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Dokumentenidentifikation DE3314487C2 03.09.1987
Titel Befestigungseinheit
Anmelder BTM Corp., Marysville, Mich., US
Erfinder Sawdon, Edwin George, Marysville, Mich., US
Vertreter Hauck, H., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 8000 München; Schmitz, W., Dipl.-Phys.; Graalfs, E., Dipl.-Ing., 2000 Hamburg; Wehnert, W., Dipl.-Ing., 8000 München; Döring, W., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 4000 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 21.04.1983
DE-Aktenzeichen 3314487
Offenlegungstag 17.11.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.09.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.09.1987
IPC-Hauptklasse F16B 37/04
IPC-Nebenklasse F16B 35/06   B23P 19/04   
Zusammenfassung Es wird eine Befestigungseinheit beschrieben, die ein einfaches standardmäßiges Befestigungselement umfaßt, das an einem dünnlagigen Material, beispielsweise Metallblech, befestigt ist. Ein Stützstreifen ist einstückig mit dem dünnlagigen Material in einer versetzten Lage zu diesem ausgebildet. Gegenüberliegende Seiten des Befestigungselementes sind verformt, so daß sie sich mit dem restlichen Teil des dünnlagigen Materials in festem Eingriff befinden. Es werden ferner ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Befestigung des Befestigungselementes am dünnlagigen Material in im wesentlichen einem Arbeitsvorgang beschrieben. Bei einer derartigen Vorrichtung können manuell zu bedienende oder automatische Einrichtungen zur Zuführung der Befestigungselemente zur Vorrichtung Verwendung finden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Befestigungseinheit, bestehend aus einem Blech und einem durch einen Verformungsvorgang damit verbundenen Befestigungselement, das zwei gegenüberliegende Stirnseiten und mindestens zwei gegenüberliegende Umfangsseiten aufweist, wobei das Blech einen einstückig mit ihm verbundenen, am Befestigungselement anliegenden Abschnitt aufweist, der durch Abscheren an zwei gegenüberliegenden Rändern bezüglich der Ebene des restlichen Teils des Bleches versetzt ist.

Eine Befestigungseinheit dieser Gattung ist aus der US-PS 34 39 723 bekannt. Bei dieser vorbekannten Befestigungseinheit ist im Blech im Bereich des Befestigungselementes eine relativ große quadratische Ausnehmung gebildet. Zwei Ränder dieser Ausnehmung liegen an Schultern des Befestigungsmittels an, und an den beiden anderen Seitenrändern der Ausnehmung sind zwei gegenüber der Ebene des Blechs versetzte, relativ schmale bandförmige Abschnitte gebildet. Diese beiden bandförmigen Abschnitte greifen in zwei Nuten an einer Stirnseite des Befestigungselementes. Die beiden Nuten sind zu ihrer Bodenfläche hin erweitert, um eine formschlüssige Verbindung zwischen den bandartigen Abschnitten des Blechs und dem Befestigungselement zu bilden und hierdurch das Befestigungselement am Blech zu halten. Die Herstellung der im Befestigungselement gebildeten Nuten erfordert einen gesonderten Arbeitsgang, was die Herstellung entsprechend verteuert. Aufgrund der im Blech vorgesehenen, relativ großen quadratischen Ausnehmung wird das Blech geschwächt, was die Fertigkeit der Befestigungseinheit beeinträchtigt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungseinheit der eingangs angegebenen Gattung so weiterzubilden, daß bei verbesserter Verbindungsfestigkeit die Herstellung vereinfacht wird.

Diese Aufgabe wird bei einer Befestigungseinheit mit den eingangs angegebenen Merkmalen erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Abschnitt des Blechs als ein an der Oberfläche der einen Stirnseite des Befestigungselements anliegender, einteiliger Stützstreifen ausgebildet ist und daß die durch Abscheren des Stützstreifens entstehenden Ränder des Blechs vom Stützstreifen einen solchen Abstand haben, daß sie an den gegenüberliegenden Umfangsseiten des Befestigungselements angreifen.

