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Dokumentenidentifikation DE3606717A1 03.09.1987
Titel Mineneinsatz für Zirkel und Schaftverlängerung hierzu
Anmelder J. S. Staedtler GmbH & Co, 8500 Nürnberg, DE
Erfinder Grötsch, Gerald, 8510 Fürth, DE
DE-Anmeldedatum 01.03.1986
DE-Aktenzeichen 3606717
Offenlegungstag 03.09.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.09.1987
IPC-Hauptklasse B43L 9/24
IPC-Nebenklasse B43K 23/00   B43K 21/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Mineneinsatz für Zirkel und eine Schaftverlängerung hierfür.

Bei den bekannten Mineneinsätzen, wie sie beispielsweise in DE-OS 33 42 371 beschrieben und gezeigt werden, wird es vielfach als Mangel empfunden, daß diese Einsätze lediglich für die vorbestimmte Verwendung in Verbindung mit Zirkeln in zweckmäßiger Weise benützt werden können. Obwohl derartige Mineneinsätze i. d. R. qualitativ hochwertige Spannvorrichtungen für die Minen aufweisen und demzufolge relativ teuer sind, sind sie für eine umfassende Nutzung - besonders als "normale" Schreibund Zeichenstifte - nicht geeignet, da sie, bedingt durch die für die Verwendung in Zirkeln erforderliche kleinen Bauweise, nicht "handgerecht" bzw. nicht ausreichend groß genug sind, um gut in normaler Schreibhaltung gefaßt werden zu können.

Um mit ein und demselben Stift sowohl schreiben und zeichnen, als auch in Verbindung mit Zirkeln arbeiten zu können, wird in DE-GM 74 35 866 vorgeschlagen, die bei Zirkeln üblichen Aufnahmen für Tuschezeichner u. ä. mit einem besonderen Einsatz bzw. mit einer Hülse zu versehen, die geeignet ist, u. a. bekannte "Feinschreiber", d. h. mechanische Minenstifte, wie sogenannte Füllbleistifte, oder auch "Fallbleistifte", sicher in den bekannten Zirkel-Ansatzstücken zu halten.

Da jedoch die handelsüblichen mechanischen Schreibstifte mit einem relativ langen Schaft versehen sind - damit man sie gut in der Hand halten kann - eignen sie sich nur in sehr begrenztem Umfang für die Benutzung in Zirkeln, Universell in jeder Art von Zirkeln und in vielen Arbeitspositionen ist ihre Verwendung nicht möglich. Die weiterhin allgemein bekannten Verlängerungen, die den handelsüblichen Zirkelsätzen beiliegen und die zur Benutzung üblicher Zirkel-Einsätze, insbesondere sogenannter Reißfedern, von Hand dienen sollen, eignen sich nicht für die Kombination mit Mineneinsätzen, die eine mechanisch wirkende Spann- und/oder Vorschub- Vorrichtung für Minen aufweisen, da durch sie keine Betätigung der i. d. R. am rückwärtigen Ende der Mineneinsätze angeordneten Betätigungsteile für die Spannvorrichtung möglich ist.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Mineneinsatz für Zirkel sowie eine zugehörige Schaftverlängerung für den Mineneinsatz zu schaffen, wodurch die geschilderten Nachteile beseitigt werden und womit einerseits die Benützung des Mineneinsatzes sowohl in Zirkel-Ansatzstücken, als auch als handlicher "normaler" Schreib- oder Zeichenstift, unabhängig vom Zirkel, ohne Beeinträchtigung der Funktion benutzt werden kann.

Diese Aufgabe wird mit dem im Hauptanspruch umfaßten Mineneinsatz, zusammen mit der vorgeschlagenen Schaftverlängerung, auf besonders einfache Weise gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen erfindungsgemäßer Mineneinsätze und insbesondere auch entsprechender Schaftverlängerungen sind in den weiteren Ansprüchen dargestellt.

Anhand einiger Ausführungsbeispiele wird die Erfindung nachfolgend in Verbindung mit den Abbildungen näher erläutert.

Hierbei zeigt:

Fig. 1 einen bekannten Mineneinsatz

Fig. 2 eine erste erfindungsgemäß verwendbare Schaftverlängerung

Fig. 3 eine alternative Schaftverlängerung

Fig. 4 eine erste erfindungsgemäße Ausführung eines Mineneinsatzes mit einer Schaftverlängerung gem. Fig. 2

Fig. 5 bis 8 weitere erfindungsgemäße Ausführungen mit Schaftverlängerungen gem. Fig. 3 und anderer Konstruktionen.

