PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE2907726C2 03.09.1987
Titel Kreis zur Steuerung von pneumatischen Automatiksystemen
Anmelder La Télémécanique Electrique, Nanterre, Hauts-de-Seine, FR
Erfinder Bouteille, Daniel, Ville D'Avray, FR;
Duclos, Michel, Verneuil L'Etang, FR;
Marguet, Hugues, Paris, FR;
Nicolas, Michel, Plaisir, FR;
Petrimaux, Eric, Evreux, FR
Vertreter Manitz, G., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Finsterwald, M., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 28.02.1979
DE-Aktenzeichen 2907726
Offenlegungstag 20.09.1979
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.09.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.09.1987
IPC-Hauptklasse F15C 1/10
IPC-Nebenklasse F15C 4/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Kreis zur Steuerung von pneumatischen Automatiksystemen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wie beispielsweise aus der US-PS 38 75 959 bekannt. Hier wird eine sog. Sequenzautomatik, d. h. eine Folgesteuerung, mit einem solchen Kreis betrieben. Die Phasenmodule, aus denen ein solcher Kreis besteht, können aber auch in Schaltungen benutzt werden, wie sie zum Zählen, zur Registerschiebung und dergleichen erforderlich sind.

Es ist in solchen Kreisen möglich, daß ein einer bestimmten Betriebsphase zugeordnetes Bestätigungs- oder Quittierungssignal erzeugt wird, bevor das Signal zur Auslösung dieser Phase auftritt, so daß die Bedingungen erfüllt sind, unter denen beim auftretenden Auslösungssignal für die gerade betrachtete Phase auch die darauf folgende Betriebsphase ausgelöst wird.

Wenn das Bestätigungs- oder Quittierungssignal willentlich aufrechterhalten wurde oder wenn sich diese Aufrechterhaltung aus absichtlich geschaffenen Bedingungen ergibt (z. B. um einen Freigabezyklus einzuschalten, der einen sekundären Folgekreis in Betrieb setzt, von dem ein Bestätigungssignal auf normale Weise erzeugt wird) stellt dieser Phasensprung keinen Nachteil dar. Wenn dagegen das Bestätigungssignal auftritt, weil ein pneumatischer Positionsschalter blockiert ist oder aus einem ähnlichen, ungewollten Grund, wie der zu langen Entleerungszeit der Druckleitung, so kann ein solcher unerwünschter Phasensprung schädliche Folgen für den Betriebsablauf und auch für die Sicherheit von Bedienungspersonen nach sich ziehen.

Weiter ist aus der DE-OS 27 33 363 ein pneumatisch-logisches Verknüpfungsglied bekannt, das nur dann ein Ausgangssignal erzeugt, wenn das eine Eingangssignal zeitlich vor dem anderen Eingangssignal im Verknüpfungsglied erscheint.

Mit einem derartigen Verknüpfungsglied kann jedoch die manchmal notwendige gewollte Phasenverschiebung nicht erzielt werden.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Kreis zur Steuerung von pneumatischen Automatiksystemen der eingangs genannten Gattung sowie die zu seiner Bildung erforderlichen Module so auszugestalten, daß einerseits das Auftreten eines vorzeitigen Bestätigungssignales keinen Phasensprung verursacht und andererseits die Möglichkeit aufrechterhalten wird, ein und denselben Modul sowohl für den gesicherten Abfolgebetrieb als auch für den Phasensprungbetrieb einzusetzen.

Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei einem Kreis der eingangs genannten Gattung die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 vorgesehen. Es werden auf diese Weise also die Signalleitungen vollständig abgesperrt, so daß die nachfolgenden Kippkreise nicht nur durch fehlendes Eingangssignal, sondern auch durch fehlenden Betätigungsdruck daran gehindert werden, ein Weiterschaltsignal zu erzeugen. Es ist erfindungsgemäß auch möglich, das bereits anstehende umgeschaltete Signal daran zu hindern, zur logischen Verknüpfung, d. h. zum nachfolgenden UND-Gatter zu gelangen. Auf diese Weise kann eine mehrfache Sicherung gegen Fehlbetätigungen erreicht werden. Gleichwohl ist die von Haus aus vorhandene Steckbarkeit der Einzelmodule auch weiterhin ohne Veränderung der Einzelanschlüsse gewährleistet, so daß dann, wenn kein Fehlschalten zu befürchten ist, die herkömmlichen Module eingesetzt, d. h. in die Schaltreihe eingefügt werden können. Die erfindungsgemäß ausgestatteten Module können demnach einfach durch Fehlen der zugehörigen Anschlüsse (bei Abdichten der Steckverbindungen) in herkömmliche Module zurückverwandelt werden. Sind bei mit Sicherheitsmodulen aufgebauten Schaltungen einzelne Stufen von der Schaltsicherheit auszunehmen, so kann dies auch nachträglich durch Einfügen von pneumatisch logischen Gliedern erfolgen.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 11.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigt

Fig. 1 ein schematisches Schaltbild einer Folgesteuerung, in der einzelne Module erfindungsgemäß ausgestaltet sind.

Fig. 2 eine schematische Darstellung einer verbesserten Ausführung der Schaltung nach Fig. 1,

Fig. 3 und 4 eine erste Ausführung eines Sperrkreises im gesperrten bzw. geöffneten Zustand,

Fig. 5 eine zweite Ausführung eines Sperrkreises,

Fig. 6 die Einfügung eines Sperrkreises nach Fig. 5 in ein Schaltmodul,

Fig. 7 ein als Sperrkreis einsetzbares NICHT-Glied,

Fig. 8 die Anwendung von NICHT-Sperrkreisen in einer Folgesteuerung entsprechend Fig. 1,

Fig. 9 eine Darstellung der für die Logikelemente eines Folgesteuerkreises einzuhaltenen Druckschwellen-Werte, und

Fig. 10 eine Zusatz-Logikschaltung zur Verhinderung der automatischen Sicherheitssperrung bei einem Modul.

Bei dem in Fig. 1 gezeigten pneumatischen Sequenzautomatikkreis sind drei aufeinanderfolgende Phasenmodule I, II und III dargestellt, die jeweils zur Steuerung einer bestimmten Arbeitsphase dienen und durch Nebeneinandersetzen miteinander verbunden sind.

Der Modul I, der in seiner bekannten Form dargestellt ist, besitzt eine gewisse Anzahl von Elementen und Verbindungen, die auch in den Modulen II und III vorgesehen sind, die die erfindungsgemäßen Verbesserungen enthalten, und zwar:

  • 1. eine Leitung P zur Druckfluidversorgung,
  • 2. einen bistabilen pneumatischen Kippkreis 11, der über den mit der Leitung P verbundenen Kanal Cp mit Druck versorgt wird, und eine Entlüftungsöffnung E, einen Löscheingang Y und einen Einschreibeeingang X besitzt, über welchen der Kippkreis in seinen logischen Zustand 1 gebracht wird, durch den ein Ausgangssignal am Punkt S erzeugt wird, der mit dem Ausgangskanal Cs verbunden ist, der über S1 zu der zu steuernden Vorrichtung führt,
  • 3. ein pneumatisch-logisches ODER-Gatter 21 mit einem mit Y verbundenen Ausgang und zwei Eingängen, von denen der eine über den Kanal Cz mit einer Haupt-Null-Stelleitung R A Z verbunden ist und der andere mit dem Ausgangskanal des hinter ihm angeordneten Kippkreises 12 verbunden ist, und
  • 4. ein pneumatisch-logisches UND-Gatter 31, das einerseits einen Ausgang c besitzt, der mit dem Kanal Cx verbunden ist, der mit dem Einschreibeeingang X des hinter dem UND-Gatter angeordneten Kippkreises 12 in Verbindung steht, und andererseits einen ersten mit dem Ausgang S des Kippkreises 11 verbundenen Eingang a und einen zweiten, über den Kanal r mit einem äußeren Kanal verbundenen Eingang b, der ein Bestätigungsdrucksignal R1 erhält, wenn der durch S1 ausgelöste Arbeitsgang durchgeführt ist und beispielsweise einen Positionsschalter betätigt hat; das Drucksignal R1 kann selbst auch das Ergebnis einer logischen Operation sein, bei der eine der Variablen das von dem Positionsschalter gelieferte Bestätigungssignal ist.