Der an der Stirnseite des Befestigungselementes anliegende einteilige Stützstreifen einerseits und die an den Umfangsseiten des Befestigungselementes angreifenden Blechränder andererseits üben auf das Befestigungselement Haltekräfte in entgegengesetzten Richtungen aus, so daß zwischen dem Blech und dem Befestigungselement eine Verbindung entsteht, die vergleichsweise hohen Belastungen in entgegengesetzten Richtungen einen ausreichenden Widerstand entgegensetzen kann. Durch die spezielle Anordnung und Ausbildung des einteiligen Stützstreifens geht praktisch kein Blechmaterial verloren, so daß eine Schwächung des Bleches weitgehend vermieden ist. Ferner sind bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Verbindungseinheit keine vorgeformten Nuten od. dgl. im Befestigungselement erforderlich, so daß herkömmliche Befestigungselemente (Muttern, Schrauben), die nicht in spezieller Weise vorbearbeitet zu sein brauchen, verwendet werden können. Die Herstellung der Befestigungseinheit erweist sich daher als vergleichsweise einfach.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Anhand der Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Befestigungseinheit, bei der ein als Mutter ausgebildetes Befestigungselement an einem Blech befestigt ist;

Fig. 2 einen Schnitt entlang Linie 2-2 in Fig. 1;

Fig. 3 einen Schnitt entlang Linie 3-3 in Fig. 1;

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsform einer Befestigungseinheit, bei der ein als Schraube ausgebildetes Befestigungselement an einem Blech befestigt ist;

Fig. 5 einen Schnitt entlang Linie 5-5 in Fig. 4;

Fig. 6 einen Schnitt entlang Linie 6-6 in Fig. 4;

Fig. 7 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Herstellen einer Befestigungseinheit;

Fig. 8 eine perspektivische Teilansicht der Vorrichtung nach Fig. 7 zur Veranschaulichung eines Stempelabschnittes, der eine Feder zum Halten einer Mutter aufweist;

Fig. 9 eine der Fig. 8 ähnliche Ansicht, in der eine andere Feder zum Halten einer Schraube dargestellt ist;

Fig. 10 eine Einrichtung zum Zuführen von Befestigungselementen zu der Vorrichtung nach Fig. 7;

Fig. 11 eine Ansicht entlang der Linie 11-11 in Fig. 10;

Fig. 12 einen Schnitt durch die Vorrichtung der Fig. 7 vor dem Formhub;

Fig. 13 eine der Fig. 12 entsprechende Teilansicht in vergrößertem Maßstab nach dem Formhub.

In den Fig. 1 bis 13 sind verschiedenartige Ausführungsformen von Befestigungselementen, die an Blechen befestigt sind, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung der entsprechenden Montage dargestellt. Es sind dabei nur Ausführungsformen gezeigt, bei denen eine standardmäßige quadratische Mutter bzw. eine standardmäßige Schraube mit quadratischem Kopf an dem Material befestigt sind. Es versteht sich jedoch von selbst, daß auch andere Befestigungselemente mit anderen Formen in ähnlicher Weise an diesem Material befestigt werden können.

Die Fig. 1 bis 3 zeigen eine Befestigungseinheit 10, bei der ein Befestigungselement 12 an einem Blech 14 befestigt ist. Vor der Montage handelt es sich bei dem Befestigungselement 12 um eine einfache, billige, quadratische Mutter mit einer mittigen Gewindebohrung 32, wie dies in Fig. 2 durch strichpunktierte Linien bei 12a angedeutet ist. Das Blech 14 umfaßt einen einstückig damit ausgebildeten Stützstreifen 16, der relativ zur Ebene des restlichen Teiles des Materials in versetzter Lage angeordnet ist. Der Streifen 16 wird in diese Lage gebracht, indem er entlang den gegenüberliegenden Seiten 18 des Befestigungselementes 12, wie bei 20 angedeutet, abgeschert bzw. durchgeschnitten wird. Die Seiten 18 des Befestigungselementes 12 werden dabei verformt, so daß das Material des Befestigungselementes nach außen fließt und zwei voneinander beabstandete Vorsprünge 22 bildet, die mit den abgescherten Rändern 20 in festen Eingriff treten, so daß entlang den abgescherten Rändern 20 zwei konische Lippen 21 gebildet werden.

