit unterschiedlichen Profilen angefertigt werden, die im Grunde nur aus wenigen Grundprofilen bestehen, welche lediglich unterschiedlich zusammengesetzt und aufgebaut sind. Insbesondere bei Sonderwünschen von Kunden oder eigenen Weiterentwicklungen müssen die Grundprofile vom Zeichner für jedes Ausführungsbeispiel einer Baureihe neu gezeichnet werden.

Diese Zeichenmethode findet nicht nur bei Fensterbaukonstruktionen Anwendung, sondern ist auf eine Vielzahl von anderen Fachbereichen übertragbar.

Die Erfinder haben sich zum Ziel gesetzt ein Verfahren und eine Vorrichtung der o.g. Art zu entwickeln, mit dessen bzw. deren Hilfe insbesondere betriebsspezifische Profile, Zeichen od.dgl. auf Zeichenblätter ohne großen Aufwand übertragen werden können.

Zur Lösung dieser Aufgabe führt, daß die Profile, Zeichen od.dgl. aus einer Folie herausgeformt werden, diese auf das entsprechende Zeichenblatt gelegt und dann die Folie im Bereich des Profils, Zeichens od.dgl. von einem Farbmittelträger überstrichen wird.

Das bedeutet, daß jeder Betrieb, welcher mit Grundprofilen arbeitet, für jedes Grundprofil einmal eine Folie herstellen läßt und diese überall dort verwenden kann, wo auf dem Grundprofil ein neues Profil aufgebaut bzw. das Grundprofil an irgendeiner Stelle der Zeichnung verwendet wird. Der Zeichner braucht dieses Profil nicht jedes Mal neu zu zeichnen und hat doch die Gewähr, daß das Profil auch in seinen Maßen gleich bleibt. Er kann auch dort bereits vorhandene Profile einsetzen, wo dies gar nicht beabsichtigt war. Auf diese Weise brauchen keine neuen Profilherstellungswerkzeuge erarbeitet zu werden, was wiederum Kosten spart.

Der Erfindungsgedanke ist nicht auf Profile beschränkt, sondern soll alle Zeichen bzw. Zeichnungteile und Konstruktionselemente umfassen, die immer wiederkehren.

Die Folie selbst kann aus einem beliebigen Werkstoff bestehen. Bevorzugt wird eine Kunststoffolie bzw. eine Klarsichtfolie, da dadurch das Anpassen des Profils oder des speziellen Zeichens an bereits vorhandene Zeichnungsteile erleichtert wird.

Das Einformen des Profils oder Zeichens in die Folie geschieht beispielsweise durch Stanzen. Gedacht ist aber auch daran, beispielsweise mehrere Folien hintereinander zu legen und das Profil dann durch einen Laserstrahl auszuschneiden. Dieser Laserstrahl sollte computergesteuert geführt werden, wobei im Computer die genauen Maße des Profils gespeichert sind. Auf diese Weise können in einem Arbeitsgang mehrere exakt übereinstimmende Folien für das gleiche Grundprofil oder das gleiche Zeichen hergestellt werden, so daß einzelne Folien bei einem Verschleiß auf einfache Weise austauschbar sind.

Als Farbmittelträger kommt eine Walze in Betracht, deren Mantelfläche mit einer das Farbmittel aufnehmenden Schicht belegt ist. Eine derartige Schicht kann beispielsweise ein einfacher Teppichflor oder ein Schwamm sein. Seine Ausgestaltung richtet sich im wesentlichen nach dem Farbmittel. In der Praxis wurden sehr gute Ergebisse mit einem Farbmittel erzielt, wie es bei Kohlepapier Anwendung findet, wobei einfach die Schicht über das Kohlepapier gerollt und dann über das Profil abgerollt wurde. Darauf soll die Erfindung jedoch nicht beschränkt sein.

Zur Durchführung des Verfahrens sind eine ganze Reihe von Vorrichtungen denkbar. Notwendig ist, daß die Vorrichtung zumindest aus der Folie mit dem Profil bzw. Zeichen und dem über die Folie im Profilbereich streich-oder rollbaren Farbmittelträger besteht. Selbstverständlich ist auch denkbar, das Farbmittel im Bereich des Profils aufzusprühen. Allerdings wird dann dieser Bereich in der Regel von dem Farbmittel so überdeckt, daß eine weitere Verwendung derselben Folie bei weiteren Zeichnung gefährdet erscheint.

Am einfachsten erscheint als Farbmittelträger eine Walze. Damit die Konturen des Profils möglichst scharf hervorgehoben werden, ist es in vielen Fällen notwendig, die das Farbmittel tragende Schicht mit einem elastischen Untergrund zu versehen. Dadurch paßt sich die Schicht besser den Konturen des Profils an.

An sich benötigt die Walze keiner Führung, so daß mit ihr einfach das Profil kreuz und quer überrollt werden kann. In der Praxis hat sich hier aber auch als besser erwiesen, die Walze in einem Führungsrahmen zu bewegen, welcher beispielsweise in Gebrauchslage an einem Winkellineal des Reißbrettes befestigt wird.

