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Dokumentenidentifikation DE2429916C2 03.09.1987
Titel Stiel für das Stabwerk einer schalldämmenden Wand
Anmelder BPA Byggproduktion AB, Stockholm, SE
Erfinder Lundberg, Börje, Bandhagen, SE;
Samuelsson, Björn, Solna, SE
Vertreter Tetzner, V., Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Dr.jur., Pat.- u. Rechtsanw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 21.06.1974
DE-Aktenzeichen 2429916
Offenlegungstag 23.01.1975
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.09.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.09.1987
IPC-Hauptklasse E04B 2/60

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Stiel für das Stabwerk einer schalldämmenden Wand nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Ein solcher Stiel für das Stabwerk einer schalldämmenden Wand ist in der US-PS 33 33 390 (insbesondere am Beispiel der dortigen Fig. 1 bis 4) beschrieben. Ein starrer Mittelteil in U-Form ist mit zwei zusätzlichen, im Querschnitt kleineren Seitenteilen, die durch Mehrfach-Abkantungen gebildet sind, verbunden.

Betrachtet man nun den Querschnitt eines solchen Stieles etwas genauer, dann erkennt man an den freien Enden der U-Flansche des Mittelteiles noch durch Mehrfach- Abkantungen hergestellte, doppelte Werkstoffzonen, die diese U-Flansche, insbesondere gegenüber quer zu den Flanschen gerichteten Beaufschlagungen, besonders steif machen. Mit diesen Werkstoffzonen sind die beiden Seitenteile jedes Stieles durch geschwächte Verbindungsabschnitte verbunden. Außerdem können auch diese Seitenteile durch ihre Mehrfach-Abkantungen etwa U-förmig profiliert sein, wobei die offenen U-Seiten jedes Seitenteiles gegen den zugehörigen Seitenflansch des Mittelteiles weisen.

Damit bei dieser Ausführungsform Flächenverkleidungen vorgesehen werden können, sind die Seitenteile mit dem starren Mittelteil so verbunden, daß dieser Mittelteil den eigentlichen tragenden Teil des Stieles darstellt, selbst wenn zwischen dem starren Mittelteil und den beiden Seitenteilen eine gewisse Beweglichkeit gegeben sein soll.

Betrachtet man hierbei ferner den rein konstruktiven Aufbau jedes Stieles, dann wird deutlich, daß hier ganz bewußt zwei zuvor als Seitenteile bezeichnete Stielprofilelemente mit einem als starren Mittelteil bezeichneten dritten Profilelement zu einer Einheit zusammengefaßt worden sind, um eine Art schwimmende Verbindung der Seitenteile mit dem Mittelteil zu schaffen. Durch diese Beweglichkeit der genannten Seitenteile mit dem Mittelteil wird sicherlich auch eine gewisse Schalldämmung erreicht, die jedoch nach den Erfahrungen der Anmelderin nur auf einen verhältnismäßig engen Grenzbereich beschränkt bleibt. Diese bekannte Konstruktion führt daher mit den drei kompliziert aufgebauten Profilelementen für jeden Stiel zu einer sehr teuren Ausbildung, wobei trotz dieses Aufwandes nur eine sehr unbefriedigende Lösung für eine wirksame Schalldämmung geboten wird.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Stiel für das Stabwerk einer schalldämmenden Wand der im Oberbegriff des Anspruches 1 vorausgesetzten Art zu schaffen, der bei guter statischer Festigkeit und ausreichender Schalldämmung einen relativ niedrige Herstellungskosten verursachenden, konstruktiv einfachen Aufbau aufweist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Diese Ausbildung führt einerseits zu einer konstruktiv äußerst einfachen Gestaltung jedes Stieles und andererseits - wie sich überraschenderweise bei den der Erfindung zugrundeliegenden Versuchen gezeigt hat - zu einer besonders weitgehenden Schalldämmung einer mit einem Stielrahmenwerk aufgebauten Wand, wodurch mit verhältnismäßig niedrigen Kosten eine ausreichende Schallisolierung einer Wand, insbesondere einer Zwischenwand, erzielt werden kann.

Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachfolgend anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 eine Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform eines Stahlstieles für eine Zwischenwand;

Fig. 2 eine Perspektivansicht einer abgeänderten Ausführung dieses Stahlstieles;

Fig. 3 eine Perspektivansicht zur Darstellung der Fertigung von Stahlstielen.

Von dem erfindungsgemäßen Stiel für das Stabwerk einer schalldämmenden Wand sind in den Fig. 1 und 2 die Stiele gezeigt, die aus zwei Hälften bzw. Stielprofilelementen bestehen, von denen jedes nach Art eines U-Profiles geformt ist.

Der in Fig. 1 gezeigte Stiel 1 besitzt Außenflansche 2 und Innenflansche 3, wobei die Außenflansche 2 höher sind als die Innenflansche 3. Bei dem in Fig. 2 gezeigten Stiel 4 haben dagegen die Außenflansche 5 und die Innenflansche 6 im wesentlichen die gleiche Höhe. Die Ausbildung jedes Stielprofilelementes selbst kann weitgehend der bisher bekannten Formgebung entsprechen.