Die Ränder des Stützstreifens 16 werden darüber hinaus vorzugsweise in einer Richtung gegen und geringfügig um das Befestigungselement herum verformt, wie bei 24 gezeigt, um das Befestigungselement 12 halten zu können. Eine Öffnung 30 ist in Ausrichtung zu der Öffnung 32 im Befestigungselement in den Stützstreifen 16 gestanzt oder darin in anderer Weise hergestellt, so daß ein Bolzen, ein Zapfen oder eine Schraube zur Montage eines anderen Elementes (nicht gezeigt) an der Einheit in die Bohrung 32 eingeschraubt werden kann.

In den Fig. 4 bis 6 ist eine Befestigungseinheit 40 dargestellt, bei der ein Befestigungselement 42 an einem Blech 14 befestigt ist. Das Befestigungselement 42 ist in seiner ursprünglichen Form eine einfache und billige Schraube mit quadratischem Kopf 44 und Gewindeschaft 46. Die Ursprungsform des Kopfes 44 ist bei 44a strichpunktiert dargestellt. Der Kopf 44 ist am dünnlagigen Material in ähnlicher Weise befestigt, wie in Verbindung mit dem mutterartigen Befestigungselement 12 beschrieben, mit der Ausnahme, daß der Schaft 46 durch die Öffnung 30 im Stützstreifen 16 vorsteht. Das Befestigungselement 42 kann jedoch auch entgegengesetzt angeordnet sein wie in den Fig. 4 bis 6 gezeigt, d. h. mit einem sich in die entgegengesetzte Richtung erstreckenden Schaft 46. Hierbei muß im Stützstreifen 16 keine Öffnung 30 vorgesehen werden. Da das Befestigungselement 42 im übrigen in der gleichen Weise wie in Verbindung mit den Fig. 1 bis 3 beschrieben am Blech 14 befestigt ist, werden in den Fig. 4 bis 6 entsprechende Bezugsziffern verwendet.

Die in den Fig. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsformen ermöglichen die Verwendung von standardmäßigen, mit Gewinde versehenen Befestigungselementen, wobei keine speziellen Formen bzw. Führungsabschnitte erforderlich sind.

In den Fig. 7 bis 13 ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung 60 zur Herstellung der Befestigungseinheiten dargestellt. Es versteht sich jedoch von selbst, daß auch andere ähnliche Vorrichtungen eingesetzt werden können.

Die Vorrichtung 60 umfaßt ein Formteil 62, das in Fig. 12 in einer teilweise abgesenkten Position dargestellt ist, und ein Formteil 64. Das Formteil 62 steht mit einer Presse 66 in Verbindung, die das Formteil hin- und herbewegt, und umfaßt einen Halter 68, der mit einer Bohrung 69 versehen ist, die sich teilweise durch den Halter erstreckt und gleitend ein kreisförmiges Stanzelement 70 sowie ein rohrförmiges Treiberelement 72 aufnimmt. Das Treiberelement 72 umfaßt an seinem unteren Ende einen Stempelabschnitt 74 und wird durch ein Halteelement 76 in einer Bohrung 69 gehalten, die eine begrenzte Hin- und Herbewegung ermöglicht und eine Drehung des Treiberelementes 72 in der Bohrung 69 verhindert. Das Stanzelement 70 stößt mit seinem oberen Ende gegen das geschlossene Ende der Bohrung 69. Eine Druckfeder 78 drückt das Treiberelement 72 aus der Bohrung 69 heraus, so daß Treiberelement eine Abstreiffunktion übernehmen kann, wie nachstehend erläutert.