Der an sich bekannte Mineneinsatz 1 gemäß Fig. 1 weist einen Gehäuseschaft 11, eine Griffzone 12, ein erstes 13 und ein zweites Befestigungsmittel 14, eine Schaftspitze 15 mit einem die Feinmine 41 schützenden Führungsröhrchen 16 sowie ein Betätigungsteil 22 auf. Die hier nicht sichtbare innenliegende Spannvorrichtung kann eine Drehmechanik oder ein Druck-Klemmsystem zum Festhalten und/oder zum Transportieren der Mine 41 aufweisen. Demgemäß kann das Betätigungsteil 22 dreh- oder drückbar gegenüber dem Gehäuseschaft 11 zu betätigen sein. Die Montage am Zirkelansatzstück erfolgt bekanntermaßen je nach Zirkel-Konstruktion am - hier als Gewinde gestalteten - ersten Befestigungsmittel 13 oder am ebenfalls als Gewinde ausgebildeten zweiten Befestigungsmittel 14.

Erfindungsgemäß zuzuordnende Schaftverlängerungen können je nach Konstruktion, am zweiten Befestigungsmittel 14 durch passendes Gewinde, am Gehäuseschaft 11, durch Haftsitz oder am Betätigungsteil 22 bzw. an dessen Befestigungsabschnitt 23 befestigt werden, wenn der Mineneinsatz nicht (oder durch das erste Befestigungsmittel 13) mit dem Zirkel bzw. mit dessen Ansatzstück verbunden ist.

Bei gleich gestalteten Befestigungsmitteln 13 und 14 des Mineneinsatzes 1 und komplementären Befestigungselementen an der Schaftverlängerung kann diese auch auf dem ersten Befestigungsmittel 13 angebracht werden und so bei nicht (oder bei über das zweite Befestigungsmittel 14) erfolgter Verbindung mit dem Zirkel, zum Schutz der u. U. empfindlichen Mine 41, dienen.

Fig. 2 zeigt eine einfache Schaftverlängerung 3, die mittels einer hier als Paßbohrung ausgebildeten Befestigungszone 38 beispielsweise mit dem Befestigungsmittel 23 des Betätigungsteiles 22 des Mineneinsatzes 1 gem. Fig. 1 in feste, jedoch lösbare Wirkverbindung gebracht werden kann.

Nach Fig. 3 ist eine erfindungsgem. Schaftverlängerung 3&min; mit einer Durchbrechung 31 und mit einem Gewinde 36, zur Befestigung an einem gleichgestalteten Befestigungsmittel 13, 14 eines Mineneinsatzes 1, versehen. Durch die Durchbrechung 31 hindurch kann die Betätigung der Spannvorrichtung erfolgen.

In Fig. 4 ist ein Mineneinsatz 1 dargestellt, der einen Gehäuseschaft 11, eine Griffzone 12, eine Schaftspitze 15, ein Führungsröhrchen 16 und, hier als Paßflächen oder Paßzapfen ausgebildete erste 13&min; und zweite Befestigungsmittel 14&min;, aufweist.

An einem ebenfalls als Paßzapfen ausgebildeten Befestigungsabschnitt 23 des Betätigungsteiles 22 ist mittels einer Befestigungszone 38, die als zum Paßzapfen komplementäre Paßbohrung, mit Haftsitz gestaltet ist eine Schaftverlängerung 3 befestigt.

Die Schaftverlängerung 3 bildet hierbei praktisch eine Verlängerung des Betätigungsteiles 22 und dient als Funktionselement beim Betätigen der Spannvorrichtung. je nach Spannsystem und Befestigung lassen sich hierdurch axiale Druckkräfte oder Rotationskräfte übertragen.

Die aus Fig. 5 ersichtliche Ausführungsform einer Schaftverlängerung 3&min; läßt ein teilweise in die Durchbrechung 31 ragendes Betätigungsteil 22 des Mineneinsatzes 1 erkennen. Die Schaftverlängerung 3&min; ist hierbei mittels einer Paßbohrung 37 auf dem Gehäuseschaft 11 reibschlüssig befestigt und reicht axial bis zur Griffzone 12 des im übrigen mit einem ersten Befestigungsmittel 13, einer Schaftspitze 15, einem Führungsröhrchen 16 und mindestens einer Feinmine 41 versehenen Mineneinsatzes 1.

Ähnlich gestaltet ist die Schaftverlängerung 3&min; gemäß Fig. 6, wobei hier die Verbindung mit dem Mineneinsatz 1 durch das als Gewinde gestaltete zweite Befestigungsmittel 14 erfolgt.

Der Gehäuseschaft 11 ist lose im Inneren der Schaftverlängerung 3&min; angeordnet und das Betätigungsteil 22 wird ebenfalls durch die Durchbrechung 31 hindurch mit einem Finger, z. B. in axiale Richtung, betätigt.

