PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3521647C2 20.08.1987
Titel Spitzer für weiche Minen, insbesondere von Minen in Kosmetikstiften
Anmelder Weckerle, Peter, 8123 Peißenberg, DE
Erfinder Weckerle, Peter, 8123 Peißenberg, DE
Vertreter Grättinger, G., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anw., 8130 Starnberg
DE-Anmeldedatum 15.06.1985
DE-Aktenzeichen 3521647
Offenlegungstag 18.12.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.08.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.08.1987
IPC-Hauptklasse B43L 23/08
IPC-Nebenklasse A45D 40/20   
Zusammenfassung Ein Spitzer für weiche Minen, insbesondere von Minen in Kosmetikstiften, in deren Halter (9) die Minen (3) axial verschieblich aufgenommen sind, mit einer Hülse (1) zum Einführen der Mine (3) und einer oder mehreren Schneiden (6) im Bereich der Hülsenbohrung oder deren axialer Verlängerung, gewährleistet dadurch eine besonders schonende Eindrückung der Schneiden (6) auf die Minenspitze, da die Schneiden (6) in radialer Richtung federnd abgestützt sind und die Federkraft (F) derart bemessen ist, daß die Schneiden (6) während des Drehens der Mine (3) zum Zwecke des Spitzens aus ihrer radial äußeren Stellung mit zunehmendem Abtragen von Minenwerkstoff allmählich tiefer in die Mine (3) eindringen, bis die Endform (7) der Minenspitze erreicht ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Spitzer gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.

Ein derartiger Spitzer ist aus der US-PS 26 24 316 bekannt.

Bei dem bekannten Spitzer ist ein axial innerhalb einer Hülse gegen die Wirkung einer Spiralfeder verschiebbares, hohles Spitzerelement vorgesehen, welches an einem Ende eine konische Öffnung für die Minenspitze aufweist. In eine seitliche Aussparung dieser Öffnung erstreckt sich das freie, eine Schneide bildende Ende einer im Inneren des Spitzerelements befestigten Blattfeder. Bei dieser Lösung sind mehrere eine hohe Fertigungsgenauigkeit erfordernde Paßteile zur Verwirklichung der Axialverschiebung des Spitzerelements erforderlich; außerdem ist eine zusätzliche Spiralfeder zur Steuerung des Andrucks der durch die Blattfeder gebildeten Schneide notwendig.

Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, die bekannte Konstruktion hinsichtich ihres Aufbaus zu vereinfachen und damit deren Herstellung billiger zu gestalten, ohne daß dabei auf eine besonders schonende Einwirkung der Schneide auf die Minenspitze verzichtet werden muß.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß nach dem Kennzeichen von Patentanspruch 1 gelöst.

Dadurch, daß der Ansatz, an dessen freien Ende die Schneide ausgebildet ist, direkt an der Hülse befestigt ist, ergibt sich eine besonders einfache Konstruktion des erfindungsgemäßen Spitzers; infolge der selbstfedernden Eigenschaften des Ansatzes erübrigen sich gesonderte Federelemente.

Mit dem erfindungsgemäßen Lösungsvorschlag wird auf besonders einfache Weise eine vom axialen Vorschub der Mine weitgehend unabhängige Schneidwirkung der Schneide erzielt. Für das eigentliche Spitzen ist dabei weder ein axialer Vorschub der Mine noch ein axiales Andrücken der Mine gegen die Schneide erforderlich. Wenn sich die Mine einmal in ihrer richtigen axialen Position bezüglich der Schneide befindet, wird sie unter Vermeidung jeder axialen Belastung bloß gedreht. Dabei wandert die Schneide infolge der selbstfedernden Wirkung des sie tragenden Ansatzes radial nach innen, d. h. es wird solange Minenmaterial an der Schneide abgestreift, bis die Minenspitze fertig ist.

Dadurch, daß die spätere Minenspitze in keine vorgefertigte Öffnung gepreßt wird, weicht die Schneide während des Einschiebens der Mine gegen die selbstfedernde Wirkung des Ansatzes radial nach außen entsprechend dem gewählten axialen Vorschub der Mine aus, wonach während des nachfolgenden Drehens der Mine bis zur Fertigstellung der Spitze die volle Federkraft zum Erzielen der Schneidwirkung zur Verfügung steht. Abweichend vom Stand der Technik kommt es dabei nicht darauf an, die Minenspitze zunehmend in einen Schlitz einer die Spitze aufnehmenden konischen Form hineinzudrücken und dabei während des Drehens der Mine das in den Schlitz vorspringende Minenmaterial abzutragen. Eine vollständige Trennung zwischen Vorschubbewegung und Drehbewegung der Mine als Voraussetzung für ein besonders schonendes Abtragen von Minenmaterial im Bereich der Spitze ist daher bei dem genannten Stand der Technik noch nicht erreicht.

Im Rahmen der Erfindung können eine oder mehrere Ansätze bzw. Schneiden vorgesehen sein. Bei nur einem Ansatz ergibt sich der Vorteil, daß dessen Schneide über die Mitte der Minenspitze hinaus verlängert sein kann, so daß eine besonders scharfe Ausbildung der Minenspitze möglich ist.