Um den Eingriffspunkt mit der Stanzeinrichtung 62 und somit die Hublänge des Treiberelementes 72 festzulegen, kann eine Stellmutter 116 vor- oder zurückgeschraubt werden. Eine Klemmutter 117 stößt gegen die Stellmutter 116, um deren Axiallage am Treibelement 72 aufrechtzuerhalten.

Wie man den Fig. 3 und 8 entnehmen kann, befinden sich zwei gegenüberliegende Haltefedern 115 am Treiberelement 72 mit gegenüberliegenden Seiten eines als Mutter ausgebildeten Befestigungselementes 12 in Eingriff, um dieses in richtiger Ausrichtung zu dem Formteil 64 zu halten. Wie in den Fig. 5, 6 und 9 gezeigt ist, kann ein zweites Paar von gegenüberliegenden Haltefedern 118 Verwendung finden, um die entsprechenden Seiten eines als Schraube ausgebildeten Befestigungselementes 42 elastisch zu haltern. Die Federn 118 sind kürzer ausgebildet als die Federn 115, um eine störende Beeinflussung in bezug auf die Ausbildung der Vorsprünge 22 am Befestigungselement zu vermeiden und nur dann mit den Seiten des Befestigungselementes 42 in Eingriff zu treten, wenn sich der Kopf 44 in seiner ursprünglichen Form 44a befindet, wie in Fig. 5 gezeigt. Es versteht sich, daß ähnliche Haltefederanordnungen für Befestigungselemente Verwendung finden können, die keine vierseitigen Köpfe aufweisen.

Das Formteil 64 umfaßt ein festes Gesenk 84 mit einer darauf befindlichen Gesenkfläche 86. Der Stempelabschnitt 74 und das Gesenk 84 weisen jeweils zwei voneinander beabstandete Schultern 75 und 85 auf, die die Seiten des Befestigungselementes verformen, wie in Fig. 13 gezeigt, um die erwähnten Vorsprünge 22 auszubilden (siehe Fig. 2 und 5). Zwei Schneidelemente 88 in der Form von Schneidblättern sind mit Hilfe von zwei Schwenkzapfen 90 schwenkbar mit dem festen Gesenk 84 verbunden. Das Gesenk 84 umfaßt zwei einstückig damit ausgebildete Schultern 114, gegen die entsprechende Flächen 112 an den Schneidelementen 88 gleitend stoßen. Somit werden auf die Schneidelemente 88 einwirkende Vertikalkräfte unmittelbar auf das Gesenk 84 übertragen. Zwei Druckfedern 92 drücken die Schneidelemente 88 in eine Position benachbart zu der Senkfläche, wie in den Fig. 11 und 12 gezeigt. Das feste Gesenk 84 umfaßt desweiteren eine sich hindurchstreckende Bohrung 96, die mit einer Bohrung 116 in einer Stellschraube 118 in Verbindung steht und so geformt ist, daß sie das Stanzelement 70 aufnehmen kann und für eine Abführung des durch das Stanzelement 70 entfernten Stanzstücks 102 aus dem dünnlagigen Material sorgt.

Die Funktionsweise der Vorrichtung 60 wird in Verbindung mit der Befestigung einer Mutter am Blech im wesentlichen in einem Vorgang beschrieben. Es versteht sich jedoch von selbst, daß die Funktionsweise der Vorrichtung 60 in Verbindung mit dem Einsatz eines als Schraube ausgebildeten Befestigungselementes abgesehen von geringfügigen Änderungen ähnlich ist.

In den Fig. 10 und 11 ist eine automatische Zuführeinrichtung 140 für Befestigungselemente dargestellt, die an Stelle der vorstehend erwähnten Haltefedern in Verbindung mit der Vorrichtung 60 verwendet werden kann. Über eine Förderrinne 142 wird eine Reihe von Befestigungselementen 12 mittels Schwerkraft oder Luftdruck nacheinander einem Befestigungselementträger 144 zugeführt. Ein zurückziehbarer Stift 148, der in irgendeiner geeigneten Weise betätigt werden kann, verhindert die Zufuhr von weiteren Befestigungselementen, bis der Träger geleert worden ist.