Alle beschriebenen Elemente, Kanäle, Verbindungen und Signale finden sich vollständig in den Modulen II und III wieder, die nacheinander hinter dem Modul I angeordnet sind, die Ausgangs- und Bestätigungssignale sind jedoch bei diesen Modulen mit einem ihrer Stellung entsprechenden Index versehen, R2, S2 im Modul II, R3, S3 im Modul III usw.

Der Fehler, der durch die Erfindung ausgeschaltet wird, kann beispielsweise dann auftreten, wenn das Bestätigungssignal R2 schon auftritt, bevor der Modul I dem Kanal cx des Moduls II ein Phasenvorschub-Signal geliefert hat. Wenn nun der Kippkreis 12 in seinen logischen Zustand Eins gelangt, erscheint gleichzeitig bei S2 und am ersten Eingang a des UND-Gatters 32 ein Ausgangssignal: da der zweite Eingang b dieses UND-Gatters bereits durch R2 aktiviert ist, tritt nun am Ausgang c dieses UND-Gatters 32 ein Phasenvorschub-Signal auf und überführt den Kippkreis 13 in den logischen Zustand Eins, bevor der Arbeitsgang, der von der an S2 angeschlossenen Benutzervorrichtung durchgeführt werden soll, stattfinden konnte.

Es müssen deshalb Maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, daß der Phasensprung bei vorzeitigem Auftreten eines Drucksignals an R2 stattfinden kann.

Zu diesem Zweck sind in Fig. 1 vier verschiedene Verriegelungsanordnungen dargestellt, die getrennt benutzt werden können, und zwar:

  • 1. zwei Anordnungen in dem Modul II, die jeweils die Verwendung eines Sperrkreises Ox bzw. Op erfordern, der mit dem Kanal r durch einen Kanal rx bzw. rp verbunden ist, der die in unterbrochener Linie dargestellte Umgrenzung des Moduls nicht überschreitet,
  • 2. zwei Anordnungen in dem Modul III, die jeweils die Verwendung eines Sperrkreises Oa bzw. Ob im Modul II erfordern, der mit dem Kanal r durch einen Kanal ra bzw. rb verbunden ist; diese Kanäle überschreiten die Umgrenzung des Moduls III und führen zu dem Modul II.


Im Fall des Moduls II befindet sich der erste Sperrkreis Ox in dem Kanal cx, der den Einschreibeeingang X des Kippkreises 12 speist, während sich der Sperrkreis Op in dem Kanal p befindet, der den Kippkreis speist. In beiden Fällen verhält sich der Sperrkreis wie ein Unterbrecher, der den Fluiddurchgang in dem betreffenden Kanal unterbrechen kann. Dieser Sperrkreis ist, wie im nachfolgenden noch erläutert wird, so ausgebildet, daß keine pneumatische Verbindung zwischen dem Kanal, der gesperrt werden kann, und dem Verriegelungskanal rx oder rp, der den Betrieb des Sperrkreises bewirkt, bestehen kann.

Es ist deutlich, daß diese Anordnung, die entweder die Sperrung des Kanals cx oder die Unterbrechung der Druckspeisung des Kippkreises 12 bewirkt, das Auftreten des Ausgangssignals dieses Kippkreises verhindert, wenn ein ungewolltes Bestätigungssignal R2 auftritt, bevor von dem UND-Gatter 31 ein Phasenvorschub- Signal geliefert wird.

Bei der für den Modul III verwendeten Ausführungsform sind die Sperrkreise Oa bzw. Ob an den Kanälen ca bzw. cb vorgesehen, die die Auslösesignale des UND-Gatters 32 befördern, das vor dem Kippkreis 13 des Moduls III angeordnet ist.

Diese Sperrkreise, die genauso wie die oben beschriebenen Sperrkreise ausgebildet sind, sind durch die Verriegelungskanäle ra bzw. rb mit dem Kanal r verbunden, der das Bestätigungssignal R3 empfängt.

Bei dieser Ausführungsform müssen die Kanäle ra und rb die in unterbrochener Linie dargestellte Grenze zwischen dem Modul III und dem Modul II überschreiten, so daß den Abdichtverbindungen 1, 2, 3 und 4, die zur Übertragung des Speisedrucks P, des Haupt-Null-Stelldrucks R A Z, des Phasenvorschubdrucks bzw. des Löschdrucks von einem Modul zum anderen dienen, eine zusätzliche Abdichtverbindung 5 oder 5' hinzugefügt werden muß.