Es ist daran gedacht, eine eigene Kartei für allgemein übliche aber auch für betriebsspezifische Profile bzw. Zeichen und Zeichnungteile zu entwickeln, die dem Zeichner an jedem Reißbrett zur Verfügung steht.

Mit dieser einfachen Vorrichtung können viele Arbeitsstunden und damit Kosten gespart werden. Die Genauigkeit der einzelnen Zeichnung wird günstig beeinflußt und der Zeichner kann seine gedankliche Tätigkeit auf Weiterentwicklungen und Verbesserungen an bestehenden Profilen konzentrieren.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichung; diese zeigt in ihrer einzigen Figur eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Gebrauchslage.

In den Eckbereich eines Winkellineals 1 ist ein Führungsrahmen 2 über Positionierstifte 3 eingehängt. Der Führungsrahmen 2 umgibt mit seinen Schenkeln eine Sichtöffnung 4, wobei an den Seitenschenkeln 5 Führungsschienen 6 festgelegt sind. Auf diesen Führungsschienen 6 können Lagerrahmen 7 einer Walze 8 abrollen. Zu ihrer Führung ist der Walze 8 ein Führungsbügel 9 mit Griff 10, ähnlich einer Tapetenandrückwalze, zugeordnet.

Der Führungsrahmen 2 liegt einer Folie 11 auf, welche die Umrisse eines zu Übertragenden Profils 12 zeigt. Dieses Profil 12 liegt in der Sichtöffnung 4.

Die Walze 8 ist auf ihrer Mantelfläche mit einer Schicht 13 belegt, welche aus einem für ein Farbmittel aufnahmefähiges Material besteht. Dies kann beispielsweise ein einfacher Teppichfilz sein. Diese Schicht kann weiterhin mit einer elastischen Unterlage versehen sein.

Als Farbmittel für die Schicht 13 kommt beispielsweise mit Paraffinölen versetzter Ruß in Betracht, wie er auf Durchschlagpapier Anwendung findet. Es hat sich herausgestellt, daß dieses Farbmittel, einmal durch die Folie 11 auf eine Zeichenrolle übertragen, keine Neigung zum Verschmieren zeigt. Zudem ist es jederzeit durch Radieren korrigierbar. Weiterhin dürfte auch Graphitpulver anwendbar sein.

Wird nun die Walze 8 in den Führungsschienen 6 manuell mit dem Führungsbügel 9 mehrfach über die Folie 11 abgerollt, so wird das Farbmittel von der Schicht 13 durch das Profil 12 hindurch auf die Zeichenrolle bzw. ein Zeichenblatt übertragen. Die Schicht 13 bzw. ihre elastische Unterlage bewirkt, daß auch die Ränder des Profils 12 scharf abgebildet werden. In der Praxis hat sich erwiesen, daß eine geringe Menge beispielsweise mit Paraffinölen versetztem Ruß genügt bzw. eine einmal in ein Graphitpulver eingetauchte Walze mehrfach benutzt werden kann.

Das Profil in der Folie 11, beispielsweise einer einfachen Kunststoffolie, kann durch Stanzen, computergesteuertes Laserstrahlschneiden od.dgl. Verfahren hergestellt sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Übertragen von vorbestimmten Profilen, Zeichen od.dgl. auf Zeichenblätter dadurch gekennzeichnet, daß die Profile (12), Zeichen od.dgl. aus einer Folie (11) herausgeformt werden, diese auf das entsprechende Zeichenblatt gelegt und dann die Folie (11) im Bereich des Profils (12), Zeichens od.dgl. von einem Farbmittelträger (13) überstrichen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profile (12), Zeichen od.dgl. in die Folie (11) eingestanzt oder mittels eines Laserstrahls eingeschnitten werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Folie (11) eine Kunststoffolie, bevorzugt eine klare PVC- Folie, verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Farbmittelträger eine Walze (8) auf ihrer Mantelfläche mit einer das Farbmittel aufnehmenden Schicht (13) belegt wird.
  5. 5. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Farbmittel ein mit Parafinölen versetzter Ruß verwendet wird.
  6. 6. Vorrichtung zum Übertragen von vorbestimmten Profilen, Zeichen od. dgl. auf Zeichenblätter, dadurch gekennzeichnet, daß das zu übertragende Profil (12) in eine Folie (11) eingeformt ist, welcher in Gebrauchslage ein Farbmittelträger (8) zugeordnet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbmittelträger eine Walze (8) ist, welche von einer das Farbmittel aufnehmenden Schicht (13) belegt ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (13) mit einer elastischen Unterlage versehen ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (8) in einer über dem Profil (12) liegenden Sichtöffnung (4) eines Führungsrahmens (2) bewegbar ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der Sichtöffnung (4) Führungsschienen (6) zum Führen der Walze (8) vorgesehen sind.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (8) mit einem Führungsbügel (9) und gegebenenfalls einem Handgriff (10) verbunden ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsrahmen (2) Elemente (3) zum Befestigen an einem Winkellineal (1) od.dgl. aufweist.






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