Der Träger 144 umfaßt eine Öffnung 150 mit einer der Querschnittsform des Befestigungselementes entsprechenden Querschnittsform, um eine richtige Orientierung und Ausrichtung des Befestigungselementes in bezug auf den Stempelabschnitt 74 und das Gesenk während des Formvorganges sicherzustellen. Eine Vielzahl von Lagerelementen in Form von Kugeln 152, die durch Federn 156 unter Vorspannung stehen, erstreckt sich teilweise in die Öffnung 150 und trägt das Befestigungselement, bis dieses vom Treiberelement 72 ergriffen wird. Wenn das Befestigungselement nach unten gedrückt wird, werden die Federn 156 zusammengepreßt und die Kugeln 152 zurückgezogen, so daß das Befestigungselement durch die Öffnung 150 gedrückt wird, um mit dem Blech 14 in Eingriff zu treten.

Es versteht sich von selbst, daß ähnliche Vorrichtungen zur automatischen Zuführung von als Schrauben ausgebildeten Befestigungselementen 42 zur Formvorrichtung 60 Verwendung finden können. Bei einer derartigen Vorrichtung kann beispielsweise die Rinne 142 einen Längsschlitz zur Aufnahme des Schaftes 46 aufweisen, so daß der Kopf 44 in ähnlicher Weise befördert werden kann, wie dies in der Zeichnung für das Befestigungselement 12 dargestellt ist. Auch der Trägermechanismus 144 ist hierbei mit einem entsprechenden Vertikalschlitz versehen, um an der Verbindungsstelle mit der Rinne 142 für den Schaft 46 Spiel vorzusehen.

Nachfolgend wird die Funktionsweise der Vorrichtung 60 in Verbindung mit den Fig. 12 und 13 beschrieben. Das Blech 14 wird über dem Formteil 64 angeordnet, so daß der Bereich, in dem die Befestigungseinheit ausgebildet werden soll, unmittelbar unter dem Formteil 62 liegt. Das Treiberelement 72 wird mit einem Befestigungselement 12 beladen, wobei sich das Stanzelement 70 durch die Bohrung 32 erstreckt, falls eine Öffnung 30 gewünscht ist. Das Beladen der Vorrichtung 60 mit einem Befestigungselement 12 kann manuell durchgeführt werden, wie in Fig. 12 gezeigt, oder mittels eines automatischen Vorschubmechanismus, beispielsweise dem in den Fig. 10 und 11 gezeigten.

Die Presse 66 wird danach weiterbetätigt, um das Formteil 62 nach unten zu bewegen, wobei das Stanzelement 70 die Öffnung 30 ausformt und der Stempelabschnitt 74 das Befestigungselement 12 gegen das Blech 14 preßt (nachdem das Halteelement 68 in eine anstoßende Lage mit dem Treiberelement 72 bewegt worden ist). Falls eine Öffnung gewünscht wird, die einen größeren Durchmesser besitzt als der Innendurchmesser der Gewindebohrung 32, kann sie im Blech vorgeformt werden. Das Stanzstück 102, das aus der Herstellung der Öffnung 30 resuliert, fällt in die Bohrung 96 und kann beseitigt werden. Danach preßt der Stempelabschnitt 74 das Befestigungselement 12 mit einer ausreichend großen Kraft gegen das Blech 14, so daß die vorderen Kanten oder Ecken der gegenüberliegenden Seiten 18 mit den inneren Kanten der Schneidblätter 88 zusammenwirken, um das Blech entlang den Seiten 18 abzuscheren bzw. durchzuschneiden. Das Befestigungselement wird weiter durch das Blech gedrückt, um den Stützstreifen 16 in eine versetzte Lage zu bringen, wobei sich dieser an die Fläche des Befestigungselementes anpaßt und gegen dieselbe stößt.