Wie bei den beiden vorhergehenden Ausführungsbeispielen bewirkt das Auftreten eines vorzeitigen Bestätigungssignals R3 entweder die Schließung des Kanals ca in dem Modul II oder die Schließung des Kanals cb im selben Modul. Infolgedessen ist ein gemeinsames Auftreten der Drucksignale an den Eingängen a und b des UND-Gatters 32 unmöglich und da an dem Ausgang c des UND-Gatters 32 kein Ausgangssignal auftritt, kann der Kippkreis 13 nicht in seinen logischen Zustand 1 gelangen. Auch hier schließen diese Maßnahmen den Phasensprung aus.

Die Fig. 3 und 4 zeigen eine erste Ausführungsform eines Sperrkreises O1, der eine zylindrische Kammer 9 besitzt, die im wesentlichen konzentrisch zu dem Kanal 10 angeordnet ist, in dem die Fluidströmung unterbrochen werden soll.

In der Kammer ist eine Muffe 14 aus einem verformbaren Elastomer so angeordnet, daß ihre ringförmigen Seitenwangen 16, 17 dicht an den ebenen Flächen 18, 19 der Kammer anliegen und daß ihre zentrale Öffnung 15 sich gegenüber der Leitung 10 befindet. Der Raum zwischen der zylindrischen Fläche 9 und der Muffe 14 ist mit dem Verriegelungskanal 30 verbunden, der im vorhergehenden mit rx, ra oder rb bezeichnet wurde.

Wenn in dem Verriegelungskanal 30 ein ausreichender Druck besteht, verformen sich die Wände der zentralen Öffnung 15 der Muffe und verhindern die Fluidströmung P (vgl. Fig. 3). Wenn in dem Kanal 30 kein Druck herrscht, gelangt die Muffe durch ihre Elastizität wieder in den in Fig. 4 gezeigten leitenden Zustand.

Infolgedessen kann zwischen dem gesteuerten Kanal 10 und dem Verriegelungskanal 30 keinerlei pneumatische Verbindung bestehen.

Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel eines Sperrkreises O2 teilt eine verformbare Membran 26 eine Kammer 34 des Körpers des Moduls in zwei Räume 24 und 25.

Der Raum 24 besitzt gegenüber der Membran mindestens eine Öffnung 27, an der ein erster Abschnitt C1 des zu steuernden Kanals ausmündet. Ein zweiter Abschnitt C2 des zu steuernden Kanals mündet über eine Öffnung 28 in den Raum 24, und zwar entweder gegenüber der Membran oder außerhalb der Reichweite dieser Membran.

Der Verriegelungskanal r mündet seinerseits über eine Öffnung 29 in den zweiten Raum 25. Der Betrieb dieses Sperrkreises beruht auf der Verformung der Membran nach oben (in der Figur), wenn an den Kanal r ein Druck R angelegt ist. Durch diese Verformung wird die gegenüber der Membran angeordnete Öffnung 27 und gegebenenfalls auch die Öffnung 28 verschlossen, wenn diese nicht bewußt außerhalb der Reichweite der Bewegung angeordnet wurde.

Auch hier kann keine pneumatische Verbindung zwischen dem gesteuerten Kanal und dem Verriegelungskanal bestehen.

Bei den Sperrkreisen Oa, Ob und Ox, die keine Entlüftung besitzen, kann eine Einrichtung vorgesehen werden, die die Dekomprimierung des Leistungsabschnittes gestattet, der sich zwischen den Sperrkreisen und dem hinter ihnen angeordneten, logischen Element befindet, dessen Betrieb verriegelt werden soll, d. h. dem Kippkreis.

Diese Einrichtung, die in Fig. 2 dargestellt ist, besteht darin, daß parallel zu dem Sperrkreis Oa , Ob oder Ox ein Rückschlagventil La , Lb bzw. Lx angeordnet wird, das so gerichtet ist, daß sich die Leitungsabschnitte 6 bzw. 7 über den Ausgang S bzw. über die Leitung r oder der Leitungsabschnitt 8 über einen von diesen entleeren kann.

Die Anordnung eines derartigen Rückschlagventils parallel zu dem Sperrkreis Op ist dagegen nicht erforderlich, da keine Möglichkeit einer Fluidströmung zu der Hauptdruckversorgungsleitung P auftreten kann.