Bei Anordnung mehrerer, die Schneiden tragender Ansätze, wobei bevorzugt zwei Ansätze in Frage kommen, besteht die Möglichkeit, deren freie Enden über ein elastisches Verbindungsteil miteinander zu verbinden, wodurch eine genaue Positionierung der Ansätze zueinander erreicht wird. Außerdem ergibt sich dabei die Möglichkeit einer zusätzlichen Einflußnahme auf die Federkraft der Ansätze, welche auf diese Weise sehr leicht verstärkt werden kann.

Die Ausbildung einer Anschlagfläche an der Hülse für den die Mine aufnehmenden Halter bringt den Vorteil mit sich, daß nach Einnahme der Anschlagposition die Mine in eine genaue axiale Position gebracht werden kann, wonach das Spitzen durch Drehen der Mine unter Beibehaltung der definierten Anschlagstellung erfolgt.

Zweckmäßig wird der erfindungsgemäße Spitzer als einstückiges Kunststoffteil, z. B. durch Spritzgießen hergestellt. Ein geeigneter Werkstoff ist Polystyrol; auch das etwas weichere Polyäthylen kommt in Frage.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt

Fig. 1 einen Spitzer mit zwei Schneiden in perspektivischer Darstellung;

Fig. 2 einen Axialschnitt durch den Spitzer, parallel zu den beiden Schneiden mit eingeschobener Mine, und

Fig. 3 eine andere Ausführungsform des Spitzers in schematischer Darstellung.

Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Spitzer besteht aus einer Hülse 1 mit einer Bohrung 2, welche als Führung zur Aufnahme einer Mine 3 dient. Die Hülse 1 besitzt auf ihrer der Einschuböffnung für die Mine abgewandten Seite einen Abschnitt 4 mit geringerem Außendurchmesser, dessen Wandstärke mit derjenigen zweier axialer Ansätze 5 übereinstimmt, die an ihren freien Enden schräge Schneiden 6 aufweisen. Die Schneiden 6 entsprechen der fertigen Minenspitze.

In Fig. 1 ist die Hülse im oberen Bereich ihrer Darstellung teilweise geschnitten; außerdem ist der unten dargestellte Ansatz 5 über einen Teil seiner Länge längs einer Ebene durch die Längsachse des Spitzers geschnitten dargestellt.

Fig. 2 zeigt einen reinen Axialschnitt mit eingeschobener Mine 3, deren obere Hälfte mit fertig geformter Spitze 7 und deren untere Hälfte mit stumpfer Spitze 8 dargestellt ist. Dementsprechend ist der untere Ansatz 5 in radialer Richtung entsprechend nach außen gebogen; infolge seiner Verformung wirkt die Federkraft F im Sinne einer Rückstellungskraft des verformten Ansatzes 5, d. h. die Schneide 6 dieses Ansatzes wird mit einer Kraft entsprechend der Federkraft F gegen die Mine 3 im Bereich ihrer stumpfen Spitze 8 angedrückt. Diese Andrückung ist ausreichend zum Abtragen von Minenmaterial während des Drehens der Mine, und zwar so lange bis der ausgelenkte Ansatz 5 seine in der oberen Hälfte der Fig. 2 dargestellte Ausgangsstellung wieder erreicht hat. Die Mine ist dann unter entsprechender Verkürzung um den Betrag a gespitzt.

Während des Spitzens der Mine liegt ein die Mine verschieblich aufnehmender Halter 9 des Kosmetikstifts mit seiner Stirnfläche an der zugeordneten Anschlagfläche 10 der Hülse 1 des Spitzers an.

Während der Spitzer in den Fig. 1 und 2 etwa in fünffacher Vergrößerung dargestellt ist zeigt Fig. 3 eine abgewandelte Ausführungsform in etwa zweifacher Vergrößerung. Hier sind zwei Ansätze 5 an der Hülse 1 angeformt, und zwar so daß deren Umfangsflächen dieselbe Zylinderfläche beschreiben. Die beiden Ansätze 5 sind mittels eines elastischen Verbindungsteils 11 in Form einer bogenförmigen Lasche miteinander verbunden, so daß ihre gegenseitige Position festgelegt ist; beim Auseinanderbiegen der Ansätze 5 während des Einsteckens einer stumpfen Mine zwischen die Schneiden 6 der Ansätze 5 muß der Verbindungsteil 11 entsprechend mitverformt werden, so daß sich eine steilere Federkennlinie ergibt.


Anspruch[de]
  1. 1. Spitzer für weiche Minen, insbesondere von Minen in Kosmetikstiften, in deren Halter die Minen axial verschieblich aufgenommen sind, mit einer Hülse zum Einführen der Mine und wenigstens einer radial gegen die Mine federnden Schneide im Bereich der Hülsenbohrung oder deren axialer Verlängerung, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneide (6) am freien Ende eines als selbstfedernde Zunge ausgebildeten Ansatzes (5) angeordnet ist, der an der Hülse (1) befestigt ist und sich im wesentlichen parallel zu deren Achse erstreckt.
  2. 2. Spitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Hülse (1) eine Anschlagfläche (10) für den die Mine (3) aufnehmenden Halter (9) ausgebildet ist.
  3. 3. Spitzer nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Ansätze (5) mit jeweils einer Schneide (6) vorgesehen sind und daß die freien Enden der Ansätze (5) über ein elastisches Verbindungsteil (11) miteinander verbunden sind.
  4. 4. Spitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß er als einstückiges Kunststoffteil ausgebildet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com