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Dokumentenidentifikation DE3544537A1 10.09.1987
Titel Schnurgeführte Reißschiene mit verdeckt liegenden Schnüren und einsteckbarer Schnurumlenkung
Anmelder Schuh, Ulrich, Dipl.-Ing., 8000 München, DE
Erfinder Schuh, Ulrich, Dipl.-Ing., 8000 München, DE
DE-Anmeldedatum 17.12.1985
DE-Aktenzeichen 3544537
Offenlegungstag 10.09.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.09.1987
IPC-Hauptklasse B43L 13/02
IPC-Nebenklasse B43L 7/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine schnurgeführte Reißschiene mit verdeckt liegenden Schnüren und an das Reißschienenprofil steckbarer Schnur-Umlenkung.

Seit langem bekannt sind Reißschienen, deren Parallelführung durch Schnüre gewährleistet wird, die an vier Punkten der Zeichenunterlage befestigt sind und die auf der Reißschiene selbst in deren Längsrichtung umgelenkt werden. (Fig. 1).

Auch die verdeckte Führung der Schnüre in einem Kanal unter der Reißschienen-Oberseite wird gelegentlich gewählt, damit die Schnüre beim Zeichnen nicht stören. Die Umlenkrollen der Schnur-Umlenkung werden dabei entweder am Reißschienen-Profil selbst befestigt (z. B. TRUHON, US-PS 32 83 410) oder in einem Rollenkäfig, der seinerseits am Reißschienenprofil befestigt wird (z. B. DE WEERDT, FR-PS 13 03 419). Auch die Ausbildung der Schnur-Umlenkung als austauschbare und an das Reißschienen- Profil steckbare Einheit ist bekannt (JUSTIS, US-PS 32 51 131).

Bekannt ist auch, nur jeweils eine Rolle zu verwenden (z. B. TRUHON, s. o.) anstelle eines Rollenpaares an jedem Ende des Reißschiene.

Bei den bekannten Systemen fallen einige Nachteile auf: Die Anbringung der Umlenkung an der Reißschiene erfordert einen gewissen Befestigungsaufwand. Reißschienen, bei denen die Schnüre unter der Oberseite des Reißschienen-Profils verdeckt geführt werden, sind entweder aus mehreren Profilen zusammengesetzt oder erfordern Profilbearbeitungsaufwand für die Schnur- Auslässe und die Rollenbefestigung. Beides verteuert die Herstellung der schnurgeführten Reißschiene.

Das Einführen bzw. Auswechseln der Schnüre erfordert bei den meisten Reißschienen mit verdeckt liegender Schnurführung erhebliches Geschick bzw. eine Demontage der Rollen.

Aufgabe

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,

  • - die kostengünstige Herstellung der schnurgeführten Reißschiene zu ermöglichen,
  • - eine einfach herstellbare Schnur-Umlenkung zu schaffen, die gleichzeitig ein problemloses Einführen der Schnüre gestattet und
  • - eine störungsfreie Benutzung der Reißschiene zu ermöglichen.

Lösung und Vorteile

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schnur-Umlenkung so konstruiert ist, daß das Reißschienenprofil nur auf Länge geschnitten werden muß und keiner weiteren Bearbeitung (wie Fräsen, Stanzen, Gewindeschneiden) bedarf.

Die Schnur-Umlenkung ist in die Enden des Reißschienenprofils bis zu einem Anschlag einsteckbar. Die Lage des Anschlags ist so gewählt, daß die Schnurauslässe aus dem Reißschienenbereich nicht im Reißschienenprofil selbst, sondern in dem außerhalb des Profils liegenden Teil der Schnur-Umlenkung angeordnet sind.

Zum Einführen der Schnüre in die Reißschiene mit verdeckt liegender Schnurführung ist die Umlenkung aus dem Ende des Profils herausnehmbar.

Die Schnur-Umlenkung besteht nach Unteranspruch 3 aus einer Rolle, deren Achse in entsprechende Aussparungen eines U-förmigen Rollenkäfigs einklipsbar ist. Die Klipsverbindung erlaubt, daß zum Zusammenbau von Rolle und Rollenkäfig keine weitere Verbindungstechnik notwendig ist.

Der störungsfreien Benutzung der schnurgeführten Reißschiene dienen

  • - der Beschädigungsschutz des über das Profil hinausstehenden Rollenteils durch die Außenseiten des U-förmigen Rollenkäfigs,
  • - die Zwangsführung der Schnüre zwischen der jeweiligen Rollennut und der in geringem Abstand vor dem Außenumfang der Rolle liegenden Innenseite der Käfigfront und
  • - die dem Reißschienenprofil angepaßten Außenseiten des Rollenkäfigs in Profillängsrichtung.

Beschreibung

Fig. 1 zeigt das Prinzip der schnurgeführten Reißschiene.

Fig. 2 zeigt als Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Reißschienenprofils ein nach unten offenes Profil.

Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßem schnurgeführten Reißschiene mit Schnur-Umlenkungen und Schnüren.

Fig. 4 zeigt das Ausführungsbeispiel aus Fig. 3 in einem Horizontalschnitt.

Fig. 5 Desgleichen in vertikalem Längsschnitt.

Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Schnur-Umlenkungsrolle und des U-förmigen Rollenkäfigs, in dessen Schenkel die Achsen der Rolle einklipsbar sind.

Fig. 7 Desgleichen, in zusammengebautem Zustand.