Bei dieser Ausführung besteht jeder Stiel 1 bzw. 4 aus zwei die Flächenverkleidung jeweils einer Seite der schalldämmenden Wand abstützenden und festigkeitsmäßig je für sich wirkenden Stielprofilelementen, die in zur Wandebene senkrechter Richtung mit geschwächten Verbindungsabschnitten 7 bzw. 8 ausgebildet sind, wobei diese Verbindungsabschnitte 7 bzw. 8 die Stielprofilelemente an ihren einander benachbarten Innenflanschen 3 bzw. 6 miteinander verbinden; die Innen- und Außenflansche 2, 3 bzw. 5, 6 dieser Stielprofilelemente erstrecken sich im wesentlichen parallel zur Wandebene.

Die beiden Stielprofilelemente sind einstückig geformt und an ihren einander benachbarten Innenflanschen 3 bzw. 6 durch verhältnismäßig schmale, zungenförmige Materialabschnitte 7, 8, die die Verbindungsabschnitte bilden, miteinander verbunden.

Die beschriebene Stielkonstruktion läßt sich zweckmäßig in einem üblichen Biegevorgang herstellen, wobei der Übergang zwischen den beiden Stielprofilelementen (bzw. den einander benachbarten Flanschen) ununterbrochen gelassen wird. Die die Verbindungsabschnitte darstellenden zungenförmigen Materialabschnitte können dann dadurch hergestellt werden, daß die zwischen den zungenförmigen Materialabschnitten 7, 8 befindlichen Materialbereiche zwischen den einander benachbarten Flanschen 3, 6 weggeschliffen werden, wie es in Fig. 3 gezeigt ist, wo mit Hilfe einer nockengesteuerten Schleifscheibe 13 oder dergleichen das Wegschleifen der genannten Materialbereiche erfolgt.

Die Stiele können auch in einem Preßvorgang hergestellt werden, wobei das Material zwischen den Zungen 7 bzw. 8 durch Schleifen oder Stanzen entfernt werden kann.

Es sei in diesem Zusammenhang auch erwähnt, daß statt der Ausbildung mit verbleibenden zungenförmigen Materialabschnitten als geschwächte Verbindungsabschnitte die geschwächten Verbindungsabschnitte auch aus einem verdünnten Verbindungsteil zwischen einander benachbarten Flanschen bestehen können, d. h. die Dicke des Stahlbleches im unmittelbaren Übergangsbereich zwischen den Stielprofilelementen wird reduziert, beispielsweise durch teilweises Wegschleifen von Material oder durch Vorsehen einer oder mehrerer eingepreßter Nuten längs der Übergangszone.

Eine Schalldämmung im Übergang zwischen den Flanschen läßt sich auch dadurch erzielen, daß die die Stielprofilelemente verbindenden Flansche wesentlich breiter gemacht werden als dargestellt. Durch Verlängerung der Innenflansche erhält der Aufbau des Stieles eine erhöhte Biegefestigkeit, und gleichzeitig kann auch sein Schalldämmvermögen erhöht werden. Die miteinander verbundenen Innenflansche wirken dann nämlich als Hebel, durch die die beiden Profilelemente des Stieles durch die Verbindungsabschnitte zwischen den Flanschen gewissermaßen federnd miteinander verbunden werden. Vibrationen im einen Stielprofilelement können dabei nur sehr schwierig in das andere Stielprofilelement hinüberwandern. Die in der Zeichnung veranschaulichten und oben beschriebenen Ausführungsformen haben sich als die derzeit zweckdienlichsten erwiesen.


Anspruch[de]
  1. 1. Stiel für das Stabwerk einer schalldämmenden Wand, der aus mehreren Stielprofilelementen besteht, von denen wenigstens eines nach Art eines U-Profiles geformt ist, dessen Flansche sich im wesentlichen parallel zur Wandebene erstrecken und bei dem in zur Wandebene senkrechter Richtung geschwächte Verbindungsabschnitte ausgebildet sind, wobei auf beiden Seiten des Stiels Flächenverkleidungen befestigbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Stiel (1, 4) aus zwei festigkeitsmäßig je für sich wirkenden, nach Art eines U-Profiles geformten Stielprofilelementen besteht, die an ihren einander benachbarten Flanschen (3, 6) durch die geschwächten Verbindungsabschnitte (7, 8) miteinander verbunden sind und die an den äußeren wandparallelen Flanschen (2, 5) mit den Flächenverkleidungen verbindbar sind.
  2. 2. Stiel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindungsabschnitte zwischen einander benachbarten Flanschen (3, 6) der Stielprofilelemente zungenförmige Materialabschnitte (7, 8) vorhanden sind.
  3. 3. Stiel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Verbindungsabschnitte darstellenden zungenförmigen Materialabschnitte (7, 8) aus Restabschnitten von weggeschliffenen Materialbereichen zwischen einander benachbarten Flanschen (3, 6) bestehen.
  4. 4. Stiel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geschwächten Verbindungsabschnitte aus einem verdünnten Verbindungsteil zwischen einander benachbarten Flanschen bestehen.






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