Wenn der Stützstreifen 16 mit den Schultern 85 am Gesenk 84 in Kontakt tritt, werden sowohl das Befestigungselement 12 als auch der Stützstreifen 16 weiter zwischen den Schultern 75 und 85 verformt, so daß das Material des Befestigungselementes 12 beginnt, nach außen zu fließen, und Vorsprünge 22 bildet, die mit den Bändern 20 des Blechs in festen Eingriff treten. Wenn die Vorsprünge 22 geformt werden, werden die Schneidelemente 88 nach außen verschwenkt, wie in Fig. 13 gezeigt. Die kontinuierliche Verformung des Stützstreifens 16 und des Befestgiungselementes 12 bewirkt darüber hinaus eine Verbiegung der Ränder 20 in Richtung auf das Gesenk 84, so daß die in den Fig. 2 und 5 gezeigten aufgebogenen Lippen 21 gebildet werden. Ein Abschnitt des Stützstreifens 16 wird auch verformt, so daß es infolge der vorstehend beschriebenen Verformung zu einem festen Eingriff mit den Seiten 18 kommt.

Wenn das Stanzelement 70 zurückgezogen wird, arretiert das Treiberelement 72 das Befestigungselement und unterstützt somit das Abstreifen des Stanzelementes 70 aus der Bohrung 32. Wenn sich das Formteil 62 weiter zurückzieht, wird das Treiberelement 72 angehoben, so daß das Blech entfernt werden kann.

Die Vorrichtung zur Befestigung eines Befestigungselementes 42 am dünnlagigen Material ist ähnlich ausgebildet wie die vorstehend beschriebene Vorrichtung. Da der Schaft 46 vom Kopf 44 vorsteht, ist die Öffnung 30 im Stützstreifen 16 jedoch vorzugsweise vorgestanzt, so daß der Schaft 46 in die Öffnung eingesetzt werden kann, wonach die Befestigungseinheit 40 in der vorstehend beschriebenen Weise ausgebildet wird. Wenn jedoch das Befestigungselement 42 so orientiert werden soll, daß der Schaft 46 vom Schlitzstreifen 16 wegsteht, ist ein Vorstanzen nicht erforderlich.