Eine andere Möglichkeit, die Entleerung des Kanalabschnitts 8 zwischen dem Sperrkreis Ox und dem Eingang x des Speichers zu dessen Überführung in den Zustand 1 zu erreichen, ist in Fig. 2 dargestellt und besteht darin, daß dieser Abschnitt mit einer Entlüftung E mit kalibrierter Öffnung 56 verbunden wird, deren geringe Abmessungen einen geringen Fluidaustritt zulassen. Dies gestattet einerseits einen Druckanstieg in diesem Kanalabschnitt 8, wenn an diesen ein Drucksignal angelegt ist (und damit die Überführung des Speichers in den logischen Zustand Eins); andererseits gestattet dies, daß sich dieser Kanalabschnitt 8 nach Verriegelung des von c nach x führenden Kanals durch den Sperrkreis Ox langsam dekomprimieren kann, falls leichte Fluidaustritte (die beispielsweise von einem Ventil des Speichers kommen) in diesen Abschnitt eintreten würden.

Bei einer anderen Ausführungsform des Sperrkreises, der in dem zwischen c und x befindlichen Kanal vorgesehen ist, kann auf die Verwendung eines Rückschlagventils Lx oder eines kalibrierten Austritts 56 verzichtet werden, wenn ein in Fig. 7 dargestellter NICHT-Sperrkreis 55 benutzt wird. Dieser bekannte Kreis, der in Fig. 7 als separate Vorrichtung dargestellt ist, jedoch bei Anwendung auf die Erfindung einem Modul eingegliedert ist, besitzt einen Steuerdruckkanal 44, der die Verformung einer Membran 45 verursachen kann. Die Bewegungen dieser Membran werden durch einen Stößel 47 auf ein Ventilglied 46 übertragen, das im Ruhezustand (d. h. bei Fehlen eines Steuerdrucks) unter der Einwirkung einer Feder 49 eine Öffnung 48 verschließt. In dieser Stellung gestattet das Ventilglied den Durchgang eines Fluids von einem Eingang 50 zu einem Ausgang 51 über eine Öffnung 52, die gegenüber der Seite des Ventilglieds angeordnet ist, die der die Öffnung 48 verschließenden Seite entgegengesetzt ist. Diese Öffnung 48 verbindet außerdem die Kammer 53, in der sich das Ventilglied befindet und in die der Eingang 50 und der Ausgang 51 münden, mit einer Entlüftungsöffnung 54.

Wenn der Steuerdruck auf den Kanal 44 einwirkt, bewegt sich das Ventilglied 46 nach links, verschließt die Öffnung 52 und stellt die Verbindung zwischen dem Ausgang 51 und der Entlüftung 54 her. Auch hier besteht somit keine Verbindung zwischen dem Steuerkanal 44 und dem gesteuerten Kanal 50, 52, 53, 51.

Für den Einbau dieses NICHT-Sperrkreises gibt es die auf dem Schaltbild von Fig. 8 gezeigten Möglichkeiten 55x, 55a, 55b, 55p. In dieser Figur werden bei gleichen Kreisen dieselben Bezugszahlen wie in Fig. 1 benutzt.

Dieser NICHT-Sperrkreis wirkt bei Auftreten eines vorzeitigen Bestätigungsdrucksignals R2 dadurch, daß der Eingang X oder die Speisung p des Kippkreises 12 mit der Entlüftung 54 verbunden werden, wodurch das Auftreten eines Ausgangssignals bei S2 verhindert wird. Wenn das Bestätigungsdrucksignal R3 vorhanden ist, so wird einer der Eingänge a oder b des UND-Gatters 32 mit der Entlüftung 54 verbunden, wodurch das Auftreten eines Ausgangssignals bei c und damit die Überführung des darauffolgenden Kippkreises 13 in den logischen Zustand 1 verhindert wird. In diesem Fall ist also die Verwendung eines Rückschlagventils überflüssig.

Die oben beschriebene Verbesserung kann zweckmäßigerweise für Module verwendet werden, bei denen die Wahrscheinlichkeit, daß der obengenannte fehlerhafte Betrieb auftritt, ihre Anwendung erforderlich macht.

