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Dokumentenidentifikation DE3432485C2 03.09.1987
Titel Luftansaugsystem einer Brennkraftmaschine für eine Motorkettensäge
Anmelder Kioritz Corp., Mitaka, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Nagashima, Akira, Kawasaki, JP
Vertreter Wallach, C., Dipl.-Ing.; Koch, G., Dipl.-Ing.; Haibach, T., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Feldkamp, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 04.09.1984
DE-Aktenzeichen 3432485
Offenlegungstag 28.03.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.09.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.09.1987
IPC-Hauptklasse F02M 35/14
Zusammenfassung Ein Schalldämpferfilter zur Benutzung in Verbindung mit einer motorisch angetriebenen Maschine ist derart angeordnet, daß die Luft, die durch einen Lufteinlaß eines Maschinendeckels strömen kann, veranlaßt wird, nach oben zu strömen, indem eine Strömung von einem unteren Ende von Löchern herbeigeführt wird, die in Fortsätzen eines Filterelements ausgebildet sind. Die Strömung erfolgt nach oben und in eine Kammer über dem Filterelement. Dann wird die Luft veranlaßt, nach unten durch das Filterelement zu fließen, und dann wird sie durch die Innenseite von Maschinenrahmenabschnitten nach einem Lufteinlaß einer Brennkraftmaschine zugeleitet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Luftansaugsystem der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung. Ein derartiges System ist durch die US-PS 43 82 333 bekannt. Hierbei ist die die Vergaserkammer abdeckende Filterplatte mit dem abnehmbaren Deckel verbunden, so daß sie im Bedarfsfalle leicht demontiert und gereinigt oder ersetzt werden kann. Die Verbrennungsluft tritt unmittelbar in die zwischen Deckel und Filterplatte gebildete Vorkammer durch im hinteren Teil angeordnete Gehäuseschlitze ein. Dies bedingt, daß der Luftdurchsatz durch die Filterplatte unterschiedlich ist und sich die Filterplatte an den hauptsächlich durchströmten Stellen schneller zusetzt als an anderen Stellen. Außerdem bedingt die bekannte Anordnung einen relativ hohen Ansauggeräuschpegel.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Luftansaugsystem derart zu verbessern, daß unter Beibehaltung der günstigen Einbaumöglichkeiten eine bessere Führung der Ansaugluftströmung unter Geräuschdämpfung gewährleistet wird.

Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die im Kennzeichnungsteil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale.

Durch das erfindungsgemäße Luftansaugsystem wird erreicht, daß die Ansaugluft im Gegenstrom nach der Vorkammer und von dieser in die Vergaserkammer gelangt. Dabei setzt sich infolge Schwerkraftwirkung bereits größere angesaugte Partikel in den Ansaugkammern unterhalb der Fortsätze bzw. der Schalldämpferrohre ab, so daß hierdurch die Filterplatte nicht zugesetzt wird. Außerdem wird eine günstige Schalldämpfungswirkung durch die mit der Filterplatte vereinigten Rohre erreicht, die in ihrer Länge auf die wesentlichen Schallfrequenzen abgestimmt sein können.

Die GB-PS 7 72 937 zeigt zwar bereits ein Luftansaugfilter, das mit einem Ansauggeräuschdämpfer kombiniert ist. Aufbau und Wirkungsweise sind jedoch völlig anders als bei der Erfindung. Die Luft strömt hier durch ein horizontales Rohr in eine Kammer ein, die in Verbindung mit den Einlaßöffnungen so abgestimmt ist, daß eine akustische Dämpfung erfolgt. Von hier aus durchströmt die Ansaugluft zweimal die Filterplatte und gelangt über ein Verbindungsrohr nach dem Vergaser. Hier erfolgt zwar auch eine Gegenströmung im inneren und äußeren Bereich, jedoch wird auf beiden Wegen die Filterplatte durchsetzt.

Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine rückwärtige, teilweise aufgebrochene Ansicht einer Motorkettensäge mit einem erfindungsgemäß ausgebildeten Luftansaugsystem für die Antriebsbrennkraftmaschine.

Die Motorkettensäge 1 weist einen Gehäusedeckel 2 auf, der einen Raum abschließt, in dem die Brennkraftmaschine als Antriebsmotor angeordnet ist. Das Luftansaugsystem ist unmittelbar unter dem Deckel 2 und teilweise von diesem umschlossen untergebracht. Innerhalb des Deckels 2 sind Gehäusewände 3, 4 vorgesehen und das Luftansaugsystem weist zwei Luftansaugkammern 8, 9, eine Vorkammer 10 und eine Vergaserkammer 11 auf. Eine Filterplatte 5 mit Fortsätzen 12 und 13 trennt die Vorkammer 10 von den Ansaugkammern 8 und 9 bzw. von der Vergaserkammer 11.

Die Gehäusewände 3 und 4 erstrecken sich durch den Raum, der durch den Deckel 2 umschlossen ist, von einem unteren Teil nach einem oberen Teil. Zwischen den oberen Enden der Gehäusewände 3 und 4 ist die Luftfilterplatte 5 gelagert. Die Filterplatte 5 definiert einen oberen Teil der Vergaserkammer 11, und die Kammer 11 steht in ihrem unteren Teil mit einer nicht dargestellten Lufteinlaßöffnung des Vergasers in Verbindung. Die Filterplatte 5 ist einstückig mit einem Fortsatz 12, 13, beispielsweise aus Plastikmaterial derart hergestellt, daß die Fortsätze 12 und 13 über die oberen Ränder der Wände 3 und 4 hinausgehen und sich bis zu Stellen in der Nähe der inneren Wandoberfläche an beiden Seiten des Deckels 2 erstrecken. Der Fortsatz 12 teilt in vertikaler Richtung die Ansaugkammer 8 von der Vorkammer 10 ab, während andererseits der Fortsatz 13 die Ansaugkammer 9 von der Vorkammer 10 abteilt. Die Vergaserkammer 11 wird von der Vorkammer 10 in vertikaler Richtung durch einen Hauptkörperabschnitt der Filterplatte 5 abgetrennt. Die Vergaserkammer 11 ist ebenso von den Ansaugkammern 8 und 9 durch die Gehäusewände 3 bzw. 4 abgetrennt. Demgemäß sind die Kammern 8, 9 und 11 in der Weise ausgebildet, daß sie seitlich nebeneinander liegen und die Vorkammer 10 liegt über der seitlichen Aneinanderreihung dieser Kammern 8, 9 und 11 .

Die Filterplatte 5 ist wie in der Zeichnung dargestellt ausgebildet. Das heißt, ein Mittelabschnitt steht nach oben vor. Der Fortsatz 12 ist mit einem Loch 14 und einem Stutzen ausgestattet, welcher eine bestimmte Länge besitzt und gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Schalldämpferrohr 6 als getrennter Bauteil in das Loch eingefügt, um eine bessere Ansaugluft-Schalldämpfung zu erreichen. Die Ansaugkammer 8 und die Vorkammer 10 stehen miteinander über einen Innenkanal in Verbindung, der durch das Innere des Schalldämpferrohres 6 gebildet ist.

Der Fortsatz 13 des Filterelements 5 kann in der gleichen Weise ausgebildet werden wie der Fortsatz 12. Der Fortsatz 13 kann aber bei einem anderen Ausführungsbeispiel auch wie folgt ausgebildet werden: es kann ein Loch 15 vorgesehen werden, und dieses Loch 15 erstreckt sich nach unten und ist einstückig mit einem Schalldämpferrohr 7 verbunden. Ein Innenkanal 16 des Schalldämpferrohres 7, welches dem Loch 15 so angepaßt ist, daß ein vertikaler kontinuierlicher Kanal gebildet wird, stellt eine Verbindung zwischen der Ansaugkammer 9 und der Vorkammer 10 her. Die innere Umfangsoberfläche des Loches 15 und des Kanals 16 besitzt einen vertikalen Abschnitt, der sich graduell im Durchmesser von einem unteren Ende des Kanals 16 des Schalldämpferrohres 7 nach einem oberen Ende des Fortsatzes 13 der Filterplatte 5 vergrößert.