Das Blech kann in einem das Befestigungselement umgebenden Bereich vertieft werden, falls dies gewünscht wird, um eine koplanare Beziehung zwischen dem Blech und einer Fläche des Befestigungselementes herzustellen. ein derartiger Vertiefungsvorgang kann vor der Befestigung des Befestigungselementes am Blech oder gleichzeitig damit mit Hilfe von speziell geformten Prägeflächen durchgeführt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Befestigungseinheit, bestehend aus einem Blech und einem durch einen Verformungsvorgang damit verbundenen Befestigungselement, das zwei gegenüberliegende Stirnseiten und mindestens zwei gegenüberliegende Umfangsseiten aufweist, wobei das Blech einen einstückig mit ihm verbundenen, am Befestigungselement anliegenden Abschnitt aufweist, der durch Abscheren an zwei gegenüberliegenden Rändern bezüglich der Ebene des restlichen Teils des Blechs versetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschnitt des Blechs als ein an der Oberfläche der einen Stirnseite des Befestigungselements (12; 42) anliegender, einteiliger Stützstreifen (16) ausgebildet ist und daß die durch Abscheren des Stützstreifens (16) entstehenden Ränder (20) des Blechs (14) vom Stützstreifen (16) einen solchen Abstand haben, daß sie an den gegenüberliegenden Umfangsseiten (18) des Befestigungselements (12; 42) angreifen.
  2. 2. Befestgungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsseiten (18) des Befestigungselementes (12; 42) zwei voneinander beabstandete Vorsprünge (22) aufweisen, zwischen die die abgescherten Ränder (20) des Blechs (14) greifen.
  3. 3. Befestigungseinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die abgescherten Ränder (20) des Blechs (14) mindestens eine konisch verlaufende Lippe (21) aufweisen, die zwischen die beabstandeten Vorsprünge (22) greift.
  4. 4. Befestigungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Befestigungselement eine quadratische Mutter oder eine Schraube mit quadratischem Kopf ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen (16) an der Oberfläche der betreffenden Stirnseite des Befestigungselementes (12; 42) vollflächig anliegt und eine Öffnung (30) aufweist, die der Gewindebohrung der Mutter ( 12) bzw. dem Gewindeschaft der Schraube (42) entspricht.
  5. 5. Befestigungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder (24) des Streifens (16) um die Kanten der betreffenden Stirnseite des Befestigungselementes (12; 42) herum verformt sind.
  6. 6. Verfahren zum Herstellen einer Befestigungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Blech und das Befestigungselement gegeneinander gepreßt werden und hierbei zur Herstellung des Streifens dessen gegenüberliegende Ränder abgeschert und das Befestigungselement gemeinsam mit dem Streifen gegenüber der Ebene des restlichen Teiles des Bleches verschoben werden, dadurch gekennzeichnet, daß beim Gegeneinanderpressen von Blech und Befestigungselement die Umfangsseiten des Befestigungselementes nach außen in Anlage mit den abgescherten Rändern des Bleches verformt werden.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Verformungsvorgang Vorsprünge an den Umfangsseiten des Befestigungselementes gebildet werden.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Ausbildung der Vorsprünge an den abgescherten Rändern des Bleches konische Lippen gebildet werden.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rand des Streifens verformt wird, um mit mindestens einer Umfangsseite des Befestigungselementes in Eingriff zu treten.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Pressen ein Abschnitt des Blechs um den Bereich herum, an dem das Befestigungselement befestigt werden soll, eingeprägt wird.
  11. 11. Vorrichtung zum Herstellen einer Befestigungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit zwei relativ zueinander bewegbaren Formteilen und zwei beabstandeten Schneidelementen zum Abscheren der Ränder des Streifens, dadurch gekennzeichnet, daß die Formteile (62, 64) Formflächen (75, 85) aufweisen, die die gegenüberliegenden Umfangsseiten (18) des Befestigungselementes (12; 42) in Anlage mit den abgescherten Rändern des Blechs (14) verformen.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, die die Relativbewegung der Formteile (62, 64) so steuert, daß die abgescherten Ränder des Blechs (14) gebogen und daran konische Lippen (21) ausgebildet werden.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Formflächen aus voneinander beabstandeten Schultern (75, 85) bestehen, die die gegenüberliegenden Umfangsseiten (18) des Befestigungselementes (12; 42) zur Herstellung von Vorsprüngen (22) nach außen verformen.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schneidelemente (88) einen Abstand voneinander haben, der im wesentlichen dem Abstand der Umfangsseiten (18) des Befestigungselementes (12; 42) entspricht.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekenzeichnet, daß die Schneidelemente (88) schwenkbar an einem (64 ) der Formteile (62, 64) so befestigt sind, daß sie durch eine auswärtsgerichtete Verformung der gegenüberliegenden Umfangsseiten (18) des Befestigungselementes (12; 42) verschwenken.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Einprägen eines Abschnittes des Bleches (14) um das Befestigungselement (12; 42) herum.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, gekennzeichnet durch mindestens zwei Haltefedern (115) an einem (62) der Formteile, die an Umfangsseiten des Befestigungselements (12; 42) angreifen, um es zu den Formteilen (62, 64) ausgerichtet zu halten.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch einen zwischen den Formteilen (62, 64) angeordneten Träger (144) mit einer Öffnung (150), die das Befestigungselement (12; 42) zu den Formteilen (62, 64) ausgerichtet hält.
  19. 19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (144) mehrere in die Öffnung (150) ragende Lagerelemente (152) und Federn (156) aufweist, die die Lagerelemente (152) in Richtung auf die Öffnung (150) drücken, wobei die Lagerelemente (152) durch das Befestigungselement (12; 42) bei einer Bewegung der Formteile (62, 64) aufeinander zu aus der Öffnung (150) herausgedrückt werden.
  20. 20. Vorrichtung nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch eine Zuführeinrichtung (142) zum Zuführen von Befestigungselementen (12) zur Öffnung (150) im Träger (144).
  21. 21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung eine Rinne (142) aufweist.






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