Es gibt jedoch zahlreiche Fälle, in denen diese Vorsichtsmaßnahme überflüssig ist und infolgedessen gebräuchliche Module in Kombination mit den beschriebenen Modulen verwendet werden können.

Da der Zusammenbau dieser einzelnen Module ohne besonderen Eingriff des Benutzers möglich sein muß, darf der Einbau des Sperrkreises in den Körper des Moduls keine radikale Änderung seiner Formen und keine Versetzung der Eingänge der Kanäle mit sich bringen, die bei dem Zusammenbau mit den herkömmlichen Modulen verbunden werden sollen.

Gemäß einer zweckmäßigen Ausführungsform, die in Fig. 6 dargestellt ist, ist der Sockel 36, der das Befestigungselement des Moduls bildet, durch einen Teil 35 verlängert, der zur Aufnahme der Räume 25, 24, der in diese ausmündenden Kanäle 28, 29 und der Membran 26 eines Sperrkreises der in Fig. 5 dargestellten Art dient

Dieser Teil ist unter der Befestigungsfläche 41 des Sockels angeordnet, der durch Einhakorgane 42, 43 an einer Profilschiene 39 eingehängt ist, und befindet sich zwischen den parallelen Schenkeln 38, 37 dieses Profilteils.

In allen beschriebenen Anwendungsfällen, in denen ein Sperrkreis gemäß einer der Fig. 3, 4 oder 7 verwendet wird, müssen die für einen wirksamen Betrieb erforderlichen Druckschwellen- Bedingungen eingehalten werden, wenn der vorzeitige Bestätigungsdruck im Begriff ist, zu verschwinden.

Wie Fig. 9 zeigt, besteht diese Bedingung in folgendem: wenn der Bestätigungsdruck R2 bis zu einem Wert Ps abnimmt, der den Sperrkreis Ox leitend macht, der vor dem Kippkreis 12 angeordnet ist, der nun den sich entwickelnden Druck Px empfängt, so muß dieser Druck Ps unter dem Wert Pp des Drucks Px liegen, der an den Eingang X des Kippkreises 13 angelegt werden muß, damit er in den logischen Zustand 1 überführt wird.

Wenn es aus besonderen Gründen erforderlich wird, dem erfindungsgemäßen Kreis wieder die Eigenschaften der bekannten Kreise zu verleihen, so ist lediglich der Eingang des Moduls, der zur Aufnahme des Bestätigungsdruck-Signals dient, über den Eingang eines äußeren UND-Gatters zu speisen, von dem ein Eingang das Bestätigungssignal und der andere Eingang das Ausgangssignal dieses Moduls empfängt (vgl. Fig. 10).