Die Luft tritt aus den nicht dargestellten Lufteinlaßöffnungen, die in beiden Seiten des Deckels 2 vorgesehen sind, in die Ansaugkammern 8 und 9 innerhalb des Deckels 2 ein. Dann strömt die Luft durch jene Kammern 8 und 9nach oben, um die unteren Enden der Schalldämpferrohre 6 und 7 zu erreichen. Dann strömt die Luft durch das Innere der Schalldämpferrohre 6 und 7 nach oben und in die Vorkammer 10 ein, während der infolge der Fluktuationen in der Luftströmung erzeugte Lärm durch die Schalldämpferwirkung der Schalldämpferrohre 6, 7 vermindert wird. Da auf diese Weise die Luftströmung, die in die Vorkammer 10 durch die Ansaugkammern 8 und 9 eintritt, nach oben gerichtet ist, werden relativ große Staubmengen, die in der Luft enthalten sind, abgeführt, wenn die Luft in die Vorkammer 10 eintritt, indem diese Luft durch die Schalldämpferrohre 6 und 7 gelangt.

Die Luft, die in die Vorkammer 10 eingetreten ist, wird schließlich dadurch gereinigt, daß sie durch den Hauptabschnitt der Filterplatte 5 hindurchtritt und in die Vorkammer 10 abströmt und dann nach unten und somit in die Lufteinlaßöffnung des Vergasers der Brennkraftmaschine strömen kann.

Die Schalldämpferrohre 6 und 7 können auch in einer größeren Anzahl in geeigneter Länge vorgesehen werden. Außerdem kann das Schalldämpferrohr 6, welches später als zusätzliches Bauteil eingesetzt wird, einen Innenkanal aufweisen, dessen Vertikalschnitt graduell im Durchmesser vom unteren Ende nach der stromaufwärtigen Seite am oberen Ende ansteigt, d. h. wie im Falle des Innenkanals des Schalldämpfungsrohres 7.


Anspruch[de]
  1. 1. Luftansaugsystem einer Brennkraftmaschine für eine Motorkettensäge mit einer über dem Motor angeordneten Vergaserkammer (11), die seitlich von Gehäusewänden (3, 4) und oben durch eine Luftfilterplatte (5) abgeschlossen ist, über der eine, durch einen seitlich heruntergezogenen Gehäusedeckel (2) abgeschlossene Vorkammer (10) angeordnet ist, in die Verbrennungsluft über Gehäuseansaugöffnungen eingesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß

    1. - zwischen dem seitlich heruntergezogenen Teil des Deckels (2) und den nach innen zurückversetzten Gehäusewänden (3, 4) Ansaugkammern (8, 9) gebildet sind, die mit den Gehäuseansaugöffnungen in Verbindung stehen,
    2. - die Filterplatte (5) seitliche Fortsätze (12, 13) aufweist, die zwischen dem oberen Ende der Gehäusewände (3 bzw. 4) und dem Deckel (2) verlaufen und die Ansaugkammern (8 bzw. 9) von der darüber befindlichen Vorkammer (10) trennen, und
    3. - die Fortsätze (12, 13) von Ansaugschalldämpferrohren (6, 7) durchsetzt sind.


  2. 2. Luftansaugsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansaugschalldämpferrohre (6) in Löcher (14) der Fortsätze ( 12) eingesteckt sind.
  3. 3. Luftansaugsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansaugschalldämpferrohre (7) einstückig mit den Fortsätzen (13) hergestellt sind.
  4. 4. Luftansaugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterplatte (5) einen nach oben über die seitlichen Fortsätze (12, 13) vorstehenden Mittelabschnitt aufweist.






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