In Fig. 1 ist erkennbar, daß die Umlenkung der an vier Punkten der Zeichenunterlage befestigten Schnüre in der gezeigten Anordnung die Parallelführung der Reißschiene beim Verschieben bewirkt. Gleichzeitig ist erkennbar, daß die sich auf der Reißschiene kreuzenden Schnüre beim Verschieben der Reißschiene gegenläufig bewegt werden, während das Rollenpaar an jeweils einem Ende der Reißschiene gleichzeitig im selben Drehsinn bewegt wird.

Fig. 2 zeigt, daß die erfindungsgemäße Reißschiene beispielsweise mit einem nach unten offenen Profil ausgeführt werden kann.

In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem das Reißschienenprofil (1) als Hohlprofil ausgebildet ist. In die Enden (2) und (3) des Profils sind die beiden identisch ausgebildeten Schnur-Umlenkungen bis zum Anschlag (4) am Rollenkäfig einsteckbar. In der Endposition der Schnur-Umlenkung im Profilende liegen die Schnurauslässe (5) für die unter der Reißschienen- Oberseite geführten Schnüre nicht im Profil selbst, sondern in dem außerhalb des Profils liegenden Teil des Rollenkäfigs. Dadurch erübrigt sich die Profilbearbeitung für die Schnurauslässe.

Die Schnur-Umlenkung ist zum Einführen der Schnüre in die Schnur-Umlenkung selbst und in das Profil aus den Enden des Reißschienenprofils herausnehmbar.

Die Schnüre (6) und (7) sind in zwei übereinander liegenden Nuten (8) und (9) der Umlenkrolle (11) geführt. Dadurch ist es möglich, die sich im Profilbereich kreuzenden Schnüre in zwei parallelen Ebenen anzuordnen und die Kreuzung (10) berührungs- und verschleißfrei zu gestalten.

Die Seitenflächen (13) und (14) der über die Profilenden hinausragende Rollenkäfige liegen in der gleichen Ebene wie die Seitenfläche der Griffleiste (15) bzw. die senkrechte Außenseite (16) des Reißschienenprofils. Ebenso liegt die obere Außenseite (21) des Rollenkäfigs in der gleichen Ebene wie die obere Außenseite (23) des Reißschienenprofils. Durch die bündige Gestaltung sollen Behinderungen bei der Zeichenarbeit verhindert werden.

In Fig. 4 ist das Ausführungsbeispiel aus Fig. 3 im Horizontalschnitt dargestellt, wobei die Schnur-Umlenkungen in die Enden des Reißschienenprofils eingesteckt gezeigt sind. Die Umlenkrolle (11) ist mit Nuten (8) und (9) versehen. Der geringe Abstand zwischen der Innenwand (17) der Käfigfront (18) und dem Rollenumfang (19) verhindert ein Herausspringen der Schnüre aus ihrer jeweiligen Nut auch bei fehlender Schnur-Spannung, also beispielsweise beim Einführen der Schnüre.

Fig. 5 zeigt das gleiche Beispiel im vertikalen Längsschnitt. Dabei ist die Führung der Schnüre (6) und (7) in unterschiedlichen Ebenen parallel zur Zeichenunterlage (20) zu erkennen.

Die obere (21) und die untere Außenseite (22) des über das Profilende hinausragenden Teils des Rollenkäfigs schließt bündig ab mit der oberen (23) bzw. unteren Außenseite (24) des Reißschienenprofils.

Aus Fig. 4 und Fig. 5 ist zu entnehmen, daß der über das Profilende hinausstehende Teil der Umlenkrolle an drei Seiten vom Rollenkäfig umgeben und damit vor Bechädigungen geschützt ist.

Fig. 6 zeigt die Umlenkrolle (11), deren Achse (12) in die Aussparungen (25) und (26) des U-förmigen Rollenkäfigs einklipsbar ist.

Fig. 7 zeigt die Umlenkung in zusammengebautem Zustand.


Anspruch[de]
  1. 1. Schnurgeführte Reißschiene mit verdeckt liegenden Schnüren und einsteckbarer Schnur-Umlenkung, dadurch gekennzeichnet, daß die Reißschiene aus einem geradlinig abgeschnittenen, weiter nicht bearbeiteten Profil besteht, in dessen Enden die Schnur-Umlenkung bis zu einem Anschlag einsteckbar ist.
  2. 2. Schnurgeführte Reißschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reißschienenprofil aus einem einteiligen Strangpreßprofil besteht.
  3. 3. Schnurgeführte Reißschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnur-Umlenkung aus einer Umlenkrolle mit einer in entsprechende Aussparungen in Schenkeln eines U-förmigen Rollenkäfigs einklipsbaren Achse besteht.
  4. 4. Schnurgeführte Reißschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der aus dem Ende des Reißschienenprofils herausstehende Teil der Umlenkrolle auf drei Seiten von einem U-förmigen Rollenkäfig umgeben ist.
  5. 5. Schnurgeführte Reißschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite (17) der Front des Rollenkäfigs (18) einen so geringen Abstand vom Außenumfang (19) der Rolle hat, daß ein Herausspringen der Rollen aus ihrer jeweiligen Rollennut (8) und (9) verhindert wird.
  6. 6. Schnurgeführte Reißschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseiten des Rollenkäfigs in der Ebene senkrecht zur Längsachse der Reißschiene die Außenseiten des Reißschienenprofils an keinem Punkt überragen.






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