Bei der Schaftverlängerung 3&min;&min; nach Fig. 7 ist ein axial von außen betätigbarer Schieber 35 vorgesehen, der im Inneren mit einem entsprechenden, ggf. federbeaufschlagten Betätigungsteil 22 der Minen-Spannvorrichtung des Mineneinsatzes 1 in Wirkverbindung steht.

Aus Fig. 8 ist eine weitere Alternative ersichtlich, bei der die Schaftverlängerung 3&min;&min; mit dem Mineneinsatz 1 mittels dem zweiten Befestigungsmittel 14 verschraubt ist und das den Gehäuseschaft 11 axial nach hinten überragende Betätigungsteil 22 von einem Stößel 32 beaufschlagt wird, der zwischen einem Anschlag 33 und einer Anlegekante des Stößelkopfes 34 axial beweglich in der Schaftverlängerung 3&min;&min; angeordnet ist. An die Griffzone 12 schließt sich das erste Befestigungsmittel 13 und die Schaftspitze 15 an. Die Normalmine 42 wird von einer Spannzange 21 der sonst nicht sichtbaren Spannvorrichtung festgehalten und kann durch axiale Betätigung des Stößelkopfes 34, über den Stößel 32 und das Betätigungsteil 22, ggf. gegen die Wirkung einer Schraubendruckfeder, wodurch sich die Spannzange 21 ebenfalls axial nach vorne bewegt und radial öffnet, gelöst und ggf. erneuert werden.

  • Positionen

    1 Mineneinsatz

    11 Gehäuseschaft

    12 Griffzone

    13, 13&min; erstes Befestigungsmittel

    14, 14&min; zweites Befestigungsmittel

    15 Schaftspitze

    16 Führungsröhrchen

    21 Spannzange

    22 Betätigungsteil

    23 Befestigungsabschnitt

    3, 3&min;, 3&min;&min;&min; Schaftverlängerung

    31 Durchbrechung

    32 Stößel

    33 Anschlag

    34 Stößelkopf

    35 Schieber

    36 Gewinde

    37 Paßbohrung

    38 Befestigungszone

    41 Feinmine

    42 Normalmine


Anspruch[de]
  1. 1. Mineneinsatz für Zirkel, der mindestens eine in einem Gehäuse angeordnete Spannvorrichtung für Minen, ein Betätigungsteil für den Minenvorschub und ein Befestigungsmittel zum lösbaren Befestigen an einem Zirkel aufweist, gekennzeichnet durch eine leicht lösbar mit dem Gehäuseschaft (11), mit einem Befestigungsmittel (13, 13&min;; 14, 14&min;) oder mit einem Befestigungsabschnitt (23) des Betätigungsteils (22) verbundene Schaftverlängerung (3, 3&min;, 3&min;&min;), die mit Durchbrechungen (31), Stößel (32) oder Schiebern (35) versehen ist, um die Einwirkung auf das Betätigungsteil (22) der Spannvorrichtung für die Mine (41, 42) zu ermöglichen, sofern sie nicht direkt mit dem Betätigungsteil (22) in Wirkverbindung steht.
  2. 2. Mineneinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er mehrere Befestigungsmittel (13, 13&min;; 14, 14&min;) aufweist und daß die zugehörige Schaftverlängerung (3,, 3&min;&min;) mit einer komplementären Paßbohrung (37) oder mit einem hierzu passenden Gewinde (36) versehen ist.
  3. 3. Mineneinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsteil (22) mit einem Befestigungsabschnitt (23) versehen ist und daß die zugehörige Schaftverlängerung (3) eine komplementäre Befestigungszone (38) aufweist, zur Erzielung einer die Betätigungsbewegung übertragenden Wirkverbindung.
  4. 4. Schaftverlängerung für einen Mineneinsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechungen (31) nach Lage und Größe derart ausgebildet und angeordnet sind, daß bei bestehender Montageverbindung mit dem Mineneinsatz (1) durch sie hindurch das Betätigungsteil (22) der Spannvorrichtung mit einem Finger berührt und in Funktionsrichtung bewegt werden kann.
  5. 5. Schaftverlängerung für einen Mineneinsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zugeordnete Stößel (32) oder der Schieber (35) derart gestaltet und/oder angeordnet sind, daß sie bei bestehender Montageverbindung von Schaftverlängerung (3&min;&min;) und Mineneinsatz (1) mit dem Betätigungsteil (22) der Spannvorrichtung in Wirkkontakt stehen und in dem zur Klemmung und/oder Freigabe der Mine (41, 42) erforderlichen Umfang von außen betätigt werden können.
  6. 6. Schaftverlängerung für einen Mineneinsatz nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Befestigungszone (38) zur festen jedoch lösbaren Verbindung mit einem Befestigungsabschnitt (23) des Betätigungsteiles (22) aufweist.






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