Anspruch[de]
  1. 1. Kreis zur Steuerung von pneumatischen Automatiksystemen, der aus Modulen zusammengesetzt ist, deren jeder einen bistabilen Kippkreis mit Kanälen besitzt, die mit einer Druckversorgung, mit einem Einschreibeeingang zur Überführung in den logischen Zustand 1, mit einem Löscheingang zur Überführung in den logischen Zustand Null und mit einem Steuerausgang zur Speisung eines Benutzergerätes verbunden sind, und bei denen der Einschreibeeingang durch den Ausgang eines vor ihm angeordneten UND-Gatters gespeist ist, der Löscheingang durch Signale gespeist ist, die mindestens von dem Steuerausgang eines hinter ihm angeordneten Kippkreises abgezweigt sind und das UND-Gatter einen ersten Eingang, der durch den Steuerausgang eines vor ihm angeordneten Kippkreises gespeist ist, und einen zweiten Eingang besitzt, der durch Bestätigungssignale gespeist ist, die ein Benutzergerät liefert, das von dem vor dem UND-Gatter angeordneten Kippkreis gesteuert wird, dadurchgekennzeichnet, daß die einem bestimmten Modul (II) oder (III) gelieferten Bestätigungssignale durch einen Verriegelungskanal (rp, rx, ra, rb) auf einen pneumatischen Sperrkreis (Op, Ox, Oa bzw. Ob) übertragen werden, der an einem der Kanäle cp bzw. cx, ca bzw. cb), durch die das Fluid zu dem Kippkreis (12 oder 13) des Moduls fließt, angeordnet ist und an dieser Stelle die Fluidströmung unterbrechen kann, wobei der Verriegelungskanal (yp, yx, ya, yb) keinerlei Fluidverbindung mit dem von ihm gesteuerten Kanal besitzt und der Sperrkreis (Op, Ox, Oa, Ob) entweder den Übergang des Kippkreises (12 bzw. 13) in den logischen Zustand 1, wenn das Bestätigungssignal (R2 bzw. R3) vor der Ankunft eines Signals auftritt, das den vor dem UND-Gatter (32 bzw. 33) angeordneten Kippkreis (12 bzw. 13) in den logischen Zustand 1 überführt, oder das Auftreten des Steuerausgangssignals verhindert.
  2. 2. Kreis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrkreis (Op, Ox, Oa bzw. Ob) die Funktion eines Hahns ohne Entlüftung erfüllt, dessen Schließung und Öffnung durch Vorhandensein oder Fehlen eines Bestätigungsdrucksignals bewirkt werden.
  3. 3. Kreis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrkreis (Op, Ox, Oa bzw. Ob) aus einem logischen NICHT-Sperrgatter besteht, das ein Ventilglied (46) besitzt, das zwischen zwei mit dem Eingang (50) des zu steuernden Fluids bzw. der Entlüftungsöffnung (54) verbundenen Kammern (53) eingesetzt ist, in der sich das Ventilglied und die Öffnungen befinden, mit dem Ausgang (51) des zu steuernden Fluids verbunden ist und daß der Verriegelungskanal (44) die Verformung einer Membran (45) bewirkt, deren dadurch verursachten Bewegungen die Bewegung des Ventilglieds entgegen der Wirkung eines elastischen Organs (49) verursachen.
  4. 4. Kreis nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der durch den Sperrkreis (Op) gesteuerte Kanal der Kanal (cp) zur Druckversorgung des Kippkreises (12) ist.
  5. 5. Kreis nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der gesteuerte Kanal einer der mit einem der Eingänge (a, b) verbundenen Kanäle (ca, cb) oder der Kanal (cx) ist, der mit dem Ausgang (c) des hinter dem Kippkreis (13) angeordneten UND-Gatters (33) verbunden ist.
  6. 6. Kreis nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu dem Sperrkreis (Oa, Ob, Ox) in dem gesteuerten Kanal ein Rückschlagventil (La, Lb, Lx) vorgesehen ist, das so gerichtet ist, daß es die Dekomprimierung des zwischen dem Sperrkreis (Oa, Ob, Ox) und dem Kippkreis (12) befindlichen Abschnitt (6, 7, 8) des gesteuerten Kanals gestattet.
  7. 7. Kreis nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrkreis (O1) eine verformbare Muffe (14) mit einem mit der zu steuernden Leitung (10) in Reihe angeordneten Kanal (15) und zwei ringförmigen Wangen (16, 17) besitzt, die an den Querwänden (18, 19) einer zylindrischen Aussparung (9) anliegen, in die der Verriegelungskanal (30) mündet.
  8. 8. Kreis nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrkreis (O2) eine Kammer (34) aufweist, die in zwei durch eine verformbare Membran (26) voneinander getrennte Räume (24, 25) getrennt ist, daß zwei aufeinanderfolgende Abschnitte (c1, c2) des gesteuerten Kanals in den ersten Raum (24) über Öffnungen (27, 28) münden, von denen mindestens eine gegenüber der Membran (26) angeordnet ist, und daß der Verriegelungskanal (r) in den zweiten Raum (25) mündet.
  9. 9. Kreis nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (34) in einem Teil (35) des Moduls (36) vorgesehen ist, der zwischen den Schenkeln (37, 38) eines metallischen Profilteils (39) angeordnet ist, auf dem der Modul (36) befestigt ist.
  10. 10. Kreis nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsdruckschwelle (Ps), bei der der Sperrkreis (Ox) leitend wird, niedriger als die Steuerdruckschwelle (Pp) ist, bei welcher der Kippkreis (12, 13) seinen logischen Zustand 1 annimmt.
  11. 11. Kreis nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanalabschnitt (8), der zwischen einem Sperrkreis (Ox) und dem Einschreibeeingang (X) des Speichers angeordnet ist, mit einer Entlüftung (E) mit kalibrierter Austrittsöffnung (56) verbunden ist, die eine langsame Dekomprimierung des Kanalabschnitts bewirkt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com